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E DIN EN 1317-2:2007-12 ²(QWZXUI²

Nationales Vorwort

Dieses Dokument (prEN 1317-2:2007) wurde von CEN/TC 226 „Straßenausstattung“ (Sekretariat: AFNOR,
Frankreich) Arbeitsgruppe 1 „Safety barriers“ (Federführung: Frankreich) erarbeitet.

Der für die deutsche Mitarbeit zuständige Ausschuss im DIN Deutsches Institut für Normung e.V. ist der als
Spiegelausschuss eingesetzte Arbeitsausschuss NA 005-10-21 AA „Passive Schutzeinrichtungen“.

Änderungen

Gegenüber DIN EN 1317-2:2006-08 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Anwendungsbereich wurde präzisiert;

b) Tabelle 2 „Aufhaltestufen“ wurde erweitert;

c) Tabelle 5 „Stufen der normalisierten Fahrzeugeindringung“ wurde aufgenommen;

d) Bild 1 „Dynamische Durchbiegung“ wurde überarbeitet;

e) Tabelle 6 „Prüfparameter für die Schutzeinrichtung“ wurde erweitert;

f) Bild 2 „Anprallbereich-Bewegungsverläufe“ wurde aufgenommen;

g) Die Anhänge A und B wurden aufgenommen;

h) Gesamtstruktur der Norm wurde neu gestaltet.

2
²(QWZXUI² CEN/TC 226
Datum: 2007-09

prEN 1317-2:2007

CEN/TC 226

Sekretariat: AFNOR

Rückhaltesysteme an Straßen — Teil 2: Leistungsklassen, Abnahmekriterien


für Anprallprüfungen und Prüfverfahren für Schutzeinrichtungen und
Fahrzeugbrüstungen
Dispositifs de retenue routiers — Partie 2 : Classes de performances, critères d'acceptation des essais de choc et
méthodes d'essai pour les barrières de sécurité

Road restraint systems — Part 2: Performance classes, impact test acceptance criteria and test methods for safety
barriers and vehicle parapets

ICS:

Deskriptoren

Dokument-Typ: Europäische Norm


Dokument-Untertyp:
Dokument-Stage: CEN-Umfrage
Dokument-Sprache: D
prEN 1317-2:2007 (D) ²(QWZXUI²

Inhalt

Seite

Vorwort ................................................................................................................................................................3
Einleitung.............................................................................................................................................................4
1 Anwendungsbereich .............................................................................................................................5
2 Normative Verweisungen......................................................................................................................5
3 Leistungsklassen...................................................................................................................................5
3.1 Allgemeines............................................................................................................................................5
3.2 Aufhaltestufen........................................................................................................................................6
3.3 Anprallheftigkeit.....................................................................................................................................7
3.4 Lage der ATD..........................................................................................................................................7
3.5 Verformung des Rückhaltesystems.....................................................................................................7
3.6 Kombination Fahrzeugbrüstung/Brückengeländer......................................................................... 12
4 Abnahmekriterien für Anprallprüfungen .......................................................................................... 12
4.1 Allgemeines......................................................................................................................................... 12
4.2 Verhalten der Schutzeinrichtung oder Brüstung ............................................................................ 13
4.3 Verhalten des Prüffahrzeugs ............................................................................................................. 13
4.4 Anprallheftigkeitsindex ...................................................................................................................... 15
4.5 Verformung des Prüffahrzeugs ......................................................................................................... 15
4.6 Verformung der Schutzeinrichtung .................................................................................................. 15
4.7 Prüfungen für systemgeprüfte Schutzeinrichtungen (Familien von Schutzeinrichtungen) ....... 15
5 Prüfverfahren ...................................................................................................................................... 16
5.1 Prüfort .................................................................................................................................................. 16
5.2 Prüffahrzeuge...................................................................................................................................... 16
5.3 Schutzeinrichtung............................................................................................................................... 16
5.4 Genauigkeiten und zulässige Abweichungen der Anprallgeschwindigkeiten und -winkel ........ 17
5.5 Fahrzeuginstrumentierung ................................................................................................................ 18
5.6 Photographische Erfassung.............................................................................................................. 18
Anhang A (normativ) Ausführliches Formular eines Prüfberichts ............................................................. 20
Anhang B (informativ) Kriterien für die Bewertung einer ausreichenden Prüflänge ................................ 26

2
²(QWZXUI² prEN 1317-2:2007 (D)

Vorwort
Dieses Dokument (prEN 1317-2:2007) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 226 „Straßenausstattung“
erarbeitet, dessen Sekretariat vom AFNOR gehalten wird.

Dieses Dokument ist derzeit zur CEN-Umfrage vorgelegt.

Dieses Dokument wird EN 1317-2:1998, ersetzen.

Diese Europäische Norm besteht aus diesem Dokument und den folgenden Teilen unter dem Haupttitel:
Rückhaltesysteme an Straßen.

Teil 1:2007, Terminologie und allgemeine Kriterien für Prüfverfahren

Teil 2:2007, Leistungsklassen, Abnahmekriterien für Anprallprüfungen und Prüfverfahren für Schutzein-
richtungen

Teil 3:2007, Leistungsklassen, Abnahmekriterien für Anprallprüfungen und Prüfverfahren für Anprall-
dämpfer

Teil 4:2002, Leistungsklassen, Abnahmekriterien für Anprallprüfungen und Prüfverfahren für Anfangs-,
End- und Übergangskonstruktionen für Schutzeinrichtungen

Teil 5:2006, Kriterien für die Dauerhaftigkeit und Konformitätsbewertung

Teil 6:2007, Fußgängerrückhaltesysteme, Brückengeländer

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prEN 1317-2:2007 (D) ²(QWZXUI²

Einleitung
Diese Norm ist eine Überarbeitung von EN 1317-2:1998. Diese Norm beinhaltet verbesserte Anprallprüf-
verfahren und gestattet die Einführung von Familien von Produkten und ein Formular für einen Prüfbericht
nach Teil 2.

Um die Sicherheit zu erhöhen, kann die konstruktive Ausführung von Straßen den Aufbau von Schutz-
einrichtungen einschließlich Brüstungen erfordern, die dazu dienen sollen, von der Fahrbahn abkommende
Fahrzeuge sowohl zum Nutzen für die Fahrzeuginsassen als auch für andere Straßenbenutzer an bestimmten,
von nationalen oder regionalen Behörden festgelegten Straßenabschnitten und bestimmten Stellen sicher auf-
zuhalten und zurückzuleiten.

In dieser Norm werden mehrere Leistungsstufen für die drei wesentlichen Kriterien des Rückhaltens eines
Fahrzeugs angegeben:

die Aufhaltestufe;

die Stufen der Anprallheftigkeit;

die Verformung, ausgedrückt durch den Wirkungsbereich.

Die einzelnen Leistungsstufen für Schutzeinrichtungen einschließlich Brüstungen ermöglichen den nationalen
oder regionalen Behörden für die zu verwendende Schutzeinrichtung die Leistungsklasse festzulegen. Hierbei
sind die Klasse oder Art der Straße, ihre Lage, ihre Geometrie, das Vorhandensein eines gefährdeten
Bauwerks, eines möglichen Gefahrenbereichs oder gefährlichen Objekts neben der Straße als
Einflussfaktoren zu berücksichtigen.

Die Beschreibung eines Schutzeinrichtungssystems einschließlich Brüstungssystems nach dieser Norm ent-
hält die entsprechenden Klassen und Leistungsstufen des Produkts.

Um sicherzustellen, dass ein zufriedenstellendes Produkt vorliegt , ist es unabdingbar, die Anforderungen
nach dieser Norm und die Verweisungen in Abschnitt 2 sowie die Anforderungen nach EN 1317-1:2007 zu
beachten. Herstellungsgüte, Aufbau und Dauerhaftigkeit müssen die Anforderungen nach EN 1317-5:2006
erfüllen.

Für den Fall, dass Hersteller im Anschluss an die ITT ihre Produkte abändern möchten, ist das zu befolgende
Verfahren unter 5.2, 6.2.1.5 und in Anhang A der EN 1317-5:2006 angegeben.

Die in diesem Teil der Norm angegebenen Änderungen stellen im Sinne des Anhangs ZA.3 von Teil 5 keine
Veränderung der Prüfkriterien dar.

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²(QWZXUI² prEN 1317-2:2007 (D)

1 Anwendungsbereich
Die vorliegende Europäische Norm ist in Verbindung mit EN 1317-1 zu lesen. Diese beiden Normen unter-
stützen EN 1317-5.

Diese Norm legt Anforderungen fest für:

die Leistungsfähigkeit von Schutzeinrichtungen und Brüstungen für Fahrzeuge beim Anprallen;

Aufhalteklassen und Stufen der Anprallheftigkeit.

2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten Ver-
weisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe
des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

EN 1317-1:2007, Rückhaltesysteme an Straßen — Teil 1: Terminologie und allgemeine Kriterien für


Prüfverfahren

prEN 1317-5:2006, Rückhaltesysteme an Straßen — Teil 5: Kriterien für die Dauerhaftigkeit und Konformitäts-
bewertung

prEN 1317-6, Rückhaltesysteme an Straßen — Fußgängerrückhaltesysteme — Teil 6: Brückengeländer

ISO 6487, Road vehicles — Measurement techniques in impact tests — Instrumentation

3 Leistungsklassen

3.1 Allgemeines

Bei der Prüfung nach den in Tabelle 1 dieser Norm angegebenen Kriterien für Anprallprüfungen müssen die
Schutzeinrichtungen einschließlich Brüstungen die Anforderungen nach 3.2, 3.3 und 3.5 erfüllen.

Festlegungen für das Fahrzeug und Abweichungen müssen EN 1317-1:2007 entsprechen.

Tabelle 1 — Kriterien für Anprallprüfungen von Fahrzeugen

Anprallgeschwindigkeit Anprallwinkel Gesamtprüfmasse


Prüfung Fahrzeugart
(km/h) (kg)

TB 11 100 20 900 Personenkraftwagen


TB 21 80 8 10300 Personenkraftwagen
TB 22 80 15 10300 Personenkraftwagen
TB 31 80 20 10500 Personenkraftwagen
TB 32 110 20 10500 Personenkraftwagen
TB 41 70 8 100000 Lastkraftwagen
TB 42 70 15 100000 Lastkraftwagen
TB 51 70 20 130000 Bus
TB 61 80 20 160000 Lastkraftwagen
TB 71 65 20 300000 Lastkraftwagen
TB 81 65 20 380000 Sattelzug

5
prEN 1317-2:2007 (D) ²(QWZXUI²

3.2 Aufhaltestufen

Bei Prüfung nach den in Tabelle 1 angegebenen Kriterien für Anprallprüfungen müssen die Aufhaltestufen der
Schutzeinrichtungen einschließlich Brüstungen die Anforderungen nach Tabelle 2 erfüllen.

Tabelle 2 — Aufhaltestufen

Aufhaltestufen Abnahmeprüfung
Rückhaltevermögen bei geringem Anprallwinkel
T1 TB 21
T2 TB 22
T3 TB 41 und T 21
normales Rückhaltevermögen
N1 T31
N2 TB 32 und TB 11
höheres Rückhaltevermögen – 2 Prüfungen
H1 TB 42 und TB 11
H2 TB 51 und TB 11
H3 TB 61 und TB 11
sehr hohes Rückhaltevermögen – 2 Prüfungen
H4a TB 71 und TB 11
H4b TB 81 und TB 11
höheres Rückhaltevermögen – 3 Prüfungen
L1 TB 42 und TB 32 und TB 11
TB 51 und TB 32 und TB 11
L2
TB 61 und TB 32 und TB 11
L3
sehr hohes Rückhaltevermögen – 3 Prüfungen
L4a TB 71 und TB 32 und TB 11
L4b TB 81 und TB 32 und TB 11
ANMERKUNG 1 Aufhaltestufen mit geringem Anprallwinkel sind nur für vorübergehende Schutzeinrichtungen vorge-
sehen. Vorübergehende Schutzeinrichtungen können auch für höheres Rückhaltevermögen geprüft werden.
ANMERKUNG 2 Ein bei einer gegebenen Aufhaltestufe erfolgreich geprüfter Aufbau muss als Aufbau angesehen
werden, der auch die Prüfbedingung der niedrigeren Gruppe erfüllt hat, wobei N1 und N2 jedoch nicht T3 umfassen.
ANMERKUNG 3 Da die Prüfung und Entwicklung von Schutzeinrichtungen mit sehr hohem Rückhaltevermögen in ver-
schiedenen Ländern unter Verwendung sehr unterschiedlicher Typen von schweren Fahrzeugen stattgefunden hat, sind
in dieser Norm gegenwärtig die beiden Prüfungen TB 71 und TB 81 angegeben. Die beiden Stufen des Rückhaltever-
mögens H4a und H4b sollten nicht als äquivalent angesehen werden, und zwischen ihnen besteht keine hierarchische
Ordnung. Das gleiche gilt für die beiden Aufhaltestufen L4a und L4b.
ANMERKUNG 4 Die Sicherheit der Aufhalteklassen L wird im Vergleich zu den entsprechenden Klassen H durch die
Ergänzung von Prüfung TB 32 erhöht.

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²(QWZXUI² prEN 1317-2:2007 (D)

Die Beurteilung eines Fahrzeugrückhaltesystems innerhalb des Bereichs der Aufhaltestufen T3, N2, H1, H2,
H3, H4a, H4b, L1, L2, L3, L4a und L4b muss die Durchführung zweier unterschiedlicher Prüfungen fordern:

eine Prüfung entsprechend der höchsten Aufhaltestufe für dieses einzelne System; und

Prüfung(en) mit Personenkraftwagen, um zu überprüfen, ob ein zufriedenstellendes Aufhaltevermögen


bei der Höchststufe, auch mit der Sicherheit für eine Auswahl von Personenkraftwagen vereinbar ist.

3.3 Anprallheftigkeit
Die Ermittlung der Indizes für die Beurteilung der Anprallschwere von Fahrzeuginsassen, ASI und THIV, ist für
Personenkraftwagen obligatorisch. ASI und THIV für Personenkraftwagen müssen die Anforderungen nach
Tabelle 3 erfüllen.

Diese Indexwerte sind in EN 1317-1:2007 definiert.

Die technischen Klassen A, B, und C werden in Tabelle 3 durch 2 Indexwerten definiert.

In Tabelle 3 sind drei Heftigkeitsstufen als Funktion der ASI- und THIV-Indexwerte festgelegt.

Die Anprallheftigkeitsstufe A stellt für den Insassen eines von der Fahrbahn abkommenden Fahrzeugs eine
höhere Sicherheitsstufe als Stufe B dar und Stufe B eine höhere als Stufe C.

Die Messwerte sind unmittelbar mit den in Tabelle 3 angegebenen Werten zu vergleichen.

Tabelle 3 — Anprallheftigkeitsstufen

Anprallheftigkeitsstufe Indexwerte
A ASI ! 1,0
B ASI ! 1,4 Und THIV ! 33 km/h
C ASI ! 1,9

3.4 Lage der ATD


Die ATD muss auf der Anprallseite im Vordersitz des Personenkraftwagens platziert und mit dem
Sicherheitsgurt des Fahrzeugs gesichert werden.

3.5 Verformung des Rückhaltesystems


Die Verformung von Schutzeinrichtungen bei Anprallprüfungen ist durch die dynamische Durchbiegung, den
Wirkungsbereich und die Fahrzeugeindringung bestimmt (siehe Bild 1).

Die Messung muss in Meter, mindestens mit 2 Dezimalstellen, aufgezeichnet und durch mathematische
Rundung auf 1 Dezimalstelle angegeben werden, d. h. 0,64 = 0,6, 0,65 = 0,7.

Die dynamische Durchbiegung (Dm) ist die maximale dynamische seitliche Verschiebung jeglichen Punktes
der dem Verkehr zugewandten Seite des Rückhaltesystems.

Als Wirkungsbereich (Wm) gilt der maximale seitliche Abstand zwischen jeglichem Teil der dem Verkehr
zugewandten, nicht verformten Seite des Rückhaltesystems und der maximalen dynamischen Position eines
jeglichen Teils der Schutzeinrichtung. Wenn sich der Fahrzeugkörper um das Fahrzeugrückhaltesystem
herum so verformt, dass dieses zur Messung des Wirkungsbereichs nicht genutzt werden kann, muss die
maximale seitliche Position eines jeglichen Teils des Fahrzeugs als Alternative herangezogen werden werden
(siehe Bild 1d).

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prEN 1317-2:2007 (D) ²(QWZXUI²

Die Fahrzeugeindringung (VIm) eines Lastkraftwagens (HGV, en: Heavy Goods Vehicle) ist die maximale
dynamische seitliche Position des HGV von der nicht verformten Seite der Schutzeinrichtung; sie ist anhand
von Hochgeschwindigkeitsphoto- oder Videoaufzeichnungen zu beurteilen, unter Berücksichtigung einer
fiktiven Beladung, die in Breite und Länge der Plattform des Fahrzeugs aufweist und einer Gesamthöhe von
4 m entspricht. Die VIm muss durch Messung der Lage und des Winkels der Fahrzeugplattform festgelegt
werden; dabei wird angenommen, dass sich die theoretische Last nicht verformt und rechtwinklig zur Fahr-
zeugplattform bleibt oder es werden Prüffahrzeuge mit einer Beladung entsprechend der fiktiven eingesetzt.

Als Fahrzeugeindringung (VIm) eines Busses gilt seine maximale dynamische seitliche Position; sie ist anhand
von Hochgeschwindigkeitsphoto- oder Videoaufzeichnungen zu beurteilen.

Die Verformung des Rückhaltesystems muss den Anforderungen nach den Tabellen 4 und 5 entsprechen.

Die tatsächlichen und normalisierten Werte der dynamischen Durchbiegung, des Wirkungsbereichs und der
Fahrzeugeindringung müssen gemessen und im Prüfbericht angegeben werden.

M t !Vt sin# t "2


Normalisierte dynamische Durchbiegung (DN) in m = Dm
M m !Vm sin# m "2

* M t !Vt sin # t "2 '


Normalisierter Wirkungsbereich (WN) in m = Wu$ (!Wm + Wu " %
() M m !Vm sin # m "2 %&

M t !Vt sin # t "2


Normalisierte Fahrzeugeindringung (VIN) in m = VI m
Mm !Vm sin # m "2

Dabei ist

Dm die gemessene maximale dynamische Durchbiegung in m;

Wm der gemessene Wirkungsbereich in m;

Wu Breite des unverformten Systems;

VIm die gemessene Fahrzeugeindringung in m;

Mt die Gesamtprüfmasse in kg (siehe Tabelle 1);

Vt die Anprallgeschwindigkeit in m/s (siehe Tabelle 1);

#t der Anprallwinkel in Grad (siehe Tabelle 1);

Mm die gemessene Gesamtprüfmasse in kg;

Vm die gemessene Anprallgeschwindigkeit in m/s;

#m der gemessene Anprallwinkel in Grad.

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²(QWZXUI² prEN 1317-2:2007 (D)

Die normalisierte dynamische Durchbiegung und der normalisierte Wirkungsbereich können mit dem obigen
Verfahren aus den gemessenen Daten berechnet werden; dies gilt auch für Prüfungen die vor der Veröffent-
lichung der vorliegenden Norm durchgeführt wurden.
Ebenso kann die Fahrzeugeindringung von den Hochgeschwindigkeitsphoto- oder Videoaufzeichnungen
beurteilt werden und dann unter Verwendung der gemessenen Daten normalisiert werden.

Die erforderliche Genauigkeit für die Beurteilung der Fahrzeugeindringung beträgt 0,2 m.

Tabelle 4 — Stufen des normalisierten Wirkungsbereichs

Klassen der normalisierten Stufen des Stufen des normalisierten Wirkungsbereichs


Wirkungsbereichs (m)

W1 WN ! 0,6

W2 WN ! 0,8

W3 WN ! 1,0

W4 WN ! 1,3

W5 WN ! 1,7

W6 WN ! 2,1

W7 WN ! 2,5

W8 WN ! 3,5

ANMERKUNG 1 In Einzelfällen darf eine Klasse der Stufen des Wirkungsbereichs unter W1 festgelegt werden.
ANMERKUNG 2 Die dynamische Durchbiegung, der Wirkungsbereich und die Fahrzeugeindringung ermöglichen die
Festlegung der Aufbaubedingungen für jede Schutzeinrichtung sowie die Bestimmung der Abstände, die vor Hinder-
nissen zu berücksichtigen sind, damit das System zufrieden stellend funktioniert.
ANMERKUNG 3 Die Verformung hängt sowohl von der Art des Systems, als auch von den Kenngrößen der Anprall-
prüfung ab.

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prEN 1317-2:2007 (D) ²(QWZXUI²

Tabelle 5 — Stufen der normalisierten Fahrzeugeindringung

Klassen der normalisierten Stufen der Stufen der normalisierten Fahrzeugeindringung


Fahrzeugeindringung (m)
VI1 VIN 0,6

VI2 VIN 0,8

VI3 VIN 1,0

VI4 VIN 1,3


VI5 VIN 1,7
VI6 VIN 2,1
VI7
VIN 2,5
VI8
VIN 3,5

VI9
VIN > 3,5
ANMERKUNG 1 In Einzelfällen darf eine Klasse der Stufen der Fahrzeugeindringung unter VI1 festgelegt werden.
ANMERKUNG 2 Die dynamische Durchbiegung, der Wirkungsbereich und die Fahrzeugeindringung ermöglichen die
Bestimmung der Aufbaubedingungen für jede Schutzeinrichtung sowie die Bestimmung der Abstände, die vor Hinder-
nissen zu berücksichtigen sind, damit das System zufrieden stellend funktioniert.
ANMERKUNG 3 Die Fahrzeugeindringung hängt sowohl von der Art des Systems als auch von den Kenngrößen der
Anprallprüfung ab.

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²(QWZXUI² prEN 1317-2:2007 (D)

a b

c d

e f

g
Legende
1 Plattform

Bild 1 — Messwerte für dynamische Durchbiegung (Dm), Wirkungsbereich (Wm) und


Fahrzeugeindringung (VIm)

11
prEN 1317-2:2007 (D) ²(QWZXUI²

3.6 Kombination Fahrzeugbrüstung/Brückengeländer

Wenn eine Brüstung als kombiniertes Fahrzeug- Fußgänger-Rückhaltesystem fungieren soll, muss sie auch
die Anforderungen für Brückengeländer erfüllen (es gilt prEN 1317-6).

4 Abnahmekriterien für Anprallprüfungen

4.1 Allgemeines

Nach der Prüfung entsprechend den in Tabelle 1 festgelegten Kriterien für Anprallprüfungen müssen die
Schutzeinrichtungen einschließlich Brüstungen die Anforderungen nach 3.5, 4.2 und 4.6 erfüllen; und das
Prüffahrzeug muss die Anforderungen nach 4.3, 4.4 und 4.5 dieser Norm erfüllen.

Die Prüfparameter, nach denen die Abnahmekriterien nachgewiesen werden müssen, sind in Tabelle 6 als
Funktion der Aufhaltestufe aufgelistet.

Wenn während einer Prüfung nach dem Anprall weitere Kollisionen des Fahrzeugs mit der Schutzeinrichtung
oder Brüstung auftreten, sind diese nachfolgenden Kollisionen bezüglich der Leistung oder Abnahme nicht zu
berücksichtigen.

Tabelle 6 — Prüfparameter für die Schutzeinrichtung

Parameter
Verhalten der
Aufhaltestufe Stufe der Fahrzeug- Verformung der
Schutzeinrichtung oder
Anprallheftigkeit verformung Schutzeinrichtung
Brüstungen und
ASI — THIV (VCDI) oder Brüstungen
Fahrzeugverhalten
T1 TB 21 TB 21 TB 21 TB 21
T2 TB 22 TB 22 TB 22 TB 22
T3 TB 41 + TB 21 TB 21 TB 21 TB 41
N1 TB 31 TB31 TB31 TB31
N2 TB 32 + TB11 TB 32 + TB11a TB 32 + TB11 TB 32 + TB 11
H1 TB 42 + TB 11 TB 11 TB 11 TB 42 + TB 11
H2 TB 51 + TB 11 TB 11 TB 11 TB 51 + TB 11
H3 TB 61 + TB 11 TB 11 TB 11 TB 61 + TB 11
H4a TB 71 + TB 11 TB 11 TB 11 TB 71 + TB 11
H4b TB 81 + TB 11 TB 11 TB 11 TB 81 + TB 11
L1 TB 42 + TB 32 + TB 11 TB 32 + TB 11a TB 32 + TB 11a TB 42 + TB 11
L2 TB 51 + TB 32 + TB 11 TB 32 + TB 11a TB 32 + TB 11a TB 51 + TB 11
L3 TB 61 + TB 32 + TB 11 TB 32 + TB 11a TB 32 + TB 11a TB 61 + TB 11
L4a TB 71 + TB 32 + TB 11 TB 32 + TB 11a TB 32 + TB 11a TB 71 + TB 11
L4b TB 81 + TB 32 + TB 11 TB 32 + TB 11a TB 32 + TB 11a TB 81 + TB 11
a Die Anprallheftigkeitsstufe wird anhand der höchsten Werte aus den Prüfungen bestimmt, wobei alle Ergebnisse im
Prüfbericht nach Anhang A anzugeben sind.
ANMERKUNG Alle Parameter müssen angegeben werden und der ungünstigste Fall muss zur Definition der Klassen
verwendet werden.

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²(QWZXUI² prEN 1317-2:2007 (D)

4.2 Verhalten der Schutzeinrichtung oder Brüstung

Die Schutzeinrichtung oder Brüstung muss das Fahrzeug ohne vollständigen Bruch der Hauptlängselemente
des Systems aufhalten und zurückleiten.

Sämtliche Teile der Schutzeinrichtung mit einer Masse von mehr als 2 kg, die sich vollständig gelöst haben,
müssen identifiziert, lokalisiert und im Prüfbericht angegeben werden, unter Angabe ihrer Größe.

Der Prüfbericht kann dazu verwendet werden, Orte zu definieren, an denen die Schutzeinrichtungen mit
gelösten Teilen nicht verwendet werden dürfen, um die Sicherheit von Personen hinter der Schutzeinrichtung
zu gewährleisten.

Elemente der Schutzeinrichtung oder Brüstung dürfen nicht in den Fahrzeuginnenraum eindringen.

Verformungen der Fahrgastzelle oder das Eindringen in die Fahrgastzelle, wodurch ernsthafte Verletzungen
hervorgerufen werden können, sind nicht zulässig.

Gründungen, Verankerungen im Boden und Befestigungen müssen sich nach der konstruktiven Ausführung
des Schutzeinrichtungssystems oder Brüstungssystems verhalten.

4.3 Verhalten des Prüffahrzeugs

Während oder nach dem Anprall darf nicht mehr als ein Rad des Fahrzeugs den hintersten Teil des ver-
formten Systems überqueren.

Das Fahrzeug darf sich während oder nach dem Anprall nicht überschlagen (oder auf die Seite kippen), wobei
Roll-, Kipp-, Nick- und Gierbewegungen zulässig sind.

Bei Prüfungen mit LKWs dürfen sich während der Prüfung bis zu dem Zeitpunkt, an dem das Fahrzeug den
Prüfbereich verlässt, nicht mehr als 5 % des Ballast lösen, auslaufen oder verschüttet werden.

Nach dem Anprall muss das Fahrzeug die Schutzeinrichtung oder Brüstung so verlassen, dass die Radspur
eine Linie nicht überquert, die parallel zur ursprünglichen verkehrszugewandten Seite des Systems, im
Abstand A zuzüglich der Fahrzeugbreite und 16 % der Fahrzeuglänge, über eine Strecke B verläuft,
beginnend am hintersten (nämlich, in Anprallrichtung gesehen, dem am nächsten zum hinterem Ende der
Schutzeinrichtung gelegenen) Punkt P, an dem die hinterste der Reifenspuren die ursprüngliche
verkehrszugewandte Seite der Schutzeinrichtung nach dem ersten Anprall wieder überquert, siehe Bild 2.

Für Personenkraftwagen und andere in Tabelle 1 festgelegte Fahrzeuge sind die Abstände A und B in
Tabelle 7 angegeben.

Tabelle 7 — Abstände für das Kriterium des Abprallbereichs

A B
Fahrzeugart
m m
Personenkraftwagen 2,2 10
andere Fahrzeuge 4,4 20

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prEN 1317-2:2007 (D) ²(QWZXUI²

Legende
1 „Bestanden“
2 „nicht bestanden“
3 Radspuren
4 Begrenzung des Abprallbereichs
5 A Fahrzeugbreite 16 % der Fahrzeuglänge
6 ursprüngliche verkehrszugewandte Seiten der Schutzeinrichtung
7 Punkt P
8 Deformierte Schutzeinrichtung oder Brüstung

Bild 2 — Abprallbereich-Bewegungsverläufe

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²(QWZXUI² prEN 1317-2:2007 (D)

4.4 Anprallheftigkeitsindex

Sowohl ASI als auch THIV und PHD sind unter Verwendung der Fahrzeuginstrumentierung nach
EN 1317-1:2007 zu ermitteln. Diese Werte müssen im Prüfbericht angegeben werden.

Indexwerte der Anprallheftigkeit müssen für alle Personenkraftwagen angegeben werden.

4.5 Verformung des Prüffahrzeugs

Die Verformung des Fahrzeuginnenraums muss ausgewertet und als VCDI (en: Vehicle Cockpit Deformation
Index) nach EN 1317-1 bei allen Prüfungen mit Personenkraftwagen angegeben werden.

4.6 Verformung der Schutzeinrichtung

Die gemessenen und normalisierten Werte für die dynamische Durchbiegung und den Wirkungsbereich sind
zu bestimmen und die Stufen sind im Prüfbericht nach Anhang A anzugeben. Die Fahrzeugeindringung muss
für Prüfungen mit LKWs und Bussen im Prüfbericht angegeben werden.

4.7 Prüfungen für systemgeprüfte Schutzeinrichtungen (Familien von Schutzeinrichtungen)

Eine Familie von Schutzeinrichtungen kann aus einer einzelnen Ausgangsschutzeinrichtung abgeleitet
werden. Die Ausgangsschutzeinrichtung muss die Anforderungen einer Aufhaltestufe erfüllen. Die
Ausgangsschutz-einrichtung muss das steifste Mitglied der Familie sein und legt die die höchste Aufhaltestufe
und die höchste Anprallheftigkeitsstufe für die Familie von Schutzeinrichtungen fest. Eine Familie von
Schutzeinrichtungen kann unterschiedliche Aufhaltestufen und/oder Wirkungsbereiche abdecken. Der Zweck
der Familienbildung bei Schutzeinrichtungen besteht in der Vermeidung von nachfolgenden TB 11- oder
TB 21-Prüfungen (nur für T3). Jede Schutzeinrichtung der Familie muss mindestens einmal mit dem
schwersten Fahrzeug der Rückhalteklasse geprüft werden. Dadurch werden die Klassen der Rückhalte- und
Wirkungsbereiche der Familienmitglieder definiert.

Die Anprallheftigkeitsstufe jedes Familienmitgliedes muss durch die Prüfung der Ausgangsschutzeinrichtung
definiert werden. Die Familie von Schutzeinrichtungen ist lediglich in den folgenden drei Fällen anwendbar:

bei Schutzeinrichtungen mit einzelnen oder mehreren Längselementen mit identischem Querschnitt mit
unterschiedlichem Abstand der Pfosten oder Verankerungen;

bei freistehenden Schutzeinrichtungen, die sich lediglich hinsichtlich der Länge der Einzelelemente unter-
scheiden;

Schutzeinrichtungen mit zusätzlicher Höhe, bei denen sich die während der TB 11-Prüfung mit dem Fahr-
zeug in Berührung kommenden Teile nicht unterscheiden.

Familien von Schutzeinrichtungen:

sind aus denselben Bestandteilen, einschließlich Zusatzteilen, zusammengebaut;

haben denselben Familiennamen;

weisen beim System und den Bestandteilen denselben Arbeitsmechanismus auf.

Alle anderen Fälle sind als modifizierte Produkte zu behandeln.

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prEN 1317-2:2007 (D) ²(QWZXUI²

5 Prüfverfahren

5.1 Prüfort

Es gilt EN 1317-1:2007, Unterabschnitt 5.1.

5.2 Prüffahrzeuge

Es gilt EN 1317-1:2007, Unterabschnitt 5.2.

5.3 Schutzeinrichtung

5.3.1 Allgemeines

Detaillierte Beschreibungen und Festlegungen der konstruktiven Ausführung des Prüfgegenstands müssen im
Prüfbericht angegeben werden, um eine Überprüfung der Übereinstimmung des aufgebauten und zu
prüfenden Systems zu ermöglichen.

Die Festlegung der konstruktiven Ausführung muss Bezug auf die Leistungsanforderungen an die Gründung
nehmen und, wenn es sich bei dem Produkt um eine Brüstung für Fahrzeuge handelt, muss die Festlegung
der konstruktiven Ausführung die Verankerung/Befestigung im Boden einschließen.

5.3.2 Aufbau

Die Länge der Schutzeinrichtung oder der Brüstung für Fahrzeuge muss ausreichen, um vollständig die
Leistungsfähigkeit eines längeren Aufbaus demonstrieren zu können. Die Prüflängen sind vom Hersteller vor
der Prüfung zu definieren, so dass die Prüfung(en) mit dem Personenkraftwagen die maximale
Anprallheftigkeit aufzeigt (aufzeigen) und die Prüfung mit dem großen Fahrzeug die Kenndaten der
maximalen dynamischen Durchbiegung nachweist.

Endbedingungen (zum Beispiel Endverankerungen) sind nach der Festlegung für die Schutzeinrichtung oder
Brüstung vorzusehen und müssen vom Hersteller definiert werden. Wenn eine Endverankerung speziell für
die Prüfung verwendet wird, die nicht der Bauart des zu prüfenden Systems entspricht, muss diese
Endverankerung vollständig im Prüfbericht beschrieben werden. Die höchste laterale Durchbiegung der
Schutzeinrichtung soll von keiner Endverankerung eingeschränkt werden.

Gründungen müssen der Festlegung für die konstruktive Ausführung entsprechen.

Wenn vorgespannte Systeme geprüft werden, bei denen die Spannung reguliert werden kann (zum Beispiel
Schutzreinrichtungen aus Stahlseilen), muss die Prüfung mit dem kleinen Fahrzeug mit einer Spannung
durchgeführt werden, die einer Temperatur von 10 °C entspricht und die Prüfung mit dem großen Fahrzeug
mit einer Spannung, die einer Temperatur von !30 °C entspricht. Die Spannung muss bei Aufhaltestufen mit
nur einer Prüfung einer Temperatur von 0 °C entsprechen. Die Daten für die empfohlene(n) Span-
nungen/Temperatur müssen vom Hersteller bereitgestellt werden.

Wenn eine Brüstung eine Ausfachung oder eine andere Änderung erfordert, um als Kombination
Fahrzeugbrüstung/Brückengeländer zu funktionieren, so muss diese Ausfachung oder andere Änderung im
Prüfaufbau vorhanden sein, wenn dadurch die Leistungsfähigkeit der Brüstung beeinflusst wird.

5.3.3 Lage des Anprallpunktes

Im Allgemeinen muss der Anprall an einem Punkt etwa ein Drittel längs der Schutzeinrichtung oder Fahr-
zeugbrüstung vom Anfang (in Fahrtrichtung gesehen) erfolgen. Der Anprallpunkt muss von der Prüfstelle so
gewählt werden, dass er die schlechtesten Prüfbedingungen für die Schutzeinrichtung oder Fahrzeugbrüstung
darstellt und er muss etwaige Schwachpunkte der konstruktiven Ausführung beinhalten.

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²(QWZXUI² prEN 1317-2:2007 (D)

5.4 Genauigkeiten und zulässige Abweichungen der Anprallgeschwindigkeiten und -winkel

5.4.1 Anprallgeschwindigkeit des Fahrzeugs

Die Anprallgeschwindigkeit des Fahrzeugs ist längs des Annäherungsweges des Fahrzeugs nicht weiter als
6 m vom Anprallpunkt entfernt zu messen. Die Gesamtgenauigkeit der Geschwindigkeitsmessung muss inner-
halb " 1 % liegen.

Die zulässige Abweichung der Anprallgeschwindigkeit beträgt: ! 70 %

5.4.2 Anprallwinkel

Der Anprallwinkel ist längs des Annäherungsweges des Fahrzeugs nicht weiter als 6 m vom Anprallpunkt
entfernt mit einem geeigneten Verfahren zu messen. Die Gesamtgenauigkeit muss innerhalb " 0,5° liegen.

Die zulässige Grenzabweichung des Anprallwinkels beträgt: !1,0°/ 1,5°.

5.4.3 Zulässige kombinierte Geschwindigkeits- und Winkelabweichungen

Um größere Unterschiede der Anprallenergie zu vermeiden, dürfen die zulässigen Höchstabweichungen für
Geschwindigkeit und Winkel nicht kombiniert werden.

Bei der oberen Winkelabweichung von 1,5° wird die obere Geschwindigkeitsabweichung auf 5,0 % ver-
ringert und bei der Winkelabweichung von !1,0° wird die untere Geschwindigkeitsabweichung auf 2 %
erhöht.

Die vollständige kombinierte Einhüllende der Abweichung ist in Bild 3 dargestellt.

1 – Winkel 2 – Geschwindigkeit

Bild 3 — Einhüllende der kombinierten Abweichungen

Die angegebenen Abweichungen dienen nur der Berücksichtigung der verschiedenen Prüfaufbauten oder
Prüfverfahren und sind nicht als Spektrum für die Auswahl der Prüfenergie gedacht.

In jedem Fall müssen die Nennwerte nach Tabelle 1 als Grundlage dienen.

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prEN 1317-2:2007 (D) ²(QWZXUI²

5.5 Fahrzeuginstrumentierung

Siehe EN 1317-1:2007, Abschnitt 6.

5.6 Photographische Erfassung

Die photographische Erfassung muss das Verhalten der Schutzeinrichtung oder Brüstung und die Bewegung
des Fahrzeugs während und nach dem Anprall genau darstellen.

In der Aufnahme der Überkopf-Kamera muss eine bekannter Maßstab sichtbar sein, um die auf die Prüfung
folgende Messung anhand der photographischen Erfassung zu unterstützen.

Die Hochgeschwindigkeitskameras müssen mindestens 200 Bilder je Sekunde aufnehmen.

Kameras mit Normalgeschwindigkeit müssen mindestens 24 Bilder je Sekunde aufnehmen.

Legende
1 Überkopf-Erfassungsbereich
2 Kamera
3 Schutzeinrichtung

Bild 4 — Anordnung der Kameras für die Aufzeichnung der Prüfungen

Mindestens die in Bild 4 dargestellte Anordnung der Kameras muss für die Prüfung der Schutzeinrichtung
oder Brüstung übernommen werden:

a) Eine nicht vorgeschriebene schwenkbare Kamera mit normaler Geschwindigkeit, um den Fahrzeugweg
zu erfassen.

b) Eine oder zwei Überkopf-Hochgeschwindigkeitskameras, die so aufgestellt sind, dass sie die Bewegung
des Fahrzeugs mindestens ab 6 m vor dem Anprallpunkt bis zu einem Abstand aufzeichnen, bei dem die
Leistungsfähigkeit der Schutzeinrichtung oder Brüstung erfasst wird.

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²(QWZXUI² prEN 1317-2:2007 (D)

c) Eine Hochgeschwindigkeitskamera, die über die Schutzeinrichtung oder Brüstung von einem Punkt hinter
dem Anprall blickt, um das Rollen des Fahrzeugs, das vertikale Anheben, das Eindringen und den Ablauf
der Vorgänge nach dem Anprall an das System aufzeichnen zu können.

d) Eine Hochgeschwindigkeitskamera, die den Bereich entlang des Systems vom gegenüberliegenden Ende
zur Kamera in Punkt c) erfasst.

Um Bereiche von besonderem Interesse abzudecken, sollte die Verwendung zusätzlicher Kameras erwogen
werden.

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prEN 1317-2:2007 (D) ²(QWZXUI²

Anhang A
(normativ)

Ausführliches Formular eines Prüfberichts

Der Prüfbericht muss neben den Videoaufzeichnungen nach 5.6 mindestens die folgenden Informationen in
der angegebenen Reihenfolge enthalten. Alle Zeichnungen und zugehörige Unterlagen müssen eindeutig
datiert sein.

Deckblatt des Prüfberichts:


Name des Prüfinstituts
Datum des Berichts
Name des Auftraggebers
Bezeichnung des Prüfgegenstands
Datum der Prüfung
Prüfnummer und/oder Nummer des Prüfberichts (Nummer der Version, falls zutreffend)
Prüftyp und Prüfnorm
Anzahl der Seiten einschließlich der Anhänge
Offizielle Originalsprache des Prüfberichts
Genehmigung des Prüfberichts

Inhalt

1. Prüfinstitut
2. Auftraggeber
3. Prüfgegenstand
4. Durchführung der Prüfung
4.1 Prüftyp
4.2 Prüfgelände
4.3 Aufbau und Beschreibung des Prüfgegenstands
4.4 Beschreibung des Prüffahrzeugs
5. Ergebnisse
5.1 Prüfbedingung
5.2 Prüfgegenstand
5.3 Prüffahrzeug
5.4 Einschätzung der Anprallheftigkeit
6. Allgemeine Angaben
7. Genehmigung des Prüfberichts
8. Anhänge
A Umfassende Zeichnungen des Prüfgegenstandes, (Übersichtszeichnung) des vollständigen geprüf-
ten Systems und sämtliche Bauteil-Zeichnungen, jeweils einschließlich Maßangaben und Toleranzen.
Sämtliche Zeichnungen müssen vom Auftraggeber durch Unterschrift auf den Zeichnungen
autorisiert sein.
B Handbuch für den Aufbau auf dem Testgelände einschließlich Maßangaben und zulässiger
Abweichungen
C Photographien (mindestens in einer Druckgröße von 8 cm in Höhe und Breite)
C.1 Photographien des zu prüfenden Gegenstands vor der Prüfung
C.2 Photographien des Prüffahrzeugs vor der Prüfung, sowohl des Innenraums als auch von außen,
(einschließlich Photographien der Einbauorte der Instrumentierung)

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²(QWZXUI² prEN 1317-2:2007 (D)

C.3 Photographien des Prüfgegenstands nach der Prüfung (einschließlich der Beschädigung des
Prüfgegenstands und der Teile, die sich gelöst haben und eine Masse von mehr als 2 kg auf-
weisen)
C.4 Photographien des Prüffahrzeugs nach der Prüfung, sowohl des Innenraums als auch von
außen (einschließlich der Beschädigung und Verformung)
C.5 Serien und zusätzliche Photographien (keine besondere Bildgröße erforderlich)
D Beschreibung des Bodenzustandes

1. Prüfinstitut
1.1 Name
1.2 Anschrift
1.3 Telefonnummer
1.4 Faxnummer
1.5 Internetadresse
1.6 Prüfgelände
1.7 Name und Adresse der Körperschaft, die das Prüfinstitut genehmigt hat
1.8 Notifizierungs-/Akkreditierungs-Nummer mit Datum der Genehmigung, gültig zum Zeitpunkt der
Prüfung
1.9 Ergänzende Informationen

2. Auftraggeber
2.1 Name
2.2 Anschrift
2.3 Telefonnummer
2.4 Faxnummer
2.5 Internetadresse
2.6 Ergänzende Informationen

3. Prüfgegenstand
3.1 Bezeichnung des Prüfgegenstands
3.2 Datum des Aufbaus
3.3 Prüfdatum
3.4 Prüfnummer
3.5 Ergänzende Informationen

4. Durchführung der Prüfung


4.1 Prüftyp (nach Tabelle 1)
4.1.1 Typ der Anprallprüfung (zum Beispiel: TB 11)
4.1.2 Ergänzende Informationen (z. B. Einzelheiten zu anderen innerhalb der „Familie“ der
Schutzeinrichtung durchgeführten Prüfungen)

4.2 Prüfgelände
4.2.1 Beschreibung der Art und des Zustands des Prüfgeländes
4.2.2 Skizze der Fahrzeugannäherung zur Verdeutlichung des Anprallpunktes
4.2.3 Handelt es sich bei dem Produkt um eine Fahrzeugbrüstung: Abstand zwischen der
verkehrszugewandten Seite der Brüstung und dem Rand des Brückendecks

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prEN 1317-2:2007 (D) ²(QWZXUI²

4.2.4 Art des Untergrundes


4.2.5 Klasse/Zustand des Untergrundes
4.2.6 Ergänzende Informationen

4.3 Aufbau und ausführliche Beschreibung des Prüfgegenstands


4.3.1 Konformität zwischen Zeichnungen des Prüfgegenstands und dem zu prüfenden
Gegenstand (Ja/Nein) – wenn nicht, Benennung der nicht-konformen Einzelheiten (z. B.
Dicke des Werkstoffs, Werkstoffeigenschaften)
4.3.2 Konformität zwischen dem Handbuch des Aufbaus und dem aufgebauten Gegenstand
(Ja/Nein) – wenn nicht, Benennung der nicht-konformen Einzelheiten (z. B. Toleranzen
des Pfostenabstands, Höhe des Prüfgegenstands, Befestigungsmomente, Span-
nungen)
4.3.3 Beschreibung des zu prüfenden Fahrzeugrückhaltesystems, die mindestens enthalten
muss:
4.3.3.1 Einzelheiten zur Bodenverankerung
4.3.3.2 Gesamtlänge des zu prüfenden Gegenstands in Metern
4.3.3.3 Höhe des Prüfgegenstands im Anprallbereich
4.3.3.4 Pfostenabstand und/oder Länge der Elemente (in Metern)
4.3.3.5 Handelt es sich um ein vorgespanntes Produkt, ist/sind der/die Wert(e) der
Spannung(en) anzugeben
4.3.3.6 Handelt es sich bei dem Produkt um eine Fahrzeugbrüstung, muss die Fest-
legung der konstruktiven Ausführung Bezug nehmen auf die
Verankerung/Gründung und, sofern der Schutz von Fußgängern
eingeschlossen ist, auf die Anforderungen nach prEN 1317-6.
4.3.3.7 Jegliche ergänzende Informationen zur ausreichenden Beschreibung des
Fahrzeugrückhaltesystems (z. B. Anzugsmomente)

4.4 Beschreibung des Prüffahrzeugs


4.4.1 Markenname des Fahrzeugs und Modell
4.4.2 Herstellungsjahr und/oder ursprüngliche Registrierung
4.4.3 Fahrzeug-Identifikationsnummer (VIN, en: vehicle idendification number)
4.4.4 Fahrzeugmasse nach EN 1317-1, Tabelle 1
4.4.5 Lage des Masseschwerpunktes des Fahrzeugs im Prüfzustand nach EN 1317-1,
Tabelle 1
ANMERKUNG Bei Prüfungen mit Personenkraftwagen ist der Masseschwerpunkt ohne die ATD im
Fahrzeug zu messen.

4.4.6 Lage der Fahrzeuginstrumentierung und gemessener Versatz vom Masseschwerpunkt


des Fahrzeugs
4.4.7 Hinzugefügter Ballast
4.4.7.1 Art des Ballastes/Beschreibung
4.4.7.2 Allgemeine Lage des Ballastes
4.4.7.3 Gesamtmasse des Ballastes
4.4.8 ATD (falls vorhanden)
4.4.8.1 Art der ATD
4.4.8.2 Masse der ATD
4.4.8.3 Position der ATD im Fahrzeug
4.4.9 Gesamtprüfmasse in Kilogramm
4.4.10 Maßangaben und Merkmale des Fahrzeugs, die mindestens enthalten müssen:
4.4.10.1 Gesamtlänge des Fahrzeugs
4.4.10.2 Gesamtbreite des Fahrzeugs (ohne Seitenspiegel)

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²(QWZXUI² prEN 1317-2:2007 (D)

4.4.10.3 Radspur
4.4.10.4 Anzahl der Achsen
4.4.10.5 Radius der Räder
4.4.10.6 Radstand
4.4.10.7 Höhe der Plattform, nur bei LKWs
4.4.11 Beurteilung der Verkehrstüchtigkeit des Fahrzeugs (einschließlich Datum der letzten
Hauptuntersuchung auf Verkehrstüchtigkeit)
4.4.12 Jegliche ergänzende Informationen

5 Ergebnisse
5.1 Prüfbedingungen
5.1.1 Tatsächliche Anprallgeschwindigkeit in Kilometer je Stunde
5.1.2 Prozentuale Abweichung von der Soll-Geschwindigkeit
5.1.3 Tatsächlicher Anprallwinkel in Grad
5.1.4 Abweichung vom Soll-Winkel in Grad
5.1.5 Allgemeine Beschreibung des Prüfablaufs
5.1.6 Lufttemperatur
5.1.7 Jegliche ergänzende Informationen

5.2 Prüfgegenstand
Allgemeines:
5.2.1 Dynamische Durchbiegung (Dm) in Meter
5.2.2 Normalisierte dynamische Durchbiegung (DN) in Meter
5.2.3 Wirkungsbereich (Wm) in Meter
5.2.4 Normalisierter Wirkungsbereich (WN) in Meter
5.2.5 Klasse des normalisierten Wirkungsbereichs
5.2.6 Fahrzeugeindringung (VIm) in Meter, nur bei LKWs und Bussen
5.2.7 Maximale bleibende Durchbiegung in Meter
5.2.8 Kontaktstrecke in Meter
5.2.9 Tatsächliche Lage des Anprallpunktes
5.2.10 Dauerhafte Verschiebung der Endverankerung durch den Anprall
5.2.11 Dauerhafte Verschiebung in den Stößen des Hauptholms oder in den Verbindungs-
elementen
5.2.12 Beschreibung der Schäden am Prüfgegenstand einschließlich Schäden an
Gründungen, Verankerungen im Boden und Befestigungen

Optional Bei Fahrzeugrückhaltesystemen, die auf Brücken, Stützmauern oder anderen


Konstruktionen errichtet werden, kann der Zeitverlauf der während des Anpralls auf
die Befestigungen oder andere kritische Punkte wirkenden Kräfte und Momente
ebenfalls aufgezeichnet werden.

Abnahmekriterien der Anprallprüfung:


5.2.13 Schutzeinrichtung oder Brüstung hält das Prüffahrzeug auf (Ja/Nein) – falls nicht, ist
eine Beschreibung erforderlich
5.2.14 Schutzeinrichtung oder Brüstung leitet das Prüffahrzeug zurück (Ja/Nein) – falls nicht,
ist eine Beschreibung erforderlich
5.2.15 Vollständiger Bruch der Längselemente des Prüfgegenstands (Ja/Nein) – falls erfolgt,
ist eine Beschreibung erforderlich

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prEN 1317-2:2007 (D) ²(QWZXUI²

5.2.16 Einzelheiten zu Teilen des Prüfgegenstands mit mehr als 2 kg, die sich vollständig
gelöst haben:
5.2.16.1 Identifikation
5.2.16.2 Masse (kg)
5.2.16.3 Endlage, rechtwinklig zur ursprünglichen, verkehrszugewandten Seite der
Schutzeinrichtung gemessen
5.2.16.4 Endlage, gemessen längs der Flucht der ursprünglichen verkehrszuge-
wandten Seite der Schutzeinrichtung ausgehend vom Punkt der Ablösung
5.2.17 In den Fahrzeuginnenraum eingedrungene Elemente der Schutzeinrichtung oder
Brüstung (Ja/Nein) – falls erfolgt, ist eine Beschreibung der Eindringung erforderlich
5.2.18 Verformungen des und/oder Eindringungen in den Fahrzeuginnenraum(s) (Ja/Nein) –
falls erfolgt, ist eine Beschreibung der Verformungen und/oder der Eindringungen
erforderlich
5.3 Prüffahrzeug
Allgemeines:
5.3.1 Allgemeine Beschreibung des Bewegungsverlaufs des Fahrzeugs
5.3.2 Index der Verformung des Cockpits (VCDI) (bei Personenkraftwagen erforderlich)
5.3.3 Beschreibung der Beschädigung und Verformung des Prüffahrzeugs
5.3.4 Beschreibung jeglichen Kontakts des Kopfes der Prüfpuppe mit einem Teil der
Schutzeinrichtung

Abnahmekriterien der Anprallprüfung


5.3.5 Tatsächliche(r) Anprallgeschwindigkeit und –winkel innerhalb der zulässigen
Abweichungen (Ja/Nein)
5.3.6 Tatsächliche Kombination von Anprallgeschwindigkeit und –winkel innerhalb der in
Bild 3 dargestellten zulässigen Einhüllenden der Abweichung (Ja/Nein)
5.3.7 Während und nach der Prüfung überquert nicht mehr als ein Rad den hintersten Teil
des verformten Systems (Ja/Nein)
5.3.8 Fahrzeug kippt/überschlägt sich während der Prüfung (Ja/Nein)
5.3.9 Bei Prüfungen mit LKWs: während der Prüfung bis zum Zeitpunkt des Stillstands des
Fahrzeugs lösen sich mehr als 5 % der Masse des Ballastes oder laufen aus oder
werden verschüttet (Ja/Nein) – falls ja, Prozentwert aufzeichnen
5.3.10 Fahrzeug bleibt innerhalb der Begrenzung des „Abprallbereichs“ (Ja/Nein)
5.3.11 Bei Fahrzeugrückhaltesystemen, die auf Brücken, Stützmauern oder anderen Kon-
struktionen errichtet werden: Fahrzeug oder geprüfter Prüfgegenstand, erfährt
Unterstützung von einem Gegenstand jenseits des Randes des Brückendecks
(Ja/Nein)

5.4 Einschätzung der Anprallheftigkeit

Sämtliche Indexwerte der Heftigkeit sind auf die nächste ganze Zahl zu runden, falls nicht anders
festgelegt. Die auf die Rohdaten angewandte Filterfrequenz muss ebenfalls angegeben werden.

Allgemeines:
5.4.1 Graphische Darstellungen der linearen Beschleunigungen und Winkelgeschwin-
digkeiten
Abnahmekriterien der Anprallprüfung:
5.4.2 Index für die Schwere der Beschleunigung, ASI (gerundet auf 1 Dezimalstelle)
5.4.2.1 Graphische Darstellung des ASI gegen die Zeit
5.4.3 Theoretische Anprallgeschwindigkeit des Kopfs, THIV
5.4.3.1 Flugzeit des theoretischen Kopfs in Millisekunden
5.4.3.2 THIV in Kilometer je Stunde
5.4.3.2 Graphische Darstellungen der Flugzeit und der THIV

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6. Allgemeine Festlegungen
6.1 Die in diesem Prüfbericht angegebenen Prüfergebnisse gelten nur für das geprüfte Fahrzeug-
rückhaltesystem
6.2 Dieser Prüfbericht darf nur vollständig vervielfältigt werden, es sei denn, das Prüfinstitut hat
seine schriftliche Einwilligung gegeben

7. Genehmigung des Prüfberichts


7.1 Unterschrift(en)
7.2 Name(n) der autorisierten und verantwortlichen Person(en) der Prüfstelle
7.3 Stellung(en)
7.4 Datum

8. Anhänge
A Umfassende Zeichnungen des Prüfgegenstands, (Übersichtszeichnung) des vollständigen geprüften
Systems und sämtliche Bauteil-Zeichnungen, jeweils einschließlich Ausgabedatum, Maßangaben und
zulässigen Toleranzen

B Handbuch für den Aufbau auf dem Testgelände einschließlich Maßangaben und zulässiger
Abweichungen

C Fotographien

D Videoaufzeichnungen

E Bericht über den Zustand des Bodens

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Anhang B
(informativ)

Kriterien für die Bewertung einer ausreichenden Prüflänge

Ein geeignetes Verfahren, um nach dem Test zu überprüfen, ob die Länge des Aufbaus ausreichend ist, um
die volle Leistungsfähigkeit des Systems aufzuzeigen, beruht darauf, nachzuweisen, dass nur Längskräfte an
die Endverankerungen übertragen werden; dies geschieht durch das folgende Verfahren.

Die statische laterale Durchbiegung der Schutzeinrichtung darf nicht bis zur Anfangs- oder Endverankerung
des Prüfaufbaus reichen. Dies erfordert, dass die statische laterale Durchbiegung/Verschiebung des ersten
Elements (oder des ersten Abschnitts zwischen zwei Pfosten) innerhalb der zulässigen Messabweichung
gleich Null ist (siehe Bild 3a). Wenn die Verankerung so ist, dass die Durchbiegung/Verschiebung des
gesamten ersten Elements verhindert wird, muss die statische laterale Durchbiegung/Verschiebung des
zweiten Elements innerhalb der zulässigen Messabweichung gleich Null sein (siehe Bild 3b).

a)

b)

Legende
1) ausreichende Prüflänge
2) nicht ausreichende Prüflänge
3) nicht ausreichende Prüflänge

Bild B.1 — Länge der für die Prüfung aufgebauten Schutzeinrichtung

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