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Dem hier abgebildeten Diagramm kann man die Pestizidrückstände in konventionell und ökologisch

erzeugten Produkten entnehmen. Es wird unter „ohne Rückstände“, „mit Rückständen unter dem
Höchstwert“ und „mit Rückständen über dem Höchstwert“ unterschieden. Es sind die Lebensmittel
Getreide, LM tierischen Ursprungs, Obst, Gemüse und andere pflanzliche LM, verarbeitete LM und
Säuglings- und Leinkindernahrung abgebildet.

Es fällt auf, dass Säuglings- und Kleinkindernahrung zu knapp 90% in konventionell und 87% in
ökologisch erzeugten Produkten keine Rückstände enthält.

In konventioneller Herstellung haben Obst, Gemüse und Co mit 35% den kleinsten Anteil an
Produkten ohne Pestizidrückständen. Aus ökologischer Produktion entstehen dahingegen mehr als
doppelt so viele Produkte ohne Rückstände.

Lebensmittel tierischen Ursprungs haben zwar, je nachdem aus welcher Herstellung, einen Anteil von
70 bis knapp 80% ohne Rückstände. Dafür ist der Anteil an Pestizidrückständen bei LM tierischen
Ursprungs ökologischer Erzeugung, die über dem Höchstwert liegen, von allen aufgezählten
Kategorien mit ca. 4% am höchsten.

Zusammenfassung 2019:

 Der Bericht zeigt die Ergebnisse der Untersuchungen von LM auf Pestizidrückstände im Jahr
2019. Bei den Untersuchungen wurden entsprechend der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 die
Einhaltung der Rechtsvorschriften kontrolliert, sowie Analysen für die Abschätzung der
Verbraucherexposition für die Abschätzung der Verbraucherexposition durchgeführt.
 Es wurden 20.283 Lebensmittelproben in 19 amtlichen Laboratorien der 16 Länder auf das
Vorkommen von Pestizidrückständen untersucht. Um repräsentative Aussagen über die
Verbraucherexposition treffen zu können, wurden 5.858 dieser Proben zufallsverteilt im
Rahmen des Monitorings genommen. Bei 14.425 Proben wurde der Fokus auf LM gerichtet,
die erfahrungsgemäß ein höheres Risiko mit häufigen Überschreitungen aufweisen. Dies ist
der Grund, weswegen die Ergebnisse keinen Rückschluss auf die Belastung der Gesamtheit
der auf dem Markt befindlichen LM erlaubt.
 Für die Berichterstattung an die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und
die Europäische Kommission werden die Proben in anderer Weise, nämlich in "surveillance
samples" und "follow-up enforcement samples" unterteilt. Als "surveillance"-Proben
bezeichnet man dabei die Plan- und die Monitoring-Proben, während Verdachts-,
Beschwerde- und Verfolgsproben unter der Bezeichnung "follow-up enforcement"-Proben
zusammengefasst werden.
 Von den 20.283 Proben des Berichtsjahres fallen insgesamt 19.898 Proben in die Kategorie
"surveillance" und 385 Proben in die Kategorie „follow-up enforcement“. Im Jahr 2019
wurden 1.916 Proben im Rahmen des mehrjährigen koordinierten Kontrollprogramms der
Union untersucht. Sie waren Teil der insgesamt 20.283 Proben.