Sie sind auf Seite 1von 11

Volksmärchen:

1.Was bedeutet Märchen? Wie kann man Märchen definieren? Ist es ein klarer Begriff? Warum
ja/nein?

 Märchen ist "fiktionale, kürzere Prosaerzählung, die auf einen als volkstümlich angesehenen
Motivkatalog zurückgreift"
 drei Typen des Märchens: Volksmärchen, Kunstmärchen und Buchmärchen
 Märchen haben Merkmale die zum Teil auch für Sagen und Legenden charakteristisch, im
Unterschied zu den Sagen und Legenden, beziehen sich jedoch Märchen auf keine
bestimmten historischen/geographischen Tatsachen

2.Welche Merkmale hat das Volksmärchen?

Merkmale eines idealen Volksmärchens:

 Anonymität
 Naivität
 Oralität (mündlich überliefert)
 Ahistorizität
 stereotypes Erzählen
 Volkstümlichkeit
 unbestimmbares, hohes Alter
 Unterhaltungscharakter und Zweckfreiheit
 gleichzeitig aber: variantenreiches Erzählen (im Rahmen eines kulturspezifisches
Motivkatalogs)

Zusätzlich wenn man mit einem Zaubermärchen zu tun hat auch:

 das Wunderbare
 die Wunscherfüllung

3.Was sind Buchmärchen?

 Buchmärchen: "schriftlich fixierte, in der Regel literarisierte Erzählungen", die so gestaltet


werden, dass sie den Erwartungen "was ein Volksmärchen ist" entsprechen
 die uns bekannten Sammlungen, die als „Volksmärchen“ gelten – sind tatsächlich
„Buchmärchen“

4.Was vermutet man über Entstehung der Märchen?

Es gibt 3 Hypothesen über die Entstehung der Märchen:

1. Erbe - (vermutlich falsch) indoeuropäische Sprachgemeinschaft konnte auch gemeinsame Kultur,


also gemeinsame (mündliche) Literatur haben

2. Diffusion - (zum Teil richtig) Märchen wanderten mit den Menschen durch die Welt und wurden
von verschiedenen Kulturen bearbeitet
3. Polygenese - (am glaubwürdigsten) Märchen sind in jedem Kulturkreis separat entstanden – sie
sind ähnlich, weil menschliche Erfahrungen überall ähnlich sind

5.Lüthis Phänomenologie

Wesen/Inhalt des Märchens wird beschrieben

 Eindimensionalität-
 Flächenhaftigkeit- das Märchen ist ohne “Tiefengliederung”. Die Figuren sind ohne
Innenwelt und ohne Umwelt, nichts wird realistisch, plastisch geschildert
 Abstrakter Stil -die Wirklichkeitsferne. Alles wird nur umrißhaft gestaltet (auch Figuren), es
wird nicht psychologisiert
 Isolation und Allverbundenheit - nichts scheint sich kausal aus einem anderem zu entwickeln.
Gerade deswegen kann sich alles mit allem verbinden, auch das isollierte
 Sublimation und Welthaftigkeit
 Moral

6. Propps Morphologie

Struktur des Märchens wird beschrieben

 3 Sequenzen:
 3 Haupteile des Märchens
 Was in den Sequenzen passiert, wird durch die Funktionen charakterisiert
(1. Vorbereitungssequenz 2. Erste Sequenz 3. Zweite Sequenz)
 31 Funktionen
 Elemente der Handlung, die für jedes Märchen typisch sind
 nicht alle finden wir in jedem Märchen, aber die Reihenfolge ist nach Propp immer gleich
(Beispiele: Verbot, Abfahrt, Täuschung, Kampf)
 7 Figuren
 Held
 Gegenspieler
 Schenker
 Helfer
 Zarentochter (und ihr Vater)
 Sender
 Falscher Held

7.Was bedeutet Gattung Grimm?

Grimms Märchen nennt man volkstümlich die berühmte Sammlung Kinder- und Hausmärchen, in der
Forschungsliteratur auch als KHM abgekürzt, die Jacob und Wilhelm Grimm, genannt die Brüder
Grimm, von 1812 bis 1858 herausgaben.
Kunstmärchen
1.Ist Kunstmärchen ein klarer Begriff? Warum ja/nein?

Heute wird das Kunstmärchen zur Individualliteratur gerechnet, geschaffen von einzelnen Dichtern
und genau fixiert. In früheren Kulturen wurde die aus dem Volksmärchen hervorgegangene aber
zunächst nicht eigenständige Gattung durch Auswendiglernen überliefert.

Das Wort Kunstmärchen ist kein Wertbegriff.

Zum einen bezeichnet es künstlerische Leistungen von hohem Rang, auf der anderen Seite aber
auch einfältige Erfindungen einer Phantasie. Der Schöpfer eines Kunstmärchens kann sich eng an
ein vom Volksmärchen vertrautes Schema halten oder völlig frei phantastische
Wundergeschichten fabulieren.

Alles in allem setzen die Kunstmärchenautoren als individuelle Verfasser literarischer Märchen das
anonyme, mündlich erzählte Volksmärchen voraus.

Allerdings bleibt die Vorstellung des Übernatürlich-Wunderbaren oder zumindest des Unwirklichen
mit dem Märchen verbunden.

2.Volksmärchen und Kunstmärchen –Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Gemeinsamkeiten:

Kunstmärchen sind "Interpretationen des Volksmärchen-Musters", "Aktualisierung des


Volksmärchens", gleichzeitig jedoch haben sie eigene literarische Tradition

Unterschiede:

Volksmärchen - anonym, mündlich tradiert / hat eine bestimmte literarische Form, ein Muster

Kunstmärchen - haben einen bestimmten Autor, sind als schriftliche Formen entstanden / hat keine
bestimmte Form: am wichtigsten im Kunstmärchen ist, dass "die Wünsche erfüllt werden" - das
hängt von der literarischen Form nicht ab, man kann es also "auch in Dramen und Gedichten, im Film
oder im Roman" finden

3.Definition/Merkmale des Kunstmärchens

 "kürzere Prosaerzählung wunderbaren Inhalts, die sich für den Leser erkennbar an ein
bekanntes Modell des Märchens anlehnt"
 eigentliche Geschichte des europäischen Kunstmärchens beginnt im 17. Jhd., des deutschen
– im 18. Jhd.
 Höhepunkt des deutschen Kunstmärchens: Romantik
 „Höhepunkt des Höhepunkts“: E.T.A. Hoffmann
 "DAS Kunstmärchen gibt es nicht!“
 einzige Möglichkeit, das KM zu „definieren“: eine Liste seiner Merkmale zu schaffen:
 1. KM bearbeitet das Volksmärchen: Volksmärchen wird psychologisiert und literarisiert
 2. KM überschreitet die Gattungsgrenzen: es gibt KM-Romane, KM-Stücke, KM-Gedichte, KM-
Komödien, KM-Grotesken...
 3. KM sind keine einfache Literatur, sie chiffrieren ihre Botschaft und "wollen studiert
werden"
 4. KM haben ein Ziel, "Wirklichkeit zu deuten"
 5. KM ist nicht so naiv wie das VM. KM ist skeptisch der Wirklichkeit gegenüber (manchmal
kommentiert es symbolisch ein gesellschaftliches Problem), es hat oft kein glückliches Ende
 6. "Formprägend" für das KM ist die Behandlung des Wunderbaren

Kurze Geschichte

Deutsche KM wird inspiriert von (u. A)

 Italienische Märchen
 Französische Märchen
 Tausendundeine Nacht
 Grimms Sammlung

Streit um das Märchen

 Gottsched und die Schweizer


 Ch. M czy to W jest nw Wieland,, Don Salvio’’- Märchenwahn

4.Deutschsprachige Kunstmärchen-Autoren (5 Namen und Werke)

Die wichtigsten Märchenautoren:

1. J.K.A. Musäus: "Volksmährchen der Deutschen"

2. J.W. Goethe: "Das Märchen aus den Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten"

"Der neue Paris"

"Die neue Melusine"

3. Ludwig Tieck: "Der blonde Eckbert"

"Der Runenberg"

4. Wilhelm Heinrich Wackenroder: "Ein wunderbares morgenländisches Märchen von einem nackten
Heiligen“

5. Adalbert von Chamisso: "Peter Schlemihls wundersame Geschichten"

6. Clemens Brentano: "Italienische Märchen" (nach Basile)

7. E.T.A. Hoffmann: "Der goldene Topf"

"Nussknacker und Mäusekönig”

8. Wilhelm Hauff: "Das kalte Herz"

"Der Zwerg Nase"

9. Ludwig Bechstein: "Deutsches Märchenbuch"


10. Robert Musil: "Drei Frauen"

11. Ödön von Horváth: "Sportmärchen"

12. Alfred Döblin: "Kleines Märchen“

Phantastische Literatur
1.Ist „phantastische Literatur” ein klarer Begriff? Warum ja/nein?

Tutaj na pewno będzie ze nie jest klarer bo zalezy ale zaraz to sprobuje ogarnac chyba ze ktos ma
wizje

"Fantastic", also phantastisch, wäre demnach schlichtweg das Adjektiv zu "fantasy" und das
Gegenteil von "real".Generell muss betont werden, dass es keine einheitliche und feste Bedeutung
der Begriffe Phantastik, Phantastisches oder phantastische Literatur gibt, sondern nur einen
Minimalkonsens. Es kann aber grundsätzlich von zwei Hauptansätzen ausgegangen werden. Zum
einen wird die phantastische Literatur als Gattung definiert, wobei meist nur Texte bis zum Beginn
dieses Jahrhunderts mit inbegriffen sind, zum anderen wird das Phantastische als Struktur oder Typus
gesehen, also in verschiedenen Gattungen vorkommend und demnach auf alle Texte mit
nichtrealistischen Mitteln zutreffend.

2.Welche Definierungsversuche der phantastischen Literatur können Sie nennen?

1. Typisierungsversuch: Literaturwissenschaftliche Teilung

Das Phantastische (literarische ) Phantastische Fantasy


Phantastik Literatur
 Literarisches Literatur, in der Subgattung der Subgattung der
Stilmittel das Phantastische literarischen phantstischer
 Unwahrscheinliche dominiert Phantastik Literatur- detaillierte
 unmögliche ZB Märchen, Dargestellt werden Weltbildung
Ereignisse,Gegenstän Schauerroman, zwei Weltordnungen ( Landkarten,
de, Handlungen, Anti-Utopie, Sprachen...)
Figuren Science Fiction archaisierende
Darstellungsweise,
Keine Moderne
Technik,
Heldengeschichten
2. Typisierungsversuch: Theorie von der Primär- und der Sekundärwelt (M. Nikolajeva)

THEORIE VON ZWEI WELTEN

PRIMÄRWELT Sekundär
Real-fiktive Welt phantastische Anderswelt

WIE KOMMEN DIESE WELTEN IN VERBINDUNG MITEINANDER?


Implizierte, sekundäre Welt Handlungsort ist die real-fiktive Welt, aber
etwas Phantastisches tritt auf (Geist?
Prophezeiung?)
Offene, sekundäre Welt Beide Welten als Handlungsorten, ein Übergang
zwischen den beiden ist möglich (Portal?)
Geschlossene sekundäre Welt Handlungsort ist die phantastische Außerwelt,
zur Primärwelt gehört der Leser

3. Typisierungsversuch: Wie wird das Phantastische wahrgenommen? (J. Todorov)

Phantastisch- Unvermischt Phantastisch- Unvermischt


Unheimliches Unheimliches Wunderbares Wunderbares
etwas etwas etwas etwas
Übernatürliches Unheimliches, Übernatürliches Übernatürliches
geschieht – entlarvt Beunruhigendes wird als übernatürlich geschieht
sich aber als etwas passiert – es wird anerkannt – aber der tatsächlich
Gewöhnliches (z.B. nicht erklärt, ob es Leser kann immer
Kriminelles) tatsächlich etwas noch daran zweifeln
Übernatürliches oder
Reales war

4. Deutschsprachige Phantastik (zwei auserwählte Typen als Beispiele)

 Klassische Phantastik

Zwischen phantastischer Unentschledenhelt und >Riss<

 Wunderbare Gegenwelten

Fantasy, Science Fiction, Märchenromane, Alternativhistorien


Beispiele:

E. T. A. Hoffmann (1776–1822): Der goldene Topf

Theodor Storm (1817–1888): Der Schimmelreiter

3. Welche Nachbargattungen der phantastischen Literatur kennen Sie? Was ist für diese Gattungen
charakteristisch?

Literaturwissenschaftliche Teilung:

das Phantastische (literarische) phantastische Fantasy


Phantastik Literatur
literarisches Stillmittel: Literatur, in der das Subgattung der Subgattung der
unwahrscheinliche, Phantastische literarischen phantastischen
unmögliche Ereignisse, dominiert (Märchen, Phantastik: Dargestellt Literatur: detaillierte
Gegenstände, Schauerroman, Sage, werden zwei Weltbildung
Handlungen, Figuren Anti-Utopie, Science Weltordnungen (Landkarten,
Fiction…) Sprachen…),
archaisierende
Darstellungsweise,
keine moderne
Technik,
Heldengeschichten

4. Was haben die Märchen und die phantastische Literatur gemeinsam, wovon unterscheiden Sie
sich? (Was ist „der Riss“? Können Sie ein Beispiel geben?)
Es lassen sich allenfalls einige typische Merkmale festhalten, die helfen, das Erzählphänomen Märchen
etwas besser festzuhalten.

 Erstens ist dies die erwähnte offensichtliche Unwahrheit, die von Erzählenden wie Publikum
vorausgesetzt wird
 Typischerweise sind Märchen zweitens innerhalb eines Kulturkreises auch nicht zeitlich und örtlich
festgelegt.
 Drittens treten die Märchen fast ausschließlich in kurzer Prosaform auf, während andere
metaphysische Literatur meist deutlich länger ist, bis hin zu mehr als 20 Büchern in Robert Jordans
„Wheel of Time“-Zyklus.
 Viertens werden meist die Themen Gut und Böse behandelt und treten dabei ganz trennscharf auf:
die böse Schwiegermutter, die gute Stieftochter usw. Das gleiche wird zwar oft von moderner
Fantasy behauptet, aber das ist Unsinn.

Schließlich weisen Märchen oftmals eine Moral auf. Gerade weil sie gerne Gut und Böse als schwarz und
weiß behandeln, zeigen viele Märchen mit dem Holzhammer, was passiert, wenn man böse ist: Man wird
erschossen, ertränkt, verbrannt oder wenigstens der Lächerlichkeit preisgegeben und die armen Opfer
leben glücklich und zufrieden und noch heute, so sie nicht gestorben sind. Doch diesen Gleichnischarakter
teilt das Märchen mit Fabel und Schwank, so dass er zur Charakterisierung nicht so gut taugt.

Die Fantasy schließlich ist im Vergleich zu Märchen eine ganz neue Kunstform,
zumindest, wenn man sich auf die moderne Fantasy beschränkt, die im späten
19. Jahrhundert entstanden ist und in ihren mittlerweile klassischen Formen High
Fantasy und Sword & Sorcery erst seit den Dreißiger Jahren des vorigen
Jahrhunderts existiert, als J.R.R. Tolkien und Robert E. Howard über Mittelerde
beziehungsweise Conan den Barbaren schrieben. Aber eigentlich ist Fantasy viel
weiter zu fassen und beinhaltet dann Märchen, Sagen und, in gewisser Weise
zumindest, sogar Mythen.

Phantastische Literatur ist das Genre, dessen zentraler Inhalt die Annahme des
faktischen Vorhandenseins und Wirkens übernatürlicher Kräfte oder Wesen ist,
das als Fiktion auftritt, die als Fiktion auch verstanden werden soll und muss

Einzig innerhalb der Geschichte, und auch das ist eine Bedingung von Fantasy, die nun
das Märchen ebenso wie die Fabel wieder ausschließt, gibt es den Anspruch auf
Wahrhaftigkeit. ( WAZNE )

Wahr sind die Erzählungen in dem Sinne, dass das Erzählte als real präsentiert
wird und Ansprüchen an werkimmanente Konsistenz und Folgerichtigkeit
genügt: Was der Autor, die Autorin da erzählen, ist innerhalb der Geschichte
wahr und entspricht den Gesetzmäßigkeiten dieser Welt

Riss

Das Bild des Risses geht auf eine vielzitierte Phantastikdefinition Roger Caillois’
zurück. Demnach offenbare sich im Phantastischen das „Übernatürliche wie ein
Riß in dem universellen Zusammenhang. Das Wunder wird dort zu einer
verbotenen Aggression, die bedrohlich wirkt und die Sicherheit der Welt
zerbricht, in der man bis dahin die Gesetze für allgültig und unverrückbar
gehalten hat.

5. Was ist das Phantastische, literarische Phantastik, phantastische Literatur, Fantasy? *mögliche
Frage: zu welcher Kategorie gehört Science-Fiction?

Das Phantastische (literarische) Phantastische Fantasy


Phantastik Literatur
 Literarisches Literatur, in der das Subgattung der Subgattung der
Stilmittel Phantastische literarischen phantastischer
 Unwahrscheinliche dominiert Phantastik Literatur- detaillierte
 unmögliche ZB Märchen, Dargestellt Weltbildung
Ereignisse, Schauerroman, Anti- werden zwei (Landkarten,
Gegenstände, Utopie, Weltordnungen Sprachen...)
Handlungen, Figuren Science Fiction archaisierende
Darstellungsweise,
Keine Moderne
Technik,
Heldengeschichten

6. Typisierung von Nikolajeva (Primär- und Sekundärwelt)

Theorie von zwei Welten


Primärwelt Sekundärwelt
real-fiktive Welt phantastische Anderswelt
Wie kommen diese Welten in Verbindung miteinander?
implizierte sekundäre Welt Handlungsort ist die real-fiktive Welt, aber
etwas Phantastisches tritt auf (Geist?
Prophezeiung?)
offene sekundäre Welt beide Welten als Handlungsorten, ein Übergang
zwischen den beiden ist möglich (Portal?)
geschlossene sekundäre Welt Handlungsort ist die phantastische Außerwelt,
zur Primärwelt gehört der Leser

7. Deutschsprachige Phantastik-Autoren (5 Namen und Werke)

Der letzte seiner Art - Andreas Eschenbach

Der Würfel - Bijan Moini

Mitternacht – Christoph Marzi

Tintentod – Cornelia Funke

Keine Menschenseele – Faye Helt

Grim – Gesa Schwarz

Das Obsidianherz – Ju Honisch

Die Seiten der Welt – Kai Meyer

Der Krieg der Zwerge – Markus Heitz

Lord Gamma – Michael Marrak

Elfenfeuer – Monika Felten

Die Magie der Namen – Nicole Gozdek

Fledermausland – Oliver Dierssen

Die zerbrochene Puppe – Judith Vogt

Textanalyse
1. Walter Moers und Volksmärchen: Wie ändert Moers das Volksmärchenmuster?

 ‫״‬Ensel und Krete“ ist in drei Teile unterteilt. Damit übernimmt Moers die dem Märchenstil
eigene Bedeutung der Dreizahl und übertreibt diese quantitativ.
 Eine relevante Veränderung der Parodie liegt in der Handlungsverschiebung von der realen
Welt in ‫״‬Hansel und Gretel“ auf den fiktiven Kontinent Zamonien.
 Die Motive und Figuren sind den Verhältnissen Zamoniens angepasst, wo durch sich die
Interaktionen unter den Figuren und der Verlauf innerhalb der einzelnen Handlunsstränge
verändert.
 Der grobe Handlungsablauf von ‫״‬Hansel und Gretel“ bleibt erhalten, wird allerdings auf der
Mikroebene dekonstruiert. Die einzelnen Handlungsabschnitte werden auf der narrativen
Ebene diminuiert oder substituiert um die altvertraute Märchenrezeption zu verändern und
Kritik auszuüben, sowie zu belustigen.
 Die Reihenfolge, in der die Handlungselemente auftreten wird verändert.
 Die Handlungen werden motiviert und Handlungsabläufe plausibilisiert. Es werden neue
Mythen geschaffen, denen der Leser allerdings genauso wenig trauen kann, wie den alten
und somit die Verlässlichkeit des Textes dekonstruiert.

2. Walter Moers: gehört sein Roman zu den phantastischen Literatur?

 Vom Autor selbst als Märchenparodie bezeichnet


 Das Werk steht in der Tradition des Kunstmärchens, denn Moers setzt hier zum ersten Mal
die Figur des zamonischen Dichterfürsten Hildegunst von Mythenmetz als vorgeblichen Autor
des Buches ein.

3. Schami und Volksmärchen: Wie ändert Schami das Volksmärchenmuster?

 Schami bearbeitet Volksmärchen aus Malula: sie sind neuaramäisch entstanden und wurden
im Laufe der Dialektforrschung gesammelt
 Im Märchen aus Malula werden sie von Schami modernisiert
 Er kritisiert typische Märchen
 Er ändert den Protagonisten und die Geschichte, entfernt Brutalität
 Er stellt normale Familie vor, Beziehungen

4. Multikulturelle Literatur und Märchen: positive-negative Folgen?

Positive*

 Moderne Variante der Mündlichkeit entwickelt sich, Kaffeehauserzähler


 Universalität der Märchen deutet auf die Gemeinsamkeiten der Kulturen hin

Negative Folgen

 Stereotypisierung Authoren gegen ihren Willen

5. Jelinek und Volksmärchen: Wie ändert Jelinek das Volksmärchenmuster?

“Der Tod und das Mädchen. Prinzessinnendramen”

die Schriftsteller, die gesellschaftskritisch schreiben, greifen oft nach Märchen, um ihre Meinung
auszudrücken. (erste Ursache:)Autoren bedienen sich der Märchen, weil sie allgemein bekannt sind
und daher einen universellen Bezugspunkt bilden. (zweite Ursache:) Märchen sind auch oft
simplifizierte Geschichten, die oft ein falsches, stereotypes Bild der Figuren/der Gesellschaft zeigen –
die Autoren wollen „hinter die Fassade schauen“ und an diesem Beispiel die Probleme der
Gesellschaft zusammenfassen.

Beispiel: Geschichte wird aus der Sichtweise der Antagonisten erzählt, er wird psychologisiert und
seine Motive werden erklärt. Elfriede Jelinek betrachtet die Märchen aus der feministischen
Perspektive heraus und fragt in ihren Dramen u.a. nach der Stelle der weiblichen Figuren

6. Beispiel eines deutschen Science-Fiction-Texts (Laßwitz). Gehört die Erzählung zu der


phantastischen Literatur?

“Traumfabrikant”

Das ist eine klassische Science-Fiction-Geschichte.

Dobra tu nie wiem