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N iv e a u E ins A1

LE S E N UND Ü B E N

R e g in e B ö ttc h e r
S usanne Lang

Erich
R egine B ö ttc h e r
S usanne Lang

Erich ist verschwunden


Illustriert von Alfredo Belli
Redaktion: Jacqueline Tschiesche
Projektleitung und Graphik: Nadia Maestri
Computerlayout: Tiziana Pesce
Bildbeschaffung: Laura Lagomarsino

© 2004 Cideb Editrice, Genua

Überarbeitete Ausgabe
© 2007 Cideb Editrice, Genua

Fotonachweis: Marie Claire Maison, S. 34;


Hockenheim GmbH, S. 55; Nürburgring GmbH, S. 56

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aso
C/SQ TEXTBO O KS AND
T E A C H IN G M A T E R IA L S
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UNI EN IS O 9001

ISBN 978-88-530-0145-0 Buch


ISBN 978-88-530-0146-7 Buch + CD

Gedruckt in Genua, Italien, bei Litoprint


Inhalt
Personen 4

Akt 1 Szene 1 5

Szene 2 14

Szene 3 16

Akt 2 Szene 1 27

Szene 2 28

Szene 3 36

Akt 3 Szene 1 44

Szene 2 58

Dossier Jugendliche Ausreißer 24


Autorennen in Deutschland 55

■ IliM J ia a W 9 ,1 9 ,3 2 ,4 1 ,4 7 ,6 2

IN T E R N E T P R O J E K T Tourismus in Frankfurt 63
Goethes Geburtshaus 64

FIT 1 Mit Übungen zur Vorbereitung


der Prüfung Fit in Deutsch 1.

Ö ß Der Text ist vollständig auf CD


aufgenommen.
A kt 1 Szene 1

K ommissar Gandolf, Herr S chn eider ,


ein P o lizeibeam ter

Wir sind auf der Polizeiwache. Polizisten kommen und gehen. Ein
Mann sitzt auf einer Bank. Er ist 45 Jahre alt. Er ist aufgeregt1. Er
trägt einen grünen Anzug, ein Hemd und eine gestreifte Krawatte.
Kommissar Gandolf öffnet die Tür von seinem Büro. Der Mann
steht auf.
Herr Schneider: — Herr Kommissar. Mein Sohn ist verschw unden 2.
Kommissar Gandolf : — Na so w a s! A b e r k o m m e n Sie doch rein.
S etze n Sie sich.
Er setzt sich hinter seinen Schreibtisch. Der Mann setzt sich ihm
gegenüber.
Kommissar Gandolf: — Also, erzä h len Sie mal.
H err S c h n e i d e r : — Ja, m e i n S o h n i s t n i c h t n a c h H a u s e
g e k o m m e n . U n d e r is t h e u t e m o r g e n n i c h t in d ie S c h u le
ge g a n g e n . W o kann er bloß sein?
Kommissar Gandolf: — Beru higen 3 Sie sich. W ie alt ist Ihr Sohn ?
Herr Schneider: — Er ist 15 Jahre alt.

1. aufgeregt: nervös.
2. verschwinden (verschwunden): weg sein.
3. sich beruhigen: ruhig werden.

5
Erich ist verschwunden
Kommissar Gandolf : — Na gut.
K o m m is s a r G a n d o lf n im m t ein B la tt P a p ie r und einen
Kugelschreiber.
Ihr N a m e , b itte ?
Herr Schneider: — Schneider. Hans Schneider.
Kommissar Gandolf : — W o w o h n e n Sie?
Herr Schneider: — H ier in Frankfurt, m it m e in e r Familie.
Kommissar Gandolf : — Ihre A d re sse?
Herr Schneider: — C le m en sstra ß e 3.
Kommissar Gandolf : — Sie a rb e ite n auch in Frankfurt?
Herr Schneider: — Ja, ich bin Ingenieur.
Kommissar Gandolf : — Gut. E rzä h len Sie m ir ein b issch en v o n
Ihrem Sohn.
H err Schneider : — A ls o , h e u t e m o r g e n , Erich ... Erich ist d e r
V o r n a m e vo n m e in e m Sohn ... Erich ist w ie im m e r zur Schule
ge g a n g e n . A b e r j e t z t ist es sechs Uhr a bends und er ist im m e r
noch nicht zurück. N o r m a l e r w e i s e k o m m t er fr e i t a g s um v ie r
zurück. Ich habe ein en S chu lkam eraden v o n Erich ang eru fe n .
Er hat mir g e s a g t, dass m ein Sohn nicht in der Schule g e w e s e n
ist. Und auch ein a n d e r e r Schu lkam erad ru ft mich an. Er f r a g t
mich, ob Erich krank ist, ich f r a g e w a ru m . Er s a g t mir, dass
Erich nicht in d e r Schule w a r. Ich m a c h e m ir S o r g e n ', H err
K om m issa r.
Kommissar Gandolf : — Beruhigen Sie sich, H err Schneider. Er ist
ausgerissen 1
2. Mit 15 Jahren k o m m t so e t w a s vor.
Herr Schneider: — Nein, er ist nicht ausgerissen.
Kommissar Gandolf: — W a r u m sagen Sie das?

1. sich Sorgen machen: Angst haben.


2. ausreißen (ausgerissen): von zu Hause weg laufen.

6
Erich ist verschwunden
H err S c hneider : — Na ja, also ... ich bin Ingenieu r ... ich a rbe ite
an e i n e m g e h e i m e n P r o j e k t ... e i n e g a n z u n g e w ö h n l i c h e
Maschine, ja re volu tio n ä r. Jemand will m ein G eh eim n is *. Man
hat Erich e n t f ü h r t 2, um mich zum Sprechen zu bringen.
Es klopft an der Tür. Kommissar Gandolf hebt den Kopf.
K om m is sa r G a n d o l f : — Ja. Herein!
Ein Polizist k o m m t herein.
D er P oliz is t : — Entschuldigung, K o m m is s a r ... Frau Schn eider ist
da. Kann sie e in t r e t e n ?
K o m m is sa r G a n d o l f : — Natürlich. Machen Sie sich keine Sorgen,
H err Schneider. Ich bin sicher, dass es Erich gut geht.
Er steht auf um Frau Schneider zu begrüßen.

1. s Geheimnis(se): s Mysterium.
2. entführen: mit Gewalt an einen anderen Ort bringen.

8
T e x tv e rs tä n d n is

Fülle die Tabelle mit den Informationen aus Akt 1, Szene 1 aus.

Erster Zweiter
Protagonist Protagonist
Name
Beruf
Wohnort
Familienstand nicht bekannt
Kinder nicht bekannt

FIT 1 Q Richtig (R) oder Falsch (F)?

R F

a Der erste Protagonist ist 50 Jahre alt □□


b Wir sind auf einer Polizeiwache. □□
c Der Mann trägt einen grauen Anzug. □□
d Der Mann ist sehr ruhig. □□
e Der Mann arbeitet in Freiburg. □□
f Der Mann meldet das Verschwinden von seinem Hund. □□
g Der Mann ist Franzose. □□

9
Q Korrigiere, was falsch ist.

a Erich ist 14 Jahre alt.

b Er geht aufs Gymnasium,

c Er ist mit seinen Freunden ins Kino gegangen,

d Freitags kommt er um 16 Uhr aus der Schule,

e Ein Freund von Erich hat angerufen,

f Erich ist nicht in die Schule gegangen.

S c h re ib e n

Q Schreibe eine ähnliche Szene mit verteilten Rollen und dann spiele sie
mit deinen Schulkameraden. Hier hast du die Fakten:

Frau Toller ist auf der Polizeiwache. Ihre To ch te r Manuela, 12


Jahre, ist verschwunden. Sie geht auf die Realschule und kommt
freitags um 17 Uhr aus der Schule. Es ist 19 Uhr und Manuela ist
noch nicht da. Frau Toller ist sehr unruhig. Sie ist geschieden 1 und
lebt allein mit ihrer Tochter. Sie glaubt, dass ihr Ex-Mann die
Tochter entführt hat.

1. geschieden: Mann und Frau sind nicht mehr verheiratet.

IO
G ra m m atik

Unbestim m ter Artikel im Nominativ


• Singular: ein, eine, ein, Plural: Nullartikel 0
ein Mann Männer
eine Frau Frauen
ein Kind Kinder

Bestim m ter Artikel im Nominativ


• Singular: der, die, das, Plural: die
der Hut die Hüte
die Krawatte die Krawatten
das Hemd die Hemden

Ergänze mit dem bestimmten oder unbestimmten Artikel

a ............ Kommissar heißt Robert Gandolf.


b ............ Polizeibeamten sind immer freundlich.
c ............ Mann sitzt neben dem Fenster.
d ............ Hose von Herrn Schneider ist grau.
e ............ Kleid von Frau Schneider ist grün.
f ............ Polizeistation ist in Frankfurt.
g ............ Schulkamerad von Erich ruft an.
h Er t r ä g t ............ weißes Hemd u n d ..............graue Hose
j ............ Ingenieure sind wichtige Leute.
W o rtsc h a tz

Familie Schneider und die lieben Verwandten.

Hier ist der Stammbaum von Familie Schneider.


Schau ihn d ir ge n a u an und e r g ä n z e d a n a c h den T e x t m i t den
folgenden Worten:

Ehemann Großeltern Großvater Kusine Onkel


Schwester Sohn Tante Tochter (x2)

Hans Schneider ist mit Valeria verheiratet. Sie haben zwei Kinder:
e i n e n .......................... Erich, und e i n e ..........................., Pauline. Frau
Schneider hat e i n e .......................... Marta. Sie ist d i e ..........................
von Erich und Pauline. I h r ......................... heißt Franz. Er ist Pilot. Sie
haben e i n e .......................... Manuela. Oft sind Erich, Pauline und ihre
......................... bei ih ren ............................ Albert und Maria. Ihre
Großmutter backt Kuchen und i h r ......................... macht mit ihnen
lange Wanderungen. Erich und Pauline mögen ih ren ......................... ,
Franz. Er erzählt immer spannende Geschichten von seinen Reisen.

12
S c h re ib e n

FIT 1 Q Dein Hund ist verschw unden. Schreibe eine E-Mail an einen
Hundesuchdienst. Du findest unter diesem Stichwort Adressen im
Internet.

Beschreibe deinen Hund, w ie er heißt und w o du ihn zuletzt gesehen


hast. Gib auch deine Telefonnum mer an.

Senden HS I 69 ^ T ! t ff (?
-
Nadeicht j Optionen |

Betreff:

13
Frau Schneider tritt in das Büro ein. Sie geht zu ihrem Mann. HEf
Frau Schneider : — H ans. W a s ist lo s? W o ist Erich? Ich h ab e
d ein e N o t iz ge fu n d e n und bin s o f o r t g e k o m m e n .
Kommissar Candolf weist auf einen Stuhl.
K ommissar Ga nd olf : — S e t z e n Sie sich , Frau S c h n e i d e r . W i r
w e r d e n Erich schon finden.
Frau Schneider ist unruhig. Sie schaut ihren Mann an, dann den
Kommissar. Kommissar C andolf sitzt wieder hinter seinem
Schreibtisch.
Kommissar Gandolf : — A lso ... Erzählen Sie m ir v o n Erich? W ie
sieht er aus?
Frau Schneider: — N a j a ... Er ist g r o ß ... 1 M e t e r 75. Er hat blonde
Locken und braune A ugen.
Kommissar Gandolf: — T r ä g t er eine Brille?
Frau Schneider: — Ja, ab er nur zum Lesen und Fernsehen.
Kommissar Gandolf : — Haben Sie ein F oto?
Frau Schneider: — Ja, w a r t e n Sie. Ich habe ein P a s s fo t o v o n ihm.
Sie sucht nervös in ihrer Tasche.
Dann gibt sie dem Kommissar das Foto.
Frau Schneider: — Da, sehen Sie, das ist Erich.

14
A k t 1 Szene 2

K o m m is sa r G a n d o l f : — Ist das ein neues F oto?


F rau S c hneider : — Ja, ziem lich neu ... j e t z t hat Erich lange Haare
bis a u f die Schultern.
H err Schneider : — Diese langen Haare. Ich habe ihm hundert Mal
gesagt, er soll zum Friseur gehen. A b er er hört ja nicht au f mich.
K o m m is sa r G a n d o l f : — W a s h atte Erich h eu te m o r g e n an?
F rau S c hneider : — Eine alte, z errissen e 1Jeans, w ie es j e t z t M o de
ist und ein en sehr w e it e n , ro te n Pullover.
H err S c h n e id e r : — W i e d e r d ie s e z e r r i s s e n e Jeans und d e r alte
Pullover!

1. zerreißen (zerrissen): kaputt.


Erich ist verschwunden
Kommissar Gandolf: — H at Erich eine Freundin?
Herr Schneider: — Eine Freundin? A b e r das ist doch lächerlich. Er
ist d o ch noch ein Kind. Er ist erst 15 Jahre alt.
Frau S c h n eid er sch a u t ihren Mann an, dann K om m issa r
Gandolf. Sie zögert, bevor sie spricht. Es ist ihr peinlich
K ommissar Ga nd olf : — H e r r S c h n e i d e r , ich r a t e Ih n e n , n ach
Hause zu gehen. Erich kö n n te anrufen.
K o m m is s a r G a n d o l f s t e h t auf, um H e rrn S c h n e id e r zu
verabschieden.
Herr Schneider: — Sicher, Sie haben Recht. Bis gleich, Schatz. Ich
b itte Sie, H err K o m m issa r, suchen Sie m ein en Sohn.
Herr Schneider geht raus.

A kt 1 Szene 3

K ommissar Gandolf, F rau S chneider

Kommissar Gandolf setzt sich wieder. BPt


Kommissar Gandolf: — Also, Erich hat eine Freundin?
Frau Schneider: — Mmh ... Na ja ... Ja, ich glaube ... L e t z t e W o c h e
habe ich ein en B rief ge fu nden.
Kommissar Gandolf: — H aben Sie ihn ge lesen ?
Frau Schneider : — Ja, ich bin n e u g i e r i g 1
2... ich k o n n t e n ic h t
anders... d e r B rief ist vo n ein er g e w is s e n A n n eg ret.
Kommissar Gandolf: — H at Erich von ihr e rzä h lt?

1. peinlich: unangenehm.
2. neugierig: eine Person, die alles wissen will.

16
Erich ist verschwunden
F rau S c hn e id e r : — Nein ... und er w e i ß auch nicht, dass ich den
B rief gelesen habe. V e r s te h e n Sie?
K om m is s a r G a n d o l f : — Ja, natürlich v e r s t e h e ich das. W issen Sie,
ob A n n e g r e t in Frankfurt lebt?
F rau S c hneider : — Nein. Ich glaube nicht... sie sagt, dass sie Erich
sehen will, dass er ihr feh lt, dass sie ihn liebt.
K o m m is s a r Gan d o lf: — Hat E rich h eu te m orgen s ein e
Schulbücher ein g ep a c k t?
F rau S c hn e id e r : — Ja, w ie je d e n M orgen.
K o m m i s s a r G a n d o l f : — A l s o . K o m m i s s a r G a n d o l f s t e h t a u f.
G e h e n Sie nach H au se. S ch a u en Sie nach, ob Erich K l e i d e r
m itg e n o m m e n h at. V ie lle ic h t w o llte er A nn egret
besuchen...Ich b eh a lte dieses Foto. Und s p ä ter k o m m e ich zu
Ihnen, um Spuren 1 zu suchen. E in verstan den ?
Frau Schn eider s t e h t auf. K o m m is s a r G a n d o lf b e g l e it e t sie zur
Tür. M a chen Sie sich v o r allem keine Sorgen. W ir w e r d e n Erich
bald w ie d e r fin d e n . Bis gleich.

1. e Spur(en): s Indiz.

18
T e x tv e rs tä n d n is

FIT 1 O Richtig (R) oder (F) Falsch.

R F
a Erich hat eine Freundin.
b Er hat einen Brief auf dem Schreibtisch hinterlassen,
c Erich hat nicht seine Schulbücher mitgenommen,
d Erich hat lange Haare,
e Seine Jeans ist zerrissen,
f Er will nicht zum Friseur gehen.

Erinnerst du dich?

a W ie groß ist Erich?

b Wie sind seine Haare?

c Welche Farbe hat sein Pullover?

d Trägt er eine Brille?

e Wie heißt seine Freundin?

f Wie heißt sein Vater mit Vornamen?

Q Immer der Reihe nach. W ie ist die richtige Reihenfolge?

a Kommissar Gandolf begleitet Frau Schneider zur Tür.


b [ ] Herr Schneider verlässt das Büro des Kommissars,
c □ Frau Schneider sucht in ihrer Tasche ein Foto von Erich,
d ( | Frau Schneider kommt ins Büro und geht auf ihren Mann zu.

19
G ra m m a tik

Die Negation
Das ist kein Problem. Machen Sie sich keine Sorgen Das ist nicht
einfach. Der Kommissar begrüßt Herrn Schneider nicht.
Mit dem Negativartikel kein verneint man Substantive mit unbe­
stimmtem Artikel oder Nullartikel. Das N egativwort nicht steht vor
allen anderen negierten Wörtern oder am Ende des Satzes als
Vollnegation.

Q Negiere die folgenden Sätze.

Beispiel: Kommissar Gandolf öffnet die Tür.


Kommissar Gandolf öffnet die Tür nicht.

a Ich komme zu Ihnen.

b Alice wohnt in Frankfurt.

c Lesen Sie einen Brief?

d Ich verstehe die Situation.

e Er nimmt den Autobus um 17 Uhr.

f Sie sucht Fotos von Erich.

20
Setze die Verneinung ins Perfekt.

Beispiel: Kommissar Gandolf öffnet die Tür nicht.


Kommissar Gandolf hat die Tür nicht geöffnet

a
b
c
d
e
f

L e s e n Plus

Lies diese Kurzbiographie und beantworte die Fragen.

Der Sportjournalist und Entertainer Jörg


Wontorra moderierte Sommer, Sonne, Sat 1 für
Sat 1. Er ist ein Veteran bei diesem
Fernsehsender. Sehr erfolgreich war auch seine
Sendung Bitte melde dich. Wontorra
hat über sieben
Fußballweltmeisterschaften und
über sechs Olympische Spiele
berichtet.1
2
3

1 Für welchen Tv-Sender arbeitet Jörg Wontorra?


2 W ie heißen seine Sendungen?
3 Über welche Events berichtet Jörg Wontorra außerdem?

21
Schau dir das Foto von Jörg W ontorra an und kreuze die richtige
A ntw o rt an.

1 Seine Haare sind a j rot.


b ~^\ kurz,
c lang.
d |
__ j lockig.
e Q blond.

2 Auf dem Foto ist er a n traurig,


b J fröhlich,
c ^ genervt,
d wütend,
e 'JJ besorgt.

3 Er trägt a ein weißes Hemd,


b Q ein kariertes Hemd,

c □ ein gestreiftes Hemd,


d ein dunkles Hemd,
e □ ein rotes Hemd.

4 Auf dem Foto a □ ist er allein.


b __ ist er bei Freunden.
c U steht er.
d J liegt er.
J
e | sitzt er.

22
W o rtsc h a tz Plus

Was tun, wenn ein Kind oder Jugendlicher verschwindet.


ln sein er Tv-S en d u n g Bitte melde dich gib t Jörg W o n t o r r a Tipps.
Ergänze die Sätze mit dem richtigen W o r t aus der Wortkiste.

Dialog Foto Hilfe Kleidung Leberflecke


Orte Polizei ruhig Zeit

1 Bleiben S i e .................. und verlieren Sie nicht die Nerven.


2 Suchen Sie ein aktuelles.................. Ihres Kindes.
3 Bitten Sie zuerst Ihre Nachbarn u m .................. bei der Suche.
4 Benachrichtigen Sie dann d i e ....................
5 Beschreiben Sie das körperliche Aussehen Ihres Kindes sehr
detailliert (................... Narben etc.).
6 Achten Sie immer auf d i e .................. Ihres Kindes.
7 Geben Sie d i e .................. an, w o Ihr Kind o ft ist.
8 Aber vor allem : verlieren Sie nicht d e n .................. mit Ihrem Kind.
9 Nehmen Sie s ic h .................. für Ihr Kind. Auch wenn Sie noch so
gestresst sind.

1. r Leberfleck(e): dunkle Stelle auf der Haut.

23
e Ausreißer

„Ausreißer aus Schwaben erwischt. In Coburg hat eine


kleine Bayernrundreise für zwei jugendliche Ausreißer
geendet. Die beiden 15-Jährigen waren bereits am
vergangenen Montag aus ihrem Heim im schwäbischen
Kühbach ausgerissen. Per Anhalter oder per Eisenbahn
waren sie dann auf Wanderschaft gewesen. Im Zug von
Thüringen nach Coburg hat sie ein Schaffner ohne
Fahrkarte angetroffen. Er übergab die beiden der
Polizei.”
Aus: CocoaNachrichten & RadioEinsNews (25.10.2002)

"Aus'-ei/3er wiedpr t
SUS d™ e e s c H o SSe * ° e r ' i h r i g e d e
geflüchtet is, , wurT " Sn H ?<n> an d e r am « . A p ril
Haft Er ^ g e f a s s t Der a eUer^er§stmR
r War am 2 7 rÄUsre iß e rs it7l- gStra^
0mmen-,ns^amt f/üch;e^ ; ; ^ a / s d a T ^'

24
Nix wie weg von zu Hause! Ich halte
es nicht mehr aus. Das hast du doch
bestimmt auch schon einmal gedacht.
Aber aus einem kleinen Joke, dem
Abenteuer 24 Stunden mal sein eigener
Mensch zu sein, kann schnell bitterer
Ernst werden. Viele Ausreißer bleiben
auf der Straße und werden zu
Straßenkindern. Ein Phänomen nicht
nur in D ritte-W elt-Ländern wie
Brasilien oder Rumänien. Auch in
Deutschland gibt es Kinder und
Jugendliche, die nicht bei ihren Eltern,
sondern auf der Straße wohnen. Man
schätzt die Zahl der jungen Obdachlosen 1 auf 10000 bis 50000,
davon allein 3000 in Berlin. Die erste Kontaktbörse sind meistens die
großen Bahnhöfe. Hier finden die Straßenkinder „Freunde" im
Positiven und Negativen. Jugendliche in der gleichen Situation und
engagierte Sozialarbeiter, die helfen wollen. Aber natürlich auch
Kontakt zur Kriminalität: Drogen und Prostitution. Ein spannender
Film über diese Szene ist Wir Kinder vom Bahnhof Zoo aus dem
Jahre 1980. Er erzählt die Geschichte von dem Berliner Teenie

1. r Obdachlose(n): Person ohne festen Wohnsitz.

25
C hristiane. Eine G eschichte, die
wirklich passiert ist. Ein ähnlicher
Film heißt Engel+Joe (2001). Das
Mädchen Joe, gerade mal 15, reißt
von Zuhause aus und lernt auf der
Straße den 17-jährigen Punk Engel
kennen. „Eltern können hier von
ihren Kindern was lernen" lobte die
Kritik den Film von Vanessa Jopp
nach einer authentischen
Geschichte. Beide Filme kannst du
in den Videotheken der Goethe-
Institute ausleihen.

Q Richtig (R) oder Falsch (F)?

R F
1 a Die Ausreißer aus Schwaben sind mit dem
Zug gefahren.
b Sie haben einen Piloten getroffen,
c Sie haben die Polizei um Hilfe gebeten.

2 a Der Hamburger Ausreißer war 25 Jahre alt.


b Er lebt in einem Heim.
c Er ist zum ersten Mal ausgerissen.

3 a In Deutschland gibt es 3000 Straßenkinder. □ □


b Sie wollen nach Brasilien oder Rumänien.
c Sie suchen Kontakte an Bahnhöfen.

26
H e rr S c h n e id e r ist in Erichs Z im m e r . Es ist ein ty p isch es BIST
J u g e n d z im m e r : ein B ett, ein F u ß b a ll a u f dem Boden, ein
unordentlicher Schreibtisch, Bücher in einem Bücherregal. An der
Wand hängen Poster von Rennfahrern und Rockmusikern. Herr
Schneider hat einen Z e tte l1 in der Hand. Er ist sehr aufgeregt. Als
seine Frau kommt, läuft er zu ihr hin.
H err S c h n e id e r : — Endlich bist du da! Guck mal da! Sie haben
Erich en tfü hrt.
F rau S chn eider : — W a s ? W a s sa gs t du denn da?
H err Sc hneid er : — Guck hier. Lies das.
Er reicht ihr den Zettel. Frau Schneider hat Schwierigkeiten
beim Lesen, sie versucht die einzelnen Wörter zu entziffern2.
F rau Sc hneider : — Kind ... re tt e n ... das Leben ... A b e r w o hast du
denn diesen Z e ttel g e fu n d e n ? Man kann nicht alles lesen. Die
Schrift ist v e r w i s c h t 3.
H err Schneider: — Ich habe den draußen gefunden, v o r der Haustür.
F rau S chn eider : — W a s ? V o r d er Haustür?
H err S c h n e id e r : — Ja, v o r d e r H au stür. A u f d e m Boden . G a n z

1. r Zettel(-): Stück Papier.


2. entziffern: mit Schwierigkeiten lesen.
3. verwischt: nicht klar lesbar.

27
Erich ist verschwunden
nass. Der R e g e n hat die W ö r t e r v e r w is c h t, ab er ich bin sicher,
das ist ein e L ö s e g e l d f o r d e r u n g 1.
F rau S c h n e id e r : — A b e r das muss g a r nichts heißen. Man kann
doch nur einige W ö r t e r lesen.
H err S c hneider : — A b er denk doch mal nach. Kind... W ir haben Ihr
Kind... Es feh lt die Summe. Die ist ausgewischt. A ber das ist eine
Lösegeldforderu ng. Und guck da: R etten Sie das Leben... Ganz
klar. Das ist eine D ro h u n g 2.Wir müssen zahlen, um Erichs Leben
zu retten. Ich fahre w ie d e r zum Kommissariat.
Er geht zur Tür, aber seine Frau hält ihn zurück.
F r a u S c h n e i d e r : — N e in . Das h a t k e i n e n Z w e c k . K o m m i s s a r
G a n d o lf k o m m t gleich.
H err Schneider : — A b e r ich kann nicht länger w a rten . Erich ist in
Gefahr.
F rau S c h n e id e r : — K o m m ! W i r ge h e n in sein Z im m er. V ielleic h t
fin den w ir ja doch Spuren. Und beru hige dich. Son st w e r d e ich
auch noch v e r r ü c k t 3.

A kt 2 Szene 2
Herr und F rau S chn eider , K ommissar Gandolf
Schneiders sind in Erichs Zimmer.
H err S c hneider : — W a s fü r eine U nordnung.
Herr Schneider nim mt einige Blätter Papier vom Schreibtisch,
er macht die Schublade auf.

1. s Lösegeld(er): Geld bezahlen, um das Leben zu retten.


e Lösegeldforderung(en): wenn jmd Lösegeld haben will.
2. e Drohung(en): „Geld oder Leben!”.
3. verrückt werden: den Verstand verlieren.

28
Erich ist verschwunden
M a n g e l h a f t '. Das ist e in e M a t h e a r b e i t . Er h a t ein e F ü n f in
M a th e und hat m ir nichts ge sa gt.
F r a u S c h n e i d e r : — H a n s , d a s is t j e t z t n i c h t so w i c h t i g . W i r
m ü ss en j e t z t Spuren fin d e n . Guck, da ist sein S tu n den plan .
F r e it a g s h at e r F ra n z ö sisch , Englisch und G e o g r a p h ie . Sind
sein e Bücher da?
H err Schneider : — Französisch ... Geschichte ... Naturwissenschaften ...
G e o g r a p h ie ...
Herr Schneider fährt mit dem Finger über die Bücher.
Es f e h l t das Englisch- und das M a th e b u ch . Das ist kom isch.
Und sein e K leid er? Guck mal in den Schrank.
Frau Schneider öffnet die Schranktür und guckt sich die Kleider an.
Kommissar Candolf kommt, er ruft laut.
K o m m is sa r G a n d o l f : — Ist da j e m a n d ? H err S chneider?
H err S c hn e id e r : — Ach, da sind Sie ja endlich, H err K om m issa r.
K o m m e n Sie rein. Schauen Sie, das ist g a n z schrecklich. Eine
L ö s e g e ld fo rd e r u n g . Ich habe das v o r d er H austür ge fu n d e n .
Kommissar Gandolf bleibt stehen. Er nimmt das Stück Papier in
die Hand.
K o m m i s s a r G a n d o l f : — Das ist k o m i s c h . D ie S c h r i f t ist g a n z
v e r w i s c h t . Man kann nur ein p a a r W ö r t e r e n t z i f f e r n . Fehlt
e t w a s aus Erichs Z im m e r ?
H e r r S c h n e i d e r : — N e i n , es f e h l t n i c h t s . K o m m e n S ie und
schauen Sie selbst.
Kommissar Gandolf geht in Erichs Zimmer und guckt sich um.
K o m m i s s a r G a n d o l f : — N a klar, Erich s c h w ä r m t 1
2 fü r s c h n e lle

1. mangelhaft (eine Fünf): schlechte Schulnote. In Deutschland gehen


die Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend).
2. schwärmen für: enthusiastisch sein.

30
A k t 2 Szene 2

A u to s und Rockmusik.
Frau S c hneider : — Ja, das ist wahr. Er liest A u to z e it s c h r ift e n , er
s c h a u t sich a lle F o r m e l - l - R e n n e n im F e r n s e h e n an ... Er
s a m m e lt auch A u t o g r a m m e v o n den Piloten.
H err S c h n e id e r : — A b e r das ist doch ga r nicht so w ich tig . Man
hat ihn en tfü hrt. W i r müssen e t w a s tun.
Kommissar Candolf antwortet nicht, er schaut sich die Poster
an, eins nach dem anderen, dann die Bücher im Regal. Er kratzt
sich am Kinn, er schaut wieder den Zettel an, dann die Fotos,
die Bücher.
K o m m is sa r G a n d o l f : — Das ist ja kom isch ...
T e x tv e rs tä n d n is

Q Personen und Objekte. W o sind sie?

a □ Herr Schneider i vor der Tür.

b □ Die Bücher ist 2 im Bücherregal.

c □ Die verwischten W örter sind 3 im Schrank.

d □ Der Zettel 4 auf einem Stück Papier.

e □ Erichs Kleider 5 auf dem Schreibtisch.

f □ Die Blätter 6 in Erichs Zimmer.

^ Kannst du dich erinnern?

1 W ie ist das Zimmer von Erich?

2 Warum ist Herr Schneider sehr aufgeregt?

3 Welche Note hat Erich in seiner Mathearbeit?

4 W ie ist Erichs Stundenplan am Freitag?

5 Welche Bücher fehlen auf Erichs Schreibtisch?

6 Was interessiert Erich?

7 Was macht Kommissar Gandolf?

32
Q Lies noch einmal die beiden Szenen. W er macht was?

a Frau Schneider
b Erich
c Kommissar Gandolf
d Herr Schneider

1 [^] findet einen Zettel vor der Haustür.


2 QJ will sofort das Lösegeld zahlen.
3 Q ist wütend über Erichs 5 in der Mathearbeit.
4 Q öffn et die Schranktür.
5 '__ merkt, dass Erich für Formel-1- Rennen schwärmt.
6 __ sammelt Autogramme von Rennfahrern.

G ram m atik

Die Hilfsverben sein und h a b e n


Er ist im Büro. Er hat einen Zettel.
sein und haben sind zwei sehr wichtige Verben. Das Präsens geht so:

sein haben
Ich bin Ich habe
Du bist Du hast
Er, sie, es ist Er, sie, es hat
Wir sind Wir haben
Ihr seid Ihr habt
Sie sind Sie haben

Für die zusammengesetzten Zeiten brauchst du sein oder haben als


Hilfsverb und das Partizip Perfekt.
Er ist ins Büro gekommen. Er hat einen Zettel gefunden.

33
Q sein oder haben ? Setze das richtige Verb ein.

Erich ( 1 ) ........................ 15 Jahre alt. Er ( 2 ) ......................... lange Haare.


Er ( 3 ) ........................ Schüler. Er ( 4 ) ......................... eine Schwester.
Sein Vater ( 5 ) ........................ Ingenieur. Er ( 6 ) ..........................streng
mit Erich. Erichs Mutter ( 7 ) ........................ mehr Verständnis für
ihren Sohn. Aber beide ( 8 ) ........................ Angst um Erich.
Sie ( 9 ) ........................ besorgt. Erich (1 0 )......................... nicht nach
Hause gekommen. Er (11)........................ auch nicht in der Schule
gewesen. Seine Klassenkameraden ( 1 2 )........................ ihn nicht
gesehen.

W o rtsch a tz

Q Beschreibe die drei Zimmer auf den Fotos.

34
0 Hypothesen.

a Was glaubst du, w er wohnt in den Zimmern? Eine Frau, ein Mann,
ein Paar?

b Sind die Bewohner alte oder junge Leute?

c Was lieben die Bewohner? Traditionen, Reisen? Bequemlichkeit


und Komfort?

d Welches Zimmer magst du? Warum?

^ Kreativer Workshop.
Gib den Bewohnern der Zimmer eine Identität: Vorname, Name, Beruf.
Sind sie verheiratet, haben sie Kinder? Welche Hobbys haben sie?
Reisen sie gern? Wohin? Und wie sehen sie aus? Wie ist ihr Charakter?

35
Die Tür geht auf. Man hört die S tim m e eines jungen Mädchens.
Pauline: — Mama, Papa, seid ihr da?
Frau Schneider: — Ja, Pauline. W i r sind in Erichs Zim m er.
Das Telefon klingelt im Flur, Pauline hebt ab.
Pauline: — Hallo.
H err S chn eider sehr laut — Nein. W a r t e !
Aber es ist zu spät, Pauline spricht schon.
Pauline: — Hallo. Hallo. W a s ? Hallo. W e r spricht denn da? Hallo.
Erich? W a s ? Erich? Ich v e r s t e h e nichts. V e r flix t !
Sie legt auf. Herr Schneider und Kommissar Gandolf sind zu ihr
gekommen.
Herr Schneider: — Also, w e r w a r das? Erich?
Pauline: — Erich? Ich w e i ß nicht. Da hat sich je m a n d v e r w ä h lt *.
Ich habe nichts v er sta n d e n .
Sie sieht Kommissar Gandolf.
Ich habe Lärm ge h ö rt. Viel Lärm. A b e r w a s ist denn los?
Frau Schneider: — H ast du Erichs S tim m e w ie d e r erka nn t? 1

1. sich verwählen: eine falsche Telefonnummer eingeben.

36
A k t 2 Szene 3

P a u l in e : — Erichs S tim m e ? Ich w e i ß n i c h t ...


Herr Schneider dreht sich zu Kommissar Gandolf um.
H err S c hneider : — Machen Sie doch e t w a s ! W i r müssen handeln.
D ie L ö s e g e l d f o r d e r u n g u nd j e t z t d i e s e r A n r u f . A b e r w a s
m a ch en Sie denn da?
Er ist sehr aufgeregt. Kommissar Gandolf scheint abwesend 1zu
sein; er n im m t eine Zeitung, die a uf dem Tisch neben dem
Telefon lie g t und b lä tte r t sie durch. H err Schneid er wird
wütend.
W a s den n ? Sie lesen Ze itu n g? Mein Sohn ist in G efa h r, man
hat ihn en tfü h rt, er ist in L e b e n s g e fa h r und Sie lesen Zeitu ng?
Machen Sie Ihre A r b e it und suchen Sie ihn!
Kommissar Gandolf hebt den Kopf.
K o m m i s s a r G a n d o l f : — Ihn s u c h e n ? Ich h a b e ihn j a v i e l l e i c h t
schon ge fu nden.
H e r r S c h n e i d e r : — A b e r w a s s a g e n S ie d e n n d a ? S in d S ie
ver rü ck t?
K o m m i s s a r G a n d o l f : — N ein. S eh e n Sie, die L ö s u n g k ö n n t e da
sein.
Kommissar Gandolf gibt ihm die Zeitung.
Lesen Sie die S c h l a g z e i l e n 1
2.
H e r r u n d F r a u S c h n e i d e r : — B a n k ü b e r f a l l a u f d ie D e u t s c h e
Bank... F o r m e l- 1 , l e t z t e T r a i n i n g s r u n d e n v o r d e m G r o ß e n
P reis a u f d e m H o c k e n h e im r in g , L u cia n o P a v a r o t t i h e u te
A b e n d in d e r A l t e n O p er, Z u g s t r e i k h e u t e N a c h m i t t a g . Ich
v e r s t e h e überhaupt nichts mehr.

1. abwesend: unaufmerksam.
2. e Schlagzeile(n): großer Titel auf der ersten Seite der Zeitung.

37
!
Erich ist verschwunden

L)T S C H L A NU

For'Tve\-\ \
Mies War m H o c to » ;

Kommissar Gandolf : — W i r h ab en k ein e Zeit. K o m m e n Sie! Ich


h o ffe , ich irre mich nicht.

K om m issa r G a n d o lf verlä sst die W oh n u n g. H err und Frau


Schneider folgen ihm. Auch Pauline geh t mit.
Pauline: — Kann mir vielle ic h t j e m a n d erklären, w a s hier los ist?

40
L e s e n Plus

FIT 1 O Im Chaos von Erichs Zimmer hat sein Vater die Mathearbeit entdeckt,
aber nicht die Schülerzeitung Zett.
Dort hat Erich mehrere Anzeigen rot unterstrichen. Lies sie und
beantworte die Fragen. Nur eine Antwort ist richtig.

Studenten für Schüler


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moderne Fremdsprachen, Mathe, Physik, Chemie.
Geöffnet von 13.00 - 20.00 Uhr.
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Goethestr.13, 60178 Frankfurt/Main, Tel. 0611 453312 1

1 Im Paukstudio unterrichten
a Schüler,
b Studenten,
c ' J Lehrer.

2 Der Unterricht ist


a □ in allen Schulfächern,
b □ in Fremdsprachen,
c I ] nicht in allen Schulfächern.

3 Im Paukstudio kann man auch


a | ] Sport treiben,
b 1 im Internet surfen,
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Heinrich Heine Allee 125
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1 Rügen ist

a □ eine Insel,
b □ eine Stadt,
c □ ein Dorf auf dem

2 Man lernt dort


a |
__ j kochen.
b _1 surfen.
c übernachten.

3 Man erreicht Rügen mit


a , j Autobus,
b ^ Flugzeug.

c n zug-

42
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„JobaufZeit” vermittelt Jobs an


a Q Studenten,
b Schüler unter 14 Jahren,
c __ alle ab 15 Jahren.

Für den Job muss man


a Q Tiere, Kinder und alte Leute suchen.
b |
__] Tiere, Kinder und alte Leute mögen.
c Q Tiere, Kinder und alte Leute kennen.
- - " '- T 'l

Für den Job braucht man

a □ ein paar Stunden


b einen Tag
c jeden Tag
Zeit. 1
2
3
4

S p re c h e n

Drei Anzeigen, verschiedene Hypothesen:

1 Ist Erich statt in die Schule ins Paukstudio gegangen? Oder hat er
einen Job gefunden, um sich Geld für einen Surfkurs zu verdienen?
2 Oder ist Erich von zu Hause ausgerissen, weil er Probleme hat?
3 Ist sein Vater zu streng? Seine Mutter zu weich?
4 Aber Kommissar Gandolf hat auch eine Idee? Was glaubst du?

43
A kt 3 Szene 1

K ommissar Gandolf,
Herr und F rau S chneider , Paulin e ,
eine B ahn angestellte , L eu t e , die warten .

Am Bahnhof. Kommissar Gandolf geht zum Informationsschalter. H l ?


Die Leute stehen Schlange L Er drängelt2 sich vor. Frau Schneider
b le ib t hin ten in der Schlange und sp rich t m it Pauline. Herr
Schneider fo lg t Kommissar Gandolf. Er ist nervös, ungeschickt und
fällt über einen Koffer. Die Leute protestieren.
— A b e r ich bin v o r Ihnen!
— Vorsicht, m ein K o ffe r .
— W a r t e n Sie, w ie w ir alle!
— Sie haben kein Recht, v o rz u d rä n g e ln !
— Ich bin ge n a u so in Eile w ie Sie. Jetzt bin ich dran!
K o m m is s a r G a n d o l f s t e h t am S c h a lt e r und z e i g t der
Angestellten seinen Dienstausweis.
K om m is sa r G a n d o l f : — Entschuldigung, Fräulein, ab er es ist sehr
drin gend. Sind Züge aus H o ck en h e im a n g e k o m m e n ?
D ie Ba h n a n g e s t e l l t e : — A u s H o c k e n h e i m ? N e in . Die sind alle
a u s g e f a l l e n w e g e n S t r e i k . A b e r e i n e r is t d o c h g e f a h r e n . 1
2

1. Schlange stehen: viele Leute, die warten.


2. Sich vordrängeln: nicht in der Reihe bleiben.

44
Erich ist verschwunden
Er k o m m t in zehn Minuten an.
Kommissar Gandolf : — Vielen Dank, Fräulein. A u f w e lc h e m Gleis
k o m m t d e r Zug an?
Die Bahnangestellte: — Gleis 3.
Kommissar Gandolf : — Zu den Leuten, die protestieren.
Ich b itte Sie n och m a ls um Entschuldigung. Vielen Dank.

46
T e x tv e rs tä n d n is

Erinnerst du dich?

a Wohin sind Kommissar Gandolf, Herr und Frau Schneider


gegangen?

b Warum sind die Leute in der Warteschlange ärgerlich?

c Warum sind die Leute in Eile?

d Was fragt Kommissar Gandolf die Bahnangestellte?

e Warum fahren keine Züge?

f Wann kommt der Zug aus Hockenheim an?

g Auf welchem Gleis kommt der Zug an?

0 W er macht was?

a Kommissar Gandolf
b Die Bahnangestellte
c Frau Schneider 1
4
3
2

1 j__ | geht zum Schalter.

2 L J spricht mit Pauline.


3 J ] fragt nach Zuginformationen.
4 sagt, dass der Zug auf Gleis 3 ankommt.

47
S p re c h e n

Q Das kannst du besser!


Der Regisseur W im W an der gibt seinen Schauspielern
Regieanweisungen, ist aber etwas unkonzentriert. Zum Glück ist da
sein Assistent.

— Sie, Kommissar Gandolf, stehen mit Pauline in der Schlange.


a Aber nein, der Kommissar ..............................................................
— Sie, Herr Schneider, Sie bleiben bei Ihrer Frau.
b Aber nein, .....................................................................................
— Sie, Frau Schneider, fallen über Ihren Koffer.
c Aber nein, ......................................................................................
— Sie, die Bahnangestellte, sagen, der Zug kommt auf Gleis 4 an.
d Aber nein, .....................................................................................

G ra m m atik

Der Plural
Im Deutschen gibt es verschiedene Pluralformen. Die meisten sind
unten in der Liste.

Typologie Symbol Singular Plural


Unverändert - s Fenster Fenster
Anhängen von -e -e r Hund Hunde
Umlaut + Anhängen von -e -e r Sohn Söhne
Anhängen von -en -en s Hemd Hemden
Anhängen von -n n e Hose Hosen
Anhängen von -s s s Auto Autos
Umlaut + Anhängen von -er -er s Rad Räder

48
Q Lies die Szene 3.1 noch einmal und unterstreiche mit Rot die
Substantive im Singular, mit Blau die im Plural.

Q Lies den nachfolgenden Zeitungsartikel und trage die W örter aus der
Wortliste in der Pluralform ein. Unbekannte Wörter und die richtige
Pluralform findest du im Wörterbuch.

Ausländerin — Gesicht — Kameradin


Polizist — Schuh — Stunde — Tag

„Jedes Mal, wenn ich auf T r e b e 1gehe, erfinde ich ein neues Leben.
Einen neuen Namen, eine neue Vergangenheit. Die erzähle ich
denen, die ich t r e f f e . ” ........................... mit Plateausohlen, ein
bauchfreies
T-Shirt: Julia ist zum fünften Mal ausgerissen.
Am Tag zuvor haben zwei ..........................Julia in ein Heim für
schwererziehbare Jugendliche in der Lessingstraße in Frankfurt
eingeliefert. Hier wird sie 2 4 ........................... bleiben. Am Tag
danach wird ihre Mutter aus Hamburg kommen, w o Julias Flucht
vor n e u n ........................ begann. Jetzt sieht Julia fern zusammen
m it drei ............................. Z w ei sind ............................... die in
Deutschland ein besseres Leben suchen. Eine andere will nach der
Scheidung der Eltern nicht mehr bei ihrer Mutter wohnen. Das
Ausreißen hat v i e l e ........................

nach Le Nouvel Observateur

1. auf Trebe gehen: (J u g e n d s p ra ch e ) ausreißen.

49
W o rtsc h a tz

Q Der dritte Akt spielt auf dem Bahnhof. Sammele alle Wörter, die zum
Wortfeld Bahnhof gehören.

a Substantive: .......................................................................................
b Verben: ..............................................................................................

Vervollständige die Minidialoge.


c A m ................... warten die Leute, um ih r e .....................zu kaufen.
— Entschuldigung, Fräulein, aber ich bin vor Ihnen an der Reihe.
d — Entschuldigung, aber m e i n ................... fährt in einigen
Minuten ab.
— W o kommt der ICE aus München an?
e — A u f ................... Nummer 5.
f — Lassen Sie ih ren ................... nicht unbeaufsichtigt.
Das ist leichtsinnig.
g — Ja, vielen Dank. Aber ich suche m e in e n .....................
Könnten Sie einen Moment aufpassen? Ich komme gleich wieder.
L e s e n P lus

Herr Schneider muss eine Geschäftsreise nach Essen machen und will
den ICE Frankfurt-Essen nehmen. Er sucht eine Verbindung im
Internet. Schau dir die Internetseite an und antworte auf die Fragen.

1 Seine Hinfahrt ist

a vor 18.00 Uhr.


b um 18.00 Uhr.
c __ nach 18.00 Uhr.

2 Er muss
a I einmal
b U zweimal
c keinmal
umsteigen.

51
3 Die Hinfahrt ist
a | ] länger
b | kürzer
als die Rückfahrt.

4 Die Preise für Hin- und Rückfahrt sind


a [ _ ] gleich.
b __ , unterschiedlich.

5 Die Internetseite zeigt


a Q den Normalpreis,
b Q den Sparpreis.
c |
__ | das Aktionsangebot.

6 Herr Schneider kann sich auch über


a | j Hotels
b J Flüge
c _ Mietwagen
informieren.

7 Herr Schneider kann


a ; \ online
b □ im Reisebüro
c □ nur am Bahnhof
bezahlen.

52
Frau Schneider hat einen Flug für sich, ihren Mann, Erich und Pauline
und eine Gruppe von Freunden reserviert. Sie fliegen nach Mailand,
um Shopping im Winterschlussverkauf zu machen. Schau dir die
Internetseite mit der Reservierung an und antworte mit Richtig (R)
oder Falsch (F). W enn du keine Information findest, setze ein
Fragezeichen (?).

R F ?

1 Sie hat nur einen Flug reserviert.


2 Die Gruppe besteht aus 11 Personen.
3 Die Gruppe besteht vor allem aus alten Leuten.
4 In der Gruppe gibt es auch ein Baby.
5 Die Gruppe will nicht mit einer bestimmten
Fluggesellschaft fliegen.
6 Die Gruppe fliegt Business-Class.
7 Die Gruppe hat einen Direktflug.

53
Q Diesen Cham pion ken nst du bestim m t, oder?

Familienstand verheiratet
Staatsangehörigkeit deutsch
Geburtsdatum 3. Januar 1969
Geburtsort Hürth
Größe 1,74 m
Gewicht____________ 7 4,5 kg
Preise
W eltmeister
Grandprix-Rennen teilgenommen 2 50
Siege
Pole Position
Punkte 1291

1 W er ist die Person? ...........................


2 Was ist er von Beruf? .......................
3 Wie alt ist er? ....................................
4 Wie viel wiegt er und wie groß ist er?

5 Wie viele Weltmeisterschaften hat er gewonnen?

Q Richtig (R) oder Falsch (F)?

R F
1 Die Person macht Jogging. □ □
2 Er ist Brasilianer. □ □
3 Er hat noch nie die Weltmeisterschaft gewonnen. □ □
4 Er ist am 3. Januar geboren. □ □
5 Er hat an zweihundert Grandprix-Rennen teilgenommen. □ □

54
Autorennen
in Deutschland

Nicht n u r M elbourne, M ontecarlo und Monza


In Deutschland gibt es auch zwei weltberühmte Rennstrecken: Den
Hockenheimring bei Mannheim und den Nürburgring in der Eifel.
Den Hockenheimring gibt es seit 1932. Bis 1970 waren dort nur
Motorradrennen. Das erste Formel-l-Rennen fand 1970 statt. Schon
damals kamen 100.000 Zuschauer. Das wichtigste Rennen ist heute
der Große Preis von Deutschland. Michael Schumacher gewinnt 1995
als erster Deutscher dieses Rennen. Die Grandprix-Strecke ist 4,5 km
lang. Insgesamt gibt es 120.000 Zuschauerplätze.

Und wenn kein Rennen ist?


Kein Problem. Von April bis Oktober kann man am Donnerstag mit
dem eigenen Auto oder Motorrad ein paar Runden drehen.
Allerdings ist das nur in Gruppen bis zu 40 Autos oder Motorrädern
möglich. Und Wettrennen ä la Michael Schumacher sind nicht
erlaubt. Dafür gibt es aber auf dem Hockenheim ring
Sicherheitstrainings für Auto- und Motorradfahrer.

55
D er Hockenheim ring mal ganz anders
Kein Auto, kein Motorrad? Es geht auch mit den Inline-Skates. Bei
schönem Wetter tummeln sich Dienstag abends ab 18.00 Uhr Skater
zwischen 5 und 75 Jahren auf dem Motordrom. Seit 1998 sind über
100.000 Skater über die Formel-l-Strecke gerollt. Was man noch alles
auf dem Hockenheimring machen kann, findest du auf der Website
vom Hockenheimring. Und auch eine Webcam, die alle 30 Sekunden
ein neues Bild liefert. Aber leider nicht während der Formel-1-
Rennen.

56
D er N ü rb u rg rin g , die grüne Hölle
Nur fünf Jahre jünger und nicht w eniger berühm t ist der
Nürburgring bei Koblenz. Wegen ihrer Gefährlichkeit heißt die Piste
im Rennfahrerjargon „grüne Hölle". Vor allem die Nordschleife, wo
es immer wieder schwere Unfälle gibt. Im August 1976 verunglückt
der österreichische Rennfahrer Niki Lauda schwer und überlebt wie
durch ein Wunder. Zehn Jahre lang gibt es keine Grandprix-Rennen
mehr und die Piste wird umgebaut.

Spiel und Spaß am N ürburgring


Auch wenn keine Rennen stattfinden, kommen viele Besucher zum
Erlebnispark Nürburgring. Im Rennsportmuseum kann man sich
alte und neue Rennm odelle ansehen und auf einer neuen
Mountainbikepiste parallel zur Nordschleife radeln.

Und die Z u ku n ft der Fo rm el-1 (in D eutschland)?


Viele Zigarettenmarken waren die großen Sponsoren der Formel-1.
Und machten damit Werbung. Aber Zigarettenwerbung ist in ganz
Europa verboten. Die Rennfahrer müssen sich wohl neue Geldgeber
suchen ....

1 Interessieren dich Autorennen? Warum? Warum nicht?


2 Findest du diesen Sport gefährlich?
3 Formel-l-Fahrer verdienen wie Starfußballer viel, viel Geld.
Zuviel?
4
A kt 3 Szene 2

Herr und F rau S ch n eider ,


K ommissar Gandolf, Pauline

K o m m is sa r G a n d o l f : — K o m m e n Sie, w ir g ehen zum Gleis.


H err S c h n e id e r : — A b e r erklä ren Sie m ir doch. W a r u m glauben
Sie, dass Erich in H o ck en h e im w a r?
K o m m is sa r G a n d o l f : — V ielleicht w o llt e er die T es tru n d e n sehen,
die F o r m e l - l - P i l o t e n und w e g e n des Streikes konn te er nicht
m e h r w eg.
F rau S c h n e id e r : — A b e r das ist d o c h u n m ö g lic h . U nd d ie
L ö s e g e ld fo r d e r u n g ?
K o m m is sa r G a n d o l f : — Richtig, da ist d e r Z e tt e l. A b e r ich w e iß
nicht, ob das w irk lich ein e L ö s e g e l d f o r d e r u n g ist. Sie ist zu
s eltsa m . Schauen Sie!
Kommissar Gandolf zieht den Zettel aus der Tasche.
D as is t e i n e Kinderhandschrift und m a n w i r f t eine
L ö s e g e l d f o r d e r u n g nicht a u f den Boden. Das ist lächerlich.
Pauline nähert sich, sieht den Zettel und lacht laut.
P a u l i n e : — Eine L ö s e g e l d fo r d e r u n g , da s? A b e r das ist doch ein
Z e tte l fü r eine Spen de in der Schule. W o haben Sie den denn
ge fu nden.
H err Sc hneider : — A u f d e m Boden. V o r d e r Haustür.

58
A k t 3 Szene 2

P a u l in e : — Den habe ich sicherlich verlo ren , als ich h eute m o r g e n


aus d e m Haus ging. Ich habe fü n fz i g Kopien g e m a c h t, um sie
in der Schule zu v e r t e ile n L
K om m is sa r G a n d o l f : — Ein Z e tt e l fü r eine Spende?
P a u l i n e : — Ja, um Geld fü r die K in d er zu s a m m eln , die H u n g er
leiden. Mit f ü n f Euro kann man das Leben eines Kindes retten .
Es ist kaum zu glauben.
K om m is sa r G a n d o l f : — Gut, j e t z t bin ich ab er beruhigt. W i r sind
a u f d er richtigen Fährte 1
2. Erich ist sicherlich in H ocken heim .
H err S chn eider : — A b e r das ist doch unglaublich.
K o m m i s s a r G a n d o l f : — A b e r nein. Erich h a t an a lles g e d a c h t ,
außer an den Zugstreik. V e r s e t z e n Sie sich ihn. H eu te m o r g e n
g e h t e r s t a t t zu r Schule z u m B a h n h o f und n i m m t den Zug
nach H o c k e n h e im . Er ist sich er, dass e r um f ü n f w i e d e r zu
Hause ist. A b e r da i st d e r Z u g s t r e i k und e r s i t z t in
H o ck en h e im fe st.
H err Sc hneid er : — A b e r w a r u m hat er uns nicht Bescheid g e s a g t ?
K o m m i s s a r G a n d o l f : — Er h a t a n g e r u f e n , ku rz b e v o r d e r Zug
abfuhr. Der Lärm am T e le fo n , das w a r der Lärm des Zuges.
Man h ört den L a u tsprecher. „ D e r Zug aus H o c k e n h e im f ä h r t
nun a u f Gleis 3 ein."
K o m m is s a r G a n d o lf reicht Frau Schn eider die Hand.
K o m m is sa r G a n d o l f : — Also, ich g e h e j e t z t . Ich habe auch einen
15-jährigen Sohn. Er ist zu Hause und w a r t e t a u f mich. H eute
A b en d ge h e ich m it ihm zu e in em Fußballspiel.
A u f W iedersehen, Frau Schneider, auf W iedersehen, Pauline.

1. verteilen: an viele Leute geben.


2. e Fährte(n): e Spur.

59
Erich ist verschwunden
Du h a s t mir sehr geholfen und v i e l Glück für deine
Spendensammlung.
Er reicht Herrn Schneider die Hand.
A k t 3 Szene 2

W i e d e r s e h e n , H e r r S ch n eider. Seien Sie nicht zu s t r e n g m it


Erich. Sie w a r e n auch mal 15 Jahre alt.
Man h ö rt den Zug einfahren. Kom m issar G a n d olf g e h t weg.
T e x tv e rs tä n d n is

Beantworte die Fragen.

1 Wohin ist Erich gefahren?

2 Warum?

3 W er hast den Text für den Zettel geschrieben?

4 Und warum?

5 Warum konnte Erich nicht pünktlich nach Hause kommen?

6 Hat Kommissar Gandolf Kinder?

Lies Szene 2 noch einmal und vervollständige den Satz.

1 Der Zettel ist keine Lösegeldforderung,


sondern ........................................................................
2 Erich musste in Hockenheim bleiben
wegen ...........................................................................
3 Pauline will Kindern helfen,
d i e ..................................................................................
4 Erich hat angerufen,
a b e r ...............................................................................
5 Kommissar Gandolf muss nach Hause,
denn ..............................................................................

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T o u rism u s in Frankfurt
Deine nächste Klassenreise geht nach Frankfurt. Du bist neugierig
und w illst dich schon vo rh er inform ieren. Gehe in eine S uchm aschine
und gib das S tich w o rt Frankfurt + Tourismus ein. Du ko m m st auf die
offizielle Seite vom Tourism usam t Frankfurt.
A u f der horizontalen M enüleiste g ib t es sieben Them en. W elche?
a ...................................................................................................................
b ...................................................................................................................
c ...................................................................................................................
d ...................................................................................................................
e ...................................................................................................................
f ...................................................................................................................
g .......................................................................................
h Kann man O nline-B uchungen m achen?
W enn ja, V e rsuch s doch mal. Such d ir ein schönes Hotel aus.
Dazu b rauchst du die Preiskategorien (wie viele?) und die
A u sstattungsm erkm ale (wie viele?).
So, nun hast du ein Hotel. Und w as m achst du in deiner Freizeit?
M useen und Theater interessieren dich nicht, aber Filme,
Fahrradfahren und Joggen in einem Park,
i A uf w elche Seiten gehst du?

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Ein Freund hat dir erzählt, dass man m it einer bestim m ten Karte in
Frankfurt w eniger bezahlen muss,
j W ofür g ilt die Karte und w as kann man d am it m achen?
Nun bist du den ganzen Tag durch Frankfurt m it dem Rad
gefahren, hast auch im Park g ejog gt und hast nun richtig Hunger.
A uch hier hilft d ir das T ourism usam t Frankfurt w eiter,
k In w ie viele Kategorien ist Frankfurts G astronom ie aufgeteilt?
I Für w elche Kategorie interessierst du dich?
Und natürlich S hopping. Deine O m a hat dir ja genügend
Taschengeld fü r deinen T rip nach F rankfurt m itgegeben,
m Es g ib t sieben Straßen, w o du (fast) alles findest. W ie heißen sie?
W elche interessierten dich besonders.

Goctttt-Hjui
G o e th e s G eb u rtsh a u s ^ fl hno ./«•»*»90ein«him-f'inkfu<! wmJ

Du erinnerst dich: Johann


W olfgang von G oethe w ar
d och in Frankfurt geboren,
oder? Ob es noch sein
G eburtshaus gibt?
Gib die W orte Goethe-Haus

■ Haus
+ Frankfurt ein.
Und da ist es: Das Haus, w o
G oethe 1749 geboren w urde,
a W ie viele Etagen hat das
Haus?
b W as g ib t es im
Erdgeschoss, in der
Blauen S tube zu sehen?
Je tzt g e h t’s du ins M usikzim m er im 1. Stock,
c W elches Instrum ent hat G oethes Vater gespielt? Und der Rest der
Familie?
Im 2. S tock ist das Z im m er von G oethes Schw ester,
d W ie w ar ihr Name?
Und jetzt noch in die 3. Etage. Dort ste ht Goethes
Lieblingsspielzeug,
e W ie heißt es?
f Und in w elchem berühm ten W erk von G oethe ko m m t es vor?

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Erich ist verschwunden
Erich ist aus der Schule nicht nach Hause gekommen.
Wo ist er? Ist er ausgerissen? Wurde er entführt?
Erichs Eltern sind sehr besorgt und gehen sofort zur Polizei. Denn
Erichs Vater arbeitet an einem Geheimprojekt. Aber Kommissar
Gandolf löst den Fall auf seine Weise.

Eine spannende Geschichte mit


Übungen zu Textverständnis, Wortschatz und Grammatik
Lesen Plus als erweitertes Leseverständnis
Aufgaben zur Vorbereitung der Prüfung Fit in Deutsch 1
Themendossiers zur Landeskunde
Internetprojekten zum selbständigen Recherchieren.

Niveau Eins ■ ERS A1


Niveau Zwei ■ ERS A2
Niveau Drei ■ ERS B1
Niveau Vier ■ ERS B2

Exemplare mit abgetrennter Ecke sind


unverkäufliche Muster zur Ansicht.