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DEUTSCH

ec3000
I Inhalt
1 Normen 1
1.1 Produktspezifische Normen 1

2 Symbolik 2
2.1 Symbole auf dem Gerät 2

2.2 Symbole der Gebrauchsanweisung 2

3 Einleitung 3
3.1 Vorwort 3

3.2 Gegenstand des Dokumentes 3

3.3 Gültigkeit des Dokumentes 3

4 Übersicht 4
4.1 Funktionselemente LED 4

4.2 Legende 5

5 Übersicht 6
5.1 Funktionselemente LCD 6

5.2 Legende 7

5.3 Betriebszustände 8

5.4 Zustandsdiagramm 8

6 Manueller Betrieb 11
6.1 Wahl des manuellen Betriebes 11

6.2 Wahl der Soll-Last 11

6.3 Anzeige der Betriebsdauer 12

6.4 Verlassen des manuellen Betriebes 12

7 Remote Betrieb 13
7.1 Wahl des Remote Betriebes 13

7.2 Verlassen des Remote Betriebes 13

8 Trainingsprogramme 14
8.1 Allgemeines 14

8.2 Programm-Auswahl 14

8.2.1 Start der Programmwahl 14

8.2.2 Darstellung der Programm-Parameter 14

8.2.3 Auswahl des Programmes 15


8.3 Programm-Ausführung 15

8.3.1 Starten des Training-Programmes 15

8.3.2 Unterbrechung des Training-Programmes 16

8.3.3 Abbruch des Programmes 17


8.4 Definition der Programm-Parameter 17

8.4.1 Start der Programmierung 17

8.4.2 Programmierung von Puls-Steady-State-Programmen 18

8.4.3 Ablauf der Programmierung 20

8.4.4 Anzeige PSST-Programmierung 21

Version 2.3 - 29.07.2013


II

8.4.5 Selektion des Programmtypes 22

8.4.6 Programmierung der Start-Leistung 22

8.4.7 Programmierung des Pulses 23

8.4.8 Programmierung der Trainingszeit 24


8.5 Programmierung von STEP-Programmen 25

8.5.1 Allgemeines 25

8.5.2 Anzeige STEP-Programme 28

8.5.3 Anzeige STEP-Profil LCD 28

8.5.4 Selektion des Programmtypes 29

8.5.5 Selektion des Programmschrittes 30

8.5.6 Programmierung der Leistung 30

8.5.7 Programmierung der Schrittzeit 31


9 Konfiguration 32
9.1 Wahl der Einstellungen 32

9.2 Verlassen des Konfigurationsmenüs 32

10 Elektrische Sitzhöhenverstellung 33
10.1 Option Elektrische Sitzhöhenverstellung 33

11 Blutdruckmessung 34
11.1 Starten der Option Blutdruckmessung 34

11.2 Anzeigen des aktuellen Manschettendruckes 34

11.3 Anzeigen der Messwerte 34

11.4 Abbruch der Blutdruckmessung 35

11.5 Anzeige von Fehlern oder Grenzwertüberschreitung 35

12 EKG 36
12.1 Allgemeines zur Option EKG 36

12.2 Normen-Konformität 36

12.3 EKG-Patientenleitung 37

12.4 EKG-Anzeige LCD 37

12.5 Klebeelektroden 38

12.5.1 Anschließen der Elektroden 38

12.5.2 Auswahl des Elektrodenkabels 38

12.5.3 Herstellen der Verbindung 38

12.5.4 Lösen der Verbindung 38

12.5.5 Auswahl der Elektroden 39

12.5.6 Anlegen der Elektroden 39


12.6 Integrierte Sauganlage 40

12.6.1 Anschließen der Elektroden 40

12.6.2 Ansicht der Rückseite des Ergometerkopfes 40

12.6.3 Herstellen der Verbindung 41

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III Inhalt

12.6.4 Lösen der Verbindung 41

12.6.5 Auswahl der Elektroden 41

12.6.6 Anlegen der Elektroden 41

12.6.7 Steuerung der Sauganlage 42

12.6.8 Wahl der Saugleistung 42

12.6.9 Verlassen der Steuerung der Sauganlage 43

12.6.10 Automatische Unterbrechung des Betriebes 43


12.7 Defibrillationsschutz 43

13 Pulsgurt 44
13.1 Option Pulsgurt 44

14 SpO2 45
14.1 Option SpO2 – Sättigungsmessung 45

15 Chipkarten-Lesegerät 46
15.1 Option Chipkarten-Lesegerät 46

16 Status/Meldungen 47
16.1 Anzeige von Meldungen 47

16.2 Meldungen des Blutdruckmess-Systems 48

16.3 Meldungen des Gesamtsystems 48

17 Sicherheitshinweise 49
17.1 Vorbemerkung 49

17.2 Befestigung des Lenkers 49

17.3 Patientengewicht 49

17.4 Sauganlage 49

18 Schnittstellen 51
18.1 Schnittstellenbeschreibung 51

18.2 Stromversorgung 51

18.3 Remote-Schnittstelle 52

19 Reinigungshinweise 53
19.1 Reinigunshinweise 53

20 Service Mode 54
20.1 Überblick 54

20.1.1 Auswahl 54

20.1.2 Verbindung herstellen 56

20.1.3 Verbindung mit dem Pulsgurt herstellen 56

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Normen 1

1.1 Produktspezifische Normen


Es gelten die aufgeführten allgemeinen Festlegungen für Sicherheit von medizinisch
elektrischen Geräten.

• Richtlinie 93/42/EWG : 2003 über Medizinprodukte (abgeleitet davon das MPG und die MPV)
• DIMDI- Verordnung: 2002; Durchführung der Anzeigen
• Medizinprodukte- Betreiber- Verordnung (MPBetreibV): 2003
• Medizinprodukte- Sicherheitsplanverordnung (MPSV): 2002
• DIN EN ISO 13485: 2003; Medizinprodukte- Qualitätsmanagementsysteme-
Anforderungen für regulatorische Zwecke
• DIN EN ISO 14971: 2007; Medizinprodukte- Anwendung
des Risikomanagements auf Medizinprodukte
• DIN EN 980: 2003; Graphische Symbole zur Kennzeichnung von Medizinprodukten
• DIN EN 60601-1; VDE 0750-1: 2007; Medizinische elektrische Geräte- Teil 1: Allgemeine
Festlegungen für die Sicherheit einschließlich der wesentlichen Leistungsmerkmale
• DIN EN 60601-1-1: 2002; Medizinische elektrische Geräte- Teil 1-1:
Allgemeine Festlegungen für die Sicherheit; Ergänzungsnorm: Festlegungen
für die Sicherheit von medizinischen elektrischen Systemen
• DIN EN 60601-1-2; VDE 0750-1-2: 2006; Medizinische elektrische Geräte- Teil 1-2:
Allgemeine Festlegungen für die Basissicherheit und die wesentlichen Leistungsmerkmale-
Ergänzungsnorm: Elektromagnetische Verträglichkeit- Anforderungen und Prüfungen
• DIN EN 60601-1-4: 2001; Medizinische elektrische Geräte- Teil
1-4: Allgemeine Festlegungen für die Sicherheit; Ergänzungsnorm:
Programmierbare elektrische medizinische Systeme
• DIN EN 60601-1-9; VDE 0750-1-9 : 2006; Medizinische elektrische
Geräte- Teil 1-9: Allgemeine Festlegungen für die Sicherheit
einschließlich der wesentlichen Leistungsmerkmale- Ergänzungsnorm:
Anforderungen zur Reduzierung von Umweltauswirkungen
• DIN EN 60601-2-25; VDE 0750-2-25: 2006; Medizinische elektrische Geräte- Teil
2-25: Besondere Festlegungen für die Sicherheit von Elektrokardiographen
• DIN EN 60601-2-27; VDE 0750-2-27: 2006; Medizinische elektrische Geräte- Teil
2-27: Besondere Festlegungen für die Sicherheit einschließlich der wesentlichen
Leistungsmerkmale von Elektrokardiographie- Überwachungsgeräten
• DIN EN 60601-2-27 Berichtigung1; VDE 0750-2-27 : 2007; Medizinische elektrische
Geräte- Teil 2-27: Besondere Festlegungen für die Sicherheit einschließlich der
wesentlichen Leistungsmerkmale von Elektrokardiographie- Überwachungsgeräten
• DIN EN 60601-2-30; VDE 0750-2-30 : 2000; Medizinische elektrische
Geräte- Teil 2-30: Besondere Festlegungen für die Sicherheit
einschließlich der wesentlichen Leistungsmerkmale von automatischen,
zyklischen, nicht-invasiven Blutdrucküberwachungsgeräten
• DIN VDE 0751-1; Wiederholungsprüfungen und Prüfungen vor der Inbetriebnahme von
medizinischen elektrischen Geräten oder Systemen- Teil 1: Allgemeine Festlegungen
• DIN VDE 075-238 : 2002; Medizinische elektrische Geräte- Teil 238:
Besondere Festlegungen für die Sicherheit von Kurbelergometern

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2 Symbolik

2.1 Symbole auf dem Gerät


Folgende Symbole befinden sich an dem Ergometer ec3000:

CE-Kennzeichen

Die Gebrauchsanweisung ist zu beachten. Sie ist integraler Bestandteil des


Medizinprodukts und aufzubewahren.

Schutzklassen-Bezeichnung nach DIN EN 60601-1 (Typ BF)

Dieses Produkt entspricht der Bluetooth Spezifikation referenziert auf das qualifizierte
Design QDID.

2.2 Symbole der Gebrauchsanweisung


Folgende Symbole werden in der Gebrauchsanweisung verwendet:

Verbot

Warnung

Hinweis

Empfehlung des Herstellers

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Einleitung 3

3.1 Vorwort
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen medizinischen Ergometer ec3000!

Um die einwandfreie Funktion des Gerätes und die Einhaltungen der Normen und
Richtlinien zu garantieren, wird empfohlen, die Gebrauchstauglichkeit alle zwei Jahre,
sowohl nach Wartung als auch nach Reparatur, kontrollieren zu lassen.

Bitte folgen Sie den Anweisungen der Gebrauchsanweisung

3.2 Gegenstand des Dokumentes


Dieses Dokument ist Teil der Unterlagen für den Benutzer des medizinischen Ergometers
Dieses Dokument enthält:
• Erläuterungen zum Verständnis wesentlicher Funktionen des Ergometers
• Eine detaillierte Beschreibung der Bedienoberfläche insbesondere des
Ergometer-Kopfes

3.3 Gültigkeit des Dokumentes


Gültigkeit des Dokumentes ab folgenden Hardwareständen:

Modul Beschreibung Firmware-Version Serie


KE-1 Kopfelektronik - LED-Displayanzeige KE-1_04.34 ja
KE-2 Kopfelektronik - LCD-Displayanzeige KE-2_01.06 nein
ZE-1 Zentraleinheit ZE-1_05.10 ja
MB-1 ModulBlutdruck Signalverarbeitung MB-1_01.15 nein
MB-2 Modul Blutdruck Pumpen/ MB-2_01.17 nein
Ventileinheit
ME-1 Modul EKG ME-1_02.14 nein
MS-1 Modul elek. Sitzhöhenverstellung/ MS-1_02.19 nein
Sauganlage

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4 Übersicht

4.1 Funktionselemente LED


Am Kopf des Ergometers befindet sich ein Anzeigen- und Tastenfeld zur komfortablen
Bedienung.
Folgende Abbildung zeigt die Anordnung der Bedienelemente:

9 10

5
8 6

7
3 4

1 2

E
B G
A H

C F
D

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5

4.2 Legende
Anzeige Display

1 Einstellige Anzeige der Nummer des aktiven Programmes

2 Siebenstellige Anzeige von Informationstexten

3 Dreistellige Anzeige der Pulsfrequenz [1/min]

4 Vierstellige Anzeige von Programmlaufzeiten [mm.ss]

5 Richtungshinweis zur optimalen Tretfrequenz

6 Dreistellige Anzeige der aktuellen Leistung [W]

7 Anzeige der Herzaktivität

8 Dreistellige Anzeige der aktuellen Drehzahl [1/min]

Anzeige Stirnseite

9 Dreistellige Anzeige der aktuellen Drehzahl [1/min]

10 Richtungshinweis zur optimalen Tretfrequenz

Tasten

A Aktivierung der Einstellung der Sauganlage

B Aktivierung der Programmierumgebung


Aktivierung der elektrischen Sitzhöhenverstellung im manuellen Mode bzw. im
C
Remotebetrieb

D Verringerung von selektierten Werten

E Erhöhung von selektierten Werten


Abbruch / Beendigung von Bedien- und Funktionsabläufen
F
Bestätigung von Eingaben

G Start / Unterbrechung von Funktionsabläufen

H Start / Stop Blutdruckmessung

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6 Übersicht

5.1 Funktionselemente LCD


Am Kopf des Ergometers befindet sich ein Anzeigen- und Tastenfeld zur komfortablen
Bedienung.
Folgende Abbildung zeigt die Anordnung der Bedienelemente:

9 10

8 6

7
5
3
4
1
2

E
B G
A H

C F
D

Version 2.3 - 29.07.2013


7

5.2 Legende
Anzeige Display

1 Momentane Trainingszeit [min]

2 Sattelhöhenposition [cm]

3 Anzeige der aktuellen Drehzahl [1/min]

4 Sauerstoffsättigung [%]

5 Anzeige der Herzaktivität [1/min]

6 Anzeigebereich Blutdruck

7 Anzeige der aktuellen Last [Watt] (inklusive optimalem Tretfrequenzhinweis)

8 Anzeige des aktuellen Modus [PC / Manuell]

Anzeige Stirnseite

9 Dreistellige Anzeige der aktuellen Drehzahl [1/min]

10 Richtungshinweis zur optimalen Tretfrequenz

Tasten

A Aktivierung der Einstellung der Sauganlage

B Aktivierung der Programmierumgebung


Aktivierung der elektrischen Sitzhöhenverstellung im manuellen Mode bzw. im
C
Remotebetrieb

D Verringerung von selektierten Werten

E Erhöhung von selektierten Werten


Abbruch / Beendigung von Bedien- und Funktionsabläufen
F
Bestätigung von Eingaben

G Start / Unterbrechung von Funktionsabläufen

H Start / Stop Blutdruckmessung

BP = Blutdruck Anzeigebreich Wattanzeige

SPO2 = Sauerstoffsättigung Puls über PC-Ermittlung

PC-Mode Puls über Standard

Manual-Mode Puls-Steady-State

Sauganlage Aufforderung zum schnelleren Antritt

Umdrehungen Aufforderung zum langsameren Antritt

Dauer Sattelhöhe
Version 2.3 - 29.07.2013
8 Übersicht

5.3 Betriebszustände
Die gesamte Bedienerführung ist je nach gewünschter Betriebsart in verschiedene Be-
dienzustände unterteilt. Diese Bedienzustände sind ein Abbild des logischen Betriebs-
ablaufes. Prinzipiell wird unterschieden zwischen:
1. Funktionen, die zu jedem Zeitpunkt ausgeführt werden können
(parallele Bedienfunktionen)
Hierzu gehören z.B.
• Bedienung des Blutdruck-Messsystems
• Steuerung der Leistung der Sauganlage
• Einstellung der elektrischen Sitzhöhenverstellung

2. Funktionen, die einer gewissen Bedienreihenfolge bedürfen


(sequentielle Bedienfunktionen)
Hierzu gehören z.B.
• Programmumgebung
• manueller Betrieb
• Remote-Betrieb (externe Computer-Steuerung)
• Konfiguration des System (Geräteeinstellung/Service)

Die einzelnen Betriebs-/Bedienzustände sind nachfolgend in einer Übersicht beschrieben.


Im Zuge der folgenden Kapitel wird auf die Funktionalität der Betriebszustände detailliert
eingegangen.

5.4 Zustandsdiagramm
Das folgende Diagramm zeigt die Betriebsarten, sowie die erforderlichen Ereignisse, die
zum Übergang zwischen den einzelnen Zuständen erforderlich sind.
Nach dem Einschalten wird zunächst die Startsequenz durchlaufen. Diese Startsequenz
beinhaltet alle internen Abläufe, die zum Erreichen eines betriebsfähigen Zustandes
erforderlich sind. Der Zustand IDLE stellt das sog. Hauptmenü dar. Das Ergometer
befindet sich in diesem Zustand, wenn es nicht betrieben wird. Von diesem Zustand aus
können alle Betriebsfunktionen erreicht werden – in diesen Zustand kehrt das Ergometer
nach Beendigung der Betriebsfunktionen auch wieder zurück.

Version 2.3 - 29.07.2013


9

Zu diesen Funktionen gehören:


• Manueller Betrieb (Manuell)
• Fernsteuerung (Remote)
• Programmumgebung
»» Programm-Auswahl (PGM-Sel)
»» Programm-Ausführung (PGM-Ex - Programm läuft)
(PGM-Sus – Programm unterbrochen)
»» Programmierung (PGM-Def)
• Geräteeinstellungen (Service)

Das Diagramm zeigt insbesondere auch die Aktionen, die zur Durchführung von
Betriebsfunktionen erforderlich sind.

Version 2.3 - 29.07.2013


10 Übersicht

Zustände

START Keys: BP+


Electrodes
Service

RESET
idle

PC

REMOTE
Key: STOP
3 min
break
IDLE
Key: STOP
3 min
break
MANUAL
Key:STOP
Key:STOP Key: PROG

Key: STOP
3 min
break
AUTOMATIC Key: PROG
SEAT
Key:STOP PGM-Sel PGM-Def
Key:STOP

Key:STOP Key: PROG

PGM-EX

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Manueller Betrieb 11

6.1 Wahl des manuellen Betriebes


Die Betriebsart „manueller Betrieb“ wird erreicht durch Betätigen der Tasten

oder

im Hauptmenü. In dieser Betriebsart erscheint in der Anzeige INFO der Buchstabe P


gefolgt vom Wert der aktuell eingestellten Soll-Last.

Beim Wechsel in diese Betriebsart beträgt die Soll-Last 20 W. Sollte das Ergometer
mit der Option „elektrische Sitzhöhenverstellung“ ausgestattet sein, ändert sich dieses
Verhalten (siehe „9.1 Option Elektrische Sitzhöhenverstellung“ auf Seite 33).

6.2 Wahl der Soll-Last


Die manuelle Eingabe der Soll-Last kann nur in der Betriebsart „manuell’ erfolgen. Diese
ist gekennzeichnet durch den Buchstaben P gefolgt vom Betrag der aktuellen Soll-Last
in Watt (LED), oder durch das Leistung-Icon illustriert (LCD).

Durch Betätigen der Taste

oder

wird die Soll-Last um 5 W erhöht. wird die Soll-Last um 5 W verringert.

Der Eingabebereich liegt zwischen 5 W und 995 W.

Version 2.3 - 29.07.2013


12 Manueller Betrieb

1. Die aktuelle Last wird mit einem Gradienten von 22 W/s auf den Soll-Wert hoch
geregelt. Die Anzeige der aktuellen Last erfolgt im Anzeigenfeld LEISTUNG.

2. Im Lastbereich unterhalb von 20 W vermindert sich das Inkrement von 5 W auf 1 W


pro Stufe.

6.3 Anzeige der Betriebsdauer


Im Anzeigenfeld Zeitanzeige

wird die Trainingszeit seit Eintritt in den Betriebsmode „manueller Betrieb“ angezeigt.

6.4 Verlassen des manuellen Betriebes


Durch Betätigen der Taste

STOP

kehrt das System in das Hauptmenü zurück.


Bei Trainingspausen länger als 2 Minuten (Drehzahl ist null) wird der manuelle
Betriebsmode automatisch beendet. Das System kehrt in den Betriebszustand IDLE
(Hauptmenü) zurück.

Die aktuelle Last wird mit einem negativen Gradienten von –22 W/s auf den Wert null
abgeregelt.

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Remote Betrieb 13

7.1 Wahl des Remote Betriebes


Besteht die Verbindung zu einem PC, so schaltet das Ergometer automatisch in den
Remote-Betrieb um, wenn ein gültiges Steuersignal empfangen wird.
Das Ergometer verfügt über folgende Remote-Schnittstellen:
• Serial-Schnittstelle
• USB-Schnittstelle
• Ethernet-Schnittstelle (optional)

Der Remote-Betriebszustand wird am Ergometer im INFO-Feld durch das Wort PC


gekennzeichnet (LED), oder durch das PC-Icon illustriert (LCD).

Die Zahl bezeichnet die, vom PC eingestellte, Soll-Leistung.

7.2 Verlassen des Remote Betriebes


Der Remote-Betrieb kann durch Tasteneingabe am Ergometerkopf nicht verlassen
werden. Der normale Betriebsmode kann nur durch Neu-Einschalten des Ergometers
wieder fortgesetzt werden.

Version 2.3 - 29.07.2013


14 Trainingsprogramme

8.1 Allgemeines
Im Remote-Betrieb wird das Ergometer durch einen externen Computer bzw. durch ein
intelligentes EKG-Gerät ferngesteuert.
Daneben besitzt das Ergometer die Möglichkeit, Trainingsprogramme selbstständig
auszuführen.
Zur Realisierung dieser Funktion verfügt das Ergometer über eine entsprechende
Bedienoberfläche mit folgenden Funktionen:
• Programm-Auswahl
• Programm-Definition
• Programm-Ausführung

Nachfolgende Abschnitte beschreiben die einzelnen Bedienfunktionen.

8.2 Programm-Auswahl

8.2.1 Start der Programmwahl

Der Betriebszustand „Programm-Auswahl“ kann aus dem Hauptmenü durch Drücken


der Taste

PROG

erreicht werden. Es wird das zuletzt gewählte Programm angezeigt. Das selektierte
Programm (hier Programm Nr. 8) ist an der blinkenden Ziffer im Anzeigefeld PROG zu
erkennen.

Die Programmparameter sind in weiteren Anzeigefeldern dargestellt. Das Diagramm in


folgender Abbildung beschreibt die assoziierten Anzeigenfunktionen.

8.2.2 Darstellung der Programm-Parameter

Die Felder 1 bis 4 und 6 im Anzeigebereich, zeigen die Parameter des selektierten
Programms an.
Die Felder 5 und 7 bis 10 sind im Programm-Mode ohne Funktion – die Anzeigen sind
dunkel (aus).
Ein ausführliche Erläuterung der Programmparameter befindet sich
im Kapitel „7.4 Definition der Programm-Parameter“ auf Seite 17.

Version 2.3 - 29.07.2013


15

8.2.3 Auswahl des Programmes

Als Vorraussetzung für die Auswahl des Programms muss die Anzeige PROG blinken
(LED), oder die ausgewählte Programmnummer blau leuchten (LCD).

Durch Betätigen der Taste

oder

wählen Sie das nächste Programm bzw. das vorherige Programm.

8.3 Programm-Ausführung

8.3.1 Starten des Training-Programmes

Durch Betätigen der Taste

START
PAUSE

wird in der Betriebsart „Programm-Auswahl“ ein selektiertes Programm ausgeführt.

Der Betriebszustand „Programm-Ausführung“ des Ergometers kann durch folgende


Kriterien verifiziert werden:
• Die Anzeige der Programm-Nummer erfolgt permanent (kein Blinken)
• In der Anzeige INFO wird der Programmtyp dargestellt
• Die Zeitanzeige läuft rückwärts (Sekundentakt)

Im folgenden Beispiel wird als Programm Nr. 8 ein Puls-Steady-State-Programm bei


einer Herzfrequenz von 120 Schlägen/min ausgeführt.

Version 2.3 - 29.07.2013


16 Trainingsprogramme

Als Voraussetzung für den Einsatz von PSST-Programmen ist eine Messung des Pulses
(EKG, SPO2 oder Polargürtel) erforderlich.

8.3.2 Unterbrechung des Training-Programmes

Durch Betätigen der Taste

START
PAUSE

wird ein ausführendes Programm unterbrochen. Das Ergometer wird in den sicheren
Zustand überführt:
• Die aktuelle Last wird mit einen negativen Gradienten von –22 W/s auf den
Wert „0“ abgeregelt
• Die Zeitangabe stoppt
• In der Anzeige INFO erscheint das Wort „Pause“
• Die Programmnummer wird angezeigt

Im folgenden Beispiel wurde das laufende Programm Nr. 8 unterbrochen.

Fortsetzung des Programmes


Durch Betätigen der Taste

START
PAUSE

kann ein, einmal unterbrochenes Programm, fortgesetzt werden.


• Die Last wird mit einem Gradienten von 22 W/s auf den ursprünglichen
Wert hochgeregelt
• Die Zeitanzeige dekrementiert im Sekundentakt

Version 2.3 - 29.07.2013


17

Im folgenden Beispiel wird als Programm Nr. 8 ein


Puls-Steady-State-Programm fortgesetzt.

8.3.3 Abbruch des Programmes

Durch Betätigen der Taste

STOP

kann ein gestartetes Programm abgebrochen werden. Das System wechselt in den
Zustand „Programm-Auswahl“ zurück.
• Die Last wird mit dem negativen Gradienten – 22 W/sec auf den Wert null
abgeregelt

Bei Abbruch des Programms kehrt das Ergometer in die Programm-Auswahl zurück.
Die Anzeige der Programm-Nummer blinkt wieder, oder leuchtet blau (LCD).

8.4 Definition der Programm-Parameter

8.4.1 Start der Programmierung

Durch Betätigen der Taste

PROG

wechselt das System aus dem Zustand „Programm-Auswahl“ in den Zustand „Programm-
Definition“.

Version 2.3 - 29.07.2013


18 Trainingsprogramme

Die blinkende Anzeige PROG zeigt die aktuell ausgewählte Programmnummer an. Die
Anzeige des Programmtyps wird im INFO-Feld angezeigt.
Im folgenden Beispiel ist als Programm Nr. 8 ein Puls-Steady-State-Programm
gespeichert.

8.4.2 Programmierung von Puls-Steady-State-Programmen

Das Funktionsprinzip von Puls-Steady-State-Programmen besteht darin, die Leistung


des Ergometers so zu regeln, dass sich beim Patienten die, am Ergometer, gewählte
Pulsfrequenz einstellt. Bei eingestellter Belastungsgrenze steigert das Ergometer
die Belastung durch ein schonendes Rampenprogramm in 1 W-Schritten mit einer
Anstiegsgeschwindigkeit von 30 W/min bis die vorgegebene Pulsfrequenz erreicht
ist. Anschließend wird über den gesamten Trainingszeitraum durch eine automatische
Belastungsänderung die Pulsfrequenz auf ± 3 Herzschläge/min konstant gehalten.

Als Vorraussetzung für den Einsatz von PSST-Programmen ist eine Messung des Pulses
(EKG, SPO2 oder Polargürtel) erforderlich.

Version 2.3 - 29.07.2013


19

Puls-Steady-State-Programm
Folgendes Diagramm zeigt die wesentlichen Eigenschaften von Puls-Steady-State-
Programmen (PSST).

Puls-Steady-State-Programm

+ 3/min
Pulsfrequenz [1/min]

SOLL

- 3/min

e c _ p s s t0 1 .c d r Zeit [sec]
1 7 . J u li 2 0 0 2

Die Belastung des Patienten wird so geregelt, dass sich ein konstanter Puls einstellt.

Abhängig von den getroffenen Einstellungen wird der Puls über das EKG, SPO2 oder
POLAR ermittelt.

Version 2.3 - 29.07.2013


20 Trainingsprogramme

8.4.3 Ablauf der Programmierung

Zunächst wird das Programm festgelegt, durch


PROG-Sel
Auswahl der entsprechenden Programmnummer

Key: PROG

Als Programmtyp ist „PSST“ für „Puls-Steady-


Key: STOP
PROG
State-Programme“ zu wählen
TYPE-Sel

Key:
START/
PAUSE

Als Warm-Up ist die Start-Leistung für


Key: STOP
POWER-
diesen Patienten festzulegen
Sel P0

Key:
START/
PAUSE

Es erfolgt dann die Einstellung der gewünschten


Key: STOP PULSE-Sel Pulsfrequenz

Key:
START/
PAUSE

Zuletzt ist die Dauer des Trainings festzulegen


Key: STOP
Duration-
Sel

Key:
START/
PAUSE

Version 2.3 - 29.07.2013


21

8.4.4 Anzeige PSST-Programmierung

Folgendes Bild zeigt die Belegung des Anzeigebereiches bei der Eingabe von PSST-
Programmen.
Im diesem Fall beträgt die Warm-Up-Leistung: 95 W, die Gesamtzeit: 50 min, die
momentane Herzfrequenz: 95 1/min und die Soll-Herzfrequenz: 120 1/min.

Version 2.3 - 29.07.2013


22
Trainingsprogramme

8.4.5 Selektion des Programmtypes

Voraussetzung zur Auswahl des Programmtypes ist, dass das Anzeigenfeld INFO blinkt,
oder im Hauptbildschirm angezeigt wird (LCD).

Durch Betätigen der Taste

oder

wählen Sie den nächsten Programmtyp bzw. den vorherigen Programmtyp.


Sie haben den Programmtyp „Puls-Steady-State“ gewählt, wenn im Anzeigenfeld INFO
das Kürzel PSST dargestellt ist, oder im Hauptbildschirm angezeigt wird (LCD).

Durch Betätigen der Taste

START
PAUSE

wird der aktuelle Wert übernommen und zur Eingabe der Start-Leistung weitergeschal-
tet.
Durch Betätigen der Taste

STOP

wird die Programmierung beendet.

8.4.6 Programmierung der Start-Leistung

Jedes Puls-Steady-State-Programm beginnt mit einer zweiminütigen Aufwärmphase mit


der Startleistung P0.
Voraussetzung zur Eingabe der Start-Leistung ist, dass das Anzeigenfeld LEISTUNG
blinkt (LED)

Version 2.3 - 29.07.2013


23

Durch Betätigen der Taste

oder

erhöhen Sie die Leistung bzw. vermindern Sie die Leistung.


Durch Betätigen der Taste

START
PAUSE

wird der aktuelle Wert übernommen und zur Eingabe der Start-Leistung weitergeschal-
tet.
Durch Betätigen der Taste

STOP

wird die Programmierung beendet.

8.4.7 Programmierung des Pulses

Voraussetzung zur Eingabe der Soll-Pulsfrequenz ist, dass das Anzeigenfeld PULS blinkt,
oder gelb leuchtet (LCD).

Durch Betätigen der Taste

oder

erhöhen Sie die Soll-Pulsfrequenz bzw. vermindern Sie die Soll-Pulsfrequenz.


Durch Betätigen der Taste

START
PAUSE

wird der aktuelle Wert übernommen und zur Eingabe der Trainingszeit weitergeschaltet.

Version 2.3 - 29.07.2013


24 Trainingsprogramme

Durch Betätigen der Taste

STOP

wird der eingestellte Wert übernommen und die Programmierung beendet.

8.4.8 Programmierung der Trainingszeit

Voraussetzung zur Eingabe der Schrittzeit ist, dass das Anzeigenfeld ZEIT blinkt (LED),
oder gelb leuchtet (LCD).

Durch Betätigen der Taste

oder

erhöhen Sie die Zeit bzw. vermindern Sie die Zeit.


Durch Betätigen der Taste

START
PAUSE

wird der aktuelle Wert übernommen und zur Eingabe des Programmtypes weiterge-
schaltet.
Durch Betätigen der Taste

STOP

wird die Programmierung beendet und der eingestellte Wert übernommen.

Die Eingabe der Zeit erfolgt in 10s-Schritten.

Version 2.3 - 29.07.2013


25

8.5 Programmierung von STEP-Programmen

8.5.1 Allgemeines

Das Funktionsprinzip von STEP-Programmen besteht darin, das gesamte Belastungsprofil


in einzelne Bereiche zu unterteilen und diese Bereiche abschnittsweise (schrittweise)
zu programmieren. Jeder Schritt wird dabei bestimmt durch eine Last (Leistung), die
über einen bestimmten Zeitraum (Zeit) ausgeübt wird. Belastungen werden durch eine
definierte Rampe von ± 5W/s verändert. Das Belastungsprofil kann aus bis zu 31
Abschnitten (STEPS) bestehen.
Die nachfolgenden Grafiken zeigen typische Verläufe von STEP-Programmen:
• Das klassische Intervall-Training und ein Stufenprofil mit permanenter
Belastung

Das Intervall-Training beinhaltet Pausen zwischen den einzelnen


Belastungssequenzen.

Intervall-Training
Leistung [W]

S te p 1 S te p 2 S te p 3 S te p 4 S te p 5

e c _ in t v a l 0 1 . c d r Zeit [sec]
1 7 . J u li 2 0 0 2

Version 2.3 - 29.07.2013


26 Trainingsprogramme

Das Stufen-Training zeichnet sich durch kontinuierliche Belastung unterschiedlicher Inten-


sität aus. Auch kombinierte Programme oder besondere Trainingsprofile sind möglich.
Stufen-Training
Leistung [W]

S te p 1 S te p 2 S te p 3 S te p 4 S te p 5

e c _ s tu fe n 0 1 .c d r Zeit [sec]
1 7 . J u li 2 0 0 2

Version 2.3 - 29.07.2013


27

Ablauf der Programmierung


Auswahl der entsprechenden Programmnummer
PROG-Sel

Key: PROG

PROG Als Programmtyp ist „STEP“ für Schritt-


Key: STOP
TYPE-Sel Programme zu wählen

Key:
START/
PAUSE

Als nächstes ist der Programmschritt durch


Key: STOP STEP Wahl der Schrittnummer zu selektieren

Key:
START/
PAUSE

POWER- Für diesen Programmschritt ist die


Key: STOP
Sel Leistung festzulegen

Key:
START/
PAUSE

Duration- Für diesen Programmschritt ist die Dauer


Key: STOP
Sel festzulegen

Key:
START/
PAUSE

Version 2.3 - 29.07.2013


28 Trainingsprogramme

8.5.2 Anzeige STEP-Programme

Folgendes Bild zeigt die Belegung des Anzeigebereiches bei der Eingabe von STEP-
Programmen.
In diesem Fall beträgt die max. Leistung im Profil: 95 W, die Gesamtzeit: 50 min und
das aktive Programm 8 beinhaltet 8 STEPs.

8.5.3 Anzeige STEP-Profil LCD

Folgendes Bild zeigt die Belegung des Anzeigebereiches bei der Eingabe von STEP-
Programmen.
In diesem Fall beträgt die max. Leistung im Profil: 60 W, die Gesamtzeit: 5:48 min und
das aktive Programm 1 beinhaltet 3 STEPs.

Version 2.3 - 29.07.2013


29

8.5.4 Selektion des Programmtypes

Voraussetzung zur Auswahl des Programmtyps ist, dass das Anzeigenfeld INFO blinkt
(LED), oder das Anzeigefeld gelb umrandet ist (LCD).

Durch Betätigen der Taste

oder

wählen Sie den nächsten Programmtyp bzw. den vorherigen Programmtyp.


Sie haben den Programmtyp STEP gewählt, wenn in der Anzeige INFO das Kürzel STEP
dargestellt ist (LED), oder das Anzeigefeld gelb umrandet ist (LCD).

Die Ziffer beschreibt die Anzahl der programmierten Schritte (8).

Durch Betätigen der Taste

START
PAUSE

wird der aktuelle Wert übernommen und zur Eingabe des Pulses weitergeschaltet.
Durch Betätigen der Taste

STOP

wird die Programmierung beendet und der eingestellte Wert übernommen.

Version 2.3 - 29.07.2013


30 Trainingsprogramme

8.5.5 Selektion des Programmschrittes

Voraussetzung zur Wahl des Programmschrittes ist, dass die letzte Ziffer in der Anzeige
INFO blinkt (LED), oder das Anzeigefeld gelb umrandet ist (LCD).

Durch Betätigen der Taste

oder

erhöhen bzw. verringern Sie die Nummer des Programmschrittes.

Durch Betätigen der Taste

START
PAUSE

wird der aktuelle Wert übernommen und zur Eingabe der Schrittnummer weitergeschal-
tet.
Durch Betätigen der Taste

STOP

wird die Programmierung beendet und der eingestellte Wert übernommen.

8.5.6 Programmierung der Leistung

Voraussetzung zur Eingabe der Leistung ist, dass die Anzeige LEISTUNG blinkt (LED),
oder das Anzeigefeld 95W gelb leuchtet (LCD).

Version 2.3 - 29.07.2013


31

Durch Betätigen der Taste

oder

erhöhen Sie die Leistung bzw. vermindern Sie die Leistung.


Durch Betätigen der Taste

START
PAUSE

wird der aktuelle Wert übernommen und zur Eingabe der Leistung weitergeschaltet.
Durch Betätigen der Taste

STOP

wird die Programmierung beendet und der eingestellte Wert übernommen.

8.5.7 Programmierung der Schrittzeit

Voraussetzung zur Eingabe der Schrittzeit ist, dass das Anzeigenfeld ZEIT blinkt (LED),
oder das Anzeigenfeld 50min gelb leuchtet (LCD).

Durch Betätigen der Taste

oder

erhöhen Sie die Zeit bzw. vermindern Sie die Zeit.


Durch Betätigen der Taste

START
PAUSE

wird der aktuelle Wert übernommen und zur Eingabe der Schrittzeit weitergeschaltet.

Version 2.3 - 29.07.2013


32 Konfi guration

9.1 Wahl der Einstellungen


Die Wahl verschiedener Betriebseinstellungen erfolgt in der Betriebsart „Konfiguration“.
Diese wird gewählt durch Betätigen der Taste

MODE

Diese Bedienfunktion ist erkennbar am Wort „Control“ im INFO-Feld (LED), oder durch
den weiß umrandeten Einstellungsbereich untem rechts im Display variiert (LCD).

9.2 Verlassen des Konfigurationsmenüs


Durch Betätigen der Taste

STOP

kehrt das System in das Hauptmenü (IDLE) zurück.

Version 2.3 - 29.07.2013


Elektrische Sitzhöhenverstellung 33

10.1 Option Elektrische Sitzhöhenverstellung


Die Einstellung der Sattelhöhe kann jederzeit vorgenommen werden.

In der Grundeinstellung nach Einschalten des Ergometers kann über die Tasten

oder

die Sattelposition um 0.2 cm je Tastendruck erhöht bzw. verringert werden.

Die Grenzwerte für die Sattelhöhe sind min. 0,0 cm bis max. 30,0 cm

Die Sattelposition wird in dem INFO-Feld angezeigt und bleibt für 5 Sekunden in der
Anzeige aktiv, wenn sie nicht weiter verändert wird.

Im folgenden Beispiel beträgt die Sattelposition 5 cm.

Ist die Betriebsart „manueller Mode“ gewählt, muss zuerst die Taste

MODE

gedrückt werden, um in die Einstellung der Sattelhöhe zu gelangen.

Version 2.3 - 29.07.2013


34 Blutdruckmessung

11.1 Starten der Option Blutdruckmessung


Die manuelle Messung des Blutdruckes kann zu jedem Zeitpunkt erfolgen.
Durch Betätigen der Taste

wird das Blutdruckmesssystem aktiviert.

Beachten Sie, dass zur Messung die Manschette entsprechend der Bedienungsanleitung
der Manschette angelegt sein muss.

11.2 Anzeigen des aktuellen Manschettendruckes


Während des Messvorganges wird der aktuelle Druck in der Manschette im Anzeigenfeld
INFO angezeigt (LED), oder im oberen Bereich des Bordcomputers gelbleuchtend
angezeigt (LCD).

Die Anzeige ist erkennbar am Kürzel bPS gefolgt vom Wert des Manschettendruckes in
mmHg.

11.3 Anzeigen der Messwerte


Nach Ausführung der Blutdruckmessung werden die einzelnen Messwerte im Anzeigenfeld
INFO repetierend angezeigt (LED), oder im oberen Bereich des Bordcomputers angezeigt
(LCD).
Systole: Diastole:

Herzfrequenz (HR - Heart Rate):

Der Anzeigezyklus wird dreimal wiederholt (LED).


Version 2.3 - 29.07.2013
35

11.4 Abbruch der Blutdruckmessung


Durch Betätigen der Taste

wird eine evtl. gestartete Blutdruckmessung abgebrochen. Die Manschette ist nach
spätestens 10 s drucklos.

11.5 Anzeige von Fehlern oder Grenzwertüberschreitung


Die Grenzwerte sind speziell im Fehler 904 angegeben.

Version 2.3 - 29.07.2013


36 EKG

12.1 Allgemeines zur Option EKG


Das Ergometer verfügt optional über ein 1-Kanal-EKG mit 3-Elektroden-Ableitung.
Art und Umfang der Verwendung dieses Moduls ist abhängig von der Betriebsart des
Ergometers:
• Stand-alone-Betrieb
» In dieser Betriebsart wird das integrierte EKG-Modul
zur Bestimmung der Herzfrequenz eingesetzt.
• Remote-Betrieb
» In dieser Betriebsart stehen folgende Funktionen zur Verfügung:
» EKG-Monitoring in Verbindung mit dem angeschlossenen PC
» externe Bestimmung der Herzfrequenz und Rückübertragung des
Messwertes zur Anzeige

Die Ableitung der EKG-Signale kann durch Klebeelektroden oder durch Saugelektroden
erfolgen.

Die optionale Sauganlage ist im Ergometer integriert.

12.2 Normen-Konformität
Es gelten die aufgeführten allgemeinen Festlegungen für Sicherheit von medizinisch
elektrischen Geräten. Darüber hinaus erfüllt das integrierte EKG-Modul die Anforderungen
der nachfolgend aufgeführten EKG-spezifischen Normen:

• DIN EN 60601ff: Medizinische elektrische Systeme/


Allgemeine Festlegungen für die Sicherheit
• DIN EN 60601-1-2: 12/2007; Medizinische elektrische Geräte Teil 1-2: Allgemeine
Festlegungen für die Sicherheit; Ergänzungsnorm: Elektromagnetische Verträglichkeit
• DIN EN 60601-1-4: 04/2001; Medizinische elektrische Geräte Teil
1-4: Allgemeine Festlegungen für die Sicherheit; Ergänzungsnorm:
Programmierbare elektrische medizinische Systeme
• DIN EN 60601-2-25: 04/2001; Medizinische elektrische Geräte Teil 2-25:
Besondere Festlegungen für die Sicherheit von Elektrokardiographen
• DIN EN 60601-2-27: 08/2006; Medizinische elektrische Geräte Teil 2-27: Besondere
Festlegungen für die Sicherheit von Elektrokardiographie-Überwachungsgeräten
• DIN EN 60601-2-47: 11/2002; Medizinische elektrische Geräte Teil 2-47: Besondere
Festlegungen für die Sicherheit von ambulanten elektrokardiographischen Systemen
• DIN EN 60601-2-51: 02/2004; Medizinische elektrische Geräte
Teil 2-51: Besondere Festlegungen für die Sicherheit von
aufzeichnenden und interpretierenden Elektrokardiographen
Version 2.3 - 29.07.2013
37

12.3 EKG-Patientenleitung
Das folgende Bild zeigt die Platzierung der Elektroden am Körper:
• rote Elektrode rechts
• schwarze Elektrode mittig
• gelbe Elektrode links

Die farbliche Kennzeichnung der Elektroden ist für Klebelektroden und für Saugelektroden
identisch.

12.4 EKG-Anzeige LCD


Durch Betätigen der Taste

MODE

wird die EKG-Grafik auf dem Display des Ergometers dargestellt.


Durch Betätigen der Taste

oder

erhöhen Sie bzw. vermindern Sie die Amplitude des EKG um eine Stufe. Die Stufen
reichen von 2 - 10mV.

Version 2.3 - 29.07.2013


38 EKG

12.5 Klebeelektroden

12.5.1 Anschließen der Elektroden

Die Klebeelektroden sind mittels eines EKG-Kabels mit dem Ergometer verbunden.

Das Verbindungskabel ist Teil des mitgelieferten Zubehörs.

12.5.2 Auswahl des Elektrodenkabels

Die Qualität des EKG-Signals wird von der Qualität des Verbindungskabels in besonderer
Weise beeinflusst.

Verwenden Sie im Falle von Ersatzbeschaffungen ausschließlich Originalersatzteile, die


beim Hersteller oder autorisierten Fachhandel erhältlich sind.

12.5.3 Herstellen der Verbindung

Das Kabel verfügt über eine 5-polige Anschlussbuchse – die Orientierung ist an einer
Einkerbung am Gehäuse erkennbar.
Das Gegenstück (Stifte) befindet sich am Ergometerkopf mit einer entsprechenden
Ausformung zur Orientierung.

Stecken Sie das Kabel entsprechend ein – vermeiden Sie unbedingt die
Anwendung von größeren Kräften. Dies führt zur Zerstörung des
Steckverbinders.

Zur Zugentlastung verfügt das Kabel über eine Überwurfmutter mit entsprechenden
Einkerbungen/Ausformungen zur Orientierung. Stecken Sie diese ebenfalls ein und
drehen Sie die Mutter ohne Gewaltanwendung im Uhrzeigersinn bis ein entsprechender
Anschlag spürbar ist.

12.5.4 Lösen der Verbindung

Zum Lösen der Verbindung drehen Sie zunächst die Überwurfmutter im Gegenuhrzeigersinn
bis Sie einen Anschlag spüren. Ziehen Sie dann den Stecker nach unten ab.

Version 2.3 - 29.07.2013


39

12.5.5 Auswahl der Elektroden

Das EKG-Kabel ist patientenseitig mit handelsüblichen Druckknöpfen ausgestattet. Auf


dem Markt sind eine Vielzahl von Klebeelektroden-Typen verschiedener Hersteller ver-
fügbar.
Diese unterscheiden sich nach:
• Größe
• Materialbeschaffenheit (Hautverträglichkeit)
• Dauer der Anwendung (Einmal- oder Langzeitelektroden)
• etc.

Es bleibt der Erfahrung des Arztes überlassen, welcher Typ für den jeweiligen Patienten
geeignet ist.

12.5.6 Anlegen der Elektroden

Die Elektroden sind gemäß Kapitel „11.3 EKG-Patientenleitung“ auf Seite 37 am


Patienten anzubringen.

Version 2.3 - 29.07.2013


40 EKG

12.6 Integrierte Sauganlage

12.6.1 Anschließen der Elektroden

Die Saugelektroden sind mit drei Zuleitungen mit dem Ergometer verbunden. Diese
beinhalten jeweils das Kabel für die Übertragung der elektrischen Signale sowie einen
Schlauch zur Herstellung des für die Anhaftung erforderlichen Unterdrucks in den
Elektroden.

12.6.2 Ansicht der Rückseite des Ergometerkopfes

Das folgende Bild stellt die Anschlusseinheit des Ergometerkopfes dar:

R N L

Unterhalb der Anschlussbuchsen befindet sich das Anschlussschema.

Verwenden Sie im Falle von Ersatzbeschaffungen ausschließlich Originalersatzteile, die


beim Hersteller oder autorisierten Fachhandel erhältlich sind.
Die Verbindungsleitungen sind getrennt für jede Ableitung ausgeführt.

Version 2.3 - 29.07.2013


41

12.6.3 Herstellen der Verbindung

Die Patientenleitung beinhaltet die elektrische Verbindung für die Übertragung der
EKG-Signale sowie die pneumatische Verbindung für den erforderlichen Unterdruck zur
Anhaftung der Elektroden.
Zum Anschließen der Patientenleitungen sind folgende Schritte notwendig:
• Einstecken der Leitungen in den Ergometerkopf.

» Die Patientenleitungen sind gemäß der Darstellung an der Stirnseite des


Ergometerkopfes einzustecken.

• Die Verbindung wird durch Einführen des Steckers in die entsprechende


Buchse hergestellt.

Hierbei ist auf die korrekte Farbzuordnung unbedingt zu achten.

Ein Kunststoffblock trennt die unterschiedlichen Medien. Zur Herstellung der Luftdichtheit
verfügt der Kunstoffblock über integrierte Dichtungen. Insbesondere im Neuzustand
kann der Einsteckvorgang aufgrund des Gummi-Dichtrings einen größeren Kraftaufwand
erfordern.

12.6.4 Lösen der Verbindung

Durch Herausziehen des Steckverbinders kann die Verbindung wieder gelöst werden.

12.6.5 Auswahl der Elektroden

Ersatzteile der Fa. Strässle

12.6.6 Anlegen der Elektroden

Die Elektroden sind ,gemäß in Kap. 10.3 dargestellt, am Patienten anzubringen.


Zuerst wird Elektrodenspray punktweise aufgebracht. Das Anlegen der Elektroden
erfolgt durch kurzes Antippen auf die Codierscheiben.

Version 2.3 - 29.07.2013


42 EKG
Damit wird der Unterdruck an der Elektrode freigeschaltet. Beim Anlegen sollte darauf
geachtet werden, dass die Elektroden ohne Zug verlegt sind, um eine möglichst
artefaktfreie Ableitung zu gewährleisten.

12.6.7 Steuerung der Sauganlage

Die Einstellung der Saugleistung kann zu jedem Zeitpunkt erfolgen.

Durch Betätigen der Taste

wird die Bedienfunktion „Steuerung Sauganlage“ aufgerufen. Die Bedienfunktion


ist erkennbar am Wort -P im INFO-Feld gefolgt von einer Ziffer, welche die aktuelle
Saugleistung auf einer Skala von 0 bis 5 darstellt. Die Ziffer 1 bezeichnet die schwächste
– die Ziffer 5 die stärkste Einstellung (LED), oder die schrittweise horizontale Anreihung
blau hinterlegt und in der Höhe variierender Balken (LCD). Es wird beim Aufruf dieser
Funktion die zuletzt gewählte Stufe der Saugleistung angezeigt. Im folgenden Beispiel
ist es die mittlere Stufe (Stufe 3).

• Es wird zuerst die zuletzt eingestellte Saugleistung wieder eingestellt


• Bei Einstellung der Saugintensität -P0 ist die Sauganlage ausgeschaltet
• Erfolgt innerhalb von 10 s keine Eingabe kehrt das System in die vorherige
Bedienebene zurück

12.6.8 Wahl der Saugleistung

Voraussetzung zur Einstellung der Saugleistung ist der Aufruf der entsprechenden Funk-
tion. Diese ist durch die entsprechende Anzeige gekennzeichnet.

Version 2.3 - 29.07.2013


43

Durch Betätigen der Taste

oder

erhöhen Sie bzw. vermindern Sie die Saugleistung um eine Stufe.

Die Eingabe des Wertes -P0 bedeutet „aus“ - (Verwendung von Klebe-Elektroden).

Druckzuordnung
Stufe 1 für glatte Haut
Stufe 2 für leicht behaarte Haut
Stufe 3 für mittel behaarte Haut
Stufe 4-5 für stark behaarte Haut
Je niedriger die Druckstufe ausgewählt wird, desto besser ist die Hautverträglichkeit.

12.6.9 Verlassen der Steuerung der Sauganlage

Durch Betätigen der Taste

kehrt das System in die vorherige Betriebsfunktion zurück. Die eingestellte Saugleistung
wird übernommen.

12.6.10 Automatische Unterbrechung des Betriebes

Nach mindestens 30 min Pause (Drehzahl null) im Betrieb des Ergometers wird die
Sauganlage ausgeschaltet. Die letzte Einstellung der Saugleistung wird gespeichert.
Bei Wiederaufnahme des Betriebes des Ergometers wird die Sauganlage mit der zuletzt
eingestellten Saugleistung wieder gestartet.

12.7 Defibrillationsschutz
Das integrierte 1-Kanal EKG-System ist mit einem Schutz gegen die Auswirkungen einer
Defibrillation nach DIN EN 60601-2-25 ausgerüstet und genügt den entsprechenden
Bestimmungen. Im akuten Notfall wird der erstversorgende Arzt sein Mehrkanal-EKG-
Gerät verwenden. Um Wechselwirkungen zwischen den beiden EKG-Systemen sicher
auszuschließen, wird die Trennung des, im Ergometer integrierten, EKG-Systems vom
Patienten dringend empfohlen.
Version 2.3 - 29.07.2013
44 Pulsgurt

13.1 Option Pulsgurt


Die Option Pulsgurt dient zur Erfassung der Herzfrequenz. Der Pulsgurt-Empfänger ist in
jeder Betriebsart aktiv und in den Kopf des Ergometers integriert. Sobald sich ein Patient
mit einem codierten Pulsgurt im Empfangsbereich befindet, wird die Herzfrequenz im
Display angezeigt.

10 m

Version 2.3 - 29.07.2013


SpO2 45

14.1 Option SpO2 – Sättigungsmessung


Der Optionale SpO2 Sensor wird im Kopf des Ergometers eingebaut. Der Fingerclip wird
an dem Interface J15 angeschlossen. Dieses befindet sich auf der Unterseite des Kopfs
(siehe Bild unten).

Durch Drücken der Taste

MODE

kann der gemessene Wert des Sensors angezeigt werden.


Im folgenden Beispiel beträgt der Wert 90 %.

Version 2.3 - 29.07.2013


46 Chipkarten-Lesegerät

15.1 Option Chipkarten-Lesegerät


Optional kann das Ergometer mit einem Lesegerät gemäß ISO 7810 (Scheckkartenformat)
mit einer Kapazität von 256 Kbit ausgestattet werden. Auf dieser Karte sind ausschließlich
Daten gespeichert, die der Identifikation des Patienten dienen. Medizinische oder
andere personenbezogene Daten sind auf dieser Karte nicht gespeichert. Der
Kartenleser kommuniziert ausschließlich mit dem angeschlossenen Computersystem.
Die Funktionsabläufe im Ergometer werden durch die Karte nicht direkt beeinflusst. Das
Einstecken bzw. Entnehmen der Karten kann in jeder Betriebsart erfolgen.

Einstecken der Chipkarte:


Das Lesegerät für die Patientenkarte ist im Ergometerkopf integriert. Die Patientenkarte
wird durch den seitlich angeordneten Schlitz, mit der Beschriftung nach oben, in das
Lesegerät eingesteckt.
Im Folgenden wird die Anordnung des Lesegerätes, die Orientierung der Karte und die
Durchführung des Einsteckens bzw. des Entfernens der Karte verdeutlicht.

Die Karte wird ca. zu 2/3 ihrer Länge in das Gerät eingesteckt. Wenn ein Anschlag
spürbar ist, ist die Karte eingesteckt.

Ein besonderer Kraftaufwand ist nicht erforderlich. Jegliche Gewaltanwendung führt zur
Zerstörung der Karte und des Lesegerätes.

Version 2.3 - 29.07.2013


Status/Meldungen 47

16.1 Anzeige von Meldungen


Das Ergometer verfügt über ein aufwändiges System zur Selbstdiagnose und
Überwachung laufender Funktionen. Insbesondere Sensordaten und Eingaben durch
den Bediener werden, so weit möglich, auf zulässige Grenzwerte und Plausibilität hin
überprüft. Erkannte Fehler bzw. unzulässige Betriebszustände werden im INFO-Feld des
Ergometerkopfes angezeigt.
Im folgenden Beispiel zeigt die Anzeige eine Status- bzw. Fehlermeldung.
Die Meldung beginnt mit dem Text „Err“ (Error, Fehler) gefolgt von einer dreistelligen Zahl
(hier Fehler-Nr. 905). Diese Zahl beschreibt eindeutig den Grund des Funktionsabbruches.

Die Anzeige von Meldungen erfolgt automatisch, wenn die Durchführung einer Funktion
nicht fortgesetzt werden kann. Während der Anzeige ertönt ein akustisches Warnsignal.

Nach Ablauf von ca. 5 s erlischt die Anzeige und das akustische Warnsignal wird beendet.

Version 2.3 - 29.07.2013


48 Status/Meldungen

16.2 Meldungen des Blutdruckmess-Systems


Fehler-Nr. Beschreibung Hinweise zur Beseitigung
900 Sammelfehlermeldung verschiedene Ursachen (Sichtkontrolle)
Herzfrequenz< 35 1/min
absolute Grenzwert-
Systole < 70 mmHg
904 überschreitung der
Diastole < 40 mmHg
Blutdruck-Messwerte
Systole –Diastole < 15 mmHg
Druckablassrate Manschette undicht (defekt)
905
außerhalb der Toleranz Ventile undicht
906 gestörte Messung zu viele Bewegungsartefakte
Nullpunkt-Abweichung
910 System beim Einschalten nicht drucklos
zu groß
Manschettenschlauch geknickt,
916 Druckanstieg zu schnell
Manschette defekt bzw. nicht eingesteckt
Manschette undicht (defekt)
917 Druckanstieg zu langsam
Ventile undicht
keine Diastolenpulse Manschette falsch angelegt bzw.
918
bis 150 mmHg zu schwache Oszillationen
919 Druckablassrate zu gering Regelventil defekt
zu wenig Oszillationen Manschette falsch angelegt bzw.
920
erkannt zu schwache Oszillationen
Manschette undicht (defekt)
Manschette falsch angelegt
921 Aufpumpzeit zu lange
Pumpe zu schwach
Ventile undicht (defekt)
929 zu wenig Oszillationen nach Manschette falsch angelegt bzw.
930 Artefaktausblendung zu schwache Oszillationen
936 Sensorfehler Druckmessung Service/Reparatur erforderlich
max. Manschettendruck Messung wiederholen
937
überschritten

16.3 Meldungen des Gesamtsystems


Fehler-Nr. Beschreibung Hinweise zur Beseitigung
Dehnungsmessstreifen
101 Wirbelstrombremse Service/Reparatur erforderlich
außerhalb Arbeitsbereich

Version 2.3 - 29.07.2013


Sicherheitshinweise 49

17.1 Vorbemerkung
Um den sicheren Betrieb des Ergometers zu gewährleisten, sind die Anweisungen dieses
Dokumentes unbedingt einzuhalten.

17.2 Befestigung des Lenkers


Durch Lösen des Klemmhebels an der Lenkstange lässt sich der Lenkerbügel in eine
Position bringen, die für den Patienten angenehm ist. Dazu den Klemmhebel leicht lösen
und den gewünschten Winkel einstellen. Bei gefundener Einstellung den Klemmhebel
fest anziehen.

Wenn die Klemmschraube handfest (ca. 15 Nm) angezogen ist, ist der notwendige
Kraftschluss hergestellt. Fehlt dieser Kraftschluss, kann es im Betrieb des Ergometers
zu Stürzen kommen. Verletzungen können nicht ausgeschlossen werden. Es empfiehlt
sich immer vor Abstützung oder Nutzung den festen Halt des Lenkerbügels in sicherem
Stand zu testen. Der Haltewinkel ist für eine Belastung mit dem vollen Körpergewicht
des Patienten nicht ausgelegt. Das Bedienpersonal muss den Patienten ggf. hierauf
hinweisen.

Aufgrund normativer Anforderungen (vgl. DIN VDE 0750 Teil 238) muss der Haltewinkel
einem Drehmoment von 50 Nm standhalten. Unter Berücksichtigung der Hebellängen
entspricht dies einer Belastung von 200N (ca. 20 kg). Im bestimmungsgemäßen
Gebrauch wird diese Belastung nicht erreicht.

17.3 Patientengewicht
Die kippsichere Anwendung ist für Patienten mit einem Gewicht von bis 160 kg möglich.
Dabei ist zu beachten, dass der Patient keine übermäßigen Schwankbewegungen
durchführt.

17.4 Sauganlage
Die benutzten Saugleitungen sollten bei Verdacht auf Kontaminierung unverzüglich dem
Chem. - thermischen Desinfektionswaschverfahren zugeführt werden. Zu verwenden ist
das Gerät EXTRA-TOOLS. Bei der Verwendung von dem Gerät EXTRA-TOOLS werden
die Saugleitungen nach einem validierten Prozess einer Außen- und Innenreinigung
bzw. Desinfektion unterzogen (beim Hersteller zu erfragen).
• Die Bedienung darf nur von eingewiesenem geschultem Fachpersonal
vorgenommen werden und ist zu dokumentieren.

Version 2.3 - 29.07.2013


50 Sicherheitshinweise

• Vor Inbetriebnahme und jeglicher Bedienung der Anlage ist das


System einer Sicht- und Funktionskontrolle zu unterziehen.
• Die Anlage darf nur in vollständigem unbeschädigtem und
funktionsfähigem Zustand betrieben werden.
• Durch Montagefehler, unsachgemäß durchgeführter Reparatur,
unzulässige Umbauten und bei Verwendung von
• Fremdprodukten kann es zu Funktionsstörungen kommen. Es dürfen
nur Original-Ersatzteile so wie Original -Zubehör verwendet werden.
• Bei Vorliegen einer sichtbaren Beschädigung muss das System
von geschultem Fachpersonal überprüft werden.
• Dieses Gerät darf ohne Erlaubnis des Herstellers nicht verändert werden.
• Elektroden dürfen nicht mit oxidierenden Säuren oder
Cyanid-Lösungen in Kontakt gebracht werden.
• Die Vorgabe der Unterdruckstufen unter Punkt XX sind einzuhalten. Zu hoch
ausgewählte Druckstufen können zur Blasenbildung auf der Haut führen.
• Zur Schonung der Haut, insbesondere empfindlicher Patienten,
sind Wiederholungsmessungen mit absolut gleicher Platzierung
der Elektroden ohne angemessenen Erholungszeitraum, 48h
oder nach ärztlichem Ermessen, zu vermeiden.

Version 2.3 - 29.07.2013


Schnittstellen 51

18.1 Schnittstellenbeschreibung
Die Anschlüsse zur Stromversorgung und zur Integration in Computer-Systeme befinden
sich unten an der Rückseite des Ergometers.
Folgendes Bild zeigt die integrierten Anschlüsse:
• J1 Stromversorgung inkl. Netzschalter und Sicherung
• J3 SUB-D-Stecker (9 Pin Buchse, RS232)
• J5 Ethernet-Port (RJ45) (optional)
• J6 USB-Buchse (Typ B)

J1

J5 J3 J6

18.2 Stromversorgung
Der Anschluss an die Stromversorgung erfolgt mittels des Kaltgeräteanschlusses:

Funktion Spezifikation Bemerkungen


85 V ... 264 V AC
Eingangsspannung AC
4 7 Hz ... 440 Hz
Sicherung 2 x 1,6 A träge
Leistung max. 65 W

Durch Betätigen des Netzschalters wird das Gerät eingeschaltet. Der eingeschaltete Zu-
stand ist an den leuchtenden Anzeigen des Ergometerkopfes zu erkennen.

Vor dem Wechseln der Sicherung Netzstecker unbedingt ziehen.


Es dürfen nur Sicherungen des oben gelisteten Typs verwendet werden.

Version 2.3 - 29.07.2013


52 Schnittstellen

18.3 Remote-Schnittstelle
Mittels einer RS232-C Serialschnittstelle, einer USB-Schnittstelle (Treiber notwendig)
bzw. einer Ethernet-Schnittstelle (optional) kann das Ergometer an ein externes
Computersystem angeschlossen werden.
Es können folgende Funktionen ausgeführt werden:
• Fernsteuerung (Ausführung PC-gestützter Ergometrieprogramme)
• Rückmeldung von Ergometriedaten

Die Schnittstelle wird automatisch erkannt.

Es darf nur eine der beiden Schnittstellen angeschlossen sein.

Folgende Tabelle beschreibt die wesentlichen Eigenschaften des Systems:

Funktion Spezifikation Bemerkungen


2400 Bd (Custo Control)
Baudrate
4800 Bd (P10)
Datenformat 8 Bit/kein Parity/1 Stopbit
vgl. Schnittstellen-
Protokoll custo Control/P10
Spezifikation
Trennung 4 kV vgl. DIN EN 60601-1-1

Folgende Tabelle zeigt die Belegung der SUB-D-Schnittstelle:

Pin Signal Bemerkungen


1 --
2 RxD Eingang
3 TxD Ausgang
4 EXT-Trigger Eingang
5 GND
6 --
7 --
8 --
9 --

Version 2.3 - 29.07.2013


Reinigungshinweise 53

19.1 Reinigunshinweise
Die Geräteoberfläche nur mit einem mit Seifenlauge oder Desinfektionslösung
angefeuchteten Tuch säubern.

Das Tuch darf nicht durchnässt sein und somit Flüssigkeit in das Gerät eindringen.
Bei Eindringen von Flüssigkeiten besteht Stromschlaggefahr! Nach Eindringen von
Flüssigkeiten darf das Gerät nicht mehr verwendet werden und muss dem technischen
Kundendienst übergeben werden. Die Wiederinbetriebnahme muss durch den Kundienst
erfolgen.
Trennen Sie vor der Reinigung das Gerät von dem Versorgungsnetz.

custo med empfiehlt die Verwendung von Reinigungs- und


Desinfektionsmitteln folgender Kategorien:
• Alkoholbasierte Schnelldesinfektion zur Reinigung von Flächen:
• Z.B.: Lysoform®-Spray
• Alkoholische Hautantiseptik:
• Z.B.: Kodan® Tinktur Forte farblos

Verwenden Sie nur die von dem Hersteller empfohlenen Reinigungs-und


Desinfektionsmittel. Benzin, Lösungsmittel, Spiritus oder auch Scheuermittel dürfen
nicht verwendet werden.
Nassreinigung des Gerätes mit Flüssigkeiten jeglicher Art lösen u. U. irreparable Schäden
an dem Gerät aus.

Reinigung und Desinfektion der Saugelektroden

Die Oberfläche der Saugelektroden darf nicht zerkratzt oder beschädigt werden. Die
Oberflächenreinigung erfolgt unter Aufsprühen des alkoholhaltigen Desinfektionsmittels
nach jeder Anwendung (und eventuell säubern mit einem Reinigungstuch).
Zur sicheren Desinfektion müssen die Herstellervorschriften, insbesondere die
vorgeschriebenen Einwirkzeiten, beachtet werden. Die Anzahl der Reinigungszyklen
unter Betriebsbedingungen hat keinen negativen Einfluss auf die Haltbarkeit. Reinigung
erhöht die Lebensdauer und gewährleistet konstant gute Signalübertragung.

Version 2.3 - 29.07.2013


54 Service Mode

20.1 Überblick
Der Service Mode dient der Grundeinstellung des Ergometers. Innerhalb des Service
Modes stehen 10 unterschiedliche Einstellmöglichkeiten zur Auswahl.

20.1.1 Auswahl

In den Service Mode gelangt man durch das gleichzeitige Betätigen der zwei äußeren
Tasten am Tastenfeld des Ergometers, unmittelbar nach dem Einschalten:

Um die nachfolgenden Einstellungen vornehmen zu können, wählen Sie durch Betätigen


der Taste

das gewünschte Programm aus. Bestätigt wird die Programmauswahl durch Betätigen
der Taste

START
PAUSE

Nun können entsprechende Einstellungen durch Betätigen der Taste

oder

vorgenommen werden und mittels Betätigen der Taste

START
PAUSE

quitiert werden.

Nun kann eine weitere Programmeinstellung vorgenommen oder mittels Ausschalten


des Gerätes der Service Mode verlassen werden

Version 2.3 - 29.07.2013


55

Innerhalb des Service Modes können, wie in der folgenden Tabelle beschrieben,
unterschiedliche Grundeinstellungen vorgenommen werden:

Service Mode LED


Programm Einstellungsmöglichkeit Bemerkung
1 Kalibrierung Service vorbehalten!
2 Datenkommunikationsprotokoll custo, er900, select, P2
zur Verbindung mit dem PC
3 Integriertes Blutdruckmessmodul Anzeige des Nulldruckes
4 Auswahl des Modules F1 SPO2, CD (Chipdrive)
5 Auswahl des Modules F2 POLAR, SPO2, EKG, BMI
6 Einstellung der Last für Aufwärmphase P 20 Standard
7 Beeper Ein, Aus
8 LAN Einstellungen für kabellose Verbindung
BT (Bluetooth), WLAN,
LAN, USB, RS232
9 ELS Einstellung der elektrischen ON elektrische
Satellhöhenverstellung Sattelhöhenverstellung
OFF manuelle
Sattelhöhenverstellung
A HFSEL Auswahl der Pulseermittlungsmodule A automatisch
PRIO I EKG S manuelle Selektion
PRIO II POLAR
PRIO III SPO2
B BMI Pulsgurt ID Die Adresse wird
automatisch gesucht.
(Überprüfen Sie die
Signalreichweite
des Pulsgurtes!)

Service Mode LCD


Programm Einstellungsmöglichkeit Bemerkung
1 DMS Service vorbehalten!
2 BDM vorhanden oder nicht vorhanden Blutdruckmessmodul
3 Protokoll custo, er900, select, P2
4 Interfaces (Schnittstellen) Bluetooth, WLAN, LAN,
USB, RS232
5 Beeper ON/OFF
6 Elektrische Sattelverstellung ON/OFF
7 P 1Watt (Aufwärmphase) 20 W Standardeinstellung
8 PC Time (Übertragung der Trainingszeit) ON/OFF
9 EKG-Amplitude Service vorbehalten!

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56 Service Mode

20.1.2 Verbindung herstellen

Dank der innovativen Schnittstellen, verfügt das ec3000 über kabellose


Verbindungsmöglichkeiten.Die folgenden Tabellen beschreiben die unterschiedlichen
Schnittstellen des LED und LCD Ergometers:
Schnittstelle Einstellung Bemerkung
RS232 RS232 Kabel notwendig
USB USB Kabel notwendig
Bluetooth Bluetooth Bluetoothverbindung am PC notwendig
Ethernet Ethernet Kabel notwendig
WLAN WLAN WLAN-Umgebung

Grundsätzlich meldet sich das Ergometer als weiterer COM-Port im Gerätemanager


unter Windows an. Folglich dient der Gerätemanager als Lokalisation des verbundenen
Ergometers. Der Gerätemanager ist in der Regel unter Systemeinstellungen - System
- Hardware zu finden. Soll eine verschlüsselte Verbindung mittels Bluetooth aufgebaut
werden, muss der CODE 1234 am PC eingegeben werden.
Sollte das Ergometer im Gerätemanager nicht erscheinen, könnte eine Beschädigung
am Gerät vorzufinden sein.

20.1.3 Verbindung mit dem Pulsgurt herstellen

Um das ec3000 mit dem Pulsgurt zu verbinden muss im Programm 5 des Service Modes
das BMI Modul ausgewählt werden. Bestätigen Sie zur Auswahl der Gurtadresse im
Programm 8 des Service Modes, die Einstellungsmaske durch Betätigen der Taste

START
PAUSE

Durch die Tasten

oder

kann die Gurtadresse eingestellt werden und mit der Taste

START
PAUSE

bestätigt werden.

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Version 2.3 - 29.07.2013


58 Notizen

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EG-Konformitätserklärung
Produkt: Fahrrad-Ergometer
Modell: EC 3000 inkl. Optionen
(Blutdruckmessmodul, EKG-Modul, elektrische
Sattelhöhenverstellung, SpO2-Sättigungsmessung, Polar, Chip-
Kartenleser )
Wir, der Hersteller, erklären in alleiniger Verantwortung, dass das oben aufgeführte
Produkt den einschlägigen Bestimmungen der nachstehenden Richtlinien entspricht:
Klassifizierung nach Anhang IX, 93/42/EWG: IIa, Regel 10
Richtlinie 93/42/EWG des Rates vom 14. Juni 1993
Die EG-Konformitätserklärung ist in zwei Teile aufgeteilt. Der zweite Teil entspricht der Richtlinie
2007/47/EWG und wird separat verwaltet.
Zur Beurteilung des Produkts werden folgende Normen und normative Bestimmungen herangezogen
in der jeweils gültigen Fassung:

Norm Titel

EN 1041 Bereitstellung von Informationen


durch den Hersteller eines Medizinprodukts
EN 60601-1 Medizinische, elektrische Geräte
Teil 1: Allgemeine Festlegungen für die Sicherheit
EN 60601-1-2 Medizinische, elektrische Geräte
Teil 2: Elektromagnetische Verträglichkeit
EN 14971 Anwendung des Risikomanagements auf Medizinprodukte
VDE 0750-238 Medizinische, elektrische Geräte
Teil 238: Besondere Festlegungen für die Sicherheit von Kurbel-Ergometern
EN 980 Grafische Symbole zur Kennzeichnung von Medizinprodukten
Optional:
EN 60601-2-25 Besondere Festlegungen für die Sicherheit von Elektrokardiographen

EN 1060 Nichtinvasive Blutdruckmessgeräte

Das Qualitätssicherungssystem der nowymed AG erfüllt die


Bestimmungen EN 13485 und RL 93/42/EWG Anhang II und wurde
von der mdc medical device certification GmbH, Kriegerstraße 6, 70191
Stuttgart, Deutschland (EU Identifikations-Nr. 0483) zertifiziert.
nowymed AG
Bahnhofstr.108
D-88682 Salem

Tel: +49 7553 9230 0


Fax: +49 7553 9230 40
File-Reference: 0483/1325.02
File-Reference: 0483/1325.02 23.04.2013
____________________________________
Datum / Unterschrift

Version 2.3 - 29.07.2013


custo med GmbH
Leibnizstr. 7
D -85521 O ttobrunn
Tel.: +49 / (0) 89 / 7 10 98 - 00
Fax: +49 / (0) 89 / 7 10 98 - 10
Version: Juli 2013

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