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Barladeanu Alexandra

Petcu Cristina
DER VERRUCKTE PHYSIKER:
Der Physiker Ernst Heinrich Ernesti ist vor zwei Jahren in das Sanatorium „Les
Cerisiers“ eingeliefert worden. Er ist hager, hat Schnurrbart und schlohweiße
lange Haare (S. 26). Er raucht Pfeife und spielt Geige, um sich zu beruhigen (S. 17).
Er lebt zusammen mit zwei anderen Physikern im alten Gebäude des Sanatoriums
und wohnt in Zimmer zwei.In der Regieanweisung zum ersten Akt wird das Leben
des drei Physiker so geschildert: „Sie leben für sich, jeder eingesponnen in seine
eingebildete Welt, nehmen die Mahlzeiten im Salon gemeinsam ein, diskutieren
bisweilen über ihre Wissenschaft oder glotzen still vor sich hin, harmlose,
liebenswerte Irre, lenkbar, leicht zu behandeln und anspruchslos“ (S. 13).
Die Leiterin des Sanatoriums behauptet, Ernesti sei Kernphysiker und er sei
aufgrund seiner Arbeit mit radioaktiven Stoffen unheilbar krank. Er sei nun
unberechenbar und gemeingefährlich, weil sich sein Gehirn durch die
Radioaktivität verändert habe. Er hält sich für Albert Einstein.
Am Anfang des Stücks ermordet
Ernesti seine Krankenschwester
Irene Strauß.
Nach dem dritten Mord an einer
Krankenschwester in dem
Sanatorium führt die Leiterin
schärfere Sicherheitsmaßnahmen
ein. Daraufhin enthüllt Ernesti den
beiden anderen Physikern seine
wahre Identität. Er ist der Physiker
Joseph Eisler, der Erfinder des
„Eisler-Effekts“ (S. 64), der seit 1950
freiwillig untergetaucht ist.
DER OSTLICHE GEHEIMAGENT:
Ernesti ist nur sein Deckname und er ist gar nicht
verrückt. Eisler ist Geheimagent und von einem
Geheimdienst damit beauftragt, an Möbius und seine
Erfindung „Die Weltformel“ heranzukommen. Um
glaubhaft zu wirken, hat er extra Geige spielen gelernt,
obwohl er völlig unmusikalisch ist (S. 73). Ebenso wie
Albert Einstein raucht er Pfeife, obwohl er das eigentlich
gar nicht gerne mag. Er besitzt einen Geheimsender, mit
dem er seine Auftraggeber benachrichtigt (S. 74).Ernesti
hat tatsächlich seine Krankenschwester deshalb
ermordet, weil sie „Verdacht geschöpft“ (S. 65) hat und
dabei war, hinter sein Geheimnis zu kommen.
VERANTWORTUNG UND EINSPERRUNG:
Im Sanatorium spielt er den Verrückten so wie der andere
Patient Herbert Georg Beutler, der sich für Newton hält.
Die beiden Physiker, Einstein und Newton, haben viel
Gemeinsames. Sie sind beide Geheimagenten. Sie
spionieren beide Möbius aus und verfolgen als gleiches
Ziel die Beschaffung der Weltformel für ihre
Geheimdienste.
Einstein bestätigt sehr realistisch, dass Möbius Erfindung,
die unvorstellbare Energien freisetzt, dann für die
Menschheit bedrohlich sein könnte, wenn sie in die Hände
von Machtmenschen fiele: „Das wird sich kaum
vermeiden lassen“ (S. 69). In dem Gespräch mit Möbius
präzisiert Einstein seine parteitreue Einstellung: „Meine
Machtpolitik besteht gerade darin, daß ich zugunsten
einer Partei auf meine Macht verzichtet habe (S.73).
DER ECHTE EINSTEIN:
Albert Einstein, für den sich zu halten, Joseph Eisler vorgibt, wird am 14.
März 1879 in Ulm in einer jüdischen Familie geboren. Albert ist ein
mittelmäßiger Schüler, der sich bereits früh für die Naturwissenschaften
interessiert. Als 15-Jähriger verlässt er das Gymnasium ohne Abschluss. In
der Schweiz macht er sein Abitur und in Zürich studiert er mit Mathematik
und Physik.
In Bern erhält er 1902 eine Stelle am dortigen Patentamt und arbeitet in
seiner Freizeit auf dem Gebiet der theoretischen Physik. 1905 veröffentlicht
er seine spezielle Relativitätstheorie und erhält 1906 der Doktorgrad in
Physik. Seine allgemeine Relativitätstheorie, mit der er die Gravitation
erklärt, präsentiert er Ende 1915. Sie wird 1919 im Experiment bestätigt und
revolutioniert das Weltbild der Physik. Einstein wird weltberühmt und
erhält 1921 den Nobelpreis für Physik.
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