Sie sind auf Seite 1von 2

BILLIGFLIEGER

Alle wichtigen Informationen zu Billigfluggesellschaften

Flüge für 5€ – damit werben Billigfluggesellschaften wie Ryanair und versprechen komplett
kostenfreie Flüge für die Zukunft. Was es mit diesen Billigfliegern auf sich hat, erfahrt ihr in
diesem Artikel. Ich erkläre euch, was Billigflieger sind, warum sie billig sind, welche
Arbeitsbedingungen für das Personal herrschen und welche Billigairlines es gibt.

Was sind Billigflieger?


Billigflieger sind Fluggesellschaften, die Flüge zu günstigeren Preisen anbieten als klassische
Fluggesellschaften. Sie zeichnen sich durch den Verzicht von Komfort und Service (No-Frills-Konzept) aus.
Im Gegensatz zu gehobenen Fluggesellschaften, bieten sie in der Regel Direktverbindungen und
Kurzstreckenflüge an, um Umstiege und mögliche Wartezeiten einzusparen. Der Begriff „Billigflieger“ steht
auf der einen Seite für die Flugzeuge von günstigen Fluggesellschaften. Auf der anderen Seite ist er
Synonym für die Billigfluggesellschaften. Zudem sind Billigflieger unter den Namen „Billigairline“,
„Günstigflieger“, „low-cost-airline“, „low-cost carrier“, „no frills airline“, „budget airline“ oder
„Discountflieger“ bekannt. Viele renommierte Airlines gründen Tochtergesellschaften, welche Billigflüge
anbieten. So stehen Kunden komfortable und schlichte Flüge zur Auswahl. Die Billigairline und Eurowings
(und ehemalige Germanwings) sind beispielsweise Tochtergesellschaften der Lufthansa.

Warum sind Billigflieger billiger? – die Merkmale


Es stellt sich die Frage, wie Billigairlines es schaffen dermaßen günstige Angebote zu machen und sich auf
dem Markt zu halten. Dabei müsst ihr beachten, wie sie funktionieren beziehungsweise was sie ausmacht.
Es gibt keine klare Definition für die Begriffe „Billigflieger“ oder „Billigfluggesellschaft“. Jedoch lassen
sich Merkmale beobachten, die typisch für Billigflieger sind. Aufgrund dieser Eigenschaften sind
Billigflieger in der Regel günstiger als klassische Fluggesellschaften. Viele Billigfluggesellschaften besitzen
ausschließlich einen bestimmten Flugzeugtyp, wodurch sie an der Produktion verschiedener Modelle
sparen. Ein weiteres Merkmal ist die überdurchschnittliche Auslastung, die durch die Preispolitik
einhergeht. Das Buchen vieler Billigflieger geht ausschließlich online, wodurch sie an Personal und
Räumlichkeiten sparen. Um Start- und Landegebühren zu vermeiden, fliegen sie kleinere Flughäfen am
Rande einer Großstadt an. Viele Billigfluggesellschaften nutzen eigene Terminals und bieten ausschließlich
Direktverbindungen an. Des Weiteren bieten sie keine Vielfliegerprogramme an. Viele
Billigfluggesellschaften versuchen am Personal zu sparen. Das Personal wird in der gesetzlich zugelassenen
Mindeststärke eingesetzt und die Organisation der Mitarbeiter in Gewerkschaften ist gering. Des Weiteren
bieten Billigflieger eine einzige Bordklasse an, was die Konstruktion und Organisation der Flieger einfacher
macht. Es gibt weniger Beinfreiheit als bei klassischen Flugzeugen und für jedes Extra – wie das Reservieren
eines Sitzplatzes – verlangt die Airline einen Aufpreis. Billigfluggesellschaften sparen mit den kleineren
Summen, die sich nach dem Buchen der Flugtickets ergeben. Dazu gehören beispielsweise extra Gebühren
fürs Gepäck, für die Zahlungsmethode (per Kreditkarte) oder für das Drucken des Boarding-Passes. An Bord
gibt es keine inkludierten Speisen und Getränke. Sowohl Getränke als auch Nahrung könnt ihr gegen
Aufpreis erwerben. Ebenso verhält es sich mit Zeitungen und Zeitschriften. Die genannten Einsparungen
sind Grund für die günstigen Flugangebote.

Wie machen Billigfluggesellschaften Gewinn?


Den tatsächlichen Gewinn machen die Airlines durch die Extrazahlungen, die für Gepäck, Platzreservierung
oder Verpflegung an Bord anfallen. Außerdem sparen die Gesellschaften wo es geht. Sie sparen an Komfort
und Service sowie am Personal und den Gehältern. Die Folge ist das tägliche Angebot von vielen
Kurzstreckenflüge zu günstigen Preisen. Wenn eine große Anzahl an Passagieren eine kleine Summe zahlt,
ergibt das am Ende eine große Summe, die einen Gewinn der Fluggesellschaft herbeiführt.

Wie sicher sind Billigflieger? Über die Arbeitsbedingungen bei


Billigfluggesellschaften
Insgesamt könnt ihr davon ausgehen, dass Billigflieger sicher sind. Billigfluggesellschaften
unterliegen, wie klassische Fluggesellschaften, einer regelmäßigen Kontrolle. Allerdings sind
die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter von Billigfluggesellschaften viel schlechter als die
von größeren und hochwertigen Fluggesellschaften. Dadurch, dass Billigflieger das
gesetzlich vorgeschriebene Minimum an Personal einsetzen, um zu sparen, ist der
Arbeitsalltag für die Mitarbeiter stressiger. Sie können es sich nicht leisten zu fehlen oder
krank zu sein, da nicht genügend Personal für eine Vertretung vorhanden ist. Häufig stand
beispielsweise Ryanair aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen in der Kritik. Demnach
verdienen Ryanair-Piloten unterdurchschnittliches Gehalt und bei einem Krankheitsfall
erhalten sie für die krankgeschriebene Zeit 50% der maximalen Stundenanzahl pro Monat.
Solche Arbeitsbedingungen sind oftmals Auslöser für Frust und Depressionen. Die
Mitarbeiter nehmen in Kauf krank zur Arbeit zu gehen, damit sie ihr volles monatliches
Gehalt bekommen und ihnen keine Kündigung droht. Insofern müsst ihr als Passagier eines
Billigfliegers abwägen, ob ihr mit den Gesamtbedingungen übereinkommen könnt.

Welche Billigflieger gibt es?


Es gibt weltweit viele verschiedene Billigfluggesellschaften. In Deutschland sind Ryanair,
EasyJet, Eurowings und Wizz Air die Bekanntesten. Alle bedeutenden Billigflieger habe ich
euch aufgelistet:
§
§ Ryanair
§ EasyJet
§ Eurowings (ehemalige Germanwings)
§ Wizz Air
§ TUIfly
§ flybe
§ Norwegian
§ Vueling
§ Southwest Airlines
§ JetBlue Airways
§ Norwegian Air Shuttle
§ Jetstar Airways
§ Gol Transportes Aéreos
§ Lion Air
§ Westjet
§ AirTran Airways
§ Aer Lingus
§ InterSky