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DIN EN 1317-5:2008-10

Beginn der Gültigkeit


Diese DIN-EN-Norm ist voraussichtlich ab Juni 2009 an anwendbar.

Die CE-Kennzeichnung von Bauprodukten nach dieser DIN-EN-Norm in Deutschland kann erst nach der
Veröffentlichung der Fundstelle dieser DIN-EN-Norm im Bundesanzeiger von dem dort genannten Termin an
erfolgen.

Nationales Vorwort
Dieses Dokument (EN 1317-5:2007+A1:2008) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 226
„Straßenausstattung“ (Sekretariat: AFNOR; Frankreich) Arbeitsgruppe 1 „Rückhaltesysteme an Straßen“
(Federführung: Frankreich) erarbeitet.

Der für die deutsche Mitarbeit zuständige Ausschuss im DIN Deutsches Institut für Normung e. V. ist der als
Spiegelausschuss eingesetzte Arbeitsausschuss NA 005-10-21 AA „Passive Schutzeinrichtungen“.

Änderungen

Gegenüber DIN EN 1317-5:2007-07 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) im Abschnitt 2 wurden EN 335-1 und EN 335-2 ergänzt;

b) im Abschnitt 4.3 wurde Holz ergänzt;

c) Änderung in ZA.3, CE-Kennzeichnung und Etikettierung.

Frühere Ausgaben

DIN EN 1317-5: 2007-07

2
EUROPÄISCHE NORM EN 1317-5:2007+A1
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE Juli 2008

ICS 13.200; 93.080.30 Ersatz für EN 1317-5:2007

Deutsche Fassung

Rückhaltesysteme an Straßen - Teil 5: Anforderungen an die


Produkte, Konformitätsverfahren und -bescheinigung für
Fahrzeugrückhaltesysteme

Road restraint systems - Part 5: Product requirements and Dispositifs de retenue routiers - Partie 5: Exigences
evaluation of conformity for vehicle restraint systems relatives aux produits et évaluation de la conformité pour
les dispositifs de retenue pour véhicules

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 28. September 2006 angenommen und schließt Änderung 1 ein, die am 30. Mai 2008 vom
CEN angenommen wurde.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzen Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum des CEN oder bei jedem CEN-Mitglied auf
Anfrage erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Zentralsekretariat
mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich,
Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal,
Rumänien, Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten Königreich
und Zypern.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36 B-1050 Brüssel

© 2008 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 1317-5:2007+A1:2008 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Inhalt

Seite

Vorwort ................................................................................................................................................................3
Einleitung.............................................................................................................................................................4
1 Anwendungsbereich .............................................................................................................................5
2 Normative Verweisungen......................................................................................................................5
3 Begriffe ...................................................................................................................................................6
4 Anforderungen .......................................................................................................................................6
4.1 Leistungsfähigkeit bei Anprall .............................................................................................................6
4.2 Höhe der kombinierten Fahrzeug-/Fußgängerbrüstungen................................................................7
4.3 Dauerhaftigkeit.......................................................................................................................................7
5 Technische Beschreibung des Fahrzeug-Rückhaltesystems (FRS) ................................................8
5.1 Allgemeines............................................................................................................................................8
5.2 Produktbeschreibung............................................................................................................................8
5.3 Einzelheiten zu Systemänderungen ....................................................................................................8
5.4 Einbauanforderungen ...........................................................................................................................9
6 Bewertung der Konformität (Konformitätsverfahren und -bescheinigung) ....................................9
6.1 Allgemeines............................................................................................................................................9
6.2 Prüfung des Produkts ...........................................................................................................................9
6.3 Werkseigene Produktionskontrolle (FPC – Factory Production Control)..................................... 11
6.4 Prototypen ........................................................................................................................................... 13
7 Fälle der Nichtübereinstimmung mit den technischen Spezifikationen ....................................... 14
8 Einbau von Rückhaltesystemen an Straßen.................................................................................... 14
Anhang A (normativ) Modifikationen an einem nach EN 1317-1, EN 1317-2 + EN 1317-2/A1, EN
1317-3 oder ENV 1317-4 geprüften FRS ........................................................................................... 15
A.1 Allgemeines......................................................................................................................................... 15
A.2 Modifiziertes FRS................................................................................................................................ 15
A.3 Arten von Modifikationen................................................................................................................... 15
A.4 Geforderte technische Angaben ....................................................................................................... 16
A.5 Reduzierte Prüfmatrix für Kategorie C ............................................................................................. 16
A.6 Berechnungstechniken ...................................................................................................................... 17
Anhang B (informativ) Liste von Beispielfällen für mögliche Modifikationen gegenüber den
Anforderungen der Abschnitte 4, 5 und 6........................................................................................ 18
Anhang ZA (informativ) Abschnitte dieser Europäischen Norm, die Bestimmungen der EG-
Bauproduktenrichtlinie betreffen ...................................................................................................... 20
ZA.1 Anwendungsbereich und maßgebende Eigenschaften.................................................................. 20
ZA.2 Verfahren zur Konformitätsbescheinigung von Rückhaltesystemen an Straßen ....................... 24
ZA.3 CE-Kennzeichnung und Etikettierung .............................................................................................. 26
Literaturhinweise ............................................................................................................................................. 33

2
DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Vorwort
Dieses Dokument (EN 1317-5:2007+A1:2008) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 226
„Straßenausstattung“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom AFNOR gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis Januar 2009, und etwaige entgegenstehende nationale
Normen müssen bis Januar 2011 zurückgezogen werden.

Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass einige Texte dieses Dokuments Patentrechte berühren können.
CEN [und/oder CENELEC] sind nicht dafür verantwortlich, einige oder alle diesbezüglichen Patentrechte zu
identifizieren.

Dieses Dokument wurde unter einem Mandat erarbeitet, das die Europäische Kommission und die
Europäische Freihandelszone dem CEN erteilt haben, und unterstützt grundlegende Anforderungen der EG-
Richtlinien.

Zum Zusammenhang mit EG-Richtlinien siehe informativen Anhang ZA, der Bestandteil dieses Dokuments ist.

Dieses Dokument enthält die Änderung A1, und wurde vom CEN am 2008-05-30 angenommen.

Dieses Dokument ersetzt EN 1317-5:2007.

Anfang und Ende der durch die Änderung eingefügten oder geänderten Texte sind jeweils durch
Änderungsmarken !" angegeben.

Diese Europäische Norm besteht aus dem vorliegenden Dokument und den folgenden Teilen unter dem
Haupttitel: „Rückhaltesysteme an Straßen“.

 Teil 1: Terminologie und allgemeine Kriterien für Prüfverfahren

 Teil 2: Leistungsklassen, Abnahmekriterien für Anprallprüfungen und Prüfverfahren für


Schutzeinrichtungen

 Teil 3: Leistungsklassen, Abnahmekriterien für Anprallprüfungen und Prüfverfahren für Anpralldämpfer

 Teil 4: Leistungsklassen, Abnahmekriterien für Anprallprüfungen und Prüfverfahren für Anfangs-/End- und
Übergangskonstruktionen von Schutzeinrichtungen

 Teil 6: Fußgänger-Rückhaltesysteme, Brückengeländer

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland,
Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta,
Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien,
Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Einleitung
Dieses Dokument ist eine Produktnorm für auf dem Markt angebotene Fahrzeug-Rückhaltesysteme.

Dieses Dokument ist zusammen mit den Teilen 1, 2, 3, prEN 1317-6 oder ENV 1317-4 anzuwenden.

Zur Sicherstellung der vollen Leistungsfähigkeit der in Gebrauch befindlichen Rückhaltesysteme an Straßen
ist vorgesehen, Produktion und Einbau der Rückhaltesysteme nach den Anforderungen dieses Dokumentes
zu überwachen.

4
DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

1 Anwendungsbereich
Dieses Dokument legt Anforderungen an die Bewertung der Konformität für die folgenden Fahrzeug -
Rückhaltesysteme fest:

a) Schutzeinrichtungen;

b) Anpralldämpfer;

c) Anfangs-/Endkonstruktionen (wird wirksam, sobald die ENV 1317-4 eine EN wird);

d) Übergangskonstruktionen (wird wirksam, sobald die ENV 1317-4 eine EN wird);

e) Fahrzeug-/Fußgängerbrüstungen (nur für die Funktion zur Fahrzeugrückhaltung).

Anforderungen an Fußgängerbrüstungen sind in diesem Dokument nicht enthalten.

Anforderungen an die Bewertung der Dauerhaftigkeit gegenüber Verwitterung sind in diesem Dokument
enthalten.

Anforderungen an andere Formen der Dauerhaftigkeit (z. B. maritime Umgebung, Sandabrieb) werden nicht
erfasst.

Temporäre Schutzeinrichtungen fallen nicht in den Anwendungsbereich dieses Dokumentes.

2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten
Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte
Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

EN 206-1, Beton — Teil 1: Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität

!EN 335-1, Dauerhaftigkeit von Holz und Holzprodukten — Definition der Gebrauchsklassen — Teil 1:
Allgemeines

EN 335-2, Dauerhaftigkeit von Holz und Holzprodukten — Definition der Gebrauchsklassen — Teil 2:
Anwendung bei Vollholz "

EN 1317-1, Rückhaltesysteme an Straßen — Teil 1: Terminologie und allgemeine Kriterien für Prüfverfahren

EN 1317-2, Rückhaltesysteme an Straßen —Teil 2: Leistungsklassen, Abnahmekriterien für Anprallprüfungen


und Prüfverfahren für Schutzeinrichtungen

EN 1317-2/A1, Rückhaltesysteme an Straßen — Teil 2: Leistungsklassen, Abnahmekriterien für Anprall-


prüfungen und Prüfverfahren für Schutzeinrichtungen

EN 1317-3, Rückhaltesysteme an Straßen — Teil 3: Leistungsklassen, Abnahmekriterien für Anprallprüfungen


und Prüfverfahren für Anpralldämpfer

ENV 1317-4, Rückhaltesysteme an Straßen — Teil 4: Leistungsklassen, Abnahmekriterien für Anprall-


prüfungen und Prüfverfahren für Anfangs-/End- und Übergangskonstruktionen von Schutzeinrichtungen

prEN 1317-6, Rückhaltesysteme an Straßen — Teil 6: Fußgänger-Rückhaltesysteme, Brückengeländer

EN 10326, Kontinuierlich schmelztauchveredeltes Band und Blech aus Baustählen — Technische


Lieferbedingungen

EN 13369, Allgemeine Regeln für Betonfertigteile

5
DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

EN ISO 1461, Durch Feuerverzinken auf Stahl aufgebrachte Zinküberzüge (Stückverzinken) —


Anforderungen und Prüfungen (ISO 1461:1999)

EN ISO 9001:2000, Qualitätsmanagementsysteme — Anforderungen (ISO 9001:2000)

3 Begriffe
Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die folgenden Begriffe.

3.1
Prüfstelle
ein kompetentes Labor, welches die Eigenschaften oder die Leistung der Materialien oder Produkte, die in
den Anwendungsbereich dieses Dokumentes fallen, misst, untersucht, prüft, kalibriert oder auf andere Art
bestimmt. Ein von einem Signatar der EA (European co-operation for accreditation) oder von der gesetzlichen
Institution, die für den Geltungsbereich dieses Dokumentes und für das jeweilige Territorium, in dem der Test
durchgeführt wurde, zuständigen ist, akkreditiertes Laboratorium kann als kompetent angenommen werden.

3.2
Gebrauchsdauer
Zeitspanne, während der die Leistungsmerkmale eines Produktes so beibehalten werden, dass das Produkt
die Anforderungen dieses Dokumentes erfüllen kann (d. h. für alle wesentlichen Eigenschaften eines Produkts
werden die einzuhaltenden Mindestwerte erfüllt oder übererfüllt, ohne dass höhere Kosten für Reparatur oder
Auswechselung entstehen). Die Gebrauchsdauer eines Produkts hängt von seiner eigenen Dauerhaftigkeit
und der normalen Wartung ab

ANMERKUNG Zwischen der angenommenen, wirtschaftlich vernünftigen Gebrauchsdauer für ein Produkt auf Grund-
lage der Beurteilung der Dauerhaftigkeit in technischen Beschreibungen und der tatsächlichen Gebrauchsdauer eines
Produkts sollte eindeutig unterschieden werden. Die Letztere hängt von vielen Faktoren ab, auf die der Hersteller keinen
Einfluss hat, z. B. Ausführung, Einbaulage (Beanspruchung) Einbaubedingungen, Verwendung und Wartung. Die ange-
nommene Gebrauchsdauer kann folglich nicht als eine vom Hersteller angegebene Gebrauchsgarantie angese-
hen werden.

3.3
Dauerhaftigkeit
Fähigkeit eines Produkts, die geforderte Leistung unter dem Einfluss vorhersehbarer Ereignisse langfristig
aufrechtzuerhalten. Bei normaler Wartung sollte ein Produkt bei richtiger Konstruktion und Ausführung die
festgelegten Anforderungen an das Produkt über eine wirtschaftlich vernünftige Gebrauchsdauer erfüllen

3.4
Hersteller (synonym „Fabrikant“)
Organisation, die juristisch für die Anbringung der CE-Kennzeichnung auf einem Produkt verantwortlich ist
(siehe Anhang ZA)

4 Anforderungen

4.1 Leistungsfähigkeit bei Anprall

4.1.1 Schutzeinrichtungen

Schutzeinrichtungen müssen nach EN 1317-1 und EN 1317-2 + EN 1317-2/A1 geprüft werden und den dort
festgelegten Anforderungen entsprechen.

4.1.2 Fahrzeugbrüstungen

Fahrzeugbrüstungen müssen nach EN 1317-1 und EN 1317-2 + EN 1317-2/A1 geprüft werden und den dort
festgelegten Anforderungen entsprechen.

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

4.1.3 Anpralldämpfer

Anpralldämpfer müssen nach EN 1317-1 und EN 1317-3 geprüft werden und den dort festgelegten
Anforderungen entsprechen.

4.1.4 Anfangs-/Endkonstruktionen

Anfangs-/Endkonstruktionen müssen nach EN 1317-1 und ENV 1317-4 (sobald die ENV 1317-4 eine EN wird)
geprüft werden und den dort festgelegten Anforderungen entsprechen.

4.1.5 Übergangskonstruktionen

Übergangskonstruktionen müssen nach EN 1317-1 und ENV 1317-4 (sobald die ENV 1317-4 eine EN wird)
geprüft werden und den dort festgelegten Anforderungen entsprechen.

4.1.6 Kombinierte Fahrzeug-/Fußgängerbrüstungen

Fahrzeug-/Fußgängerbrüstungen müssen nach EN 1317-1, EN 1317-2 + EN 1317-2/A1 und prEN 1317-6


(sobald die ENV 1317-6 eine EN wird) geprüft werden und den dort festgelegten Anforderungen entsprechen.

4.1.7 Grenzwerte

Fahrzeug-Rückhaltesysteme müssen den in Tabelle 1 festgelegten Mindest-Grenzwerten entsprechen.

Tabelle 1 — Mindest-Grenzwerte für Fahrzeug-Rückhaltesysteme

Schutzeinrichtungen EN 1317-2 (nach Tabelle 2) N1


Anpralldämpfer EN 1317-3 (nach Tabelle 3) Klasse 50
Anfangs-/Endkonstruktion ENV 1317-4 (nach Tabelle 1) P1
Übergangskonstruktionen ENV 1317-4 (nach 4.2) N1
Kombinierte Fahrzeug-/Fußgängerbrüstungen EN 1317-2 (nach Tabelle 2) und prEN 1317-6 N1

4.2 Höhe der kombinierten Fahrzeug-/Fußgängerbrüstungen

Die Höhe der kombinierten Fahrzeug-/Fußgängerbrüstungen muss prEN 1317-6 entsprechen (sobald
prEN 1317-6 eine EN wird).

4.3 Dauerhaftigkeit

Alle Fahrzeugrückhaltesysteme (FRS) müssen über eine wirtschaftlich vernünftige Gebrauchsdauer dauerhaft
sein, für die es eine angemessene, auf Erfahrungen basierende Beschreibung und/oder entsprechende Mes-
sungen der Dauerhaftigkeit geben muss.

Rückhaltesysteme an Straßen können Gründungskonstruktionen haben, deren wirtschaftlich vernünftige Ge-


brauchsdauer vom Unterbau abhängig ist, woraus die Forderung resultiert, darüber Angaben gesondert vom
Rückhaltesystem vorzulegen, wenn vom Hersteller des FRS's geliefert.

a) Der Hersteller muss Angaben über Materialien und Schutzbeschichtungen der Rückhaltesysteme an
Straßen liefern;

b) der Hersteller muss Angaben zu den Bewertungsverfahren (z. B. Bestimmung der Beschichtungsmasse,
Haftfähigkeitsprüfung) und zur Beurteilung der Dauerhaftigkeit unter Einbeziehung derjenigen techni-
schen Eigenschaften machen, die einen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit haben.

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Für Fälle, die die Dauerhaftigkeit beeinflussen, können folgende Beispiele angegeben werden:

c) Festlegungen für die Schutzbeschichtungen nach EN ISO 1461, EN 10326 und/oder die Bearbeitungsart
der Materialien;

d) Zusammensetzung und Dicke des Materials nach EN 206-1 für Beton, EN 13369 für Betonfertigteile;

e) ! Festlegungen zur Holzbehandlung und/oder natürliche Dauerhaftigkeit von Holz bei Verwendung
nach den festgelegten Klassen in EN 335-1 und EN 335-2 "

f) Einbauempfehlungen im Falle von außergewöhnlichen Standortbedingungen;

g) festgelegte Wartungsanforderungen (wichtig unter rauen Umweltbedingungen).

ANMERKUNG Die Gebrauchsdauer eines Rückhaltesystems an Straßen hängt von seiner eigenen Dauerhaftigkeit und
den vorherrschenden Umweltbedingungen ab. Es sollte klar zwischen der (deklarierten) Gebrauchsdauer für ein Produkt
auf Grundlage der Beurteilung der Dauerhaftigkeit in technischen Beschreibungen und der tatsächlichen Gebrauchsdauer
eines Produkts unterschieden werden. Die Letztere hängt von vielen Faktoren ab, auf die der Hersteller keinen Einfluss
hat, wie z. B. Einbaubedingungen, Umgebungsbedingungen, Handhabung, Verwendung und Wartung.

5 Technische Beschreibung des Fahrzeug-Rückhaltesystems (FRS)

5.1 Allgemeines

Der Hersteller muss folgende Angaben zur Verfügung stellen:

5.2 Produktbeschreibung

a) allgemeine Systemübersichtszeichnungen mit Beschreibungen für den Zusammenbau und Toleranzen;

b) Bauteilzeichnungen mit Maßangaben, Toleranzen und sämtlichen Materialspezifikationen;

c) genaue Angaben über für alle Materialien und Oberflächenbearbeitungen (einschließlich der
Schutzbehandlung);

d) eine Beurteilung der zu erwartenden Dauerhaftigkeit des Produkts;

e) Zeichnungen für alle im Werk vormontierten Bauteile;

f) komplette Teileliste mit Gewichtsangabe;

g) Einzelheiten zur Vorspannung (falls zutreffend);

h) alle sonstigen wichtigen Informationen (z. B. zu Recycling, Umgebung, Sicherheit);

i) Informationen zu Substanzen, die zu überwachen sind

5.3 Einzelheiten zu Systemänderungen

Einzelheiten der zugelassenen Modifikationen seit der Erstprüfung des Systems (ITT).

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

5.4 Einbauanforderungen

a) Zusammenbauzeichnungen einschließlich Toleranzen für das geprüfte Produkt;

b) Montagebeschreibung einschließlich der benötigten Ausrüstung;

c) Einbauverfahren (Aufbau/Errichtung, Zusammenbau, Gründungen usw.) entsprechend der Ein-


baubedingungen;

d) Umgebungstemperatur zum Zeitpunkt des Einbaus (falls relevant);

e) Einzelheiten zur Vorspannung (falls zutreffend);

f) Beschreibung der Bodenbedingungen und/oder der für das System geeigneten Gründungen;

g) Vorschriften für Reparatur, Inspektion und Wartung;

h) alle sonstigen wichtigen Informationen zum Recycling, Einzelheiten zu toxischen oder gefährlichen
Materialien, die in den baulichen Anlagen vorhanden sind.

ANMERKUNG Rückhaltesysteme an Straßen, die auf Brücken eingebaut werden, sollten hinsichtlich ihrer
Anpralllasten nach EN 1991-2 eingeteilt werden.

6 Bewertung der Konformität (Konformitätsverfahren und -bescheinigung)

6.1 Allgemeines

Die Konformität des Rückhaltesystems an Straßen mit den Anforderungen dieser Norm und mit den angege-
benen Werten (einschließlich der Klassen) muss nachgewiesen werden durch:

 Erstprüfung (ITT);

 werkseigene Produktionskontrolle (FPC) durch den Hersteller einschließlich einer Produktbewertung.

Für die Prüfung dürfen Rückhaltesysteme an Straßen nach den Festlegungen in EN 1317-2, EN 1317-3 oder
ENV 1317-4 in Familien eingeteilt werden, wobei davon ausgegangen wird, das die ausgewählte(n) Eigen-
schaft(en) für alle Rückhaltesysteme an Straßen innerhalb dieser Familie zutreffend ist/sind (z. B. Anprall-
dämpfer, die dem vorliegenden Dokument entsprechen).

6.2 Prüfung des Produkts

6.2.1 Erstprüfung (ITT)

6.2.1.1 Allgemeines

Die Erstprüfung ist ein Satz von Prüfungen nach EN 1317-1und EN 1317-2 + EN 1317-2/A1, EN 1317-3 oder
ENV 1317-4. Um die Konformität mit diesem Dokument nachzuweisen, muss für jedes FRS eine Erstprüfung
(ITT) durchgeführt werden. Modifizierte Produkte müssen einer Beurteilung nach 6.2.1.5 unterzogen werden.

6.2.1.2 Erforderliche Angaben für ITT

Der Hersteller muss mindestens die Angaben zur Verfügung stellen, die eine Beurteilung nach 5.2 und 5.3
ermöglichen, sowie den vollständigen Prüfbericht und den Bericht über die Beurteilung des geprüften Systems

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

6.2.1.3 Bericht über die Beurteilung des geprüften Systems

Der Bericht über die Beurteilung des geprüften Systems muss folgende Angaben enthalten:

a) die Verifizierung, dass die Materialien den Angaben des Herstellers nach 5.2 entsprechen;

b) die Verifizierung, dass Geometrie und Maße den Angaben des Herstellers nach 5.2 entsprechen;

c) die Verifizierung der Schutzbehandlungen, falls zutreffend;

d) ein auf die ITT bezogener Bericht über Bodenarten und Gründungen;

e) die Verifizierung, dass das Produkt nach dem in 5.4 festgelegten Angaben eingebaut wird.

6.2.1.4 Bericht über die Erstprüfung

Der Erstprüfungsbericht muss mindestens folgende Angaben enthalten:

a) Bericht über die Anprallprüfung nach EN 1317-1, EN 1317-2 + EN 1317-2/A1, EN 1317-3 oder
ENV 1317-4;

a) technische Beschreibung des Rückhaltesystems an Straßen nach 5.2;

b) Beurteilungsbericht nach 6.2.1.3.

6.2.1.5 Modifizierte Produkte

Die Auswirkungen aller Modifikationen an einem ITT-geprüften System müssen hinsichtlich des Einflusses
auf die Leistung des Rückhaltesystems an Straßen beurteilt und angegeben werden:

a) Der Hersteller muss die Modifikationen hinsichtlich der angewendeten Zeichnungen und Festlegungen
des FRS beschreiben, die der Erstprüfung des ursprünglichen Produkts zur Beurteilung der
Leistungsfähigkeit zu Grunde lagen;

a) das geänderte Produkt wird nach Anhang A geprüft und bewertet.

6.2.1.6 Merkmale

Alle Merkmale in 4.1 müssen einer Erstprüfung unterzogen werden. Die Freisetzung gefährlicher Substanzen
darf indirekt dadurch erfasst werden, dass der Anteil der jeweiligen Substanz überprüft wird.

6.2.1.7 Verwendung vorhandener Anprallprüfberichte (Daten aus früheren Untersuchungen)

Um die Verwendung bereits vorhandener Rückhaltesysteme an Straßen zu erleichtern, die vor der Verfügbar-
keit der harmonisierten Europäischen Normen nach EN 1317 geprüft wurden, und um unnötige Kostensteige-
rungen und mögliche Verzögerungen zu vermeiden, die zu niedrigeren Sicherheitsniveaus für die Anwender
führen können, dürfen unter folgenden Bedingungen die vorhandenen Systeme ohne Durchführung erneuter
Anprallprüfungen nur durch Auswertung von Daten aus früheren Untersuchungen als übereinstimmend mit
den gesetzlichen Anforderungen angesehen werden:

a) Das Rückhaltesystem muss von einer Prüfstelle nach der vorliegenden oder einer früheren Fassung der
EN 1317-1, EN 1317-2 + EN 1317-2/A1, EN 1317-3 oder der ENV 1317-4 oder einer prEN 1317 bewertet
worden sein, und die Prüfergebnisse und mögliche zusätzliche Informationen müssen zeigen, dass das
Rückhaltesystem den Anforderungen dieses Dokumentes entspricht;

a) die Bestimmungen dieses Abschnitts müssen innerhalb von drei Jahren nach dem Ende der
Übergangsfrist umgesetzt werden.

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

6.2.1.8 Gemeinsam genutzte ITT-Ergebnisse

Ein einzelner Hersteller kann die Resultate der Erstprüfung (ITT), die von Dritten durchgeführt wurden (z.B.
Industrie, Konstrukteure), hinsichtlich des selben Produkts verwenden, wenn folgende Bedingungen erfüllt
sind:

a) Der Hersteller kann nachweisen, dass sein Produkt und das bereits einer ITT unterzogene Produkt
identisch sind (dass es z. B. gleiche Maße hat, aus den gleichen Rohmaterialien und aus den gleichen
Bauteilen besteht);

b) der Partner, der die Prüfungen durchgeführt hat, hat zugestimmt, die Ergebnisse zur Verfügung zu stellen
und den Prüfbericht an den Hersteller, der diese Prüfergebnisse verwenden will, auszuhändigen;

c) der Hersteller, der seiner Konformitätserklärung fremde ITT-Ergebnisse zugrunde legt, bleibt für das Pro
dukt verantwortlich, das mit allen Anforderungen dieser Norm einschließlich der Anforderungen an die
Konstruktion1) und die Herstellung des Produkts übereinstimmen muss.

ANMERKUNG Gemeinsam genutzte ITT-Ergebnisse bedeuten nicht, dass eine „gemeinsame ITT“ durchgeführt wird.
Eine ITT dient der Beurteilung eines bestimmten Produkts, das von einem bestimmten Hersteller produziert wird. In der
vom Hersteller herausgegebenen Konformitätserklärung, die ein Dokument mit gesetzlichem Status ist, wird das Produkt
identifiziert und der Name des Herstellers angegeben. Daher kann nicht von einer gemeinsamen ITT gesprochen werden,
sondern nur von gemeinsam genutzten Prüfergebnissen.

6.2.2 Muster

Die Erstprüfung muss an Mustern durchgeführt werden, die für das auf dem Mark anzubietende
Rückhaltesystem an Straßen repräsentativ sind.

6.3 Werkseigene Produktionskontrolle (FPC – Factory Production Control)

6.3.1 Allgemeines

Der Hersteller muss ein FPC-System festlegen, dokumentieren und anwenden, um sicherzustellen, dass die
auf dem Markt anzubietenden Produkte den angegebenen Leistungsmerkmalen entsprechen. Zum
FPC-System gehören schriftlich festgelegte Verfahrensanweisungen (FPC-Handbuch), regelmäßige Inspek-
tionen und Prüfungen und/oder Bewertungen sowie die Anwendung der Ergebnisse zur Überprüfung der
Rohstoffe oder der angelieferten Materialien oder der Bauteile, der Ausrüstungen, des Produktionsprozesses
und des Produkts. Die Aufzeichnungen müssen lesbar bleiben, leicht identifizierbar und rückverfolgbar sein.

Es wird davon ausgegangen, dass ein FPC-System die oben genannten Anforderungen erfüllt, wenn es die
Anforderungen von EN ISO 9001 erfüllt und speziell an die Anforderungen dieses Dokumentes angepasst
wurde.

Die Ergebnisse von Inspektionen, Prüfungen oder Bewertungen, die Maßnahmen erfordern, müssen aufge-
zeichnet werden, wenn eine der Maßnahmen ergriffen werden muss. Für den Fall, dass Kontrollwerte nicht
erreicht oder Kontrollkriterien nicht erfüllt werden, müssen die zu ergreifenden Maßnahmen aufgezeichnet
werden und die Aufzeichnungen für die Dauer aufbewahrt werden, die in den vom Hersteller für die FPC
festgelegten Verfahrensabläufen festgelegt sind.

Der Hersteller darf für Folgendes die Verantwortung und Autorität einem Vertreter der Betriebsleitung
übergeben:

a) wirksame Identifizierung von Nichtübereinstimmungen und Durchführung ihrer Korrektur;

b) Überarbeitung des Systems der werkseigenen Produktionskontrolle, um erkannte Ursachen von Nicht
übereinstimmungen, sofern notwendig, zu korrigieren;

c) wirksame Durchführung eines in diesem Dokument festgelegten Verfahrens der Rückverfolgbarkeit.

1) Für bestimmte Produkte (z. B. für die Konstruktion nach Eurocodes) können besondere Bestimmungen gelten.

11
DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

6.3.2 Anforderungen an die werkseigene Produktionskontrolle (FPC)

Mit der Erstinspektion ist zu bestimmen, ob alle Ressourcen, d. h. Personal und Ausrüstung sowie die Verfah-
rensabläufe für die Prozessüberwachung, nach dem für die werkseigene Produktionskontrolle vorgesehenen
Plan geeignet sind, um die Konformität des Produkts mit den technischen Spezifikationen zu sichern.

Der Hersteller muss die Verfahrensabläufe so festlegen, dass die Produktionstoleranzen die Leistungen der
Rückhaltesysteme an Straßen in einer Weise berücksichtigen, die das Erreichen der aus der Erstprüfung
abgeleiteten deklarierten Werte ermöglicht. Eine Prüfung und Bewertung von Bauteilen im Rahmen der FPC
ist mindestens einmal im Jahr durchzuführen.

Der Hersteller muss die Ergebnisse aufzeichnen. Diese Aufzeichnungen müssen mindestens die folgenden
Informationen umfassen:

a) Identifizierung der geprüften Rückhaltesysteme an Straßen;

b) Datum der Probenahme und Prüfung;

c) durchgeführte Prüfverfahren;

d) Prüfergebnisse.

6.3.3 Anforderungen an ein herstellerspezifisches FPC-System

6.3.3.1 Personal

Die Verantwortlichkeiten und Befugnisse des Personals sowie die Beziehungen des Personals untereinander
bei der Leitung, Durchführung oder Verifizierung von Arbeiten, die Einfluss auf die Produktkonformität haben,
müssen festgelegt werden. Dies gilt besonders für Personal, das bei Auftreten einer Nichtübereinstimmung
des Produkts oder zur Verhinderung einer Nichtübereinstimmung Maßnahmen ergreifen muss und das Prob-
leme im Zusammenhang mit der Produktkonformität identifizieren und registrieren muss. Arbeiten, die Einfluss
auf die Produktkonformität haben, müssen von Personal mit besonderer Qualifikation durchgeführt werden,
die durch eine entsprechende Ausbildung, Schulung, erworbene Fertigkeiten und Erfahrung erreicht wird und
für die Aufzeichnungen erstellt und aufbewahrt werden müssen.

6.3.3.2 Ausrüstung

Alle Wäge-, Mess- und Prüfeinrichtungen, die zum Nachweis der Konformität notwendig sind, müssen nach
schriftlich festgelegten Verfahrensabläufen, Häufigkeiten und Kriterien kalibriert oder verifiziert und regelmä-
ßig überprüft werden. Die Überprüfung von Überwachungs- und Messeinrichtungen muss dem jeweils zutref-
fenden Abschnitt von EN ISO 9001 entsprechen.

Alle bei der Herstellung angewendeten Geräte müssen regelmäßig überprüft und gewartet werden, um sicher-
zustellen, dass durch ihre Verwendung und durch Verschleiß oder Ausfall keine Unterbrechungen im Herstel-
lungsprozess hervorgerufen werden.

Inspektion und Wartung müssen nach den vom Hersteller schriftlich festgelegten Verfahrensabläufen durch-
geführt und aufgezeichnet werden, und die Aufzeichnungen müssen für die Dauer aufbewahrt werden, die in
den Ablaufplänen des Herstellers für die WPK festgelegt sind.

6.3.3.3 Rohmaterialien und Bauteile

Die Beschreibungen für alle angelieferten Rohmaterialien und Bauteile müssen ebenso wie der Inspektions-
plan zur Sicherstellung ihrer Konformität dokumentiert werden. Die Verifizierung der Konformität des Rohma-
terials mit der Spezifikation muss nach EN ISO 9001:2000, 7.4.3 erfolgen.

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EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Für den Fall, dass angelieferte Bauteile angewendet werden, sollte das Niveau der Konformitätsbescheini-
gung mindestens mit dem des Rückhaltesystems an Straßen übereinstimmen. Wenn keine Übereinstimmung
besteht, sollte der Inspektionsplan so angepasst werden, dass dieses Niveau erreicht wird.

Der Hersteller muss die Produktion unter kontrollierten Bedingungen planen und durchführen. Die Überein-
stimmung mit EN ISO 9001:2000, 7.5.1 und 7.5.2 muss als zufrieden stellend angesehen werden, um die An-
forderungen dieses Abschnitts zu erfüllen.

6.3.3.4 Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung

Einzelne Rückhaltesysteme an Straßen müssen bezüglich ihrer Produktionsherkunft identifizierbar und rück-
verfolgbar sein. Der Hersteller muss Verfahrensabläufe anwenden, die sicherstellen, dass die Prozesse im
Zusammenhang mit der Festlegung von Rückverfolgbarkeitscodes und/oder Kennzeichnungen regelmäßig
untersucht werden. Dokumentierte Aufzeichnungen zur Rückverfolgbarkeit müssen ab dem Datum der Her-
stellung für mindestens fünf Jahre verfügbar sein. Die Übereinstimmung mit EN ISO 9001:2000, 7.5.3 muss
als zufrieden stellend angesehen werden, um die Anforderungen dieses Abschnitts zu erfüllen.

6.3.3.5 Nicht übereinstimmende Produkte

Der Hersteller muss schriftlich festgelegte Verfahrensabläufe anwenden, die festlegen, wie mit nicht überein-
stimmenden Produkten umzugehen ist. Alle diese Ereignisse müssen aufgezeichnet werden, wenn sie auftre-
ten, und diese Aufzeichnungen müssen für die Dauer aufbewahrt werden, die in den vom Hersteller schriftlich
festgelegten Verfahrensabläufen festgelegt wird. Die Übereinstimmung mit EN ISO 9001:2000, 8.3 muss als
zufrieden stellend angesehen werden, um die Anforderungen dieses Abschnitts zu erfüllen.

6.3.3.6 Korrekturmaßnahmen

Der Hersteller muss dokumentierte Verfahrensabläufe anwenden, um Maßnahmen zur Beseitigung einer Ur-
sache für Nichtübereinstimmungen und zur Verhinderung eines erneuten Auftretens der Ursache zu veranlas-
sen. Die Übereinstimmung mit EN ISO 9001:2000, 8.5.2 muss als zufrieden stellend angesehen werden, um
die Anforderungen dieses Abschnitts zu erfüllen.

In Fällen, in denen eine Nichtübereinstimmung mit den Spezifikationen des Rückhaltesystems an Straßen
und/oder der Bauteile identifiziert wird oder Fehler in dem/den Herstellungsprozess(en) oder bei der werksei-
genen Produktionskontrolle aufgedeckt wurden, muss der Hersteller nachweisen, dass er den/die Fehler
rückverfolgt und korrigiert hat. Im Fall einer Nichtübereinstimmung muss der Zeitmaßstab sicherstellen, dass
kein fehlerhaftes, für die Sicherheit kritisches Produkt auf den Markt gelangt.

Wenn nicht nachweisbar ist, dass eine Korrektur erfolgte, muss davon ausgegangen werden, dass die WPK
mit den Anforderungen dieser Norm nicht übereinstimmt. Der Zeitmaßstab darf erweitert werden, sofern durch
die Nichtübereinstimmung weder die Leistung bei einem Anprall nach 4.1 noch die Dauerhaftigkeit nach 4.3
nachteilig beeinflusst wird.

6.3.3.7 Handhabung, Lagerung, Verpackung

Der Hersteller muss Verfahrensabläufe anwenden, in denen nach EN ISO 9001 auch Methoden der
Produkthandhabung und die Bereitstellung geeigneter Lagerflächen festgelegt werden, die Beschädigungen
oder eine Eigenschaftsverschlechterung verhindern.

6.4 Prototypen

Für Prototypen, die zur Überführung in Serienproduktion vorgesehen sind, muss vor Beginn der Serienpro-
duktion Folgendes bewertet werden:

a) die Dokumentation für die FPC;

b) das Werk.

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Bei der Erstbewertung des Werks und der FPC muss verifiziert werden, ob

c) alle Ressourcen verfügbar sind, die zum Erreichen der nach diesem Dokument geforderten
Produkteigenschaften notwendig sind;

d) die FPC-Verfahrensabläufe entsprechend der FPC-Dokumentation in der Praxis durchgeführt und ein
gehalten werden können.

Nach Anlaufen der Serienproduktion müssen die Festlegungen von 6.3 gelten.

7 Fälle der Nichtübereinstimmung mit den technischen Spezifikationen


In Fällen, bei denen eine Nichtübereinstimmung mit den Spezifikationen für das Rückhaltesystem an Straßen
und/oder für die Bauteile erkannt wird oder Fehler im/in den Produktionsprozess(en) oder in der werkseigenen
Produktionskontrolle aufgedeckt wurden, muss der Hersteller nachweisen, dass jede Nichtkonformität inner-
halb der Zeit, die der Freigabe eines fehlerhaften Produkts auf den Markt vorangeht, rückverfolgt und beho-
ben werden kann.

8 Einbau von Rückhaltesystemen an Straßen


Der Hersteller muss ein Handbuch für den Einbau bereitstellen, damit die für die ITT deklarierte Leistung er-
reicht wird.

Einzelheiten zur Wartung und Inspektion müssen im Handbuch für den Einbau nach den Festlegungen in 5.3
enthalten sein.

Die Anwendung des Systems hinsichtlich der Boden- und der übrigen Einbaubedingungen muss vom Herstel-
ler festgelegt werden.

Die Systeme werden nur dann als der ITT entsprechend angesehen, wenn sie den Angaben des Herstellers
für Rückhaltesysteme an Straßen, die im Handbuch für den Einbau festgelegt sind, exakt entsprechen hin-
sichtlich der:

a) Errichtung;

b) Wartung;

c) Inspektion;

d) Böden.

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EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Anhang A
(normativ)

Modifikationen an einem nach EN 1317-1, EN 1317-2 + EN 1317-2/A1,


EN 1317-3 oder ENV 1317-4 geprüften FRS

A.1 Allgemeines
Dieser Anhang enthält Regeln zur Bewertung der Konformität mit den Teilen 1, 2, 3 und 4 für ein bereits ge-
nehmigtes FRS, an dem Modifikationen vorgenommen wurden, und Verfahren für den Nachweis, dass durch
die Modifikationen die Leistungsfähigkeit des FRS's nicht wesentlich beeinflusst wurde.

ANMERKUNG Nach der Erstprüfung dürfen FRS auf der Grundlage neuer Technologien und eines neuen
Kenntnisstandes geändert werden, wobei Verbesserungen und Modifikationen ihrer Bauteile vorgenommen werden
können.

In einigen Fällen, die in den Abschnitten A.4 und A.5 dieses Anhangs festgelegt werden, darf die Bewertung
des FRS's über eine reduzierte Anzahl von Anprallprüfungen oder durch Berechnungen, Computer-
simulationen oder einfache Belastungsprüfungen erfolgen.

A.2 Modifiziertes FRS


Ein modifiziertes FRS ist ein System, das zu einem früheren Zeitpunkt diesem Dokument entsprochen hat,
dann aber hinsichtlich der Werkstoffe, der Konstruktion oder der Maße so geändert wurde, dass diejenigen
Eigenschaften beeinflusst werden können, die den Anforderungen in diesem Dokument unterliegen.

ANMERKUNG In 6.2.1.5 des vorliegenden Teils werden Anforderungen dafür angegeben, wie der Einfluss von Ände-
rungen zu bewerten ist.

A.3 Arten von Modifikationen


Die Modifikationen sind nach Tabelle A.1 in verschiedene Kategorien einzuteilen.

Tabelle A.1 — Kategorien der Modifikationen

Kategorie Änderung Beschreibung


Modifikationen, die keine mechanischen Veränderungen des FRS's
A leicht
erforderlich machen
Modifikationen an einem oder mehreren Bauteil(en), deren Auswirkungen
B mäßig auf die Leistung des FRS durch statische oder dynamische Analysen oder
andere geeignete Mittel bestimmt werden können
C wesentlich Zusätzliche, über A oder B hinausgehende Modifikationen

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A.4 Geforderte technische Angaben


Entsprechend der Kategorie der Modifikation muss der Hersteller die folgenden Angaben nach Tabelle A.2 lie-
fern:

Tabelle A.2 — Technische Informationen

Kategorie Informationen
A Beschreibung der vorgesehenen Änderung
Schriftlicher Bericht eines qualifizierten Konstrukteurs (Fachingenieursa), der den zu erbrin-
genden Beweis und/oder die anzuwendenden Verfahren festlegt, unter Einbeziehung der
B
Produktbeschreibung, der Berechnungen und/oder der Prüfergebnisse, die mit den ursprüng-
lichen Werten verglichen werden
C Anprallprüfung nach A.5
a Mit bautechnischer Qualifikation, anerkannt durch eine geeignete akademische Institution oder das Staatsgesetz in
einem Mitgliedstaat des EWR.

A.5 Reduzierte Prüfmatrix für Kategorie C

A.5.1 Allgemeines

Wenn durch die Modifikation zusätzliche Anprallprüfungen erforderlich werden, darf die Anzahl der Prüfungen
gegenüber der ursprünglichen Matrix in EN 1317-2 + EN 1317-2/A1, EN 1317-3 oder ENV 1317-4 in
folgenden Fällen reduziert werden:

A.5.2 Schutzeinrichtung oder Übergangskonstruktion

Es wird davon ausgegangen, dass die Schutzeinrichtung die Anforderungen dieses Dokumentes erfüllt, ohne
dass es notwendig ist, die Prüfung TB 11 auszuführen, wobei jedoch vorausgesetzt wird, dass die modifizierte
Schutzeinrichtung die Prüfung TB 32 oder eine strengere Prüfung im Rahmen der Erstprüfung (ITT)
bestanden hat und dass die folgenden Bedingungen erfüllt werden:

Es wurden keine Modifizierungen der äußeren Geometrie vorgenommen (Verkehrsseite), besonders


hinsichtlich der Anordnung und der Maße der Hauptbauteile, die eine Änderung der Wechselwirkung mit
anderen Bauteilen oder mit einem leichten Fahrzeug bewirken können.

Im Fall einer Schutzeinrichtung, die aus einem einzigen Längselement besteht, darf die bei der Anprallprüfung
ermittelte normierte dynamische Durchbiegung2) am modifizierten Produkt nicht mehr als +−2010 % von der nor-
mierten dynamischen Durchbiegung abweichen, die für das gleiche Leistungsniveau unter den gleichen Be-
dingungen bei der ursprünglich durchgeführten Erstprüfung (ITT) bestimmt wurde.

Im Fall von Schutzeinrichtungen mit mehr als einem Längselement darf die Modifikation die während der
Prüfung TB11 mit dem Auto in Kontakt kommenden Längselementen nicht beeinträchtigen, und die bei der
Anprallprüfung ermittelte normierte dynamische Durchbiegung2) am modifizierten Produkt darf nicht mehr als
+20 % von der normierten dynamischen Durchbiegung abweichen, die für das gleiche Leistungsniveau unter
−10
gleichen Bedingungen bei der ursprünglich durchgeführten Erstprüfung (ITT) bestimmt wurde.

2) Die normierte dynamische Durchbiegung ist die seitliche Durchbiegung, die durch Multiplikation mit der durch die
Schutzeinrichtung berücksichtigten Auftreffenergie = ½ m (v sin α)2 und durch Division durch die tatsächlich von der
Schutzeinrichtung aufgenommene Anprallenergie = ½ m (v′ sin α)2 normiert wird, wobei die Energie bei der
entsprechenden Prüfung bestimmt wird.

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In den Fällen, in denen einige der modifizierten Bauteile einem kontrollierten Ausfall unterliegen, muss
nachgewiesen werden, dass das Verhalten der Bauteile nicht beeinträchtigt wird, wenn kleine Fahrzeuge
eingesetzt werden.

A.5.3 Anpralldämpfer
Wenn sich die Modifikation nur auf das absorbierende Teil bezieht, muss davon ausgegangen werden, dass
der modifizierte Anpralldämpfer den Anforderungen entspricht, wenn er die folgende Prüfung bestanden hat:

 Frontalanprall mittig mit dem schwersten, während der ITT verwendeten Fahrzeugs, bei maximaler
Geschwindigkeitsklasse und minimaler Verjüngung/Breite der bei der Erstprüfung eingesetzten Gruppe.

Wenn sich die Modifikation nur auf die Struktur bezieht, muss davon ausgegangen werden, dass der
modifizierte Anpralldämpfer den Anforderungen entspricht, wenn er die folgende Prüfung bestanden hat:

 Seitenanprall unter 15° mit dem schwersten, während der ITT verwendeten Fahrzeugs, bei maximaler
Geschwindigkeitsklasse und maximaler Aufweitung/Breite der bei der Erstprüfung eingesetzten Gruppe.

In dem Fall, dass die strukturelle Änderung den Deformationsmechanismus und deshalb die Bremskräfte
beeinflusst, ist auch ein Frontalanprall mittig nach der oben angegebenen Beschreibung erforderlich.

A.5.4 Anfangs-/Endkonstruktion
Wenn sich die Änderung nur auf das absorbierende Teil bezieht, muss davon ausgegangen werden, dass die
geänderte Anfangs-/Endkonstruktion den Anforderungen entspricht, wenn sie in Abhängigkeit von den Ände-
rungen die folgenden Prüfungen bestanden hat:

 Frontalanprall mittig mit dem schwersten, während der ITT verwendeten Fahrzeugs, bei maximaler
Geschwindigkeitsklasse der bei der Erstprüfung eingesetzten Gruppe;

 Frontalanprall mit ¼ Fahrzeug versetzt.

Wenn sich die Änderung nur auf die Struktur bezieht, muss davon ausgegangen werden, dass die modifizierte
Anfangs-/Endkonstruktion den Anforderungen entspricht, wenn sie in Abhängigkeit von der Position, an der
die Modifikationen erfolgten, die folgenden Prüfungen bestanden hat:

 Seitenanprall unter 15° und bei 2/3 L mit dem schwersten, während der ITT verwendeten Fahrzeugs bei
maximaler Geschwindigkeitsklasse der bei der Erstprüfung eingesetzten Gruppe;

 Frontalanprall mit ¼ Fahrzeug versetzt.

In dem Fall, dass die strukturelle Modifikation den Deformationsmechanismus und deshalb die Bremskräfte
beeinflusst, ist auch ein Frontalanprall mittig nach der oben angegebenen Beschreibung erforderlich.

A.6 Berechnungstechniken
ANMERKUNG Berechnungstechniken oder Computersimulationen und besonders diejenigen Codes, die Finite-
Elemente-Methode für Fahrzeuge und FRS verwenden, sind wirksame und sich schnell weiter entwickelnde
Konstruktionshilfsmittel.

In einigen Fällen ist es möglich, das Verhalten eines modifizierten Produkts durch die Änderung eines Modells einzu-
schätzen, das nach der ursprünglichen ITT validiert wurde. Dies kann besonders für Bewertungen nützlich sein, die nicht
unbedingt zusätzliche Anprallprüfungen erfordern, oder als zusätzliche Informationsquelle, wenn die Anzahl der Prüfungen
reduziert wurde.

Dieses Verfahren erfordert für das zu validierende Modell eine gute Übereinstimmung mit den tatsächlichen
Anprallprüfbedingungen.

Für alle Berechnungen, bei denen Computermodelle angewendet werden, sollte eine Bestätigung durch eine unabhängige
dritte Partei vorgesehen werden.

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EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Anhang B
(informativ)

Liste von Beispielfällen für mögliche Modifikationen gegenüber den


Anforderungen der Abschnitte 4, 5 und 6

Die Liste ist rein indikativ und nicht erschöpfend.

Schutzeinrichtungen

Kategorie A — Die Schutzeinrichtung bekommt einen neuen Anstrich.

— Ein Betonfertigteilsystem hat aus Produktionsgründen zusätzliche Bewehrungen.

Kategorie B — Ein Stahlsystem wurde ursprünglich mit abgespannten Anfangs-/Endkonstruktionen geprüft;


es wird eine geänderte Absenkung unter Beibehaltung der gleichen Verankerung
vorgesehen.

— Änderung der Art der Verankerungsschrauben für ein Stahlsystem, wobei die Schrauben
nicht so ausgelegt sind, dass sie bis zur Fließgrenze angezogen werden können.

— Stahlsysteme, bei der die Länge der Längselemente erhöht wird.

— Seilsysteme, bei der die Abschnittslänge zwischen den Verankerungen verringert wird.

Kategorie C — Ein Betonfertigteilsystem mit Verbindungselementen welches durch geänderte


Verbindungen ersetzt wird

— Ein Stahlsystem, dessen Stahlsorte oder -güte geändert wird.

— Änderung der Art der Schrauben für ein Stahlsystem, die als Sollbruchstelle ausgelegt sind .

Anpralldämpfer

Kategorie A — Ein Anpralldämpfer wird geändert, indem für die Nase aus einer Kunststoffsorte mit
gleichen mechanischen Eigenschaften angewendet wird.

— Ein Anpralldämpfer wird dahingehend geändert, dass er aus rein ästhetischen Gründen
eine leichte Kunststoffverkleidung bekommt, die aber nicht Teil des wirksamen Energieauf-
nahmesystems ist.

— Ein Anpralldämpfer bekommt einen neuen Anstrich.

Kategorie B — Ein Anpralldämpfer wird geändert und bekommt Schiebebolzen.

— Ein Anpralldämpfer wird geändert hinsichtlich der Konstruktion der rückwärtigen Abstützung
oder durch Anwendung einer Ortbetonstütze.

— Ein Anpralldämpfer wird Änderungen hinsichtlich der Größe oder des Werkstoffs für die
Schrauben und Muttern unterzogen, die bei einem Aufprall nicht verformt werden.

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Kategorie C — Ein Anpralldämpfer wird hinsichtlich der absorbierenden Elementen geändert.

— Ein Anpralldämpfer wird hinsichtlich der Seitenschutzpaneele geändert.

— Ein Anpralldämpfer wird hinsichtlich der nachgebenden Verankerungen geändert.

Anfangs-/Endkonstruktionen

Kategorie A — Die Anfangs-/Endkonstruktion wird gegenüber der untersuchten Konstruktion geändert,


indem für die Nase eine Kunststoffsorte mit gleichen mechanischen Eigenschaften
angewendet wird.

— Eine Anfangs-/Endkonstruktion wird an den Befestigungen unter Beibehaltung der Eigen-


schaften so geändert, dass sie nun gegen mutwillige Zerstörung beständig ist.

Kategorie B — Eine Anfangs-/Endkonstruktion wird geändert und bekommt Schiebebolzen.

— Eine modulare Anfangs-/Endkonstruktion wird an den Zwischenstützrahmen geändert.

— Eine Anfangs-/Endkonstruktion wird Änderungen hinsichtlich der Größe oder des Werk-
stoffs für die Schrauben und Muttern unterzogen, die bei einem Aufprall nicht verformt wer-
den.

Kategorie C — Eine Anfangs-/Endkonstruktion wird Änderungen an den absorbierenden Elementen


unterzogen.

— Eine Anfangs-/Endkonstruktion wird Änderungen an den Seitenschutzpaneelen unterzogen.

— Eine Anfangs-/Endkonstruktion wird hinsichtlich der nachgebenden Verankerungen geän-


dert.

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EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Anhang ZA
(informativ)

Abschnitte dieser Europäischen Norm, die Bestimmungen der EG-


Bauproduktenrichtlinie betreffen

ZA.1 Anwendungsbereich und maßgebende Eigenschaften


Diese Europäische Norm wurde im Rahmen des Mandats M/111 [Circulation Fixtures], das dem CEN von der
Europäischen Kommission und der Europäischen Freihandelszone erteilt wurde, erarbeitet.

Die in diesem Anhang aufgeführten Abschnitte dieser Europäischen Norm erfüllen die Anforderungen dieses
Mandats, das auf der Grundlage der EG-Bauproduktenrichtlinie (89/106/EWG) erteilt wurde.

Die Übereinstimmung mit diesen Abschnitten berechtigt zu der Vermutung, dass das von diesem Anhang ab-
gedeckte [Rückhaltesystem an Straßen] für die vorgesehenen Verwendungszwecke geeignet ist; es ist auf die
Angaben zu verweisen, die der CE-Kennzeichnung beigefügt sind.

WARNUNG — Für die Bauprodukte, die in den Anwendungsbereich dieser Europäischen Norm fallen,
können weitere Anforderungen und EG-Richtlinien, welche die Eignung des Produktes für die vorgesehenen
Verwendungszwecke nicht beeinflussen, gelten.

ANMERKUNG 1 Zusätzlich zu den konkreten Abschnitten dieser Norm, die sich auf gefährliche Substanzen bezie-
hen, kann es weitere Anforderungen an die Produkte, die in den Anwendungsbereich dieser Norm fallen, geben (z. B.
umgesetzte europäische Rechtsvorschriften und nationale Rechts- und Verwaltungsvorschriften). Um die Bestimmungen
der EG-Bauproduktenrichtlinie zu erfüllen, ist es notwendig, die besagten Anforderungen, sofern sie Anwendung finden,
ebenfalls einzuhalten.

ANMERKUNG 2 Eine Informations-Datenbank über europäische und nationale Bestimmungen über gefährliche Sub-
stanzen ist auf der Bau-Website der Kommission für EUROPA verfügbar, auf die Zugang erhalten wird über
http://europa.eu.int/comm/ enterprise/construction/internal/dangsub/dangmain.htm)

Dieser Anhang gibt die Bedingungen für die CE-Kennzeichnung der Bauprodukte für die in den !Ta-
bellen ZA.1.a bis ZA.1.f " angegebenen Verwendungszwecke an und führt die einschlägigen geltenden
Abschnitte auf.

Der Anwendungsbereich dieses Anhangs entspricht dem Anwendungsbereich dieser Norm und ist in den
Tabellen ZA.1.a bis ZA.1.f festgelegt.

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Tabelle ZA.1.a — Maßgebende Abschnitte für Fahrzeug-Rückhaltesysteme im Straßenverkehrsraum

Produkt: Fahrzeug-Rückhaltesysteme
Vorgesehene Verwendung: Längsseits von Straßen oder auf Mittelstreifen im Straßenverkehrsraum
Abschnitte mit Anforderun-
Mandatsstufe(n)
Art des Fahrzeug-Rückhalte- gen in dieser und (einer)
und/oder Anmerkungen
systems anderen Europäischen
-klasse(n)
Norm(en)
Leistung bei Anprall keine
EN 1317-2 (98) +
Schutzeinrichtungen siehe Tabelle ZA.1b
EN 1317-2/A1:2006
Anpralldämpfer EN 1317-3 (00) siehe Tabelle ZA.1c
Anfangs-/Endkonstruktionen ENV 1317-4 (01)a siehe Tabelle ZA.1d
Übergangskonstruktionen ENV 1317-4 (02)a siehe Tabelle ZA.1e
a
Kombinierte Fahrzeug-/Fuß- prEN 1317-6 und EN 1317-2
siehe Tabelle ZA.1f
gängerbrüstungen (98) + EN 1317-2/A1:2006
Dauerhaftigkeit EN 1317-5:2007, 4.3 keine —
a wird wirksam, wenn die ENV 1317-4 und prEN 1317-6 eine EN werden.

Tabelle ZA.1.b — Anforderungen an Schutzeinrichtungen

Produkt: Schutzeinrichtungen
Vorgesehene Verwendung: Fahrzeugrückhaltesysteme im Straßenverkehrsraum
Abschnitte mit Anforderun-
Mandatsstufe(n)
gen in dieser und, sofern
Wesentliche Eigenschaften und/oder Anmerkungen
zutreffend, anderen Euro-
-klasse(n)
päischen Normen
Leistung bei Anprall keine
EN 1317-2:1998, 3.2 +
Aufhaltestufe a) Klasse N1 … H4
EN 1317-2/A1:2006
EN 1317-2:1998, 3.3 +
Anprallheftigkeit b) Stufe A, B
EN 1317-2/A1:2006
EN 1317-2:1998, 3.4 +
Wirkungsbereich c) Meter (Klasse)
EN 1317-2/A1:2006
EN 1317-2:1998, 3.4 +
Dynamische Durchbiegung d) Meter
EN 1317-2/A1:2006
Dauerhaftigkeit EN 1317-5:2007, 4.3 keine —

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Tabelle ZA.1.c — Anforderungen an Anpralldämpfer

Produkt: Anpralldämpfer
Vorgesehene Verwendung: Fahrzeugrückhaltesysteme im Straßenverkehrsraum
Abschnitte mit Anforderun-
Mandatsstufe(n)
gen in dieser und, sofern
Wesentliche Eigenschaften und/oder Anmerkungen
zutreffend, anderen Euro-
-klasse(n)
päischen Normen
Leistung bei Anprall keine
Leistungsstufe EN 1317-3:2000, 5.3 a) Stufe 50 … 110
Anprallheftigkeit EN 1317-3:2000, 5.4 b) Stufe A, B
Zurückleitungsbereich EN 1317-3:2000, 6.3 c) Meter (Klasse)
Seitliche Verschiebung EN 1317-3:2000, 6.5 d) Meter (Klasse)
Dauerhaftigkeit EN 1317-5:2007, 4.3 keine —

Tabelle ZA.1.d — Anforderungen an Anfangs-/Endkonstruktionen

Produkt: Anfangs-/Endkonstruktion
Vorgesehene Verwendung: Fahrzeugrückhaltesysteme im Straßenverkehrsraum
Abschnitte mit
Anforderungen in dieser Mandatsstufe(n)
Wesentliche Eigenschaften und, sofern zutreffend, und/oder Anmerkungen
anderen Europäischen -klasse(n)
Normen
Leistung bei Anprall keine
Leistungsklasse ENV 1317-4:2001, 5.1a a) Klasse P1…P4
Anprallheftigkeit ENV 1317-4:2001, 5.3a b) Stufe A, B
Seitliche Auslenkung ENV 1317-4:2001, 5.4a c) Meter (Klasse)
Abprallbereich ENV 1317-4:2001, 5.5a d) Meter (Klasse)
Dauerhaftigkeit EN 1317-5:2007, 4.3 keine —
a wird wirksam, wenn die ENV 1317-4 eine EN wird.

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Tabelle ZA.1.e — Anforderungen an Übergangskonstruktionen

Produkt: Übergangskonstruktion
Vorgesehene Verwendung: Fahrzeugrückhaltesysteme im Straßenverkehrsraum
Abschnitte mit Anforderun-
Mandatsstufe(n)
gen in dieser und, sofern
Wesentliche Eigenschaften und/oder Anmerkungen
zutreffend, anderen Euro-
-klasse(n)
päischen Normen
Leistung bei Anprall keine
ENV 1317-4:2001, 6.1a
Aufhaltestufe (EN 1317-2:1998, 3.2 + a) Klasse N1 … H4
EN 1317-2/A1:2006)
ENV 1317-4:2001, 6.1a
Anprallheftigkeit EN 1317-2:1998, 3.3 + b) Stufe A, B
EN 1317-2/A1:2006)
ENV 1317-4:2001, 6.1a
Wirkungsbereich (EN 1317-2:1998, 3.4 + c) Meter (Klasse)
EN 1317-2/A1:2006)
ENV 1317-4:2001, 6.1a
Dynamische Durchbiegung (EN 1317-2:1998, 3.4 + d) Meter
EN 1317-2/A1:2006)
Dauerhaftigkeit EN 1317-5:2007, 4.3 keine —
a wird wirksam, wenn die ENV 1317-4 eine EN wird.

Tabelle ZA.1.f —Anforderungen an Fahrzeug-/Fußgängerbrüstungen

Produkt: Fahrzeug-/Fußgängerbrüstung
Vorgesehene Verwendung: Fahrzeugrückhaltesysteme im Straßenverkehrsraum
Abschnitte mit Anforderun-
Mandatsstufe(n)
gen in dieser und, sofern
Wesentliche Eigenschaften und/oder Anmerkungen
zutreffend, anderen Euro-
-klasse(n)
päischen Normen
Leistung bei Anprall keine
Aufhaltestufe EN 1317-2:1998, 3.2 + a) Klasse N1 … H4
EN 1317-2/A1:2006
Anprallheftigkeit EN 1317-2:1998, 3.3 + b) Stufe A, B
EN 1317-2/A1:2006
Wirkungsbereich EN 1317-2:1998, 3.4 + c) Meter (Klasse)
EN 1317-2/A1:2006
Dynamische Durchbiegung EN 1317-2:1998, 3.4 + d) Meter
EN 1317-2/A1:2006
Dauerhaftigkeit EN 1317-5:2007, 4.3 keine —
ANMERKUNG Funktion zum Rückhalten von Fußgängern, siehe prEN 1317-6

23
DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Die Anforderung an eine bestimmte Eigenschaft gilt nicht in denjenigen Mitgliedstaaten (MSs), in denen es
keine gesetzliche Bestimmung für diese Eigenschaft für den vorgesehenen Verwendungszweck des Produkts
gibt. In diesem Fall sind Hersteller, die ihre Produkte auf dem Markt dieser MSs einführen wollen, nicht ver-
pflichtet, die Leistung ihrer Produkte in Bezug auf diese Eigenschaft zu bestimmen oder anzugeben, und es
darf die Option „Keine Leistung festgestellt“ (NPD: no performance determined) in den Angaben zur
CE-Kennzeichnung (siehe Abschnitt ZA.3) verwendet werden. Die Option NPD darf jedoch nicht verwendet
werden, wenn für die Eigenschaft ein einzuhaltender Grenzwert angegeben ist.

ZA.2 Verfahren zur Konformitätsbescheinigung von Rückhaltesystemen an Straßen

ZA.2.1 Systeme der Konformitätsbescheinigung

Das System der Konformitätsbescheinigung für Rückhaltesysteme an Straßen gemäß den Tabellen ZA.1a bis
ZA.1f ist für die dort vorgesehenen Verwendungszwecke und einschlägigen Stufen und Klassen in der Ta-
belle Za.2 angegeben. Dies entspricht der Kommissionsentscheidung 95/467/EG von 1995-10-24, wie im
Anhang III des Mandats für „Rückhaltesysteme an Straßen“ abgedruckt:

Tabelle ZA.2 — System(e) der Konformitätsbescheinigung

Vorgesehener Stufe(n) oder System der Konformi-


Produkt(e)
Verwendungszweck Klassen(n) tätsbescheinigung
Fahrzeug-Rückhaltesystem:
Schutzeinrichtungen, Anpralldämpfer, Für Straßenverkehrs-
Alle 1
Anfangs-/Endkonstruktionen, Über- räume
gangskonstruktionen, Brüstungen
System 1: Siehe Richtlinie 89/106/EWG (BPR), Anhang III.2.(i), ohne Stichprobenprüfung.

Die Konformitätsbescheinigung der Fahrzeug-Rückhaltesysteme nach den Tabellen ZA.1a bis ZA.1f muss auf
den Verfahren zur Beurteilung der Konformität nach der Tabelle ZA.3 beruhen, die sich aus der Anwendung
der dort angegebenen Abschnitte dieser oder anderer Europäischer Normen ergeben.

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Tabelle ZA.3 — Zuordnung der Aufgaben der Bewertung der Konformität unter System 1

Anzuwendende
Aufgaben Inhalt der Aufgabe
Abschnitte
Werkseigene Produktions- Parameter für alle Eigenschaften der
6.3
kontrolle (FPC) entsprechenden Tabelle ZA.1
Aufgaben des
Herstellers Zusätzliche Prüfungen von
Alle relevanten Eigenschaften der Ta-
im Werk entnommenen 6.3.2
belle ZA.1
Mustern
Erstprüfung und Alle Eigenschaften der Tabelle ZA.1,
6.2
Modifikation a angezeigt im Anhang III des Mandats
Erstinspektion des Werkes Parameter für alle Eigenschaften der
6.3
und der FPC entsprechenden Tabelle ZA.1
Laufende jährliche Über-
Aufgaben der Zer- Parameter für alle Eigenschaften der
wachung, Beurteilung und 6.3
tifizierungsstelle entsprechenden Tabelle ZA.1
Anerkennung der FPC
Dauerhaftigkeit d. h. Beurteilung der Schichtdicke 4.3
Bewertung vorhandener
Bewertung nach den jeweils zutreffen-
Berichte von Anprallprü- 6.2.1.7
den Teilen von EN 1317
fungen
a Im Fall von gemeinsam genutzten ITT-Ergebnissen (6.2.1.8) besteht die Aufgabe für die notifizierte Stelle darin zu
überprüfen, ob das Produkt identisch mit dem Produkt ist, das bereits der ITT unterzogen wurde (z. B. gleiche
Maße hat, aus den gleichen Rohmaterialien und den gleichen Bestandteilen besteht). Die Zertifizierungsstelle
akzeptiert innerhalb ihres Verantwortungsbereiches die Ergebnisse, die von einer anderen notifizierten Stelle
vorgelegt wurden.

ZA.2.2 EG-Zertifikat und Konformitätserklärung

Wenn Übereinstimmung mit den Bedingungen dieses Anhangs erzielt worden ist, muss die Zertifizierungs-
stelle ein Konformitätszertifikat (EG-Konformitätszertifikat) ausstellen, welches es dem Hersteller erlaubt, die
CE-Kennzeichnung anzubringen. Das Zertifikat muss Folgendes beinhalten:

a) Name, Anschrift und Kennnummer der Zertifizierungsstelle;

b) Name und Anschrift des Herstellers oder seines in der Gemeinschaft ansässigen autorisierten
Bevollmächtigten und Herstellungsort;

c) Beschreibung des Produkts (Art, Kennzeichnung, Verwendung …);

d) Bestimmungen, denen das Produkt genügt (z. B. Anhang ZA dieser EN);

e) besondere Verwendungshinweise (z. B. Hinweise für die Verwendung unter bestimmten Bedingungen);

f) Nummer der Zertifikats;

g) Bedingungen und Gültigkeitsdauer des Zertifikats, falls zutreffend;

h) Name und Funktion der zur Unterzeichnung des Zertifikats ermächtigten Person.

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Zusätzlich muss der Hersteller eine Konformitätserklärung (EG-Konformitätserklärung) mit folgenden Informa-
tionen ausstellen:

i) Name und Anschrift des Herstellers oder seines in der Gemeinschaft ansässigen autorisierten
Bevollmächtigten;

j) Name und Anschrift der Zertifizierungsstelle;

k) Beschreibung des Produkts (Art, Kennzeichnung, Verwendung …) und eine Kopie der zur CE-Kenn
zeichnung zusätzlich zu machenden Angaben;

l) Bestimmungen, denen das Produkt genügt (z. B. Anhang ZA dieser EN);

m) besondere Verwendungshinweise (z. B. Hinweise für die Verwendung unter bestimmten Bedingungen);

n) Nummer des dazugehörigen EG-Konformitätszertifikats;

o) Name und Funktion der zur Unterzeichnung des Zertifikats ermächtigten Person.

Die oben genannte Erklärung und das Zertifikat sind in der offiziellen Sprache des Mitgliedstaates vorzulegen,
in dem das Produkt zur Verwendung gelangen soll.

ZA.3 CE-Kennzeichnung und Etikettierung


Der Hersteller oder sein in der Gemeinschaft ansässiger Bevollmächtigter ist verantwortlich für das Anbringen
der CE-Kennzeichnung. Die CE-Konformitätskennzeichnung muss der Richtlinie 93/68/EWG entsprechen
oder und sie muss auf dem Fahrzeug-Rückhaltesystem selbst angevracht werden (oder, falls dies nicht
möglich ist, auf einem Etikett, auf dessen Verpackung oder auf den Begleitdokumenten, z. B. dem
Lieferschein). Dem CE-Kennzeichen sind die folgenden Angaben hinzuzufügen:

a) Kennnummer der Zertifizierungsstelle, Name oder Bildzeichen und eingetragene Anschrift des
Herstellers;

b) die letzten beiden Ziffern des Jahres, in dem das Kennzeichen angebracht wurde;

c) Nummer des EG-Konformitätszertifikats oder des Zertifikats der werkseigenen Produktionskontrolle (falls
maßgebend), Verweisung auf EN 1317-5;

d) Beschreibung des Produkts: Oberbegriff, Baustoff, Maße und vorgesehener Verwendungszweck;

e) Angaben zu den maßgebenden wesentlichen Eigenschaften, die in Tabelle ZA.1 aufgeführt sind, und in
Form von Klassen präsentiert werden, die den angegebnen Grenzwerten entsprechen oder über ihnen
liegen;

f) oder alternativ für die Eigenschaften, auf die dies zutrifft: „Keine Leistung festgelegt“.

Die Option „Keine Leistung festgelegt“ (NPD: no performance determined) darf nicht angewendet werden,
wenn für die Eigenschaft ein obligatorischer Grenzwert angegeben ist. Die NDP-Option darf hingegen
angewendet werden, sofern die Eigenschaft für einen bestimmten Verwendungszweck nicht Gegenstand
gesetzlicher Anforderungen im Bestimmungsmitgliedstaat ist.

Für die CE-Kennzeichnung gibt es keine begrenzte Dauer, sofern Konstruktion, Materialien und Bauweisen
oder Prüfkriterien nicht geändert werden.

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

CE-Konformitätskennzeichnung, bestehend aus


dem CE-Zeichen nach der Richtlinie 93/68/EWG

Kennnummer der Zertifizierungsstelle


01234
(falls relevant)

Name oder Bildzeichen und eingetragene


Any Co Ltd, P. O. Box 21, B-1050
Anschrift des Hersteller

Die letzten beiden Ziffern des Jahres, in dem das


07
Kennzeichen angebracht wurde

01234-BPR-00234 Nummer des Zertifikats (falls maßgebend)

EN 1317-5:2007 Nummer der Europäischen Norm

Produkt Kegel-Schutzeinrichtung, Typ C Beschreibung des Produkts


(Dok. 334; Mai 2002), zweiseitige Schutz-
einrichtung, die in Verkehrsräumen und
anzuwenden ist

Leistungfähigkeit bei Anprall: Angaben über Eigenschaften, für die gesetzliche


a) Aufhaltestufe: H1 und H2 Bestimmungen gelten
b) Anprallheftigkeit: A
c) Wirkungsbereich: H1 = 1,1 m (W4)
H4 = 1,9 m (W6)
d) Dynamische Durchbiegung: H1 = 0,5 m
H2 = 1,3 m
Dauerhaftigkeit:
S 235 JR G2, verzinkt nach EN ISO 1461

Gefährliche Substanzen:
NPD

Bild ZA.1.a — Beispiel für die Angaben der CE-Kennzeichnung für Schutzeinrichtungen
Informationen, die am Produkt, auf dem Etikett, der Verpackung und/oder den Begleitdokumenten
anzugeben sind

Zusätzlich zu den oben angegebenen speziellen Angaben zu gefährlichen Stoffen sollten dem Produkt, so-
fern erforderlich und in geeigneter Form, Dokumente beigefügt werden, in denen alle übrigen gesetzlichen
Bestimmungen über gefährliche Stoffe aufgeführt werden, deren Einhaltung gefordert wird, sowie alle Infor-
mationen, die auf Grund dieser gesetzlichen Bestimmungen erforderlich sind.

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

CE-Konformitätskennzeichnung, bestehend aus


dem CE-Zeichen nach der Richtlinie 93/68/EWG

Kennnummer der Zertifizierungsstelle


01234
(falls relevant)

Any Co Ltd, P. O. Box 21, B-1050 Name oder Bildzeichen und eingetragene
Anschrift des Hersteller

Die letzten beiden Ziffern des Jahres, in dem das


07
Kennzeichen angebracht wurde

01234-BPR-00234 Nummer des Zertifikats (falls maßgebend)

EN 1317-5:2007 Nummer der Europäischen Norm

Produkt Beta, Modell 100 (Dok. 22; Juni 2003), Beschreibung des Produkts
abweisender Anpralldämpfer, der in Verkehrs-
räumen anzuwenden ist und

Leistungsfähigkeit bei Anprall: Angaben über Eigenschaften, für die gesetzliche


a) Leistungsstufe: 100 Bestimmungen gelten
b) Anprallheftigkeit: B
c) Zurückleitungsbereich: Z2
d) Seitliche Verschiebung: D2
e) Weitere Daten: Siehe Matrix für ein einzelnes
System oder für eine Familie

Dauerhaftigkeit:
S 235 JR G2, verzinkt nach EN ISO 1461

Gefährliche Substanzen:
NPD

Bild ZA.1.b — Beispiel für die Angaben der CE-Kennzeichnung für Anpralldämpfer
Informationen, die am Produkt, auf dem Etikett, der Verpackung und/oder den Begleitdokumenten
anzugeben sind

Zusätzlich zu den oben angegebenen speziellen Angaben zu gefährlichen Stoffen sollten dem Produkt, so-
fern erforderlich und in geeigneter Form, Dokumente beigefügt werden, in denen alle übrigen gesetzlichen
Bestimmungen über gefährliche Stoffe aufgeführt werden, deren Einhaltung gefordert wird, sowie alle Infor-
mationen, die auf Grund dieser gesetzlichen Bestimmungen erforderlich sind.

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

CE-Konformitätskennzeichnung, bestehend aus


dem CE-Zeichen nach der Richtlinie 93/68/EWG

Kennnummer der Zertifizierungsstelle


01234
(falls relevant)

Name oder Bildzeichen und eingetragene


Any Co Ltd, P. O. Box 21, B-1050
Anschrift des Hersteller

Die letzten beiden Ziffern des Jahres, in dem das


07
Kennzeichen angebracht wurde

01234-BPR-00234 Nummer des Zertifikats (falls maßgebend)

EN 1317-5:2007 Nummer der Europäischen Norm

Produkt Abdeckung, Typ U-3 (Dok. 22; Juni Beschreibung des Produkts
2003), Anfangskonstruktion, die in Verkehrs-
räumen anzuwenden ist und

Leistungsfähigkeit bei Anprall: Angaben über Eigenschaften, für die gesetzliche


a) Leistungsklasse: P3 Bestimmungen gelten
b) Anprallheftigkeit: A
c) Seitliche Auslenkung: X1 und Y2
d) Abprallbereich: Z3
e) Weitere Daten: Siehe Matrix für ein einzelnes
System oder für eine Familie

Dauerhaftigkeit:
S 235 JR G2, verzinkt nach EN ISO 1461

Gefährliche Substanzen:
NPD

Bild ZA.1.c — Beispiel für die Angaben der CE-Kennzeichnung für Anfangs-/Endkonstruktionen

Informationen, die am Produkt, auf dem Etikett, der Verpackung und/oder den Begleitdokumenten
anzugeben sind

Zusätzlich zu den oben angegebenen speziellen Angaben zu gefährlichen Stoffen sollten dem Produkt, so-
fern erforderlich und in geeigneter Form, Dokumente beigefügt werden, in denen alle übrigen gesetzlichen
Bestimmungen über gefährliche Stoffe aufgeführt werden, deren Einhaltung gefordert wird, sowie alle Infor-
mationen, die auf Grund dieser gesetzlichen Bestimmungen erforderlich sind.

29
DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

CE-Konformitätskennzeichnung, bestehend aus


dem CE-Zeichen nach der Richtlinie 93/68/EWG

Kennnummer der Zertifizierungsstelle


01234
(falls relevant)

Name oder Bildzeichen und eingetragene


Any Co Ltd, P. O. Box 21, B-1050
Anschrift des Hersteller

Die letzten beiden Ziffern des Jahres, in dem das


07
Kennzeichen angebracht wurde

01234-BPR-00234 Nummer des Zertifikats (falls maßgebend)

EN 1317-5:2007 Nummer der Europäischen Norm

Produkt Transuniversal, Typ 04 (Dok. 765; Beschreibung des Produkts


Juni 2004), Übergangskonstruktion H1 bis H2,
die in Verkehrsräumen anzuwenden ist und

Leistungsfähigkeit bei Anprall: Angaben über Eigenschaften, für die gesetzliche


a) Aufhaltestufe: H1 Bestimmungen gelten
b) Anprallheftigkeit: B
c) Wirkungsbereich: W3
d) Dynamische Durchbiegung: 0,9 m

Dauerhaftigkeit:
S 235 JR G2, verzinkt nach EN ISO 1461

Gefährliche Substanzen:
NPD

Bild ZA.1.d — Beispiel für die Angaben der CE-Kennzeichnung für Übergangskonstruktionen
Informationen, die am Produkt, auf dem Etikett, der Verpackung und/oder den Begleitdokumenten
anzugeben sind

Zusätzlich zu den oben angegebenen speziellen Angaben zu gefährlichen Stoffen sollten dem Produkt, so-
fern erforderlich und in geeigneter Form, Dokumente beigefügt werden, in denen alle übrigen gesetzlichen
Bestimmungen über gefährliche Stoffe aufgeführt werden, deren Einhaltung gefordert wird, sowie alle Infor-
mationen, die auf Grund dieser gesetzlichen Bestimmungen erforderlich sind.

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

CE-Konformitätskennzeichnung, bestehend aus


dem CE-Zeichen nach der Richtlinie 93/68/EWG

Kennnummer der Zertifizierungsstelle


01234
(falls relevant)

Name oder Bildzeichen und eingetragene


Any Co Ltd, P. O. Box 21, B-1050
Anschrift des Hersteller

Die letzten beiden Ziffern des Jahres, in dem das


07
Kennzeichen angebracht wurde

01234-BPR-00234 Nummer des Zertifikats (falls maßgebend)

EN 1317-5:2007 Nummer der Europäischen Norm

Produkt VP-Brüstung, Modell 004 (Dok. 07; Beschreibung des Produkts


März 2002), kombinierte Brüstung H4, die in
Verkehrsräumen anzuwenden ist und

Leistungsfähigkeit bei Anprall: Angaben über Eigenschaften, für die gesetzliche


a) Aufhaltestufe: H4 Bestimmungen gelten
b) Anprallheftigkeit: B
c) Wirkungsbereich: W5
d) Dynamische Durchbiegung: 1,4 m
e) Höhe der Brüstung: 1,6 m (Klasse D)
f) Zwischenfüllung, Hohlräume, Maschenweite:
Klasse 3/Klasse Y
g) Beständigkeit gegen vertikale und horizontale
Lasten: J

Dauerhaftigkeit:
S 235 JR G2, verzinkt nach EN ISO 1461

Gefährliche Substanzen:
NPD

Bild ZA.1.e — Beispiel für die Angaben der CE-Kennzeichnung für kombinierte Fahrzeug-/Fußgänger-
brüstungen
Informationen, die am Produkt, auf dem Etikett, der Verpackung und/oder den Begleitdokumenten
anzugeben sind

Zusätzlich zu den oben angegebenen speziellen Angaben zu gefährlichen Stoffen sollten dem Produkt, so-
fern erforderlich und in geeigneter Form, Dokumente beigefügt werden, in denen alle übrigen gesetzlichen
Bestimmungen über gefährliche Stoffe aufgeführt werden, deren Einhaltung gefordert wird, sowie alle Infor-
mationen, die auf Grund dieser gesetzlichen Bestimmungen erforderlich sind.

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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

CE-Konformitätskennzeichnung, bestehend aus


dem CE-Zeichen nach der Richtlinie 93/68/EWG

Kennnummer der Zertifizierungsstelle


01234
(falls relevant)

Name oder Bildzeichen und eingetragene Anschrift


Any Co Ltd, P. O. Box 21, B-1050
des Herstellers

Die letzten beiden Ziffern des Jahres, in dem das


08
Kennzeichen angebracht wurde

01234-BPR-00234 Nummer des Zertifikats (falls maßgebend)

EN 1317-5:2007+A1:2008 Nummer der Europäischen Norm

Produkt Sicherheitsblock, Modell 100 (Dok. 256; Beschreibung des Produkts


April 2005), doppelseitige Schutzeinrichtung, die
in Verkehrsräumen anzuwenden ist und

Leistungsfähigkeit bei Anprall: Angaben über Eigenschaften, für die gesetzliche


a) Aufhaltestufe: H4a Bestimmungen gelten
b) Anprallheftigkeit: B
c) Wirkungsbereich: W5
d) Dynamische Durchbiegung: 0,4 m
Dauerhaftigkeit:
Festigkeitsklasse nach EN 13369: C25/30
Expositionsklasse nach EN 206-1:XC4/XD3/XF2

Bild ZA.1f — Beispiel für die Angaben der CE-Kennzeichnung für eine doppelseitige
Schutzeinrichtung
Informationen, die am Produkt, auf dem Etikett, der Verpackung und/oder den Begleitdokumenten
anzugeben sind

Zusätzlich zu den oben angegebenen speziellen Angaben zu gefährlichen Stoffen sollten dem Produkt, so-
fern erforderlich und in geeigneter Form, Dokumente beigefügt werden, in denen alle übrigen gesetzlichen
Bestimmungen über gefährliche Stoffe aufgeführt werden, deren Einhaltung gefordert wird, sowie alle Infor-
mationen, die auf Grund dieser gesetzlichen Bestimmungen erforderlich sind.
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DIN EN 1317-5:2008-10
EN 1317-5:2007+A1:2008 (D)

Literaturhinweise

EN 1991-2, Eurocode 1: Einwirkungen auf Tragwerke — Teil 2: Verkehrslasten auf Brücken

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