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Das sind die Vorteile der Digitalisierung

Die Digitalisierung erleichtert den Alltag. Daten werden


via Knopfdruck verschickt. Das revolutioniert mitunter
auch die Personalphilosophie im Betrieb. Durch schnelle
Datenverbindungen ist es heute längst nicht mehr nötig,
dass alle Mitarbeiter in einer Stadt und an einem Ort
gemeinsam arbeiten.

Vorteil: Frisch gegründete Unternehmen strotzen vor


Energie und Flexibilität. Die Entwicklungen der
Digitalisierung tragen genau diesem Unternehmertum
Rechnung. Ein Beispiel: Die fachliche Unterstützung –
beispielsweise zur grafischen Ausarbeitung des
Corporate Designs – muss längst nicht mehr im selben
Büro sitzen oder in derselben Stadt arbeiten. Über den
Datenhighway lassen sich Unterlagen schnell
austauschen. Bei Gesprächsbedarf hilft die Video-
Telefonie.

Die Digitalisierung ermöglicht einen raschen Datenfluss


– und offeriert die Möglichkeit, schnell zu reagieren. Ein
Beispiel: Natürlich gibt es noch einige, die frühmorgens
nicht auf ihre Zeitung am Frühstückstisch verzichten
möchten. Allerdings zeigt sich auch in Printmedien eine
Umstellung auf das digitale Format, das sogenannte
ePaper.

Vorteil: Wer ein regionales Business aufbauen möchte, braucht lokale Nachrichten, um die Marktlage zu
kennen. Über Smartphone und Tablet kann gezielt nach diesen Branchennews gesucht werden. Oder
noch besser: Wer thematisch relevante Newsletter abonniert, bekommt die wichtigsten Informationen
direkt digital geliefert.

Die digitale Welt kommt mit einer großen Kostenersparnis daher, denn diverse Kommunikationskanäle
und -foren ermöglichen einen kostengünstigen Austausch – über Kontinente hinweg. Hinzu kommt eine
grundsätzlich sehr transparente Form in punkto Preisbildung. Wer vergleicht, kann hier bares Geld
sparen.

Vorteil: Wer einst noch viel Geld in internationale Telefonate gesteckt hat, setzt heute auf Internet-
Telefonie und die Zeit im Internet wird bequem über die Flatrate abgebucht. Das macht den Gründer-
Alltag letztlich auch kalkulierbarer – und an einigen Ausgabepunkten günstiger.

Das Marketing-Budget kann durch die Digitalisierung deutlich zielführender eingesetzt werden. Dabei
geht es nicht darum, dass es günstiger ist, eine Anzeige im Sozialen Netzwerk zu schalten als in der
Printausgabe der Zeitung – vielmehr geht es um die Nachhaltigkeit und auch das Controlling. Eine online
ausgespielte Anzeige hat eine deutlich höhere Nutzungsfrequenz. Zudem kann ausgewertet werden,
welchen User die Anzeige anspricht.

Vorteil: Die meisten Gründer agieren online. Kaum einer denkt mehr daran, in der Offline-Welt Geld für
eine Anzeige aufzuwenden und auch klassische Werbemittel wie Flyer oder dergleichen sind rückläufig.
Gründer können das Online Marketing auch deswegen nutzen, weil es ihnen Informationen zu ihrer
Zielgruppe liefert.

Digitale Medien wie E-Books, Podcasts, Blogs, Webseiten und diverse Social-Media-Kanäle erlauben es,
mit maximaler Kosteneffizienz eine sehr hohe Reichweite sicherzustellen. Durch Netzwerkeffekte wie
Likes oder Teilen kann ein Beitrag mit etwas Glück zum viralen Hit werden und so viele tausende
potenzielle Kunden ansprechen. Digitale Medien sind nicht nur immer abrufbar, sondern auch auf vielen
Kanälen gleichzeitig nutzbar. Auch das erhöht die Sichtbarkeit und letztlich Bekanntheit von
Unternehmen deutlich.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Digitalisierung neue Arbeitszeitmodelle hervorgebracht hat. Physische
Präsenz am Arbeitsplatz ist kein Kriterium mehr, um das Unternehmen erfolgreich zu unterstützen. In
ihrer (baldigen) Funktion als Chef haben Existenzgründer genügend digitale Lösungen zur Hand, um
Mitarbeitern eine ansprechende Work-Life-Balance zu bieten. Das betrifft Gründer natürlich auch selbst!

Durch die Möglichkeiten des World Wide Web haben Existenzgründer die Chance, sich global zu
vernetzen und den Wachstumskurs von Beginn an möglichst breit anzulegen. Je nach Produkt und
Zielgruppe spricht nichts dagegen, eine Internationalisierungsstrategie zu fahren, die sich zeitnah und
kosteneffizient umsetzen lässt. Durch digitale Kommunikationstechnologie können Meetings mit
Partnern auf anderen Kontinenten flexibel und zeitnah durchgeführt werden. Der Zeit- und
Kostenaufwand für Reisen wird in Zukunft weiter sinken. Durch ein starkes Netzwerk können Gründer
das Marketing auf die virtuelle Überholspur bringen und Kunden durch exzellente Services greifbare
Mehrwerte für eine langfristige Bindung bieten.

In Zukunft ist auch zu erwarten, dass bei Existenzgründern unbeliebte Behördengänge immer öfter
digital erledigt werden können, sodass bürokratische Akte weniger zeit- und nervenraubend ausfallen
sollten.

Das sind die Nachteile der Digitalisierung

Der erste Ansprechpartner in Zeiten der Digitalisierung ist das Smartphone oder das Tablet. Diese
Entwicklung macht jedoch häufig die persönliche Kommunikation zunichte. Hier müssen Ersatzstrategien
gefunden werden. Der demografische Wandel und die Eigenarten eines manchen Geschäftsmodells
können es erforderlich machen, dass der persönliche Austausch in Zukunft nicht zu kurz kommen darf.
Schließlich sind nicht wenige digitale Produktinnovationen hochgradig erklärungsbedürftig.

Natürlich sparen digitale Abläufe einem Gründer zunächst einmal Zeit, weil Kommunikation auch sehr
zeitintensiv ist. Sich komplett zurückzuziehen, ist indes nicht zielführend. Regelmäßige
(Video-)Konferenzen mit Mitarbeitern oder Kunden sind ein Weg, kontrolliert zu kommunizieren. Auch
die Teilnahme an Netzwerktreffen ist gut und wichtig, um in der Branche im Gespräch zu bleiben.
Den Chancen vieler, internetbasierter Kanäle stehen vor allem auch die Risiken des Internets gegenüber.
Wer hier zu offenherzig mit den eigenen Daten umgeht, der läuft Gefahr dieser beraubt zu werden.
Sicherheitsmaßnahmen zu eruieren und gezielt einzusetzen, ist heute wichtiger denn je.

Nachteil: Einen Freelancer zu engagieren, der sich um die Themen Datenschutz und Datensicherheit
kümmert, ist sicherlich ein guter Ansatz. Vor Shitstorms, Cybermobbing und anderen Internet-Gefahren
kann man sich dadurch allerdings nicht schützen.

Cyberrisken sind durch gezielte Angriffe sind nicht von der Hand zu weisen, schließlich sind in den
letzten Jahren immer wieder teils prominente Beispiele bekannt geworden. Es braucht also eine gewisse
Kompetenz und zielführende Schutzmaßnahmen, um das eigene Unternehmen bzw. Netzwerk vor
virtuellen Bedrohungen konsequent zu beschützen. An dieser Stelle wird ein gerade für kleine
Unternehmen bedeutender Nachteil der Digitalisierung sichtbar: Sie verursacht Kosten. Diese fallen
umso höher aus, je weniger internes Knowhow vorhanden ist und je komplexer das Geschäftsmodell in
digitaler Hinsicht aufgebaut ist.

In diesem Kontext spielt der Datenschutz ebenfalls eine Rolle, zumal er in den letzten Jahren deutlich
verschärft wurde (Stichwort DSGVO). Daten sind auch aus eigenem Interesse gesetzeskonform zu
behandeln, was angesichts vieler digitaler Fallstricke immer schwieriger wird. Datenlecks können zu
einem existenzbedrohenden Problem werden, da sich solche Vorfälle unmittelbar auf das Image und die
wahrgenommene Vertrauenswürdigkeit auswirken. Denn auch das gehört dazu: Das Internet vergisst
nichts und Nachrichten können sich wie ein Lauffeuer verbreiten.