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Monographie:Echter Salbei

Blüte der Unsterblichkeit

Name: Salvia officinalis , Salvia


folium

Etymologie: Weisheit und ein hohes Alter


sind die Themen,
die die Geschichte dieser
wunderbaren Pflanze
bestimmen. Die alten
Griechen glaubten, Salbei
könne Menschen unsterblich
machen. Es wurde daraufhin
als das Kraut der
Unsterblichkeit bekannt,
vielleicht weil er so viele
unterschiedliche Krankheiten
heilt oder wegen seiner Kraft,
die innere Weisheit zu
steigern, die über die
Grenzen unserer psychischen Form hinausgeht. Theophrast (372-287
v. Chr.) war der Ansicht,Salbei könne die Übel von Alter und
Krankheiten vertreiben. I m alten Ägypten wurde Salbei als geber
und Beschützer des Lebens verehrt, und man bekämpfte mit ihm die
Pest.

Für die Römer war Salbei eine heilige Pflanze,die so hoch geschätzt
wurde, dass die Ernte der Blätter eine bedeutende Zeromonie und
keine gewöhnliche Gartenarbeit war. Sie sammelten die aromatischen
Blätter nicht mit Eisen-,sondern mit Bronze und Silberwerkzeugen,
und die Sammler mussten barfuß und sauber sein sowie weisse
Tuniken tragen. Vor Beginn der Ernte wurde den Göttern Essen und
Wein als Opfergabe gebracht.Die Ägypter gaben das Kraut zur
Steigerung der Fruchtbarkeit an Frauen, die ein Kind erwarten
wollten. Im Mittelalter genoß Salbei den Ruf eines verjüngenden
Stärkungsmittels. Er war wesentlicher Bestandteil in Rezepturen.

Familie: Lippenblütler/Lamiaceae

Synonyma:

Vorkommen: Verbreitet kultiviert, in warmen Gebieten verwildert .Heimat wohl


Balkanhalbinsel.
.

Botanik: Aromatischer Halbstrauch mit abstehend graufilzig


behaartenZweigen.Die dicklichen,runzeligen Blätter länglich
eiförmig,am Rand fein gekerbt,oberseits verkahlend. Blüten quirlig in
lockeren, ährenförmigen Blütenständen, Krone meist hell violett,20-
35mm lang, Kelch10-14mm, mit 5-8mm langen Zähnen. Pflanzen aus
Kulturen in Mitteleuropa sind viel länger behaart.

Inhaltsstoffe: Äterisches Öl mit hohem Thujon-Gehalt(35-60%)und geringerem


Cineol-(Eucalyptol)6-16% und Campfer-Anteil 14-37%)daneben
Borneol,Linalool und weitere Mono- und Sesquiterpene,Lamiacenn-
Gerbstoffe wie Rosmarinsäure,Diterpen –Bitterstoffe wie Cornosol
(Pikrosalvin), das beim Trocknen aus Carnosolsäure entsteht,
Triterpene wie Ursolsäure,Phenolglykoside, Flavonoide.

Heilwirkung: Antibakteriell,fungistatisch,virustatisch,
adstringierend,sekretionsfördernd ,schweißhemmend,
antiphlogistisch.

Anwendungsgebiete: Dillfrüchte haben mäßig verdauungsanregende, blähungstreibende


und Krampflösende Eigenschaften. Sie werden heute noch
überwiegend in der Volksmedizin wie Kümmel, bei
Vertauungsstörungen mit Völlegefühl und Blähungen sowie leichten
Krampfartigen Beschwerden im Magendarmbereich verwendet. Auch
zur Anregung der Milchsekretion stillender Frauen wird die Droge
noch benutzt. In der Homöopathie kommt die ganze Pflanze bei
Bluthochdruck zur Verwendung. Als Gewürz nimmt man neben den
getrockneten Früchten auch das frische Kraut mit den noch unreifen
Früchten oder nur die Fiederblättchen. Aus Nordamerika wurde
überliefert, das Kinder Dillsamen bekamen, um sie für den
Gottesdienst ruhig zu stellen, darauf hin nannte man die Samen auch
meeting seed, eben weil sie den ruhigen Ablauf von Veranstaltungen
ermöglichten.Hierzulande werden in der Volksheilkunde die Samen
gemörsert und in Milch verabreicht.oder in einem Schlafkissen neben
das Kopfkissen gelegt .Für ältere Menschen zieht man die
gemörserten Samen in Wein aus.

Anwendungsformen: Als Gewürz für Gurken Fisch und Sosse


Dillfrüchte haben mäßig verdauungsanregende , blähungstreibende
und krampflösende Eigenschaften.Sie werden heute noch vorrüber-
gehend in der Volksmedizin wie Kümmel allerdings in einer
schwächeren Wirkung angewand. Bei Verdaungsstörungen mit
Völlegefühl und Blähungen sowie leichten Krampfartigen
Beschwerden im Magen Darmbereich verwendet. Auch zur Anregung
stillender Frauen wird die Droge noch benutzt.
Für Menschen , die von der Flut an Sinneseindrücken unserer
hektischen , modernen Welt überwältigt werden und sie psychisch
nicht vertauen können, was zu Nervosität führen kann. Die Essenz
mindert diese Reizüberflutung und ermöglicht uns, die Sinne so
einzusetzten, dass sie dem spirituellen Wachstum dienlich sind.

Rezepte: Dillsoße
2Eßl. Guter Senf
1Eßl. Zucker
11/2 Eßl. Weinessig
6-8 Eßl Öl
Salz und Pfeffer nach Geschmack
4Eßl. gehackter Dill
In einem Rührgerät Senf, Zucker und Weinessig verschlagen.
Langsam das Öl eingießen, dabei weiterschlagen. Mit Salz und
Pfeffer nach ihrem Geschmack
würzen und ganz am Schluss den feingehackten Dill unterziehen.
Sehr kalt zu Lachs, am besten Gravad Lachs servieren.
Auch gut über Eiersalat.

Dill- Creme- Sosse


1 Tasse cremig geschlagene Sahne (Schlagobers)
4 Essl. Mayonaise
2Essl. Cognac
½ Teel. Salz
1/2 Teel. frisch gemahlener weisser Pfeffer
1 dicker Bund Dill
Die cremig geschlagene Sahne mit den übrigen Zutaten vorsichtig
vermengen, am Schluss den vorbereiteten Dill unterziehen.