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Universität zu Köln

Mathematisches Institut
Prof. Dr. F. Vallentin
Dr. A. Gundert

Einführung in die Mathematik des Operations Research


Sommersemester 2014

— Klausur (25. September 2014) —

Name:

Vorname:

Matrikelnummer:

Studienfach:

angestrebter Abschluss:

Hiermit erkläre ich mich damit einverstanden, dass mein Klausurergeb-


 nis auf der Vorlesungswebseite (nur Matrikelnummer und Punktezahl)
veröffentlicht wird.

Hiermit erkläre ich, dass ich diese Klausurleistung selbständig und ohne unerlaubte
Hilfsmittel erbracht habe.
Köln, den 25. September 2014

(Unterschrift des Studierenden)

Viel Erfolg!

Aufgabe 1 2 3 4 5 6 Gesamt Note


Punkte

1
Aufgabe 1 (5+5=10 Punkte)

1. 1500 Studierende wollen an den Universitäten in Köln und Bonn studieren. In


Köln gibt es 1000 Studienplätze, in Bonn 500. Jede Universität möchte die Stu-
dierenden mit den besten Noten haben, jeder Studierende hat eine persönliche
Präferenz der beiden Universitäten.
Definieren Sie zwei Präferenztabellen, die es möglich machen, eine stabile Vertei-
lung der Studierenden mit Hilfe des Gale-Shapley-Algorithmus zu finden.

2. Berechnen Sie das stabile Matching, das bei den unten angegebenen Präferenz-
tabellen für die Frauen am besten ist:

Männer Frauen
A: c a b a: C A B
B: b a c b: A C B
C: c b a c: A C B

3
5
Aufgabe 2 (5+5=10 Punkte)

1. Benutzen Sie eine min-max-Charakterisierung, um zu begründen, dass der Weg


{(s, b), (b, t)} in folgendem gerichteten Graphen (mit angegebener Längenfunktion)
ein kürzester s-t-Weg ist.

a
9 25
s 9 t
16 17
b

2. Sei D = (V, A) ein gerichteter Graph, und sei l : A → Z eine Längenfunktion,


so dass alle gerichteten Kreise in D nicht-negative Länge haben. Seien zudem
s, t ∈ V so, dass es einen s-t-Weg in D gibt.
Stellen Sie von folgendem linearen Programm (PLP) das duale Programm (DLP)
auf und zeigen Sie die Gleichheit von (PLP) und (DLP):

(PLP) max p(t) − p(s)


p:V →R
p(v) − p(u) ≤ l(a) ∀a = (u, v) ∈ A.

7
9
Aufgabe 3 (5+5=10 Punkte)

1. Sei G = (V, E) der folgende Graph mit Gewichtsfunktion w : E → R wie angege-


ben:

a b c d e
3 3 2 2 1 3

1 4 3 1 3 3

A B C D E

Zeigen Sie, dass das eingezeichnete Matching in G nicht extrem ist.

2. Das untenstehende Matching ist extrem. (Das brauchen Sie nicht zu zeigen.) Ge-
ben Sie ein extremes Matching der Kardinalität 4 an. Begründen Sie Ihre Antwort.

a b c d e
3 3 2 2 1 3

1 4 3 1 3 3

A B C D E

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Aufgabe 4 (5 + 5 = 10 Punkte)

1. Gegeben seien      
2 2 0
C = conv , und z= .
1 3 0
Berechnen Sie die metrische Projektion πC (z).
Zur Erinnerung: πC (z) ist das eindeutige y ∈ C mit ky − zk = inf x∈C kx − zk.

2. Sei    
−1 1 −5
A = −1 1  und b =  1 .
−2 −2 −6
Bestimmen Sie alle Ecken von P = {x ∈ R2 : Ax ≤ b} .

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Aufgabe 5 (6 + 4 = 10 Punkte)

1. Zeigen Sie: Die Inzidenzmatrix M ∈ RV ×A eines gerichteten Graphen D = (V, A)


ist vollständig unimodular.

2. Sei    
−1 0 0 0 1 0 0 2
0
 0 −1 0 0 1 0

 −3 
 
0
 1 0 0 0 0 −1

 1 
 
0
 1 −1 0 0 0 0

 0 
 
0 0 0 0 −1 1 0  14 
M =  und b=
 .
0
 0 0 1 0 0 −1
  2 

0
 0 −1 0 0 0 1

 −1 
 
0
 0 1 0 −1 0 0
−11
 
−1 0 1 0 0 0 0  5 
0 0 0 1 0 −1 0 0
Zeigen Sie, dass das Polyeder {x ∈ R7 : M x ≤ b} ganzzahlig ist.

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Aufgabe 6 (8+2=10 Punkte)

1. Sei    
−1 0 0 0  
 0 −1 0  0 1
A= , b=  und c = −5 .
0 0 −1 0
−1
1 −2 0 2

Lösen Sie das lineare Program

p∗ = max cT x
x ∈ R3
Ax ≤ b

und geben Sie eine optimale Ecke an.

2. Sei (LP) das folgende lineare Programm:

(LP) min cT x
Ax = b ,
x≥0

wobei A ∈ Rm×n , b ∈ Rm und c ∈ Rn . Wie ist der zentrale Pfad von (LP) definiert?

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