Sie sind auf Seite 1von 2

Pinky Gloves

Sehr geehrte Damen,

Es wurde mir gesagt, ich solle über unsere Stubentiger reden. Da setze ich mich an
meine PC und recherchiere über unsere Vierbeiner, was sie so alles treiben, wie
schädlich sie für die Umwelt sind und wie sehr sie einen Ökosystem zerstören können.
Ich fand tausende Artikel dazu, unzählige Studien über verschiedene Vogelarten die von
Katzen vernichtet wurden. Eine Vielfalt von Informationen, sogar zu viele.
So viele Informationen die mich bewältigten. Und ehrlich gesagt, viele davon
langweiltien mich zu Tode.
Somit öffnete ich Instagram und schaue mir an was meine Lieblingsinfluencer posten.
Und da sehe ich Pinkygate. Und noch ein Artikel und einen neuen Kommentar dazu.
Und noch einen Artikel dazu. Und sogar amerikanische Youtuber sprechen darüber. Was
ist Pinkygate aber?

Pinkygate beschreibt ein Skandal des Fernsehsenders VOX wo zwei Männer einen
anscheinend revolutionären Produkt auf den Markt bringen. Die zwei Männer namens
Eugen Raimkulow und Andre Ritterswürden lernen sich bei der Bundeswehr kennen.
Sie ziehen dann später in einer Frauen WG, wo sie nach eigenen Angaben zu
“Frauvensteher” werden. Sie kommen da in Kontakt mit den wahren Problemen die
Frauen beschäftigen und sprechen da zum ersten mal mit Frauen über Tabuthemen,
darunter auch Menstruation. Da stellten sie heraus, dass Frauen manchmal Probleme
haben, benutzte Tampons sicher zu entfernen. Und was dachten sie? Sie als wahre
Frauenversteher, kommen mit einen neuen Produkt auf den Markt. Unter dem Motto “
Gendermarketing, also ist es pink” entwickeln sie rosa Plastikhandschuhe mit Hilfe
dessen Frauen Binden und Tampons sicher und hygienisch wegwerfen können. Gut
leichter und einfacher wäre es einfach Mülleimer überall hinzustellen, aber wer denkt
daran?

Jede Frau die eine solche Produktbeschreibung hört, denkt mit Sicherheit es wäre ein
Witz. Jeder Mann, der diese Produktbeschreibung hört denkt diese zwei Helden hätten
das Rad neu erfunden.
Aber meine Frage ist: braucht man tatsächlich einen zusätzlichen Produkt? Oder braucht
man neue Strategien um Hygieneprodukten billiger und zugänglicher zu machen? Eine
englische Studie hat festgestellt, dass Frauen im Durchschnitt um 2000 Pfund in Ihren
Leben für Hygieneprodukte ausgeben. Ihr könnten denken, das scheint sicher viel zu
viel, das kann nicht stimmen. Rechnet es aber aus .Wenn wir im Durchschnitt 25 lei
monatlich ausgeben würden, sind das 300 lei jährlich. Hochgerechnet auf 30 Jahren sind
das 9000 lei. Viel zu viel für einige Frauen.
Geschweige, dass Hygieneprodukten in vielen Länder als Luxusgüter versteuert
werden. Nur in Irland werden diese nicht versteuert, sonst gibt eine Versteuerung
zwischen 3 und 20% in fast allen europäische Länder. Die nordische Frauen zahlen am
meisten Steuer darauf, sogar über 20%.

Viele Frau können sich aber diese Luxusgüter einfach nicht leisten. Weltweite
Frauenbewegungen in Länder wie Deutschland, Irland und Australien haben dazu
geführt, dass Versteuerung erniedrigt oder sogar abgeschafft wurden. Vielleicht wird es
auch in Rumänien passieren. Programme wie ‘Pe stop’, geleitet von Irina Vasilescu
setzen sich genau dafür ein, Frauen aus ärmeren Viertel mit Hygieneprodukten zu
versorgen. Solche Programme halten Seminare über dieses Thema, sprechen offen
darüber und bauen Mythen über dieses Tabuthema ab.

Aber zurück zu unserem Pinkygate. Nachdem die zwei Frauenversteher ihren Produkt
vorgestellt haben, bekamen sie sogar einen Sponsor um das Produkt auf den Markt zu
bringen. Und das nachdem zwei Gründerinnnen zwei Jahre davor keinen Sponsor
bekamen für einen Produkt, dass defintiv umweltfreundlicher, hygienischer und
nachhaltiger ist. Die Gründerinnen des mittlerweilen entabilierten Unternehmens ooia
meldeten sich zu Wort auf Instagram. Was sie zu sagen hatten, das lasse ich euch selbst
erfahren.

Vielen Dank