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VERTRAG

Gebäudereinigungsleistungen

zur Ausschreibung

Vergabe Nr. 21E0058S, Los 1 GRB Polizei Rostock

Zwischen dem

Land Mecklenburg-Vorpommern
dieses vertr. durch das Finanzministerium
d.v.d. die Leitung des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes Rostock
diese vertreten durch die Leiterin Frau Carmen-Alina Botezatu
Wallstraße 2, 18055 Rostock

- nachstehend Auftraggeber genannt -

und

Firma
Straße
PLZ Ort

vertreten durch

- nachstehend Auftragnehmer genannt -

wird folgender Vertrag geschlossen:

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Inhaltsübersicht

§1 Gegenstand des Vertrages

§2 Vertragsbestandteile

§3 Vertragslaufzeit

§4 Grundsätze der Leistungserbringung und Vertragsdurchführung

§5 Besondere Bestimmungen der Leistungserbringung

§6 Pflichten des Auftragnehmers bei der Auswahl des Personals

§7 Datenschutz

§8 Geheimhaltung

§9 Kontrolle

§ 10 Nachunternehmereinsatz

§ 11 Vergütung

§ 12 Änderung der Leistung

§ 13 Leistungsstörung Haftung

§ 14 Besondere Bestimmungen für außerordentliche Kündigung und Schadenersatz

§ 15 Kündigung

§ 16 Salvatorische Klausel

§ 17 Gerichtsstand

§ 18 Vertragsabschluss

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§1

Gegenstand des Vertrages

(1) Der Auftragnehmer verpflichtet sich nach Maßgabe dieses Vertrages zur Durchführung von
Gebäudereinigungsleistungen in den der Anlage 1 bezeichneten Liegenschaften. Die
konkreten Aufgaben ergeben sich aus dem Leistungsverzeichnis, welches gemäß § 2
Bestandteil des Vertrages ist.

§2
Vertragsbestandteile

(1) Bestandteile dieses Vertrages sind:


Anlage 1: Übersicht Liegenschaften einschl. Leistungsbeginn u. Objektbetreuung
Anlage 2: Objektinformation
Anlage 3: Angebot zum Leistungsverzeichnis
Anlage 3.0: Allgemeine Vorbemerkungen zum Leistungsverzeichnis
Anlage 3.1: Raumbuch
Anlage 3.2: Gesamtpreisblatt
Anlage 3.3: Verbrauchsmaterialen
Anlage 3.4: Schmutzfangmatten
Anlage 3.5: Preisübersicht
Anlage 3.6: Reinigungsstandard SBL
Anlage 3.7: Definitionen Leistungsarten
Anlage 3.8: Legende der Bodenbeläge
Anlage 3.9: Legende der Reinigungshäufigkeit
Anlage 4: Kalkulation der Stundenverrechnungssätze
Anlage 5: Lageplan je Liegenschaft / Revierpläne
Anlage 6: Einweisungs- und Schlüsselübergabeprotokoll
Anlage 7: sonstige z.B. Hausordnung
Anlage 8: Datenschutzbelehrung
Anlage 9: Monatsbericht

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§3
Vertragslaufzeit

(1) Dieser Vertrag tritt am 01.09.2021 in Kraft und endet am 31.08.2022. Der Leistungsbeginn je
Liegenschaft ist der Anlage 1 zu entnehmen.

(2) Der Vertrag kann durch den Auftraggeber mit einer Mindestfrist von drei Monaten zum Ende
der Vertragslaufzeit gekündigt werden. Für die Rechtzeitigkeit der Kündigung kommt es auf
den Zugang des Kündigungsschreibens an. Die Kündigung des Vertragsverhältnisses bedarf
der schriftlichen Form.

(3) Der Auftragnehmer kann den Vertrag mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende der
Vertragslaufzeit kündigen. Die Kündigung des Vertragsverhältnisses bedarf der schriftlichen
Form.

(4) Wird der Vertrag nicht fristgerecht gekündigt, verlängert sich die Laufzeit um je ein weiteres
Jahr, höchstens jedoch auf eine Gesamtlaufzeit von zwei Jahren (31.08.2023). Die jeweilige
Regelung zur Kündigung durch den Auftraggeber § 3 Abs. 2 sowie den Auftragnehmer § 3
Abs. 3 bleibt auch bei Verlängerung der Vertragslaufzeit weiterhin bestehen.

§4
Grundsätze der Leistungserbringung und Vertragsdurchführung

(1) Die Parteien vereinbaren die VOL/B in ihrer zum Vertragsschluss geltenden Fassung.

(2) Der Auftragnehmer ist verpflichtet, die sich aus diesem Vertrag und dessen Anlagen
ergebenden Gebäudereinigungsleistungen für die in § 1 Abs. 1 benannten Liegenschaften
leistungs-, fach- und fristgerecht auszuführen. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, den
Auftraggeber unverzüglich auf Umstände hinzuweisen, die der vertragsgemäßen
Durchführung der Leistungen entgegenstehen und ihm als solche bekannt geworden sind. Für
die Nichteinhaltung dieser Pflicht haftet der Auftragnehmer auf Schadenersatz.

(3) Die Leistungen des Reinigungsdienstes haben gemäß den Angaben im Leistungsverzeichnis
(Anlage 3) zu erfolgen. Die Notwendigkeit und der Umfang der Grundreinigung sind jährlich in
Absprache mit der Objektbetreuung gemäß Anlage 1 dieses Vertrages festzulegen. Der
genaue Termin ist mindestens einen Monat im Voraus mit der zuständigen Objektbetreuung
abzustimmen.

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(4) Der Auftragnehmer wird rechtzeitig vor Vertragsbeginn vom Auftraggeber in die
Liegenschaften eingewiesen. Der Auftragnehmer hat die Leistungen gemäß
Leistungsverzeichnis (Anlage 3) und Einweisung zu erbringen. Hierüber wird ein
Einweisungsprotokoll erstellt und beidseitig unterzeichnet. Dieses Einweisungsprotokoll wird
Bestandteil dieses Vertrags und als Anlage 6 diesem Vertrag beigefügt.

(5) Die Leistung besteht in der fach- und turnusgerechten Reinigung (Anlage 3.0, 3.6, 3.7, 5) der
im Raumbuch sowie dem Gesamtpreisblatt (Anlage 3.2) beschriebenen Flächen. Der
Auftraggeber behält sich vor, die Leistungserbringung, insbesondere die Einhaltung der
Leistungskennzahlen und der Qualitätsstandards, unangemeldet durch Stichproben zu prüfen.

(6) Die im Leistungsverzeichnis festgelegten täglichen und turnusmäßigen Arbeiten sind


verbindliche Arbeitsnorm, d.h. sie sind ständig und gleichbleibend zu erbringen. Der
Auftraggeber behält sich vor, nach vorhergehender Absprache mit dem Auftragnehmer die
Reinigungsleistung zu ändern. Falls sich hierdurch eine Änderung des Preises ergeben sollte,
gilt § 12 dieses Vertrages.

(7) Der Auftragnehmer führt über die von ihm durchgeführten Gebäudereinigungsleistungen für
jede Liegenschaft einen Nachweis in Form eines Reinigungsbuches. Mindestbestandteil
dieses Reinigungsbuches ist der „Monatsbericht Reinigungsleistungen“ (als monatlicher Teil
des Reinigungsbuches) gemäß Muster Anlage 9 mit der Angabe des Leistungstags und der
Namen der ausführenden Mitarbeitenden. Die verwendeten Reinigungsmittel sowie das
Verbrauchsmaterial sind auf Anforderung des Auftragsgebers vorzulegen. Des Weiteren hat
der Auftragnehmer monatlich einen Bericht zur durchgeführten Qualitätskontrolle vorzulegen.
Der Auftraggeber überprüft die vorgenannten Dokumentationen und zeichnet diese monatlich
sachlich richtig.

§5
Besondere Bestimmungen der Leistungserbringung

(1) Weiterhin stellt der Auftraggeber dem Auftragnehmer, in Absprache mit dem Nutzer der
Liegenschaft, kostenfrei die zur Dienstverrichtung erforderlichen Unterlagen zur Verfügung.

(2) Die Schlüssel, die für die Dienstdurchführung erforderlich sind, werden dem Auftragnehmer,
in Absprache mit dem Nutzer der Liegenschaft (Anlage 6), unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

(3) Die ausgehändigten Schlüssel für das zu reinigende Objekt sind nach Vertragsablauf dem
Auftraggeber zurückzugeben. Der Auftragnehmer haftet beim Verlust oder Zerstörung von ihm

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oder seinen Arbeitskräften anvertrauten Schlüsseln. Soweit es sich um General- bzw.
Hauptschlüssel handelt, ist die gesamte Schließanlage zu ersetzen.

(4) Eine Vervielfältigung oder die Weitergabe an Dritte von ausgehändigten Schlüsseln sowie der
für die Dienstverrichtung zur Verfügung gestellten Unterlagen ist dem Auftragnehmer nicht
gestattet.

(5) Der Auftraggeber übernimmt keine Haftung für Schäden und Verluste an den vom
Auftragnehmer oder seinem Personal eingebrachten Sachen.

(6) Mängel und Schäden an den Liegenschaften, Räumen und Einrichtungsgegenständen sind
dem Auftraggeber durch den Auftragnehmer unverzüglich mitzuteilen (Vgl. Anlage 3.0 Nr. 3
lit. c).

(7) Der Auftragnehmer ist dafür verantwortlich, dass die einschlägigen Sicherheits- und
Unfallverhütungsvorschriften, insbesondere der Berufsgenossenschaft, beachtet werden.

§6
Pflichten des Auftragnehmers bei der Auswahl und beim Einsatz des Personals

(1) Die unternehmerische Eigenverantwortung für das eingesetzte Personal trägt der
Auftragnehmer.

(2) Der Auftragnehmer verpflichtet sich zur Erfüllung seiner Leistungen geeignetes und
zuverlässiges Personal einzusetzen und das jeweils einschlägige Tarifrecht (Tariftreue),
gesetzliche Lohnuntergrenzen sowie sonstige Lohn- und Gehaltsregelungen auf gesetzlicher
Basis zu beachten. Auf Verlangen des Auftraggebers hat der Auftragnehmer Bruttolohnlisten
der beschäftigten Arbeitnehmer vorzulegen, aus denen sich die tarifliche bzw.
gesetzesgemäße Zahlung ergibt.

(3) Der Auftragnehmer teilt dem Auftraggeber grundsätzlich zwei Wochen vor, spätestens jedoch
mit Aufnahme der Arbeiten schriftlich die Personen (Name, Vorname, Geburtsdatum,
Wohnanschrift) mit, die die Tätigkeiten ausführen sollen. Mit Beauftragung der Leistung ist zu
Lasten des Auftragnehmers von den mit der Durchführung der Reinigungsleistungen betrauten
Personen und deren Vertretung ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis ohne
Eintragungen vorzulegen. Dies kann jährlich angefordert werden. Ein beabsichtigter Wechsel
des eingesetzten Personals ist dem Auftraggeber grundsätzlich mindestens fünf Tage im

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Voraus schriftlich anzuzeigen. Sofern die Frist nicht eingehalten werden kann (z.B. bei
unvorhergesehener Krankheit), hat die Anzeige unverzüglich zu erfolgen.

(4) Alle Mitarbeitenden des Auftragnehmers, die für den Auftraggeber insbesondere auf den
Liegenschaften direkte Leistungen erbringen, beherrschen mindestens in angemessenem
Umfang die deutsche Sprache in Wort und Schrift.

(5) Der Auftragnehmer stellt sicher, dass die im jeweiligen Objekt tätigen Arbeitskräfte die
gesetzlichen Melde- und Nachweispflichten erfüllen sowie im Bedarfsfall im Besitz gültiger
Aufenthalts- bzw. Arbeitserlaubnisse sind. Arbeitskräfte, die diesen Anforderungen nicht
entsprechen, sind auf Verlangen des Auftraggebers abzulösen.

(6) Personen, die der Auftragnehmer nicht mit der Ausführung der Reinigungsleistungen betraut
hat, darf der Zugang in die Liegenschaft nicht verschafft werden. Der Auftragnehmer stellt
sicher, dass von seinen Mitarbeitenden keine betriebsfremden Personen (insbesondere
Kinder der Beschäftigten) ins Objekt/ in die Liegenschaft mitgebracht werden und die
eingesetzten Arbeitskräfte tagesaktuell aus einer Anwesenheitsliste hervorgehen.

(7) Der Auftragnehmer verpflichtet sich, sein eingesetztes Personal mit einer einheitlichen, dem
Einsatzzweck angepassten Dienstbekleidung zu versehen, aus der die Firmenzugehörigkeit
und der Name der Mitarbeitenden hervorgehen.

(8) Der Auftragnehmer ist verpflichtet, nur zuverlässiges und geeignetes Personal zu
beschäftigen. Arbeitskräfte, die diesen Anforderungen nicht entsprechen, sind auf Verlangen
des Auftraggebers abzulösen. Bei Verstößen kann der Auftraggeber dem eingesetzten
Personal den Zutritt zu einer Liegenschaft verweigern. Weitergehende Rechte wie Minderung
der Vergütung, Abmahnung bis hin zur Kündigung des Vertrags bleiben unberührt.

(9) Der Auftragnehmer verpflichtet sich, soweit dies aufgrund des Einsatzgebietes vorgeschrieben
ist, für die betreffenden Arbeitskräfte die gesetzlich vorgegebenen Gesundheitszeugnisse auf
Anforderung vorzulegen.

§7
Datenschutz

(1) Der Auftragnehmer verpflichtet sich zur Wahrung des Datengeheimnisses nach dem
Datenschutzgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern (DSG M-V) und der Verordnung
(EU) 2016/679 - Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Der Auftragnehmer erkennt an,
dass es untersagt ist, geschützte personenbezogene Daten unbefugt zu anderen als dem
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jeweiligen zur rechtmäßigen Aufgabenerfüllung notwendigen Zweck zu verarbeiten, bekannt
zu geben, zugänglich zu machen oder in sonstiger Weise zu nutzen.

(2) Die Datenschutzverpflichtung besteht für die Dauer dieses Vertrages sowie darüber hinaus.

(3) Der Auftragnehmer weist seine Mitarbeitenden schriftlich auf das Datengeheimnis hin und
kontrolliert die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Darüber hinaus sind alle
Mitarbeitenden des Auftragnehmers auf die Einhaltung der Bestimmungen des
Strafgesetzbuches (§§ 203, 204 StGB) hinzuweisen und entsprechend zu belehren. Soweit in
Folge der konkreten Aufgaben in der Liegenschaft besondere Sicherheitsanforderungen an
das Personal des Auftragnehmers zu stellen sind, sind diese in der Objektinformation
(Anlage 2) gesondert benannt worden. Entsprechende Nachweise und die
Datenschutzbelehrung (Anlage 8) sind dem Auftraggeber unaufgefordert und unverzüglich
vorzulegen.

(4) Unterlagen, Schriftstücke, Akten, Hefte, Karteikarten usw., die sich in den Diensträumen
befinden, unterliegen allgemeinen und besonderen Datenschutzbestimmungen, insbesondere
des Bundesdatenschutzgesetzes und des Sozialgesetzbuches. In diese Unterlagen darf kein
Einblick genommen werden. Schränke, Schubladen u. ä. dürfen nicht unbefugt geöffnet
werden. Über zufällig bekannt gewordene personenbezogene Daten aus dienstlichen
Vorgängen ist Verschwiegenheit zu wahren. Ein Verstoß hiergegen berechtigt den
Auftraggeber zur außerordentlichen Kündigung. Der Auftragnehmer hat den Schaden, der
durch die Verletzung der Geheimhaltungspflicht und infolge der außerordentlichen Kündigung
entsteht, ohne Höhenbegrenzung zu ersetzen.

§8
Geheimhaltung

(1) Der Auftragnehmer verpflichtet sich, über alle ihm im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit für
den Auftraggeber bekannt gewordenen Einzelheiten und Vorgänge Stillschweigen zu wahren
und diese nicht ohne ausdrückliche Genehmigung des Auftraggebers zu verwenden oder
weiterzugeben.

(2) Der Auftragnehmer verpflichtet sich, soweit dies aufgrund der Objektbesonderheiten
erforderlich ist, sich in die Geheimschutzbetreuung des Landes Mecklenburg-Vorpommern zu
begeben und das Geheimschutzhandbuch des Bundeswirtschaftsministeriums anzuerkennen.

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Befindet sich der Arbeitnehmer in der Geheimschutzbetreuung eines Landes oder des
Bundes, so ist die ZS - Nummer anzugeben.

(3) Die Verpflichtung zur Geheimhaltung besteht für die Dauer des Vertrages sowie darüber
hinaus. Die Geheimhaltung erlischt somit nicht nach Beendigung des Vertrages bzw. des
zwischen dem Auftragnehmer und seinen Mitarbeitenden bestehenden Arbeitsvertrages.

(4) Alle Wahrnehmungen und Vorkommnisse, die eine Gefährdung der Sicherheit erkennen oder
vermuten lassen, sind dem Auftraggeber unverzüglich mitzuteilen.

(5) Nachunternehmer des Auftragnehmers sind entsprechend zu verpflichten.

§9
Kontrolle

(1) Der Auftragnehmer verpflichtet sich, das von ihm eingesetzte Personal zu unregelmäßigen
Zeiten zu kontrollieren. Hierzu hat er sich zuvor bei der betreffenden Dienststelle/dem Nutzer
anzumelden. Die Kontrollen sind zu dokumentieren.

(2) Der Auftraggeber behält sich vor am Leistungsort seiner Liegenschaft spontane Kontrollen
durch unangemeldetes Erscheinen durchzuführen. Für die Rechte aus festgestellten
Verstößen sind die §§ 11 und 14 dieses Vertrags maßgeblich.

§ 10
Nachunternehmereinsatz

(1) Der Auftragnehmer darf die Ausführung der Leistung oder Teilen davon nur mit vorheriger
schriftlicher Zustimmung des Auftraggebers an Andere übertragen oder Nachunternehmer
auswechseln. Der Auftraggeber behält sich vor, den Nachunternehmer auf seine
Gesetzestreue, Leistungsfähigkeit, Fachkunde und Zuverlässigkeit zu überprüfen. Hierzu sind
vom Auftragnehmer folgende Angaben erforderlich: Zustellungsfähige Anschrift,
Handelsregister-Nummer, zuständige Berufsgenossenschaft, zuständiges Finanzamt,
Steuernummer.

(2) Der Auftragnehmer verpflichtet sich, bei der Einschaltung eines Nachunternehmers die
„Allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Leistungen“ (VOL/B) zum
Vertragsbestandteil zu machen. Dies gilt gleichermaßen für alle übrigen Rechte und Pflichten
aus dem Vertrag mit dem Auftraggeber. Der Auftragnehmer darf dem Nachunternehmer keine
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ungünstigeren Bedingungen auferlegen, als zwischen ihm und dem Auftraggeber vereinbart
sind. Der Auftragnehmer ist dafür verantwortlich, dass der Nachunternehmer die gesetzlichen,
behördlichen, berufsgenossenschaftlichen und tarifvertraglichen Pflichten erfüllt.

(3) Verstöße des Nachunternehmers werden dem Auftragnehmer zugerechnet. Der


Auftragnehmer haftet neben dem Nachunternehmer als Gesamtschuldner.

(4) Der Auftragnehmer haftet dem Auftraggeber gegenüber für alle Schäden seines
Nachunternehmers sowohl aus Vorsatz als auch aus Fahrlässigkeit.

(5) Eine Abtretung von Forderungen durch den Auftragnehmer bedarf der vorherigen, schriftlichen
Zustimmung des Auftraggebers.

§ 11
Vergütung

(1) Die Vergütung der vom Auftragnehmer erbrachten Leistungen erfolgt nach Maßgabe des
Angebots vom TT.MM.JJJJ (Anlage 3).

(2) Eingeschlossen sind alle Kosten des Auftragnehmers wie u.a. Lohn- und Lohnnebenkosten
sowie für Nebenleistungen (z.B. Fahrkosten, Wegegelder, Zulagen, Überstunden oder
Ausbildungsmaßnahmen) welche aus Gründen, die der Auftragnehmer zu vertreten hat,
geleistet werden müssen.

(3) Den vereinbarten Vergütungssätzen liegen die bei Vertragsbeginn geltenden Tariflöhne der
Tarifverträge für das Gebiet Mecklenburg-Vorpommern, gesetzliche Bestimmungen zu
Lohnuntergrenzen sowie sonstige gesetzliche Lohn- und Gehaltsregelungen zugrunde.

(4) Der Auftragnehmer hat dem Auftraggeber bei Vertragsbeginn für jede Liegenschaft eine
Jahresrechnung mit monatlichen Rechnungsabschlägen unter Angabe der
Liegenschaftsnummer und Liegenschaftsbezeichnung nach den vertraglich festgelegten
Leistungen der Unterhaltsreinigung (Anlage 3.5, Preisübersicht) sowie für die voraussichtlich
benötigten anteiligen Verbrauchsmaterialien (Anlage 3.5, Preisübersicht) zu stellen. Die
Zahlung der monatlichen Rechnungsbeträge (Abschläge) erfolgt jeweils zum 5. Werktag des
Folgemonats eigenständig durch den Auftraggeber. Als Nachweis der erbrachten Leistung hat
der Auftragnehmer die Protokolle der Monatsberichte (Anlage 9) jeweils bis zum Ersten
Werktag des Folgemonats vorzulegen. Der Auftraggeber behält sich vor, die Zahlung

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zurückzuhalten bis die Kopien der Nachweise vollständig vorliegen. Sofern Überzahlungen
eingetreten sein sollten, ist der Auftragnehmer vertraglich zur Rückzahlung verpflichtet.

(5) Soweit Rechnungen erstellt werden, sind diese dem Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamt
per E-Mail an die Adresse Poststelle@hro.sbl-mv.de zu übersenden. Dabei sind folgende
Bestimmungen vom Auftragnehmer einzuhalten:

- Rechnungen und rechnungsbegründende Anlagen sind in einer PDF-Datei zu


übersenden, sofern nicht durch Rechtsvorschrift etwas Anderes zugelassen ist.
- Jeder einzelne Rechnungsvorgang ist jeweils in einer eigenen E-Mail zu übersenden.
- Die elektronisch übermittelte Rechnung enthält die vom Staatlichen Bau- und
Liegenschaftsamt im Zuge der Beauftragung / Bestellung an den Auftragnehmer
mitgeteilte Vertrags- bzw. Bestellnummer und, wenn möglich, zuständige Mitarbeitende
(Objektbetreuung) des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes.
- Der Auftragnehmer verzichtet auf die zusätzliche Übersendung einer Rechnung in
Papierform.
- Der Auftragnehmer verzichtet auf die Übersendung von Werbung oder allgemeinem
Schriftverkehr an die genannte E-Mail-Adresse.

(6) Bei vertragswidrigen Leistungen (vgl. hierzu § 13 dieses Vertrages) werden durch den
Auftraggeber die turnusmäßigen Zahlungen eingestellt und durch gekürzte Einzelzahlungen
ersetzt. Sofern Überzahlungen eingetreten sein sollten, ist der Auftragnehmer vertraglich zur
Rückzahlung verpflichtet.

(7) Innerhalb der Laufzeit des Vertrages können neue Stundenverrechnungssätze nur aufgrund
eines neuen Tarifvertrages durch gestaffelte Tariflohnerhöhungen der bei Vertragsbeginn
gültigen Verträge im Wege einer Änderungsvereinbarung wirksam werden. Gleiches gilt,
sofern durch gesetzliche Regelung eine verbindliche Lohnuntergrenze oder eine sonstige
gesetzliche Festlegung zur Vergütung der Arbeitnehmer des Auftragnehmers (z.B.
Festlegungen zu Mindestbedingungen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge) eingeführt
werden. Über- oder Unterzahlungen sind alsdann auszugleichen.

(8) Im Falle künftiger tarif- oder gesetzesbedingter Lohnänderungen sind nur die Lohn- und
lohnabhängigen/lohnwirksamen Kosten dieser Verrechnungssätze entsprechend dem
Prozentsatz der Lohnänderung zu erhöhen bzw. zu ermäßigen.

(9) Der Nachweis der Lohnänderung ist vom Auftragnehmer durch Vorlage des alten und des
neuen Tarifvertrages zu führen. Der Auftragnehmer hat die Auswirkungen von vorgenannten

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lohnwirksamen/-abhängigen Veränderungen auf den Anteil der Löhne und
lohnabhängigen/lohnwirksamen Kosten an der vereinbarten Vergütung durch Vorlage einer
prüffähigen Berechnung und ggf. erforderlicher sonstiger Berechnungsunterlagen
nachzuweisen. Die Nachweispflicht entfällt bei gesetzlichen Lohngrenzen. Der Auftragnehmer
bleibt jedoch zur Neukalkulation entsprechend vorstehender Regelungen verpflichtet.

(10) Die Erhöhung oder Ermäßigung der Vergütung tritt bei Nachweis am Tage des Inkrafttretens
des neuen Tarifvertrages, maximal jedoch einen Monat rückwirkend, ein. Im Fall einer
gesetzlichen Lohngrenze ist diese ab dem Inkrafttreten des Gesetzes maßgeblich. Sonstige
gesetzliche Festlegungen zur Vergütung der Arbeitnehmer des Auftragnehmers sind auf
Verlangen des Auftraggebers ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes ebenfalls
anzuwenden.

(11) Tarif- und gesetzesbedingte Lohnminderungen hat der Auftragnehmer dem Auftraggeber
unverzüglich schriftlich bekannt zu geben.

(12) Auf der Basis des Aufmaßes gemäß Raumbuch und der Einheitspreise im Gesamtpreisblatt
(Anlage 3.2) errechnet sich die Vergütung. Die Vergütung ist somit im Falle unveränderter
Fläche ebenfalls dem Raumbuch, Gesamtpreisblatt sowie der Preisübersicht (Anlage 3.5) zu
entnehmen. Bei Änderungen der bewirtschafteten Flächen gemäß § 12 Abs. 1 dieses
Vertrages veranlassen die Parteien ein gemeinsames Aufmaß, sofern sich die geänderten
Bestandteile nicht zweifelsfrei aus der Anlage 3.1 ergeben.

(13) Der Auftragnehmer hat zum Ende eines Kalenderjahres eine Schlussrechnung zu erstellen.
Mit dieser erfolgt die Abrechnung der tatsächlichen Verbrauchsmaterialien. Die verbrauchten
Mengen sind durch den Auftragnehmer durch prüfbare Rechnungen zu belegen. Sofern der
Auftragnehmer trotz erfolgloser Nachfristsetzung eine Schlussrechnung nicht stellt, ist der
Auftraggeber berechtigt, diese auf Kosten des Auftragnehmers zu erstellen. Dabei ist der
Auftraggeber in analoger Anwendung des § 287 ZPO zur Schätzung der verbrauchten Mengen
der Verbrauchsmaterialien berechtigt. Sofern es bei einer Schlussrechnung zu Überzahlungen
kommen sollte, sind diese auszugleichen. Die Parteien verzichten dabei auf die Einrede der
Entreicherung.

(14) Die Grundreinigung (Anlage 3.5, Preisübersicht) sowie gemäß § 12 Abs. 1 dieses Vertrages
beauftragte Zusatzleistungen sind entsprechend der Beauftragung des Auftraggebers für jede
Liegenschaft nach Beendigung der Arbeiten gesondert abzurechnen. Dazu ist für jede
Liegenschaft eine Rechnung über die ausgeführten Reinigungsdienstleistungen und soweit
erforderlich der eingesetzten Verbrauchsmaterialien als prüfbare Abrechnung zu erstellen. Der

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Auftragnehmer hat die Leistungen eines Monats bis zum 5. Werktag des Folgemonats
abzurechnen. Die Vergütung des Auftragnehmers wird 30 Tage nach Zugang der Abrechnung
beim Auftraggeber zur Zahlung fällig.

(15) Für Stundenlohnarbeiten ist ein gesonderter Auftrag des Auftraggebers erforderlich. Für
angeordnete Stundenlohnarbeiten, müssen die Stundenlohnlisten wöchentlich zur
Bestätigung eingereicht werden. Die bestätigten Stundenlohnlisten müssen anschließend der
jeweiligen Rechnung beigefügt werden. Stundenlohnzettel ohne Bestätigung werden als
Grundlage für eine Zahlung nicht anerkannt. Verrechnungsgrundlage sind die im
Leistungsverzeichnis angebotenen Stundenlohnsätze.

(16) Die Abrechnung der Leistungen erfolgt gegenüber der in § 12 Abs. 5 für den Auftraggeber
benannten Person (Objektbetreuung).

§ 12
Änderung von Leistungen

(1) Geänderte Leistungen, die nicht Bestandteil dieses Vertragswerkes sind, werden nur bei
gesonderter schriftlicher Auftragsvergabe bei gleichzeitig vereinbarter Vergütung ausgeführt
und vergütet.

(2) Änderungen der Leistungen in Art und Umfang durch den Auftragnehmer sind nur bei
schriftlicher Zustimmung des Auftraggebers zu vergüten. Ausschließlich eine schriftliche
Erklärung des Auftraggebers führt zur Annahme der Leistung.

(3) Der Auftraggeber ist berechtigt, den Turnus von Gebäudereinigungsleistungen und/oder auch
die im Raumbuch (Anlage 3.1) zu Grunde gelegte Fläche einseitig zu verringern. Dies ist
jedoch nur zulässig, soweit dadurch die Fläche um nicht mehr als 10 % der ursprünglich
vereinbarten Fläche verringert wird und die Änderung dem Auftragnehmer zumutbar ist. Die
Änderung ist dem Auftragnehmer mindestens zwei Wochen vor Wirksamwerden schriftlich
mitzuteilen. Diese Änderungen haben eine Änderung der Vergütung unter Berücksichtigung
der Mehr- und Minderkosten zur Folge. Die Änderung erfolgt durch Anpassung auf der
Grundlage der Einheitspreise gemäß Gesamtpreisblatt (Anlage 3.2). Änderungen der Leistung
im zulässigen Umfang gelten nicht als Teilkündigung im Sinne von § 15 Abs. 1 dieses
Vertrages.

(4) Folgende Personen sind seitens des Auftraggebers und Auftragnehmers ausschließlich zur
Erteilung bzw. Entgegennahme von Auftragsänderungen bzw. -erweiterungen berechtigt:
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Für den Auftraggeber

Zuständige Dezernatsleitung
Stkz., Name, Vorname Frank Portwich 0381 / 469 87450

Für den Auftragnehmer


Name, Vorname 
Name, Vorname 

(5) Folgende Personen sind auf Auftraggeberseite zur Entgegennahme und Prüfung der
Abrechnungen von Leistungen sowie zur Beauftragung von Stundenlohnarbeiten berechtigt:

Zuständige Objektbetreuung gemäß Übersicht (Anlage 1)

§ 13
Leistungsstörung und Haftung

(1) Der Auftragnehmer ist nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften vorbehaltlich der
Regelungen dieses Vertrages zur Leistung verpflichtet. Er haftet dem Auftraggeber für den
aus einer vertragswidrigen Leistung entstehenden Schaden.

(2) Der Auftragnehmer ist dem Auftraggeber sowohl zur Erbringung der vertraglich vereinbarten
Leistungsstunden (dienstvertragliche Elemente) als auch zur mangelfreien Erbringung der
Leistung (werkvertragliche Elemente) verpflichtet.

(3) Sofern der Auftragnehmer entgegen dem vertraglich geschuldeten Soll auf einer Liegenschaft
Minderstunden leistet, kann er durch den Auftraggeber zur umgehenden Ausführung
aufgefordert werden. Die Vertragsparteien sind sich einig, dass eine Nacherfüllung hier
grundsätzlich nur am selben Tag in Betracht kommt. Unterbleibt die Leistung an diesem Tag,
so ist der Auftraggeber zur Herabsetzung der Vergütung im Verhältnis der tatsächlich
geleisteten Stunden zu den Sollstunden berechtigt. (Beispiel: Geschuldet sind 4 h, geleistet
wurden 3 h 15 min.  Minderung auf 13/16 der Vergütung = 81,25 %).

(4) Im Falle einer vertragswidrigen Schlechtleistung wird dem Auftragnehmer grundsätzlich die
Möglichkeit zur Nachbesserung eingeräumt. Hierzu sind sich die Parteien einig, dass eine
mögliche Nachbesserung in Abhängigkeit zum vereinbarten Turnus der geschuldeten Leistung
steht. Daher muss

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- bei werktäglich geschuldeten Leistungen die Nacherfüllung am selben Tag erfolgen,
- bei einem anderen Leistungsrhythmus (z.B. wöchentlich) die Nacherfüllung spätestens
am folgenden Werktag erfolgen.
Sofern eine Nacherfüllung nicht innerhalb der definierten Frist oder auch bei erstmaliger
Nachbesserung nicht ordnungsgemäß erfolgt, ist der Auftraggeber zur Minderung der
Vergütung berechtigt. Bei der Minderung ist die Vergütung in dem Verhältnis herabzusetzen,
in welchem zur Zeit des Vertragsschlusses der Wert der Dienstleistung in mangelfreiem
Zustand zu dem wirklichen Wert gestanden haben würde. Die Minderung ist, soweit
erforderlich, durch Schätzung zu ermitteln. Dabei gilt eine pauschale Herabsetzung der
Vergütung um 5 % des Objektmonatssatzes stets als angemessen, sofern nicht der
Auftragnehmer das Gegenteil nachweist. Bei schwerwiegenden Mängeln sind auch höhere
Minderungssätze möglich.

(5) Sofern die mangelhafte Leistung des Auftragnehmers sowohl eine Minderleistung nach Abs. 3
als auch eine vertragswidrige Schlechtleistung nach Abs. 4 darstellt, die jeweils eine
Minderung rechtfertigt, ist der höhere Minderungswert anzusetzen. Es erfolgt keine
Aufsummierung.

(6) Die Geltendmachung eines weitergehenden Schadenersatzanspruchs (z.B. aus einer


notwendiger Ersatzbeauftragung) ist hiervon unberührt.

(7) Der Auftragnehmer hat für ausreichende Sicherheitsvorkehrungen zu sorgen. Er haftet für die
von ihm und seinen Erfüllungsgehilfen verursachten Personen-, Sach- und
Vermögensschäden, die in Erfüllung und bei Gelegenheit der vertraglichen Verbindlichkeiten
entstehen. Er stellt den Auftraggeber im Innenverhältnis von Ansprüchen Dritter frei, die auf
eine Verursachung gemäß Abs. 1 zurückzuführen sind. Die Haftung umfasst bei Verlust eines
dem Auftragnehmer oder seiner Gehilfen ausgehändigten Gruppen-, Haupt- oder
Generalschlüssels auch den Ersatz der entsprechenden Schließanlage. Bei der
Leistungserfüllung beschädigte Gegenstände, zerbrochene Scheiben und dergleichen werden
auf Veranlassung des Auftraggebers erneuert. Die nachweislich entstehenden Kosten hat der
Auftragnehmer zu tragen. Forderungen nach Ziffer 1 und 2 können durch einfache Erklärungen
nach § 387 BGB gegen Forderungen des Auftragnehmers aufgerechnet werden.

(8) Der Auftraggeber haftet nicht für die Folgen von Unfällen, die der Auftragnehmer oder seine
Gehilfen bei der Ausführung ihrer vertraglichen Tätigkeiten erleiden. Ebenso haftet der
Auftraggeber nicht für Gesundheitsschäden (Unfall, Krankheit, Infektion usw.), die sich der
Auftragnehmer oder seine Gehilfen bei der Ausführung vertraglicher Arbeiten zuziehen. Der

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Auftragnehmer verpflichtet sich, den Auftraggeber von entsprechenden
Entschädigungsansprüchen einschließlich von Regressansprüchen jeglicher Art freizuhalten.

(9) Der Auftragnehmer hat den Auftraggeber von etwaigen Ansprüchen dritter Personen, die bei
der Ausführung der vertraglichen Arbeiten einen Schaden erleiden, freizuhalten. Dies gilt nicht
für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit des Auftraggebers.

(10) Der Auftragnehmer ist verpflichtet, für Vermögens-, Personen- und Bearbeitungsschäden eine
Betriebshaftpflichtversicherung und erforderlichenfalls eine Schlüsselversicherung
abzuschließen und dem Auftraggeber nach Aufforderung nachzuweisen.

(11) Der Auftragnehmer ist verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung mit folgenden Mindest-
Deckungssummen abzuschließen:

Personenschäden: 5.500.000 Euro


Sach- und Umweltschäden: 5.000.000 Euro
Schlüsselverlustschäden: 250.000 Euro
Vermögensschäden: 250.000 Euro
Schäden gemäß Datenschutzrecht: 250.000 Euro

Eine deliktische Haftung bleibt hiervon unberührt.

(12) Nach Aufforderung des Auftraggebers muss der Auftragnehmer Einsicht in die
Versicherungsverträge gewähren.

§ 14
Besondere Bestimmungen für außerordentliche Kündigung und Schadenersatz

(1) Sofern der Auftraggeber den Vertrag wegen eines wichtigen Grundes kündigt, ist der
Auftragnehmer zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet. Der Auftraggeber
ist im Rahmen seiner Schadensminderung grundsätzlich verpflichtet, nicht mehr erfüllte
Vertragsleistungen unter Beachtung der Vergabevorschriften auszuschreiben. Bei besonderer
Dringlichkeit der Leistungserbringung ist der Auftraggeber jedoch berechtigt, die fälligen
Leistungen zu ortsüblichen Preisen unmittelbar zu beauftragen.

(2) Im Übrigen gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

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§ 15
Kündigung

(1) Der Auftraggeber ist zu einer Teilkündigung dieses Vertrages berechtigt, wenn der Bedarf an
der Leistung (z.B. im Fall des Verkaufs oder Auszug) für mehrere Liegenschaften, eine
Liegenschaft oder Teile einer Liegenschaft entfällt. Die einseitige Reduzierung um bis zu 10 %
nach § 12 Abs. 3 dieses Vertrags bleibt hiervon unberührt.

(2) Der Auftraggeber kann den Vertrag außerordentlich ganz oder teilweise (insb. objektweise)
kündigen, wenn der Auftragnehmer nach zuvor erfolgter schriftlicher Abmahnung
- Die Überprüfung des Personals gemäß Forderung des Auftraggebers im
Leistungsverzeichnis (Anlage 3) verweigert,
- wiederholt gegen die Dienstanweisung oder Leistungsvorgaben verstößt,
- die Ersatzgestellung des Personal wiederholt versäumt, die übernommenen Aufgaben
wiederholt nicht erfüllt oder
- Leistungen aus der Haftung vertragswidrig verweigert.

(3) Der Auftraggeber kann den Vertrag kündigen, wenn der Auftragnehmer seine Zahlungen
einstellt, von ihm oder zulässigerweise vom Auftraggeber oder einem anderen Gläubiger das
Insolvenzverfahren (§§ 14 und 15 InsO) beziehungsweise ein vergleichbares gesetzliches
Verfahren beantragt ist, ein solches Verfahren eröffnet wird oder dessen Eröffnung mangels
Masse abgelehnt wird.

(4) In den Fällen nach § 15 Abs. 2 und 3 haftet der Auftragnehmer für alle Kosten, die dem
Auftraggeber dadurch entstehen, dass die ordnungsgemäße Leistung in anderer Weise
sichergestellt werden muss. Insbesondere für die Kosten, die durch die Inanspruchnahme
eines anderen Unternehmens entstehen. Die Geltendmachung weiterer
Schadensersatzansprüche bleibt von dieser Regelung unberührt.

(5) Im Falle der außerordentlichen Kündigung des Vertrages wird die nach § 11 vereinbarte
Vergütung bis zum letzten Tag der Leistung gezahlt.

(6) Für den Fall der Teilkündigung hat der Auftragnehmer ein Recht zur Kündigung des gesamten
Vertrages aus wichtigem Grund, sofern durch die Teilkündigung des Auftraggebers die weitere
Leistungserbringung unzumutbar wird. Der Auftragnehmer hat seine Kündigung aus wichtigem
Grund spätestens bis zum Ablauf von zwei Wochen nach Zugang der Teilkündigung zu

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erklären. Die fristgerecht zugegangene Kündigung wird wirksam mit dem Tag, an welchem die
Teilkündigung Wirkung entfaltet.

(7) Die Rechte zur Kündigung nach Maßgabe des BGB bleiben unberührt. In jedem Falle ist die
beabsichtigte Kündigung unter angemessener Fristsetzung vorher anzudrohen.

(8) Wird ein Teil der im Leistungsverzeichnis aufgeführten Liegenschaften gemäß § 12 Abs. 3
nicht mehr genutzt bzw. verkauft, entfällt für diesen der Vergütungsanspruch. Werden in den
Liegenschaften die zu erbringenden Leistungen verringert, erfolgt eine angemessene
Herabsetzung der Vergütung.

§ 16
Salvatorische Klausel

(1) Sollten eine oder mehrere Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam sein oder werden und
führt dies zu einem unbilligen Ergebnis, sind die Vertragsparteien gehalten, hierfür gemeinsam
eine zulässige Ersatzvereinbarung zu treffen, die dem Gewollten möglichst nahekommt. Die
Gültigkeit der übrigen Bestimmungen wird in diesem Fall nicht berührt.

(2) Änderungen oder Ergänzungen des Vertrages bedürfen der Schriftform. Die etwaige
Nichtigkeit einer oder mehrerer Bestimmungen dieses Vertrages berührt nicht die Wirksamkeit
der übrigen. Anstelle der unwirksamen Klausel soll eine wirksame Regelung treten, die dem
angestrebten Zweck der ursprünglichen Bestimmung rechtlich und wirtschaftlich am nächsten
kommt. Gleiches gilt, wenn der Vertrag Lücken aufweisen sollte.

§ 17
Gerichtsstand

(1) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Rostock.

§ 18
Vertragsabschluss

Beide Vertragsparteien bestätigen mit Vertragsunterzeichnung je ein von beiden Parteien


eigenhändig unterzeichnetes Exemplar dieses Vertrages erhalten zu haben.

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Ort, Datum Ort, Datum

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Vor- und Nachname in Druckbuchstaben Vor- und Nachname in Druckbuchstaben

i.A.
Rechtsverbindliche Unterschrift Auftraggeber/Stempel Rechtsverbindliche Unterschrift Auftragnehmer/Stempel

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