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Universität zu Köln

Mathematisches Institut
Prof. Dr. F. Vallentin

Einführung in die Mathematik des Operations Research


Sommersemester 2013

— Klausur (27. Juli 2013) —

Name:

Vorname:

Matrikelnummer:

Studienfach:

angestrebter Abschluss:

Hiermit erkläre ich mich damit einverstanden, dass mein Klausurergeb-


⇤ nis auf der Vorlesungswebseite (nur Matrikelnummer und Punktezahl)
veröffentlicht wird.

Hiermit erkläre ich, dass ich diese Klausurleistung selbständig und ohne unerlaubte Hilfs-
mittel erbracht habe.

Köln, den 27. Juli 2013

(Unterschrift des Studierenden)

Viel Erfolg!

Aufgabe 1 2 3 4 5 6 Gesamt Note


Punkte
Aufgabe 1 (3 + 7 = 10 Punkte)

1. Es seien M = {A1 , . . . , An }, F = {a1 , . . . , an } zwei Mengen mit n Elementen. Des-


weiteren seien zwei Matrizen gegeben, die die Präferenzen der Männer M bzw. der
Frauen F darstellen.
Welche Eigenschaften muss eine Abbildung : M ! F erfüllen, so dass ein stabiles
Matching ist?

2. Berechnen Sie das stabile Matching, das bei den unten angegebenen Präferenztabellen
für die Frauen am besten ist:

Männer Frauen
A: c a b a: C A B
B: b a c b: A C B
C: c b a c: A C B

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Aufgabe 2 (2 + 2 + 6 = 10 Punkte)

1. Was ist eine Trennhyperebene?

2. Wie lautet der Satz über die Existenz einer Trennhyperebene?

3. Es sei C ✓ Rn eine nicht-leere, abgeschlossene und konvexe Menge. Zeigen Sie, dass
C als der Durchschnitt seiner stützenden Halbräume dargestellt werden kann, d.h.
dass \
C= H
H Stützhyperebene von C

gilt.

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Aufgabe 3 (2 + 8 = 10 Punkte)
Es seien N Punkte x1 , . . . , xN 2 Rn gegeben.

1. Wie ist die konvexe Hülle von x1 , . . . , xN definiert?

2. Es sei P die konvexe Hülle von x1 , . . . , xN . Angenommen x1 ist keine Ecke von P .
Zeigen Sie: P ist gleich der konvexen Hülle von x2 , . . . , xN .

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Aufgabe 4 (2 + 3 + 5 = 10 Punkte)
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1. Es sei G = (V, E) ein ungerichteter Graph und A a
w : E ! R eine Gewichtsfunktion. Wann heißt ein 2
Matching M ✓ E extrem? 2
2. Ist das rechtsstehende Matching, das durch die B b
fett gedruckten Kanten gegeben ist (Kantengewich- 2
te stehen immer über den Kanten), extrem? Be- 1
gründen Sie Ihre Antwort. C c
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3. Berechnen Sie ein Matching mit maximalem Ge- 2
wicht für diesen Graphen. D d

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Aufgabe 5 (2 + 2 + 6 = 10 Punkte)
Es sei D = (V, A) ein gerichteter Graph, s, t 2 V Knoten und c : A ! R 0 eine Kapa-
zitätsfunktion.
1. Wie ist ein s-t-Schnitt definiert? a 6 b
2. Wie lautet das Max-Flow-Min-Cut- 5
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Theorem? Schreiben Sie es mit mathe- 9
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matischen Formeln auf. s t
3. Bestimmen Sie einen s-t-Schnitt mit 11
minimaler Kapazität für den rechtsste- 10
henden Graphen. Begründen Sie Ihre c 3 d
Antwort.

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Aufgabe 6 (5 + 5 = 10 Punkte)
Sei G = (V, E) ein bipartiterSGraph. Eine Kantenüberdeckung von G ist eine Teilmenge der
Kanten F ✓ E, so dass V = e2F e gilt. Das Kantenüberdeckungspolytop von G ist definiert
als die konvexe Hülle der Inzidenzvektoren von Kantenüberdeckungen.

1. Beschreiben Sie das Kantenüberdeckungspolytop mit Hilfe von linearen Ungleichun-


gen.

2. Es sei G = (V, E) ein bipartiter Graph. Angenommen keine Zusammenhangskompo-


nente von G besteht nur aus einem Knoten, d.h. G besitzt keine isolierten Knoten.
Finden Sie eine Min-Max-Relation für die Bestimmung einer Kantenüberdeckung von
G mit minimaler Kardinalität.

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