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DEUTSCHE NORM November 2004

DIN EN 1325-2
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ICS 01.040.03; 03.100.40

Value Management, Wertanalyse, Funktionenanalyse Wörterbuch –


Teil 2: Value Management;
Deutsche Fassung EN 1325-2:2004
Value Management, Value Analysis, Functional Analysis Vocabulary –
Part 2: Value Management;
German version EN 1325-2:2004
Vocabulaire du management de la valeur, de l’analyse de la valeur et de l’analyse
fonctionelle –
Partie 2: Management par la valeur;
Version allemande EN 1325-2:2004

Gesamtumfang 8 Seiten

Normenausschuss Qualitätsmanagement, Statistik und Zertifizierungsgrundlagen (NQSZ) im DIN


DIN EN 1325-2:2004-11

Nationales Vorwort

Diese Norm wurde vom CEN/TC 279 erarbeitet. Sie enthält die Deutsche Fassung der EN 1325-2:2004.

Ein nationales Arbeitsgremium für dieses Thema gibt es in Deutschland auf Normungsebene mangels
Interesses nicht mehr. Deutschland hat sich deshalb bei der formellen Abstimmung zur EN 1325-2 enthalten.

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EUROPÄISCHE NORM EN 1325-2
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE September 2004

ICS 01.040.03; 03.100.40

Deutsche Fassung

Value-Management, Wertanalyse, Funktionenanalyse


Wörterbuch
Teil 2: Value-Management

Value Management, Value Analysis, Functional Analysis Vocabulaire du management de la valeur, de l'analyse de
Vocabulary — la valeur et de l'analyse fonctionelle —
Part 2: Value Management Partie 2 : Management par la valeur

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 1. Juli 2004 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage
erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-
Zentrum mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der
Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Zypern.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36 B-1050 Brüssel

© 2004 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 1325-2:2004 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
EN 1325-2:2004 (D)

Inhalt

Seite
Vorwort........................................................................................................................................................................ 2
Einleitung .................................................................................................................................................................... 3
1 Anwendungsbereich ..................................................................................................................................... 4
2 Normative Verweisungen ............................................................................................................................. 4
3 Begriffe........................................................................................................................................................... 4
Literaturhinweise........................................................................................................................................................ 5
Stichwortverzeichnis ................................................................................................................................................. 6

Vorwort
Dieses Dokument (EN 1325-2:2004) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 279 „Value-Management —
Wertanalyse, Funktionenanalyse“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom AFNOR gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines
identischen Textes oder durch Anerkennung bis März 2005, und etwaige entgegenstehende nationale Normen
müssen bis März 2005 zurückgezogen werden.

Das Ziel dieses Dokumentes ist es, die wichtigsten Begriffe des Bereichs „Value-Management (VM) —
Wertanalyse (WA), Funktionenanalyse (FA)“ zu definieren.

Es integriert die von der Europäischen Kommission unterstützte Vornormungsarbeit sowie die Normungsarbeit von
CEN/TC 279, die zur Veröffentlichung von EN 12973:2000 „Value-Management“ führten.

Dieses Dokument gibt die Definitionen von EN 12973 bezüglich der spezifisichen Benennungen für Value-
Management wörtlich wieder und ergänzt ihren ersten Teil, der sich mit dem Wertanalyse- und Funktionenanalyse-
Wörterbuch befasst:

EN 1325-1:1996, Value-Management, Wertanalyse, Funktionenanalyse, Wörterbuch — Teil 1: Wertanalyse und


Funktionenanalyse.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder
gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland,
Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen,
Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn,
Vereinigtes Königreich und Zypern.

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EN 1325-2:2004 (D)

Einleitung
Eine Gruppe von Methoden wie Value-Management, Wertanalyse und Funktionenanalyse basiert auf dem
Wertkonzept und dem funktionenorientierten Ansatz.

Diese Methoden werden auf der Ebene des oberen Managements von Unternehmen und Organisationen für die
Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen oder für die Erarbeitung optimaler Lösungen für jedwede Arten
industrieller und organisatorischer Probleme eingesetzt.

Die Ausrichtung dieser Methoden am Endzweck — oder den Funktionen — des untersuchten Gegenstandes, ihr
Streben nach Optimierung dieser Funktionen in Bezug auf die Mittel, die Ressourcen oder den Aufwand, die zu
ihrer Erfüllung notwendig sind, stellen sehr wichtige Faktoren der allgemeinen Leistungs- und
Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Organisationen dar.

Diese Methoden werden in den Industrieländern in großem Ausmaß eingesetzt und gewinnen in der ganzen Welt
immer mehr Anerkennung.

EN 12973 „Value-Management“ wurde veröffentlicht, um einheitliche Begriffe und den höchstmöglichen Standard
an Sachkenntnis und Wirksamkeit in den europäischen Ländern zu fördern.

Die gemeinsame Anwendung dieser Methoden und das gemeinsame Verständnis der Dokumente erfordern es, die
genaue Bedeutung der verwendeten Fachausdrücke zu definieren und in einer entsprechenden Terminologienorm
(Wörterbuch) niederzulegen.

Das Wertkonzept beruht auf der Beziehung zwischen der Befriedigung vieler unterschiedlicher Bedürfnisse und
den hierzu eingesetzten Ressourcen. Je weniger Ressourcen eingesetzt werden oder je größer die
Bedürfnisbefriedigung ist, umso höher ist der Wert. Interne und externe Anspruchsgruppen (Stakeholder) können
jeweils unterschiedlicher Ansicht darüber sein, was Wert bedeutet. Das Ziel von Value-Management ist, diese
Unterschiede miteinander in Einklang zu bringen und eine Organisation nachhaltig in die Lage zu versetzen, den
größtmöglichen Fortschritt in Richtung der festgelegten Ziele unter Einsatz eines Minimums an Ressourcen zu
erreichen.

Value-Management ist ein Managementstil, der besonders geeignet ist, Menschen zu mobilisieren, Fähigkeiten zu
entwickeln sowie Synergie und Innovation zu fördern, jeweils mit dem Ziel, die Gesamtleistung einer Organisation
zu maximieren. Value-Management stellt einen neuen Weg zur Nutzung vieler vorhandener
Managementmethoden dar. Value-Management steht im Einklang mit dem Qualitätsmanagement und hat sich in
einem breiten Einsatzbereich erfolgreich bewährt.

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EN 1325-2:2004 (D)

1 Anwendungsbereich
Dieses Dokument definiert spezifische Benennungen zu Value-Management (VM).

2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten
Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe
des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

EN 1325-1:1996, Value-Management, Wertanalyse, Funktionenanalyse, Wörterbuch — Teil 1: Wertanalyse und


Funktionenanalyse

3 Begriffe
Der Begriff „Wert“ ist in EN 1325-1:1996 definiert. Er besitzt in diesem Dokument dieselbe Bedeutung.

Für die Anwendung dieses Dokumentes gelten die folgenden Begriffe.


ANMERKUNG Wird eine in diesem Wörterbuch definierte Benennung in der Definition einer anderen Benennung verwendet,
so wird sie fett gedruckt.

3.1
Value-Management
VM
Managementstil, der besonders geeignet ist, Menschen zu motivieren, Fähigkeiten zu entwickeln sowie Synergie
und Innovation zu fördern, jeweils mit dem Ziel, die Gesamtleistung einer Organisation zu maximieren

Auf der Führungsebene angewendet, fußt Value-Management auf einer wertorientierten Organisationskultur unter
Berücksichtigung des Wertes sowohl für Anspruchsgruppen (Stakeholder) als auch für Kunden. Auf der
Ausführungsebene (projektorientierte Aktivitäten) bringt Value-Management darüber hinaus geeignete Methoden
und Werkzeuge zur Anwendung.

3.2
Wertkultur
Verhaltensweise, Bewusstseinshaltung und ausreichendes Wissen darüber, was das Wertkonzept für eine
Organisation und ihre Anspruchsgruppen (Stakeholder) darstellt, sowie über die Faktoren, die diesen Wert
beeinflussen können

Sie schließt ein entsprechendes Wissen über verfügbare Methoden und Werkzeuge ebenso ein wie das
Bewusstsein von Management- und Umfeldbedingungen, die das Gedeihen von Value-Management ermöglichen.

3.3
Value-Management-Programm
geplante und strukturierte Menge von Aktivitäten, die auf nachhaltige Weise die Einführung, Entwicklung und
Aufrechterhaltung einer Value-Management-Politik ermöglicht

3.4
Value-Management-Studie
Anwendung von Value-Management auf ein spezifisches Objekt, das im Rahmen eines Value-Management-
Programms festgelegt wurde. Sie kann die Anwendung einer oder mehrerer Methoden umfassen
ANMERKUNG Eine Value-Management-Studie ist die spezifische Bearbeitung eines klar definierten Objektes. Value-
Management stellt ein Bündel von Methoden bereit, das die Methodik des Projektmanagements ergänzt.

Eine oder mehrere spezifische Value-Management-Studien können im Rahmen eines umfassenderen Projektes durchgeführt
werden.

3.5
Value-Manager
Person, die für die Planung, Entwicklung und Einführung eines Value-Management-Programms verantwortlich ist

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EN 1325-2:2004 (D)

Literaturhinweise

[1] Wertanalyse-Wörterbuch, veröffentlicht von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften-Brüssel,


Luxemburg 1991. (Office for Official Publications of the European Communities — ISBN 92.826.2927.9)

[2] Value Management Handbook, veröffentlicht von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften-
Brüssel, Luxemburg 1994 (Office for Official Publications of the European Communication — EUR 16096)

[3] EN 12973:2000, Value-Management

[4] EN ISO 9000:2000, Qualitätsmanagementsysteme — Grundlagen und Begriffe (ISO 9000:2000)

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EN 1325-2:2004 (D)

Stichwortverzeichnis

Value-Management (VM) ..................................................................................................................................... 3.1


Value-Management-Programm............................................................................................................................ 3.3
Value-Management-Studie .................................................................................................................................. 3.4
Value-Manager..................................................................................................................................................... 3.5

Wertkultur ............................................................................................................................................................. 3.2