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DEUTSCHE NORM September 2000

Glas im Bauwesen
Bestimmung der Biegefestigkeit von Glas
Teil 2: Doppelring-Biegeversuch an plattenförmigen Proben
D
mit großen Prüfflächen
Deutsche Fassung EN 1288-2:2000 EN 1288-2
ICS 81.040.20 Mit DIN EN 1288-1:2000-09
Ersatz für
Glass in building — Determination of the bending strength of glass — DIN 52292-2:1986-09
Part 2: Coaxial double ring test on flat specimens with large
test surface areas;
German version EN 1288-2:2000
Verre dans la construction — Détermination de la résistance du verre à
la flexion — Partie 2: Essais avec doubles anneaux concentriques sur
éprouvettes planes, avec de grandes surfaces de sollicitation;
Version allemande EN 1288-2:2000

Die Europäische Norm EN 1288-2:2000 hat den Status einer Deutschen Norm.

Nationales Vorwort
Die Europäische Norm EN 1288-2 wurde in der WG 8 „Mechanische Festigkeit“ (Sekretariat: Vereinigtes Königreich)
des Technischen Komitees CEN/TC 129 „Glas im Bauwesen“ (Sekretariat: Belgien) erarbeitet.
Das zuständige deutsche Normungsgremium ist der Arbeitsausschuss NMP 363 „Glasfestigkeit und Prüfung von Glas
für bauliche Anlagen“ des Normenausschusses Materialprüfung (NMP) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V.
Für die im Abschnitt 2 zitierte Internationale Norm wird im Folgenden auf die entsprechende Deutsche Norm hinge-
wiesen:
ISO 48 siehe E DIN ISO 48

Änderungen
Gegenüber DIN 52292-2:1986-09 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
a) Inhalt auf DIN EN 1288-1 (allgemeine Angaben) und DIN EN 1288-2 (Doppelring-Biegeversuch mit Belastungsein-
richtung R400) aufgeteilt.
b) Anwendungsbereich auf monolithisches Glas beschränkt. Glaskeramik gestrichen.
c) Belastungseinrichtung R200 gestrichen.
d) Probendicke für Belastungseinrichtung R400 von mindestens 4 mm auf mindestens 3 mm herabgesetzt.
e) Relative Feuchte bei der Messung festgelegt.
f) Redaktionell überarbeitet.

Frühere Ausgaben
DIN 52292-2: 1986-09

Nationaler Anhang NA (informativ)


Literaturhinweise
E DIN ISO 48
Elastomere und thermoplastische Elastomere — Bestimmung der Härte (Härte zwischen 10 IRHD und 100 IRHD)
(ISO 48:1994)

Fortsetzung 11 Seiten EN

Normenausschuss Materialprüfung (NMP) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V.


Normenausschuss Bauwesen (NABau) im DIN
— Leerseite —
EUROPÄISCHE NORM EN 1288-2
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE Juni 2000

ICS 81.040.20

Deutsche Fassung
Glas im Bauwesen

Bestimmung der Biegefestigkeit von Glas


Teil 2: Doppelring-Biegeversuch an plattenförmigen Proben mit großen Prüfflächen

Glass in building — Determination of the bending strength Verre dans la construction — Détermination de la
of glass — Part 2: Coaxial double ring test on flat résistance du verre à la flexion — Partie 2: Essais avec
specimens with large test surface areas doubles anneaux concentriques sur éprouvettes planes,
avec de grandes surfaces de sollicitation

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 1999-09-05 angenommen.


Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in
der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede
Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist.
Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren bibliogra-
phischen Angaben sind beim Zentralsekretariat oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage
erhältlich.
Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Fran-
zösisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied in eigener
Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Zentral-
sekretariat mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.
CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutsch-
land, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, der Tschechischen Repu-
blik und dem Vereinigten Königreich.

CEN
EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG
European Committee for Standardization
Comité Européen de Normalisation

Zentralsekretariat: rue de Stassart 36, B-1050 Brüssel

© 2000 CEN — Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Verfahren,
sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten. Ref.-Nr. EN 1288-2:2000 D
Seite 2
EN 1288-2:2000

Inhalt
Seite Seite

Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 8.2 Feuchte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6


1 Anwendungsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 8.3 Dickenmessung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
2 Normative Verweisungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 8.4 Grundplatte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
8.5 Positionierung der Probe und des Lastringes . . 6
3 Definitionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
8.6 Aufbringen der Belastung . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
4 Formelzeichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 8.7 Belastungsgeschwindigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . 6
5 Grundlagen des Prüfverfahrens . . . . . . . . . . . . 3 8.8 Ort des Bruchursprungs . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
6 Geräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 8.9 Bewertung von Restspannungen . . . . . . . . . . . 7
6.1 Prüfmaschine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 9 Auswertung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
6.2 Belastungseinrichtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 9.1 Auswertungsgrenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
6.3 Meßgeräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 9.2 Berechnung der Biegefestigkeit . . . . . . . . . . . . 7
7 Proben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 10 Prüfbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
7.1 Form und Maße der Proben . . . . . . . . . . . . . . . 4
Anhang A (informativ)
7.2 Probenahme und Vorbereitung der Proben . . . 5 Beispiel einer Vorrichtung zur Nachführung des
7.3 Anzahl der Proben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Gasdrucks p mit der Stempelkraft F . . . . . . . . . . . 9
8 Durchführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Anhang B (informativ)
8.1 Temperatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Literaturhinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

Vorwort
Diese Europäische Norm wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 129 „Glas im Bauwesen“ erarbeitet, dessen Sekreta-
riat vom IBN gehalten wird.
Diese Europäische Norm muß den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines identi-
schen Textes oder durch Anerkennung bis 2000-12, und etwaige entgegenstehende nationale Normen müssen bis
2000-12 zurückgezogen werden.
CEN/TC 129/WG 8 „Mechanische Festigkeit“ hat die Norm „Glas im Bauwesen — Bestimmung der Biegefestigkeit von
Glas — Teil 2: Doppelring-Biegeversuch an plattenförmigen Proben mit großen Prüfflächen“ erstellt.
Es gibt vier weitere Teile in dieser Normenreihe:
– Teil 1: Grundlagen
– Teil 3: Prüfung von Proben bei zweiseitiger Auflagerung (Vierschneiden-Verfahren)
– Teil 4: Prüfung von Profilbauglas
– Teil 5: Doppelring-Biegeversuch an plattenförmigen Proben mit kleinen Prüfflächen
Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder gehal-
ten, diese Europäische Norm zu übernehmen:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Nor-
wegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich.

1 Anwendungsbereich gehören spätere Änderungen oder Überarbeitungen


dieser Publikationen nur zu dieser Europäischen Norm,
Diese Europäische Norm legt ein Verfahren zur Be-
falls sie durch Änderung oder Überarbeitung eingearbeitet
stimmung der Biegefestigkeit von Glas im Bauwesen unter
sind. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe
Ausschluß von Kanteneinflüssen fest.
der in Bezug genommenen Publikation.
Die Grenzen der Anwendbarkeit dieser Norm sind in
EN 1288-1 beschrieben. EN 1288-1
EN 1288-1 sollte in Verbindung mit dieser Norm gelesen Glas im Bauwesen — Bestimmung der Biegefestigkeit
werden. von Glas — Teil 1: Grundlagen
EN 572-1
Glas im Bauwesen — Basiserzeugnisse aus Kalk-
2 Normative Verweisungen Natronglas — Teil 1: Definitionen und allgemeine
Diese Europäische Norm enthält durch datierte oder physikalische und mechanische Eigenschaften
undatierte Verweisungen Festlegungen aus anderen ISO 48
Publikationen. Diese normativen Verweisungen sind an Rubber, vulcanised or thermoplastic — Determination
den jeweiligen Stellen im Text zitiert, und die Publikationen of hardness (hardness between 10 IRHD and
sind nachstehend aufgeführt. Bei datierten Verweisungen 100 IRHD)
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EN 1288-2:2000

3 Definitionen 5 Grundlagen des Prüfverfahrens


Für die Anwendung dieser Norm gelten die folgenden Die quadratische Probe mit der Seitenlänge L und nahezu
Definitionen: planparallelen Oberflächen wird lose auf einen Stützring
gelegt (Kreisring mit Radius r2 ). Die Probe wird mit Hilfe
3.1 eines Lastringes (Radius r1 ), der konzentrisch zum
Biegespannung Stützring angeordnet ist, mit einer Kraft Fring belastet.
Zusätzlich wird die durch den Lastring begrenzte Fläche A
Die in der Oberfläche einer Probe erzeugte Biegezug-
(0 < r < r1 ) durch einen Gasdruck p belastet, der in einem
spannung.
bestimmten Verhältnis zur Ringlast Fring steht (siehe
ANMERKUNG: Für Prüfzwecke sollte die Biegebeanspru- Bild 1).
chung an einem festgelegten Teil der Oberfläche kon-
Wenn die Probe der Ringlast und dem zugeordneten Gas-
stant sein.
druck unterworfen wird, beides abhängig von den Maßen
r1 , r2 , L und h, so wird ein für den Prüfzweck hinreichend
3.2 homogenes radiales Zugspannungsfeld an der konvex
Effektive Biegespannung gebogenen Oberfläche des Teiles der Probe erzeugt, der
Ein gewichteter Mittelwert der Biegezugspannung, durch den Lastring begrenzt ist (siehe [1], [2], [3] von
berechnet unter Verwendung eines Faktors, der die Anhang B). Die tangentiale Zugspannung ist im Mittel-
Ungleichmäßigkeit des angelegten Spannungsfeldes punkt der Probe (bei r = 0) gleich der radialen Zug-
berücksichtigt. spannung; sie fällt aber ab mit zunehmendem Radius r.
Außerhalb des Lastringes fallen Radial- und Tangential-
3.3 spannung zur Probenkante hin steil ab, so daß die Gefahr
Biegefestigkeit eines Bruches außerhalb des Lastringes gering ist. An
Die Biegespannung oder die effektive Biegespannung, die den Probenkanten selbst wird die Radialspannung Null,
zum Bruch der Probe führt. und die Tangentialspannung ist eine Druckspannung, und
zwar sowohl auf der konkav als auch auf der konvex gebo-
3.4 genen Seite der Probe. Die Probenkanten stehen somit
Äquivalente Biegefestigkeit immer unter einer tangentialen Druckspannung (siehe
EN 1288-1).
Die scheinbare Biegefestigkeit von Ornamentglas (Guß-
glas), bei dem Schwankungen der Probendicke keine Durch die Erhöhung der Kraft F und des Gasdruckes p
genaue Berechnung der Biegespannung zulassen. wird die Zugspannung im mittleren Teil der Probe mit kon-
stanter Geschwindigkeit (6.1 b)) bis zum Bruch gesteigert,
wobei der Bruchursprung im maximal auf Zug bean-
4 Formelzeichen spruchten Oberflächenbereich innerhalb des Lastringes
zu erwarten ist.
A effektive Prüffläche unter quasi-gleichförmiger
Spannungsverteilung ANMERKUNG: Bei der Prüfanordnung nach Bild 1 wirkt
wegen des Gasdruckes p der Stempelkraft F eine
E Elastizitätsmodul (Youngmodul) der Probe Kraft pA entgegen. Die durch den Lastring übertra-
ANMERKUNG 1: Für Kalk-Natronglas (siehe EN 572-1) gene Beanspruchung ist Fring = F ­ pA. Es muß also
ist der Wert 70 × 103 N=mm2 zu verwenden. hier zwischen der Stempelkraft und der Ringlast
unterschieden werden.
F Stempelkraft Unter Beachtung der vorgegebenen Maße der Probe und
Fmax Stempelkraft beim Bruch, „Bruchkraft“ verschiedener Werkstoffkennwerte wird die Biegefestig-
Fring durch den Lastring auf die Probe übertragene keit s bB oder die äquivalente Biegefestigkeit s beqB aus
Kraft, „Ringlast“ dem beim Brucheintritt gemessenen Höchstwert Fmax der
Stempelkraft und der Probendicke h errechnet. Das setzt
h Probendicke oder mittlere Probendicke voraus, daß der Gasdruck p der Stempelkraft F entspre-
L Seitenlänge quadratischer Proben chend der Nennfunktion p (F) (siehe Bild 3) nachgeführt
m Poissonzahl der Probe wird.
ANMERKUNG 2: Für Kalk-Natronglas (siehe EN 572-1) 6 Geräte
ist der Wert 0,23 zu verwenden.
6.1 Prüfmaschine
p Gasdruck auf die durch den Lastring Der Biegeversuch ist mit Hilfe einer geeigneten Biegeprüf-
begrenzte Prüffläche maschine, die folgende Merkmale aufweisen muß, durch-
p …F† Nenngasdruck als Funktion der Stempelkraft zuführen:
pmax …Fmax † Nenngasdruck beim Bruch a) Die Probe muß von Null bis zu einem Höchstwert stu-
fenlos ansteigend und möglichst stoßfrei beansprucht
r Ortskoordinate
werden können.
r1 Radius des Lastringes
b) Die Belastungseinrichtung muß für die festgelegte
r2 Radius des Stützringes Belastungsgeschwindigkeit geeignet sein.
r3m mittlerer Probenradius (zur Auswertung) c) Die Prüfmaschine muß mit einer Kraftmeßeinrichtung
s Spannung ausgestattet sein, die eine Fehlergrenze von höch-
stens ± 2,0 % innerhalb des Meßbereiches aufweist.
s bB Biegefestigkeit
s beqB äquivalente Biegefestigkeit
6.2 Belastungseinrichtung
t Zeit 6.2.1 Ringlast
DF=Dt Anstiegsgeschwindigkeit der Stempelkraft Die Ringlast wird mit Hilfe einer Belastungseinrichtung
 
F ,p ,s  die F, p und s entsprechenden dimensions- nach Bild 2 aufgebracht. Die Maße der Belastungseinrich-
losen Größen (siehe Gleichungen (1) bis (5)) tung sind in Tabelle 1 angegeben.
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EN 1288-2:2000

6.2.2 Flächenlastregler – Die Schwankungen der Tellerdicke (siehe 8.3) dürfen


Belastungseinrichtung für die Flächenlast nach Bild 2. nicht mehr als 4 % betragen. Örtliche Abweichungen
Der Flächenlastregler muß hinsichtlich Genauigkeit und von der mittleren Dicke (als Folge der Tiefe des Orna-
Durchfluß so gewählt werden, daß die Nennfunktion, wie ments) dürfen nicht mehr als 30 %, höchstens jedoch
in Bild 3 oder Tabelle 3 gezeigt, eingehalten werden kann 2 mm betragen.
(siehe Anhang A).
Tabelle 1: Maße für Lastring und Stützring
6.3 Meßgeräte
Die folgenden Meßgeräte sind erforderlich: Prüffläche unter
– Meßgerät zum Messen der Probenbreite auf 1 mm; Lastring Stützring quasi-gleichförmiger
Spannungsverteilung
– Meßgerät zur Messung der Probendicke auf 0,01 mm.
r1 r2 A
mm mm mm2
7 Proben
7.1 Form und Maße der Proben 300 ± 1 400 ± 1 240 000
Es sind quadratische Proben mit den in Tabelle 2 angege-
benen Maßen zu verwenden. Tabelle 2: Maße der Proben
Die für die Proben angegebene Mindestdicke wurde so
berechnet, daß der Einfluß des Eigengewichtes der Probe Seiten- Mindest- Mittlerer
auf die Spannungsverteilung vernachlässigt werden kann. länge der Nennproben- Probenradius
Es sind folgende Toleranzen für die Proben einzuhalten: Probe dicke (zur Auswertung)
Bei Proben mit ebenen Oberflächen: L r3m
– Ebenheitstoleranz 0,3 mm; mm mm mm
– Parallelitätstoleranz 2 % der Probendicke.
Bei Proben mit einer oder zwei ornamentierten 1 000 ± 4 3 600
Oberflächen:

1 Lastring
2 Probe
3 Stützring

Bild 1: Prinzip der Prüfanordnung


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7.2 Probenahme und Vorbereitung der Proben 7.2.2 Konditionierung


7.2.1 Zuschnitt und Bearbeitung Schutzüberzüge müssen 24 h vor der Prüfung entfernt
Mit größter Sorgfalt ist darauf zu achten, daß die werden (siehe EN 1288-1). Die Proben sind mindestens
Prüffläche, die später auf Zugspannung beansprucht wird, 4 h vor der Prüfung in der Prüfumgebung (siehe 8.1 und
nicht mit Werkzeugen, Schleifmitteln, Glassplittern usw. in 8.2) zu lagern.
Kontakt kommt und auch während der Lagerung nicht be-
schädigt wird.
ANMERKUNG 1: Um bestimmte Oberflächenbedingun-
gen zu bewahren, kann die Prüffläche während der
Probenvorbereitung mit einem Schutzüberzug verse- 7.2.3 Untersuchung
hen („abgeklebt“) werden. Vor der Biegefestigkeitsprüfung müssen alle Proben in-
ANMERKUNG 2: Die Art des Zuschnitts der Proben ist nerhalb der Prüffläche auf Fehler untersucht werden, die
ohne Belang, und eine Kantenbearbeitung ist nicht für die Qualitätsmerkmale des zu prüfenden Werkstoffes
erforderlich. nicht repräsentativ sind.

1 Probe
2 Biegesteife Grundplatte, vorzugsweise aus Stahl, mit Stützring (Radius r2 ). Siehe Anmerkung 1.
3 Dem Stützring angepaßtes Gummiprofil von 3 mm Dicke mit einer Härte von …40 ± 10† IRHD (nach ISO 48)
4 Biegesteifer Lastring (Radius r1 ), vorzugsweise aus Stahl. Siehe Anmerkung 1.
5 Kraftübertragungsteil mit einem Kugelmechanismus, um sicherzustellen, daß die Kraft im Lastring zentriert ist
6 Dem Lastring angepaßtes Gummiprofil von 3 mm Dicke mit einer Härte …40 ± 10† IRHD (nach ISO 48). Siehe Anmer-
kung 2.
7 Justierbacken zur Zentrierung der Probe. Siehe Anmerkung 3.
8 Berührungskreis des Lastringes
9 Berührungskreis des Stützringes
ANMERKUNG 1: Der Krümmungsradius der tragenden Oberfläche des Ringes muß 5 mm betragen.
ANMERKUNG 2: Bei Proben, die auf der Lastringseite ornamentiert sind, soll zusätzlich ein Moosgummiprofil von etwa
5 mm Dicke angebracht werden, damit eine hinreichende Abdichtung für den Gasdruck sichergestellt ist.
ANMERKUNG 3: Die Justierbacken sind vor Beginn des Biegeversuches zu entfernen, damit eine Klemmung der Proben-
kante ausgeschlossen wird.

Bild 2: Belastungseinrichtung
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7.2.4 Klebefolie 8.6 Aufbringen der Belastung


Zum Zusammenhalt der Bruchstücke muß auf der dem Die Stempelkraft F und der Gasdruck p sind kontinuierlich
Lastring zugewandten Seite der Probe eine Folie aufge- bis zum Bruch der Probe zu erhöhen. Der Zusammen-
klebt werden. Dadurch werden die Bestimmung des hang p (F), der während der Belastung aufrechterhalten
Bruchursprunges und die Messung der Probendicke werden muß, muß aus der dimensionslosen Darstellung
erleichtert. in Bild 3 (Kurve p ) oder Tabelle 3 ermittelt werden.
Zwischen den dimensionslosen Größen p und F  und
den Werten p und F bestehen folgende Beziehungen:
7.3 Anzahl der Proben
Eh4
Die Anzahl der zu prüfenden Proben ist entsprechend der p = p …1†
r43m 1 ­ m2
ÿ 
geforderten statistischen Sicherheit festzulegen, beson-
ders im Hinblick auf die Ermittlung der Extremwerte der
Verteilung der Biegefestigkeiten (für eine Diskussion der Eh4
Anzahl der Proben siehe EN 1288-1). F = F …2†
r23m 1 ­ m2
ÿ 

Die Stempelkraft F und der Gasdruck p sind bis zum


Bruch der Probe zu registrieren, um zu überprüfen, ob die
8 Durchführung Nennfunktion p (F) nach Bild 3 oder Tabelle 3 eingehalten
8.1 Temperatur wird.
Der Doppelring-Biegeversuch ist bei einer Temperatur ANMERKUNG: Nur bei Einhaltung dieser Nennfunktion
von …23 ± 5† °C durchzuführen. Während der Prüfung muß des Druckes p (F) wird in dem durch den Lastring
die Temperatur der Probe bis auf 1 °C konstant gehalten begrenzten Bereich der Probe auf der konvex geboge-
werden, damit das Auftreten von Wärmespannungen ver- nen Oberfläche eine gleichförmige radiale Zugspan-
mieden wird. nungsverteilung erzeugt. Der Gasdruck p darf der
Strempelkraft F von Hand durch ein Steuerventil
nachgeführt werden, aber es wird empfohlen, den
8.2 Feuchte Gasdruck p als Funktion der Stempelkraft F auto-
Der Doppelring-Biegeversuch ist bei einer relativen matisch zu regeln. Dabei ist es zulässig, die in Bild 3
Feuchte zwischen 40 % und 70 % durchzuführen. angegebene Funktion p (F  ) im bruchnahen Bereich
zu linearisieren. Eine geeignete Anordnung wird im
Anhang A beschrieben.
8.3 Dickenmessung Die Höchstkraft Fmax und der zugeordnete Gasdruck pmax
Da die Nennfunktion des Druckes p (F) nach Bild 3 oder sind zu messen.
Tabelle 3 von der Probendicke h abhängt, ist diese vor
Versuchsbeginn zu ermitteln. Aus diesen beiden Werten ist nach Bild 3 oder Tabelle 3
(siehe 9.2) die Biegefestigkeit s bB oder s beqB in N=mm2
Dazu ist die Dicke an mindestens acht Stellen des Pro- zu ermitteln.
benrandes zu messen. Bei Proben mit einer oder zwei
ornamentierten Oberflächen sind die größte Dicke (Teller-
dicke) und die kleinste Dicke (Kerndicke) zu messen. Von
allen diesen Meßwerten ist der Mittelwert zu bilden.
Der so gewonnene Wert für die Probendicke oder äqui- 8.7 Belastungsgeschwindigkeit
valente Probendicke h ist zur Bestimmung der Nennfunk- Die zeitliche Zunahme der Stempelkraft und des zugeord-
tion des Druckes p (F) zu verwenden. Durch die Dicken- neten Gasdruckes ist so zu wählen, daß die radiale Zug-
messung am Probenrand bleiben ungewollte Ober- spannung in der  Probenmitte
 mit einer Geschwindigkeit
flächenbeschädigungen durch Meßwerkzeuge ohne von …2 ± 0,4† N= mm2 · s bis zum Bruch der Probe steigt.
Einfluß auf das Bruchverhalten. Da kein linearer Zusammenhang zwischen der Spannung
und der Stempelkraft besteht, muß die zulässige Bela-
stungsgeschwindigkeit nach Bild 3 oder Tabelle 3 ermittelt
8.4 Grundplatte werden.
Die Grundplatte ist durch Absenken des Kraftübertra- ANMERKUNG 1: Ein Vorversuch zur Bestimmung der
gungsteils (ohne Lastring und Probe) in den Justierkegel Belastungsgeschwindigkeit wird empfohlen.
(siehe Bild 2) zu zentrieren. In dieser Stellung muß die
Grundplatte fixiert werden. Der Stützring ist von Glassplit- ANMERKUNG 2: Da die Abhängigkeit der Bruchspan-
tern und anderen harten und scharfkantigen Teilchen zu nung von der Belastungsgeschwindigkeit im Bereich
reinigen. Schäden am Stützring sind zu beseitigen. weniger Sekunden vor der Bruchauslösung am stärk-
sten ist, ist es zulässig, die im bruchnahen Bereich
erforderliche Belastungsgeschwindigkeit während des
8.5 Positionierung der Probe und des Versuchs konstant zu halten.
Lastringes
Die Probe ist mit der zu prüfenden Fläche nach unten zu
positionieren. Dann ist der von Glassplittern und anderen
harten und scharfkantigen Teilchen gereinigte Lastring auf 8.8 Ort des Bruchursprungs
die Oberseite der Probe zu legen und zu zentrieren. Der Der Ort des Bruchursprungs (siehe [4] von Anhang B) ist
dem Lastring angepaßte Gummiwulst ist auf seine Dicht- an den Bruchstücken zu bestimmen. Die Lage des Bruch-
wirkung zu überprüfen und gegebenenfalls auszutau- ursprungs „innerhalb oder außerhalb des Berührungskrei-
schen. Schäden am Lastring sind zu beseitigen. ses des Lastringes“ ist für jede Probe zu bestimmen.
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EN 1288-2:2000

ANMERKUNG: Nach dem Bruch können für Kontroll- 9.2 Berechnung der Biegefestigkeit
zwecke weitere Dickenmessungen an Bruchstücken
Die zur Bruchkraft Fmax und zum zugeordneten Gasdruck
aus der Probenmitte, die vom Berührungskreis des
pmax (Fmax ) gehörende Biegefestigkeit s bB oder s beqB wird
Lastringes begrenzt wird, bevorzugt aus der un-
aus der dimensionslosen Darstellung in Bild 3 (Kurve s  )
mittelbaren Nähe des Bruchursprungs, vorgenommen
oder Tabelle 3 unter Berücksichtigung der Probendicke h
werden.
ermittelt. Dazu werden die Meßgrößen Fmax und pmax
(Fmax ) mit Hilfe der Gleichungen (3) und (4) in die entspre-
8.9 Bewertung von Restspannungen chenden dimensionslosen Größen Fmax  und pmax umge-
Gelten die Proben als frei von Eigenspannungen (zutref- rechnet.
fend bei entspanntem Glas), muß dies bei durchsichtigen r23m …1 ­ m2 †

Gläsern spannungsoptisch an Proben oder geeigneten Fmax = Fmax …3†
Eh4
Bruchstücken geprüft werden. Zwischen gekreuzten Pola-
risationsfiltern angeordnete spannungsfreie Proben dür-
fen bei Betrachtung des Querschnittes über eine optische r43m …1 ­ m2 †
pmax = pmax …Fmax † …4†
Weglänge von 5 mm keine wesentlichen Helligkeitsabwei- Eh4
chungen zeigen.
Mit diesen Werten ist aus Bild 3 (Kurve s  ) oder Tabelle 3
9 Auswertung die dimensionslose Bruchspannung s bB zu ermitteln
und dann in die Biegefestigkeit s bB nach Gleichung (5)
9.1 Auswertungsgrenzen
umzurechnen.
Für die Auswertung sind nur solche Proben heranzuzie- Eh2
hen, bei denen der Bruchursprung innerhalb des vom s bB = s bB 2 ÿ …5†
r3m 1 ­ m2

Lastring begrenzten Bereiches liegt.

Bild 3: Zusammenhänge zwischen der näherungsweise konstanten radialen Zugspannung s rad ,


dem Nenngasdruck p (F  ) und der Stempelkraft F  in dimensionsloser Darstellung
für r1 : r2 = 1 : 1,33 und r2 : r3m = 1 : 1,5
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Tabelle 3: Zusammenhang zwischen der näherungsweise konstanten radialen Zugspannung s rad ,


dem Nenngasdruck p (F  ) und der Stempelkraft F  in dimensionsloser Darstellung
für r1 : r2 = 1 : 1,33 und r2 : r3m = 1 : 1,5

F p (F  ) s rad F p (F  ) s rad

5 0 1,00 190 178,0 15,60

10 0,5 2,05 200 191,0 16,05

15 1,8 3,05 210 205,0 16,55

20 3,5 3,85 220 219,0 16,95

25 6,0 4,60 230 231,0 17,40

30 9,0 5,25 240 245,0 17,80

35 12,5 5,85 250 259,0 18,20

40 16,5 6,40 260 272,0 18,60

45 20,0 6,90 270 285,0 19,00

50 24,0 7,35 280 299,0 19,35

60 32,5 8,20 290 312,0 19,75

70 41,2 8,90 300 326,0 20,15

80 51,0 9,55 320 351,0 20,85

90 61,5 10,15 340 377,0 21,55

100 72,5 10,80 360 404,0 22,20

110 83,5 11,45 380 430,0 22,85

120 94,7 12,05 400 456,0 23,55

130 106,0 12,60 420 484,0 24,25

140 117,0 13,15 440 510,0 24,95

150 129,0 13,70 460 536,0 25,65

160 141,0 14,20 480 563,0 26,35

170 153,0 14,65 500 589,0 27,00

180 166,0 15,15


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10 Prüfbericht 1) Dicke h in mm, bei Proben mit ebenen Oberflä-


chen auf 0,05 mm; größte Dicke (Tellerdicke),
Unter Hinweis auf diese Norm sind im Prüfbericht anzu- kleinste Dicke (Kerndicke) und mittlere Dicke h in
geben: mm, bei Proben mit einer oder zwei ornamentier-
a) Art und Bezeichnung des Glases; ten Oberflächen auf 0,05 mm;
b) Vorbehandlung und Oberflächenzustand der geprüf- 2) Biegefestigkeit s bB oder s beqB in N=mm2 , auf
ten Probenoberfläche in der Reihenfolge der Behand- 0,1 N=mm2 gerundet, für jede nach 9.1 gebro-
lungsschritte. Bei Proben mit einer ornamentierten chene Probe;
Oberfläche ist die auf Zugspannung beanspruchte 3) Zeit bis zum Bruch in Sekunden, auf 1 s.
Seite (ebene oder ornamentierte Seite) anzugeben; Von den Meßergebnissen darf kein Mittelwert angege-
c) Eigenspannung der Probe, technisch gekühlt oder vor- ben werden.
gespannt (vollvorgespannt), einschließlich Art und, f) Anzahl der Proben, die nicht nach 9.1 gebrochen
wenn möglich, Höhe der Vorspannung; sind;
d) Anzahl der Proben; g) jede Abweichung von dieser Norm, welche die Meßer-
e) für jede Probe folgende Angaben: gebnisse beeinflußt haben könnte.

Anhang A (informativ)
Beispiel einer Vorrichtung zur Nachführung des Gasdrucks p mit der Stempelkraft F

Wird der Gasdruck innerhalb des Lastringes nach der jeweiligen Belastungsvorschrift (unter Berücksichtigung der Platten-
und Ringgeometrie) aufgebracht, entspricht der Versuchsablauf dem herkömmlichen Biegeversuch, bei dem die Kenntnis
der bruchauslösenden Kraft zur Bestimmung der Bruchspannung genügt. Bei der Konstruktion der Gasdruckregelung (der
Gasdruck ist abhängig von der angewendeten Stempelkraft) stand das Bestreben im Vordergrund, eine Vorrichtung zu ent-
wickeln, die trotz der Vielfalt der Belastungsvorschriften eine einfache Bedienung ermöglicht.
Betrachtet man einen typischen Kurvenverlauf des Soll-Gasdruckes über der Stempelkraft (siehe Bild A.1), so ist ersichtlich,
daß die Kurve im mittleren und oberen Bereich nahezu linear verläuft und sich hier ohne großen Fehler durch eine Gerade
annähern läßt. Die Steigung einer Geraden und deren Nullpunktversatz lassen sich mit einfachen elektrischen Schalt-
elementen einstellen, während die Nachbildung einer nichtlinearen Funktion einen hohen Aufwand mit erhöhten Kosten
erfordert. Hinsichtlich einer einfachen Bedienung bringt eine lineare Näherungskurve für die Regelung wesentliche Vorteile.
Eine so gewonnene linearisierte Belastungsvorschrift führt allerdings im unteren Bereich nicht mehr zu optimierten Span-
nungsverteilungen, da die Abweichungen von der tatsächlichen Belastungsvorschrift hier größer werden. Solange jedoch in
diesem Bereich die Spannungen keine für die Bruchauslösung kritischen Werte erreichen, ist dieser Nachteil unbedeutend.

Bild A.1: Typischer Verlauf des Gasdrucks über der Stempelkraft


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Liegen die für eine Meßreihe benötigten Werte p (F) im gekrümmten Teil der Kurve (siehe Bild A.1), so kann eine Linearisie-
rung nach der Methode der kleinsten Quadrate unter Verwendung der Werte der Tabelle 3 vorgenommen werden. Das setzt
voraus, daß Schätzwerte für die höchsten und niedrigsten Bruchspannungen, die in der Meßreihe vorkommen, bekannt
sind. Die Linearisierung ist nur in einem solchen Bereich zulässig, in dem die Abweichung zwischen der linearisierten Funk-
tion und der Nennfunktion kleiner als 5 % vom jeweiligen Nennwert bleibt.
Unter diesen Voraussetzungen wurde der elektrische Teil des Regelbausteins (siehe Bild A.2) entwickelt und erprobt. Eine
der Stempelkraft proportionale Eingangsspannung wird von der Kraftmeßdose aus an einen Verstärker angelegt. Der
Ausgang dieses Verstärkers wird mit dem Eingang des Funktionsgenerators verbunden, der mit einem der jeweiligen
Stempelkraft proportionalen Strom einen Strom-Druck-Transmitter ansteuert. Der Transmitter wandelt das elektrische
Eingangssignal in ein pneumatisches Signal um, das anschließend in den für den Versuch entsprechend der linearisierten
Funktion p (F) erforderlichen Druckbereich umgewandelt wird.
Im Prinzip besteht auch die Möglichkeit, den exakten Verlauf der Soll-Funktion p (F) mit Hilfe eines mikroprozessorge-
steuerten Gasdruckreglers nachzubilden. Mit allerdings erheblich größerem Aufwand läßt sich dann bei Proben mit sehr
niedrigen Bruchspannungen ein höherer Genauigkeitsgrad erzielen.
Theoretisch kann als Medium jedes beliebige Gas gewählt werden. Aus Kosten- und Sicherheitsgründen empfiehlt sich
jedoch die Verwendung von Preßluft.

1 Aufbringung der Stempelkraft


2 Kraftmeßdose
3 Druckaufnehmer
4 Meßverstärker Druck
5 X-Y-Schreiber oder Speichereinheit
6 Meßverstärker Kraft
7 Kraft-Strom-Konverter bzw. mikroprozessorgesteuerter Gasdruckregler
8 Schnellkupplung
9 Filterreduzierventil
10 Reduzierventil
11 Gasdruckspeicher
12 Strom-Druck-Transmitter mit Druckübersetzer
13 Meß- und Regelsystem

Bild A.2: Blockschaltbild der Regelung


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Anhang B (informativ)

Literaturhinweise
[1] Schmitt, R. W.: Die Doppelringmethode mit überlagertem Gasdruck als Prüfverfahren zur Bestimmung der Bruchspan-
nungen von großformatigen ebenen Glasplatten kleiner Dicke. Diplomarbeit am Institut für Maschinenelemente und
Maschinengestaltung, Leiter: Professor Dr. H. Peeken, RWTH Aachen, 1982
[2] Schmitt, R. W.: Entwicklung eines Prüfverfahrens zur Ermittlung der Biegefestigkeit von Glas und Aspekte der statisti-
schen Behandlung der gewonnenen Meßwerte. Diss. RWTH Aachen, 1987
[3] Blank, K — Schmitt, R. W. — Troeder, Chr.: Ein modifiziertes Doppelringverfahren zur Bestimmung der Biegezugfestig-
keit großformatiger Glasplatten. Glastechn. Ber. 56K (1983), Bd. 1, S. 414—419 (Vortrag auf dem 13. Internationalen
Glas-Kongreß, Hamburg 1983)
[4] Kerkhof, F.: Bruchvorgänge in Gläsern. Deutsche Glastechnische Gesellschaft, Frankfurt/Main 1970, S. 209 ff.