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Johann Georg Elser

Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

Porträt aus der Gestapo-Akte vom 1. Dezember 1939

 geboren: 4. Januar 1903 in Hermaringen


 gestorben: 9. April 1945 im KZ in Dachau
 Besuch der Volksschule in Königsbronn von 1910 bis 1917
 1917 Lehre als Eisendreher, welcher er aus gesundheitlichen Gründen 1919 abbrach
 neue Lehre als Schreiner – Abschluss als Jahrgangsbester 1922
 tritt 1928/1929 dem Roten Frontkämpferbund bei, dem paramilitärischen
Kampfverband der KPD
 nach dem Münchener Abkommen vom 30.9.1938 war er endgültig überzeugt, dass
Hitler einen neuen Krieg plant und nur seine Ermordung Unheil verhindern könne
 plant einen Bombenanschlag
 Hitler hielt bekanntlich abends vor jedem Jahrestag, seines gescheiterten
Putschversuchs vom 9.11.1923, im Münchner Bürgerbräukeller eine Rede
 heuert als Arbeiter im Steinbruch an, um 105 Dynamit Sprengpatronen und 125
Sprengkapseln für die Zeitbombe zu entwenden
 zog am 5.8.1939 nach München und mietete eine kleine Werkstatt, gab sich als
Erfinder aus um unauffällig zu arbeiten
 ab Ende August 1939 besuchte er jeden Abend den Bürgerbräukeller, wartete eine
günstige Gelegenheit ab, um sich in der Besenkammer zu verstecken
 nach Schließung des Gasthauses und in mühevoller und riskanter Kleinarbeit höhlte
er in über 30 Nächten eine Säule aus, um den Sprengstoff zu deponieren
 Anfang November 1939 baute er eine selbstkonstruierte Zeitbombe aus
Dynamitpatronen, Sprengkapseln und Schwarzpulver in die Säule und überprüfte sie
 Am 8. November 1939 waren ca. 3000 Zuhörer im Bürgerbräukeller, zum Gedenken
an den Hitlerputsch – Parteiprominenz saß dicht am Rednerpult von Hitler
 Hitler musste mit seinem Führungsstab 13 Minuten vor der Explosion der Zeitbombe,
eher als erwartet, gehen, da der Flug wegen Nebel ausfiel und er auf einen
Sonderzug ausweichen
 wie geplant zündete die Zeitbombe 21:20 Uhr und verwüstete den Saal und tötete 8
Menschen und verletzte 57 Personen
 Elser flüchtete und wurde an der Schweizer Grenze verhaftet, da seine Grenzkarte
abgelaufen war und man eine Ansichtskarte des Bürgerbräukellers und Teile eines
Zünders fand
 vom 19.-23.11.1939 wurde Elser im Geheimen Staatspolizeiamt in Berlin verhört
 das Verhör brachte keinen Aufschluss über Hintermänner und das Attentat erschien
für einen Einzelnen zu groß – es wurde weiter ermittelt
 ein Psychiater wurde zur Begutachtung Elsners bestellt unter absoluter
Geheimhaltung
 Goebels wollte die Tat als Aktion des britischen Geheimdienstes in Zusammenarbeit
mit Otto Strasser ausgeben und in einem Schauprozess diese Verbindung beweisen
 Elser wurden diese Kenntnisse und Fähigkeiten zum Bau der Bombe nicht zugetraut
 Elser beharrte darauf alles selbst gebaut zu haben und wurde aufgefordert die
Bombe ein zweites Mal zu bauen und es gelang ihm
 damit war die Alleintäterschaft Elsers nachgewiesen
 als Vergeltungsmaßnahme oder Racheakt für das Attentat, wurden bereits am
9.11.1939, 21 jüdische Häftlinge im KZ in Buchenwald erschossen
 ab 1941 wurde Elser als „Sonderhäftling des Führers“ ohne Gerichtsverfahren erst im
KZ Sachsenhausen, dann im KZ Dachau unter dem Decknamen ELLER gefangen
gehalten und wurde vergleichsweise gut behandelt
 Hitler ordnete am 5.April 1945 die Hinrichtung von Georg Elser an
 in einem Schnellbrief wurde dies in KZ Dachau übermittelt, welcher am 9. April
eintraf
 direkt nach Ankunft des Briefes wurde Elser nach 5 Jahren Haft heimlich und ohne
Gerichtsurteil mit einem Genickschuss ermordet
 seine Leiche wurde im Krematorium verbrannt

Quellenverzeichnis:
https://www.dhm.de/lemo/biografie/biografie-johann-georg-elser.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Elser
https://www.google.de/search?
source=hp&ei=K0DOXsPcIMvVkgXH652ABQ&q=johan+georg+elser+steckbrief&oq=johan+georg+elser+steckbrief&gs_lcp=Cg
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https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Elser