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Aufgabe 1 – Fragenkatalog 15 Punkte

Fragenblock 1:

(1) Entscheidungsmodelle dienen zur Abbildung der realen Situation und zur Feststellung bestimmter
Sachverhalte.
(2) Mit Erklärungsmodellen wird die zieloptimale Auswahl von Handlungsalternativen vorgenommen.
(3) Zur Prognose von Plandaten werden Erklärungsmodelle eingesetzt.
(4) Die Finanzbuchhaltung im Unternehmen stellt ein Beschreibungsmodell dar.
(5) Ein Modell zur Auswahl der gewinnmaximalen Produktionsprogrammplanung stellt ein
Entscheidungsmodell dar.

Fragenblock 2:

(1) Mit Regressionsmodellen werden kausale Prognosen erstellt, in dem ein funktionaler
Zusammenhang zwischen einer abhängigen und einer oder mehreren unabhängigen Variablen
verwendet wird.
(2) Im Rahmen der Expertenbefragung wird durch eine anonyme schriftliche Befragung die Dominanz
von Einzelpersonen reduziert
(3) Die Prognose der Nachfrage nach Kindergartenplätzen in Abhängigkeit der Geburtenzahlen stellt
eine Anwendung der Zeitreihenprognose dar.
(4) Der Durchführung einer Regressionsanalyse liegt eine Minimierung der durchschnittlichen
absoluten Abweichung der Prognosefehler zugrunde.
(5) Im Rahmen der Regressionsanalyse erfasst der Parameter b den Einfluss der unabhängigen
Variable auf die zu erklärende Variablen.

Fragenblock 3:

(1) Das Bestimmtheitsmaß R² misst den Erklärungsgehalt der Regressionsfunktion für die
zugrundeliegenden Daten.
(2) Die Konstante der Regressionsfunktion erfasst den Einfluss von unabhängigen Variablen, die nicht
in die in Regressionsfunktion aufgenommen sind.
(3) Der durchschnittliche absolute Prognosefehler (MAD) ist nicht geeignet, die Prognosegüte für
betragsmäßig unterschiedliche Zeitreihen zu vergleichen.
(4) Mit dem MSE wird das Vorliegen von Strukturbrüchen beurteilt, die einen Wechsel des
Prognoseverfahrens erfordern.
(5) Die rechtwinklige Entfernungsmessung ist besonders in Städten zur Entfernungsmessung
geeignet.

Fragenblock 4:

(1) Das Warteschlangensystem entspricht der Warteschlange.


(2) Bei einer M/M1-Warteschlange kann es trotz einer Gleichheit von Ankunfts- und Abfertigungsrate
zum Stau kommen.
(3) Eine statistische Ursache für den Erfahrungskurveneffekt stellen Lerneffekte dar.
(4) Den Verlauf des idealtypischen Produktlebenszyklus liegt der Diffusionsprozess einer
Produktionsinnovation zugrunde.
(5) Mit der Gompertz-Kurve kann der Verlauf eines Produktlebenszykluses beschrieben und
prognostiziert werden.
Fragenblock 5:

(1) Nach einer Datentransformation können die Parameter der Gompertz-Kurve mit einer linearen
Regression bestimmt werden.
(2) Die Industriekostenkurve entspricht einem Angebots- und Nachfragemodell der Mikroökonomie.
(3) Mit der Bedarfsverfolgung wird eine Anpassung der Mitarbeiterkapazität an den Personalbedarf
vorgenommen.
(4) Im Rahmen der Produktionsprogrammplanung wird der Deckungsbeitrag als Zielfunktion
verwendet.
(5) Die Kapazitätsfixierung muss nicht die optimale Lösung ergeben.

Fragenblock 6:

(1) Bei Vorliegen einer deterministischen Nachfrage und einem einheitlichen Einkaufspreis kann die
Bestimmung der optimalen Bestellmenge nicht unabhängig von den variablen Bestellkosten
vorgenommen werden.
(2) Bei Vorliegen einer kontinuierlichen stochastischen Nachfrage ist die Dichtefunktion der
Nachfrage in die Kostenfunktion einzubeziehen.
(3) Zur Erstellung der Überbestandskosten sind u.a. die Einkaufspreise einzubeziehen.
(4) Im Fall von Bestellmengenrabatten müssen verschiedene Kostenfunktionen für die verschiedenen
Rabattstufen aufgestellt werden.
(5) Zur Ermittlung der optimalen Bestellmenge bei normalverteilter Nachfrage ist die Kenntnis der
Verteilungsfunktion der Standardnormalverteilung notwendig.
Aufgabe 2 7 Punkte

Ein Anbieter von Inlandsflügen verwendet zur Kapazitätsermittlung seiner Abfertigungsschalter das
Modell einer M/M/1-Warteschlange. Die erwartete Ankunftsrate von Flugpassagieren beträgt 95
Personen pro Stunde. Aufgrund des beschränkten Platzbedarfs im Flughafengebäude dürfen sich max.
10 Personen in der Warteschlange und am Abfertigungsschalter befinden.

a) Ermitteln Sie, ob eine Ab fertigungsrate von 100 Personen pro Stunde ausreichend ist.
b) Erläutern Sie, warum ein Modell der M/M/1-Warteschlange zum Stau kommen kann, auch wenn
die Abfertigungsrate größer ist als die Ankunftsrate gewählt wird.
c) Erläutern Sie, ob das Problem unter b) durch das Hintereinanderschalten oder die Verwendung
von parallelen M/M/1-Warteschlangen gelöst werden kann.

Aufgabe 3 13 Punkte

Ein Anlagenhersteller erwartet für das nächste Jahr eine Zunahme der Großkunden auf 800 und muss
die Anzahl der notwendigen Vertriebsmitarbeiter in Abhängigkeit der Großkundenzahl ermitteln.

Vergangenheitsdaten:

Datenpunkt n Vertriebsmitarbeiter Großkunden


1 15 50
2 23 120
3 26 200
4 47 500

a) Ermitteln Sie nachvollziehbar die lichtlineare Regressionsgleichung für die oben gegebenen
Daten, wenn von einem potenziellen Zusammenhang ausgegangen werden kann.
b) Ermitteln Sie, welche Anzahl an Vertriebsmitarbeitern im nächsten Jahr erforderlich ist.

Aufgabe 4 6 Punkte

Nennen und erläutern Sie kurz die 3 Planungsfunktionen.

Aufgabe 5 8 Punkte

Für die Absatzmenge eines Produktes wurde die folgende monatliche Zeitreihe ermittelt:

Monat Menge
1 13,07
2 24,1
3 23,77
4 27,73
5 30,97
6 40,63

a) Erstellen Sie eine Einschrittprognose der Absatzmenge für die Monate 4-7 mit der expo.
Glättung2. Ordnung mit den Glättungsfaktoren α=0,1 und β=0,3. Verwenden Sie als Startwerte
der Prognose für den Monat 4 als geglättete Konstante die Absatzmenge im Monat 3 und als
geglätteter Trend den Durchschnitt der Mengenänderung in den Monaten 1-3.
b) Erstellen Sie ausgehend von Monat 4 eine Mehrschrittprognose für den Monat 7.
Aufgabe 6 9 Punkte

Ein Unternehmen hat im Rahmen der Auswahl des optimalen Standortes für zwei Lager die folgenden
Daten ermittelt:

Entfernung a Entfernung b Zuordnung zu Lager


Kunde 1 2 2 Lager 1
Kunde 2 4 15 Lager 2
Kunde 3 8 8 Lager 1
Kunde 4 20 30 Lager 2
Kunde 5 24 20 Lager 2
Kunde 6 5 20 Lager 2
Lager 1 10 10
Lager 2 30 30

Das Unternehmen verwendet bei seinen Berechnungen die rechtwinklige Entfernungsmessung.

Überprüfen Sie anhand oben gegebener Daten, ob das Unternehmen den optimalen Lagerstandort
gefunden hat.

Aufgabe 7 5 Punkte

Ein Automobilhersteller benötigt für einen Fahrzeugtyp pro Jahr 20.000 Einspritzpumpen. Die Kosten
pro Bestellung betragen 400€ und der Lagerkostensatz 10% im Jahr. Der Lieferpreis pro Stück beträgt
250€ und die Lieferzeit 7 Tage. In der Produktion werden pro Tag 100 Einspritzpumpen benötigt.
200 Einspritzpumpen werden als Sicherheitsbestand im Lager vorbehalten.

Ermitteln Sie, ob 20 Bestellungen im Jahr einer optimalen Bestellpolitik entsprechen.

Aufgabe 8 11 Punkte

Der Einkaufspreis in einem Steakhaus beträgt 10€ pro kg Rindfleisch. Nach Weiterverarbeitung beträgt
der Verkaufspreis 25€ pro kg. Nicht verkauftes frisches Rindfleisch muss eingefroren werden und kann
nach Weiterverarbeitung nur noch zu einem Preis von 6€ pro kg als Burger verkauft werden. Das
Steakhaus muss bei seiner Bestellung jeweils Großpackungen mit 10 kg einkaufen. Für die tägliche
Nachfrage wurden die folgenden Wahrscheinlichkeitsverteilung ermittelt:

Nachfrage in kg 10 20 30 40 50
Wahrscheinlichkei 5% 20 % 40 % 25 % 10 %
t

Ermitteln Sie, ob 30 oder 40 kg bestellt werden sollen.

Aufgabe 9 9 Punkte

Ein Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien hat eine Nullserie von 1.000 Stück produziert mit
Gesamtkosten von 10.000€. Um die Marktanteilsziele im Kostenwettbewerb erreichen zu können, sind
Kosten pro Stück von 2€ notwendig. Aus einer Markt- und Wettbewerbsanalyse ist bekannt, dass für die
Herstellung der Batterien eine Lernrate von 75% angenommen werden.

Ermitteln Sie die notwendige kumilierte Produktionsmenge, die das Kostenziel erreichen lässt.
Zusatzaufgabe 10 Punkte

Erläutern Sie kurz die Bestandteile (Sets, Parameters, Variables, Positive variables, Model) und den
Inhalt des folgenden Teils aus einem GAMS-Code. Erläutern Sie den Inhalt der „Equations“ kurz näher.

(Es ist hilfreich sich zunächst die „Equations“ und „Solve“ anzuschauen, um den Inhalt des Modells
einordnen zu können.)

Sets j /1*3/

Parameters a(j)
/
1 5
2 8
3 0
/

b(j)
/
1 13
2 18
3 0
/

w(j)
/
1 31
2 28
3 19
/
;

Variables Z;

Positive variables x
y;

Equations Ze
de(j);
de(j).. d(j)=e=sqrt(sqr(a(j)-x)+sqr(b(j)-y));
Ze.. Z=e=sum(j;d(j)*w(j));

Model Zopt/all/;

Solve Zopt using dulp minimizing Z