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Alkoholkrankheit 1

Alkoholkrankheit
Eine Alkoholkrankheit (oder Alkoholabhängigkeit), früher auch „Dipsomanie“, „Potomanie“, „Trunksucht“,
„Alkoholsucht“ oder „Alkoholismus“ genannt, ist eine Abhängigkeit von der psychotropen Substanz Ethanol. Es
handelt sich um eine progressive Krankheit, in deren Verlauf sich die Beschaffung und der Konsum von Alkohol
zum lebensbestimmenden Inhalt entwickeln kann. Typische Symptome sind der Zwang zum Konsum,
fortschreitender Kontrollverlust, Vernachlässigung früherer Interessen zugunsten des Trinkens, Leugnen des
Suchtverhaltens, Entzugserscheinungen bei Konsumreduktion, Nachweis einer Toleranz gegenüber Alkohol
(„Trinkfestigkeit“)[1] sowie der Veränderung der Persönlichkeit[2] .[3] Der übermäßige Konsum wird auch als
Alkoholabusus oder Alkoholmissbrauch (Alkoholkonsum mit nachweislich schädlicher Wirkung) bezeichnet, im
medizinischen Jargon manchmal stark vereinfachend auch als C2-Abusus (Die chemische Summenformel von
Ethanol ist C2H5OH, C steht für Kohlenstoff).

Klassifikation nach ICD-10


F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (Abhängigkeitssyndrom)
[4]
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Krankheitsverlauf und -bild


Es gibt keinen einheitlichen Krankheitsverlauf. Die Vorstellung von
einer Alkoholabhängigkeit als einer einheitlich verlaufenden,
chronisch-progredienten, schließlich zu sozialem Abstieg oder Tod
führenden Erkrankung hat sich als falsch erwiesen. Es wird allerdings
aus Gründen der Vollständigkeit der Ansatz von Jellinek dargestellt,
welcher heute aber nur noch historischen Wert hat.[5]

Das ICD-10 klassifiziert Alkohol in der Kategorie F10 „Psychische und


Verhaltensstörungen durch Alkohol“. Die Kodierungen im
amerikanischen System DSM IV sind 303.90 für Alkoholabhängigkeit
und 305.00 für Alkoholmissbrauch.
Geleerte Flaschen hochprozentigen Alkohols
Um den Krankheitswert der Störung zu betonen, aber auch um die
Hemmschwellen bezüglich Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe
abzubauen, wird in der heutigen Beratungsliteratur weitgehend auf den in der wissenschaftlichen Literatur
verwendeten Ausdruck „Alkoholismus“ verzichtet.
Die Alkoholkrankheit kann bereits durch den regelmäßigen Konsum kleinerer Mengen beginnen. Nicht immer fallen
die Betroffenen durch häufige Rauschzustände auf. Die Alkoholkrankheit eines Betroffenen ist nicht immer nach
außen hin bemerkbar. Ist der Betroffene weiterhin leistungsfähig, spricht man von einem funktionierenden
Alkoholiker. Die Alkoholkrankheit verläuft relativ unauffällig und langsam (meist über mehrere Jahre hinweg). Den
erkrankten Personen wird die Schwere ihrer Erkrankung oft nicht bewusst und von den Süchtigen wird diese oft ganz
geleugnet.
Alkoholkrankheit 2

Noch immer sind Männer weitaus häufiger betroffen als Frauen. Von
den zwischen 1,3 und 2,5 Millionen Alkoholabhängigen in
Deutschland[6] [7] sind etwa 70 Prozent Männer, wobei die Tendenz bei
Frauen steigend ist. Auch beginnt der Krankheitsverlauf bei Männern
meist früher: Während Frauen im Regelfall erst im mittleren
Lebensalter beginnen, auffällig zu trinken, sind bei Männern die
Anfänge eines exzessiven Trinkverhaltens meist schon in der frühen
Jugend erkennbar.

Fürstliche Anweisung vom 21. April 1911

Wegen des hohen Abhängigkeitspotentials von Ethanol wird häufig der ausnahmslose Verzicht auf alkoholische
Getränke, Speisen, Medikamente usw. propagiert. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht man Unterstützung, etwa
durch Selbsthilfegruppen und Psychotherapien.
Übermäßiger Alkoholkonsum kann schwere und bleibende psychische und körperliche Folgeerkrankungen
verursachen. Die Alkoholkrankheit verläuft nicht selten tödlich, wenngleich die direkten Todesursachen meist durch
die Folgekrankheiten (Leberzirrhose und multiple Organschädigungen, Herzinfarkt, Demenz) bedingt sind.
siehe auch Abschnitt → Folgekrankheiten (im Artikel)

Ursprünglich angenommener Krankheitsverlauf (nach Jellinek)


Der amerikanische Physiologe Elvin Morton Jellinek formulierte 1951 ein bis heute weit verbreitetes Modell vom
Verlauf der Alkoholkrankheit. Hierbei werden vier Phasen unterschieden:

Symptomatische Phase
Der Beginn des Konsums alkoholischer Getränke ist immer sozial motiviert. Im Gegensatz zu durchschnittlichen
Trinkern empfindet der spätere Alkoholiker befriedigende Erleichterung, entweder weil seine inneren Spannungen
größer sind oder er – im Gegensatz zu anderen – nicht gelernt hat, mit diesen umzugehen. Anfangs schreibt der
Trinker seine Erleichterung eher der Situation zu (lustige Gesellschaft) als dem Trinken. Er sucht Gelegenheiten, bei
denen beiläufig getrunken wird.
Im Laufe von Monaten bis Jahren lässt seine Toleranz für seelische Belastungen so sehr nach, dass er praktisch
tägliche Zuflucht im Alkohol sucht. Da er nicht offen betrunken ist, erscheint sein Trinken weder ihm noch seiner
Umgebung verdächtig. Mit der Zeit erhöht sich die Alkoholtoleranz. Der Alkoholiker entwickelt einen gesteigerten
Bedarf. Nach weiteren Monaten bis Jahren geht das Stadium vom gelegentlichen zum dauernden
Erleichterungs-/Entlastungstrinken über. Für die gleiche Wirkung wird immer mehr Alkohol benötigt.
Alkoholkrankheit 3

Vorläufer-Phase
In der Vorläufer-Phase (prodromale Phase) der Abhängigkeit können plötzlich Erinnerungslücken, Amnesien ohne
Anzeichen von Trunkenheit auftreten. Der Trinker kann Unterhaltungen führen und Arbeiten leisten, sich aber am
nächsten Tag tatsächlich nicht mehr erinnern. Bier, Wein und Spirituosen hören auf, Getränke zu sein, sondern
werden zur dringend benötigten Droge („Medizin“). Dem Trinker wird allmählich bewusst, dass er anders trinkt als
andere. Er beginnt, sich zu schämen und vor Beurteilung durch andere zu fürchten. Er trinkt heimlich bei geselligen
Gelegenheiten und legt sich Verstecke mit größeren Alkoholvorräten an. Der Alkoholiker denkt dauernd an Alkohol.
Wegen der verstärkten Abhängigkeit tritt das „gierige Trinken“ auf, das Herunterkippen des ersten Glases oder der
ersten Gläser. Der Alkoholiker spürt, dass etwas nicht stimmt, und entwickelt Schuldgefühle und Scham wegen
seiner Trinkart. Er vermeidet Anspielungen auf Alkohol und Trinkverhalten in Gesprächen.
Oft verdrängt er eigentliche Bedürfnisse oder ist zu depressiv, etwas zu ändern. Teils entlähmt der Alkohol und hilft,
wie gehabt zu funktionieren.
Der Alkoholkonsum ist bis hierhin schon hoch, fällt aber nicht besonders auf, da er zu keinem deutlichen Rausch
führt. Diese Phase endet mit „zunehmenden Gedächtnislücken“. Durch die täglichen Betäubungen mit Alkohol
verändern sich Nerven- und Stoffwechselvorgänge. Die körperliche Leistungsfähigkeit und Abwehrkräfte nehmen
langsam ab. Es kommt häufiger zu Erkältungskrankheiten oder Kreislaufstörungen.

Die kritische Phase


In der kritischen Phase erleidet der Kranke Kontrollverluste. Schon nach dem Konsum kleiner Mengen Alkohols
entsteht ein intensives Verlangen nach mehr, das erst endet, wenn der Trinker zu betrunken oder zu krank ist, um
mehr zu trinken (Craving). Ein Rest von Kontrolle besteht noch. Der Betroffene versucht, sich zu „beherrschen“. Er
verspricht Abstinenz und versucht sie auch einzuhalten, scheitert damit aber auf Dauer. Er sucht Ausreden für sein
Trinken. Jeder Kontrollverlust habe einen guten äußeren Grund gehabt.
Die Erklärungsversuche seines Verhaltens sind ihm wichtig, da er außer dem Alkohol keine anderen Lösungen
seiner Probleme kennt. Parallel erweitert sich ein ganzes Erklärungssystem, das sich auf das gesamte Leben
ausdehnt. Er wehrt sich damit gegen soziale Belastungen. Wegen seiner Persönlichkeitsveränderung entstehen
immer häufiger Konflikte mit der Familie. Der Süchtige kompensiert sein schrumpfendes Selbstwertgefühl durch
gespielte übergroße Selbstsicherheit nach außen.
Das Erklärungssystem und die Konflikte isolieren den Kranken zunehmend. Er sucht aber die Fehler nicht bei sich,
sondern bei den anderen und entwickelt ein auffälliges Verhalten. Als Reaktion auf den sozialen Druck durchlebt
mancher Kranke Perioden völliger Abstinenz. Er versucht eine andere Methode, sein Trinken zu kontrollieren. Er
ändert das Trinksystem und stellt Regeln auf (nur bestimmte Alkoholarten an bestimmten Orten zu bestimmten
Zeiten). Dabei trifft er oft auf mangelndes Verständnis seiner Umgebung („ein Bier ist doch o.k.“, „Ein Gläschen in
Ehren kann niemand verwehren…“, „Zwischen Leber und Milz passt immer noch ein Pils“). Der Trinker verliert das
Interesse an seiner Umgebung, richtet seine Tätigkeiten nach dem Trinken aus und entwickelt ein auffallendes
Selbstmitleid. Die soziale Isolation und die Verstrickung in Lügen und Erklärungen sind besonders auffällig.
Das Familienleben ändert sich. Die Familie, die den Trinkenden oft noch „deckt“ (Co-Alkoholismus,
Co-Abhängigkeit), isoliert sich gesellschaftlich oder – ganz im Gegenteil – flüchtet sich vor dem häuslichen Umfeld
in ausgiebige Aktivitäten. Der Alkoholiker reagiert mit grundlosem Unwillen. Wenn der „Stoff“ fehlt, startet er
abenteuerliche Beschaffungsversuche. Er versucht seinen Vorrat zu sichern, indem er Alkohol an den
ungewöhnlichsten Orten versteckt. Körperliche Folgen treten auf, wie Händezittern, Schweißausbrüche und sexuelle
Störungen wie Impotenz.
Alkoholkrankheit 4

Die chronische Phase


Die chronische Phase endet in der Zerstörung des Menschen. Der Alkoholiker baut ethisch ab, Rauschzustände
werden länger.
Bei einigen treten alkoholische Psychosen wie Schizophrenie auf. Der Betroffene trinkt mit Personen weit unter
seinem bisherigen sozialen Niveau. Falls keine alkoholischen Getränke verfügbar sind, konsumiert er unter
Umständen sogar vergällten Alkohol (etwa Brennspiritus).
Ein Verlust der Alkoholtoleranz fällt auf, der Alkoholiker verträgt weniger. Es treten undefinierbare Angstzustände
und Zittern auf. Auf die Entzugssymptome reagiert der Alkoholiker mit zwanghaft-maßlosem Trinken. Viele
Alkoholiker entwickeln unbestimmte religiöse Wünsche. Die Erklärungsversuche werden schwächer; es kommt der
Punkt, an dem das Erklärungssystem versagt. Der Süchtige gibt seine Niederlage zu. Der Kranke bricht zusammen,
nicht wenige begehen Suizid.
Trinkt der Kranke weiter, treten im Alkoholdelirium Alkoholpsychosen mit Halluzinationen, Angst und
Desorientierung auf. Die schwerste Folge ist das lebensgefährliche Delirium tremens, das bei plötzlichem
Alkoholentzug auftreten kann. Jetzt werden auch Schizophrenie oder Epilepsie mit lebensbedrohlichen Zuständen
offensichtlich. In dieser Endphase ist der Kranke am ehesten bereit, Hilfe anzunehmen. Eine Einweisung in eine
spezielle Entgiftungsklinik ist für ihn lebensrettend – und der mögliche Einstieg in eine Entwöhnungsbehandlung.
Die Erfolgsraten sind jedoch gering, mehrfache Langzeittherapien die Regel.

Ursprünglich angenommene Ausprägungen der Krankheit (nach Jellinek)


Auf Jellinek geht auch die gebräuchlichste Einteilung von Erscheinungsformen der Alkoholkrankheit zurück:
• Der Alpha-Typ (Erleichterungstrinker) trinkt, um innere Spannungen und Konflikte (etwa Verzweiflungen) zu
beseitigen („Kummertrinker“). Die Menge hängt ab von der jeweiligen Stress-Situation. Es besteht vor allem die
Gefahr psychischer Abhängigkeit, da noch keine körperliche Abhängigkeit eingetreten ist. Alphatrinker sind nicht
alkoholkrank, aber gefährdet.
• Der Beta-Typ (Gelegenheitstrinker) trinkt bei sozialen Anlässen große Mengen, bleibt aber sozial und psychisch
unauffällig. Betatrinker haben einen alkoholnahen Lebensstil. Gesundheitliche Folgen entstehen durch häufigen
Alkoholkonsum. Sie sind weder körperlich noch psychisch abhängig, aber gefährdet.
• Der Gamma-Typ (Rauschtrinker, Alkoholiker) hat längere abstinente Phasen, die sich mit Phasen starker
Berauschung abwechseln. Typisch ist der Kontrollverlust: Er kann nicht aufhören zu trinken, auch wenn er bereits
das Gefühl hat, genug zu haben. Auch wenn er sich wegen der Fähigkeit zu längeren Abstinenzphasen sicher
fühlt, ist er alkoholkrank.
• Der Delta-Typ (Spiegeltrinker, Alkoholiker). Die Bezeichnung Spiegeltrinker bezieht sich bei dieser
Alkoholismusform auf den Blutalkoholspiegel, also die Konzentration des Alkohols im Blut des Abhängigen;
diese wird von ihm möglichst gleichbleibend im Tagesverlauf (und auch nachts) gehalten. Dabei kann es sich
durchaus um vergleichbar geringe Konzentrationen handeln, die aber im Verlauf der fortschreitenden Erkrankung
und der damit sich erhöhenden Alkoholtoleranz ansteigen. Der Abhängige bleibt lange Zeit sozial unauffällig
(„funktionierender Alkoholiker“), weil er selten erkennbar betrunken ist. Dennoch besteht eine starke körperliche
Abhängigkeit, so dass er ständig Alkohol trinken muss, um Entzugssymptome zu vermeiden. Durch das ständige
Trinken entstehen körperliche Folgeschäden. Deltatrinker sind nicht abstinenzfähig und alkoholkrank.
• Der Epsilon-Typ (Quartalstrinker, Alkoholiker) erlebt in unregelmäßigen Intervallen Phasen exzessiven
Alkoholkonsums mit Kontrollverlust, die Tage oder Wochen dauern können. Dazwischen kann er monatelang
abstinent bleiben. Epsilon-Trinker sind alkoholkrank.
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Folgekrankheiten

Einmaliger Alkoholmissbrauch
Übermäßiger Alkoholkonsum schädigt den Körper auf vielfältige Weise. Ab einer gewissen
Blutalkoholkonzentration tritt eine Alkoholvergiftung ein. Der Schweregrad reicht von leichten Rauschzuständen
(0,5 bis 1,0 Promille) bis zum alkoholischen Koma. Blutalkoholkonzentrationen von über vier Promille führen
häufig zum Tode, es wurden jedoch auch schon höhere Werte im Zuge von Verkehrskontrollen bei Autofahrern
dokumentiert.

Chronischer Alkoholmissbrauch
Langfristiger Alkoholmissbrauch führt zu zahlreichen chronischen Folgekrankheiten. Alkoholkonsum beeinträchtigt
den Stoffwechsel, insbesondere den Fettstoffwechsel. Typische alkoholbedingte Schädigungen der Leber sind etwa
Fettleber, Alkohol-Hepatitis und Leberzirrhose. Äußerlich können sie von Leberhautzeichen begleitet sein. Die
Bauchspeicheldrüse kann sich akut oder chronisch entzünden (Pankreatitis). Während eine akute Pankreatitis direkt
tödlich sein kann, kann als Folge einer chronischen Pankreatitis eine exkretorische Insuffizienz oder ein Diabetes
mellitus auftreten. Das Muskelgewebe der Skelettmuskulatur und des Herzmuskels wird geschädigt (alkoholische
Myopathie). Weitere Erkrankungen sind Gicht und hormonelle Störungen.
Chronischer Alkoholismus führt zu verringerter Produktion des Proteins Folattransporter 1 in Nierenzellen und damit
zu verringerter Wiederaufnahme ausgeschiedener Folsäure (ein Vitamin). Auf der anderen Seite nimmt der
geschädigte Darm nur noch ein Bruchteil der Folsäure auf, die ohnehin in der Nahrung nicht ausreichend vorhanden
ist. Aus beiden Fakten erklären sich erniedrigte Folat-Plasmagehalte bei diesen Kranken und, in der Folge, weitere
Stoffwechselstörungen und Fehlgeburten.[8] [9]
Chronischer Alkoholkonsum, oft in Verbindung mit Fehlernährung oder Tabakkonsum, schädigt die Schleimhäute in
Mund, Rachen, Speiseröhre und Magen. Am häufigsten sind Speiseröhrenentzündungen und
Magenschleimhautentzündungen (Gastritis). Krebserkrankungen im Nasenrachenraum und Kehlkopfkrebs sind bei
Alkoholkranken häufiger als in der übrigen Bevölkerung. Besonders hochprozentige Getränke begünstigen
Speiseröhrenkrebs. Als Folge der Leberzirrhose können sich auch Krampfadern in der Speiseröhre bilden. Die
gerötete Knollennase (Rhinophym) wird durch Alkoholkonsum nicht verursacht, aber verschlimmert.
Das Herz-Kreislauf-System ist ebenfalls betroffen. Alkoholmissbrauch kann zu Bluthochdruck,
Herzmuskelerkrankungen, koronarer Herzkrankheit und Anämie beitragen.
Alkoholkonsum beeinträchtigt Gehirn und Nervensystem. Schon bei einzelnen Räuschen treten Gedächtnislücken
(„Filmrisse“) auf. Langfristig bilden sich chronische neuropsychologische Defizite in den Bereichen
Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis, Lernfähigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, Zeitwahrnehmung
und Problemlösungsstrategien. Dazu kann es zu sozialen Störungen wie dem alkoholischen Eifersuchtswahn und zu
sexuellen Deviationen kommen.
Eine über Jahre bestehende Alkoholkrankheit führt häufig zum Absterben der Purkinjezellen in der Kleinhirnrinde.
Die Folge davon sind Ataxie und andere Symptome einer schweren Kleinhirnschädigung. Weitere Krankheiten in
diesem Zusammenhang sind das Wernicke-Korsakow-Syndrom, die hepatische Enzephalopathie, die
alkoholbedingte Polyneuropathie, der alkoholische Tremor, die funikuläre Myelose, die zentrale pontine
Myelinolyse, eine allgemeine oder umschriebene Hirnatrophie, Hirngefäßschädigungen (die das Risiko für
Schlaganfälle und Hirnblutungen erhöhen), epileptische Anfälle und das Delirium tremens. Bedingt durch die
epileptischen Krampfanfälle und die damit verbundene Übersäuerung des Muskelgewebes kann es zu einer
Erhöhung des Kreatininspiegels kommen, was zu einer irreversiblen Schädigung der Nieren führen kann.
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Krankheitsursachen

Individuelle und familiäre Ursachen


Die Hauptursache für die Erkrankung scheint in der psychosozialen Entwicklung zu liegen. Alkohol – und Drogen
allgemein – werden häufig zum Abbau innerer Spannungen eingesetzt. Ein Grund für Spannungen entsteht, wenn
das Selbstbild eines Menschen (etwa besonders männlich oder erfolgreich zu sein) durch gegenteilige Erfahrungen in
der Realität gefährdet wird. Drogenkonsum ist daher häufig bei Menschen zu beobachten, die dem narzisstischen
Persönlichkeitstypus entsprechen.
Allerdings werden auch genetisch verursachte Unterschiede diskutiert, etwa im Alkoholabbau (Effizienz der
Alkoholdehydrogenase) oder im Neurotransmitterstoffwechsel des Gehirns. Grundsätzlich muss wohl – wie bei
vielen psychischen Erkrankungen – von einer multifaktoriellen Entstehung ausgegangen werden, die auch von der so
genannten Vulnerabilität (psychischen Verletzlichkeit) des Einzelnen abhängt.
Erbliche Faktoren spielen in vielen Fällen eine entscheidende Rolle. Viele Alkoholiker haben oder hatten bereits
Suchtkranke in der Familie. Wissenschaftler und Ärzte sind sich jedoch nicht schlüssig, ob das Suchtverhalten in
diesen Fällen wirklich vererbt oder eher erlernt/abgeguckt ist. Einige Studien (vor allem an Zwillingen) lassen
jedoch vermuten, dass die Vererbung eines erhöhten Suchtpotentials wahrscheinlich ist.
Neuere Untersuchungen gehen von einer 50- bis 60-prozentigen genetischen Disposition aus. Wissenschaftler des
Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) teilten in der Fachzeitschrift „Molecular Psychiatry“ mit, dass
Untersuchungen zufolge zwei Mutationen im CRHR1-Gen die Anfälligkeit zum gesteigerten Alkoholkonsum
beeinflussen. Dieses Gen ist für ein Protein verantwortlich, welches bei der Verarbeitung von Stress und der
Steuerung von Gefühlen eine Rolle spielt. Das Risiko der Erkrankung von Kindern, die getrennt von ihren
alkoholkranken Eltern aufwuchsen, ist immer noch drei- bis viermal höher als das von Kindern nicht alkoholkranker
Eltern. Eine Veränderung des MAOA-Gens scheint mit Alkoholismus, Drogenmissbrauch und antisozialem
Verhalten in Verbindung zu stehen (siehe auch: Warrior Gene).[10]
Die Probleme eines Alkoholkranken werden oft vom Lebenspartner und von der ganzen Familie mitgetragen oder
kompensiert. Einerseits gewinnen sie aus ihrer Hilfeleistung eine persönliche oder gesellschaftliche Anerkennung,
andrerseits auch eine Entwertung. Denn auf lange Sicht entwickelt sich bei ihnen ein Ausgebranntsein, das so
genannte Burnout-Syndrom. Das Gefühl, dem Alkoholkranken zu helfen, kann anfangs das persönliche
Selbstwertgefühl steigern, aber später bleibt nur ein Gefühl der Hilflosigkeit. Dieses Verhalten ist unter dem Namen
Helfersyndrom bekannt. In Selbsthilfegruppen – Al-Anon – wird die Alkoholkrankheit als Familienkrankheit
gesehen. Der Grund: In der Familie bzw. in der Partnerschaft sind oft alle an einer Manifestierung der Sucht sowie
deren sozialen Folgen beteiligt, und zwar durch Verleugnung der Probleme und der Denkmuster, aber auch durch
das Verhalten der Angehörigen selbst, wodurch sich die Krankheit des betroffenen Alkoholikers stabilisiert und ein
professioneller Versuch einer Genesung erschwert wird. Partner, die solchen Mechanismen unterliegen, werden auch
als Co-Alkoholiker bezeichnet.[11]

Gesellschaftliche Ursachen
Alkohol ist in vielen Kulturen eine gesellschaftlich anerkannte, einfach und billig zu beschaffende Droge, deren
Konsum in manchen Situationen geradezu erwartet wird. Beispiele sind die „bürgerliche“ Trinkkultur (Wein, Sekt,
Whisky) oder das „proletarische“ gemeinsame „Saufen“ von Bier und Schnaps. Die Grenzen sind hier jedoch
fließend, so ist beispielsweise das „Feierabendbierchen“ auch in „höheren“ Schichten eine Normalität.
Alkohol ist in vielen Nationen in den Alltag integriert. Besonders „trinkfeste“ Männer gelten als bewundernswert
männlich und erfahren. Dies erschwert die Auseinandersetzung mit dem Problem und begünstigt Alkoholmissbrauch
und Alkoholsucht.
Alkoholkrankheit 7

Es konnte außerdem nachgewiesen werden, dass Belastungen der Arbeitswelt das Suchtrisiko fördern[12] (siehe dazu
auch: Gratifikationskrise).

Weitere Schutz- und Risikofaktoren


Stillen schützt vor Alkoholismus, wie eine Auswertung der „Copenhagen Perinatal Cohort“ Studie ergab. Die
Langzeituntersuchung umfasst die Daten von 6562 inzwischen 44- bis 46-jährigen Kopenhagenern. Das Risiko,
alkoholabhängig zu werden, war für Probanden, die als Kind nur kurz gestillt, fast um 50 Prozent höher als das von
Teilnehmern, die lange gestillt wurden.[13]

Verbreitung und Ausmaß der Krankheit


Die Verbreitung und die Folgen der Alkoholkrankheit werden meist
unterschätzt. Nachdem es zu Beginn der 90er Jahre zu einem
Rückgang des absoluten Alkoholverbrauchs pro Kopf gekommen war,
hat sich der Wert aktuell bei etwas über 10 Litern pro Kopf und Jahr
stabilisiert, womit Deutschland international in der Spitzengruppe ist
[14]
.

Nach aktuellen Schätzungen gibt es zwischen 1,3 und 2,5 Millionen


alkoholabhängige Menschen in Deutschland[7] , darunter 30 Prozent
Frauen. Etwa 9,5 Millionen konsumieren Alkohol in riskanter
(gesundheitsgefährdeter) Weise[6] . Die Bezifferung der Toten durch
Alkoholkonsum ist je nach Quelle unterschiedlich hoch. Das
Statistische Bundesamt zählte im Jahr 2000 16.000 Tote durch
Alkoholkonsum; dabei trat der Tod in 9.550 Fällen durch
Leberzirrhose ein. Das Deutsche Rote Kreuz berichtet hingegen von
40.000 Todesfällen[7] , davon 17.000 an Leberzirrhose. Der Drogen- Baby mit typischen Gesichtsmerkmalen des
und Suchtbericht 2009 der Drogenbeauftragten der deutschen Fetalen Alkoholsyndroms, ausgelöst durch
Alkoholkonsum in der Schwangerschaft
Bundesregierung spricht sogar von mindestens 73.000 Toten als Folge
[6]
übermäßigen Alkoholkonsums in Deutschland (zum Vergleich:
Drogentod durch illegale Drogen 1.477, Tod als Folge des Tabakrauchens: 110.000). Hinzu kommen jährlich etwa
4.000 Kinder, die wegen des Alkoholmissbrauchs ihrer Mütter geschädigt zur Welt kommen (siehe Fetales
Alkoholsyndrom)[15] . Weiterhin wird geschätzt, dass etwa 250.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
unter 25 Jahren stark alkoholgefährdet oder schon abhängig sind. Alkoholiker findet man in allen gesellschaftlichen
Schichten. Vor allem jugendliche Alkoholkranke kommen nicht selten aus gehobenen Schichten. Ihnen fehlt meist
die Zuneigung der immerzu beschäftigten Eltern (siehe Jugendalkoholismus).

Das gesellschaftliche Ausmaß des Alkoholismus bei älteren Menschen wurde in der Vergangenheit unterschätzt.
Aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung und der demografischen Entwicklung kann von keiner sich selbst
begrenzenden Krankheit ausgegangen werden.
Weltweit beträgt die Sterbequote durch Alkohol (inkl. Verkehrsunfällen, Krebs, ..) eins zu 25. In Europa stirbt einer
von 10 Menschen an den Folgen des Alkoholkonsums[16] .
Alkoholkrankheit 8

Jahr Psychische und Akute Intoxikation (F10.0) Toxische Wirkung von Alkohol (T51)
Verhaltensstörungen
durch Alkohol (ICD-10 F10)

2008 k.A. k.A.

2007 316.119 98.562 5.332

2006 298.955 87.535 9.741

2005 299.428 88.938 3.298

2004 290.864 81.212 3.834

2003 286.115 70.562 5.006

2002 284.215 63.104 7.356

2001 285.753 61.295 6.668

2000 280.622 54.041 8.971

Gesellschaftliche Folgen
Die Folgekosten der Alkoholkrankheit sind enorm, da neben den
Belastungen des Gesundheitswesens auch indirekte Kosten wie die
Verluste an volkswirtschaftlicher Produktivität durch
Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung sowie Folgekosten von
alkoholbedingten Verkehrsunfällen, Straftaten und erhöhte
Scheidungsraten von Alkoholkranken zu berücksichtigen sind. Das
Robert Koch Institut schätzt den jährlichen volkswirtschaftlichen
Schaden auf 20 Milliarden Euro;[17] andere Schätzungen belaufen sich
auf 15 bis 40 Milliarden Euro. Dem stehen staatliche Einnahmen an
Alkoholsteuern von zurzeit etwas mehr als 2,2 Milliarden Euro
gegenüber. Die Umsätze der Alkoholindustrie Deutschlands belaufen
sich auf gleich bleibend zwischen 15 und 17 Milliarden Euro, die mit
rund 85.000 Beschäftigten erzielt werden.

Neben diesen materiellen Kosten muss man auch die seelischen


„Kosten“ im Sinne des verursachten Leides berücksichtigen. Dazu
gehören insbesondere die Folgen im sozialen Bereich: in
Partnerschaften, Familien, Freundschaften und im Kollegenkreis. Gustav Imlauer: Ihr zu Füßen
Besonders leiden Kinder und Jugendliche, die in alkoholbelasteten
Familien aufwachsen. Sie haben unter anderem durch die dadurch entstehende Zusatzbelastung in der Schule und
beim Berufseinstieg vielfach schlechtere Chancen. Viele haben ein Leben lang, zum Teil auch (epi-)genetisch
bedingt, psychische oder Alkoholprobleme. Wegen der schlechten Erfassbarkeit ist dies die am wenigsten beachtete
Gruppe.
Alkoholkrankheit 9

Wesensveränderung durch Alkoholabhängigkeit


Die Anzeichen der Alkoholkrankheit entwickeln sich über viele Jahre. Der alkoholabhängige Mensch zeigt eine
negative Wesensveränderung. Die alkoholtoxische Wesensveränderung ist eine Vergiftung durch langjährigen,
regelmäßigen Alkoholkonsum. Persönlichkeitsmerkmale treten stärker in Erscheinung. Betroffen sind auch die
Reaktionsmuster des Betroffenen auf alltägliche Belastungen und Konflikte. Stimmungsschwankungen,
Antriebsstörungen, vermindertes Durchhaltevermögen, mangelhafte Konzentration, Interessenverarmung und
Unzuverlässigkeit lassen den Alkoholkranken in seiner Gesamtpersönlichkeit als unharmonisch-entdifferenziert
erscheinen. Die Wesensveränderung kann sich in Kritik- und Urteilsschwäche, Unehrlichkeit und sozialer
Unangepasstheit zeigen. Sie ist immer Ausdruck einer veränderten Persönlichkeit, die nicht mehr fähig ist, das
Leben so anzunehmen, wie es ist. Realistische Pläne für die Gegenwart und für die Zukunft können nicht mehr
entworfen werden. Man spricht von einer „Scheinwelt“, in der ein Alkoholabhängiger lebt.
Zur Wesensveränderung gehört auch die Neigung, die Alkoholkrankheit zu leugnen oder zu bagatellisieren. Die
Struktur der Wesensveränderung ist bei jedem Alkoholabhängigen anders. Aber sie hat immer Auswirkungen im
zwischenmenschlichen und sozialen Bereich. Der Alkoholkranke leidet, ohne dies richtig wahrzunehmen. Um das
eigene Unglück zu verdrängen, lässt er andere Menschen leiden – durch seine Reizbarkeit, Wut und Aggression,
durch Egoismus, Intrigen, Unehrlichkeit und Launen. Für die Partner des Alkoholabhängigen ist das
Zusammenleben sehr schwierig, für Kinder ein Schicksalsschlag, für Kollegen eine Nervenprobe. Deshalb ist die
alkoholtoxische Wesensveränderung die schwerwiegendste Alkoholismus-Folge überhaupt.

Diagnostik

ICD–10
Die ICD-10 definiert sechs Kriterien, von denen mindestens drei erfüllt sein müssen, um die Diagnose
Alkoholkrankheit stellen zu können:
• starker Wunsch oder Zwang, Alkohol zu trinken
• Kontrollverlust in Bezug auf die Menge, den Beginn oder das Ende des Konsums
• körperliche Entzugserscheinungen bei Konsumstopp oder Konsumreduktion
• Toleranzentwicklung
• Vernachlässigung anderer Tätigkeiten, um stattdessen zu konsumieren, Alkohol zu beschaffen, oder sich vom
Konsum zu erholen
• trotz nachgewiesener körperlicher Spätfolgen weiterer Alkoholkonsum

Screening
Als Screening-Instrument für den Allgemeinarzt bewährte sich das CAGE-Interview. Mindestens zwei „Ja“ auf die
folgenden Fragen weisen auf eine Alkoholabhängigkeit hin.
• C = Cut down: „Haben Sie (erfolglos) versucht, Ihren Alkoholkonsum einzuschränken?“
• A = Annoyed: „Haben andere Personen Ihr Trinkverhalten kritisiert und Sie damit verärgert?“
• G = Guilty: „Hatten Sie schon Schuldgefühle wegen Ihres Alkoholkonsums?“
• E = Eye Opener: „Haben Sie jemals schon gleich nach dem Aufstehen getrunken, um ‚in die Gänge zu kommen‘
oder sich zu beruhigen?“
Eine ausführlichere Differentialdiagnostik ist mit dem „Trierer Alkoholismusinventar“ (TAI) möglich, einem aus 90
Punkten bestehenden Fragebogen zum Suchtverhalten, das folgende sieben Dimensionen abbildet: „Schweregrad“,
„Soziales Trinken“, „Süchtiges Trinken“, „Motive“, „Schädigung“ sowie im Fall bestehender Partnerschaften
„Partnerprobleme wegen Trinken“ und „Trinken wegen Partnerproblemen“.
Alkoholkrankheit 10

Laborparameter
• Enzymerhöhungen:
da die Leber mit dem Abbau des Alkohols überfordert ist, kommt es zu einer sukzessiven Leberschädigung durch
nicht mehr (vollständig) abgebaute Stoffwechselprodukte, die in mehreren Stadien abläuft:
• Fettleber:
• nur allein γ-GT ↑ ist erhöht
• Fettleberhepatitis:
• jetzt auch Erhöhung der sog. Transaminasen:
• GOT/ASAT ↑
• GPT/ALAT ↑
• AP ↑
• Leberzirrhose:
• bei weiterer Schädigung kommt es zu einem fortschreitenden (irreversiblen) Lebergewebeuntergang, bzw.
Umbau in bindegewebiges funktionsuntüchtiges Gewebe. Jetzt sind auch alle Stoffe erniedrigt, die die Leber
herstellt, etwa:
• Albumin ↓
• in der Leber synthetisierte Gerinnungsfaktoren: Quick↓, Protein C↓, Protein S ↓
• direktes Bilirubin ↓
• den Alkoholkonsum kann man (etwa zur Klärung der Schuldfrage nach einem Autounfall) nachweisen durch:
• direkte Blutabnahme oder einen Atemalkoholtest einige Stunden nach Alkoholeinnahme
• ETG ↑ (Ethylenglukuronid) → Neuer, seit 2003 verwendeter, empfindlicher Kurzzeitmarker. Nachweis eines
(auch einmaligen geringen) Alkoholkonsums bis zu drei Tage, man kann also damit schon den einmaligen
Konsum von einer halben Flasche Bier nachweisen, auch wenn die Person nie zuvor oder danach je Alkohol zu
sich genommen hat
• CDT ↑ → Langzeitmarker (ab dem fünften bis zum zirka 21. Tag nachweisbar) Mit CDT kann man die
konsumierte Alkoholmenge in den letzten drei Wochen nachweisen oder abschätzen
• Begleitalkoholanalyse zum Nachweis längerer Trunkenheitsphasen
• MCV ↑ (makrozytäre Anämie als Folge eines ernährungsbedingten Folsäuremangels)

Behandlung

Entzug
Bei einem Alkoholentzug wird der Alkohol abrupt abgesetzt. Dabei können heftige bis lebensbedrohliche
Entzugserscheinungen auftreten. Deshalb erfolgt die Entgiftung stationär unter ärztlicher Aufsicht in einer speziellen
Entgiftungsstation für Alkoholkranke. Dort wird dann auch die Langzeittherapie eingeleitet und der Kontakt mit
Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen geknüpft. Die stationäre Entgiftung dauert acht bis 14 Tage.
Entzugssymptome sind Übelkeit, Nervosität, Schlafstörungen, der starke Drang, Alkohol trinken zu müssen
(„Saufdruck“), Gereiztheit und Depression. Ist die körperliche Abhängigkeit schon weiter fortgeschritten, kommen
zum Beispiel starkes Schwitzen, Zittern (vor allem der Hände), grippeähnliche Symptome und – in äußerst
schlimmen Fällen – zerebrale Krampfanfälle, mit Zungenbiss und Halluzinationen bis zum Delirium tremens hinzu.
Entzugserscheinungen werden medikamentös behandelt. In Deutschland üblich ist die Verwendung von
„Distraneurin“ (Wirkstoff Clomethiazol) oder eines Präparates vom Benzodiazepin-Typ (etwa Diazepam, Clorazepat)
sowie oftmals blutdrucksenkende Mittel der Wirkstoffgruppe der Imidazoline (etwa Catapresan). Um die Gefahr von
Entzugskrampfanfällen zu reduzieren, empfiehlt sich die Verwendung eines Antiepileptikums. Hat der Patient den
Entzug überstanden, ist sein Körper vom Alkohol entgiftet.
Alkoholkrankheit 11

Therapie
Direkt anschließend an den Entzug beginnt die eigentliche Therapie. Sie besteht aus Langzeitentwöhnung einerseits
und Persönlichkeitsentwicklung und sozialem Training andererseits. Entsprechende Therapien werden meist in
speziellen Suchtkliniken (psychosomatische Klinik) als Langzeit- oder Kurzzeittherapie durchgeführt, seltener
ambulant. Wesentliche Methoden sind: therapeutische Gemeinschaft, soziales Kompetenztraining, Selbsthilfegruppe,
pharmakologische Aversionstherapie, Reizexpositionsverfahren, systemische Familientherapie.
Die Therapien finden meistens in Gruppengesprächen und gelegentlich Einzelgesprächen statt und werden von
Sozialpädagogen, Psychiatern, Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, Heilpraktikern und Pfarrern durchgeführt. Erste
Anlaufstellen für eine ambulante oder stationäre Therapie sind Suchtberatungsstellen oder psychosoziale
Beratungsstellen. Auch die Gesundheitsämter können weiterhelfen.
Die wesentliche und notwendige Erkenntnis in der Therapie ist, dass der Zustand der „Alkohollosigkeit“
unabdingbare Voraussetzung für die „Trockenheit“ ist, dass aber die eigentliche Trockenheit durch persönliche und
soziale Entwicklung erreicht wird und dies ein lebenslanger Prozess ist.
Seit vielen Jahren haben sich Selbsthilfegruppen, wie Anonyme Alkoholiker, Blaues Kreuz, Guttempler oder
Kreuzbund bewährt. Hier treffen sich in regelmäßigen Abständen trockene Alkoholiker, die über ihr gemeinsames
Problem sprechen. Beim Kreuzbund e. V. wird auch die Familie mit einbezogen. Selbsthilfegruppen wirken
außerordentlich unterstützend auf den Therapieerfolg, in manchen Fällen können sie sogar als Alternative zur
klassischen Therapie in Betracht gezogen werden, insbesondere, wenn der Patient genügend Rückhalt durch Familie
und Freunde hat.
Alkoholabhängigkeit ist immer auch als Interaktion mit den Mitmenschen zu betrachten. Diese sind deshalb in die
Behandlung einzubeziehen. Lebenspartner, Kinder und ggf. Kollegen spielen bei der Änderung auch des eigenen
Verhaltens eine wichtige Rolle. Auch für Angehörige und Freunde von Alkoholikern gibt es Selbsthilfegruppen,
sowohl gemeinsam mit wie auch getrennt von den Selbsthilfeangeboten für Alkoholkranke, etwa Al-Anon.
Ambulante Therapien werden seit 1996 von Kostenträgern übernommen. Voraussetzung für eine ambulante
Behandlung ist eine mittelfristige Abstinenz von mindestens zwei bis drei Monaten. Unabdingbar ist dabei eine
soziale Einbindung (etwa durch Arbeitsplatz, Familie, Freundes- und Bekanntenkreis, Selbsthilfegruppe).

Medikamente
Bei Alkoholkranken ist die Übertragung vieler Botenstoffe im Gehirn gestört. Beispielsweise erhöht sich die Anzahl
der Glutamat-Bindungsstellen. Daher wurde versucht, durch die Opioid-Antagonisten Acamprosat und Naltrexon
regulierend einzugreifen und die psychischen Entzugserscheinungen zu mildern – ein Verfahren, das bei
Opioidsüchtigen bewährt ist. In den USA wird derzeit eine injizierbare Depotformulierung von Naltrexon klinisch
erprobt (Handelsname Vivitrex®). Schon wesentlich länger im Gebrauch ist die Substanz Disulfiram (Antabus®), die
einen anderen Mechanismus nutzt: Durch Hemmung eines für den Alkoholabbau wichtigen Enzyms erhöht sich bei
Alkoholkonsum der Acetaldehyd-Spiegel, was schwere Kopfschmerzen und Brechreiz auslöst und somit das Trinken
unmöglich macht.
Für die Wirksamkeit von Acamprosat und Naltrexon in der Therapie der Alkoholabhängigkeit gibt es zurzeit
eindeutige Hinweise; bei Disulfiram sind die Ergebnisse weniger klar. Aktuell wird untersucht, ob auch
Medikamente, die in den Stoffwechsel des Botenstoffs Serotonin eingreifen (etwa Fluoxetin und Ondansetron), zur
Behandlung der Alkoholabhängigkeit geeignet sind.[18] Viele der oben genannten Medikamente werden oft auch als
Anti-Craving-Substanzen bezeichnet.
Zur Behandlung bei Suchtkrankheiten wird auch Akupunktur verwendet, allerdings bislang ohne wissenschaftlichen
Nachweis der Wirksamkeit.
Jetzt erhoffen sich Forscher neue Erfolge bei der Suchtbekämpfung durch die körpereigene Substanz GDNF, die
direkt ins Gehirn gespritzt helfen soll, das Verlangen nach Alkohol zu stoppen. Bislang verliefen Tests an Ratten,
Alkoholkrankheit 12

denen der Wachstumsfaktor injiziert wurde, erfolgreich. Man hofft, diese Erkenntnis auch auf den Menschen
übertragen zu können, da die Sucht nach Alkohol bei Ratten und Menschen ähnlichen Prozessen zugrunde liegt.

Prognose

Dauerhaftigkeit der Abstinenz und Rückfall


Der Erfolg hängt meist weniger von der Art und Dauer der Therapie als von der Motivation des Süchtigen ab.
Trotzdem gilt: Je eher eine Alkoholkrankheit behandelt wird, desto besser ist die Erfolgsaussicht. Ist der Patient
einsichtig und hat er den starken Wunsch mit dem Trinken aufzuhören, hat er recht gute Chancen. Immerhin
schaffen es etwa 50 Prozent, langfristig abstinent zu bleiben.
Schwere Rückfälle machen einen erneuten Entzug mit anschließender Therapie unumgänglich. Viele Patienten
gelangen erst nach mehreren Therapiemaßnahmen zu einer stabilen Trockenheit. Zu Rückfällen kann es nach Jahren
und sogar Jahrzehnten noch kommen. Eine Heilung im eigentlichen Sinne gibt es somit nicht. Die Krankheit kann
durch Abstinenz gestoppt, aber nicht geheilt werden.

Kontrolliertes Trinken
Vollkommene Abstinenz wird nicht mehr als einzige Möglichkeit gesehen, der Alkoholkrankheit entgegenzutreten.
So ist es nach Davison et al. (2007) in gesellschaftlichen Situationen durchaus hilfreich, kontrolliert trinken zu
können, um eine Stigmatisierung der Person erfolgreich zu verhindern. So konnten Dawson et al. (2006) in ihrer
Veröffentlichung zeigen, dass ein gewisser Teil von Alkoholikern durchaus längerfristig mit kontrolliertem Trinken
ein vergleichsweise normales Leben führen können. Eine vollkommene Abstinenz ist damit nicht mehr die einzige
Möglichkeit, die Krankheit zu beherrschen.
Jedoch ist es nach Lindenmeyer (2006) problematisch, im deutschen Sprachraum diesen Ansatz zu verfolgen, da
immer noch etwa alle wichtigen Selbsthilfegruppen die vollkommene Abstinenz zum Ziel haben. Außerdem ist nach
Davison et al. (2007) kontrolliertes Trinken eher für jüngere und weniger abhängige Trinker besser; Abstinenz
dagegen das bessere Ziel für ältere und stärkere Trinker. Will man Personen mit riskantem oder schädlichem
Alkoholkonsum für eine Behandlung motivieren, sind anstelle von vollkommener Abstinenz offenere Trinkziele wie
zum Beispiel kontrolliertes Trinken besser geeignet.
Laut Feuerlein (2005) zeige sich, dass das kontrollierte Trinken, das als solches gar nicht eindeutig festgelegt sei, nur
von den wenigsten alkoholabhängigen Personen über Jahre durchgehalten werden könne (etwa 2 bis 5 %). Die
meisten von ihnen verfielen wieder in ihre alten Trinkgewohnheiten oder entschlössen sich endgültig, abstinent zu
bleiben. Der Versuch des kontrollierten Trinkens gelänge eher bei Personen, die noch nicht abhängig geworden
seien. Weitere Argumente gegen kontrolliertes Trinken seien folgende:
• Die meisten körperlichen Alkoholfolgeschäden bildeten sich erst nach mindestens einjähriger totaler Abstinenz
zurück
• Die für die Nachsorge so wichtigen Selbsthilfegruppen sind auf Abstinenz ausgerichtet
Zusammengefasst: Das kontrollierte Trinken kann als generelles Behandlungsprinzip für Alkoholabhängige nicht
empfohlen werden. Gründe für das Versagen des Prinzips des kontrollierten Trinkens sind vor allem die
Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit, bedingt durch das hohe Abhängigkeitspotential des Alkohols und das
Suchtgedächtnis des Betroffenen.
Alkoholkrankheit 13

Leben ohne Alkohol


Für trockene Alkoholkranke wird durch Fachkliniken, Selbsthilfegruppen und Therapeuten totale Abstinenz von
allen alkoholischen Lebensmitteln empfohlen, weil laut Erfahrungsberichten schon geringe Mengen Alkohol das
Verlangen nach mehr entwickeln können. So kann der alte Kreislauf von Abhängigkeit neu entstehen, manchmal
reicht eine Praline mit Alkohol aus. Das kann sogar nach Jahrzehnten der Abstinenz geschehen.
Das gilt auch für „alkoholfreies Bier“ und andere Getränke wie Wein oder Sekt, die als alkoholfrei verkauft werden.
Diese enthalten oft bis zu 0,5 Prozent Alkohol, ohne dass das gekennzeichnet werden muss. Hier sind jedoch
Geschmack und Geruch sowie die äußerliche Ähnlichkeit der entsprechenden Getränke die verantwortlichen
Faktoren für erneutes Alkoholverlangen. Der 0,5%ige Alkoholgehalt findet sich als natürliches Nebenprodukt
ungekennzeichnet auch in Fruchtsäften oder ähnlichen zuckerhaltigen Getränken oder Nahrungsmitteln.

Literatur
• König Alkohol (Jack London, 1913)
• Alkohol (Upton Sinclair, 1931)
• Unter dem Vulkan (Malcolm Lowry, 1947)
• Der Trinker (Hans Fallada, 1950)

Film
• Das verlorene Wochenende (Billy Wilder, 1945)
• Wofür das Leben sich lohnt (George Stevens, 1952)
• Die Tage des Weines und der Rosen (Blake Edwards, 1962)
• Unter dem Vulkan (John Huston, 1984)
• Leaving Las Vegas (Mike Figgis, 1995)
• Mein Name ist Joe (Ken Loach, 1998)
• Dunkle Tage (Margarethe von Trotta, 1999)

Musik
Mehrere Interpreten haben sich der Thematik Alkoholkrankheit bedient und in ihren Werken (gesellschafts-)kritisch
darüber reflektiert, etwa Herbert Grönemeyer mit seinem Lied Alkohol (1984) oder Marius Müller-Westernhagen mit
Johnny W. (1978). Bekannt sind auch die autobiographisch beeinflussten Lieder von John Michael „Ozzy“ Osbourne
(zum Beispiel Demon Alcohol, Suicide Solution).

Verweise

Siehe auch
• Alkoholvergiftung
• Trinkgelage
• Abstinenzverein
• Alkoholpräventionsprogramm
• Branntweinpest
• Prohibition
• Rauschtrinken
Alkoholkrankheit 14

Literatur
• Abrolat, Corinna: Schweregradbestimmung bei chronischer Alkoholabhängigkeit: Die Evaluation des
EuropASI-Interviews im Hinblick auf Reliabilität und Validität an einer Stichprobe von 65 Tübinger
Alkoholkranken [19]
• Ingrid Arenz-Greiving: Die vergessenen Kinder. Kinder von Suchtkranken. Wuppertal: Blaukreuz, 1998
• B. Croissant1, K. Mann: Qualifizierter Entzug – Die stationäre Entzugsbehandlung von Alkoholabhängigen und
ihre ambulante Fortführung. Klinikarzt 2003; 32: 306–312 [20]
• Griffith Edwards (Hrsg.): Alkoholkonsum und Gemeinwohl – Strategien zur Reduzierung des schädlichen
Gebrauchs in der Bevölkerung, F. Enke Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-432-26651-0
• Flurschütz, Carola: Prognosefaktoren, Langzeitverlauf und Komorbidität alkoholabhängiger Frauen und Männer
– Zehn-Jahres-Katamnesen, Diss. Universität Tübingen 2007 [21]
• Havemann-Reinecke, Ursula; Siegfried Weyerer, Heribert Fleischmann (Hrsg.): Alkohol und Medikamente,
Missbrauch und Abhängigkeit im Alter. Freiburg i.Br. Lambertus, 1998
• Hartmann, Isabelle Katrin: Der Langzeitverlauf nach einer kombiniert stationär-ambulanten Psychotherapie
alkoholabhängiger Patienten – eine 25-Jahreskatamnese, Diss. Universität Tübingen 2005 [22]
• Joachim Körkel, Gunter Kruse: Rückfall bei Alkoholabhängigkeit. Psychiatrie-Verlag, Bonn 2005, ISBN
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• S. Loeber, K. Mann: Entwicklung einer evidenzbasierten Psychotherapie bei Alkoholismus. Der Nervenarzt Bd.
77/2006, S. 558–566,
• Hans Praschniker: soziodemographischer Hintergrund, Alkoholismuskarriere, Abstinenzdauer, Selbstbild und
Persönlichkeit von Genesenden Alkoholikern – eine Erkundungsstudie an Anonymen Alkoholikern in Österreich;
Dissertation Universität Graz, 1984
• Robert, Kerstin: Evidenzbasierte Literaturrecherche für eine Leitlinie zur Früherkennung und Frühbehandlung
von riskantem Alkoholkonsum und Alkoholabhängigkeit in der hausärztlichen Praxis, Diss. Universität Tübingen
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• Dirk R. Schwoon: Umgang mit alkoholabhängigen Patienten. Psychiatrie-Verlag, Bonn 2004, ISBN
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• Jellinek, E. M., The Disease Concept of Alcoholism, Hillhouse, (New Haven), 1960
• Simon Borowiak: ALK – Fast ein medizinisches Sachbuch, Eichborn-Verlag, 2006, ISBN 3-8218-5644-0
• Ralf Schneider: Die Suchtfibel. 13. Auflage. Schneider Verlag, Hohengehren 2001, ISBN 3-89676-474-8
• Bernhard van Treeck: Drogen- und Suchtlexikon. Lexikon-Imprint-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-89602-221-0
(erweiterte Neuauflage, Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-542-2)
• Wilhelm Feuerlein: Alkoholismus: Warnsignale, Vorbeugung, Therapie. C. H. Beck, München – 5. Auflage 2005,
ISBN 3-406-45533-6
• Gunter Kruse, Joachim Körkel, Ulla Schmalz: Alkoholabhängigkeit erkennen und behandeln. Mit literarischen
Beispielen (Lehrbuch). 2. Auflage. Psychiatrie-Verlag, Bonn 2001, ISBN 978-3-88414-244-8
• Lindenmeyer, J.: Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit. In: Wittchen, H., & Hoyer, J.: Klinische Psychologie &
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• Dawson et al. (2006). Recovery from DSM-IV Alcohol Dependence: United States, 2001–2002. Alcohol Research
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• Davison, G. C., Neale, J. M., & Hautzinger, M. Klinische Psychologie. Beltz Psychologie Verlags Union, 7.
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• Hasso Spode: Alkoholismus. In: Aus Politik und Zeitgeschichte (hg. v. Bundeszentrale für pol. Bildung) 28/2008
[25].
Alkoholkrankheit 15

Weblinks
• Alkoholabhängigkeit: Diagnose, Krankheitsbild, Therapien, Coabhängigkeit, Studien und Fachliteratur
(alkoholismus-hilfe.de) [26]
• Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des Alkoholismus (alkoholratgeber.de) [27]
• Gesamtalkoholkonsum in den Ländern der Europäischen Union (siehe dort 24.) [28]
• Robert Koch Institut (2003) Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes Bundes-Gesundheitssurvey:
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Referenzen
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[2] http:/ / www. uni-essen. de/ ap/ 10_05_Alkohol_Nikotin_aktuellsteVersion. pdf
[3] http:/ / www. charite. de/ psychiatrie/ lehre/ alkohol2. pdf
[4] http:/ / www. dimdi. de/ dynamic/ de/ klassi/ diagnosen/ icd10/ htmlamtl2006/ fr-icd. htm
[5] Lindenmeyer, J.: Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit. In: Wittchen, H., und Hoyer, J.: Klinische Psychologie und Psychotherapie.
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[6] http:/ / www. bmg. bund. de/ SharedDocs/ Downloads/ DE/ Drogen-Sucht/ Drogen_20und_20Sucht_20allgemein/
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[7] http:/ / www. drk. de/ angebote/ soziale-unterstuetzung/ suchtberatung. html (abgerufen am 20.Oktober 2009)
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[10] http:/ / www3. interscience. wiley. com/ cgi-bin/ abstract/ 112475446/ ABSTRACT MAOA-uVNTR polymorphism in a Brazilian sample:
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[11] Die Presse vom 8. Juni 2007 (http:/ / www. diepresse. com/ home/ spectrum/ zeichenderzeit/ 309258/ index. do?_vl_ba): Bericht von Elke
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[12] Münster Universitätszeitung (17. November 1999): „Wenn Arbeit zur Sucht wird: Sozialwissenschaftler untersuchten Zusammenhang
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[13] Dr. Regiona Albers: „Suchtforschung: Stillen schützt vor Alkoholismus“. Focus online vom 25. April 2006 (http:/ / www. focus. de/
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[14] Robert Koch Institut (2003) Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes – Bundes-Gesundheitssurvey: Alkohol (http:/ / www. rki.
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[15] http:/ / www. bmg. bund. de/ SharedDocs/ Downloads/ DE/ Drogen-Sucht/ Drogen_20und_20Sucht_20allgemein/
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(Seite 45)
[16] Zentrum für Suchtforschung und Mentale Gesundheit – Toronto (2009) Forscher machen Alkohol für jeden zehnten Todesfall
verantwortlich (http:/ / www. spiegel. de/ wissenschaft/ mensch/ 0,1518,632605,00. html)
[17] Robert-Koch-Institut: „Kosten alkoholassoziierter Krankheiten“ (http:/ / www. rki. de/ cln_006/ nn_260532/ DE/ Content/ GBE/
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[18] Williams SH: Medications for Treating Alcohol Dependence  Volltext (http:/ / www. aafp. org/ afp/ 20051101/ 1775. html) (englisch)
[19] http:/ / w210. ub. uni-tuebingen. de/ dbt/ volltexte/ 2002/ 545/ pdf/ diss. pdf
[20] http:/ / www. thieme-connect. com/ ejournals/ html/ klinikarzt/ doi/ 10. 1055/ s-2003-42383
[21] http:/ / tobias-lib. ub. uni-tuebingen. de/ volltexte/ 2007/ 2895/ pdf/ DissEndversionDruckvorlage21. 06. 07. pdf
[22] http:/ / w210. ub. uni-tuebingen. de/ dbt/ volltexte/ 2005/ 2127/ pdf/ Diss_Isabelle-Hartmann. pdf
[23] http:/ / w210. ub. uni-tuebingen. de/ dbt/ volltexte/ 2005/ 1914/ pdf/ Abgabe_Version_16. pdf
[24] http:/ / pubs. niaaa. nih. gov/ publications/ arh29-2/ 131-142. pdf
[25] http:/ / www. bpb. de/ publikationen/ 6EPRLB,0,Alkoholismus. html
[26] http:/ / www. alkoholismus-hilfe. de/
[27] http:/ / www. alkoholratgeber. de
Alkoholkrankheit 16

[28] http:/ / ec. europa. eu/ health/ ph_information/ dissemination/ echi/ echi_de. htm
[29] http:/ / www. rki. de/ cln_152/ nn_196910/ DE/ Content/ GBE/ Gesundheitsberichterstattung/ GBEDownloadsB/
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[30] http:/ / www. uni-duesseldorf. de/ AWMF/ ll/ 076-008. htm
Quelle(n) und Bearbeiter des/der Artikel(s) 17

Quelle(n) und Bearbeiter des/der Artikel(s)


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GNU Free Documentation License


Version 1.2, November 2002
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Everyone is permitted to copy and distribute verbatim copies
of this license document, but changing it is not allowed.
0. PREAMBLE
The purpose of this License is to make a manual, textbook, or other functional and useful document "free" in the sense of freedom: to assure everyone the effective freedom to copy and redistribute it, with or without modifying it,
either commercially or noncommercially. Secondarily, this License preserves for the author and publisher a way to get credit for their work, while not being considered responsible for modifications made by others.
This License is a kind of "copyleft", which means that derivative works of the document must themselves be free in the same sense. It complements the GNU General Public License, which is a copyleft license designed for free
software.
We have designed this License in order to use it for manuals for free software, because free software needs free documentation: a free program should come with manuals providing the same freedoms that the software does. But this
License is not limited to software manuals; it can be used for any textual work, regardless of subject matter or whether it is published as a printed book. We recommend this License principally for works whose purpose is instruction or
reference.
1. APPLICABILITY AND DEFINITIONS
This License applies to any manual or other work, in any medium, that contains a notice placed by the copyright holder saying it can be distributed under the terms of this License. Such a notice grants a world-wide, royalty-free
license, unlimited in duration, to use that work under the conditions stated herein. The "Document", below, refers to any such manual or work. Any member of the public is a licensee, and is addressed as "you". You accept the license
if you copy, modify or distribute the work in a way requiring permission under copyright law.
A "Modified Version" of the Document means any work containing the Document or a portion of it, either copied verbatim, or with modifications and/or translated into another language.
A "Secondary Section" is a named appendix or a front-matter section of the Document that deals exclusively with the relationship of the publishers or authors of the Document to the Document's overall subject (or to related matters)
and contains nothing that could fall directly within that overall subject. (Thus, if the Document is in part a textbook of mathematics, a Secondary Section may not explain any mathematics.) The relationship could be a matter of
historical connection with the subject or with related matters, or of legal, commercial, philosophical, ethical or political position regarding them.
The "Invariant Sections" are certain Secondary Sections whose titles are designated, as being those of Invariant Sections, in the notice that says that the Document is released under this License. If a section does not fit the above
definition of Secondary then it is not allowed to be designated as Invariant. The Document may contain zero Invariant Sections. If the Document does not identify any Invariant Sections then there are none.
The "Cover Texts" are certain short passages of text that are listed, as Front-Cover Texts or Back-Cover Texts, in the notice that says that the Document is released under this License. A Front-Cover Text may be at most 5 words, and a
Back-Cover Text may be at most 25 words.
A "Transparent" copy of the Document means a machine-readable copy, represented in a format whose specification is available to the general public, that is suitable for revising the document straightforwardly with generic text editors
or (for images composed of pixels) generic paint programs or (for drawings) some widely available drawing editor, and that is suitable for input to text formatters or for automatic translation to a variety of formats suitable for input to
text formatters. A copy made in an otherwise Transparent file format whose markup, or absence of markup, has been arranged to thwart or discourage subsequent modification by readers is not Transparent. An image format is not
Transparent if used for any substantial amount of text. A copy that is not "Transparent" is called "Opaque".
Examples of suitable formats for Transparent copies include plain ASCII without markup, Texinfo input format, LaTeX input format, SGML or XML using a publicly available DTD, and standard-conforming simple HTML,
PostScript or PDF designed for human modification. Examples of transparent image formats include PNG, XCF and JPG. Opaque formats include proprietary formats that can be read and edited only by proprietary word processors,
SGML or XML for which the DTD and/or processing tools are not generally available, and the machine-generated HTML, PostScript or PDF produced by some word processors for output purposes only.
Lizenz 18

The "Title Page" means, for a printed book, the title page itself, plus such following pages as are needed to hold, legibly, the material this License requires to appear in the title page. For works in formats which do not have any title
page as such, "Title Page" means the text near the most prominent appearance of the work's title, preceding the beginning of the body of the text.
A section "Entitled XYZ" means a named subunit of the Document whose title either is precisely XYZ or contains XYZ in parentheses following text that translates XYZ in another language. (Here XYZ stands for a specific section
name mentioned below, such as "Acknowledgements", "Dedications", "Endorsements", or "History".) To "Preserve the Title" of such a section when you modify the Document means that it remains a section "Entitled XYZ" according
to this definition.
The Document may include Warranty Disclaimers next to the notice which states that this License applies to the Document. These Warranty Disclaimers are considered to be included by reference in this License, but only as regards
disclaiming warranties: any other implication that these Warranty Disclaimers may have is void and has no effect on the meaning of this License.
2. VERBATIM COPYING
You may copy and distribute the Document in any medium, either commercially or noncommercially, provided that this License, the copyright notices, and the license notice saying this License applies to the Document are reproduced
in all copies, and that you add no other conditions whatsoever to those of this License. You may not use technical measures to obstruct or control the reading or further copying of the copies you make or distribute. However, you may
accept compensation in exchange for copies. If you distribute a large enough number of copies you must also follow the conditions in section 3.
You may also lend copies, under the same conditions stated above, and you may publicly display copies.
3. COPYING IN QUANTITY
If you publish printed copies (or copies in media that commonly have printed covers) of the Document, numbering more than 100, and the Document's license notice requires Cover Texts, you must enclose the copies in covers that
carry, clearly and legibly, all these Cover Texts: Front-Cover Texts on the front cover, and Back-Cover Texts on the back cover. Both covers must also clearly and legibly identify you as the publisher of these copies. The front cover
must present the full title with all words of the title equally prominent and visible. You may add other material on the covers in addition. Copying with changes limited to the covers, as long as they preserve the title of the Document
and satisfy these conditions, can be treated as verbatim copying in other respects.
If the required texts for either cover are too voluminous to fit legibly, you should put the first ones listed (as many as fit reasonably) on the actual cover, and continue the rest onto adjacent pages.
If you publish or distribute Opaque copies of the Document numbering more than 100, you must either include a machine-readable Transparent copy along with each Opaque copy, or state in or with each Opaque copy a
computer-network location from which the general network-using public has access to download using public-standard network protocols a complete Transparent copy of the Document, free of added material. If you use the latter
option, you must take reasonably prudent steps, when you begin distribution of Opaque copies in quantity, to ensure that this Transparent copy will remain thus accessible at the stated location until at least one year after the last time
you distribute an Opaque copy (directly or through your agents or retailers) of that edition to the public.
It is requested, but not required, that you contact the authors of the Document well before redistributing any large number of copies, to give them a chance to provide you with an updated version of the Document.
4. MODIFICATIONS
You may copy and distribute a Modified Version of the Document under the conditions of sections 2 and 3 above, provided that you release the Modified Version under precisely this License, with the Modified Version filling the role
of the Document, thus licensing distribution and modification of the Modified Version to whoever possesses a copy of it. In addition, you must do these things in the Modified Version:
• A. Use in the Title Page (and on the covers, if any) a title distinct from that of the Document, and from those of previous versions (which should, if there were any, be listed in the History section of the Document). You may use
the same title as a previous version if the original publisher of that version gives permission.
• B. List on the Title Page, as authors, one or more persons or entities responsible for authorship of the modifications in the Modified Version, together with at least five of the principal authors of the Document (all of its principal
authors, if it has fewer than five), unless they release you from this requirement.
• C. State on the Title page the name of the publisher of the Modified Version, as the publisher.
• D. Preserve all the copyright notices of the Document.
• E. Add an appropriate copyright notice for your modifications adjacent to the other copyright notices.
• F. Include, immediately after the copyright notices, a license notice giving the public permission to use the Modified Version under the terms of this License, in the form shown in the Addendum below.
• G. Preserve in that license notice the full lists of Invariant Sections and required Cover Texts given in the Document's license notice.
• H. Include an unaltered copy of this License.
• I. Preserve the section Entitled "History", Preserve its Title, and add to it an item stating at least the title, year, new authors, and publisher of the Modified Version as given on the Title Page. If there is no section Entitled
"History" in the Document, create one stating the title, year, authors, and publisher of the Document as given on its Title Page, then add an item describing the Modified Version as stated in the previous sentence.
• J. Preserve the network location, if any, given in the Document for public access to a Transparent copy of the Document, and likewise the network locations given in the Document for previous versions it was based on. These
may be placed in the "History" section. You may omit a network location for a work that was published at least four years before the Document itself, or if the original publisher of the version it refers to gives permission.
• K. For any section Entitled "Acknowledgements" or "Dedications", Preserve the Title of the section, and preserve in the section all the substance and tone of each of the contributor acknowledgements and/or dedications given
therein.
• L. Preserve all the Invariant Sections of the Document, unaltered in their text and in their titles. Section numbers or the equivalent are not considered part of the section titles.
• M. Delete any section Entitled "Endorsements". Such a section may not be included in the Modified Version.
• N. Do not retitle any existing section to be Entitled "Endorsements" or to conflict in title with any Invariant Section.
• O. Preserve any Warranty Disclaimers.
If the Modified Version includes new front-matter sections or appendices that qualify as Secondary Sections and contain no material copied from the Document, you may at your option designate some or all of these sections as
invariant. To do this, add their titles to the list of Invariant Sections in the Modified Version's license notice. These titles must be distinct from any other section titles.
You may add a section Entitled "Endorsements", provided it contains nothing but endorsements of your Modified Version by various parties--for example, statements of peer review or that the text has been approved by an organization
as the authoritative definition of a standard.
You may add a passage of up to five words as a Front-Cover Text, and a passage of up to 25 words as a Back-Cover Text, to the end of the list of Cover Texts in the Modified Version. Only one passage of Front-Cover Text and one of
Back-Cover Text may be added by (or through arrangements made by) any one entity. If the Document already includes a cover text for the same cover, previously added by you or by arrangement made by the same entity you are
acting on behalf of, you may not add another; but you may replace the old one, on explicit permission from the previous publisher that added the old one.
The author(s) and publisher(s) of the Document do not by this License give permission to use their names for publicity for or to assert or imply endorsement of any Modified Version.
5. COMBINING DOCUMENTS
You may combine the Document with other documents released under this License, under the terms defined in section 4 above for modified versions, provided that you include in the combination all of the Invariant Sections of all of
the original documents, unmodified, and list them all as Invariant Sections of your combined work in its license notice, and that you preserve all their Warranty Disclaimers.
The combined work need only contain one copy of this License, and multiple identical Invariant Sections may be replaced with a single copy. If there are multiple Invariant Sections with the same name but different contents, make the
title of each such section unique by adding at the end of it, in parentheses, the name of the original author or publisher of that section if known, or else a unique number. Make the same adjustment to the section titles in the list of
Invariant Sections in the license notice of the combined work.
In the combination, you must combine any sections Entitled "History" in the various original documents, forming one section Entitled "History"; likewise combine any sections Entitled "Acknowledgements", and any sections Entitled
"Dedications". You must delete all sections Entitled "Endorsements".
6. COLLECTIONS OF DOCUMENTS
You may make a collection consisting of the Document and other documents released under this License, and replace the individual copies of this License in the various documents with a single copy that is included in the collection,
provided that you follow the rules of this License for verbatim copying of each of the documents in all other respects.
You may extract a single document from such a collection, and distribute it individually under this License, provided you insert a copy of this License into the extracted document, and follow this License in all other respects regarding
verbatim copying of that document.
7. AGGREGATION WITH INDEPENDENT WORKS
A compilation of the Document or its derivatives with other separate and independent documents or works, in or on a volume of a storage or distribution medium, is called an "aggregate" if the copyright resulting from the compilation
is not used to limit the legal rights of the compilation's users beyond what the individual works permit. When the Document is included in an aggregate, this License does not apply to the other works in the aggregate which are not
themselves derivative works of the Document.
If the Cover Text requirement of section 3 is applicable to these copies of the Document, then if the Document is less than one half of the entire aggregate, the Document's Cover Texts may be placed on covers that bracket the
Document within the aggregate, or the electronic equivalent of covers if the Document is in electronic form. Otherwise they must appear on printed covers that bracket the whole aggregate.
8. TRANSLATION
Translation is considered a kind of modification, so you may distribute translations of the Document under the terms of section 4. Replacing Invariant Sections with translations requires special permission from their copyright holders,
but you may include translations of some or all Invariant Sections in addition to the original versions of these Invariant Sections. You may include a translation of this License, and all the license notices in the Document, and any
Warranty Disclaimers, provided that you also include the original English version of this License and the original versions of those notices and disclaimers. In case of a disagreement between the translation and the original version of
this License or a notice or disclaimer, the original version will prevail.
If a section in the Document is Entitled "Acknowledgements", "Dedications", or "History", the requirement (section 4) to Preserve its Title (section 1) will typically require changing the actual title.
9. TERMINATION
You may not copy, modify, sublicense, or distribute the Document except as expressly provided for under this License. Any other attempt to copy, modify, sublicense or distribute the Document is void, and will automatically terminate
your rights under this License. However, parties who have received copies, or rights, from you under this License will not have their licenses terminated so long as such parties remain in full compliance.
10. FUTURE REVISIONS OF THIS LICENSE
The Free Software Foundation may publish new, revised versions of the GNU Free Documentation License from time to time. Such new versions will be similar in spirit to the present version, but may differ in detail to address new
problems or concerns. See http:/ / www. gnu. org/ copyleft/ .
Each version of the License is given a distinguishing version number. If the Document specifies that a particular numbered version of this License "or any later version" applies to it, you have the option of following the terms and
conditions either of that specified version or of any later version that has been published (not as a draft) by the Free Software Foundation. If the Document does not specify a version number of this License, you may choose any version
ever published (not as a draft) by the Free Software Foundation.
ADDENDUM: How to use this License for your documents
To use this License in a document you have written, include a copy of the License in the document and put the following copyright and license notices just after the title page:
Copyright (c) YEAR YOUR NAME.
Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document
under the terms of the GNU Free Documentation License, Version 1.2
or any later version published by the Free Software Foundation;
with no Invariant Sections, no Front-Cover Texts, and no Back-Cover Texts.
A copy of the license is included in the section entitled
"GNU Free Documentation License".
If you have Invariant Sections, Front-Cover Texts and Back-Cover Texts, replace the "with...Texts." line with this:
with the Invariant Sections being LIST THEIR TITLES, with the
Front-Cover Texts being LIST, and with the Back-Cover Texts being LIST.
If you have Invariant Sections without Cover Texts, or some other combination of the three, merge those two alternatives to suit the situation.
If your document contains nontrivial examples of program code, we recommend releasing these examples in parallel under your choice of free software license, such as the GNU General Public License, to permit their use in free
software.