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DIN EN 1323:2007-11

Nationales Vorwort
Dieses Dokument (EN 1323:2007) wurde vom CEN/TC 67 „Keramische Fliesen und Platten“ erarbeitet,
dessen Sekretariat vom UNI (Italien) gehalten wird.

Deutschland war durch den NABau-Spiegelausschuss NA 005-09-82 AA „Keramische Fliesen und Platten
(Sp CEN/TC 67, ISO/TC 189)“ an der Erarbeitung beteiligt.

Änderungen

Gegenüber DIN EN 1323:1999-03 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Norm inhaltlich und redaktionell überarbeitet;

b) Abschnitt 5 „Betonplatte“ wurde überarbeitet.

Frühere Ausgaben

DIN 18256-2: 1978-03


DIN 18156-3: 1980-07
DIN 18156-4: 1984-012
DIN EN 1323: 1997-03; 1999-03

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EUROPÄISCHE NORM EN 1323
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE August 2007

ICS 83.180; 91.100.10; 91.100.30 Ersatz für EN 1323:1996

Deutsche Fassung

Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten –


Betonplatten für Prüfungen

Adhesives for tiles – Colles à carrelage –


Concrete slabs for tests Plaques de béton pour essais

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 21. Januar 2007 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum des CEN oder bei jedem CEN-Mitglied auf
Anfrage erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-Zentrum
mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich,
Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal,
Rumänien, Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten Königreich
und Zypern.

E U R O PÄ I S C H E S K O M I T E E F Ü R N O R M U N G
EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36 B-1050 Brüssel

© 2007 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Verfahren, Ref. Nr. EN 1323:2007 D
sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
EN 1323:2007 (D)

Inhalt
Seite

Vorwort ................................................................................................................................................................3
1 Anwendungsbereich .............................................................................................................................4
2 Normative Verweisungen......................................................................................................................4
3 Prüfbedingungen ...................................................................................................................................4
4 Prüfgeräte ...............................................................................................................................................4
4.1 Zuganker-Platte......................................................................................................................................4
4.2 Zugprüfmaschine...................................................................................................................................4
4.3 Carsten-Röhrchen..................................................................................................................................4
5 Betonplatte .............................................................................................................................................4
5.1 Spezifikation...........................................................................................................................................4
5.2 Herstellung der Betonplatte..................................................................................................................5
5.3 Konditionierung der Betonplatten .......................................................................................................5
5.4 Wasseraufnahme an der Betonplattenoberfläche..............................................................................5
6 Prüfbericht..............................................................................................................................................6

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EN 1323:2007 (D)

Vorwort
Dieses Dokument (EN 1323:2007) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 67 „Keramische Fliesen und
Platten“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom UNI gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis Februar 2008, und etwaige entgegenstehende
nationale Normen müssen bis Februar 2008 zurückgezogen werden.

Dieses Dokument ersetzt EN 1323:1996.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland,
Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta,
Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien,
Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

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EN 1323:2007 (D)

1 Anwendungsbereich
Diese Europäische Norm legt den Untergrund (Betonplatte) fest, der zur Bestimmung der Eigenschaften von
Mörteln und Klebstoffen für Fliesen und Platten zu verwenden ist.

In dieser Europäischen Norm sind keine Leistungsanforderungen oder Empfehlungen für die Ausführung und
Verarbeitung von keramischen Fliesen und Platten enthalten.

ANMERKUNG Mörtel und Klebstoffe für keramische Fliesen und Platten können auch für andere Arten von Fliesen und
Platten (Naturwerkstein, Betonwerkstein usw.) verwendet werden, wenn diese Materialien hierdurch nicht beeinträchtigt
werden.

2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten
Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte
Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

EN 197-1, Zement — Teil 1: Zusammensetzung, Anforderungen und Konformitätskriterien von Normalzement

3 Prüfbedingungen

Die Normalbedingungen (Normalklima) sind (23 2) °C und (50 5) % relative Luftfeuchte sowie eine Luft-
zirkulation im Arbeitsbereich von weniger als 0,2 m/s.

4 Prüfgeräte

4.1 Zuganker-Platte

Quadratische Metallplatten (z. B. aus Stahl, Aluminium) mit den Maßen (50 1) mm ! (50 1) mm und einer
Mindestdicke von 10 mm, die über eine geeignete Vorrichtung zur Verbindung mit der Zugprüfmaschine
verfügen.

4.2 Zugprüfmaschine

Eine Zugprüfmaschine zur Prüfung der Haftzugfestigkeit mit einem ausreichendem Leistungsvermögen und
einer ausreichenden Empfindlichkeit für die Prüfung. Die Maschine muss in der Lage sein, die Last über eine
geeignete Verbindung, die keine Biegekraft ausübt, mit einer Geschwindigkeit von (250 50) N/s auf die
Zuganker-Platten aufzubringen.

4.3 Carsten-Röhrchen

Ein Carsten-Röhrchen oder eine andere geeignete Vorrichtung zur Messung der Wasseraufnahme an der
Oberfläche der Betonplatte (siehe Bild 1).

5 Betonplatte

5.1 Spezifikation

Die Betonplatte muss mindestens 35 mm dick sein, einen Feuchtegehalt von weniger als 3 % (Massenanteil)
(nach dem Carbidverfahren) aufweisen und die nach dem in 5.4 beschriebenen Verfahren gemessene
Wasseraufnahme an der Oberfläche nach 4 h muss zwischen 0,5 cm3 und 1,5 cm3 liegen.

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EN 1323:2007 (D)

Die Haftzugfestigkeit muss mindestens 1,5 N/mm2 betragen. Zur Bestimmung der Haftzugfestigkeit sind
mindestens fünf Zuganker-Platten (siehe 4.1) z. B. mit einem Epoxidharz direkt auf die Betonplatte zu kleben
und die Haftzugfestigkeit ist durch Aufbringen einer Kraft zu bestimmen, die mit einer Geschwindigkeit von
(250 50) N/s zunimmt.

Die zu prüfende Oberfläche muss zum Zeitpunkt der Prüfung eine Oberflächenbeschaffenheit aufweisen, wie
sie bei der Anwendung eines Glättbretts aus Holz erhalten wird, sowie sauber und staubfrei sein.

5.2 Herstellung der Betonplatte

Die Spezifikation (siehe 5.1) kann durch Herstellung der Betonplatte nach dem folgenden Verfahren
eingehalten werden:

! Bindemittel: "Portlandzement, Typ CEM I 42,5 R nach EN 197-1"

! Zuschlag: Kiessand, mit einer Korngröße von 0 mm bis 8 mm, mit einer Regelsieblinie zwischen A und B
(siehe Bild 2)

! Mischungsverhältnis von Bindemittel und Zuschlägen: 1 : 5, bezogen auf die Masse

! Mehlkorngehalt je m3 Fertigbeton: 500 kg/m3 Fertigbeton. Der Beton muss eine bestimmte Menge an
Mehlkorn enthalten, damit er gut verarbeitbar ist und ein geschlossenes Gefüge aufweist; der Mehlkorn-
gehalt setzt sich zusammen aus Zement und Zuschlag mit einer Korngröße von bis zu 0,125 mm.

! Wasserzementwert (W/Z-Wert): 0,5

! Herstellung: vertikal oder horizontal in Formen, die Verwendung von Trennmitteln ist zu vermeiden

! Verdichtung: 90 s auf einem Rütteltisch bei 50 Hz

5.3 Konditionierung der Betonplatten

Die Platten sind 24 h bei Normalklima zu lagern und anschließend für sechs Tage unter Wasser bei
(20 2) °C.

Vor der Prüfung sind die Betonplatten einzeln und vertikal mindestens drei Monate in einer trockenen und
belüfteten Umgebung zu lagern und für 24 h bei Normalklima zu konditionieren.

5.4 Wasseraufnahme an der Betonplattenoberfläche

Die Wasseraufnahme der Betonplattenoberfläche ist nach folgendem Verfahren zu bestimmen.

a) ein graduiertes Messröhrchen aus Glas (Carsten-Röhrchen) ist mit einem geeigneten Dichtungsstoff an
der Betonplatte zu befestigen;

b) nach dem Aushärten des Dichtstoffes ist das Messröhrchen bis zur oberen Markierung mit Wasser zu
füllen;

c) der Wasserstand ist während der 4stündigen Prüfung alle 60 min abzulesen; die Wasseraufnahme ist
graphisch als Funktion der Zeit darzustellen;

d) es sind mindestens drei Prüfungen an einer Referenz-Betonplatte von jeder Charge durchzuführen.

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EN 1323:2007 (D)

6 Prüfbericht
Der Prüfbericht muss die folgenden Angaben enthalten:

a) Nummer und Ausgabejahr dieser Europäischen Norm, d. h. EN 1323:2007;

b) Beschreibung der Betonplatten und Referenznummer der Charge;

c) Behandlung und Lagerung der Betonplatten vor der Prüfung;

d) Wasseraufnahme der Betonplatte; der Wert muss für die Charge repräsentativ sein;

e) Feuchtegehalt der Betonplatte; der Wert muss für die Charge repräsentativ sein;

f) Haftzugfestigkeit der Betonplatte; der Wert muss für die Charge repräsentativ sein;

g) sämtliche anderen Einflussgrößen, die sich auf das Ergebnis ausgewirkt haben könnten;

h) Datum der Prüfung.

Die Übereinstimmung der Betonplatten mit dieser Europäischen Norm ist im Prüfbericht zu bestätigen.

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EN 1323:2007 (D)

Maße in Millimeter

Bild 1 — Vorrichtung zur Bewertung der Wasseraufnahme

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EN 1323:2007 (D)

Legende
y Siebdurchgang, in Massenanteil in Prozent
x Nennmaschenweite, in mm

Bild 2 — Sieblinien bei einer maximalen Korngröße von 8 mm