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Thema 13.

IKK und Übersetzung Seminar

Aufgabe 1

Schritt 1. Beschreiben Sie, was Sie auf dem Werbungsplakat sehen, ohne
zu interpretieren.

Schritt 2. Interpretieren Sie das Foto.

Schritt 3. Äußern Sie Ihre Vermutungen zur Idee der Werbung.

Reflektieren Sie: 1. Das Werbungsplakat kommt aus Tschechien, es wird


für eine tschechische Biersorte geworben. Wie empfinden wir, Ukrainer, diese
Werbung? Wie wirkt sie auf uns?

2. Es wird behauptet, dass die Idee dieser Werbung in Deutschland nicht


verstanden werden wird. Warum?

3. Was sollte gemacht werden, damit die Werbekampagne für dieses


Produkt in Deutschland Erfolg hätte?

4. Was muss der Übersetzer im Fall der Übersetzung der Werbung


beachten?

Aufgabe 2

Schritt 1: Sie bekommen zwei deutsche Varianten eines Briefes. Lesen Sie
beide Varianten. Worum geht es im Brief? Was ist das Ziel des Schreibens?

Reflektieren Sie:

1. Unterscheiden sich die beiden Varianten? Worin? Vergleichen Sie dafür


manche Passagen in den Texten.

2. Wie wirken die beiden Texte auf Sie?

3. Wie sind Ihrer Meinung nach die zwei Varianten entstanden? Übersetzen
Sie dafür den ersten Brief wörtlich ins Ukrainische. Wie klingt die ukrainische
Übersetzung?
4. Worauf muss man bei der schriftlichen und mündlichen Kommunikation
in einer Fremdsprache und bei der Übersetzung achten?

Aufgabe 3

Schritt 1: Übersetzen Sie bitte den Titel Neue Umwelt.

Schritt 2: Lesen Sie das Gedicht. Worum geht es darin? Äußern Sie Ihre
Vermutungen über den Inhalt des Gedichtes. Wer könnte dieses “Ich” sein – ein
Mann, eine Frau? Ist es alt oder jung? Ein Deutscher, ein Ausländer? (Die
Autorin Aysel Özakin ist türkisch-deutsche Schriftstellerin. Sie ist Türkin, die als
Jugendliche nach Deutschland gekommen war und dort aufgewachsen ist.)

Schritt 3: 1. Wie ist das Gedicht aufgebaut? 2. In diesem Gedicht geht eine
Person durch eine Umgebung, die ihr nicht vertraut ist. Wer oder was begegnet
ihr dabei? 3. Wodurch wird für diese Person eine neue Umgebung heimisch oder
vertraut? Schreiben Sie entsprechende Ausdrücke aus.

Reflektieren Sie:

1. Wie wirkt das Gedicht auf Sie? Wirkt die Umgebung im Gedicht auf Sie
auch heimisch und vertraut? Oder eher fremd/nichts sagend?

2. Warum ruft die Umwelt im Gedicht bei Ihnen das Gefühl der
Vertrautheit nicht vor?

3. Wenn also dieses Gedicht ins Ukrainische übersetzt würde, würde es bei
ukrainischen Lesern gleiche Gefühle hervorrufen wie die Gefühle bei Deutschen
und Ausländern, die in Deutschland wohnen?

Schritt 4: 1. Wie kann man das Gedicht ins Ukrainische übertragen, so dass
es für Ukrainer heimisch wirkt? 2. Was könnte ein Fremder/eine Fremde in der
Ukraine empfinden, damit er/sie sagen könnte: “Dann denke ich mir, hier lebe
ich.” Welche Situationen werden Sie schildern.

Schritt 5 (fakultativ): Schreiben Sie den Text in Bezug auf unser Land um.
Aufgabe 4

Schritt 1: Vergleichen Sie eine ukrainische und eine deutsche Bewerbung.


Wie wirken beide Bewerbungen auf Sie?

Schritt 2: Verfassen Sie auf Deutsch oder auf Ukrainisch eine neue Version
für die ukrainische Bewerbung, indem Sie sie so verändern, dass die neue
Version deutsche Adressaten nicht befremdet.

Aufgabe 5

Lesen und markieren Sie falsch oder richtig?

Test: Einfluss von soziokulturellen Faktoren auf die Übersetzung


1. Der Übersetzer muss möglichst semantische, semantisch, syntaktisch
und pragmatische adäquat übersetzen.
2. Bei manchen Textsorten ist die gleiche Wirkung des Originaltextes und
der Übersetzung besonders wichtig. In diesen Fällen sind lexikalische,
stilistische, strukturelle Veränderungen zugelassen.
3. Soziokulturelle Faktoren (kulturspezifische Bedeutungen,
Gesprächskonventionen, Werte, non-und paraverbale Faktoren etc.)
beeinflussen das Übersetzen kaum.
4. Der Text, der grammatisch, semantisch und stilistisch korrekt übersetzt
ist, kann nie die Adressanten der Übersetzung befremden.
5. Der Text, der grammatisch, semantisch und stilistisch korrekt übersetzt
ist, kann manchmal die Adressanten der Übersetzung befremden, weil die
soziokulturellen Faktoren hier die Rolle spielen.
6. Der Übersetzer muss die Perspektiven der Vertreter in den eigenen und
fremden Kulturen übernehmen können.
Text zur Aufgabe 1

Text der Werbung (Übersetzung aus dem Tschechischen ins Deutsche):

Gehen wir in die Kneipe!

Unser amerikanischer Kollege beschwert sich ständig, weil er bei uns


keinen richtigen Hotdog bekommen kann. Ein Klient, der aus Japan gekommen
ist, ist enttäuscht, weil wir rohen Fisch nicht gerne essen. Und der Freund von
unserer Sekretärin, der aus Italien kommt, sagt, dass Spaghetti so zubereitet
einfach nicht lecker schmecken. Es reicht aber, ein Wort zu sagen: Budweiser.
Endlich ist Ruhe.

Wer sein Leben genießt, der bestellt sich Budweiser. 


Das weiß jeder auf der Welt. 

Also, worauf wartet ihr? Gehen wir in die Kneipe!

Ein Bier der Weltmarke 

(Aus: Zeuner, Ulrich. (2002). Kulturelle Aspekte von Werbetexten im Sprachunterricht DaF
für ausländische Germanistikstudenten. Zeitschrift für Interkulturellen
Fremdsprachenunterricht [Online], 6(3), 13 pp. Available: http://www.spz.tu-
darmstadt.de/projekt_ejournal/jg_06_3/beitrag/werbetexte.htm)
Text zur Aufgabe 2

Text 1

Sehr geehrter Herr Liebich,

erlauben Sie, Ihnen herzlichen Dank für die dauerhafte Hilfe und Unterstützung
unserer Universität auszusprechen.

Wir sind sehr froh darüber, dass unsere Lehrkräfte die wunderbare
Möglichkeit haben, sich in den Deutschkursen für Ausländer der Ludwig-
Maximilians-Universität in München zu qualifizieren. Das trägt bedeutend zur
Entwicklung ihres landeskundlichen und sprachlichen Wissens bei. Ihre
Teilnahme und Ihr Interesse am Leben der Kiewer Universität hilft zweifellos,
das professionelle Niveau unseres Lehrkörpers zu erhöhen.

Wir sind sehr stolz darauf, dass wir die Ehre haben, diese für uns
ausschließliche Möglichkeit zu nutzen, und hoffen auf die Fortsetzung dieser
fruchtbaren Zusammenarbeit.

Ich gratuliere Ihnen zum Beginn des neuen Semesters, und wünsche Ihnen
aus ganzer Seele Erfolg bei der Arbeit und von Allem das Allerbeste.

Mit Hochachtung, Wolodymyr Kowalewskyj

Текст 2

Sehr geehrter Herr Liebich,

hiermit möchten wir Ihnen unseren herzlichen Dank aussprechen für die
dauerhafte Hilfe und Unterstützung unserer Universität. Wir sind sehr froh, dass
unsere Lehrkräfte die Möglichkeit haben, sich in den Deutschkursen für
Ausländer der Ludwig-Maximilians-Universität München weiter zu
qualifizieren. Das trägt bedeutend zur Entwicklung ihrer landeskundlichen und
sprachlichen Kompetenzen bei. Ihre Anteilnahme und Ihr Interesse an den
Tätigkeiten der Kiewer Universität fördern die Professionalität unseres
Lehrkörpers. Wir wissen diese für uns außergewöhnliche Möglichkeit sehr zu
schätzen und hoffen auf die Fortsetzung dieser fruchtbaren Zusammenarbeit.

Für das neue Semester wünsche ich Ihnen alles Gute viel Erfolg.

Hochachtungsvoll, Wolodymyr Kowalewskyj.


Text zur Aufgabe 3
Neue Umwelt
Wenn ich den Geschmack nachempfinden kann
Bei einem Mädchen, das Crepes isst
Und an mir vorbei geht.

Wenn ich mir vorstellen kann,


Was die beiden alten Frauen vor mir
Arm in Arm einander erzählen,
Während sie zurück
Ins Altersheim gehen
Nach Kaffe und Kuchen.

Wenn ich die Mischung


Spüren kann
Von Spaß und Verlorenheit
Bei den arbeitslosen Männern,
Die gemeinsam ein zerbrochenes Lied singen
Am Brunnen.

Wenn ich abschätzen kann,


Welche Zeitung
Die junge Frau
Mit der Baumwolljacke
In der Tasche hat
Oder der junge Mann,
Der mitten in Europa
Von Afrika träumt.

Wenn ich mir denken kann,


Worauf das Kind neugierig ist,
Das enttäuscht
Die Hand der Mutter verlässt.

Wenn ich die Suche nach dem Sinn des Lebens


Nachfühlen kann
Hinter dem verbitterten Gesicht
Der alleinstehenden Frau.

Wenn ich Herzklopfen hören kann


Um mich herum,
Dann denke ich mir
Hier lebe ich.
(Aysel Özakin)
Texte zur Aufgabe 4

Text 1 (ukrainische Bewerbung)


Bewerbung um einen Studienaustausch an der Universität Chemnitz
Доброго дня!
Мене звуть Н.Н. і я є студентом Львівської політехніки, де вивчаю комп'ютерні
науки. Я дуже активний в будь якій галузі ІТ індустрії, але найбільше
подобається проектування!
Вважаю себе творчою і позитивною людиною. Намагаюсь відповідально
ставитись до свої обов'язків і будь-яку проблему завжди вирішую до кінця. Як
говорить мій батько, який завжди був для мене взірцем: ''Ти повинен встати і
спробувати, а якщо не можеш встати, тоді спробуй лежачи, АЛЕ ВИКОНАЙ!''
Якщо хтось вірить в те, що основне для людини − гроші, то на мою думку,
основне – це знання, яке повинно працювати на добро людям .... Хочу завжди
підтримувати контакт з усіма, завжди шукаю в людях щось хороше і відкритий
до нових контактів!
Саме тому, коли дізнався про можливість поїхати до Вас, то, перш за все,
побачив перспективу вивчити нові дисципліни, поглибити знання. Моя
Батьківщина сьогодні дуже потребує гарно підготовлених фахівців. Тільки так
вона може стати гідним членом Європейської спільноти. Ваша програма дасть
також можливість подружитись ще з декількома десятками мега-цікавих людей.
І це все − немов виклик для мене!
Чому? По-перше, я думаю, це здорово, пройти міжнародну практику і навчання
саме у пунктуальній Німеччині, яка викликає повагу всього світу. По-друге, у
вас є чудова технічна база і кваліфіковані наставники. По-третє, це, безумовно,
відвідати серце Євросоюзу і перейнятись Вашим настроєм!
Німеччина є батьківщиною мого першого кохання! І навіть при тому, що ми
більше не разом, я б хотів побувати у Німеччині і поринути в її життя хоча б на
деякий час. На мою думку, ця земля повна чудес, чудових людей і гарних розваг
(студенти мене зрозуміють!). Як і всі молоді люди, я люблю вечірки і веселощі, і
навіть попри те, що навчання забирає дуже багато часу, я завжди намагаюсь
спланувати його так, щоб не залишитись осторонь культурних новинок і
захопливого драйву! Мені цікаво все, що стосується проектування та новітніх
технологій! Буду вкладати всі сили в навчання і намагатимусь відповідати
вашим вимогам! Отож, я дійсно з нетерпінням чекаю зустрічі з новими людьми
не лише з Німеччини, а й з усього світу, і я впевнений, що ми станемо чудовими
друзями, а в подальшому й колегами!
Text 2 (deutsche Bewerbung)

Motivation für ein Masterstudium an der Universität Fribourg

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich komme aus Krakau uns studiere Deutsch als Fremdsprache und Französisch
im fünften Semester an der Ruhr-Universität Bochum. Gerne möchte ich mich
zum nächsten Semester um einen Studienplatz in einem Masterstudiengang an
Ihrer Hochschule bewerben.

Im vergangenen Jahr habe ich bereits die Universität Fribourg besucht, um einen
persönlichen Eindruck von Ihrem Studienangebot zu gewinnen. Dabei habe ich
das Institut für Mehrsprachigkeit kennengelernt. Ich war beeindruckt von der
freundlichen Atmosphäre und der Aufgeschlossenheit der Lehrkräfte sowie
Studierenden.

Nach mehreren Sprachkursen verfüge ich über sehr gute Deutschkenntnisse.


Zurzeit vertiefe ich diese im Rahmen eines mehrmonatigen Kurses für
Fortgeschrittene (Niveau C1). Überdies werde ich ab März bis Ende Mai dieses
Jahres ein Praktikum an einer Grundschule in Deutschland absolvieren.

Von dem Studienaufenthalt in Fribourg verspreche ich mir, dass ich meine
Kenntnisse im Bereich Deutsch als Fremdsprache erweitern kann. Dabei
interessiert mich besonders das Thema Mehrsprachigkeit. Hier würde ich mich
gern mit der neusten Forschung vertraut machen. Ich möchte mir auch weitere
Theoretische Grundlagen der Fremdsprachenvermittlung aneignen. Außerdem
möchte ich durch meinen Studienaufenthalt das Leben in der Schweiz
kennenlernen, Kontakte knüpfen und neue Freunde gewinnen.

Da mein Interesse an der deutschen Literatursehr groß ist, würde ich gern auch
Germanistik als Studienfach belegen. Dadurch möchte ich meine Chancen für
eine spätere Berufstätigkeit als Lehrerin in meinem Heimatland verbessern. Der
Studienaufenthalt in der Schweiz wäre eine gute Vorbereitung darauf. Er würde
mich auf meinem beruflichen Weg einen großen Schritt weiterbringen.

Mit freundlichen Grüßen

S.S.