Sie sind auf Seite 1von 10

DEUTSCHE

NORM Februar 2018

DIN 53236
D
ICS 87.060.10 Ersatz für
DIN 53236:1983-01

Farbmittel –
Mess- und Auswertebedingungen zur Bestimmung von Farbunterschieden
bei Beschichtungsstoffen, ähnlichen Beschichtungen und Kunststoffen
Colouring materials –
Conditions of measurement and evaluation for the determination of colour differences for
paint coatings, similar coatings and plastics
Colorants –
Conditions de mesure et d’évaluation pour la détermination des différences de couleur des
peintures, revêtements similaires et plastiques


Normen-Download-Beuth-SAPA POLSKA-KdNr.7980392-LfNr.8901759001-2019-05-24 12:12

Gesamtumfang 10 Seiten

DIN-Normenausschuss Pigmente und Füllstoffe (NPF)


DIN-Normenausschuss Kunststoffe (FNK)

© DIN Deutsches Institut für Normung e. V. · Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise, Preisgruppe 7
nur mit Genehmigung des DIN Deutsches Institut für Normung e. V., Berlin, gestattet.
Alleinverkauf der Normen durch Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin
www.din.de
www.beuth.de
!%r`("
2796105
DIN 53236:2018-02

Inhalt
Seite

Vorwort ...................................................................................................................................................................................... 3
Einleitung .................................................................................................................................................................................. 4
1 Anwendungsbereich ............................................................................................................................................... 6
2 Normative Verweisungen ..................................................................................................................................... 6
3 Begriffe ........................................................................................................................................................................ 6
4 Kurzbeschreibung des Verfahrens.................................................................................................................... 6
5 Gerät ............................................................................................................................................................................. 6
6 Proben ......................................................................................................................................................................... 7
7 Messung und Auswertung undurchsichtiger (opaker) Proben .............................................................. 7
7.1 Allgemeines ............................................................................................................................................................... 7
7.2 Verfahren A ................................................................................................................................................................ 7
7.2.1 Allgemeines ............................................................................................................................................................... 7
7.2.2 Messung....................................................................................................................................................................... 7
7.2.3 Auswertung ................................................................................................................................................................ 7
7.3 Verfahren B ................................................................................................................................................................ 7
7.3.1 Allgemeines ............................................................................................................................................................... 7
7.3.2 Messung....................................................................................................................................................................... 7
7.3.3 Auswertung ................................................................................................................................................................ 8
8 Messung und Auswertung durchsichtiger oder durchscheinender Proben ...................................... 8
8.1 Allgemeines ............................................................................................................................................................... 8
8.2 Messung in Aufsicht ................................................................................................................................................ 8
8.3 Messung in Durchsicht........................................................................................................................................... 8
8.4 Auswertung ................................................................................................................................................................ 8
9 Prüfbericht ................................................................................................................................................................. 9
Literaturhinweise ................................................................................................................................................................. 10
Normen-Download-Beuth-SAPA POLSKA-KdNr.7980392-LfNr.8901759001-2019-05-24 12:12

2
DIN 53236:2018-02

Vorwort
Die vorliegende Norm DIN 53236 wurde vom Arbeitssauschuss NA 078-00-03 AA „Allgemeine Prüfverfahren
für Farbmittel und Füllstoffe“ im DIN-Normenausschuss Pigmente und Füllstoffe (NPF) ausgearbeitet.

Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass einige Elemente dieses Dokuments Patentrechte berühren
können. DIN ist nicht dafür verantwortlich, einige oder alle diesbezüglichen Patentrechte zu identifizieren.

Änderungen

Gegenüber DIN 53236:1983-01 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Abschnitt „Einleitung“ wurde eingefügt;

b) Abschnitt 2 „Normative Verweisungen" wurde überarbeitet;

c) technische Inhalte wurden aufgrund der Überarbeitung von Abschnitt 2 aktualisert;

d) Abschnitt 4 „Bezeichnung des Verfahrens" wurde gestrichen;

e) Norm wurde redaktionell überarbeitet und den aktuellen Gestaltungsregeln angepasst.

Frühere Ausgaben

DIN 53236: 1977-02, 1983-01


Normen-Download-Beuth-SAPA POLSKA-KdNr.7980392-LfNr.8901759001-2019-05-24 12:12

3
DIN 53236:2018-02

Einleitung
Entsprechend den Angaben in Abschnitt 1 ist die Norm nicht nur auf pigmentierte, sondern auch auf nicht-
pigmentierte Systeme anwendbar. Bei fluoreszierenden Proben können wegen unterschiedlicher Anregung
der Fluoreszenz in verschiedenen Farbmessgeräten unterschiedliche Ergebnisse erhalten werden. Es wird
empfohlen, solche Proben bei Vergleichen möglichst mit demselben Farbmessgeräte-Typ mit gleichartiger
Lichtquelle und polychromatischer Beleuchtung zu messen, wobei hier eine schlechtere Reproduzierbarkeit
als bei nichtfluoreszierenden Proben zu erwarten ist. Lichtquelle und Lichtart sind im Prüfbericht
anzugeben.

Die wahrgenommene Farbe eines Objektes ist eine Kombination aus Oberflächenreflexion und diffuser
Reflexion aus dem Volumen. Bei der Beanspruchung von Proben kann sich sowohl das Probeninnere (z. B.
das Pigment) als auch die Probenoberfläche (z. B. der Glanz) verändern. Beide Änderungen tragen im
Allgemeinen zum empfundenen Unterschied des visuellen Farbeindruck bei.

Die erhaltenen Farbabstandswerte sind direkt ein Maß für die Farbunterschiede bzw. -änderungen und
können für Vergleiche, z. B. bei Untersuchungen über das Verhalten verschiedener Pigmente unter gleichen
Bedingungen oder des gleichen Pigmentes unter verschiedenen Bedingungen, herangezogen werden. Es
wird nämlich oft von Interesse sein, den Prozess der Farbänderung zu verfolgen, z. B. den
Ausbleichungsprozess als Funktion der Lichteinwirkung oder die Farbänderungen von Kunststoffproben in
Abhängigkeit von der Temperatur.

Verfahren A

Bei der Glanzänderung einer Probe bleibt die gesamte Reflexion, welche sich aus dem Oberflächenanteil und
dem diffusen Anteil zusammensetzt, nahezu konstant. Durch die Erfassung der gesamten Reflexion bei der
Messung und dem hier vorgeschriebenen rechnerischen Abzug der Oberflächenreflexion vom Messwert
enthalten die Werte nur noch die Unterschiede oder Änderungen im Probeninnern.

Würde man direkt die gemessenen Werte (ohne Abzug der Oberflächenreflexion) zur Berechnung der Farb-
differenzen nach DIN EN ISO 11664-4 verwenden, dann erhielte man wegen der konvexen Krümmung der
Kubikwurzel-Kurven für f(X/Xn), f(Y/Yn), f(Z/Zn) zu kleine Farbunterschiede. Das trifft in besonderem Maße
auf farbgesättigte oder dunkle Proben zu.

Grundsätzlich bewirkt diese rechnerische Ausschaltung der Oberflächenreflexion (unabhängig von der Ober-
flächenstruktur), dass ermittelte Farbunterschiede etwa denen entsprechen, die ein Beobachter sehen
Normen-Download-Beuth-SAPA POLSKA-KdNr.7980392-LfNr.8901759001-2019-05-24 12:12

würde, wenn er hochglänzende Proben glanzfrei beobachten würde, oder wenn er matte oder raue Proben
frei von ihrer diffusen Oberflächenreflexion beobachten könnte. Nur bei hochglänzenden Proben hat nach
diesem Verfahren die farbmetrische Bewertung eine visuelle Entsprechung. Bei nicht hochglänzenden
Proben kann der Bezug des visuellen zur farbmetrischen Bewertung nur dann hergestellt werden, wenn man
die Proben vorher hochglänzend überlackiert oder mit optisch gekoppelter transparenter Folie überdeckt
oder gegebenenfalls verpresst.

Verfahren B

Hierbei werden Farbunterschiede von Proben näherungsweise so erfasst wie bei visueller Abmusterung
unter Glanzausschaltung. Verliert eine Probe im Verlauf einer Beständigkeitsprüfung an Glanz, so erhöht sich
der diffuse Anteil der Oberflächenreflexion und damit der Messwert nach Verfahren B. Daher werden bei
diesen Messbedingungen die integralen Farbunterschiede erfasst, bei denen sowohl Glanzunterschiede als
auch Unterschiede der Farbmittel eingehen.

4
DIN 53236:2018-02

Auch nach Verfahren B können sich noch deutliche Abweichungen zum visuellen Urteil ergeben. Das liegt
dann häufig an der starken Winkelabhängigkeit der Oberflächenreflexion bei halbmatten Proben oder am
unterschiedlichen Glanzschleier im Zusammenwirken mit der Tatsache, dass beim visuellen Abmustern die
Geometrie 45°:0° häufig nicht eingehalten wird (z. B. erfolgt die Beleuchtung meistens nicht gerichtet
unter 0°).

Bei hochglänzenden Proben erhält man nach den Verfahren A und B vergleichbare Ergebnisse. Bei allen
anderen Proben richtet sich das Messverfahren nach der gewünschten Information (z. B. Unterschied im
Probeninnern oder Gesamtunterschied), und es ergeben sich je nach den Glanzunterschieden der Proben
nicht nur für Verfahren A und B, sondern auch für verschiedene Messgeräte je nach der genauen Auslegung
der Messgeometrie verschiedene Farbabstände.
Normen-Download-Beuth-SAPA POLSKA-KdNr.7980392-LfNr.8901759001-2019-05-24 12:12

5
DIN 53236:2018-02

1 Anwendungsbereich
In dieser Norm werden Mess- und Auswertebedingungen zur Bestimmung von Farbunterschieden bei
Beschichtungstoffen, ähnlichen Beschichtungen und Kunststoffen festgelegt. Die Verfahren sind
insbesondere anwendbar zur Bestimmung und Bewertung von Farbänderungen, die bei physikalischer oder
chemischer Beanspruchung von pigmentierten, nichtpigmentierten oder auch mit löslichen Farbmitteln
eingefärbten Materialien auftreten.

2 Normative Verweisungen
Die folgenden Dokumente, die in diesem Dokument teilweise oder als Ganzes zitiert werden, sind für die
Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene
Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments
(einschließlich aller Änderungen).

DIN 5033-1, Farbmessung — Teil 1: Grundbegriffe der Farbmetrik

DIN 5033-7, Farbmessung — Teil 7: Messbedingungen für Körperfarben

DIN EN ISO 11664-3, Farbmetrik —Teil 3: CIE-Farbwerte

DIN EN ISO 11664-4, Farbmetrik — Teil 4: CIE 1976 L*a*b* Farbenraum

DIN EN ISO 18314-1, Analytische Farbmessung — Teil 1: Praktische Farbmessung

3 Begriffe
Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die Begriffe nach DIN 5033-1 und die folgenden Begriffe.

3.1
Farbunterschied
Differenz in Helligkeit, Buntheit oder Buntton, wie sie z. B. zwischen verschiedenen Proben, zwischen
gleichen Proben unterschiedlicher Vorgeschichte oder innerhalb einer farblich inhomogenen Probe
vorkommt

4 Kurzbeschreibung des Verfahrens


Die Farbwerte X, Y und Z der Proben nach DIN EN ISO 11664-3 oder der verschiedenen Messstellen einer
Probe werden mit einem Farbmessgerät ermittelt. Aus den Farbwerten wird nach DIN EN ISO 11664-4, d. h.
Normen-Download-Beuth-SAPA POLSKA-KdNr.7980392-LfNr.8901759001-2019-05-24 12:12

nach einem Verfahren zur angenähert empfindungsgemäßen Bestimmung von Farbunterschieden, der
Farbabstand berechnet. Abhängig von der verwendeten Messbedingung beschreibt der erhaltene
Farbabstand den Unterschied der Wirkung des Farbmittels im Probeninnern oder den Unterschied der
visuellen Erscheinung.

5 Gerät
Farbmessgerät für die Messung nach dem Spektralverfahren

ANMERKUNG Mit Farbmessgeräten nach dem Dreibereichsverfahren können infolge unvollständiger Anpassung an
die Normspektralwertfunktionen (siehe DIN EN ISO 11664-1) bei bedingt-gleichen (metameren, siehe DIN 6172 und
DIN 5033-1) Probenpaaren fehlerhafte Ergebnisse erhalten werden.

6
DIN 53236:2018-02

6 Proben
Eine eventuell notwendige Vorbehandlung (z. B. Abwaschen, Polieren, Überlackieren), aber auch das
Hinterlegen durchsichtiger oder durchscheinender Proben mit einem Untergrund ist zu vereinbaren und im
Prüfbericht anzugeben.

7 Messung und Auswertung undurchsichtiger (opaker) Proben


7.1 Allgemeines

Die Farbwerte werden vorzugsweise für Normallichtart D65 und den 10°-Normalbeobachter nach
DIN EN ISO 11664-3 ermittelt.

7.2 Verfahren A

7.2.1 Allgemeines

Erfassung von Farbunterschieden zwischen Probe und Bezug, resultierend aus Farbdifferenzen, die durch
Farbmittel bedingt sind. Unterschiede in der Oberflächenbeschaffenheit der Probe beeinflussen bei diesem
Verfahren das Messergebnis im Allgemeinen nicht. (Diese Messbedingung entspricht den Anforderungen bei
der Qualitätsprüfung von Pigmenten.)

7.2.2 Messung

Messgeometrien 8°:di oder di:8°, d. h. ohne Glanzfalle bzw. mit geschlossener (deaktivierter) Glanzfalle. Bei
diesem Verfahren wird die Oberflächenreflexion der Probe miterfasst.

7.2.3 Auswertung

Vor Berechnung des Farbabstandes oder der Farbunterschiede nach DIN EN ISO 11664-4 ist von den
spektralen Reflexionsgraden ein Betrag in Höhe von r0 = 0,04 (errechnet aus der FRESNEL-Formel für die
Brechzahl 1,5) für die Oberflächenreflexion abzuziehen.

ANMERKUNG 1 Es kann zweckmäßig sein, anstelle von 0,04 einen anderen Wert für r0 zu wählen. Dies ist als
Abweichung von der Norm im Prüfbericht anzugeben.

ANMERKUNG 2 Dienen die spektralen Reflexionsgrade zur Berechnung optischer Daten nach KUBELKA-MUNK,
erfolgt der Abzug des Betrages für die Oberflächenreflexion im Allgemeinen bereits in der Saunderson-Korrektur, siehe
DIN EN ISO 18314-2.
Normen-Download-Beuth-SAPA POLSKA-KdNr.7980392-LfNr.8901759001-2019-05-24 12:12

7.3 Verfahren B

7.3.1 Allgemeines

Erfassung von Farbunterschieden zwischen Probe und Bezug, resultierend aus Farbdifferenzen, die durch
Farbmittel und/oder Differenzen der Oberflächenbeschaffenheit bedingt sind.

7.3.2 Messung

Verwendbare Messgeometrien sind 45°:0° oder de:8°, d. h. mit geöffneter bzw. aktivierter Glanzfalle, und
deren Umkehrungen.

7
DIN 53236:2018-02

Bei diesem Verfahren wird

 die Oberflächenreflexion der Probe nicht miterfasst, sofern sie gerichtet, also nicht diffus ist,

 die diffuse Oberflächenreflexion zu einem Grad erfasst, der von ihrer Winkelverteilung, der
Messgeometrie sowie der Größe der Glanzfalle des Messgerätes abhängt.

ANMERKUNG Diese Messgeometrien führen nicht in allen Fällen (insbesondere bei Unterschieden in der Glanz-
indikatrix) zu übereinstimmenden Ergebnissen. Deswegen muss hier die Messgeometrie vereinbart und im Prüfbericht
angegeben werden.

7.3.3 Auswertung

Der Farbabstand oder die Farbunterschiede nach DIN EN ISO 11664-4 wird/werden direkt aus den
Messwerten berechnet.

ANMERKUNG Aus diesen spektralen Reflexionsgraden können KUBELKA-MUNK-Konstanten nur im Falle


vollkommen matter bzw. hochglänzender Proben berechnet werden, weil dann festliegt, ob in der Saunderson-
Korrekturformel r0 abzuziehen ist (matte Probe) oder nicht (hochglänzende Probe). Im Allgemeinen sind die Messwerte
nach Verfahren B deshalb für eine KUBELKA-MUNK-Auswertung nicht geeignet.

8 Messung und Auswertung durchsichtiger oder durchscheinender Proben


8.1 Allgemeines

Bei durchsichtigen oder durchscheinenden Proben kann entweder in Aufsicht (nach Hinterlegung mit Weiß
oder Schwarz) oder in Durchsicht gemessen werden.

8.2 Messung in Aufsicht

Die Messung in Aufsicht erfolgt nach Abschnitt 7.

Als weißer Hintergrund kann eine opake weiße Glasplatte oder ein dem Weißkalibrierstandard des
Messgerätes ähnliches Material (z. B. weiße Keramik) nach DIN EN ISO 18314-1, als schwarzer Hintergrund
eine schwarze Glasplatte oder ein Schwarzkalibrierstandard des Messgerätes nach DIN EN ISO 18314-1
verwendet werden. Werden als Hintergrund schwarze oder weiße Glasplatten verwendet, so ist dafür zu
sorgen, dass die Proben entweder auf der ganzen Messfläche in optischem Kontakt zum Hintergrund stehen
oder dass dies an keiner Stelle der Messfläche der Fall ist. Bei der Messung ohne optischen Kontakt befindet
sich zwischen Probe und Hintergrund eine Luftschicht. Optischer Kontakt kann durch eine geeignete
Netzflüssigkeit (z. B. Wasser mit oder ohne Netzmittel, Weichmacher, Paraffinöl, Glycerin) als Kontakt-
Normen-Download-Beuth-SAPA POLSKA-KdNr.7980392-LfNr.8901759001-2019-05-24 12:12

medium erreicht werden.

8.3 Messung in Durchsicht

Bei durchsichtigen oder durchscheinenden, das Licht nicht streuenden Proben erfolgt die Messung nach
DIN 5033-7 in Transmission.

8.4 Auswertung

Aus der Messung in Aufsicht wird der Farbabstand 𝛥𝛦ab sowie gegebenenfalls Helligkeits-, Buntheits- und
Buntton-Beitrag nach DIN EN ISO 11664-4 berechnet. Wird nach Verfahren A gearbeitet, so ist nach 7.2.3 zu
verfahren. Wird nach Verfahren B gearbeitet, so erfolgt die Berechnung direkt aus den Messwerten.

Aus der Messung in Durchsicht wird der Farbabstand oder werden die Farbunterschiede nach
DIN EN ISO 11664-4 direkt aus den Messwerten berechnet.

8
DIN 53236:2018-02

9 Prüfbericht
Der Prüfbericht muss mindestens die folgenden Angaben enthalten:

a) eine Verweisung auf diese Norm (DIN 53236:2018-01);

b) die Art, Oberflächenbeschaffenheit und Behandlungsbedingungen der Proben, Art des Hintergrundes bei
durchsichtigen oder durchscheinenden Proben;

c) das Messgerät mit Angabe der Messgeometrie;

d) das angewendete Messverfahren (nach Abschnitt 7 mit Angabe, ob nach Verfahren A oder Verfahren B
gemessen wurde);

e) die Lichtart und der Normalbeobachter, die für die Berechnung des Farbabstandes verwendet wurden;

f) den Farbabstand 𝛥𝛦ab nach DIN EN ISO 11664-4 und/oder die Aufspaltung in die dort angegebenen
Richtungsbeiträge;

g) jede vereinbarte oder sonstige Abweichung von den festgelegten Verfahren, bei fluoreszierenden
Proben insbesondere die beleuchtende Lichtquelle;

h) das Prüfdatum.
Normen-Download-Beuth-SAPA POLSKA-KdNr.7980392-LfNr.8901759001-2019-05-24 12:12

9
DIN 53236:2018-02

Literaturhinweise

DIN 6172, Metamerie-Index von Probenpaaren bei Lichtartwechsel

DIN EN ISO 11664-1, Farbmetrik —Teil 1: CIE farbmetrische Normalbeobachter

DIN EN ISO 11664-2, Farbmetrik —Teil 2: CIE Normlichtarten

DIN EN ISO 18314-2, Analytische Farbmessung — Teil 2: Saunderson-Korrektur, Lösungen der Kubelka-Munk-
Gleichung, Farbstärke, Deckvermögen
Normen-Download-Beuth-SAPA POLSKA-KdNr.7980392-LfNr.8901759001-2019-05-24 12:12

10