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XII Inhaltsverzeichnis

3.5 Komplexe Potenzreihen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94


3.6 Anwendung: Exponentialfunktion, Logarithmusfunktion und komplexe
Potenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96

4 Stetige Abbildungen zwischen metrischen Räumen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101


4.1 Der Grenzwert einer Abbildung in einem Punkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
4.2 Stetige Abbildungen (Definition und Beispiele) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
4.3 Eigenschaften stetiger Abbildungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115
4.4 Folgen stetiger Abbildungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122
4.5 Funktionenreihen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124
4.6 Die trigonometrischen und die Hyperbelfunktionen im Komplexen . . . . . . . . 127
4.6.1 Die trigonometrischen Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 128
4.6.2 Die Hyperbelfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 133
4.7 Der Fundamentalsatz der Algebra . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135
4.8 Approximationssätze für stetige Abbildungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137

5 Differentialrechnung für Funktionen einer reellen Variablen . . . . . . . . . . 149


5.1 Differenzierbare Abbildungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149
5.2 Die Mittelwertsätze der Differentialrechnung und Anwendungen . . . . . . . . . . 157
5.3 Differentiation von Funktionenfolgen und -reihen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167
5.4 Potenzreihen mit reellem Zentrum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169
5.5 Reell-analytische Funktionen und Taylorreihen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 174
5.6 Lokale Extrema für Funktionen einer reellen Variablen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 181

6 Differentialrechnung für Funktionen mehrerer reeller Variablen . . . . . . 183


6.1 Ableitung, Richtungsableitung und Gradient einer Funktion . . . . . . . . . . . . . 183
6.2 Die partiellen Ableitungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 194
6.3 Die Taylorformel für Funktionen mehrerer reeller Variablen . . . . . . . . . . . . . . 201
6.4 Lokale Extrema für Funktionen mehrerer reeller Variablen . . . . . . . . . . . . . . . 203
6.5 Der Satz über den lokalen Diffeomorphismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 206
6.6 Der Satz über implizite Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 213
6.7 Untermannigfaltigkeiten des RN und ihre Tangentialräume . . . . . . . . . . . . . . 217
6.8 Extrema unter Nebenbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 221

7 Integralrechnung für Funktionen einer reellen Variablen . . . . . . . . . . . . . 227


7.1 Stammfunktionen und ihre Berechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 227
7.2 Das Riemann-Integral . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239
7.3 Der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 253
7.4 Die Mittelwertsätze der Integralrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 255
7.5 Parameterabhängige Integrale . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 257
7.6 Uneigentliche Riemann-Integrale . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 260
7.7 Die Länge von Kurven und der Flächeninhalt ebener Gebiete . . . . . . . . . . . . 264
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Reelle und komplexe Zahlen

Wir gehen davon aus, daß der Aufbau der Zahlbereiche bis zu den reellen Zahlen be-
kannt ist. Man findet dies zum Beispiel in dem Buch von J. Kramer: Zahlen für Einsteiger
(Vieweg-Verlag, 2006).

Wir benutzen in dieser Vorlesung die folgenden Bezeichnungen für die Zahlbereiche:
N . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Menge aller natürlichen Zahlen: 1, 2, 3, . . .
N0 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . N ∪ {0}
Z . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Menge aller ganzen Zahlen: 0, ±1, ±2, . . .
Q . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Menge aller rationalen Zahlen: { m n | m ∈ Z, n ∈ N}
+
Q . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Menge der positiven rationalen Zahlen: {q ∈ Q | q > 0}
R . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Menge der reellen Zahlen
R\Q . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Menge der irrationalen Zahlen
C . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Menge der komplexen Zahlen

Offensichtlich gilt: N ⊂ Z ⊂ Q ⊂ R.
Die Zahlbereiche werden bekanntlich aus folgendem Grund erweitert:
N ⊂ Z: Die Subtraktion ist durch die Erweiterung immer ausführbar. Seien a, b ∈ N. Die
Gleichung x + a = b ist in Z immer lösbar, aber nicht in N.

Z ⊂ Q: Die Division ist durch die Erweiterung immer ausführbar. Seien a, b ∈ Z, a = 0.


Die Gleichung x · a = b ist in Q immer lösbar, aber nicht in Z.

Q ⊂ R: Die Erweiterung ist nötig, damit Wurzeln positiver Zahlen existieren. Sei q ∈ Q+ ,
n ∈ N. Die Gleichung xn = q ist in R immer lösbar, aber nicht in Q.

Im Abschnitt 1.1. werden wir zunächst ein wichtiges und oft benutztes Beweisprinzip wie-
derholen und an Beispielen demonstrieren: das der vollständigen Induktion. Im Abschnitt
1.2. fassen wir die grundlegenden, die Menge der reellen Zahlen charakterisierenden Ei-
genschaften (ihre Axiome) zusammen und leiten wesentliche, aus den Axiomen folgende
Eigenschaften her. Der Abschnitt 1.3. enthält die Definition und die grundlegenden Eigen-
schaften der komplexen Zahlen. In Abschnitt 1.4. betrachten wir die Vektorräume Rn und
Cn und definieren den Abstand von Vektoren in diesen Vektorräumen.