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Elektromagnetische Strahlung Verteilungsfunktion f (v) ist so definiert, dass f (v)dv der Wahrscheinlichkeit ent-

spricht, dass man ein Teilchen mit einer Geschwindigkeit im Intervall [v, v + dv] findet.
13.03.2021 Sei m die Masse des Teilchens.
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Die Periode T ist die Zeit, die ein Wellenberg benötigt, um die Stelle zu erreichen,

m 2

an dem der vorausgehende Wellenberg zuvor war. Die Frequenz f ist die Anzahl von f (v) = 4π v 2 e−mv /2kB T
2πkB T
Wellenbergen, die eine bestimmte Stelle pro Sekunde passieren. Es gilt f = 1/T . Die
Wellenlänge λ ist der Abstand zwischen zwei Wellenbergen und gleich der Strecke, die Die wahrscheinlichste Geschwindigkeit ist
die Welle in einer Periode zurücklegt. Weiter sei h das plancksche Wirkungsquantum r
und E die Energie eines Photons. 2kB T
v̂ =
m
λ
c= = λf Das quadratische Mittel ist
T
hc r
E = hf = p
2
3kB T
λ vQM = hv i =
m
De Broglie Wellenlänge: Sei p der Impuls, v die Geschwindigkeit und m die Masse
eines Photons. Sei N die Anzahl der Teilchen, m ihre Masse, hvi die zu erwartende Geschwindigkeit,
vQM das quadratische Mittel der Geschwindigkeit, T die Temperatur, n die Stoffmenge
h h in mol, R die universelle Gaskonstante und hEKin i die zu erwartende kinetische Energie
λ= =
p mv des Systems.
Ein Photon hat daher den Impuls 
1

1 3
2 2
hEKin i = mhv i · N = mN vQM = nRT
h 2 2 2
p=
λ
Diese Gleichung gilt für einatomige Gase. Für zweiatomige Gase gilt (aufgrund der
Strahlungsdruck: Sei I die Intensität eintreffender Strahlung (Leistung pro Fläche) zusätzlichen Freiheitsgrade) hEKin i = (5/2)nRT .
und pSt dre Strahlungsdruck. Außerdem sei FSt die durch die Strahlung hervorgerufene
Kraft und Pi die eintreffende Leistung der Strahlung. Ist das quadratische Mittel der Geschwindigkeit eines Gases geringer als 1/6 der
Fluchtgeschwindigkeit eines Planeten, verschwindet das Gas nicht in signifikanten
I
pSt = Mengen.
c
Pi
FSt = Wiensche Verschiebungsgesetz: Sei λmax die die Wellenlänge, für die die
c Emission maximal ist, T die Temperatur und k = 2, 897 · 10−3 mK die Wien-
Boltzmann’sche Energieverteilung: Die Boltzmann’sche Energieverteilung be- Verschiebungskonstante.
schreibt die wahrscheinlichste Energieverteilung eines Systems. Die Wahrscheinlich-
keitsverteilungsfunktion g(E) ist so definiert, dass g(E)dE der Wahrscheinlichkeit λmax T = k
entspricht, dass die Energie des Systems im Intervall [E, E + dE] liegt. Stefan-Boltzmann-Gesetz: Sei P die Strahlungsleistung eines Schwarzkörpers, A
g(E) ∝ e −E/(kB T ) seine Oberfläche, T seine Temperatur und σ = 5, 67 · 10−8 W/m2 K4 die Stefan-
Boltzmann-Konstanten.
Maxwell-Boltzmann-Verteilung: Die Maxwell-Boltzmann-Verteilung beschreibt
die wahrscheinlichste Geschwindigkeitsverteilung von Teilchen in einem System. Die P = σ · A · T4

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Sei e der Emissionsgrad des Körpers, der angibt, wie viel Strahlung er im Vergleich Für die empfangene Strahlungsleistung Po und die gesendete Pe gilt
zu einem schwarzen Körper bei gleicher Temperatur abgibt. Damit liegt e zwischen 0
und 1. Für spherische Körper gilt dementsprechend f0
Po = Pe ·
f
P = 4πR2 eσT 4
Spektralklassen (Harvard):
Sei zudem T0 die Umgebungstemperatur. Die totale Strahlungsleistung Ptot ist dann

Ptot = 4πR2 eσ(T 4 − T04 )

Zeitdilatation: Für zwei Inertialsysteme k und K 0 , die sich mit relativer Geschwin-
digkeit v bewegen, ist steht die Zeit ∆t, die von einem Beobachter in K gemessen wird,
folgendermaßen im Verhältnis zur Zeit ∆t0 , die von einem Beobachter in K 0 gemessen
wird:
1
∆t0 = γ∆t mit γ=p
1 − (v/c)2

Doppler-Effekt: Im Rahmen der klassischen Mechanik gilt näherungsweise für die


ausgesendete Frequenz f , die beobachtete f 0 und die relative Geschwindigkeit v Zusätzlich gibt es die Unterklassen 0 bis 9. Die zusätzlichen Klassen L und T sind
braune Zwerge.
1  v
f0 = f ≈ 1− f
1 + v/c c Yerkes-Klassifikation:
Für die Verschiebung ∆λ der Wellenlänge λ gilt mit β = v/c näherungsweise • Ia: Hyperriesen

∆λ = βλ • Ib: Überriesen

Mit z = ∆λ/λ gilt näherungsweise • II: Helle Riesen

v ∆λ • III: Riesen
=β=z=
c λ • IV: Unterriesen
Relativistisch gilt • V: Hauptreihe
s
1−β • VI: Unterzwerge
f0 = f
1+β
s !
1+β
∆λ = −1 λ
1−β
(1 + z)2 − 1
β=
(1 + z)2 + 1