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Betriebsanleitung

Operating Instructions
Manuel d’Utilisation
Manual de Servicio
Istruzioni per l’Uso

Sonderfahrzeuge
Drehschalter + Schalthebel
4232 758 002
Technische Änderungen vorbehalten

Copyright by ZF

Die vorliegende Dokumentation ist urheberrechtlich ge-


schützt. Eine Vervielfältigung und Verbreitung in jeglicher
Form, die nicht ausschließlich der Zweckbestimmung der
Dokumentation entspricht, ist ohne Genehmigung der ZF
Friedrichshafen AG untersagt.

Printed in Germany

ZF Friedrichshafen AG, MC-C / 2008

Ausgabe: 2008-05
Vorwort

Bitte lesen Sie vor der ersten Fahrt sorgfältig diese Ihr Fahrzeug ist mit einem automatischen Getriebesystem
Betriebsanleitung. der ZF-AS Tronic-Baureihe ausgestattet.
Je vertrauter Sie mit dem ZF-AS Tronic sind, desto wirt-
Beachten Sie auch die speziellen Hinweise in der schaftlicher können Sie damit fahren. Sie erhalten mit
Betriebsanleitung des Fahrzeugherstellers. dieser Betriebsanleitung die notwendigen Informationen,
damit Sie die technischen Vorzüge des ZF-AS Tronic voll
Für die Bedienung und Wartung des ZF-Intarders be- nutzen können.
nötigen Sie zusätzlich die Betriebsanleitung ZF-Intarder,
Bestellnummer 6085 758 002. Zur Gewährleistung der Betriebssicherheit beachten Sie
bitte die Vorschriften zur Wartung.
Für die Wartungsarbeiten am Getriebe und bei eventuell
auftretenden Problemen stehen Ihnen Fachleute des
ZF-Kundenservices zur Verfügung. Die Adressen erhalten
Sie von der ZF in Friedrichshafen.

Gute Fahrt mit dem ZF-Getriebe wünscht Ihnen Ihre

ZF Friedrichshafen AG
Nutzfahrzeug- und Sonder-Antriebstechnik
Commercial Vehicle and Special Driveline Technology
D-88038 Friedrichshafen
Tel. +49 (0) 7541 77-0
Fax +49 (0) 7541 77-90 80 00
Internet: www.zf.com

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Sicherheitshinweise

In der vorliegenden Betriebsanleitung werden folgende


! GEFAHREN FÜR DIE UMWELT !
Sicherheitshinweise verwendet:
Schmierstoffe, Betriebsstoffe und Reinigungsmittel
dürfen nicht in das Erdreich, Grundwasser oder in die
HINWEIS Kanalisation gelangen.
Dient als Hinweis auf besondere Abläufe, Methoden, • Sicherheitsdatenblätter bei Ihrer zuständigen
Informationen, usw. Umweltschutzbehörde für die entsprechenden
Produkte anfordern und beachten.
• Altöl in einem ausreichend großen Behälter auf-
VORSICHT fangen.
Wird verwendet, wenn eine abweichende und nicht fach- • Altöl, verschmutzte Filter, Schmierstoffe sowie
gerechte Bedienung zu Schäden am Produkt führen Reinigungsmittel nach den Vorschriften der
kann. Umweltschutzverordnungen entsorgen.
• Beim Umgang mit Schmierstoffen und Reinigungs-
mitteln jeweils die Vorschriften des Herstellers
beachten.
! GEFAHR !
Wird verwendet, wenn mangelnde Sorgfalt zu
Personen- und Sachschäden führen kann.

4
Inhaltsverzeichnis

1 Beschreibung des Systems . . . . . . . . . . . . . . . . 8 2.5 Anrollen im Gefälle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21


1.1 Beschreibung allgemein . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 2.6 Betriebsart wechseln: Manuell / Automatik . . 21
1.2 Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 2.7 Gangwechsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
2.7.1 Gangwechsel in der Betriebsart Automatik . . . 22
1.3 Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
2.7.2 Gangwechsel in der Betriebsart Manuell . . . . . 22
1.3.1 ZF-AS Tronic . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
1.3.2 ZF-AS Tronic mid . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 2.8 Fahrtrichtungswechsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
1.4 Fahrschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 2.9 Motorbremse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
1.5 Displayanzeige (ZF-Display) . . . . . . . . . . . . . . . 13 2.10 Anhalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
1.6 Fahrpedal (Gaspedal) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 2.11 Motor ausschalten / Fahrzeug abstellen . . . . . 25
1.7 Automatikfahrbetrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 2.12 Abschleppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
1.8 Manueller Fahrbetrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 2.13 Anschleppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
1.9 ZF-Zusatzaggregate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 2.14 Kupplungsschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
2.15 Motor-Überdrehzahlschutz . . . . . . . . . . . . . . . 27
2.15.1 Betriebsart: Manuell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
2 Bedienung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
2.15.2 Betriebsart: Automatik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
2.1 Motor starten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
2.16 Betrieb mit kupplungsabhängigem
2.2 Anfahren,Vorwärtsfahrt . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Nebenabtrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
2.2.1 Korrektur des Anfahrganges . . . . . . . . . . . . . . . 17 2.16.1 Instationärer Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
2.2.2 Anfahren am Berg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 2.16.2 Stationärer Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
2.3 Rückwärtsfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 2.17 Rollenprüfstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
2.4 Rangieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 2.18 Displayanzeigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

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Inhaltsverzeichnis

2.19 Systemstörungen (Fehlermeldungen) . . . . . . . 36 4 Wartung ZF-ASTronic mid . . . . . . . . . . . . . . . . 46


2.20 Inbetriebnahme des Fahrzeuges bei 4.1 Sichtprüfung der Verkabelung . . . . . . . . . . . . . 46
Tieftemperaturen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
4.2 Wartung der Druckluftanlage . . . . . . . . . . . . . . 46
2.20.1 Abstellen des Fahrzeuges bei
Tieftemperaturen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 4.3 Typenschild . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
4.4 Entlüftung des Getriebes . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
3 Wartung ZF-ASTronic . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 4.5 Ölwechselintervalle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
3.1 Sichtprüfung der Verkabelung . . . . . . . . . . . . . 40 4.6 Ölsorte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
3.2 Wartung der Druckluftanlage . . . . . . . . . . . . . . 40 4.7 Ölmenge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
3.3 Typenschild . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 4.8 Ölwechsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
4.8.1 Öl einfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
3.4 Entlüftung des Getriebes . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
4.9 Ölstandskontrolle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
3.5 Ölwechselintervalle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
3.6 Ölsorte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
3.7 Ölmenge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
3.8 Ölwechsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
3.8.1 Öl einfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
3.9 Ölstandskontrolle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

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ZF-AS Tronic mid / ZF-AS Tronic

026809

Abb. 1 ZF-AS Tronic mid

027529

Abb. 2 ZF-AS Tronic ohne ZF-Intarder

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Beschreibung

1 Beschreibung des Systems

1.1 Beschreibung allgemein

Das automatische Schaltgetriebe ZF-AS Tronic ist über Ein Display im Armaturenbrett zeigt dem Fahrer alle
eine standardmäßige Trockenkupplung an den Motor notwendigen Systeminformationen an (z.B. Gangstufe,
adaptiert. Die Kupplungssteuerung erfolgt über das Störung usw.).
Getriebesystem ZF-AS Tronic, dadurch kann das Kupp-
lungspedal entfallen. Der Getriebesteller und der Kupplungssteller sind die
wichtigsten Bauteile zur Vollautomatisierung des
Das ZF-AS Tronic besteht aus einem Grundgetriebe und Getriebes.
einer integrierten Split- und Planetengruppe.
Der Getriebesteller besteht aus der Getriebeelektronik,
Das Grundgetriebe ist klauengeschaltet, Split- und Schaltventilen, Schaltzylindern und Sensoren.
Planetengruppe sind synchronisiert.
Der Kupplungssteller ist ein elektro-pneumatischer Steller
Die Gangschaltungen werden vom Getriebesystem auto- mit Wegsensoren, er übernimmt die komplette Kupplungs-
matisch ausgeführt. betätigung.

Der ZF-Intarder* ist eine im Getriebe integrierte, ver-


schleißfrei arbeitende, hydrodynamische Zusatzbremse.

*optional

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Beschreibung

1.2 Übersicht
1
4
Legende M
A
S

1a 1b
1 ZF-Fahrschalter
1a Drehschalter
6
1b Schalthebel
2* ZF-Display
3* E-Modul 10
4 Getriebesteller mit
integrierter elektronischer
Getriebesteuerung
5 Kupplungssteller 3
6 Getriebe
7 Fahrpedal 5
8 Bremspedal
2 9b
9a* ZF-Intarder
9b* Elektronische
ZF-Intardersteuerung
8 7
(nur bei Fahrzeug mit ZF
FRIE
DRIC
HSH
AFEN

ZF-Intarder)
AG

10 Anschlussstelle für
Nebenabtrieb*

* optional 9a 029730

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Beschreibung

1.3 Technische Daten

1.3.1 ZF-ASTronic

Getriebetyp Schnellgang 12 AS 2302 12 AS 3002 16 AS 2602


Eingangsdrehmoment max. Nm 1) 2500 3000 2600
Übersetzungen Vorwärtsgänge 12,33 - 0,78 12,29 - 0,78 14,12 - 0,83
Rückwärtsgänge 11,41 - 8,88 11,38 - 8,88 13,07 - 10,81
Tacho elektronisch Soloausführung z = 8 / Intarderausführung z = 8,14
Einbau mit integrierter Kupplungsglocke
Schaltung 3- bzw. 4-Gang-Teil und Rückwärtsgang sind klauengeschaltet
Bereichs- und Splitgruppe synchronisiert
Schaltbetätigung Automatikmodus Getriebesystem übernimmt Kupplungsbetätigung und Gangauswahl
manueller Modus Ganganwahl durch Fahrer, Kupplungsbetätigung übernimmt Getriebesystem
Masse (ohne Zusatzausrüstung) ca. kg 240 252 252
mit ZF-Intarder ca. kg 320 340 340
Ölmenge 3) für Standardeinbau 2) ca. dm3 12 13 13
mit ZF-Intarder ca. dm3 21 23,5 23
Ölsorte entsprechend der jeweils gültigen ZF-Schmierstoffliste TE-ML 02

1) Richtwert (abhängig von Fahrzeugart und Fahrzeugdaten sowie den jeweiligen Einsatzbedingungen)
2) Getriebeneigung 0 bis 3°
3) Bei Getriebe mit ZF-Intarder siehe Betriebsanleitung 6085 758 002

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Beschreibung

1.3.2 ZF-ASTronic mid

Getriebetyp Schnellgang 12 AS 1210 SO 12 AS 1620 SO


Eingangsdrehmoment max. Nm 1) 1200 1600
Übersetzungen Vorwärtsgänge 10,37 - 0,81
Rückwärtsgänge 10,56 - 8,58
Tacho elektronisch z=8
Einbau liegend links mit integrierter Kupplungsglocke
Schaltung 3-Gang-Teil und Rückwärtsgang sind klauengeschaltet
Bereichs- und Splitgruppe synchronisiert
Schaltbetätigung Automatikmodus Getriebesystem übernimmt Kupplungsbetätigung und Gangauswahl
manueller Modus Ganganwahl durch Fahrer, Kupplungsbetätigung übernimmt Getriebesystem
Masse (ohne Zusatzausrüstung) ca. kg 183 201
Ölmenge für Standardeinbau 2) ca. dm3 7,8 9,3
mit Wärmetauscher ca. dm3 7,5 9,0
Ölsorte ZF-Ecofluid M bzw. entsprechend der jeweils gültigen ZF-Schmierstoffliste TE-ML 02

1) Richtwert (abhängig von Fahrzeugart und Fahrzeugdaten sowie den jeweiligen Einsatzbedingungen)
2) Getriebeneigung 0 bis 3°

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Beschreibung

1.4 Fahrschalter

Der Fahrschalter besteht aus einem Drehschalter und Mit dem Schalthebel schalten Sie die Gänge und aktivie-
einem Schalthebel. ren bzw. deaktivieren den Automatikmodus.

Drehschalter Schalthebel M/A Umschalten Manuellmodus in Automatikmodus


(und umgekehrt)
N
D R
DM RM + 2 Gänge hochschalten (Anschlag Federpunkt)
+ 1 Gang hochschalten (erster Federpunkt)
– 1 Gang zurückschalten (erster Federpunkt)
– 2 Gänge zurückschalten (Anschlag Federpunkt)
029892 023868
S Suchfunktion*

Der Schalthebel federt nach der Anwahl der Stellungen


Sie können mit dem Drehschalter folgende Bereiche « + », «+», « – », « – », «S»* und «M/A» wieder zurück.
anwählen:
Durch mehrmaliges Antippen des Schalthebels können
DM = Rangieren vorwärts manuelle Hochschaltungen und Rückschaltungen auch
D = Fahren (Drive) über mehr als 2 Gangstufen vollzogen werden.
(vorwärts, Automatik oder manuell)
N = Neutral
R = Rückwärts
RM = Rangieren rückwärts * Wird die Position “S” (Suchfunktion) während des manuellen
Fahrbetriebs angewählt und die Motorbremse nicht betätigt,
schaltet das Getriebe in den ECO-Gang (niedrige Motordrehzahl).
Befindet sich der Drehschalter in Position «N» ist der Wird die Position “S” (Suchfunktion) bei betätigter Motorbremse
Schalthebel ohne Funktion. angewählt, schaltet das Getriebe in den POWER-Gang (hohe
Motordrehzahl).

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Beschreibung

1.5 Displayanzeige (ZF-Display) Manueller Fahrbetrieb

In dieser Betriebsanleitung werden nur die Displayan- Im Getriebe ist der 4. Gang
zeigen der Getriebefunktionen beschrieben. Weitere eingelegt.
Displayanzeigen siehe Betriebsanleitung des Fahrzeug-
herstellers.
024374

Das Display zeigt die Nummer des eingelegten Ganges,


mögliche Rückschaltungen bzw. die Neutralstellung oder Im Getriebe ist der 8. Gang
Fehlermeldungen an. eingelegt.
Rückschaltmöglichkeit
bis zu 2 Gangstufen möglich
Automatikfahrbetrieb (pro Balken ein Gang). 029886

Das Getriebe befindet sich


im Automatikfahrbetrieb
(4 Balken und 2 Pfeile).
Es ist der 4. Gang eingelegt.
029885

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Beschreibung

1.6 Fahrpedal (Gaspedal) 1.7 Automatikfahrbetrieb

Die Fahrpedalstellung muss während des Schaltvorgangs Drehschalter in Stellung «D». Das Schaltsystem wählt den
nicht verändert werden. optimalen Anfahrgang aus.
Betätigt man das Gaspedal schließt die Kupplung auto-
Während der Schaltung wird der Motor durch die elektro- matisch und das Fahrzeug setzt sich in Bewegung.
nische Getriebesteuerung beeinflusst. Das Schaltsystem führt Hoch- und Rückschaltungen
während der Fahrt selbständig aus.
In Abhängigkeit der Fahrpedalbetätigung erfolgt die Kupp-
lungsbetätigung über die elektronische Getriebesteuerung. Schaltungen die zum übertourigen Fahren oder zum
Abwürgen des Motors führen, werden im Automatik-
betrieb durch das Schaltsystem vermieden.

Der Fahrer kann jederzeit – zum Beispiel in schwierigen


Fahrsituationen – ohne Gas wegzunehmen manuell mit
dem Schalthebel eingreifen. Dabei wechselt der Fahrbe-
trieb von Automatik in manuell.

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Beschreibung

1.8 Manueller Fahrbetrieb 1.9 ZF-Zusatzaggregate

Drehschalter in Stellung «D». Wird der Schalthebel Das ZF-AS Tronic kann je nach Fahrzeugausführung mit
betätigt wechselt das Getriebesystem in den manuellen folgenden Zusatzaggregaten ausgerüstet sein:
Fahrbetrieb. Der Fahrer kann mit dem Schalthebel
auch einen anderen Anfahrgang wählen als den vorge- • ZF-Intarder
schlagenen Anfahrgang. • ZF-Nebenabtrieb (kupplungsabhänig)
• ZF-Notlenkpumpe
Betätigt man das Fahrpedal schließt die Kupplung auto-
matisch und das Fahrzeug setzt sich in Bewegung. Für die Bedienung und Wartung des ZF-Intarders steht die
Der Fahrer schaltet mit dem Schalthebel die gewünschten Betriebsanleitung 6085 758 002 zur Verfügung.
Gänge.

Hochtouriges Fahren ist unwirtschaftlich und ist vom


Fahrer zu vermeiden.

Bei Betätigung des Fahrpedals in einem zu hohen Gang,


kann der Motor abgewürgt werden.

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Bedienung

2 Bedienung 2.1 Motor starten

Abhängig vom Hersteller und Fahrzeugtyp sind abwei- • Feststellbremse einlegen D


N
R
chende Bedienelemente und Bedienvorgänge möglich, DM RM

wie z.B. Fahrzeug bewegen von der Oberwagenkabine • Drehschalter auf «N»
in Kranfahrzeugen. (Getriebe Neutralstellung)
029892
Beachten Sie deshalb auch die Betriebsanleitung des • „Zündung“ einschalten
Fahrzeugherstellers.
• Selbstcheck des Schaltsystems
(Displayanzeige «CH»)
! GEFAHR !
• Bei laufendem Motor und eingelegtem Gang ist es • Motor starten 024367

nicht erlaubt das Fahrzeug zu verlassen.


• Ohne Motorfunktion (z.B. kein Kraftstoff) kann • Selbstcheck ist abgeschlossen.
kein Gang geschaltet werden, Getriebe schaltet «N» erscheint auf dem Display,
auf „Neutral“. Motorbremse und Lenkhilfe fallen Getriebe ist in Neutralstellung
während der Fahrt aus. 024369
HINWEIS
Bei Motorstillstand sind Gangschaltungen nicht möglich.

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Bedienung

2.2 Anfahren,Vorwärtsfahrt 2.2.1 Korrektur des Anfahrganges

• Motor starten (siehe 2.1). Der Fahrer kann den vom System vorgeschlagenen
N
D R Anfahrgang korrigieren.
DM RM
• Drehschalter von «N» auf «D»
drehen. Korrektur vornehmen:
029893
• Automatikfahrbetrieb ist • Schalthebel in Richtung « – » oder « + » drücken.
aktiviert.
• Das Display zeigt den eingelegten Anfahrgang an.
• Das Display zeigt den einge-
legten Anfahrgang an.
(Den Anfahrgang wählt das
System selbst, Kupplung
bleibt getrennt.) 024376

• Fahrpedal betätigen und gleichzeitig die Feststell-


bremse lösen.

! GEFAHR !
Ohne Betätigung des Fahrpedals kann das Fahrzeug Schalthebel
029888
wegrollen.

• Fahrzeug fährt an (Kupplung schließt automatisch).

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Bedienung

2.2.2 Anfahren am Berg

Beachten Sie die Hinweise des Fahrzeugherstellers.

! GEFAHR !
Gang einlegen, Feststellbremse erst beim Betätigen
des Gaspedals lösen, sonst rollt das Fahrzeug zurück.

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Bedienung

2.3 Rückwärtsfahren

Das Getriebe ist mit zwei Rückwärtsgängen ausgestattet: Rückwärtsgang einlegen:


• «RL» = langsamer Rückwärtsgang
• Fahrzeug muss sich im Stillstand D
N
R
• «RH» = schneller Rückwärtsgang befinden DM RM

• Drehschalter nach «R» drehen

! • «RL» erscheint im Display 029894


GEFAHR !
(Kupplung bleibt getrennt)
Rollt das Fahrzeug, erfolgt keine Schaltung in den
Rückwärtsgang! • Fahrpedal betätigen und gleich-
Fahrzeug sofort zum Stillstand bringen. zeitig Bremse lösen (Kupplung
schließt automatisch)
024444
• Fahrzeug fährt rückwärts.
• Je nach Fahrzeugkonfiguration
kann von «RL» nach «RH»
bzw. von «RH» nach «RL» 024445
geschaltet werden.

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Bedienung

2.4 Rangieren

Für extreme Langsamfahrt ist ein Rangierbetrieb vorge- Das System erkennt den Rangierzustand an der Dreh-
sehen. schalterstellung. Für das Rangieren steht der 1. Vorwärts-
gang und der 1. Rückwärtsgang zur Verfügung.
Im Rangiermodus ist das Fahrzeug (Fahrpedal) feinfühli-
ger, die Kupplungsansteuerung ist gegenüber dem Normal- Im Rangiermodus kann der volle Fahrpedalweg genutzt
zustand verändert. werden. Um diesen Modus wieder zu verlassen, muss der
Drehschalter in Stellung «D», «N» oder «R» gebracht
Das vorwärts und rückwärts Rangieren erfolgt über die werden.
Drehschalterstellung:

• Zum vorwärts Rangieren « DM » anwählen. DM


D
N
R
RM
Rangierdauer unbegrenzt

• Zum rückwärts Rangieren « RM » anwählen. Bei Kupplungsüberlastung erscheint


DM
D
N
R
RM
«CL». Kupplungsverschleiß ist
möglich.

VORSICHT
Reagiert der Fahrer nicht auf
die Displayanzeige «CL», kann
die Kupplung durch Überlastung
beschädigt werden.
029898

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Bedienung

2.5 Anrollen im Gefälle 2.6 Betriebsart wechseln: Manuell / Automatik

Voraussetzung: Motor läuft Jederzeit möglich, auch während der Fahrt.

Wenn bei eingelegtem Gang die Feststellbremse gelöst M/A Betriebsart wechseln von Manuell auf
wird und das Fahrzeug losrollt schließt die Kupplung Automatik
automatisch, ohne dass eine Fahrpedalbetätigung not-
• Schalthebel nach links drücken und «M/A»
wendig ist.
anwählen
! GEFAHR ! Betriebsart wechseln von Automatik auf
Beim Anrollen des Fahrzeuges ohne eingelegten Manuell
Gang – Drehschalter steht auf «N» – ist keine Motor-
• Schalthebel nach links und «M/A» oder
bremswirkung vorhanden!
Schalthebel in Richtung « +/+ » oder « –/– »
Fahrzeug nicht entgegen der Fahrtrichtung des
drücken.
eingelegten Ganges rollen lassen.

Rollt das Fahrzeug – Getriebe in Neutralstellung – nach


Lösen der Bremse vorwärts und schaltet man von «N» auf
«D», so wählt das System einen der Fahrgeschwindigkeit
angepaßten Gang. Der Antriebsstrang wird damit M/A
geschlossen.
029889
N
D R
DM RM
Fahrzeugabhängig kann nach einer bestimmten Zeit
eine selbständige Rückkehr in die Betriebsart Automatik
erfolgen.
029893 024376

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Bedienung

2.7 Gangwechsel

2.7.1 Gangwechsel in der Betriebsart Automatik 2.7.2 Gangwechsel in der Betriebsart Manuell

• Alle Hoch- und Rückschaltungen werden automatisch


ausgeführt.

Diese sind abhängig von:


• Fahrwiderstand
• Fahrzeuggewicht
• Fahrpedalstellung
• Geschwindigkeit
• Motordrehzahl 029890

Den Tipphebel in Richtung « +/+ » oder « –/– » drücken.


• « +/– » Wechsel um eine Gangstufe
• « +/– » Wechsel um zwei Gangstufen
029887
Bei einer manuellen Schaltung verlässt das Schaltsystem
die Betriebsart Automatik.
Im Display erscheint während der Fahrt die Ganganzeige
als Ziffer. HINWEISE
• Man kann jederzeit aus jedem Gang über den Dreh-
schalter nach Neutral schalten. Dieser Schaltwunsch
hat Vorrang.

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Bedienung

• Die Stellung des Fahrpedals muss während des Schalt- 2.8 Fahrtrichtungswechsel
vorgangs nicht verändert werden, da der Motor elektro-
nisch geregelt wird. Rückwärtsfahrt «R» zu Vorwärtsfahrt «D» und umgekehrt:
• Ein Schaltbefehl wird nicht ausgeführt, wenn durch
die Schaltung die max. zulässige Motordrehzahl über- • Drehschalter von «R» nach «D» drehen.
schritten würde.

N N
! GEFAHR ! DM
D R
RM DM
D R
RM
Schalten nach „Neutral“ ist auch während der Fahrt
möglich. Wird nach „Neutral“ geschaltet, so ist der
Antriebsstrang unterbrochen. Die Motorbremswirkung
ist dann nicht mehr gegeben. 029895

! GEFAHR !
Ein Fahrtrichtungswechsel durch Änderung der Dreh-
schalterposition von «R» nach «D» und umgekehrt
darf nur bei Fahrzeugstillstand vollzogen werden,
ansonsten schaltet das Getriebe nach Neutral.
Für die im Getriebe geschaltete Fahrtrichtung ist
ausschließlich die Displayanzeige maßgebend.

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Bedienung

2.9 Motorbremse 2.10 Anhalten

! GEFAHR !
• Bei unbetätigtem Fahrpedal, das Fahrzeug mit der
Betriebsbremse, bis zum Stillstand verzögern.
Die Motorbremswirkung ist während der Schaltung
unterbrochen. Das Fahrzeug kann bei Bergabfahrt • Die Kupplung öffnet automatisch vor Fahrzeugstill-
beschleunigen. stand, so dass ein „Abwürgen“ des Motors verhindert
wird.
• Bei längeren Stillstandszeiten wird empfohlen, die
Manueller Fahrbetrieb
Neutralstellung im Getriebe anzuwählen.
Die Motorbremse wird während den Schaltungen, durch
das System deaktiviert. Nach erfolgter Schaltung wird die • Bei stillstehendem Fahrzeug immer Betriebs- oder
Motorbremse automatisch wieder eingeschaltet. Feststellbremse betätigen.

Automatikfahrbetrieb
Durch Betätigen der Motorbremse schaltet das System so ! GEFAHR !
zurück, dass das maximale Bremsmoment erreicht wird. - Bei Fahrzeugstillstand mit laufendem Motor und
eingelegtem Gang, genügt es das Fahrpedal zu
betätigen um das Fahrzeug in Bewegung zu setzen!
- Vor Verlassen des Fahrzeuges mit laufendem Motor,
muss das Getriebe in Neutral geschaltet und die
Feststellbremse eingelegt werden.
- Das Betätigen der Feststellbremse während der
Fahrt auf glattem Untergrund kann zum Motorstill-
stand führen. Die Lenkunterstützung steht dann
NICHT mehr zur Verfügung!

4232 758 002 - 2008-05 24


Bedienung

2.11 Motor ausschalten / Fahrzeug abstellen 2.12 Abschleppen

HINWEIS Zum Abschleppen unbedingt auch die Anweisungen des


Wird das Getriebe vor Abstellen des Motors nicht in Fahrzeugherstellers beachten!
Neutralstellung gebracht, wird dies nach Zündung „Aus“
automatisch ausgeführt. VORSICHT
Zum Abschleppen muss grundsätzlich die Gelenkwelle
an der Hinterachse abgeflanscht werden. Ist dies nicht
! GEFAHR ! möglich, beide Steckachsen ausbauen.
Ein Abstellen mit eingelegtem Gang ist nicht möglich. Umweltverschmutzung durch eventuellen Ölverlust ver-
Das Fahrzeug kann wegrollen, wenn keine Bremse meiden.
betätigt ist, deshalb Feststellbremse einlegen.

• Fahrzeug zum Stillstand bringen 2.13 Anschleppen


N
D R
• Feststellbremse einlegen DM RM
Anschleppen des Motors ist nicht möglich.
• Drehschalter auf «N» Neutral stellen
• Motor über Zündschlüssel ausschalten
029892
• Unterlegkeile unterlegen
(z.B. an Steigungen)

4232 758 002 - 2008-05 25


Bedienung

2.14 Kupplungsschutz

Besteht für die Kupplung die Gefahr der Überlastung • Zur Schonung der mechanischen Teile der Kupplungs-
durch mehrere kurz hintereinander folgende Anfahrvor- ausrückung, ist bei längerem Halt (mehr als ca. 1 bis
gänge oder Kriechfahrt in einem zu hohen Anfahrgang, 2 Minuten, zum Beispiel Stau, Ampelanlage etc.) das
erscheint die Displayanzeige «CL». Getriebe nach Neutral zu schalten. Dadurch wird die
Kupplung geschlossen und die Kupplungsausrückung
HINWEIS entlastet.
Wählen Sie einen Betriebszustand bei dem keine Über-
lastung der Kupplung entsteht, zum Beispiel: Der Fahrer hat trotz automatisierter Kupplung nennens-
• Fahrzeug beschleunigen werten Einfluss auf die Standzeit der Kupplung.
(zum Schließen der Kupplung) Um den Kupplungsverschleiß gering zu halten, wird
• Anhalten empfohlen, beim Anfahren jeweils einen möglichst
• Anfahren bzw. Rangieren in einem kleineren Gang kleinen Gang zu wählen.

! GEFAHR !
Wenn der Fahrer den Warnhinweis ignoriert,
schließt die Kupplung bei betätigtem Fahrpedal.
Eine weitere Belastung der Kupplung wird damit
vermieden.
Dies kann zum „Abwürgen“ des Motors führen,
wobei ein Zurückrollen an einer Steigung nicht
auszuschließen ist.
Bei Gasrücknahme öffnet die Kupplung wieder.

4232 758 002 - 2008-05 26


Bedienung

2.15 Motor-Überdrehzahlschutz

Um den gesamten Antriebsstrang vor zu hohen Dreh-


zahlen zu schützen lässt das ZF-AS Tronic nur Schaltun-
gen zu, die innerhalb der festgelegten Drehzahlen des
Fahrzeugherstellers liegen.

2.15.1 Betriebsart: Manuell 2.15.2 Betriebsart: Automatik

• Achten Sie darauf, dass der Motor den zulässigen Beachten Sie die Hinweise des Fahrzeugherstellers.
Drehzahlbereich nicht überschreitet.
• Beschleunigt das Fahrzeug bei Gefällefahrt, erfolgt ! GEFAHR !
keine automatische Schaltung in einen höheren
Das Fahrzeug kann bei Gefällefahrt beschleunigen.
Gang.
Um den Motor im Überdrehzahlbereich (roter Bereich)
vor Beschädigung zu schützen, erfolgt vom System
VORSICHT eine Hochschaltung.
Eine Schädigung des Motors kann erfolgen, wenn das
Fahrzeug bei Gefällefahrt beschleunigt und der Motor
in den Überdrehzahlbereich kommt.

4232 758 002 - 2008-05 27


Bedienung

2.16 Betrieb mit kupplungsabhängigem Nebenabtrieb

Sobald ein Nebenabtrieb aktiviert wird erscheint im • Auf dem Display erscheint z.B.:
Display zusätzlich ein « P ».
Beispiel: « PN » heißt Nebenabtrieb ist aktiviert und das
Getriebe befindet sich in Neutral. Siehe auch Kapitel
„Displayanzeigen“.
024406

d.h.: Nebenabtrieb 1 ist aktiviert, Anfahrgang 3 ist


2.16.1 Instationärer Betrieb geschaltet.
• Beim instationären Betrieb des Nebenabtriebes können
nur die folgenden Anfahrgänge und der Rangiermodus
angewählt werden:
2.16.2 Stationärer Betrieb
ZF-AS Tronic Direktgang: Anfahrgänge 1, 3
Schnellgang: Anfahrgänge 2, 4 Beim stationären Betrieb des Nebenabtriebes ist kein
Gang schaltbar. Das Getriebe bleibt in Neutralstellung.
ZF-AS Tronic mid alle Anfahrgänge
• Die Gangschaltungen werden nur bei Fahrzeugstill-
stand ausgeführt. Ein Gangwechsel während der Fahrt
ist ausgeschlossen.
• Nebenabtrieb einschalten und Anfahrgang einlegen.

4232 758 002 - 2008-05 28


Bedienung

2.17 Rollenprüfstand

! GEFAHR !
Das Fahrzeug kann auch ohne Fahrpedalbetätigung
von der Rolle fahren.

N
D R
Nach dem Auffahren auf einen Rollen- DM RM

prüfstand (Bremsenprüfstand) Getriebe


in „Neutral“ schalten.

• Bei laufender Rolle erkennt das System 029892

die Funktion „fahrendes Fahrzeug“.


Legt man einen Gang ein, schließt die Kupplung.
• Bei laufender Rolle ist das Schalten des Rückwärts-
ganges nicht möglich.

4232 758 002 - 2008-05 29


Bedienung

2.18 Displayanzeigen

Das Display informiert über den Zustand des Getriebes.

BETRIEBSANZEIGEN

Display Beschreibung

• Selbstcheck des Systems


Anzeige erscheint bei “Zündung EIN”.

024367

• Rangieren vorwärts
(Drive Manoeuvring)

024368

• Getriebe in Neutralstellung
Im Getriebe ist kein Gang eingelegt.

024369

• Nebenabtrieb (PTO*)
- Pfeil nach oben bedeutet, PTO 1 ist aktiviert.
- „PN“ bedeutet, PTO (P) ist aktiviert und Getriebe ist in Neutral (N).
024370

*PTO = Power Take Off = Nebenabtrieb


4232 758 002 - 2008-05 30
Bedienung

• Nebenabtrieb (PTO*) und Rangiermodus vorwärts sind aktiviert


- Pfeil nach oben bedeutet PTO 1 ist aktiviert.

029941

• Nebenabtrieb (PTO*) und Rangiermodus rückwärts sind aktiviert


- Pfeil nach oben bedeutet PTO 1 ist aktiviert.

029942

• Nebenabtrieb (es sind zwei PTOs* aktiviert)


- Pfeil nach oben und unten bedeutet, PTO 1 und 2 sind aktiviert.
- „P1“ bedeutet, PTO aktiviert und im Getriebe ist der 1. Gang eingelegt.
024371

• Rückwärtsgang „Schnell“ (High)


Schneller Rückwärtsgang ist eingelegt.

024445

• Rückwärtsgang „Langsam“ (Low)


Langsamer Rückwärtsgang ist eingelegt.

024444

*PTO = Power Take Off = Nebenabtrieb

4232 758 002 - 2008-05 31


Bedienung

• Rangieren rückwärts
(Reverse Manoeuvring)

024373

• Manueller Fahrbetrieb
Im Getriebe ist der 4. Gang eingelegt.

024374

• Schaltempfehlung im manuellen Fahrbetrieb


- 2 Balken und Pfeil nach unten bedeutet, Rückschaltmöglichkeit bis zu 2 Gänge.
- „5“ bedeutet, der 5. Gang ist eingelegt.
024375

• Automatikfahrbetrieb wird im Display durch 4 Balken mit 2 Pfeilen angezeigt.


Im Getriebe ist der 3. Gang eingelegt.

024376

4232 758 002 - 2008-05 32


Bedienung

WARNHINWEISE

Display Beschreibung

• «AL» = Luftdruck unzureichend (Airless)


- Erscheint mit normaler Anzeige im Wechsel.
- Das Druckluftsystem des Getriebesystems hat nicht genügend Druck.
024377 HINWEIS
Fahren Sie erst an, nach Erreichen von ausreichendem Luftdruck. Sollte wegen zu geringen Luftdrucks
beim Anhalten die Kupplung nicht öffnen, so wird der Motor „abgewürgt“.

! GEFAHR !
Wird bei zu geringem Luftdruck geschaltet, kann das Getriebe in Neutralstellung verbleiben,
so dass kein Durchtrieb und keine Motorbremswirkung vorhanden sind.

• «CC» = Clutch Check


• Kupplungsposition kann nicht eingelernt werden.

024378

• «CL» = Kupplung (Clutch)


- Erscheint mit normaler Anzeige im Wechsel.
• Kupplung ist überlastet
024379 - Abhilfe: Kapitel 2.14 Kupplungsschutz

4232 758 002 - 2008-05 33


Bedienung

• «CW» = Kupplungsverschleißanzeige (Clutch Wear)


- Kupplung ist verschlissen.
- Demnächst Fachwerkstatt für Kupplungsaustausch aufsuchen.
024380

• «EE» = Electronic Error


- Erscheint, wenn die Kommunikation des Displays mit der Getriebeelektronik gestört ist.

024381

• «FP » = Fahrpedal (Gaspedal)


• Fuß vom Fahrpedal nehmen.
- Erlischt Anzeige nicht, liegt eine Systemstörung vor. Keine Weiterfahrt möglich!
024383

• «HT» = Zu hohe Getriebetemperatur (High temperature)

024384

• «TC» = Transmission Check


• Getriebepositionen können nicht eingelernt werden.

024386

4232 758 002 - 2008-05 34


Bedienung

SYSTEMSTÖRUNGEN

Display Beschreibung

• Systemstörung
- Erscheint, wenn der Fahrbetrieb nur mit Einschränkungen möglich ist.
- Baldmöglichst eine Fachwerkstatt aufsuchen.
024387
HINWEIS
Bei bestimmten Systemstörungen wird der Automatikfahrbetrieb deaktiviert, das Getriebesystem ver-
bleibt im manuellen Fahrbetrieb.

• STOPP - Schwere Systemstörung


S
T • Anhalten!
O
P - Weiterfahrt nicht zulässig. Werkstattaufenthalt notwendig.
024388

! GEFAHR !
Das Fahrzeug möglichst nicht in Gefahrenzonen anhalten.

Siehe auch Kapitel 2.19 (Systemstörungen)

4232 758 002 - 2008-05 35


Bedienung

2.19 Systemstörungen (Fehlermeldungen)

• Erscheint im Display ein « Schraubenschlüssel-


Symbol » liegt eine Systemstörung vor. Der Fahrbetrieb
ist evtl. nur eingeschränkt möglich.
Erscheint im Display « STOP » plus « Schrauben-
schlüssel-Symbol » liegt eine schwere Systemstörung
vor. Fahrzeug abstellen, Weiterfahrt nicht zulässig.

• Ein Löschen der Störungsmeldung und der daraus Schalthebel 029891

resultierenden Fehlerreaktion ist bei Fahrzeugstillstand


über « Zündung AUS » möglich, warten bis die Dis-
playanzeige erlischt. Erlischt die Displayanzeige nach
« Zündung AUS » nicht, System über Batterie-Haupt- Auf dem Display erscheint je nach Ausführung eine
schalter abschalten. Zündung wieder einschalten. Ist 2- oder 3-stellige Fehlernummer. Diese entspricht dem
die Störungsmeldung noch vorhanden, ist ein Aufent- aktuell anliegenden Fehler.
halt in einer Servicestelle notwendig.
Bei der Kontaktaufnahme mit der Servicestelle bitte Werden zusätzlich zur angezeigten Zahl 4 Balken an-
die Fehlernummer(n) angeben. gezeigt bedeutet das: Fehler-Nr. + 100 (nur bei zwei-
stelliger Displayanzeige)
Abruf der aktiven Fehlernummern:
• Zündung einschalten (Motor nicht starten)
• Drehschalter nach « N » drehen
• Schalthebel in Stellung « + » halten
024404 024405

z. B.: Fehler-Nr. 74 Fehler-Nr. 174

4232 758 002 - 2008-05 36


Bedienung

Werden zusätzlich zur angezeigten Zahl 4 Balken und Abruf von Fehlernummern aus dem Fehlerspeicher:
2 Pfeile angezeigt bedeutet das: Fehler-Nr. + 200 (nur bei
zweistelliger Displayanzeige) • Zündung einschalten (Motor nicht starten)

• Drehschalter nach «N» drehen und gleichzeitig die


Fußbremse betätigen

024391 • Schalthebel in Stellung « + » halten

z. B.: Fehler-Nr. 227 Auf dem Display werden alle abgespeicherten Fehler
hintereinander angezeigt.

4232 758 002 - 2008-05 37


Bedienung

2.20 Inbetriebnahme des Fahrzeuges bei Tieftemperaturen

Außentemperatur Bis –20 °C –20 °C bis –30 °C –30 °C bis –40 °C


Ölsorte nach ZF-Schmierstoffliste nach ZF-Schmierstoffliste nach ZF-Schmierstoffliste
TE-ML 02 TE-ML 02 TE-ML 02
Motorstart erlaubt erlaubt Getriebe muss vor dem Motor-
start vorgewärmt werden
Beim Starten – Warmlaufphase von mindes- Vorwärmen z.B. mit Warmluft,
zu beachten tens 10 Minuten, bei erhöhter die aber am Getriebe +130 °C
Leerlaufdrehzahl von ca. nicht überschreiten darf.
1500 U/min VORSICHT
Getriebe in Neutralstellung Nicht am Getriebe- und
Kupplungssteller erwärmen.
Einschränkungen Keine Bei Getriebetemperatur ober- Bei Getriebetemperatur ober-
halb –20 °C ist das Getriebe halb –20 °C ist das Getriebe
betriebsfähig und alle Funktio- betriebsfähig und alle Funktio-
nen sind gegeben. Längere nen sind gegeben. Längere
Schaltzeiten sind zu erwarten. Schaltzeiten sind zu erwarten.

HINWEIS
Bei Temperaturen unterhalb von –20°C nimmt die Luftleckage am Getriebesystem stark zu. In diesem
Temperaturbereich ist nicht sichergestellt, dass die Kupplung für den Motorstart geöffnet werden kann.
In diesem Fall muss der motorseitige Anlasser in der Lage sein, zusätzlich zum Motorschleppmoment das
Schleppmoment des Getriebes zu überwinden.

4232 758 002 - 2008-05 38


Bedienung

2.20.1 Abstellen des Fahrzeuges bei Tieftemperaturen

Ein längeres Abstellen des Fahrzeuges oder Lagern des


Getriebes ist bis zu einer Außentemperatur von – 40 °C
zulässig.

4232 758 002 - 2008-05 39


Wartung ZF-AS Tronic

3 Wartung ZF-AS Tronic 3.1 Sichtprüfung der Verkabelung

• Bitte beachten Sie zusätzlich die Angaben des Fahr- • Verkabelung auf Beschädigung überprüfen im Rahmen
zeugherstellers. der Fahrzeuginspektion.

• Regelmäßige Wartung erhöht die Betriebssicherheit der • Auf richtigen Sitz der Stecker achten, Stecker müssen
Getriebe. zugentlastet montiert sein.

• Sichtkontrolle auf Ölundichtheit im Rahmen der


Fahrzeuginspektion.
3.2 Wartung der Druckluftanlage
• Alle Wartungsarbeiten am Getriebe nur bei waagrecht
stehendem Fahrzeug und ausgeschaltetem Motor • Die Wartungshinweise des Fahrzeugherstellers sind
durchführen. einzuhalten.

• Bei allen Ablass-, Einfüll- oder Verschlussschrauben • Der Druckluftbehälter sollte wöchentlich, im Winter
darauf achten, dass vor jeder Montage der Dichtring täglich entwässert werden.
erneuert wird.
HINWEIS
• Entlüftungsventil nicht direkt mit Druckwasser Mit dem Druckluftbehälter ist auch der Druckluftreiniger
bestrahlen. (Wasser im Getriebe: Korrosionsgefahr) mit Wasserabscheider zu entwässern, sofern dieser nicht
automatisch arbeitet.
• Für Getriebe mit ZF-Intarder ist zusätzlich die ZF-
Intarder Betriebsanleitung 6085 758 002 notwendig. • Bei Fahrzeugen die mit einem Lufttrockner ausgestattet
sind, muss der Intervall zum wechseln der Patrone
eingehalten werden.

4232 758 002 - 2008-05 40


Wartung ZF-AS Tronic

3.3 Typenschild 3.4 Entlüftung des Getriebes

Das Typenschild enthält die wichtigsten Daten. Das Getriebeöl erwärmt sich beim Fahren. Dadurch bildet
Es befindet sich auf der linken Getriebeseite vom Abtrieb sich ein Überdruck, der ständig über ein Entlüftungsventil
aus gesehen. (Schlauchentlüftung) abgebaut wird.
Achten Sie darauf, dass die Funktion des Entlüftungs-
Folgende Angaben sind bei Rückfragen oder Reparaturen ventils bzw. der Schlauchentlüftung ständig gewährleistet
unbedingt anzugeben: ist.
1 Getriebetyp
2 Stücklisten-Nr. des Getriebes Im Rahmen der Fahrzeuginspektionen ist bei der
3 Serien-Nr. des Getriebes Schlauchentlüftung folgendes zu überprüfen:

• Der Schlauch darf keine Beschädigung, Knick- oder


ZF FRIEDRICHSHAFEN AG Scheuerstellen aufweisen.
MADE IN GERMANY
• Max. zul. Schlauchtemperatur (z.B. Bereich Auspuff-
ZF-AS Tronic 12 AS 2302 1 rohre, Abgasturbolader) darf nicht überschritten
PARTS LIST NO. MODEL SERIAL NO. werden.
2 4231 030 011 00200100 3
CUSTOMER x • Schlauchende muss sich in einem Trockenraum be-
SPEC. NO
SPEEDO
finden und ca. 150 mm nach unten gesenkt sein.
TOTAL x x
RATIO RATIO
P.T.O. N x n= x xn
ENGINE
OIL CAPACIT OIL GRADE SEE 02
IN LITERS
12 LUBRIC. LIST TE-ML

023906

Typenschild (Beispiel)

4232 758 002 - 2008-05 41


Wartung ZF-AS Tronic

3.5 Ölwechselintervalle 3.7 Ölmenge

Zur Erhaltung der Betriebssicherheit des Getriebes müssen Die Ölmenge ist auf dem Typenschild vermerkt.
die Ölwechselintervalle, wie in der ZF-Schmierstoffliste Maßgebend für die richtige Ölmenge im Getriebe
TE-ML 02 angegeben, eingehalten werden! ist die genaue Durchführung der Ölbefüllung (siehe
Aktuelle Schmierstoffliste siehe: http://www.zf.com Kapitel 3.8.1).

3.6 Ölsorte

Zugelassene Schmierstoffe siehe ZF-Schmierstoffliste


TE-ML 02.
„Wir empfehlen die Verwendung von ZF-Ecofluid M“.

Die ZF-Schmierstoffliste TE-ML 02 ist bei allen ZF-Vertre-


tungen erhältlich oder über Internet http://www.zf.com

4232 758 002 - 2008-05 42


Wartung ZF-AS Tronic

4 3 2 1
Beispiel: ZF-AS Tronic 12 AS 2302

1 Ölablassschraube mit 60 Nm anziehen 4 Typenschild


2 Ölablassschraube mit 60 Nm anziehen 5 Anschluss für Schlauchentlüftung bzw. Entlüftungsventil
3 Öleinfüllschraube mit 60 Nm anziehen

029921

4232 758 002 - 2008-05 43


Wartung ZF-AS Tronic

3.8 Ölwechsel

Der Ölwechsel darf nur bei waagrecht stehendem Fahr-


zeug und ausgeschaltetem Motor durchgeführt werden.

Ölwechsel stets im Anschluss an eine längere Fahrt durch-


führen, solange das Getriebeöl noch betriebswarm und
dünnflüssig ist.

! GEFAHR !
Das Berühren der Teile sowie des Getriebeöls kann zu Ver-
brennungen führen. 029921_1 3 2 1

1 Ölablassschraube
2 Ölablassschraube
• Ölablass- und Öleinfüllschrauben (1, 2 und 3) am
3 Öleinfüllschraube, Öleinfüllstelle
Getriebe entfernen und Getriebeöl mit einem ge-
eignetem Gefäß auffangen und umweltgerecht ent-
sorgen.
3.8.1 Öl einfüllen
• An der Ölablassschraube (2) Magnet reinigen.
• Dichtringe an den Ölablass- und Öleinfüllschrauben • Öl durch die Öleinfüllstelle (3) einfüllen.
erneuern. • Der Ölstand ist richtig, wenn das Öl die Unterkante
• Ölablassschrauben (1 und 2) einschrauben und mit der Öleinfüllstelle erreicht hat, bzw. wenn bereits Öl
60 Nm anziehen. aus der Öleinfüllstelle austritt.
• Öleinfüllschraube (3) mit 60 Nm anziehen.

4232 758 002 - 2008-05 44


Wartung ZF-AS Tronic

3.9 Ölstandskontrolle

! GEFAHR !
Zu wenig Öl im Getriebe führt zu Getriebeschäden.
Unfallgefahr!

• Ölstandskontrolle bei waagrecht stehendem Fahrzeug


durchführen.
• Ölstand nicht unmittelbar nach einer Fahrt kontrol-
lieren (falsches Messergebnis). Kontrolle erst durch-
führen, wenn das Getriebeöl abgekühlt ist (<40 °C).
• Öleinfüllschraube (3) entfernen.
• Ist der Ölstand unter die Öleinfüllstelle abgesunken,
muss Öl nachgefüllt werden (siehe 3.8.1).
• Ist der Ölstand in Ordnung, Öleinfüllschraube (3) mit
einem neuen Dichtring einschrauben.
Anziehdrehmoment: 60 Nm

HINWEIS
Bei jeder Kontrolle ist das Getriebe auf eventuell undichte
Stellen zu überprüfen.

4232 758 002 - 2008-05 45


Wartung ZF-AS Tronic mid

4 Wartung ZF-AS Tronic mid 4.1 Sichtprüfung der Verkabelung

• Bitte beachten Sie zusätzlich die Angaben des Fahr- • Verkabelung auf Beschädigung überprüfen im Rahmen
zeugherstellers. der Fahrzeuginspektion.

• Regelmäßige Wartung erhöht die Betriebssicherheit der • Auf richtigen Sitz der Stecker achten, Stecker müssen
Getriebe. zugentlastet montiert sein.

• Sichtkontrolle auf Ölundichtheit im Rahmen der Fahr-


zeuginspektion.
4.2 Wartung der Druckluftanlage
• Alle Wartungsarbeiten am Getriebe nur bei waagrecht
stehendem Fahrzeug und ausgeschaltetem Motor durch- • Die Wartungshinweise des Fahrzeugherstellers sind ein-
führen. zuhalten.

• Bei allen Ablass-, Einfüll- oder Verschlussschrauben • Der Druckluftbehälter sollte wöchentlich, im Winter täg-
darauf achten, dass vor jeder Montage der Dichtring lich entwässert werden.
erneuert wird.
HINWEIS
• Entlüftungsventil nicht direkt mit Druckwasser Mit dem Druckluftbehälter ist auch der Druckluftreini-
bestrahlen. (Wasser im Getriebe: Korrosionsgefahr) ger mit Wasserabscheider zu entwässern, sofern dieser
nicht automatisch arbeitet.

• Bei Fahrzeugen die mit einem Lufttrockner ausgestattet


sind, muss der Intervall zum Wechseln der Patrone ein-
gehalten werden.

4232 758 002 - 2008-05 46


Wartung ZF-AS Tronic mid

4.3 Typenschild 4.4 Entlüftung des Getriebes

Das Typenschild enthält die wichtigsten Daten. Das Getriebeöl erwärmt sich beim Fahren. Dadurch bildet
Es befindet sich auf der rechten Getriebeseite vom Abtrieb sich ein Überdruck, der ständig über ein Entlüftungsventil
aus gesehen. (Schlauchentlüftung) abgebaut wird.
Achten Sie darauf, dass die Funktion des Entlüftungs-
Folgende Angaben sind bei Rückfragen oder Reparaturen ventils bzw. der Schlauchentlüftung ständig gewährleistet
unbedingt anzugeben: ist.
1 Getriebetyp
2 Stücklisten-Nr. des Getriebes Im Rahmen der Fahrzeuginspektionen ist bei der
3 Serien-Nr. des Getriebes Schlauchentlüfung folgendes zu überprüfen:

• Der Schlauch darf keine Beschädigung, Knick oder


ZF FRIEDRICHSHAFEN AG Scheuerstellen aufweisen.
MADE IN FRANCE
ASTronic mid 1 • Max. zul. Schlauchtemperatur (z.B. Bereich Auspuff-
12 AS 1620 SO
MODEL rohre, Abgasturbolader) darf nicht überschritten
PARTS LIST NO. SERIAL NO.
2 3 werden.
4247 037 002 00 247 443
CUSTOMER xxxxxx • Schlauchende muss sich in einem Trockenraum be-
SPEC. NO. finden und ca. 150 mm nach unten gesenkt sein.
TOTAL 10,37 - 0,81 SPEEDO xxx
RATIO
RATIO
n= xn
P.T.O. N xxxxx xxxxx
ENGINE
OIL CAPACIT 9,3 OIL GRADE SEE 02
IN LITERS LUBRIC. LIST TE-ML

Typenschild (Beispiel)

4232 758 002 - 2008-05 47


Wartung ZF-AS Tronic mid

4.5 Ölwechselintervalle 4.7 Ölmenge

Zur Erhaltung der Betriebssicherheit des Getriebes müssen Maßgebend für die richtige Ölmenge im Getriebe ist die
die Ölwechselintervalle, wie in der Schmierstoffliste genaue Durchführung der Ölbefüllung (siehe Kap. 4.8.1).
TE-ML 02 angegeben, eingehalten werden!

4.6 Ölsorte

Zugelassene Schmierstoffe siehe ZF-Schmierstoffliste


TE-ML 02.
„Wir empfehlen die Verwendung von ZF-Ecofluid M“.

Die ZF-Schmierstoffliste TE-ML 02 ist bei allen ZF-Vertre-


tungen erhältlich oder über das Internet http://www.zf.com

4232 758 002 - 2008-05 48


Wartung ZF-AS Tronic mid

1 2 3

Beispiel: ZF-AS Tronic mid

1 Ölablassschraube mit 60 Nm anziehen 4 Typenschild


2 Öleinfüllschraube mit 60 Nm anziehen 5 Anschluss für Schlauchentlüftung bzw. Entlüftungsventil
3 Wärmetauscher (Option)

029919 / 029920

4232 758 002 - 2008-05 49


Wartung ZF-AS Tronic mid

4.8 Ölwechsel

Der Ölwechsel darf nur bei waagerecht stehendem Fahr-


zeug und ausgeschaltetem Motor durchgeführt werden.

Ölwechsel stets im Anschluss an eine längere Fahrt durch-


führen, solange das Getriebeöl noch betriebswarm und
dünnflüssig ist.

029920_1

! GEFAHR !
Das Berühren der Teile sowie des Getriebeöls kann zu
Verbrennungen führen.

1 2
• Ölablass- und Öleinfüllschrauben (1 und 2) am Getriebe
entfernen und Getriebeöl mit einem geeignetem Gefäß
auffangen und umweltgerecht entsorgen. 4.8.1 Öl einfüllen

• Ölablassschraube (1) reinigen und Dichtring erneuern. • Öl durch die Öleinfüllstelle (2) einfüllen.

• Ölablassschraube (1) einschrauben und mit 60 Nm • Der Ölstand ist richtig, wenn das Öl die Unterkante der
anziehen. Öleinfüllstelle erreicht hat, bzw. wenn bereits Öl aus
der Öleinfüllstelle austritt.

• Öleinfüllschraube (2) mit 60 Nm anziehen.

4232 758 002 - 2008-05 50


Wartung ZF-AS Tronic mid

4.9 Ölstandskontrolle

! GEFAHR !
Zu wenig Öl im Getriebe führt zu Getriebeschäden.
Unfallgefahr!

• Ölstandskontrolle bei waagrecht stehendem Fahrzeug


durchführen.

• Ölstand nicht unmittelbar nach einer Fahrt kontrol-


lieren (falsches Messergebnis). Kontrolle erst durch-
führen, wenn das Getriebeöl abgekühlt ist (< 40 °C).

• Öleinfüllschraube (2) entfernen.

• Ist der Ölstand unter die Öleinfüllstelle abgesunken,


muss Öl nachgefüllt werden (siehe Kap. 4.8.1).

• Ist der Ölstand in Ordnung, Öleinfüllschraube (2) mit


einem neuen Dichtring einschrauben.
Anziehdrehmoment: 60 Nm

4232 758 002 - 2008-05 51