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Teplukhina Evgeniia

Matrikel Nr. 191125

Wilts, Claas Henning, et al.: Einsparpotenziale beim Kunststoffeinsatz durch Industrie,


Handel und Haushalte in Deutschland. [URL:
https://epub.wupperinst.org/frontdoor/index/index/docId/5866] (Stand:11.02.2021)
Lesedatum: 11.02.2021
Standort: Jena, 07749
Inhaltsangabe: Diese Materialien beziehen sich auf die Suche nach einer Lösung für das
Problem der Produktion großer Mengen von Kunststoffen (Verpackungen) in
Deutschland.
Fragestellung: Wie kann Deutschland die Produktion und den Einsatz von Kunststoff in
verschiedenen Branchen (Industrie, Handel und Haushalte) reduzieren?

Nach einer Analyse der aktuellen Industrie, in der Kunststoffe hergestellt und
verwendet werden, kamen die Autoren auf 9 Lösungen für das Problem.

S.23 Option 1: Substitution durch nachwachsende Rohstoffe


Diese Option schlägt die Verwendung von biologisch abbaubaren Materialien in der
Verpackung vor. Die Herstellung eines solchen Kunststoffs ist jedoch wesentlich teurer
als die Produktion von herkömmlichem Kunststoff. Bis heute ist dies ein Hindernis für
Hersteller, auf ein nachhaltigeres Material umzusteigen.
S.25 Option 2: Verringerung des Kunststoffeinsatzes durch Optimierung von
Produktionsprozessen.
In diesem Abschnitt schlagen die Autoren vor, die Produktionsprozesse zu optimieren.
Zum Beispiel, um die Maschinen in der Produktion so umzuprogrammieren, dass sie bei
der Herstellung bestimmter Rohrteile weniger Kunststoff benötigen. Ein anderes Beispiel
ist die Neugestaltung einer Plastikflasche, so dass für ihre Herstellung weniger Plastik
verwendet wird.
S.26 Option 3: Einsatz von Kunststoff-Rezyklaten
Dieser Abschnitt beschreibt das in Deutschland erfolgreich arbeitende
Mülltrennungssystem. Durch die gut ausgebauten Sortieranlagen in Deutschland kann
deutlich mehr Kunststoff recycelt werden als in anderen Ländern.
S. 29 Option 4: Kunststoffleichte Verpackungsoptionen
Im Einzelhandel werden die Hersteller dazu angehalten, auf Mehrwegverpackungen
umzusteigen. Zum Beispiel, um wiederverwendbare Flaschen und Becher zu benutzen.
Unternehmen sind außerdem angehalten, wiederverwendbare Verpackungen für
Transportzwecke zu verwenden, z.B. beim Transport von Waren.
S. 31 Option 5: Komplettverzicht auf Verpackungen
Die Autoren beschreiben Konzepte von Geschäften, die komplett auf
Plastikverpackungen verzichtet haben. In diesem Fall sollten sowohl die Verküafer als
auch die Käufer in ihrer Entscheidung für ein umweltfreundliches Einkaufsverhalten
unterstützt werden.
S. 32 Option 6: Verringerung des Einsatzes von Einweg-Plastiktüten
Die Europäische Union ergreift aktiv Maßnahmen, um die Verwendung von Einweg-
Plastiktüten zu reduzieren.
S.32 Option 7: ReUse Elektronik
Die Verlängerung der Lebensdauer elektronischer Produkte durch Recycling und
Reparatur steht im Mittelpunkt vieler nationaler Abfallvermeidungsprogramme. Oft
besteht jedoch das Problem, dass die Reparatur eines Smartphones teurer ist als der
Kauf eines neuen. Daher müssen Kooperationssysteme geschaffen werden, in denen
Unternehmen und Verbraucher gebrauchte und verarbeitete Produkte gegenseitig
austauschen.
S. 34 Option 8: Kunstoffeinsparungen durch Dienstleistungen anstelle von Produkten
Der Verbraucher wird ermutigt, eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, anstatt eine
Sache zu kaufen, die diese Funktion erfüllt. Zum Beispiel den Besuch eines
Waschsalons, anstatt eine Waschmaschine zu kaufen, oder den Anruf bei einem
Reinigungsdienst, anstatt chemische Reinigungsmittel und Gummihandschuhe zu
kaufen.
S. 36 Option 9: „Plastik fasten“
Die Projekte beinhalten den schrittweisen Verzicht auf Plastik in einigen wenigen
Haushalten für einen bestimmten Zeitraum. Gleichzeitig wird Aufklärungsarbeit geleistet,
um das Bewusstsein der Bürger für die Schädlichkeit von Plastik und den Umweltschutz
zu schärfen.