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Grauer W.

1726d
Analyse
Der Sänger
von Johann Wolfgang von Goete
№ Punkt Inhalt
1. Anleitung Die Ballade „der Sänger“ ist 1782 von Johann Wolfgang von Goete entstanden und
wird erst 1795 in dem Roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ veröffentlicht. In dieser
Periode bewegt Goete immer mehr das Thema der Kunst und des Künstlers.
2. Inhalt Der wandernde Sänger kommt auf das Schloss eines Feudalherrn, sing seine Lieder
vor, weigert sich aber, seiner Freiheit zuliebe der reiche Lohn entgegenzunehmen.
3. Aufbau Die Ballade hat keinen typischen Aufbau. Es gibt keine Schilderung der Situation und
kein Schlussteil. Der sangbare Rhythmus der Ballade wird durch das Versmaß und den
Reim bestimmt. In der siebenzeiligen Strophe werden 6 Zeilen gereimt (Kreuzreim 1-4,
Paarreim 5-6). Die 7. Zeile ist ungereimt. Die Zeile besteht aus einem drei- oder
vierfüßigen Jambus, die betonten und unbetonten Endsilben wechseln einander
regelmäßig ab.
4. Erzählsperspektive Die Ballade wird von einem auktorialen Erzähler vermittelt, jedoch wird ein Großteil
der Geschichte auch durch direkte Rede des Königs oder des Sängers erzählt.
5. Zeit und Ort Wir können davon ausgehen, dass die Handlung im Mittelalter stattfindet, im Saal des
Schlosses.
6. Sprache Sie enthält viele Ausrufe, meist solche, die Entzücken ausdrücken und somit die
fröhliche Atmosphäre und das Emotionale des Textes stark betonen. Die vielen
Anaphern doppeln die Vorgänge gleichsam. So beginnen die Verse eins und zwei mit
Was, so dass eine doppelte Frage ganz vorne steht.
Der Alte vergleicht die Gesellschaft mit dem Himmel: „Stern bei Stern!“
7. Schlußteil Ich bin überzeugt, dass der Sänger auf das wertvolle Geschenk verzichtet, weil er seine
Stimme als genug Lohn ansieht und weil er frei bleiben möchte, unabhängig von Geld
und Macht.