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Universität Karlsruhe 13.

Januar 2006
Mathematisches Institut I.
PD Dr. Hannes Uecker
Dipl.-Math. Borbála Fazekas

10.Übungsblatt - Analysis I - WS 05/06

Abgabe bis Freitag, den 20. Januar 2006, 12 Uhr

K Aufgabe 49
Sei I ⊂ R ein Intervall, f : I → R eine streng monotone Funktion. Sei J = f (I). Beweisen Sie,
dass die Umkehrfunktion f −1 : J → I stetig ist. (Beachte: f ist nicht notwendig stetig.)

Aufgabe 50
Sei I ⊂ R ein Intervall, f, g : I → R stetige Funktionen mit f (x) 6= 0 und f 2 (x) = g 2 (x) für alle
x ∈ I. Zeigen Sie, dass entweder f (x) = g(x) für alle x ∈ I oder f (x) = −g(x) für alle x ∈ I.

Aufgabe 51
a) Sei a > 0, f : ] − a, a[→ R eine Funktion mit f (x) = 1 + px + o(x) für x → 0 (p ∈ R). Zeigen
Sie, dass
1
= 1 − px + o(x) für x → 0.
f (x)
b) Sei a > 0, g : ] − a, a[→ R eine Funktion mit g(x) = 1 + p1 x + p2 x2 + o(x2 ) für x → 0
(p1 , p2 ∈ R). Zeigen Sie, dass
1
= 1 − p1 x + (p21 − p2 )x2 + o(x2 ) für x → 0.
g(x)
Hinweis: Für f (x) = 1 + px + o(x) schreibe man f (x) = 1 + px + h(x) mit h(x) = o(x) für
x → 0.

Aufgabe 52
Zeigen Sie, dass die Eulersche Konstante e nicht rational ist.

K Aufgabe 53
Zeigen Sie: die Funktion expa : R → R ist für a > 1 streng monoton wachsend und für a < 1
streng monoton fallend. In beiden Fällen wird R bijektiv auf die Menge der positiven reellen
Zahlen R∗+ abgebildet. Die Umkehrfunktion loga : R∗+ → R (Logarithmus zur Basis a) ist stetig
und es gilt
log x
loga x = für alle x ∈ R∗+ .
log a
— BITTE WENDEN —
Aufgabe 54 (Mandelbrot-Menge)
Sei x0 , y0 ∈ R. Die Folgen (xn )n∈N und (yn )n∈N sind durch die Rekursion
xn+1 = x2n − yn2 + a, yn+1 = 2xn yn + b
gegeben.
a) Zeigen Sie: mit zn = xn + iyn ∈ C für n ∈ N0 und c = a + ib ∈ C wird diese Rekursion
zu zn+1 = zn2 + c.
b) Sei c = 0. Bestimmen Sie die Anfangswerte z0 ∈ C so dass limn→∞ zn = 0.
c) Sei c = 0. Bestimmen Sie die Anfangswerte z0 ∈ C so dass (zn ) beschränkt bleibt, aber
limn→∞ zn 6= 0.
d)∗ Die Mandelbrotmenge M (nach B. Mandelbrot) ist die Menge aller c ∈ C für die (zn )
mit z0 = 0 beschränkt bleibt. Geben Sie einen Computer–Algorithmus zur Berechnung
von M an und produzieren Sie damit ein Bild von M .
Hinweis: Teil d) ist für spielerisch motivierte. Es“lohnt sich”: es entsteht etwa folgendes Bild
(je nach Farbschema).

Vergrössert man Ausschnitte aus dem Rand von M bekommt man z.B Bilder folgender Art:

Obige Bilder von M sind aus http://de.wikipedia.org/wiki/Mandelbrot-Menge. Dort, und


an vielen weiteren Stellen im Netz gibt es weitere Infos zu M .