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Messtechnik

3-Momentanwerte, Mittelwerte, Effektivwerte


Periodische Verläufe
u(t), i(t)
T = Periodendauer
û ,î f = 1 = Frequenz
T
=2 1 =2f
T
t = Kreisfrequenz

T û, î = Maximalwerte

u (t)  u (t  k  T ) k  1,  2,     
Kenngrößen periodischer Größen,
Wirkleistung
_ T
1
u   u(t) dt Arithmetischer Mittelwert
T0
T
1
u   u(t)  dt Gleichrichtwert
T0
T T
1 1
p   p(t) dt   u(t)  i(t) dt Wirkleistung
T0 T0
T
1 Effektivwert
U 
2
u(t) dt
T0
Gleichrichtung von
Wechselspannungen
Gleichrichtung von
Wechselspannungen
Einweggleichrichtung

Doppelweggleichrichtung

T
1
uGL   u(t)  dt
T0
Arithmetischer Mittelwert von Sinusgrößen

2
1
Allgemein: Im 
2  i  d Mittelwert = 0 !!!!!!!!!!!
0
Im  0
mit i (t )  iˆ  sin(t )
Um  0
Messtechnik
Gleichrichtwert von Sinusgrößen


Im  i  0,637iˆ

2
Um  uˆ  0,637uˆ


1
Allgemein: Im 
  i  d Mittelwert = 63,7% des Maximalwertes
0

mit i (t )  iˆ  sin(t )

Messtechnik
Effektivwert (quadr. Mittelwert)

1 ˆ
I eff  i  0,707iˆ
2
1
U eff  uˆ  0,707uˆ
2

Allgemein:

1
I 2eff    d
2
i
 0

mit i (t )  iˆ  sin(t )
Effektivwert und Gleichrichtwert

T
1
Effektivwert U 
2
u(t) dt
T0

T T
1 1
Wirkleistung p   p(t) dt   u(t)  i(t) dt
T0 T0
Effektivwertbildung über
Gleichrichtwert
Durch Mittelung der gleichgerichteten
Messwerte erhält man den Gleichrichtwert. Bei
bekannter Kurvenform kann man das
Verhältnis berechnen und den Effektivwert aus
dem Gleichrichtwert ermitteln

Effektivwert = Formfaktor  Gleichrichtwert

Der Formfaktor ist ein Eichfaktor zwischen Effektivwert und Gleichrichtwert


Formfaktor

Formfaktor: 
  1,11 Aussage über die Kurvenform und Eichfaktor
beim Drehspulmeßgerät.

U I Effektivwert
  eff  eff
Um Im Gleichrichtwert

 1
Beispiel: uˆ
Sinusform:   2  1,11
2
 uˆ

  1,155
Scheitelfaktor(Crestfaktor)

Scheitelfaktor: 
  2 Aussage über die Kurvenform

û Maximalwert
 
U eff Effektivwert

 1 Je größer desto spitzer die Kurve.

Beispiel:
Sinusform:

   2
  1,73 uˆ
2
Sinusförmige Größen
u(t) , i(t) u(t) , i(t)

û,î û,î
Start Start

t bzw. t

T 2

T  
2

 
u(t)  u sin( t   ) i(t)  i  sin( t   )

Phi ist der Winkel zwischen dem Start der Sinusgröße


und dem Ursprung des Koordinatensystems.
Bei messtechnischen Anwendungen ist Phi der Winkel zwischen
dem Start der Sinusgröße und dem Start der Bezugsgröße.
Sinus und Cosinus
Sinus Kosinus

Start Start

t t

u(t) = û sin t u(t) = û cos t


voreilender Sinus voreilender Kosinus

Start zu Start zu
früh früh

t t

 0 u(t) = û sin (t +)  0 u(t) = û cos (t + )


nacheilender Sinus nacheilender Kosinus

Start zu Start zu
spät spät

t t

 0 u(t) = û sin (t +)  0 u(t) = û cos (t + )


Überlagerte Sinusgrößen
u (t)= û 1 sin  t + û 2 sin 3 t + û 3 sin 5  t
u (t)

Durch die Überlagerung von Sinusgrößen mit ganzzahligen


frequenzvielfachen Sinusgrößen kann man beliebige stetige periodische
Signalformen realisieren.
Überlagerte Sinusgrößen zu
einem Rechtecksignal
Effektivwert eines Mischsignals


u (t )  u0   uˆi sin(i0t  0i )
i 1
T
1
U 
2
u (t ) dt
T0

2
1  

T
U 
T 0 u0  
i 1
ˆ
ui sin(i0 t   0i  dt
)

Messtechnik 67
Effektivwert eines Mischsignals
T
uˆi
 uˆ sin i t    dt
1
Ui  i 0 0i
2
Ui  Einzelsignal
T 0 2

2
1  

T
U 
T 0 u0  
i 1
ˆ
ui sin(i0 t   0i  dt
)

Summensignal

Gesamter Effektivwert ist


 gleich der Wurzel aus der

U  u0 2  U i2
Summe der Quadrate der
Einzeleffektivwerte +
i 1 Quadrat des
Gleichspannungsanteils

Messtechnik 68
Effektivwert Rechteckspannung
t1 2 t2
U  U1   U 2 
2

T T

6.0V

4.0V

2.0V

0V

-2.0V

-4.0V

-6.0V
0s 0.5ms 1.0ms 1.5ms 2.0ms 2.5ms 3.0ms
V(V)
Time

Messtechnik 69
Effektivwertbildung
TRMS
Bei TRMS (True- root mean square)
Messgeräten wird der Effektivwert durch
Integration der quadrierten Momentanwerte
gebildet. Dies entspricht der Definition des
Effektivwerts über die Leistung.
Beispiel: AD637
Adobe
robat-Dokume

Alternativ kann man mit der Erwärmung eines


Thermowandlers arbeiten.
T
1
U 
2
u(t) dt
T0
Zeitdiskrete Signale
hier: Rekursionsformel zur Berechnung von
Mittelwert und Effektivwert aus n Abtastwerten
xi ; i  Z x(t ) x(iT )  xi

Abtaster
xi  u (iT ) Spannungssignal, abgetastet, Zeitpunkt i
xi  i (iT ) Stromsignal, abgetastet
T Abtastintervall
i Laufvariable i  1,2,3...n

u (t )

xi Abtastwerte

-2 -1 0 1 2 3