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DEUTSCHE NORM März 1999

Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten


Betonplatten {
(enthält Änderung A1 : 1998)
Deutsche Fassung EN 1323 : 1996 + A1 : 1998 EN 1323
ICS 83.180; 91.100.10; 91.100.30 Ersatz für
Ausgabe 1997-03
Adhesives for tiles – Concrete slab for test
(includes amendment A1 : 1998);
German version EN 1323 : 1996 + A1 : 1998

Colles à carrelage – Plaques de béton pour essais


(l'amendement A1 : 1998 inclus);
Version allemande EN 1323 : 1996 + A1 : 1998

Die Europäische Norm EN 1323 : 1996 hat den Status einer Deutschen
Norm; einschließlich der eingearbeiteten Änderung A1 : 1998, die von
CEN getrennt verteilt wurde.

Nationales Vorwort
Diese Europäische Norm wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 67 „Keramische Fliesen
und Platten“ erarbeitet. Deutschland war durch den gleichnamigen NABau-Arbeitsausschuß
an der Bearbeitung beteiligt.
Diese Norm ist Teil einer Reihe von Europäischen Normen für Prüfungen an den Mörteln und
Klebstoffen für keramische Fliesen und Platten.
Es ist beabsichtigt, EN 1322 über Begriffe in die noch zu veröffentlichende Produktnorm
„Mörtel und Klebstoffe für keramische Fliesen und Platten – Mindestanforderungen“ (siehe
E DIN EN 12004) zu übernehmen und danach DIN EN 1322 zurückzuziehen.
Ferner sollen bei Erscheinen dieser Produktnorm alle noch bestehenden Teile von
DIN 18156 „Stoffe für keramische Bekleidungen im Dünnbettverfahren“ zurückgezogen
werden.
Für die im Abschnitt 2 zitierte ENV 197-1 „Zement – Zusammensetzung, Anforderungen und
Konformitätskriterien – Teil 1: Allgemein gebräuchlicher Zement“ ist in Deutschland
DIN 1164-1 : 1994-10 „Zement – Teil 1: Zusammensetzung, Anforderungen“ anzuwenden.

Änderungen
Gegenüber der Ausgabe März 1997 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
– Redaktionell durch Einarbeitung der Änderung A1 überarbeitet.

Frühere Ausgaben
DIN 18156-2: 1978-03
DIN 18156-3: 1980-07
DIN 18156-4: 1984-12
DIN EN 1323: 1997-03

Fortsetzung 4 Seiten EN

Normenausschuß Bauwesen (NABau) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V.


– Leerseite –
EN 1323
Dezember 1996

+ A1
September 1998

ICS 83.180; 91.100.10; 91.100.30

Deskriptoren: Fliese, Bodenbelag, Leim, Auflager, Platte, Beton, Anfertigung, Anforderung, Fertigung, Wasseraufnahme

Deutsche Fassung

Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten


Betonplatten
(enthält Änderung A1 : 1998)

Adhesives for tiles – Concrete slab for test Colles à carrelage – Plaques de béton pour essais
(includes amendment A1 : 1998) (l'amendement A1 : 1998 inclus)

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 25. November 1996 und die Änderung A1 am
4. September 1998 angenommen.
Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die
Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der
Status einer nationalen Norm zu geben ist.
Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen
Angaben sind beim Zentralsekretariat oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage erhältlich.
Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch).
Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung
durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Zentralsekretariat mitgeteilt
worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.
CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutschland,
Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen,
Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem
Vereinigten Königreich.

ÈÉË
EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG
European Committee for Standardization
Comité Européen de Normalisation

Zentralsekretariat: rue de Stassart 36, B-1050 Brüssel

© 1998 CEN – Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Verfahren,
sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten. Ref. Nr. EN 1323 : 1996 + A1 : 1998 D
Seite 2
EN 1323 : 1996 + A1 : 1998

Inhalt
Seite
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1 Anwendungsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
2 Normative Verweisungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
3 Prüfbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
4 Prüfgeräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
5 Betonplatte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
6 Prüfbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Vorwort
Diese Europäische Norm wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 67 „Keramische Fliesen und Platten“ erarbeitet, dessen
Sekretariat von UNI gehalten wird.
Diese Europäische Norm muß den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines identischen
Textes oder durch Anerkennung bis Juni 1997, und etwaige entgegenstehende nationale Normen müssen bis Oktober 1997
zurückgezogen werden.
Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder gehalten,
diese Europäische Norm zu übernehmen:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien und das Vereinigte Königreich.

Vorwort der Änderung


Diese Änderung EN 1323 : 1996/A1 : 1998 zur EN 1323 : 1996 wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 67 „Keramische
Fliesen und Platten“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom UNI gehalten wird.
Diese Norm ist eine aus einer Reihe von Normen für Prüfungen an den Mörteln und Klebstoffen für keramische Fliesen und Platten:
EN 1308
Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten – Bestimmung des Abrutschens
EN 1323
Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten – Betonplatten
EN 1324
Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten – Bestimmung der Haftfestigkeit von Dispersionsklebstoffen für innen
EN 1346
Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten – Bestimmung der offenen Zeit
EN 1347
Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten – Bestimmung der Benetzungsfähigkeit
EN 1348
Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten – Bestimmung der Haftfestigkeit zementhaltiger Mörtel für innen und außen
EN 12002
Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten – Bestimmung der Verformung zementhaltiger Mörtel und Fugen
EN 12003
Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten – Bestimmung der Scherfestigkeiten von Reaktionsharz-Klebstoffen
prEN 12808-1
Klebstoffe und Fugenmörtel für keramische Fliesen und Platten – Teil 1: Bestimmung der Chemikalienbeständigkeit von
Reaktionsharzmörteln
Es bedeutet, daß die anderen ENs sich für die Konformitätsbewertung auf Prüfmethoden der EN 1323 beziehen sollten. Aber
es bedeutet nicht, daß alle Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten regelmäßig zu allen angezeichneten Prüfungen
vorgelegt werden sollten. Die Bezeichnungen in anderen Norm-Entwürfen sollten sich nur auf entsprechende Prüfmethoden
beziehen.
Es wird keine bestehende Europäische Norm ersetzt.
Diese Änderung zur Europäischen Norm EN 1323 : 1996 muß den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch
Veröffentlichung eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis März 1999, und etwaige entgegenstehende nationale
Normen müssen bis März 1999 zurückgezogen werden.
Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder gehalten,
diese Europäische Norm zu übernehmen:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich.
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EN 1323 : 1996 + A1 : 1998

1 Anwendungsbereich Maße in Millimeter


Diese Europäische Norm definiert den Untergrund (Beton-
platte), der zur Bestimmung der Eigenschaften von Mörteln
und Klebstoffen für die Verarbeitung von Fliesen und Plat-
ten im Dünnbettverfahren verwendet wird.
Diese Europäische Norm enthält keine Anforderungen und
keine Empfehlungen für die Verarbeitung von keramischen
Fliesen und Platten.
ANMERKUNG: Mörtel und Klebstoffe für keramische Flie-
sen und Platten können auch für Fliesen aus anderen
Materialarten verwendet werden (Natur-, Betonwerk-
steine usw.), wenn sie keine negativen Wirkungen auf
die Materialien haben.

2 Normative Verweisungen
Diese Europäische Norm enthält durch datierte oder unda-
tierte Verweisungen Festlegungen aus anderen Publikatio-
nen. Diese normativen Verweisungen sind an den jeweiligen
Stellen im Text zitiert, und die Publikationen sind nachste-
hend aufgeführt. Bei datierten Verweisungen gehören
spätere Änderungen oder Überarbeitungen dieser Publika-
tionen nur zu dieser Europäischen Norm, falls sie durch
Änderung oder Überarbeitung eingearbeitet sind. Bei un-
datierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe der in Bezug
genommenen Publikation.
ENV 197-1 *)
Zement – Zusammensetzung, Anforderungen und
Konformitätskriterien – Teil 1: Allgemein gebräuchlicher
Zement
EN 1322
Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten – Definitio-
nen und Begriffsbestimmung

3 Prüfbedingungen
Die Normprüfbedingungen sind (23 t 2)°C und (50 t 5) % Bild 1: Gerät zur Messung der Wasseraufnahme
relative Luftfeuchte. Im Arbeitsbereich soll die Luftbewe- (Carsten-Röhrchen)
gung kleiner als 0,2 m/s sein.
muß zwischen 0,5 cm3 und 1,5 cm 3 liegen; sie ist nach dem
in 5.3 beschriebenen Verfahren zu ermitteln.
4 Prüfgeräte
Die Haftzugfestigkeit der Oberfläche muß mindestens
4.1 Zuganker 1,5 N/mm2 betragen; zur Bestimmung der Haftzugfestig-
Es sind quadratische Metallplatten (z. B. aus Stahl oder keit sind mindestens fünf Zuganker (siehe 4.1) z. B. mittels
Aluminium) mit den Abmessungen (50 t 1) mm × (50 t 1) mm Epoxidharz direkt auf die Betonplatte aufzubringen. Die
in einer Mindestdicke von 10 mm zu verwenden. Sie sollen Zuganker sind mit einem konstanten Kraftanstieg von
über eine entsprechende Vorrichtung zur Verbindung mit (250 t 50) N/s abzuziehen.
der Zugprüfmaschine verfügen. Die Oberfläche soll zum Zeitpunkt der Prüfung holzschei-
benrauh, sauber und staubfrei sein.
4.2 Zugprüfmaschine
Die Zugprüfmaschine zur Bestimmung der Haftzugfestig- 5.2 Herstellung der Betonplatte
keit muß eine ausreichende Kapazität und Empfindlichkeit Die Anforderungen nach 5.1 können durch Herstellung der
für die Prüfung besitzen. Betonplatten nach dem folgenden Verfahren erfüllt werden:
Die Maschine muß die Kraft auf die Zuganker mit einem Bindemittel: Portlandzement, Typ CEM I 42,5 R
Kraftanstieg von (250 t 50) N/s übertragen. Durch eine nach ENV 197-1 *)
geeignete Vorrichtung sind schräge Krafteinwirkungen
Zuschlag: Kiessand, Körnung 0/8 mm mit
auszuschließen.
Regelsieblinie in Bereich AB (siehe
Bild 2)
4.3 Carsten-Röhrchen
Mischungsverhältnis: Bindemittel/Zuschlagstoffe 1 : 5
Ein Carsten-Röhrchen oder ein entsprechendes Gerät zur (Gewichtsteile)
Messung der Wasseraufnahme der Betonplattenober-
Mehlkorngehalt
fläche ist in Bild 1 dargestellt.
je m 3 Fertigbeton: 500 kg/m3 Fertigbeton. Der Beton
muß eine bestimmte Menge an
5 Betonplatte Mehlkorn enthalten, damit er gut
verarbeitbar ist und ein geschlosse-
5.1 Beschreibung nes Gefüge erhält. Der Mehlkorn-
Die Betonplatte muß mindestens 40 mm dick sein und eine
Restfeuchtigkeit von weniger als drei Masse% aufweisen.
Die Wasseraufnahme der Oberfläche nach vier Stunden *) siehe Nationales Vorwort
Seite 4
EN 1323 : 1996 + A1 : 1998

gehalt setzt sich zusammen aus Ze- b) nach Erhärtung der Abdichtung wird das Meßrohr bis
ment und dem im Betonzuschlag zur oberen Markierung mit Wasser gefüllt;
enthaltenen Kornanteil bis 0,125 mm. c) der Wasserstand ist alle 60 min während der 4stündi-
W/Z-Wert: 0,5 gen Prüfung abzulesen; die Wasseraufnahme wird
Herstellung: vertikal oder horizontal in Formen, graphisch über die Zeit aufgetragen;
ohne Verwendung von Trennmitteln d) von jeder Produktionsserie sind mindestens drei
Verdichtung: 90 s auf einem Rütteltisch, Wasseraufnahmeprüfungen durchzuführen.
Frequenz: 50 Hz
Lagerung: 24 h unter Normprüfbedingungen
6 Tage Wasserlagerung bei (20 t 2) °C 6 Prüfbericht
21 Tage unter Normprüfbedingungen
Der Prüfbericht muß folgende Angaben enthalten:
Die Platten sind einzeln und vertikal
zu lagern. a) Nummer und Ausgabedatum dieser Europäischen Norm;
b) Beschreibung der Betonplatten und Referenznummer
ANMERKUNG: Referenz- bzw. Vergleichsplatten sind zu der Charge;
beziehen bei:
c) Behandlung und Lagerung der Betonplatten vor der
– CEBTP-domaine de St-Paul – 78470 St-Remy les Prüfung;
Chevreuse, France
d) Wasseraufnahme der Betonplatte; der Wert muß für die
– Säurefliesner-Vereinigung e.V., Im Langen Felde 4, Charge repräsentativ sein;
30938 Großburgwedel, Deutschland
e) Feuchtigkeitsgehalt der Betonplatte; der Wert muß für
die Charge repräsentativ sein;
5.3 Wasseraufnahme der f) Haftzugfestigkeit der Betonplatte; der Wert muß für die
Betonplattenoberfläche Charge repräsentativ sein;
Die Wasseraufnahme der Betonplattenoberfläche ist nach g) andere Einflußgrößen, die sich auf das Ergebnis ausge-
folgendem Verfahren zu bestimmen: wirkt haben könnten.
a) das Carsten-Röhrchen ist mittels eines geeigneten Die Übereinstimmung der Betonplatten mit dieser Europäi-
Dichtungsmittels an der Betonplatte zu befestigen; schen Norm ist im Prüfbericht zu bestätigen.

Y Siebdurchgang, in Masse%
X Maschenweite, in mm

Bild 2: Sieblinie mit einem Größtkorn von 8 mm