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Karla Tschavoll, 3A 7. 4.

2019

Textanalyse zum Artikel „Sozial verletzt“ von Karl Fluch

Der Artikel „Sozial verletzt“ von Karl Fluch ist am 31. März 2018 in der
Wochenendausgabe von Der Standard erschienen. Der Autor will mit seinem Text
die Nutzerinnen und Nutzer der Social-Media-Plattform Facebook ansprechen und
zeigen, wie krank Facebook machen könne und dass der Verzicht nicht so schwer
sei, wie man glaube.

Um seine Zielgruppe zu erreichen, beschreibt Fluch seine eigene Situation und


schildern die vielen Probleme, die die Nutzung von Facebook zur Folge hat. Er
erzählt, wie er seine „Sucht“ bemerkt und einen Selbstversuch gestartet habe, um zu
beweisen, dass das Leben auch ohne „sozial vernetzt“ zu sein (Zeile 10) weitergehe.

Der Artikel ist mittels Überschrift, Lead und drei Zwischenüberschriften in vier Teile
gegliedert. Der erste Teil dient als Einführung in die Thematik, der letzte als Fazit und
Ausklang. Fluch verwendet viele lange, aber auch viele kurze, unvollständige Sätze.
Pro Sinnesabschnitt gibt es zwei bis drei Absätze. Der Autor erläutert zuerst seine
eigene Situation und vergleicht diese dann mit der der Gesellschaft. So bekräftigt er
seine Argumente und stattet diese zusätzlich mit reichlich Witzen und Stilmitteln aus.

Dadurch liest der Text sich flüssig, ist gut verständlich und an die Zielgruppe
angepasst. Der Autor verwendet hauptsächlich die Umgangssprache, wobei er zwei
Mal in die Vulgärsprache mit den Ausdrücken „Kein Schwein“ (Zeile 1) und „jeden
Furz“ (Zeile 18) wechselt. Einige Stilmittel sind zu finden, darunter Asyndeta wie
„tippten, posteten, teilten“ (Zeile 32). Fluch verwendet einige Anglizismen wie „virtual“
(Zeile 6), „reality“ (Zeile 7), „oldschool“ (Zeile 28) und „Nerd“ (Zeile 39) sowie
Wortspiele wie „zu viel virtual in der reality“ (Zeile 6 bis 7), „sozial vernetzt – sozial
verletzt“ (Zeile 10 bis 11) und „Fake-News? Fuck News!“ (Zeile 49). Auch eine
rhetorische Frage steht im Text: „Wie soll man da sein Kind großziehen, in Ruhe
kochen oder den Strand genießen?“ (Zeile 48 bis 49).

Mit viel Humor und cleveren Vergleichen macht der Autor auf die Thematik
aufmerksam und fordert seine Leserinnen und Leser auf, sich von Zeit zu Zeit dem
Karla Tschavoll, 3A 7. 4. 2019

Social-Media-Wahnsinn zu entziehen. Mit der Erzählung des Selbstexperiments


beweist er, dass der Verzicht auf Facebook nicht so schwer ist, wie die meisten
Nutzerinnen und Nutzer denken. Fluch macht seinen Leserinnen und Lesern
bewusst, wie absurd ihre Situation eigentlich ist und behauptet, dass keinen Kaffee
zu trinken härter sei (vgl. Zeile 54). Am Schluss gesteht er dennoch, dass er sich
nach seinem Selbstexperiment wieder auf Facebook eingeloggt habe.

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