Sie sind auf Seite 1von 1

01

DIAMANT / / 0 1 D ie D iamant G e schichte

Zeit. Die Diamant


Bewegt zu jeder

Eigener
Antrieb als
Motor für
Entwicklungen
06
Geschichte

Not macht erfinderisch: Nachdem Fried-


rich Nevoigt seine Arbeit in der Strumpf- Friedrich Nevoigt Wilhelm Nevoigt
maschinenfabrik verloren hat, gründet
er 1885 mit seinem Bruder Wilhelm ein
Unternehmen, das zunächst Platinen für
Strumpfmaschinen herstellt. Vier Jahre
später folgen dann Schreibfedern aus Dia-
mant-Stahl und 1895 schließlich bringen
die Nevoigts das erste Fahrrad auf den
Markt.

Dass die beiden nicht nur gute Geschäfts-


männer, sondern auch Tüftler aus Leiden-
schaft sind, zeigen die vielen Erfindun-
gen, die sie im Lauf der Zeit machen. Als
Beweise dienen zum Beispiel die bis heu- 1895 Kleine industrielle Revolution –
te noch genutzte Doppelrollenkette oder Friedrich Nevoigts Schreibfeder-Fertigung

spezielle Rahmenversteifungen. Aber für


ihren Erfindergeist stehen auch unge-
wöhnliche Entwicklungen wie die erste
Fahrradlampe, die Rahmen-Prüfmaschine,
das Sicherheitsventil und die zahlreichen
Patente, die sie besitzen.

1911/1912 zeigt das Unternehmen Ge-


sicht: erst mit dem markanten „Köpf- Diamant Modell 37, 1899
chen“-Logo und dann mit dem Namen
„Diamant“, der als Marke für die „Dia-
mant-Werke, Gebrüder Nevoigt AG, Rei-
chenbrand-Chemnitz“ eingetragen wird.
Das Unternehmen befindet sich auf ei-
nem guten Weg, der aber unterbrochen
wird, weil der 1. Weltkrieg ausbricht.