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29/5/2021 Glossar für mittelalterliche Gewaundungen

Glossar für mittelalterliche Gewandungen


Um Ihnen einen Überblick über die Fachbegriffe und Kleidungsstücke zu geben, haben wir Ihnen hier ein kleines Glossar der
mittelalterlichen Gewandung zusammengestellt.
Die verwendeten Stoffe im Mittelalter (/mittelalter-stoffe) waren meist Baumwolle und Wolle.
A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z
Fachbegriff Erklärung
Barett Kopfbedeckung, die im Spätmittelalter aufkam und auch in der Renaissance beliebt war. Bei dieser Haubenart
gab es große Unterschiede in Form und Gestaltung. Auch wurden Barette oft mannigfach verziert, wie zum
Beispiel durch Federn oder Stickereien. Des Weiteren war diese im 15. Jahrhundert entstandene Mützenform
zunächst kennzeichnend für Scholaren und Gelehrte. Bald aber trugen auch die Adeligen diese Hutform, und
schließlich auch der dritte Stand. Auch die Tracht der -> Landsknechte beinhaltete Barette. Im Verlauf des 17.
Jahrhunderts etablierten sich andere Hutformen, sodass das Barett an Beliebtheit verlor.
Beinling Beinlinge oder auch Unterstrümpfe waren eine mittelalterliche Alternative zur Hose. Dieses historische
Beinkleid bestand aus zwei Teilen für jedes Bein, die jeweils durch Bänder, Gürtel oder Stricke
zusammengehalten wurden. Der älteste bekannte Textilfund von Beinlingen stammt von Ötzi, der
Gletschermumie. Es gab diese Hosenform also bereits in der Steinzeit. Obwohl bereits die -> Germanen Hosen
trugen, bestand die Herrenmode des Mittelalters hüftabwärts hauptsächlich aus Beinlingen. Die
mittelalterlichen Beinlinge wurden an der Bruche, der Unterhose, befestigt. Erst im 15. Jahrhundert wurden dann
Beinkleider, die modernen -> Hosen ähnelten, beliebter.
Beinwickel -> Wadenwickel
Bliaut Frühmittelalterliches Überkleid für Damen mit Ärmeln, Vorläufer und Variante des -> Surkots.

...

Käuferschutz

Sehr gut
5.00/5.00

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Bluse Die ursprünglich lose fallende Bluse (im 19. Jahrhundert entlehnt von franz. 'blouse' = „Kutscherkittel“,
„Staubmantel“, „Arbeitskittel“) stammt ursprünglich vom Hemd ab. Die Wortherkunft von „Bluse“ ist zwar
unsicher, aber man geht davon aus, dass sie auf französische Kreuzfahrer zurückgeht, die einen blau
eingefärbten Kittel über ihre Rüstungen legten, um diese gegen Staub zu schützen. Aus den römischen Tuniken
des Altertums entwickelte sich im Mittelalter das von Damen wie Herren getragene, hemd- bzw. kittelartige
Untergewand. Dieses mittelalterliche Kleidungsstück war der Vorläufer des modernen Hemds, aus welchem
sich wiederum die Bluse entwickelte. Die ältesten bekannten Hemdrelikte und Abbildungen verfügten über
einen reduzierten Schnitt: Es handelte sich um ein helles, bodenlanges Gewand aus Leinen mit einfachen Arm-
und Halsausschnitt. Erst im Mittelalter wurden erstmals an Hals- und Armausschnitten Bündchen angesetzt,
wodurch auch erstmals ein Kragen entstand. Allerdings wurde es – streng historisch gesehen – erst im Laufe
des 19. Jahrhunderts zum eigenständigen Obergewand für Herren, und auch die Damenbluse bürgerte sich zu
diesem Zeitraum ein.
Bis dahin wurden Hemden stets auf der Haut als Untergewandung (eben als Unterhemd für Männer oder
Unterkleid für Damen) getragen. Schließlich wurde die Damenbluse als eigenständiges Obergewand im Verlauf
des 19. Jahrhunderts zum festen Bestandteil der Damenmode. Da das Kleidungsstück sich demnach erst
diesseits der Neuzeit durchgesetzt hat, sind unsere Damenblusen zwar nicht als historisch authentisch zu
bezeichnen – dennoch aber hat es sich in der Mittelalterszene etabliert, Blusen als festen Bestandteil der
mittelalterlich inspirierten Damengewandung anzubieten.
Unsere historisierenden Blusen (/mittelalter-blusen) erweitern die Möglichkeiten der Frauenbekleidung, die
geschichtlich korrekter Weise nur aus langen Kleidern bestand, um Gewandungen aus Bluse und Rock.
Geschichtlich originalgetreuer als das Tragen einer Bluse als Obergewand ist es aber, ein Ensemble aus Bluse
und Rock als Untergewand zu nutzen, über welchen ein Obergewand angelegt wird. So wäre die Funktion als
Untergewand gewahrt. Insgesamt sind unsere Blusen für Burgfräulein, Schankweib, Hexe, Magd oder holde
Maid neben der Fertigung aus natürlichen Stoffen aber auch in ihren Schnittformen an die historisch
authentische mittelalterliche Gewandung angelehnt. Beispielsweise Schnürung, weite Ärmel, Schößchen oder
die Farbgebung entsprechen durchaus historischen Darstellungen von Gewandung im Mittelalter. Somit ist
unser Blusensortiment (/mittelalter-blusen) durchaus historisch inspiriert und mittelalterlichen Gewandung
nachempfunden – wenn auch ein Zeitreisender die Bluse an sich im historischen Mittelalter vergeblich suchen
würde.
Bruche Mittelalterliche Unterhose. Die Untergewandung der Herrn wie Damen bestand aus -> Hemd und Bruche.
Bruchen bestanden meist aus weißem Leinen- oder Baumwollmaterial. Die Länge der mittelalterlichen Bruche
konnte variieren, aber meistens endete sie oberhalb, unterhalb oder an den Knien. Typischerweise war die
Bruche weit geschnitten.
Bundhaube Die Bundhaube (/mittelalter-bundhaube-wenezlan.html) (auch „Coiffe“ oder „Hersenier“) ist eine mittelalterliche
Kopfbedeckung, die von Männern und auch Kindern aller gesellschaftlichen Schichten getragen wurde. Sie
zählen ab dem 13. Jahrhundert zu den beliebten Kleidungsstücken des Mittelalters. Die hier rekonstruierte
historische Bundhaube war ein zentrales Element der mittelalterlichen Herrentracht. Auf zahlreichen
überlieferten Bildquellen der Epoche sind Bundhauben dargestellt. Diese Mützenart wurde meist aus Leinen
hergestellt. Ein Charakteristikum der Bundhaube war, dass sie eng am Kopf anlag und unter dem Kinn durch
Binden xiert werden konnte. Die Bundhaube im Mittelalter konnte als eigenständige Kopfbedeckung
... (/mittelalter-bundhaube-wenezlan.html) getragen werden. Aber auch wurden mittelalterlichen Bundhauben als
Unterbekleidung (/mittelalter-kappe-reginbald-weiss-set.html) für sämtliche historische Kopfbedeckungen
gebraucht.
Coiffe -> Bundhaube
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Cotte Auch "Kotte". Von der Tunika und dem schlichten Kleid nicht ganz trennscharf abgrenzbares, kittelähnliches
Textil aus der Kategorie der Oberbekleidung. Wurde im Mittelalter von beiden Geschlechtern getragen. Wir
Sehr gut bieten bodenlange Cotten für Damen (/mittelalter-cotte-meliur.html) und Cotten für Herren (/mittelalter-tuniken-
5.00/5.00 und-cotten) an.
Chainse Eine schlichte weiße Untertunika, bzw. ein Untergewand (/wikinger-kleid-verandi.html), das aus der
altfranzösischen hö schen Literatur überliefert ist.

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Farben Ab dem Hochmittelalter waren bunte, auffallende Farben besonders beliebt. Besonders die hö sche Adelstracht
wurde ab dem 13. Jahrhundert immer farbenprächtiger gestaltet. Die Gewandung ärmerer
Bevölkerungsschichten zeichnete sich hingegen durch dunklere, gedeckte Farbgebung aus. Durch die Farbwahl
können also Gewandungen verschiedener gesellschaftlicher Schichten des Mittelalters realisiert werden.
Fibel Typisch für die Bekleidung im Mittelalter waren Gewandnadeln oder Fibeln, die aus Brosche und
Sicherungsnadel bestanden. Beide Geschlechter nutzten diese, um Gewänder zu xieren und zu drapieren. Wir
bieten deshalb auch eine einfache und authentische Ring bel aus Bronze (/mittelalter- bel-tyr-set.html) an, um
eine möglichst authentische Gewandung zu garantieren.
Glöckchen -> Schellen
Geren Keil- oder triangelförmige Stoffelemente, die seitlich in Kleidungsstücke mit langem Rock eingenäht wurden.
Diese Praxis aus dem mittelalterlichen Schneiderhandwerk dient dazu, das Volumen der Schnitte zu vergrößern.
Geren erlauben so auch einen größeren Bewegungsradius. Wir setzen diese Praxis in einigen unsere Schnitte
um. Beispielsweise unsere Cotte oder auch unsere seitlich geschlossenen Kutten (/mittelalter-kutte-
willehalm.html) weisen Geren auf. Diese und die aus der mittelalterlichen Schneiderpraxis stammenden seitlich
eingenähten Geren (triangelförmige Stoffelemente) geben Bewegungsfreiheit und Volumen. Eine große
Ansammlung von Geren bewirkt demnach ein weitfaltiges Kleidungsstück, wie zum Beispiel beim Schnitt
unseres zweifarbigen Rock (/mittelalter-rock-ginover.html) im -> mi-parti Stil erkennbar.
Gugel Die Gugeln (/mittelalter-gugel-aldrian.html) sind separat getragene Kapuzen mit überlangen Zipfeln (sog. ->
„Sendelbinden“). Sie waren zentrale Elemente der historischen mittelalterlichen Übergewandung. Zunächst
handelte es sich dabei um ein Kleidungsstück der niederen Stände, aber ab dem 14. Jahrhundert wurde die
Gugel auch beim Adel beliebt. Vor allem die von den Adeligen getragenen Kopfbedeckungen waren oft
farbenfroh gestaltet, wie auf bildlichen Darstellungen überliefert ist (z.B. Fresken auf Schloss Runkelstein).
Im Unterschied zu den heute geläu gen Kapuzen wurden sie im Mittelalter als eigenständiges,
schulterbedeckendes Kleidungsstück getragen. Ein weiteres Kennzeichen mittelalterlicher Gugeln ist, dass
diese stets eine Kragenpartie als Übergang von Schulterkleid und Kopfbedeckung aufwiesen. Dieses Halsteil
wurde über den Ausschnitt und der Schulterpartie angesetzt, wohingegen die modernen Kapuzen übergangslos
direkt am dazugehörigen Kleidungsstück angebracht sind. Durch einen großzügigen Schnitt des capeähnlichen
Schulterelements wurde Aufsetzen und Zurückschlagen der Gugel bequem ermöglicht. Insgesamt nden sich
diese Kennzeichen der historischen Kopfbedeckungen in unserer originalgetreuen Rekonstruktion von
mittelalterlichen Baumwoll-Gugeln (/mittelalter-gugel-aldrian.html) und Woll lz-Gugeln (/mittelalter-gugel-
dietleib.html) allesamt wieder.
Gürtel Gürtel gab es nachgewiesenermaßen schon in der Steinzeit. Das praktische Accessoire wird um die
Körpermitte getragen und kann mehrere Zwecke erfüllen: Entweder es hält rein funktional die Kleidung
zusammen und Sorgt für einen guten sitz der Gewänder. Oder aber ein Gürtel wird als dekoratives Zubehör
getragen, und dient somit als Schmuck. Gürtel waren ein fester Bestandteil der mittelalterlichen Bekleidung
beider Geschlechter. Die Hose bzw. Beinlinge der Herren sowie die Kleider der Damen wurden gegürtet. Denn
spätestens ab dem Hochmittelalter wurden körpernahe Silhouetten in der Mode beliebt.
So vertreiben wir auch ein für sämtliche Herrengewandungen passenden Baumwollstrick für Männer
(/mittelalter-guertel-herren). Adelige im Mittelalter trugen oft reich verzierte Prunkgürtel aus kostbaren
Materialien wie Leder, Seide oder Brokat, die reich mit Goldschmuck und Edelsteinen verziert waren. Angelehnt
... an diese Vorbilder bieten wir auch Prunkgürtel für Damen (/mittelalter-guertel-itonje.html) an, die reich und
detailgenau mit bunten Glassteinen bestickt sind. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, einen schlichten
Baumwollgürtel für Damen (/mittelalter-guertel-sangive.html) in diversen ansprechenden Farben bei uns zu
erwerben.
Käuferschutz
Haarbeutel -> Haube

Sehr gut
5.00/5.00

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Haube Im Mittelalter gab es verschiedene Kopfbedeckungen für Damen. Eine beliebte Variante war die Haube. Sie
wurde von Damen aller Stände getragen. Sie fungierten oft auch als Haarbeutel, in denen das gesamte
Haupthaar versteckt werden konnte. Die Haarbeutel von Edelfrauen wurden meist mit Wappenstickereien oder
Kostbarkeiten wie Edelsteinen oder Perlen verziert. Wir bieten Ihnen Hauben (/mittelalter-kopfbedeckungen-
damen) aus Baumwolle mit Leinenstruktur in verschiedenen Ausführungen. So führen wir beispielsweise eine
schlichte Damenhaube (/mittelalter-haube- orie.html). Aber auch eine Haube mit Schild (/mittelalter-haube-
lunete.html) nden Sie in unserem Angebot. Des Weiteren haben Sie auch die Möglichkeit, eine Damenhaube
mit Bändern (/mittelalter-haube-arnive.html) bei uns zu erwerben.
Hemd Beim Hemd (von indogermanisch rekonstruiert '*kem-' = „bedecken“, „verhüllen“; später althochdeutsch 'hemidi',
'hemithi'; schließlich mittelhochdeutsch 'hemede', 'hemde') handelt es sich um ein äußerst traditionsreiches
Kleidungsstück aus der ursprünglichen Kategorie der Unterwäsche, das es schon im Altertum gab. Vermutlich
entwickelte sich das Hemd aus der römischen Untertunika. Im Mittelalter wurde durch das mittelhochdeutsche
'hemde' zum einen das Unterkleid der Frau, und zum anderen das Unterhemd des Mannes bezeichnet. Die
ältesten bekannten Hemdrelikte und Abbildungen verfügten über einen reduzierten Schnitt: Es handelte sich um
helle, bodenlange Gewänder aus Leinen mit einfachen Arm- und Halsausschnitt. Erst im Mittelalter wurden an
Hals- und Armausschnitten Bündchen angesetzt, wodurch auch erstmals ein Kragen entstand. Allerdings wurde
es streng historisch gesehen erst im 19. Jahrhundert zum eigenständigen Obergewand. Bis dahin wurden
Hemden stets auf der Haut als Untergewand (eben als „Unterhemd“) getragen. So kleideten die Herren ihren
Oberkörper in Hemd und Tunika.
Im frühen Mittelalter reichte das Herrenhemd wahrscheinlich bis zu den Oberschenkeln, während es im 12. und
13. Jahrhundert mitunter bodenlang und seitlich geschlitzt sein konnte. Schließlich wurde das Hemd im 14.
Jahrhundert kürzer, da auch die Oberbekleidung verkürzt wurde. Über dem auf der Haut getragenem Hemd
wurde ein Obergewand, Tunika oder Cotte angelegt. Des Weiteren resultiert der vergrößerte Halsausschnitt bei
beiden Geschlechtern, der im späten Mittelalter in Mode kommt, in einer besonders aufwändigen Gestaltung
der Halspartie. Denn nun im 15. Jahrhundert wird das Hemd unter dem Obergewand durch die tiefe Decollage
sichtbar. Auch werden die Ärmel weit und ragen als Puffärmel oder mit Schlitzen aus dem Obergewand heraus.
Da sich das Herrenhemd als Obergewandung erst vollends im 19. Jahrhundert etabliert hat, ist unser
Hemdensortiment – sofern es als eigenständige Oberbekleidung getragen wird – historisch nicht vollkommen
authentisch. Aber als Untergewand unter Tunika, Wams und Skapulier hingegen wurde das Herrenhemd im
Mittelalter durchaus getragen. Auch nden sich kurze Hemden bereits im frühem Mittelalter: Der älteste
archäologische Nachweis eines kurzen Hemdes (Hemd von Skjoldehamn) stammt aus der Zeit um 1000. Vor
allem aus dem Spätmittelalter sind oft Darstellungen von kürzeren Hemden überliefert. Dabei handelt es sich
meist um hüftlange, weite Hemden mit angedeuteten Schlitzen auf den Seiten. Mittlerweile ist das Tragen eines
mittelalterlich wirkenden Ensembles aus Hemd und Hose aber eine populäre Gewandungsvariante (anstatt der
streng historischen, langen Herrengewänder und Gewandung aus Hose und Tuniken bzw. Skapulier), die
mittlerweile nicht mehr aus der Mittelalterszene wegzudenken ist. Lassen Sie sich von unserem breiten
Sortiment an historisierenden Hemden (/mittelalter-hemden) anregen!
Hersenier -> Bundhaube
Hose Bereits die -> Germanen trugen Hose wie aus archäologischen Funden (Thorsberg-Hose aus dem 4.
Jahrhundert) und zeitgenössischen Überlieferungen bekannt ist. Schon während der Völkerwanderungszeit und
... schließlich auch im Mittelalter wurden Hosen fester Bestandteil der Herrenbekleidung. Oft wurden diese
knieabwärts mit ->Wadenwickel getragen. Jedoch nur bis ca. 900 wurden in Europa auch Oberhosen getragen,
neben der Kombination von -> Bruche und -> Beinlingen. Beinlinge sind die mittelalterliche Variante der
klassischen Hose. Denn im 11. Jahrhundert wurden sie immer beliebter. Das resultierte darin, dass die
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klassische Hose von dem Strumpfpaar der Beinlinge verdrängt wurde. Erst im 15. Jahrhundert wurden dann
Beinkleider, die modernen Hosen ähnelten, beliebter. Dennoch hat es sich in der Gewandungsszene
Sehr gut eingebürgert, dass Herren als typisches Out t auch ein Ensemble von Hemd und historisierender Oberhose
5.00/5.00 tragen. Deshalb bieten auch wir ein großes Angebot an Hosen (/mittelalter-hosen-herren), das vom Mittelalter
inspiriert wurde.

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Kappe Die mittelalterliche Herrentracht wies verschiedene Kopfbedeckungen auf. Eine beliebte und weitverbreitete
Variante war eine Kappe, die hier realisiert wurde. Diese Kappen aus Filz oder Stroh wurden vor allem von den
unteren Ständen getragen. Diese Kopfbedeckungen sollten vor allem vor Kälte und Witterung schützen.
Meistens waren die Kappen der einfachen Landbevölkerung grau oder schwarz. Diese auch von uns
angebotene Kappenart (/mittelalter-kappe-machorel.html) ist ein typischer Klassiker der mittelalterlichen
Gewandung der einfachen Leute, die während der ganzen Epoche in gleicher Form getragen wurde.
Kapuze Kapuzen (/mittelalter-kapuze-biterolf.html) und -> Gugeln mit langen Zipfeln waren zentrale Elemente der
historischen mittelalterlichen Übergewandung. Sie sollten vor Wind und Wetter schützen. Im Unterschied zu den
heute geläu gen Kapuzen wurden beide im Mittelalter auch als eigenständige Kleidungsstücke getragen. Ein
weiteres Kennzeichen mittelalterlicher Gugeln und Kapuzen ist, dass diese stets eine Kragenpartie als Übergang
von Schulterkleid und Kopfbedeckung aufwiesen. Dieses Halsteil wurde über den Ausschnitt und der
Schulterpartie angesetzt, wohingegen die modernen Kapuzen übergangslos direkt am dazugehörigen
Kleidungsstück angebracht sind. Durch einen großzügigen Schnitt des capeähnlichen Schulterelements wurde
Aufsetzen und Zurückschlagen der Kapuze oder Gugel bequem ermöglicht. Insgesamt nden sich diese
Kennzeichen der historischen Kopfbedeckungen in unserer originalgetreuen Rekonstruktion (/mittelalter-
kapuze-biterolf.html) allesamt wieder.
Kleid Die Damenbekleidung bestand im Mittelalter aus einem oft schlichten Kleid, über dem ein Überkleid getragen
wurde, und darüber schließlich ein Mantel. Die Ärmel der Adelstracht waren meistens weit ausgestellt und
endeten nicht selten in Trompetenärmeln, während sozioökonomisch schwächer gestellte Frauen Kleider mit
geraden Ärmeln trugen. Die Damenkleider waren schon im Frühmittelalter immer knöchellang. Außerdem waren
ab dem Hochmittelalter bunte, auffallende -> Farben besonders beliebt. Des Weiteren war es festes Bestandteil
der mittelalterlichen Tracht der Frauen, eine -> Cotte oder ein Unterkleid zu tragen. Über diesem Untergewand
wurde stets ein Obergewand getragen – entweder ein -> Skapulier (der Überwurf) oder ein -> Surkot (das
Überkleid). Dadurch, dass das Oberkleid durch die Schnürung eng an den Körper angepasst werden konnte, war
ein -> Gürtel nicht mehr unbedingt notwendig, wurde dennoch oft aber als Schmuck unter der Brust oder auf
den Hüften getragen. Die Betonung der Figur durch körpernahe Schnitte oberhalb der Taille war seit dem
Hochmittelalter sehr beliebt. Wir führen ein vielfältiges Sortiment an authentischen Mittelalterkleidern
(/mittelalter-kleider).
Kutte Im Verlauf des Mittelalters wurden die bis an die Knöchel reichenden Mönchskutten kennzeichnend für die
klösterliche Tracht. Ab dem Frühmittelalter begannen sich zwischen weltlicher und geistiger Tracht große
Unterschiede herauszubilden. Angeregt durch die Reform Benedikts von Aniane im 9 Jahrhundert, wurde die
Kleidung des Klerus im Laufe des Mittelalters einheitlich. Die einzelnen geistlichen Orden wurden so an ihrer
Kleidung und deren Farbe erkennbar. Zum Beispiel trugen die Benediktinermönche vor allem Mönchskutten aus
schwarzer Schafwolle. Der Zisterzienser-Orden aber kleidete sich in helle, beige Wollkutten. Die Mönche trugen,
anders als die Bauern mit ihren kürzeren Tuniken, lange Kutten, oft darüber Übergewänder (->Skapuliere) und
weite Mäntel (->Umhang)>. Beides nden Sie neben dem großen Angebot an mittelalterlichen Kutten
(/mittelalter-kutten) auch in unserem Webshop.
Leibrock -> Tunika
Mi-Parti Beliebte und farbenfrohe Modeströmung der hö schen Welt des Mittelalters. Zeitlich ist sie ab dem 12.
Jahrhundert bis zur Epochenschwelle zur Frühen Neuzeit zu verordnen. 'Mi-parti' kommt aus dem
... Französischem und bedeutet "halb geteilt". Demnach zeichnet sich dieser Still durch die vertikale Anordnung
zwei verschiedener Farben auf einem Kleidungsstück - sei es Kleid, Tunika, Waffenrock oder Hose. Sie nden in
unserem Angebot diverse mittelalterliche Gewänder im mi-parti Stil, so zum Beispiel einen -> Waffenrock
(/mittelalter-waffenrock-schrit.html), ein Kleid (/mittelalter-kleid-liebgart.html) oder einen Rock (/mittelalter-
Käuferschutz
rock-ginover.html).
Mittelalter Die Epochenbezeichnung „Mittelalter" umspannt die europäische Geschichte zwischen Antike und Neuzeit. Es
Sehr gut gibt unterschiedliche Ansätze zur genauen Datierung dieser Ära. Grob umrissen wird aber auf jeden Fall die
5.00/5.00 Zeitspanne zwischen 6. und 15. Jahrhundert unserer Zeitrechnung.

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Pelerine Pelerinen (/mittelalter-pelerine-laurin.html) sind capeähnliche, halblange Schulterumhänge aus der Kategorie
der Übergewänder. Der Begriff „Pelerine“ kommt vom lateinischen 'peregrina', was zunächst so viel wie
„Fremde“ bedeutet, im Mittelalter entwickelt sich aber zusätzlich die Nebenbedeutung „Pilgermantel“. Denn
frontal offene, ärmellose Kurzumhänge, die Pelerinen, waren fester Bestandteil der Gewandung der Pilger auf
dem Jakobsweg, woher auch die Wortbedeutung stammt. Die älteste überlieferte Abbildung von Jakobspilgern
mit Pelerinen stammt aus dem 12. Jahrhundert. Aber nicht nur für Wallfahrer, sondern auch für alle übrigen
Reisende bot das historische Kleidungsstück, dass über dem Mantel getragen wurde, Schutz vor Kälte,
Witterung und Umweltein üssen. Diese Ursprünge als von traditionell von mittelalterlichen Wallfahrern
getragenes weites Schultercape aus Stoff oder Leder inspirierten auch den Bereich des Habits der katholischen
Geistlichen, denn dort wird ein ähnliches Kleidungselement immer noch genutzt, die sog. 'Pellegrina'.
Pluderhose Die mittelalterliche Pluderhose (/pumphosen-aladinhosen-pluderhosen) ist kennzeichnend für das
Spätmittelalter. Denn angeregt durch die bunten, exzentrischen Pumphosen der Landsknechte (/landsknecht-
mittelalter-kostuem) etablierten sich die Pluderhosen ab ca. 1500 auch bei breiteren Bevölkerungsschichten.
Aber bereits seit dem 10. Jahrhundert gibt es Modeströmungen, die weit faltige, pludrige Hosen beinhalten.
Eine Pluderhose bestand idealerweise aus einem Stück Stoff um die 200 Ellen Länge. Da diese Stoffmengen
kostenintensiv waren, war es gängige Praxis unter den ärmeren Zeitgenossen sich eine übergroße Hose
schneidern zu lassen und diese dann auszustopfen, um den pludernden Effekt zu erzielen. Besonders der
Klerus verurteilte die Pumphosen 15. Jahrhundert als unzüchtig, lasterhaft und teu isch. Nicht nur die
Geistlichkeit, sondern auch Stände und Adel verhängten zunächst mitunter Strafen und Vorschriften gegen die
Pumphose. So regulierte der Rat von Braunschweig 1579 den Stoffverbrauch der Hosen auf nur 12 Ellen und
der brandenburgische Kurfürst Joachim II. verbot die Pumphose, was aber die Beliebtheit des Hosenschnitts im
Spätmittelalter nicht eindämmen konnte.
Rock Im Verlauf des Mittelalters entwickelte sich die Damenmode dahingehend die Figur zu betonen. Durch enge
Mieder wurde der Oberkörper in Szene gesetzt, und die Taille wurde durch weite, faltige Röcke optisch
hervorgehoben. Schon im Frühmittelalter bestand die allgemeine Damentracht aus langen Gewändern mit
Röcken, die oft durch dekorativ verzierte Gürtel zusammengehalten wurden. Die Röcke der Kleider waren sehr
lange und reichten bis zum Knöchel. Selbstverständlich ist aus historischer Sicht darauf hinzuweisen, dass die
Kombination von Rock und Bluse das klassische Damenkleid erst im 19. Jahrhundert ablöste. Dennoch hat es
sich in der mittelalterlich inspirierten Gewandungsszene für Damen durchgesetzt, mittunter auch Röcke zu
tragen. So wird die traditionell aus Kleidern bestehende Damenbekleidung um ein weiteres Gewand erweitert.
Selbstverständlich können Röcke auch hervorragend als Teil der Übergewandung auf einem schlichten
Unterkleid oder der -> Cotte getragen werden, wodurch sich wiederum ein deutlicherer Geschichtsbezug ergibt.
Wir empfehlen unsere historisierenden Röcke aus reiner Baumwolle (/mittelalter-roecke-und-schuerzen).
Rundkappe Typische Kopfbedeckung der historischen Wikingertracht. In der Fundstätte Birka lassen sich mehrere
verschiedene Kopfbedeckungen der Männertracht der Wikinger nachweisen. Mützen, Hüte und Kappen waren
fest verankert in der Herrenbekleidung der Wikinger. Eng anliegende Kappen wie diese auch von uns realisierte
Kopfbedeckung (/wikinger-kappe-fafnir.html) ndet man des Weiteren auf zahlreichen überlieferten Bildquellen
des Wikingerkulturkreises, wie z.B. bei den Schnitzereien des Schiffsbegräbnis von Oseberg aus dem 9.
Jahrhundert.
Schellen Im Hochmittelalter wurde es sehr beliebt, Kleidung mit Schellen und Glöckchen zu versehen. Besonders am
... Gürtel oder an einem um die Schulter hängendem Band, aber auch an den Sendebinden, den langen Zipfeln der
Gugeln wurden Schellen angebracht. Die akustischen Signale dieser Gewandung verkündeten jede Bewegung
des Trägers. Diese Aufwertung der historischen Bekleidung wurde von Damen wie Herren vorgenommen.
Ursprünglich entsprang das Tragen von Schellen an der Bekleidung der hö schen Adelswelt, bis schließlich
Käuferschutz
diese Gewohnheit im 15. Jahrhundert auch vom Bürgertum übernommen wurde. Werden auch Sie selbst kreativ
und individualisieren Sie Ihre historische Gewandung, indem Sie einige unserer Glöckchen (/wikinger-kappe-
Sehr gut fafnir.html) an Umhängen, Kleidern, usw. annähen.
5.00/5.00

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Sendelbinde Die überlangen Zipfel der mittelalterlichen -> Gugeln. Dies waren Kapuzen mit capeartigen Schulterkleidern, die
als eigenständige Kleidungsstücke getragen wurden. Im Französischen Raum auch 'Cornettes' genannt, womit
aber auch Zipfeln an den Ärmeln bezeichnet werden konnten. Auf Englisch spricht man von der 'Liripipe'. Im
Hochmittelalter wurden die Selndelbinden mitunter so lange, dass man sie sich mehrmals um den Hals
schlingen konnte. Die Sendelbinden der Adelsgugeln wurden mitunter mit Kostbarkeiten wie Edelsteinen und
Perlen verziert, oder mit Wahlsprüchen geschmückt. Oft wurden an der Sendelbinde -> Schellen und Glöckchen
befestigt.
Skapulier Das Skapulier (von lat. 'scapularium' = „Schulterkleid“) ist ein mittelalterliches Kleidungsstück, das zu den
Übergewändern zählt. Es ist ein Überwurf, der von der weltlichen Bevölkerung über dem Gewand, bei Geistlichen
als Teil der Ordenstracht über Tuniken und Kutten getragen wurde. Beispielsweise war das Skapulier fester
Bestandteil des Habits der Karmeliter, die 1180 gestiftet wurden, neben vielen weiteren Orden. Dennoch ist der
ärmellose Überhang nicht nur Bestandteil der Bekleidung des Klerus, sondern wird im Mittelalter auch von
breiteren Bevölkerungsschichten getragen. Seiner Form nach besteht ein Skapulier aus zwei körperlangen
Stoffstreifen, welche über Brust und Rücken getragen werden.
Anstatt von Ärmeln hat das Skapulier durch seinen Schnitt bedingte einfache Armschlitze. Darüber hinaus
konnte eine Kapuze Element des Überwurfs sein, musste aber nicht unbedingt integriert sein. Im Allgemeinen
bestand die mittelalterliche Herren- und auch Damenbekleidung stets aus Untergewändern, über denen
Oberbekleidung (wie das Skapulier) getragen wurde. Ein a href="/mittelalter-skapuliere" title="Mittelalter
Skapulier">Herrenskapulier lässt sich beispielsweise hervorragend mit einem Ensemble aus Hose und Tunika,
bzw. Hemd kombinieren. Ein Skapulier für Damen (/mittelalter-umhaenge-und-skapuliere-damen) kann bestens
mit einem Kleid oder Rock mit Bluse getragen werden.
Sorket -> Surkot
Surkot Wird auch Sorket oder Surcote genannt. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Französischem und bedeutet
so viel wie "über ('sur') der -> Cotte ('cote') getragen". Hierbei handelt es sich um einen Oberbegriff für
mittelalterliche Damenüberkleider. Diese Bezeichnung wird ab dem späten 12. Jahrhundert bis ins 14.
Jahrhundert hinein verwendet. Im Mittelalter wurde über dem Damenuntergewand, der -> Cotte oder dem ->
Kleid, stets ein Obergewand getragen. Im Mittelhochdeutschen bezeichnete man diesen Oberrock nicht nur als
'surkôt', sondern auch als 'suckenîe' oder 'suggenîe'. Im Verlauf des 14. Jahrhundert werden dann ärmellose
Surkots populär, deren Armlöcher immer tiefer, bis schließlich zu den Hüften, ausgeschnitten wurden. Diese
ärmellosen Surkots wurden bis ins 16. Jahrhundert hinein vor allem von adeligen Damen getragen. Wir bieten
authentische mittelalterliche Surkots (/mittelalter-kleider) in -> Baumwolle oder Filz aus -> Wolle an.
Tunika Auch „Leibrock" genannt. Der Begriff wurde aus dem Lateinischen ins Deutsche entlehnt. Bei Tuniken handelt es
sich um T-förmige und traditionsreiche Kleidungstücke. Insgesamt sind Tuniken einfach geschneiderte Textilien
mit Ärmeln. Die Tunika war das typische Kleidungsstück der mittelalterlichen Herrenbekleidung. Bereits im
Frühmittelalter bestand die durchschnittliche Volkstracht für Herren bei keltischen, germanischen und
slawischen Volksstämmen aus Leibrock mit langen Ärmeln, Hose sowie Mantel. Bis hinein ins Hochmittelalter
trug man weite und meist lange, oberhalb der Hüften durch einen Gürtel zusammengehaltene Tunika.
Schon vor dem 11. Jahrhundert wird die im Frühmittelalter noch kürzere Tunika vor allem des Adels und
Bürgertums immer länger, bis man die Tunika schließlich bis an die Knöchel trägt. Dadurch wird die
Männermode der Damenbekleidung so ähnlich, dass beide Geschlechter innerhalb der hö schen Kreise sich im
... Kleidungsstil stark ähneln, wie überlieferte Darstellungen z.B. der Manessischen Liederhandschrift zeigen. Die
Bauern trugen durch das gesamt Mittelalter bis zum Knie reichende Tuniken. Der Leibrock war besonders bei
den im landwirtschaftlichen Bereich tätigen Herren an den Seiten geschlitzt, um genügend Bewegungsfreiraum
zu bieten. In der hö schen Tracht des Adels wurden die Oberkleider seit dem 13. Jahrhundert immer
Käuferschutz
farbenprächtiger gestaltet. Die Kleidung der im landwirtschaftlichen Sektor tätigen Bevölkerungsschichten
zeichnete sich hingegen durch dunklere Farben aus. Bei uns nden Sie ein breites Angebot an authentischen
Sehr gut Mittelaltertuniken (/mittelalter-tuniken-und-cotten).
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Umhang Umhänge und Mäntel zählen zu den ältesten Kleidungsstücken der menschlichen Kulturgeschichte. Das
früheste erhaltene archäologische Textilrelikt eines Mantels ist bereits 5000 Jahre alt und gehörte zum Fund
der Gletschermumie Ötzi. Doch nicht nur in der Steinzeit, auch in darauffolgenden Epochen war der Mantel
fester Bestandteil der Kleidung. So auch im Mittelalter, wo er von beiden Geschlechtern als Schutz vor Kälte und
Witterung genutzt wurde und zur allgemeinen Tracht gehörte. Aus dem Kulturkreis der Wikinger zeugen Funde
davon, dass deren Mäntel oft mit Fibeln verschlossen wurden. Weitere mittelalterliche Funde in Finnland weisen
nach, dass es auch Ausführungen des Umhangs gab, die mit Bändern oder Schnüren xiert wurden. Zur Form
ist festzuhalten, dass frühmittelalterliche Relikte oft einfache Rechteckmäntel darstellen. Ein anderer
archäologisch veri zierter Manteltypus, der auch in vielen bildlichen Darstellungen wie Plastik oder
Handschriften überliefert wurde, ist der Halbkreismantel. Beispielsweise die Stifter guren Ekkehart und Uta am
Naumburger Dom aus dem 13. Jahrhundert sind mit Halbkreismänteln dargestellt, die Bänder als Verschlüsse
haben. Bei dieser Variante des historischen Umhangs handelt es sich um eines der bekanntesten Elemente der
Mittelaltergewandung. Die Halbkreismäntel des Mittelalters waren stets bodenlang und wurden auf der Brust
mit Fibeln oder Bändern verschlossen. In der zeitgenössischen Literatur wurde dieses Kleidungsstück oft als
'lang' und 'wît' geschildert – die Adjektive „lang“ und „weit“ deuten auf großes Volumen und Länge des
Kleidungsstückes hin. Es ist darüber hinaus gesichert, dass der Halbkreismantel bereits im Frühmittelalter ab
ca. 680 Verwendung fand (Relikt des Mantels der Königin Bathilde). Demnach wird also seit dem späten 7.
Jahrhundert die halbkreisförmige Mantelform als Alternative zur bis dahin genutzten rechteckigen Variante
getragen. Bis zum Spätmittelalter erfreut sich der Halbkreismantel großer Beliebtheit. Ferner ist auch
überliefert, dass in der Epoche auch Umhänge getragen wurden, die über eine integrierte Kapuze verfügten.
Besonders wurden diese Kapuzenmäntel für Reisen genutzt. Wir führen ein großes Sortiment an
mittelalterlichen Umhängen (/mittelalter-umhaenge-herren).
Unterwäsche -> Hemd , -> Beinling, -> Bruche
Wadenwickel Auch „Beinwickel" genannt. Ein kunsthistorisches Artefakt, das historische Beinwickel dokumentiert, ist der
Oseberg-Teppich. Er zeigt eine weite, bis über die Knie pludernde Pumphose, welche aber an den
Unterschenkeln bis zum Knöchel eng am Bein anlag, was durch Wadenbinden oder Strümpfe erzielt wurde.
Auch beispielsweise unter den Haithabu-Relikten aus dem 10. Jahrhundert be nden sich Überreste dieser
Beinkleidung. Somit gilt dieses am Oberschenkel großzügig geschnittene und am Unterschenkel durch
Wickelung eng anliegende Modell als kennzeichnend für die Herrenbekleidung der Wikinger. Aber nicht nur für
die Wikingertracht ist die Umhüllung der Beine mit Stoffstreifen charakteristisch, sondern auch für das gesamte
Mittelalter. Beispielsweise auf ottonischen Buchmalereien ndet sich die Darstellung einer Gewandung aus
Tunika und Wadenwickeln. Zahlreiche archäologische Relikte (Wadenbinden sowie Schnallen und Riemen zur
Befestigung) und Abbildungen zeugen hiervon. Hauptsächlich waren Wadenbinden Männerbekleidung, doch es
gibt auch bildliche Darstellungen aus dem England der Angeln und Sachsen, auf denen Frauen Wadenwickel
tragen. Die ältesten Funde von Wadenwickeln im Gebiet des heutigen Deutschlands stammen aus dem 3. oder
4. Jahrhundert, die jüngsten aus dem 10. Jahrhundert. Um Ihnen eine authentische Gewandung bieten zu
kkönnen, bieten wir auch mittelalterliche Wadenwickel (/mittelalter-wadenwickel-balder-woll lz-set.html) an.
Waffenrock Das ritterliche Waffenkleid (auch „Wappenkleid“, „Wappenrock“, „Waffenrock“) diente primär zur heraldischen
Identi kation des Trägers, den auf diesem Kleidungsstück wurde das Wappen des Trägers abgebildet. Dieses
historische Kleidungsstück zählte zu den Obergewändern. Es war ärmellos und kleidförmig, ferner wurde es oft
... aus Leinen angefertigt. Waffenröcke wurden über dem Harnisch getragen. Diese militärische Gewandung
entwickelte sich im 12. Jahrhundert im Verlauf der Kreuzzüge. Doch bis weit nach den Kreuzzügen war es
gebräuchlich, als Ritter über dem Panzerhemd und der Rüstung das lange Obergewand des Waffenrocks zu
tragen. Zunächst war der Waffenrock einfarbig, doch etwa ab 1300 wird er mit Wappen und Farben verziert. Der
Käuferschutz
Waffenrock (mittelhochdeutsch 'wâpenroc') war im Mittelalter lediglich dem bewaffneten Adel, den Rittern,
vorbehalten. Hier gelangen Sie zu unserem Sortiment an authentischen mittelalterlichen Waffenröcken
Sehr gut (/mittelalter-waffenroecke).
5.00/5.00

https://www.mittelalterliche-kleidung.com/gewandungen-glossar 8/9
29/5/2021 Glossar für mittelalterliche Gewaundungen

Wams Die Wämser (/mittelalter-maentel-und-wams) sind mittelalterliche Vorstufen unserer heutigen Jacken und
Westen. Im Mittelalter waren Wämser seit dem 13. und 14. Jahrhundert fester Bestandteil der
Herrenbekleidung. Ursprünglich entwickelten sie sich aus dicken Jacken ähnelnden Kleidungsstücken, die
fränkische Ritter im 12. Jahrhundert zur Polsterung unter ihrem Harnisch trugen. Bis etwa 1300 war das Wams
ein Untergewand, über dem stets ein Überrock, bzw. eine Tunika getragen wurde. Von da an aber entwickelte es
sich im Verlauf des 14. Jahrhundert zum selbstständigen Kleidungsstück der Herren-Oberbekleidung. Ende des
15 Jahrhunderts schließlich galt das bis zur Taille reichende Wams als signi kantester Teil der historischen
Herrentracht.
Wappenrock -> Waffenrock

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Käuferschutz

Sehr gut
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https://www.mittelalterliche-kleidung.com/gewandungen-glossar 9/9