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Kiel CREARtiv e.V. c/o Kati Luzie Stüdemann Knooper Weg 51 24103Kiel 0431.5603719 kati.luzie.stuedemann@t-online.de

Kiel CREARtiv e.V. c/o Kati Luzie Stüdemann Knooper Weg 51

24103Kiel

0431.5603719

kati.luzie.stuedemann@t-online.de

kati.luzie.stuedemann@t-online.de www.crear-in-kiel.de Projektwoche mit Schulklassen zu den Themen

Projektwoche mit Schulklassen zu den Themen Diskriminierung, Rassismus und Gewalt - durchgeführt von Kiel Creartiv e.V.

Diskriminierung, Rassismus und Gewalt sind aus dem heutigen Alltag in Schulen und somit auch in der pädagogischen Praxis nicht mehr wegzudenken.

Konzepte gegen Gewalt haben in der Arbeit mit Jugendlichen immer mehr Beachtung gefunden. Das Verhindern und das Verlernen von Gewalt gehört zuden zentralen Aufgaben der pädagogischen Praxis, denn gewalttätige Verhältnisse verletzen grundlegende Menschenrechte und die Entwicklungsmöglichkeiten von jungen Menschen. Junge Menschen können sich auf gewaltfreie Lernprozesse aber nur dann einlassen, wenn sie sich von der Gewalt verabschieden wollen. Wenn es gelingt, ihnen Alternativen zu ihrem Gewaltverhalten als für sie reale Möglichkeiten aufzuzeigen, fällt ihnen die Entscheidung wesentlich leichter. Das Verlernen von Gewalt kann nur in einem unterstützenden und begleitenden Prozess möglich werden. Gewalthandelnde Menschen sind zumeist ängstliche Menschen. Gewalt ist ihnen vertraut, deren Alternativen dagegen sind mit Angst verbunden. Daher sind beziehungsorientierte Lernprozesse gefragt, in denen Personen und Biografien akzeptiert und Konfrontationen nicht gescheut werden.

Zusammen mit professionellen Künstlern bieten wir eine kreative Möglichkeit - Playing Arts.

Seit vier Jahren arbeitet Kiel CREARtiv bereits mit Jugendlichen mit den Mitteln Schauspiel, Improvisation, Bildender Kunst, Körper- und Rhythmusarbeit an Projekten zum Thema Identität, Rassismus und Gewalt. Hochgelobte Ergebnisse dieser Arbeit sind zum Beispiel die Stücke „In der Fremde zu Hause“ und „Die Insel“ mit der Theatergruppe des Jugendmigrationsdienstes der AWO Kiel, „ Anne Frank und Ich“ initiiert durch AKJS, sowie die Kurzfilme „Weg ins Abseits“ ein Projekt des Kriminalpräventiven Rats Gettorf und „Ein Traum“ im Auftrag des Kieler Instituts für Suchtprävention. Prämiert wurden unsere Projekte „Respekt“ - Bürgerpreis der Stadt Kiel 07 „Somos Voz“ - Kinder zum Olymp 08 „Romeo und Julia“ - Schülerkulturpreis 09

Die spartenübergreifende Form Playing Arts ist Kern dieser Arbeit und somit ganz bewusst gewählt. Playing Arts ist ein kreativer Weg auf dem die Jugendlichen spielerisch lernen die eigenen schöpferischen Potenziale zu entfalten und in Wechselspielen mit anderen zu erweitern. Durch das Feedback von Leiter und Gruppe, kann der Spieler sein Verhalten aus einer anderen Perspektive betrachten und neue Alternativen finden, mit denen er experimentieren kann Impulse aus den verschiedenen Kunstgattungen ermuntern die eigene schöpferische Spur zu entdecken, einen eigenen Ausdruck zu finden, experimentierend zu entfalten und so Ungeahntes zu entdecken Ist ein kreativer Weg gefunden, beginnt die spielerische Energie einen zu erfassen und zu bewegen, die nur jenseits von Pflichterfüllungen und fremdbestimmten Ansprüchen möglich ist.

Das konkrete Projekt:

„ Respekt“

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Playing Arts -Projektwoche

Zeitraum: Mo – Fr. tägliche kreative Arbeit ( à 7 Zeitstunden ) Fr. nachmittags Präsentation vor Publikum

Respekt- Dieses Wort ist seit der Hip-Hip und Rap Bewegung nicht mehr aus dem täglichen Sprachgebrauch der Jugendlichen wegzudenken. Aber was ist die Definition des Wortes? Hier klaffen die Interpretationen weit auseinander und viele Jugendliche sind sich gar nicht bewusst, dass sie genau das Gegenteil von Respekt beschreiben wen sie zum Bespiel äußern :

„Die anderen müssen mir Respekt erweisen, auf der Straße und so. Wenn einer mich voll blöd anglotzt, dann verletzt er meine Ehre und kriegt aufs Maul.“

Fangen wir mit dem Wort Toleranz an. Schon um diese müssen wir in vielen Bereichen unseres Zusammenlebens Kämpfen.

Toleranz meint, den anderen so sein lassen wie er ist. Gleichzeitig belässt Toleranz aber auch die Unterschiede und es kommt zu keinem Austausch. Ich kann absolut tolerant sein, ohne das leiseste Interesse am Gegenüber, ohne Interesse daran wer er ist, was er tut und warum.

Respekt fordert eine tiefgreifendere Energie. Das Sehen, Zusammenkommen und ein wirkliches Interesse am Anderen. Respekt ist die Basis meines Verstehen vom Anderen und somit meinem Verständnis vom Anderssein und der Ausgangspunkt eines wirklichen Miteinanders.

In dieser Intensivwoche erarbeiten wir mit den Jugendlichen eine Collage verschiedener Kunstgattungen zum Thema „Respekt“ ,in dem jedem Einzelnen Raum gegeben wird, in der jeder Jugendliche selbst entscheiden kann, welche Form des künstlerischen Ausdrucks ihm mehr liegt ,die aber nur in der ganzen Gruppe zu einem Theater-Ereignis werden kann.

Ablauf:

1.Einführung in das Thema vielleicht mit Film zum Thema ? ( Ghettokids oder Knallhart) ,

2.Blockarbeit mit Künstlern aus den verschiedenen Sparten

3.Theater Basics + Rhythmus( Sensibilisierung für die Gruppe )

4.Bildende Kunst ( Wir erarbeiten Großkollagen zum Begriff Ausgrenzung die später auch Bühnenbild und Ansatz für die Theaterarbeit dienen)

5. Improvisation und Körper ( Konkrete Aufgaben und der spielerische Umgang mit den Symbolen

Punkt, Kreis, Linie, Spirale und Mauer), Erarbeiten einer festen Choreographie

6. Theater - Arbeiten mit Stimme und Text

erarbeiten gemeinsamer Texte zum Wort „ Respekt“

7. Film ( erstellen kleiner Minifilme zum Thema und filmische Dokumentation

8. Zusammenfügen der einzelnen erarbeiteten Teile zu einem kleinen Theaterevent

9. Gemeinsame Aufführung

Die Ziele:

Soziale Kompetenz fördern Gruppe und Klassengemeinschaft stärken Gemeinsames Erfolgserlebnis schaffen Handlungsmöglichkeiten erkennbar machen Die starke Seite der einzelnen Personen sowie der Gruppe aufzeigen und fördern Konflikte aufzeigen und mit Mitteln der Kunst bearbeiten Jugendliche des Workshops als Multiplikatoren an ihren Schulen ( Anregungen zu weiteren künstlerischen Aktivitäten)

Kosten:

Ein Wochenworkshop mit jeweils einem/einer KünstlerIn pro Tag inclusive Konzeption, Vorbereitung und Organisation mit Nutzung von schuleigenen Räumen beläuft sich auf :

2000 pro Woche.

Der Workshop ist auch als Intensivwoche zu erweitern. Hierzu fährt die ganze Klasse in ein Seminarhaus und arbeitet dort ganztägig mit 3 Künstlern von Kiel Creartiv. Die Gruppe bleibt die ganze Woche zusammen.

Preis hier nach Absprache