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Linie 1 Pflege Intensivtrainer B2

Transkript
1 telc Deutsch B1-B2 Pflege – Modelltest
Hören Teil 1
Sie hören vier Ansagen. Zu jeder Ansage gibt es eine
Aufgabe. Welche Lösung (a, b oder c) passt am besten?
Sie hören jede Ansage einmal. Markieren Sie Ihre
Lösungen für die Aufgaben eins bis vier auf dem
Antwortbogen.
Beispiel
(10 Sekunden Pause)
Frau Grundmann Guten Morgen, hier ist Isabelle Grundmann. Meine
Freundin Sabrina Bachmann hat heute Nacht ein Kind
bekommen und ich möchte sie gerne besuchen: Ich
würde eigentlich direkt zur Wöchnerinnen-Station gehen,
aber sie hatte einen Kaiserschnitt und ihr Kind ist ein
Frühchen. Ist man dann schon auf der Normalstation
oder wird man noch auf einer Spezialstation betreut? Es
wäre nett, wenn Sie mich durchstellen würden, dann
kann ich die Schwestern da fragen, ob mein Besuch jetzt
passt. Vielen Dank!
(10 Sekunden Pause)
2 Nummer 1
(10 Sekunden Pause)
Anne Hallo Paolo, hier ist Anne. Ich komme eben vom Arzt. Ich
habe seit gestern fürchterliche Halsschmerzen und niese
und huste. Ich weiß nicht, wo ich mich angesteckt habe,
es geht ja gerade die Grippe rum. Der Arzt meint aber,
dass ich keine habe und dass ich in ein paar Tagen wieder
fit bin. Allerdings zu meiner Nachtschicht am
Wochenende noch nicht. Sag bitte den Kollegen
Bescheid. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schicke
ich heute.
(10 Sekunden Pause)
3 Nummer 2
(10 Sekunden Pause)
Mann Maria, danke für deinen Anruf wegen unserer Dienste.
Super, dass alles geklappt hat. Du übernimmst also
meine Frühschichten diesen Samstag und Sonntag.
Vielen Dank dafür, meine Frau hat nämlich auch frei und
wir wollen zwei Tage in unseren Garten fahren. Dafür
mache ich deine Frühschichten am Wochenende darauf.
Jetzt ruf ich noch Ansgar wegen übermorgen an, da ist
die Spätschicht noch nicht besetzt.
(10 Sekunden Pause)

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4 Nummer 3
(10 Sekunden Pause)
Herr. Dr. Heiland Hallo Station 9, hier ist Dr. Heiland: Schwester Gabi, Sie
haben mich gerade angerufen und bei mir wegen Frau
Sonia Bechterew nachgefragt. Die Küche hat wohl für
Frau Bechterew das Frühstück geschickt. Achtung, das ist
nicht korrekt. Ihre OP wurde von Donnerstag auf heute
vorverlegt. Frau Bechterew muss nüchtern bleiben. Ein
paar Schlucke Wasser sind o.k., aber nichts weiter.
Warum das falsch weitergegeben wurde, weiß ich nicht.
Gabi, zum Glück waren Sie so aufmerksam und haben
den Fehler bemerkt.
(10 Sekunden Pause)
5 Nummer 4
(10 Sekunden Pause)
Nadine Hallo Pietro, Nadine hier. Willkommen zurück aus dem
Urlaub! Ich wollte dir für morgen schon mal über Herrn
Buchmann aus der Wiener Straße Bescheid sagen. Da
brauchst du morgen 15 Minuten länger, weil Herr
Buchmann den Blutzucker nicht mehr im Blutzucker-
Tagebuch dokumentieren will, sondern dafür jetzt die
Blutzucker-App verwenden möchte. Er hat sie schon auf
seinem Handy installiert, aber du musst ihm noch genau
erklären, wie man da die Werte einträgt.
(10 Sekunden Pause)
Ende von Teil 1
(5 Sekunden Pause)

6 Hören Teil 2
Sie hören fünf Gespräche. Zu jedem Gespräch gibt es
zwei Aufgaben.
Entscheiden Sie bei jedem Gespräch, ob die Aussage
dazu richtig oder falsch ist und welche Lösung (a, b oder
c) am besten passt. Sie hören jedes Gespräch einmal.
Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben 5–14 auf
dem Antwortbogen.
Nummer 5 und 6
(10 Sekunden Pause)
Frau Bertram Guten Tag, ich bin Greta Bertram. Ich möchte zu meinem
Sohn, Jonathan Bertram. Er ist hier auf der
Intensivstation.
Pfleger Franz Ball Guten Tag Frau Bertram. Ja, Ihr Sohn ist hier bei uns.
Frau Bertram Kann ich mit ihm sprechen? Bringen Sie mich zu ihm?

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Pfleger Franz Ball Ja, natürlich können Sie ihn sehen. Er ist gestern Nacht
um 2 Uhr bei uns eingeliefert worden. Bei seinem Sturz
hat er sich beide Oberschenkel gebrochen und trotz
Sturzhelm hat er auch ein Schädel-Hirn-Trauma.
Erschrecken Sie bitte nicht, wenn Sie ihn sehen. Sein
Gesicht ist sehr geschwollen. Im Moment bekommt Ihr
Sohn noch starke Medikamente gegen seine Schmerzen
und er ist nicht bei Bewusstsein.
Frau Bertram Das ist das zweite Mal, dass ihm mit seinem blöden
Motorrad etwas zustößt. Sie sagen, es geht ihm ganz
gut? Dann kann er bald wieder nach Hause?
Pfleger Franz Ball So bald sicher nicht, aber Dr. Wagner spricht noch mit
Ihnen. Jetzt gebe ich Ihnen erstmal einen Kittel, damit Sie
zu Ihrem Sohn ans Bett können.
(10 Sekunden Pause)
7 Nummer 7 und 8
(10 Sekunden Pause)
Pfleger Erasmus Holm Guten Tag Frau Günther, willkommen im "Haus
Tanneneck"! Ich bin Erasmus Holm, ich bin Altenpfleger.
Schwester Birgit hat Ihnen gerade Ihr Zimmer gezeigt.
Wie gefällt es Ihnen?
Frau Günther Wunderbar. Ich hätte nicht gedacht, dass doch so schnell
etwas frei wird. Ich werde mich hier sehr wohlfühlen.
Pfleger Erasmus Holm Das freut mich aber. Haben Sie noch kurz Zeit für ein
paar Fragen?
Frau Günther Selbstverständlich! Was wollten Sie denn wissen?
Pfleger Erasmus Holm Ich würde mich gerne mit Ihnen über Ihre Wünsche
unterhalten, damit wir Sie hier richtig versorgen und
betreuen können.
Frau Günther Das ist ja nett, aber ich bin mir sicher, Sie werden alles
richtig machen.
Pfleger Erasmus Holm Sie haben Schwester Birgit ja schon einiges aus Ihrem
Leben erzählt. Worüber wir gerne noch Bescheid
wüssten: Wer soll denn verständigt werden, wenn mal
was sein sollte?
Frau Günther Sie meinen, wenn ich krank werde oder einen Unfall
habe? Meine Tochter Elisabeth Dorfmeister. Sie weiß, wo
mein Testament liegt und wo ich beerdigt werden
möchte.
Pfleger Erasmus Holm Testament? Beerdigung? Na, so habe ich es nicht
gemeint! Ich wollte nur eine Telefonnummer. Aber
schön, dass Sie so gut vorgesorgt haben.
(10 Sekunden Pause)

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8 Nummer 9 und 10
(10 Sekunden Pause)
Schwester Gwendolin So Herr Meyer, der Arzt hat Sie zu Ihrer Magenspiegelung
aufgeklärt, aber vielleicht haben Sie noch eine Frage?
Herr Meyer Ja, das war alles klar. Er hat mir auch noch den
Aufklärungsbogen mitgegeben, weil ich nicht gleich
unterschreiben wollte: „Gastroskopie: Was Sie wissen
müssen.“ Ich will mir das erstmal in aller Ruhe
durchlesen.
Schwester Gwendolin Ja, das ist richtig. Viele Patienten unterschreiben gleich
und haben gar nicht alles verstanden.
Herr Meyer Es ist meine erste Magenspiegelung, das ist ja eine
richtige Operation.
Schwester Gwendolin Nein, es ist eine Untersuchung. Sie haben keine
Vorerkrankungen, keine Allergien, nehmen keine
Medikamente, das ist doch schon mal super. Bei Ihnen
wird das ja nur vorsorglich gemacht, weil sie so stark
abgenommen haben und die anderen Untersuchungen
nichts ergeben haben.
Herr Meyer Hier steht, ich muss mein Zungenpiercing abmachen.
Schwester Gwendolin Ja, unbedingt. Aber das ist ja keine große Sache.
Herr Meyer Stimmt. Hauptsache, ich weiß bald, was ich habe.
(10 Sekunden Pause)
9 Nummer 11 und 12
(10 Sekunden Pause)
Pfleger So, dann lasst uns die Übergabe machen. Heute war alles
o.k., niemand hat sich beschwert, nicht einmal Frau
Lüders. Ihre Angst, dass es ihr hier im Heim nicht gefallen
könnte, ist weg. Jetzt wirkt sie richtig zufrieden hier bei
uns. Aber heute Nachmittag hat sie erbrochen.
Pflegerin Was hat sie denn zu Mittag gegessen?
Pfleger Sie hat das gegessen, was alle gegessen haben, ich auch.
Fleischklößchen mit Gemüse und frische Kiwis zum
Nachtisch. Außerdem ist bei ihr keine Nahrungsallergie
bekannt. Vielleicht war sie einfach etwas nervös, weil
ihre Tochter mit Mann und Kindern heute zu Besuch
kam.
Pflegerin Oh je, ja, die Kinder sind ja immer sehr laut. Aber gefreut
hat sie sich, das hat man gemerkt.
Pfleger Ja. Aber etwas anderes macht mir Sorgen. Als sie mit
ihren Enkeln in den Garten ging, hat sie das linke Bein
nachgezogen. Nachdem ihre Familie gegangen war, habe
ich sie darauf angesprochen. Das linke Bein ist am
Knöchel geschwollen.
Pflegerin Sie hat das linke Bein nachgezogen? Hatte sie
Schmerzen?
Pfleger Nein, sonst hätte ich gleich Dr. Lindner Bescheid gesagt.

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Pflegerin O.k. Wenn ich das Abendessen bringe, schau ich noch
mal nach dem Bein.
(10 Sekunden Pause)
10 Nummer 13 und 14
(10 Sekunden Pause)
Dr. Neumann Schwester Waldemara, ich wollte nach dem Neuzugang
auf Zimmer 13 sehen.
Schwester Waldemara Sie meinen Herrn Weiden? Der jammert, dass er nicht
rauchen darf. Er sagt, dass heute der erste Tag seit 38
Jahren ist, an dem er keine Zigarette geraucht hat.
Dr. Neumann Tja … und nun ist er hier und hustet und bekommt keine
Luft. Ich habe mir gerade seine Befunde angeschaut: Das
EKG ist in Ordnung und die Blutwerte sind ohne
Auffälligkeiten. Lungenfunktion … vermindert, Röntgen-
Thorax …
Wo ist der Bogen mit seiner Eigenanamnese? Leiden
seine Eltern oder Geschwister an chronischen
Krankheiten?
Schwester Waldemara Er hat den Anamnesebogen noch nicht abgegeben, er
schreibt noch.
Dr. Neumann Dann gehe ich gleich mal selber rein und frage ihn
danach.
Schwester Waldemara Ach, Dr. Neumann …
Dr. Neumann Ja?
Schwester Waldemara Herr Weiden hat Angst vor Röntgenstrahlen und möchte
nicht mehr geröntgt werden.
Dr. Neumann Ach herrjeh. Gut, ich werde mit ihm darüber sprechen.
Hat er denn einen Röntgenpass mitgebracht, damit wir
das nachvollziehen können?
Schwester Waldemara Nein, er sagt, dass er gar nicht gewusst hat, dass es das
gibt.
Dr. Neumann Gut. Dann bekommt er einen von uns. Jetzt gehe ich
erstmal rein.
(10 Sekunden Pause)
Ende von Teil 2
(5 Sekunden Pause)

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11 Hören Teil 3
Sie hören gleich eine Teambesprechung in einem
Altenheim. Dazu gibt es sechs Aufgaben. Welche Lösung
(a, b oder c) passt jeweils am besten? Markieren Sie Ihre
Lösungen für die Aufgaben 15–20 auf dem
Antwortbogen.
Sie haben nun eine Minute Zeit, um die Aufgaben zu
lesen. Dann hören Sie das Gespräch. Sie hören das
Gespräch einmal.
Lesen Sie nun die Aufgaben.
(60 Sekunden Pause)
Pflegerin So, dann kommen wir jetzt zu Frau Hädler. Über sie
beraten wir uns heute ausführlicher. Martin, könntest du
die Bewohnerin kurz vorstellen, damit wir alle auf dem
letzten Stand sind?
Pfleger Martin O.k. Also, Frau Hädler ist seit zwei Monaten bei uns, aber
sie hat sich immer noch nicht eingelebt. Für ihr Alter von
85 Jahren ist sie eine außergewöhnlich rüstige alte Dame.
Frau Hädler hat bis zuletzt eigenständig für sich gesorgt,
sagt ihr Sohn. Sie wurde dann immer vergesslicher und
als ihr Arzt eine beginnende Demenz feststellte, war klar,
dass das nicht mehr geht und sie nicht mehr alleine leben
kann. Aber auch nach den zwei Monaten hier ist sie
immer noch davon überzeugt, dass sie bei sich zu Hause
besser aufgehoben wäre. Sie packt dann ihre Tasche und
geht los. Tja, und das ist das Problem, sie läuft weg und
keiner weiß, wo sie ist. Und wir können sie ja nicht davon
abhalten.
Pflegerin Das wollen wir nicht und das dürfen wir auch nicht. Mir
ist aufgefallen, dass sie hin und wieder ganz klar ist und
man vernünftig mit ihr reden kann. Ich habe schon ein
paar Mal mit ihr darüber gesprochen, dass wir und ihr
Sohn uns Sorgen machen, wenn sie einfach so aus dem
Haus geht und dann nicht mehr zurückfindet. Sie war
ganz bedrückt, sie will ihrem Sohn keine Sorgen machen.
Pfleger Und sie will ja nicht zu sich nach Hause hier in Düsseldorf,
wo sie die letzten fünfzig Jahre gewohnt hat, sondern in
ihr Dorf in Franken, wo sie aufgewachsen ist.
Pflegerin Genau. Die vielen Jahre in Düsseldorf hat sie vergessen,
sie erinnert sich besser an ihre Kinder- und Jugendzeit.
Das ist ja oft so bei einer Demenz, das können wir nicht
ändern, damit müssen wir aber richtig umgehen. Martin,
erzähl doch bitte noch, was gestern passiert ist.

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Pfleger Frau Hädler ist gestern Morgen wieder weggelaufen …
wie soll ich es ausdrücken … sie hat unser Haus verlassen,
ohne dass wir sie davon abhalten konnten. Ich war im
Garten und ich sah, dass sie mit ihrer Tasche aufs
Gartentor zuging. Ich habe mit ihr gesprochen und sie
davon überzeugt, dass es im Garten bei uns schöner als
draußen ist. Dann habe ich mit Herrn Walter und Frau
Schmidtke Tischtennis gespielt und erst eine halbe
Stunde später bemerkt, dass Frau Hädler weg war.
Fakt ist, dass wir hier mitten in einer Großstadt wohnen
und Frau Hädler nicht mehr am Straßenverkehr
teilnehmen kann, ohne sich in Gefahr zu bringen. Sie
kennt sich in Düsseldorf nicht mehr aus und verläuft sich.
Als die Polizei sie gestern zurückbrachte, sagte der eine
Polizist, dass sie hier um die Ecke auf einer Verkehrsinsel
auf einer Kreuzung stand und zum Glück Passanten
gemerkt haben, dass was nicht stimmt und die 112
gewählt haben.
Und Fakt ist auch, dass es gestern dann recht kühl wurde
und sie hatte nur eine leichte Strickjacke an.
Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was alles hätte
passieren können.
Pflegerin Ich mir auch nicht. Ich war so froh, als sie wieder hier
war.
Pfleger Aber was mich schon geärgert hat, war die Reaktion von
Herrn Hädler. Wir können seine Mutter doch nicht
einsperren.
Pflegerin Keine Frage. Wir werden hier niemanden einsperren. Das
hat Herr Hädler ja auch eingesehen. Er hat
vorgeschlagen, dass er mit seiner Mutter ein paar Tage in
das Dorf ihrer Kindheit fährt und ihr Elternhaus besucht.
Dass sie dann vielleicht Abschied nehmen kann und
ruhiger wird.
Ich halte das für eine gute Idee, wenn Frau Hädler diese
Zeit mit ihrem Sohn hat. Wir müssen darüber
nachdenken, wie wir das Leben von Frau Hädler
gestalten können, damit sie sich hier wohlfühlt und unser
Heim ein bisschen als ihr Zuhause annimmt. Sie ist ja im
Moment nicht glücklich.
Pfleger Als ihr Sohn sich unser Heim angeschaut hat, hat er
gehofft, dass sie den Garten mögen wird und vielleicht
sogar selber ein bisschen gärtnert. Das war ihr großes
Hobby, sie hat wohl immer viel Gemüse und Obst
angebaut und das dann eingekocht. Der Sohn sagt, er
hätte immer noch für Jahre Marmelade und Kompott.

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Pflegerin Na, hoffentlich mag er das. Aber das wäre doch ein
Ansatz. Wie wäre es, wenn wir gucken, ob Frau Hädler in
der Kochgruppe gut aufgehoben wäre und in der Küche
hilft? Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Martin,
willst du das übernehmen und sie morgen hinbringen
und eine Stunde dabeibleiben?
Pfleger Ja, das mache ich gerne. Ich spreche mit Ines von der
Kochgruppe und gehe mit Frau Hädler gleich morgen
Vormittag hin.
(10 Sekunden Pause)
Ende von Teil 3
(5 Sekunden Pause)

12 Hören Teil 4
Situation:
Sie hören ein Gespräch zwischen Kollegen und
Kolleginnen zum Thema „Arbeiten in der Intensivpflege
oder auf der Normalstation“.
Aufgabe:
Welcher der Sätze a–f passt am besten zu den
Meinungen 21–23. Markieren Sie Ihre Lösungen für die
Aufgaben 21–23 auf dem Antwortbogen. Zwei der Sätze
a–f passen nicht.
Lesen Sie jetzt die Sätze a–f. Dazu haben dazu 30
Sekunden Zeit. Danach hören Sie die Meinungen. Sie
hören sie nur einmal.
(30 Sekunden Pause)
Beispiel
Pflegerin Bist du immer noch auf der Intensivstation, Marcus? Wie
geht es dir da? Irgendwie bewundere ich dich, dass du
das durchhältst. Ich habe während der Ausbildung drei
Monate Praktikum auf einer Intensivstation gemacht und
da hatte ich nachts richtige Alpträume von blinkenden
Monitoren, Kabeln und Patienten an Schläuchen. Das
hatte ich auf der Normalstation nicht. Ich wusste damals
schon nach der ersten Woche, dass ich auf eine
Normalstation will. Auch, weil ich mit den Patienten
sprechen möchte.
(10 Sekunden Pause)

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Nummer 21
Pfleger Marcus Ja, es ist manchmal schon hart, und es stimmt, bei uns
auf der Intensivstation sind Monitore, Perfusoren und
Beatmungsgeräte wichtiger als bei euch auf der
Normalstation. Ich muss nicht nur die Patienten
versorgen, sondern auch stündlich die Vitalwerte
ablesen, die Geräte einstellen und kontrollieren, und das
alles auch noch dokumentieren. Ja, wir setzen auf der
Intensivstation mehr Geräte und Maschinen ein als ihr
auf der Normalstation, aber trotzdem ist Kommunikation
mit den Patienten bei uns ebenso wichtig wie bei euch.
Auch wenn wir als Antwort oft nur ein Stirnrunzeln oder
Augenblinzeln bekommen.
(10 Sekunden Pause)
Nummer 22
Pflegerin Du hast natürlich recht. Und wir haben hier auf der
Normalstation auch oft Todkranke. Aber es gibt einfach
mehr zu reden. Zum Beispiel auch, weil die Patienten
nicht alles verstehen, was die Ärzte gesagt haben und bei
mir nachfragen. Dann sind die Patienten froh, wenn ich
es nochmal erkläre. Das macht mir Spaß. Und dann
dauert die Ausbildung zur Intensivpflege ja noch mal zwei
Jahre länger. Ich weiß nicht, ob ich das geschafft hätte –
die drei Jahre zur Gesundheits- und Krankenpflegerin
haben mir gereicht.
(10 Sekunden Pause)
Nummer 23
Pfleger Klar hättest du das geschafft, du wolltest halt nicht. Der
Vorteil von der langen Ausbildung ist dann später der
Verdienst, du bekommst mehr als auf einer normalen
Station. Denk an die Nachtdienste, das macht schon viel
aus. Außerdem bist du von Anfang an in eine höhere
Lohngruppe eingestuft.
Aber das ist es nicht. Wichtig sind mir bei meiner Arbeit
auch die Gespräche mit den Angehörigen. Die sind ja oft
sehr verunsichert und hilflos, wenn sie ihre Lieben so
sehen. Das ist zwar sehr anstrengend, aber ihnen ein
bisschen die Angst zu nehmen, wenn wir ihnen erklären,
was wir machen, ist toll.
(10 Sekunden Pause)
Ende von Teil 4
Ende des Subtests Hören

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13 GOETHE-TEST PRO PFLEGE
Hören
Gespräch 1
Pfleger Wenn du Frau Kerner gleich das Essen bringst, könntest
du bitte bei ihr den Gipsverband kontrollieren?
Pflegerin Ja, o.k., Renato. Mach ich. Hat sie schon eine
Lagerungsschiene für ihr Bein?
Pfleger Den Armlagerungskeil habe ich ihr schon gebracht, aber
die Beinlagerungsschiene noch nicht. Am besten, du
kümmerst dich auch gleich darum.

14 Gespräch 2
Pfleger Ich habe sämtliche Informationen zum Neuzugang schon
in die Pflegedokumentation eingetragen.
Frau Reckert hat einen Rollator und kann damit über
längere Strecken noch selbstständig gehen.
Sie ist hörgeschädigt und braucht unbedingt
Unterstützung beim Einsetzen des Hörgeräts.
Pflegerin Gut, und ihre Medikamente sind auch eingetragen?
Pfleger Ja, klar, das habe ich auch schon erledigt. Übrigens: Die
neue Bewohnerin braucht auch Unterstützung bei der
Mundpflege.

15 Gespräch 3
Praxisanleiterin Immer, wenn bei uns auf Station Betten frei sind,
bekommen Patienten mit privaten Zusatzversicherungen
oder Privatversicherungen ein Zimmer für sich allein. Bei
Herrn Roth von Zimmer 207 ist das der Fall. Deswegen
hat er ein Einzelzimmer bekommen.
Auszubildende Ach so. Das war mir nicht klar.
Praxisanleiterin Bei voller Belegung ist das nicht möglich. Das verärgert
dann oft Patienten mit Zusatzversicherung und man
muss sie beruhigen.

16 Gespräch 4
Pfleger Die Patientin Gertrud Kron ist fast immobil. Man muss
aufpassen, dass man einen Dekubitus vermeidet und
dass sie sich gar nicht mehr bewegen kann. Außerdem
dürfen wir sie körperlich nicht überfordern.
Pflegerin Also, ich würde vorschlagen, dass wir auf jeden Fall in
kurzen Abständen die Position von Frau Kron verändern.
Mikrolagerungen beispielsweise belasten sie nicht zu
sehr und helfen.
Pfleger Gut, dann versuchen wir es erst einmal so.

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17 Gespräch 5
Ein Mitarbeitergespräch
Carmen Meier Guten Morgen, Rolf.
Rolf Lanz Hallo Carmen! Setz dich doch. Schön, dass es heute
Nachmittag mit unserem Mitarbeitergespräch doch noch
geklappt hat. Fast wäre es ja wegen des Notfalls mit Frau
Bloch ausgefallen und wir hätten es auf einen anderen
Tag verschieben müssen.
Carmen Das stimmt.
Rolf Lanz Wenn wir nicht alles schaffen, dann können wir es ja
kommende Woche fortsetzen.
So, aber erst einmal: Wie geht es dir denn nach drei
Monaten in unserem Pflegeheim?
Carmen Ja, eigentlich ganz gut. Aber bei manchen Abläufen und
Tätigkeiten fühle ich mich immer noch ein wenig
unsicher.
Rolf Vieles wird sich sicher mit der Zeit geben.
Wobei bräuchtest du denn konkret noch Unterstützung?
Carmen Die Pflegedokumentation fällt mir noch ziemlich schwer.
Da muss ich bei den Kollegen und Kolleginnen oft
nachfragen. Sie sind immer sehr offen und hilfsbereit.
Mit ihrer Hilfe werde ich es hoffentlich bald auch
selbstständig schaffen.
Rolf Auch ich musste das damals intensiv üben. Ich habe mir
deshalb einiges an Fachliteratur gekauft und viel über
das Thema Dokumentation gelesen. Ich bringe dir die
Bücher mal mit, wenn du magst.
Carmen Das wäre super. Mal schauen, ob ich dann
zurechtkomme.
Rolf In der Regel ist es sehr schwierig, sich während des
normalen Dienstes damit zu beschäftigen. Das bekommt
man eigentlich nicht hin. Wir könnten deswegen mal
einen eigenen Termin vereinbaren. Dann kann ich dir das
mit mehr Zeit erklären.
Carmen Ja, wenn es dir keine Umstände macht, wäre das sicher
sehr hilfreich.
Rolf Gibt es denn noch weitere Punkte, über die du mit mir
reden möchtest?
Carmen Naja, da ist noch das Thema "Fortbildungen". Du hattest
ja von der Hygieneschulung gesprochen. Soll ich mich
dafür anmelden oder wäre die andere Fortbildung zum
Thema "Umgang mit Demenz" besser für mich?

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Rolf Die Hygieneschulung ist sehr wichtig. Wir führen diese
Schulungen bei uns in regelmäßigen Abständen durch.
Du weißt, dass Hygiene wirklich das A und O ist. Das
Thema Keime ist ja leider immer noch aktuell. In der
Schulung geht es auch um die neuen Maßnahmen in
Zeiten von COVID 19. Für unser Seniorenheim wurde in
enger Zusammenarbeit mit Experten in neues Konzept
entwickelt. Aus der Fortbildung nimmt man diesmal also
besonders viel mit. Melde dich bitte noch heute dafür an.
Carmen Ja, o.k. Gut, dann mache ich das.
Rolf Gibt es von deiner Seite denn noch etwas?
Carmen Ja. Wie soll ich sagen? Ich habe gesehen, dass manche
Kollegen sich oft streiten. Das ist mir total unangenehm.
Ich versuche, sie dann zu beruhigen, aber das klappt
nicht so gut …
Rolf Ja, ich hatte auch schon festgestellt, dass etwas nicht
stimmt und eine andere Kollegin hat mich auch schon
darauf angesprochen, ob man etwas organisieren kann,
zum Beispiel eine Supervision. Kennst du das? Da setzen
wir uns alle zusammen und sprechen über die
Kommunikation im Team, also auch über diese Konflikte,
aber auch über die Organisation unserer Arbeit usw. Das
Thema steht schon auf der Tagesordnung der nächsten
Teamsitzung. Wir sprechen also auf jeden Fall zusammen
darüber. Danke, dass du den Punkt angesprochen hast.
Carmen Und wie soll ich mich denn bis dahin verhalten?
Rolf An deiner Stelle würde ich einfach meine Arbeit normal
weitermachen.
Carmen O.k., ich versuche es.
Rolf Dann noch eine Frage oder Bitte. Anita hat sich
krankgemeldet. Sie hätte am Wochenende eigentlich
Dienst gehabt. Jetzt wollte ich dich bitten, ob du den
Dienst übernehmen könntest.

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