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Zen-Buddhismus

Zen-Buddhismus entstand im 5. Jahrhundert in China und kam im 12. Jahrhundert in Japan an. Zen
bedeutet den „Zustand meditativer Versenkung“. Im Zen-Buddhismus geht es um die pure Existenz
und darum anzuerkennen, dass man nicht alles hat, was man vielleicht besitzen möchte, aber das
man alles hat um zufrieden zu sein.
Ein wichtiger Teil des Zen-Buddhismus sind die „Karesansui“, auch als Zen- oder Trockengarten
bekannt. Dies sind sozusagen philosophische Gärten, die die Betrachter zum Nachdenken anregen
sollen und ihnen Inspiration bringen sollen. Sie haben ihren Ursprung im 14. Jahrhundert und
dienten zunächst dem Abhalten von Zeremonien, jedoch wurden diese zunehmend in
Räumlichkeiten gehalten und so wurden die Gärten ein Ort für Meditation und Besinnung.
Erkennbar sind diese Gärten an Felsbrocken, Moos, kunstvoll geharktem Kies und häufig weißem
Sand (letzteres symbolisiert die Reinheit).
Die Felsbrocken, um welche sich ein Ring aus grünem Moos zieht, werden auf natürlich wirkende
Art angeordnet und der Raum zwischen ihnen mit Sand oder eben Kies gefüllt. Der Kies (oder
Sand) wird von Mönchen in wasserförmige Muster gebracht, was Betrachter zur Interpretation
anregen soll. Diese Kunstform heißt in Japan Wabi-Sabi zielt auf eine perfekte Unperfektion ab und
erkennt natürliche Schöheit an. Dies ist auch zunehmend zu einer Art des Denkens geworden.
Eine große Rolle des Zen-Buddhismus ist die Teezeremonie. Dazu gehört ein Teegarten, in
welchem man sich geistlich auf die Zeremonie vorbereitet. Dieser ist auch nach dem Konzept des
Wabi-Sabi getaltet aber oft verwinkelter als die Zen-Gärten.

Zen-Garten (Abb. 1) Teegarten (Abb. 2)

Die Teezeremonie gibt es unfgefähr seit dem 16. Jahrhundert und sie ist ein praktisches Sinnbild des
Zen-Buddhismus. In der Zeremonie wird viel Wert auf Achtsamkeit, Dankbarkeit und Respekt
gelegt. In dem Teegarten steht das Teehaus, welches klassischerweise aus vielen Naturmaterialien
wie z. B. Bambus, Lehmputz und Holz besteht. Heutzutage wird aber auch zunehmend Glas, Beton
und Stein verbaut.
Wer also die Zeremonie praktizieren will, muss ersteinmal den Garten durchqueren und kann dabei
zur Ruhe kommen. Bevor man durch den Nijiriguchi, einen Eingang, der nur 90 cm hoch ist, ins
Teehaus gelangt, nimmt man noch eine traditionelle Reinigung vor. Hierbei spült man den Mund
aus nd wäscht sich die Hände – damit man nicht nur äußerlich rein ist, sondern auch Herz und
Geist gereinigt sind. Durch das gebückte Eintreten soll man sich an Demut erinnern.
Nun gibt es verschiedene Räumlichkeiten. Es gibt den machiai, die Säulenhalle, welche als
Wartebereich fungiert. Hinzukommen ein Raum, in welchem sich die Gäste reinigen und die
Utensilien vorbereitet werden und schließlich auch der Teeraum selbst. In diesem haben übrigens
nur fünf Personen Platz. Die Innenausstattung ist sehr schlicht gehalten, strahlt aber dennoch eine
gewisse Eleganz aus. Es darf sich aber keine Form oder Farbe der Innenausstattung wiederholen.
Sind die Teetassen rot, so muss die Teedose blau sein.
Der genaue Ablauf einer Teezeremonie

Zunächst gehen die Gäste den Roji, den Pfad durch den Teegarten entlang und lassend den Alltag
hinter sich. Gleichzeitig konzentrieren sie sich auf die Teezeremonie.

Beim Haus angelangt, nehmen sie die traditionelle Reinigung vor, die vor Bösem schützen soll
Komma und ziehen die Schuhe aus.

Im Teeraum nimmt man nun ein Kaiseki zu sich, ein leichtes Gericht und verlässt den Teeraum
nocheinmal.

Nachdem der Teemeister fünfmal einen Gong erklingen lässt KOMM SAtzbau die Gäste den Raum
betreten und sich entweder im Schneidersitz oder im Seiza, dem japanischen Fersensitz,
niederlassen.

Der Teemeister bereitet nun die benötigten Utensilien für das Teetrinken vor. Hierbei hat alles einen
bestimmten, vorgegeben Ablauf.

https://gogonihon.com/de/blog/teezeremonie-in-japan/

Ggf nicht nur die Vorbereitungen auf – sondern die Teezeremonie selbst beschreiben?