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Schriftlicher Teil

Beschwerde
Betreff: Beschwerde über ...

Sehr geehrte Damen und Herren,


(nach dem Komma schreiben wir das Wort immer klein, außer es ist ein
Nomen)

Einleitung
Vom … bis .. hatte ich an Ihrem/Ihrer … teilgenommen.
Mit diesem Schreiben möchte ich mich über Ihr/Ihren/Ihre... beschweren.
Als ich Ihre Anzeige/Werbeanzeige las,...

Erwartungen
Ich hatte erwartet, dass …
Ich hatte ein/eine … erwartet …
Ich hatte erhofft, …
Ich hatte mich auf … gefreut, leider …
… entsprach überhaupt nicht meinen Vorstellungen.

Hauptteil
Laut Angebot vom Juni wurden ...
Sie hatten versprochen, dass..., jedoch wurde dies nicht eingehalten.
… entsprach leider nicht meinen Vorstellungen
Leider entsprachen... nicht der Wirklichkeit.
Was wir vorfanden waren ...
Ich möchte Sie auch darauf hinweisen, dass…
Mit dem/der/den... war ich auch nicht zufrieden.
Zu meinem Bedauern musste ich feststellen, dass…
Ein weiterer Punkt ist, dass…
Ich übertreibe nicht, wenn ich schreibe, dass…
Sicherlich ist es für Sie auch verständlich, dass mir das sehr
unangenehm war.
Sie können sich (nicht) vorstellen, wie enttäuscht ich war.
Außerdem ...
Des Weiteren …
Ferner …
Darüber hinaus ...

Geld zurückfordern:
Aus diesem Grund möchte ich Sie bitten, mir …/Deshalb erwarte ich,
dass Sie mir ...
den gesamten Betrag zurückzuerstatten/zurückzuzahlen.
600 Euro zurückzuerstatten.
die Hälfte des bezahlten Betrags zurückzuerstatten.
30% des bezahlten Betrags zurückzuerstatten.
einen Teil der Kosten zurückerstatten.

Aus den genannten Gründen fordere ich 50% des gezahlten Betrags
zurück. Ansonsten werde ich in den sozialen Medien ein negatives
Feedback veröffentlichen/eine negative Bewertung mit Begründung der
Bewertung hinterlassen.

Da ich mit Ihrem Angebot überhaupt nicht zufrieden war, möchte ich Sie
um eine 50 prozentige Rückerstattung meiner Kosten bitten.

Was machen Sie, wenn ihre Forderung nicht erfüllt wird:


Sollte dies nicht geschehen, werde ich eine negative Bewertung im
Internet hinterlassen.

Sollte ich innerhalb von 14 Werktagen nicht von Ihnen hören oder den
Betrag auf meinem Konto nicht sehen, sehe ich mich gezwungen,
rechtliche Schritte einzuleiten.

Sollte der Betrag nicht innerhalb von 14 Tagen auf meinem Konto
eingegangen sein, sehe ich mich gezwungen, eine negative Bewertung
im Internet zu hinterlassen.

Ich erwarte innerhalb der nächsten vierzehn Tage eine


Reaktion/Rückmeldung/Stellungnahme.

Ich hoffe auf eine baldige Antwort.

Im Anhang finden Sie eine Kopie von …

Konjunktiv II

Wunschsätze
Durch den Konjunktiv II und gern kann man einen Wunsch ausdrücken.
● würde + Infinitiv oder haben und sein im Konjunktiv II.

Beispiele:
- Ich hätte gern zwei Brötchen.
- Ich wäre gern zu Hause.
- Ich würde gern in Urlaub fahren.
- Ich würde mir gern ein neues Auto kaufen.

Im ersten Satz kann man gern nicht weglassen. Die anderen Sätze
klingen ohne gern unvollständig: Da das Verb im irrealen Konjunktiv II
steht, erwartet der Zuhörer die Erwähnung eines Grundes, der gegen die
Realisierung des Wunsches spricht. Wenn man diesen „Gegengrund“
mit aber ergänzt, kann man gern weglassen.
Beispiele:
- Ich würde (gern) in Urlaub fahren, aber ich habe keine Zeit.
- Ich würde mir (gern) ein neues Auto kaufen, aber ich habe kein
Geld.

irreale Wünsche (Vergangenheit)


Für Situationen in der Vergangenheit verwenden wir den Konjunktiv II von
sein/haben + Partizip II, also wäre/hätte + Partizip II
- Ich hätte in meiner Kindheit gern ein Fahrrad gehabt.
- Wenn ich in meiner Kindheit ein Fahrrad gehabt hätte, könnte ich heute
Fahrrad fahren.

- Ich hätte gern mehr Freizeit im Studium gehabt.


- Wenn ich im Studium mehr Freizeit gehabt hätte, hätte ich mehr Freunde
gehabt.

- Ich hätte lieber Medizin statt Jura studiert.


- Ich wäre gerne auch mit Anna nach Wien gefahren.

oder wenn wir uns heute wünschen, etwas in der Vergangenheit anders gemacht zu
haben. Wäre und Hätte kommt an Position 1 und das Partizip II am Ende des
Satzes.
- (Ich bin zu spät gekommen)
Wäre ich doch früher aufgestanden!
- (Ich habe die Prüfung nicht bestanden)
Hätte ich doch mehr für die Prüfung gelernt!
Wenn ich fleißig gelernt hätte, hätte ich die Prüfung bestanden/wäre ich nicht
durch die Prüfung gefallen.

Irreale Bedingungssätze (irreale Konditionalsätze)


Dieselbe Verbindung von „Wunsch“ und „Gegengrund“ wird oft auch als
irrealer Bedingungssatz mit wenn und Konjunktiv II ausgedrückt.
Beispiel:
- Wenn ich Zeit hätte, würde ich in Urlaub fahren.

- Wenn ich Geld hätte, würde ich mir ein neues Auto kaufen.
Höfliche Bitte
Eine weitere Verwendungsmöglichkeit des Konjunktivs II findet man in
höflichen Bitten, die man als Fragen formuliert. Der Konjunktiv ist hier
nicht obligatorisch, aber der Satz ist noch etwas höflicher als ohne
Konjunktiv.
Beispiele:
mit Konjunktiv – ohne Konjunktiv
- Würden Sie mir bitte den Stuhl geben? – Geben Sie mir bitte den
Stuhl?
- Könntest du mir vielleicht morgen bei meinem Referat helfen? –
Kannst du mir vielleicht morgen bei meinem Referat helfen?
- Dürfte ich Ihnen eine Frage stellen? – Darf ich Ihnen eine Frage
stellen?

Aufforderungen
Weniger höflich als eine höfliche Bitte, aber höflicher als eine direkte
Aufforderung ist eine Aufforderung mit wenn und Konjunktiv II.
Ungewöhnlich ist hier, dass der Nebensatz ohne Hauptsatz verwendet
wird.
Beispiel:
- Wenn Sie bitte das Rauchen einstellen würden.
- Wenn Sie bitte das Fenster öffnen würden.

Irreale Wunschsätze
Irreale Wunschsätze werden auch als „unerfüllbare Wunschsätze“
bezeichnet. Das heißt der Wunsch, der in diesem Satz ausgedrückt wird,
ist oder erscheint zumindest nicht realisierbar. Wie bei den
Aufforderungssätzen steht der Nebensatz ohne Hauptsatz.
Beispiel:
- Wenn er doch endlich kommen würde! (Wenn er doch endlich
käme!)
- Würde er doch endlich kommen! (Käme er doch endlich!)
Bei irrealen Wünschen benutzt man noch im Satz Adverbien doch, bloß
oder nur und am Ende des Satzes steht ein Ausrufezeichen (!).
Bei reflexiven Verben steht das Adverb „doch“ nach dem
Reflexivpronomen:
Hätte ich mich doch nicht mit Anna gestritten. (Bei reflexiven Verben
steht das Adverb nach dem Reflexivpronomen)

Irreale Vergleichssätze mit als ob


Bei irrealen Vergleichssätzen kann man ebenfalls den Konjunktiv II
benutzen. In der gesprochenen Sprache wird der Konjunktiv II aber
häufig durch den Indikativ ersetzt.
Beispiele:
Konjunktiv II – Indikativ
- Sie sieht aus, als ob sie 18 Jahre alt wäre. – Sie sieht aus, als ob
sie 18 Jahre alt ist.
- Er tut so, als ob er mich nicht verstehen würde. – Er tut so, als ob
er mich nicht versteht.
- Du siehst aus, als ob du im Urlaub gewesen wär(e)st. – Du siehst
aus, als ob du im Urlaub gewesen bist.

Der Vorgangspassiv
werden + Partizip II

Eine Handlung oder ein Prozess wird mit dem Hilfsverb " werden "
+ Partizip II gebildet. Wenn wir vom Passiv reden, ist gewöhnlich
diese Form gemeint, wird aber auch, um Verwechslungen zu
vermeiden, Vorgangspassiv oder werden-Passiv genannt.

- Das Fenster wird (vom Lehrer) geöffnet.


- Die Hausaufgaben werden (vom Schüler) gemacht.
- Das Schwimmbad wird geschlossen.
Das Vorgangspassiv stellt den Vorgang, die Handlung oder das
Geschehen in den Vordergrund.

Der Zustandspassiv

sein + Partizip II

Ein Zustand bzw. ein Resultat wird mit dem Hilfsverb " sein "
gebildet. Diese Form nennt man auch Zustandspassiv oder sein-
Passiv.

- Das Fenster ist geöffnet.


- Die Hausaufgaben sind gemacht.
- Das Schwimmbad ist geschlossen.

Das Zustandspassiv drückt ein Ergebnis bzw. einen Zustand aus,


eine abgeschlossene Handlung.

Vorgangspassiv

Die Tür wird abgeschlossen → Präsens (werden + Partizip II)

Die Tür wurde abgeschlossen → Präteritum (wurde + Partizip II)

Die Tür ist abgeschlossen worden → Perfekt (sein + Partizip II + worden)

Die Tür war abgeschlossen worden → Plusquamperfekt (war + Partizip II

+ worden)
Zustandspassiv

Die Tür ist abgeschlossen → Gegenwart (sein + Partizip II)

Die Tür war abgeschlossen → Vergangenheit (war + Partizip II)

Passiversatzformen

sich lassen + Infinitiv

etwas ist möglich/unmöglich


Pizza lässt sich ganz leicht selbst machen. → Pizza kann man ganz
leicht selbst machen.
Der Fernseher lässt sich nicht reparieren. → Man kann den
Fernseher nicht reparieren.
Die Flasche lässt sich nicht öffnen. → Man kann die Flasche nicht
öffnen

sein + zu + Infinitiv
etwas ist möglich/unmöglich
Das Bild ist nicht zu verkaufen. → Das Bild wird/kann nicht verkauft
werden
Die Tür ist abzuschließen. → Die Tür kann abgeschlossen werden.
(Möglichkeit)

etwas ist notwendig


Die Tür ist jeden Abend abzuschließen → Die Tür muss jeden Abend
abgeschlossen werden. (Notwendigkeit)
Verbstamm + -bar/-lich
Verbstamm + -bar : Die Tür ist abschließbar → Die Tür kann
abgeschlossen werden

Verbstamm + -lich : Das Bild ist unverkäuflich → Das Bild ist nicht zu
verkaufen/wird nicht verkauft

Suffixe -bar und -lich

Mit der Endung „-bar“ kann ausgedrückt werden, dass etwas möglich ist

zu tun.

Die Verbindung „en“ fällt weg.

● „essbar“ ⇒ Man kann es essen.


● „trinkbar“ ⇒ Man kann es trinken.
● „machbar“ ⇒ Es ist möglich etwas zu tun/machen.
● “lösbar” ⇒ Man kann es lösen.

Mit der Endung „-lich“ verwenden wir, wenn wir über die Häufigkeit von

etwas oder das Eigentum von jemanden sprechen. (einsilbige Wörter

bekommen einen Umlaut)

● „der Tag“ ⇒ „täglich“ ⇒ jeden Tag


● „der Monat“ ⇒ „monatlich“ ⇒ jeden Monat

Eigentum: „das Haus der Eltern“ ⇒ „das elterliche Haus“ (Wird selten

benutzt)

oder dass etwas möglich ist zu tun.

● verkäuflich - etwas ist zu verkaufen

Passiv mit Modalverb können: Die Krankheit kann geheilt werden.


sich lassen: Die Krankheit lässt sich heilen.
sein + zu + Infinitiv: Die Krankheit ist zu heilen.
Adjektiv mit Endung -bar: Die Krankheit ist heilbar.

Relativpronomen

Was sind Relativsätze?

● Mit Relativsätzen gibt man zusätzliche Informationen, ohne


einen neuen Satz zu beginnen.
● Relativsätze sind Nebensätze und stehen immer in Kommas.
● Sie werden durch Relativpronomen oder Relativadverbien
eingeleitet.
● Relativsätze beziehen sich meistens auf ein Nomen
(Bezugswort) oder ein Pronomen und stehen direkt hinter
dem Wort, auf das sie sich beziehen.
Beispiel: „Das ist der Mann, der einen Ferrari hat.“

Wenn man zusätzliche Informationen zu einer Person oder einer Sache


gibt, verwendet man die Relativpronomen der, die, das.
Sie müssen dekliniert und dem Fall (Kasus) und dem Geschlecht (Genus)
angepasst werden:
Beispiel:
● „Das ist der Mann, der einen Ferrari hat.“
Auf welches Nomen bezieht sich das Relativpronomen?
Antwort: „der Mann“
Welchen Genus und Numerus hat das Bezugswort („der Mann“)?
Antwort: Maskulin und Singular
Welchen Fall besitzt das Relativpronomen im Nebensatz?
Antwort: Nominativ
Relativpronomen = Maskulin + Singular + Nominativ ⇒ „der“

Beispiele:

Das ist der Mann, der mir gefällt.

Wer gefällt mir? → Der Mann (m.N.)

Das ist der Mann, den ich liebe.

Wen liebe ich? → Den Mann (m.A.)

Das ist der Mann, dem ich mein Auto geliehen habe.

Wem habe ich mein Auto geliehen? → Dem Mann (m.D.)

Das ist der Mann, dessen Sekretärin ich bin.

Wessen (von wem?) Sekretärin bin ich? → Des Mannes (m.G.)

Das ist der Mann, in den ich verliebt bin.

In wen bin ich verliebt? → In den Mann (m.A.)

Das ist der Mann, mit dem ich in Kino gehe.

Mit wem gehe ich ins Kino? → mit dem Mann (m.D.)

Partizipien als Adjektive

Partizip II = ge + Verbstamm + t/en


kochen = ge + koch + t = gekocht (Partizip II)
Artikel + Partizip II + Adjektivendung + Nomen
die + gekocht + e + Suppe = die gekochte Suppe

Bei Partizip II als Adjektiv ist die Handlung abgeschlossen.

Das gelesene Buch.


Das gekaufte Auto.

Kein Partizip II als Adjektiv haben: sein, haben und Verben wie: arbeiten,
antworten, danken, gefallen, nützen, schlafen, sitzen und stehen.

Partizip I = Infinitiv + d
kochen + d = kochend (Partizip I)

Artikel + Partizip I+ Adjektivendung + Nomen


die + kochend + e + Suppe = die kochende Suppe
Bei Partizip I als Adjektiv ist die Handlung nicht abgeschlossen oder es drückt
Gleichzeitigkeit aus.