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Zentrum für Endokrinologie und Stoffwechsel

Überörtliche Gemeinschaftspraxis für Endokrinologie


Regensburg  München  Landshut  Ingolstadt
Prof. Dr. med. Christian Seifarth – Prof. Dr. med. Harald Schneider
Priv.-Doz. Dr. med. George Vlotides & Kollegen

ZES Regensburg, Weichser Weg 5, 93059 Regensburg

Herr Telefon: 0941 208 277 77


Dr. med. Bernd Wellhöfer Telefax: 0941 568 149 65
Centrum 12
E-Mail: info@endokrinologen-regensburg.de
Internet: endokrinologie.bayern
92353 Postbauer-Heng

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Nachrichtlich an Patientin per e-Service
11.03.2021/ks

Sehr geehrte Frau Kollegin,

ich darf Ihnen über die Patientin Frau Stephanie Kratzer-Wolfrum, geb. 11.02.83, wohnhaft D-
92342 Freystadt, Sondersfeld 42, berichten, die sich am 04.03.2021 in meiner Behandlung befand.

Diagnosen:
Autoimmunthyreoiditis vom Typ Hashimoto (ED 2009)
 Hyperthyreosis factitia unter Supplementation
Übergewicht
 Z.A. Insulinresistenz
Laktose und Glutenintoleranz
Depression (ED 2007)

Anamnese:
Die Patientin stellt sich zur Untersuchung des Hormonstoffwechsels vor. Sie klagt über einen "Gehirn-
Nebel", Gewichtszunahme von 17 kg in 16 Monaten und Schwierigkeiten beim Abnehmen,
Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen sowie über Vergesslichkeit. Es bestehen
Autoimmunthyreoiditis vom Typ Hashimoto (ED 2009); Laktose und Glutenintoleranz und
Depressionen (ED 2007). Die Periode ist regelmäßig, bei Vorstellung 5. Zyklustag. Sie hat 1 Kind
(Zustand nach Sectio 2012).
Medikation: Tyreogland 40µg-0-30µg (Medikation auf tierischer Basis vom Schwein), Sertralin 100
mg.
Medikamentenallergie: nicht bekannt.
Familienanamnese: leer.

Körperliche Untersuchung:
Größe: 160 cm, Gewicht: 74,2 kg, BMI: 28,98, RR: 190/100 mmHg.

Schilddrüsensonographie:
Schilddrüsenvolumen rechts 5,3 ml, Schilddrüsenvolumen links 5,2 ml, das Gesamtvolumen inkl.
Isthmus beträgt 11,5 ml. Das Parenchym ist echonormal und homogen mit unauffälliger Perfusion.
Keine Raumforderung. (Schilddrüsenvolumen: Frauen Norm < 18 ml)

Labor:
Siehe Anlage

Epikrise:
Frau Stephanie Kratzer-Wolfrum, geb. 11.02.83

In der aktuellen Untersuchung der Schilddrüse zeigt sich ein niedriger TSH-Spiegel bei niedrigen fT4-
Wert unter Therapie mit Tyreogland 40µg-0-30µg ((Medikation auf tierischer Basis vom Schwein).
Die Autoantikörper gegen die thyreoidale Peroxidase sowie die TSH-Rezeptoren stellen sich
unauffällig dar. Sonomorphologisch zeigt sich ein Bild vereinbar mit einer Autoimmunthyreopathie.
Ich empfehle eine Umstellung auf ein reines Levothyroxin-Präparat (z.B. L-Thyroxin Na ratiopharm
25 µg früh morgens 30 Minuten vor dem Frühstück). Eine erneute Schilddrüsenhormonkontrolle
empfiehlt sich in 3 Monaten.

Der Blutzuckerspiegel liegt im diskret erhöhten Bereich bei unauffälligem HbA1c-Wert. Hierzu
empfehle ich eine weitere Untersuchung mittels oralen Glukosetoleranztests mit Insulinbestimmung.
Hierzu bitte ich um entsprechende Terminvereinbarung.

Die weiblichen Hormone entsprechen der Follikelphase. Eine Hyperandrogenämie besteht nicht.

Die corticotrope Achse sowie die weiteren Blutwerte stellen sich unauffällig dar.

Ich bitte um Wiedervorstellung zur weiteren Untersuchung.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Margarita Romanova
Fachärztin für Innere Medizin – Endokrinologie – Diabetologie

Dieser Arztbrief wurde digital freigegeben und enthält deshalb keine Unterschrift
Frau Stephanie Kratzer-Wolfrum, geb. 11.02.83

Anlage:

Parameter Norm. 04.03.21


TSH basal ulU/ml 0,3-2,5 0,118-
Freies T3 pmol/l 3,1-6,8 3,81
Freies T4 pmol/l 12-22 9,6-
TPO-Ak IU/ml 0-34 9,6
TSH-Rezeptor-AK IU/l 0-1,75 <0.800
Cortisol ug/dl 4,8-19,5 17,1
LH IU/l 2,4-12,6 6,8
FSH IU/l 3,5-12,5 4,3
Östradiol pg/ml 12,5-166 33,20
Progesteron ng/ml 0,2-1,5 0,2
Testost.ges. 0,084-0,481 0,470
Freier Androgenindex 0-8,5 3,7
Androstendion ng/ml 0,3-2,4 2,4
DHEA-S ug/dl 35-337 541+
SHBG nmol/l 32,4-128 43,7
HbA1c % 4,4-5,7 5,06
Blutzucker nü mg/dl 60-100 119p+
Dihydro-Testo. pg/ml 40-220 71,2

p: pathologischer Wert (p+: zu hoch, p-: zu niedrig)


Grenzwert-Indikatoren: +: leicht erhöht, ++: stark erhöht,
-: leicht erniedrigt, --: stark erniedrigt,
!: auffällig