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Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Mumbai

Stufe B2.1, Aspekte neu

Gibt es eine "richtige" und eine "falsche" Erziehung?


Die richtige Erziehung oder die falsche Erziehung gibt es nicht. Es kommt im Familienalltag
auf die Besonderheiten von Kind und Eltern an. Dennoch gibt es einige
Grundvoraussetzungen für eine gute Erziehung. Ganz wichtig ist die Liebe zum Kind. Eltern
sollten Freude daran haben, ihr Kind zu erziehen und die Beschäftigung mit ihm nicht als
Belastung sehen.
Auch wenn die Erziehung eine große Verantwortung darstellt, kann sie viel Spaß bereiten.
Besonders wichtig ist, das Kind in seiner Persönlichkeit zu achten. Eltern sollten auf ihre
Kinder eingehen, ihnen zuhören und ihre Bedürfnisse und Interessen ernst nehmen.

Grenzen setzen
Eltern sind mehr als nur die Freunde ihrer Kinder. Als Erwachsene tragen sie die
Verantwortung für das Kind und geben die Richtung vor. Darum sollten sie sich nicht davor
scheuen, dem Kind Regeln zu geben und Grenzen zu setzen.
Viele Erziehungsexperten halten klare Vorgaben und Regeln für Kinder für den besten Weg.
Kinder brauchen Angaben, nach denen sie sich richten können.
Sind die Eltern inkonsequent, kann dieses Verhalten zu Orientierungslosigkeit des Kindes
führen.
Die Entscheidungen sollten jedoch besprochen und begründet werden.
Körperliche Strafen sind absolut tabu. Über Probleme kann man mit dem Kind sprechen,
wenn man wieder einen kühlen Kopf hat.

Erziehungskonzepte oder Bauchgefühl?


Viele Eltern überlegen, ob sie ein bestimmtes Konzept in ihrer Erziehung berücksichtigen
sollen. Viele dieser Konzepte sind jedoch sehr technisch. Deshlab können Eltern beruhigt auf
ihr Bauchgefühl hören und sich auf ihre eigene Wahrnehmung konzentrieren. Oft sagt die
innere Stimme genau das Richtige.

Wohlstandsvernachlässigung

Was Erziehungsfachleute heute beklagen, ist die sogenannte "Wohlstandsvernachlässigung":


Eltern können ihren Kindern vieles kaufen – den eigenen Fernseher im Zimmer oder teure
Reit-, Ballett- und Klavierstunden. Materielle Dinge können jedoch nie ersetzen, was für
Kinder das Wichtigste ist: Liebe und Zeit.

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