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Übungen zum Modul Aromaten und Heterocyclen

Teil 2:
"Heterocyclen"

Prof. Dr. Bernd Schmidt


Institut für Chemie
Organische Synthesechemie

1
Themenbereich A:
„Nomenklatur von Heterocyclen“
Aufgabe A1:
Benennen Sie folgende Heterocyclen nach dem gängigen Nomenklatursystem (Hantzsch-
Widman):
N

S NH

O NH

Aufgabe A2:
Geben Sie Strukturformeln für folgende Heterocyclen an:

a) 1,4-Diazin-2(3H)-on
b) 1H-1,2,4-Triazol-3-carbonsäure
c) 2-Methyl-1,3-diazin
d) 1-Butylazirin
e) 2,5,6-Triamino-3H-pyrimidin-4-on
Aufgabe A3:
Benennen Sie folgende Heterocyclen nach dem gängigen Nomenklatursystem (Hantzsch-
Widman):
N

N
N

O NH

Aufgabe A4:
Benennen Sie folgende Heterocyclen nach dem gängigen Nomenklatursystem (Hantzsch-
Widman):

O N

CH3
N

O O
Aufgabe A5:
Benennen Sie folgende Heterocyclen nach dem gängigen Nomenklatursystem (Hantzsch-
Widman):

N
H

Aufgabe A6:
Zeichnen Sie die Strukturformeln der folgenden heterocyclischen Verbindungen:

a) 1,1-Dimethylsilacyclopentadien
b) Indol-3-carbaldehyd
c) 4,5-Dihydroisoxazol
d) 1,2-Diazetidin
e) 8-Nitrochinolin

Aufgabe A7:
Zeichnen Sie die Strukturformeln der folgenden heterocyclischen Verbindungen:

a) Thiophen-3-carbonsäure
b) Furfural
c) 4-Methyloxepin
d) 2-Phenyl-1,3-Diazin
e) 1-Aminoisochinolin
Aufgabe A8:
Zeichnen Sie die Strukturformeln der folgenden heterocyclischen Verbindungen:

a) 2-H-Azirin
b) 1,2-Dimethyl-1,3-diazetidin
c) (R)-Thiolan-3-carbonsäure
d) 4H-Pyran-4-on
e) 2-(4-Nitrophenyl)-benzo[b]furan

Aufgabe A9:
Zeichnen Sie die Strukturformeln der folgenden heterocyclischen Verbindungen:

a) (R)-Azacyclopropan-2-carbonsäure
b) trans-3,4-Diphenyl-1,2-dioxetan
c) Furan-3,4-dicarbonsäurediethylester
d) 1H-1,2,4-Triazol
e) 3-Cyanopyridin
Themenbereich B:
„Kleine Ringe“
Aufgabe B1:
Das Epoxid 3 soll aus 1 enantioselektiv synthetisiert werden.
OH
O
O O
NaOH (aq) 4a 4b
O +
O
O
O (Kat.)
2 CH3
1
KHSO5 ("Oxone") 3 5
i
Li(N Pr)2
dann wäßrige
Aufarbeitung

a) Benennen Sie 3 systematisch nach dem Hantzsch-Widman-System. Berücksichtigen Sie bei


der Benennung die absolute Konfiguration der Stereozentren!
b) Geben Sie die Struktur von 1 an. Achten Sie auf die richtige Konfiguration.
c) Das Keton 2 wird nur in katalytischer Menge benötigt, Oxon hingegen in stöchiometrischer
Menge. Erklären Sie dies in wenigen Worten, und geben Sie die Struktur der Sauerstoff-
übertragenden Species an!
d) Bei der Reaktion von 3 mit Phenol in Gegenwart von Natronlauge entstehen zwei
Regioisomere 4a und 4b. Geben Sie die Strukturen von 4a und 4b an.
e) LDA (Lithiumdiisopropylamid) ist eine starke Base. Geben Sie die Struktur von 5 an!

Aufgabe B2:
Sie sehen unten eine enantioselektive Synthese der Verbindung 3 aus dem gesuchten Edukt 1
und Oxon, unter Verwendung einer katalytischen Menge an 2.

O
O O

(Katalysator!)
O O
O 2
O
1 OSiMe2But
Oxon (...im wesentlichen
KHSO5) 3
a) Geben Sie das Ausgangsmaterial 1 an.
b) Welche Verbindung entsteht aus 2 und Oxon?
c) Warum wird 2 nur in katalytischen Mengen benötigt?
d) Schlagen Sie eine alternative Synthese von 3 vor, bei der eine Sharpless-Epoxidierung zur
Anwendung kommt! (Reaktionsgleichung; Reagenzien und Bedingungen. Tip: Die
Alternativroute ist zweistufig!)
Aufgabe B3:
Hier sehen Sie zwei Wege zu Disparlur, einem Insektenpheromon:
3-Chlorperoxy-
1 benzoesäure O

H H
rac-Disparlur

NaH,
DMSO 3 4

2 SMe2
I
a) Geben Sie die Strukturformel von 1 an. Achten Sie dabei auf die korrekte Stereochemie.
b) Welches Produkt 3 entsteht, wenn das Salz 2 mit NaH in DMSO behandelt wird (Zwei
mesomere Grenzformeln angeben!)? Zu welcher Verbindungsklasse gehört 3?
c) Geben Sie die Struktur von 4 an!
d) Skizzieren Sie den Mechanismus der Reaktion von 3 mit 4. Halten Sie diese Methode für
geeignet, um rac-Disparlur mit der gezeigten relativen Konfiguration diastereoselektiv zu
erhalten?

Aufgabe B4:
a) Ergänzen Sie die fehlenden Produkte 4, 5, und 8 sowie das fehlende Reagens 3 und den
Vorläufer 2.
b) Geben Sie die fehlende Verbindung 6 an. Wird 6 unter den hier angegebenen Bedingungen
in stöchiometrischer Menge benötigt, oder reicht eine katalytische Menge aus? Begründen
Sie!
Me2S + MeI 2

NaH 6

O 3
L-+-Diethyltartrat;
t
BuOOH;
LiNPri2 4 5
4 A-Molsieb

Me2CuLi
O OH
8

7
Aufgabe B5:
a) Schlagen Sie eine Synthese des Epoxids 1 unter Verwendung von Schwefelyliden vor.
b) Skizzieren Sie den Mechanismus dieser Reaktion.

O
1
c) Wie könnte man das diastereomere Epoxid synthetisieren?

Aufgabe B6:
Rac-3 ist ein Intermediat in der Synthese eines -Blockers mit der Struktur rac-4.

NH2

O O
OH 2 O
O
O
O
N
H N
H 5
1
3 NHLi

a) Ergänzen Sie die fehlenden Strukturformeln 2, 4, und 5.


b) Warum gibt Lithiumisopropylamid ein anderes Produkt als Isopropylamin?
c) Beide Enantiomere von 3 sollen jeweils in enantiomerenreiner Form aus 1 synthetisiert
werden.
 Welche Reaktionspartner werden jeweils benötigt?
 Wie kann man diese synthetisieren? (keine Mechanismen!)
Aufgabe B7:
Der Aminoalkohol 4 soll auf zwei verschiedenen Wegen aus Cyclohexen synthetisiert
werden:
OO 3
2

OH

R
N
1 4 H

Reagenzien OH
5

a) Geben Sie das Zwischenprodukt 2 an.


b) Geben Sie ein geeignetes Reagens 3 an. Welche relative Konfiguration erwarten Sie für 4?
c) Geben Sie eine alternative Route von 1 zu 4 an, die über ein Zwischenprodukt 6 führt.
Dieses soll mit Hydroxid ebenfalls einen Aminoalkohol 4 ergeben (Gefordert: Struktur von 6;
geeignete Reagenzien 5).
d) Wie heißt das Reagens, das in dieser Synthese für die Umsetzung 1→2 verwendet wird,
und wie wird es hergestellt?
e) Nennen Sie ein alternatives Reagens für die Umsetzung 1→2!

Aufgabe B8:
Auf der Suche nach einem Pilotanlagenprozeß für den Wirkstoff BSF420627 wurde folgende
Synthese entwickelt:
O 3 H+ (kat.) 5
CO2Me NaOMe (Summenformel: C26H28O6)
+ (Summenformel: C16H14O3)
4
Cl

1 2

OMe
N
+ Cl CO2Me OMe
N N
OMe O
O
N
MeO
+ LiNH2 OMe
- NH3 MeO
- LiCl
BSF420627
a) Ergänzen Sie die fehlenden Strukturformeln von 3, 4 und 5.
b) Formulieren Sie einen sinnvollen Mechanismus für die Umsetzung von 1 und 2 zu 3. Unter
welchem Namen ist diese Umsetzung bekannt?
c) Die säurekatalysierte Reaktion der Verbindungen 3 und 4 könnte theoretisch zu einem
Regioisomeren von 5 führen. Erklären Sie:
 warum man bei oberflächlicher Betrachtung eigentlich die Bildung dieses
Regioisomeren erwarten würde.
 warum 5 trotzdem das einzige entstehende Produkt ist (Tip: zur Erklärung bieten
sich mesomere Grenzformeln an)

Aufgabe B9:
Enantiomerenreine Aziridine sind wichtige Synthesebausteine.
TosCl; NEt3
CO2Me ClC(Ph)3
HO 2 3
NH2
1
Base; 

N
110°C
Zn(OTf)2 Me
CPh3
N CO2Me 5
H2C
7
8 (Summenformel: C32H30N2O2)

MeO2C CO2Me
(9) CO2Me

NHCPh3
10
6

a) Ergänzen Sie die fehlenden Strukturformeln von 2, 3 und 4.


b) 5 ist ein metallorganisches Reagens. Welches? (Strukturformel).
c) Geben Sie die Strukturformel von 7 an.
d) Bei Erhitzen entsteht aus 4 ein reaktives Intermediat 8. Geben Sie zwei weitere mesomere
Grenzformeln von 8 an.
e) Geben Sie die Struktur von Verbindung 10 an und beschreiben Sie die Reaktion mit einem
Schlagwort.
Aufgabe B10:
Das Alken 1 wird mit dem Reagens 2 in Gegenwart einer katalytischen Menge Brom
umgesetzt:

Na
Br2 (kat.)
N 3
+ S Cl
1 2O O

a) Unter welchem Namen ist das Reagens 2 bekannt?


b) Geben Sie die Strukturformel von 3 an.
c) Zu welcher Heterocyclenklasse gehört 3?
c) Formulieren Sie einen Mechanismus, der schlüssig die Bildung von Produkt 3 erklärt, und
der erklärt, warum Brom nur in katalytischer Menge verwendet wird.
d) Bei der Reaktion wurde (nach wäßriger Aufarbeitung der Reaktionsmischung) die Bildung
eines Nebenproduktes 4 (ca. 5%) beobachtet:

NHTos 4

Geben Sie eine plausible Erklärung für die Bildung von 4.

Aufgabe B11:
Enantiomerenreine Aziridine sind wichtige Synthesebausteine.
1. ClC(Ph)3
4
2. TosCl N Zn(OTf)2 Me
(Summenformel: C32H30N2O2)
1

CPh3
N
CO2Me
3 CO2Me
5 NHCPh3

a) Ergänzen Sie die fehlenden Strukturformeln von 1, 4 und 5.


b) Formulieren Sie die Umwandlung von 1 in 3 detailliert.
c) Wie kann man N-geschützte Aziridine aus Acrylsäuremethylester enantioselektiv
synthetisieren? Geben Sie die Struktur von Reagens und Katalysator.
Aufgabe B12:
a) Ergänzen Sie die fehlenden Zwischenprodukte 2 und 3 sowie das fehlende Reagens 4 in
folgendem Schema:
HO
MeSO2Cl;
N CO Me NEt3 
2 2 3
H

4
N CO2Me
H

b) Zu welcher Heterocyclenklasse gehört 3?

Aufgabe B13:
5 ist ein Vorläufer in der Synthese des Alkaloids ()-Anatoxin und wird entlang folgender
Route synthetisiert:
1. ClSO2NCO Br
(Chlorsulfonyliso- NaOH
cyanat)
2. H2O (-HCl, -SO2)
3
2
(Summenformel: C16H19NO)

Bn
N O
MCPBA 1.H3CLi
4
2. H2O
HO

5
a) Ergänzen Sie die Strukturen von 2, 3 und 4.
b) Erklären Sie anhand geeigneter Zeichnungen die Bildung von 5 aus 4.
Aufgabe B14:
Die -Aminosäure 5 soll in racemischer Form aus 1,3-Cyclohexadien (1) synthetisiert
werden:
2
1.
4
2. H2O NH2
3
CO2H
1
r ac-5

a) Ergänzen Sie die fehlenden Reagenzien 2 und 4 und das Zwischenprodukt 3.


b) Wie kann man aus dem racemischen Zwischenprodukt 3 die -Aminosäure 5
enantiomerenrein erhalten? Benennen Sie das Konzept und formulieren Sie eine
Reaktionsgleichung, die eventuelle Nebenprodukte mit aufführt.

Aufgabe B15:
3 ist ein wichtiges kommerziell erhältliches Reagens für zahlreiche Synthesen.
P(OCH3)3
O
700°C
{2} CH2 6
(techn. Prozeß)(reaktives Intermediat)
1 (Summenformel: C3H4O2)

NaH; NH

O Ph Ph
O
3
5
(Summenformel: C17H15NO2)

a) Unter welchem Namen ist 3 bekannt?


b) Ergänzen Sie die fehlenden Strukturformeln 1, 2, 4, 5 und 6.
Aufgabe B16:
Nach folgender Reaktionssequenz soll ein Heterocyclus 7 synthetisiert werden:

NH2
O P(OMe)3
2 700°C 2 {2} 3
4
H3C OH

O NO2
NH2 O
MeO
(6)
NHPh O 7

HN
Ph

a) Aus Essigsäure entsteht bei 700°C in einem technischen Prozeß ein Verbindung 3. Dabei
wird ein reaktives, nicht isolierbares Zwischenprodukt durchlaufen. Geben Sie die
Strukturformeln von 2 und 3 an, und zeigen Sie durch „Elektronenpfeile“ wie 3 aus 2 gebildet
wird.
b) Geben Sie die Strukturformel von 4 an.
c) Enamin 5 reagiert mit 6 unter Bildung von 7. Skizzieren Sie den Reaktionsmechanismus
unter Verwendung von Elektronenpfeilen, und geben Sie die Struktur von 7 an.

Aufgabe B17:
Das Carbonsäurechlorid 1 reagiert in Gegenwart von Triethylamin zu einem reaktiven
Intermediat, aus dem durch Reaktion mit 3 das -Lactam 4 entsteht. Mit Acetaldehyd entsteht
ein anderes Produkt 5.

O
3
O NEt3
Reaktives Inter- mediat (2)
N
O
Cl
O
1 4

H 5

a) Geben Sie die Struktur des reaktiven Intermediates 2 an und benennen Sie die Stoffklasse.
b) Geben Sie die Struktur des Reaktionspartners 3 an.
c) Formulieren Sie eine alternative Synthese von 4 unter Verwendung einer [2+2]-
Cycloaddition (Tip: es gibt ein sehr nützliches Reagens, dass unter der Abkürzung CSI
bekannt ist…)
d) Welches Produkt 5 entsteht, wenn Acetaldehyd eingesetzt wird?

Aufgabe B18:
(S)-Azetidin-2-carbonsäure ist ein cyclische Aminosäure, die in Agaven und Liliengewächsen
vorkommt. Sie sollen eine Synthese entwickeln, die Ihnen beide Enantiomere über eine
Racematspaltung liefert. Ihnen steht das enantiomerenreine Amin und Bromacetonitril zur
Verfügung, ausserdem haben Sie alle gängigen Katalysatoren, Basen und Säuren zur
Verfügung.

Br

NH Br CN
CO2
H
N
H
(S)-Azetidin-2-
carbonsäure
(Enantiomerenrein)

a) Schreiben Sie eine Synthesesequenz auf, an deren Ende Sie getrennt beide Enantiomere der
Azetidin-2-carbonsäure erhalten.
b) Beschreiben Sie den Cyclisierungsschritt der Reaktionssequenz mit den Deskriptoren der
Baldwin-Regeln.
Themenbereich C
„Fünfgliedrige Heteroaromaten“
Aufgabe C1:
a) Ergänzen Sie folgendes Schema.
b) Unter welchem Namen ist die photochemische Reaktion 2 → 6 bekannt, und welches
mechanistische Intermediat wir bei dieser Reaktion durchlaufen?
1. BuLi, CO2
2. H2O
3

NaH;
CH3I 1. DMF; POCl3
2. H2O 4
N 2
H
Aceton, H+ (kat)5 (Summenformel: C8H13NO)
1

Aceton;
h
6 (ist ein Isomer von 5)

Aufgabe C2:
Bufotenin ist ein Gift, das in der Haut von Kröten vorkommt. Es soll nach folgender Route
synthetisiert werden:
BnO EtMgBr N
2 I 3
(eine Organo-Mg-verbindung)
N
H
1

Pd/C; H2 Bufotenin (4)


(Summenformel: C12H16N2O)

a) Für die Organomagnesiumverbindung 2 können zwei Strukturen formuliert werden; diese


beiden Species stehen im Gleichgewicht. Geben Sie beide Strukturen an.
b) Ergänzen Sie die Strukturen von 3 und 4.
c) Skizzieren Sie zwei verschiedene Synthesen (Ausgangsmaterialien und Reagenzien, keine
Mechanismen!) für das Indol 1.
Aufgabe C3:
Der entzündungshemmende Wirkstoff Tolmetin wird nach folgender Route synthetisiert:
+ H2C=O; HNMe2 CH3
CH3 +4
[H+] + CH3I N
N
2 3 CN
- H 2O - NaI
1 - NMe3 5

Cl
(6); AlCl3 NaOH/ 8
H2 O (Summenformel: C15H15NO3)
7

a) Ergänzen Sie die fehlenden Strukturen 2, 3, 7 und 8, sowie das Reagens 4.


b) Formulieren Sie den Mechanismus der Bildung von 2 aus 1.

Aufgabe C4:
Indol reagiert mit Elektrophilen unter verschiedensten Bedingungen:

1. HN
3
2 (...eine Mg- Verbindung!)
EtMgBr
2. H2O/H+
4 HO N
HN

1
1. DMF;
POCl3
2. H2O 5

Ergänzen Sie die fehlenden Strukturformeln 2, 3 und 5.


Aufgabe C5:
a) Ergänzen Sie folgendes Schema.
b) Skizzieren Sie detailliert den Mechanismus der Umsetzung von 1 zu 2.
2
Me2NH; H2C=O (Summenformel: C7H11NO
H+
BF3OEt2

MeO2C 4
CO2Me
3 (Summenformel: C10H10O5
O
1
H+; MeOH 5
(Summenformel: C8H18O4

Aufgabe C6:
Zur Synthese des -Blockers Pindolol stehen Ihnen zur Verfügung:
(3-Hydroxyphenyl)hydrazin, Acetaldehyd, Epichlorhydrin und Isopropylamin.
HN

O
H
N
HO

Pindolol

a) Entwickeln Sie mit den gegebenen Bausteinen eine vernünftige Synthese von Pindolol.
b) Skizzieren Sie den Mechanismus der Indolsynthese detailliert.
c) Unter welchem Namen ist diese Reaktion bekannt?

Aufgabe C7:
Tosylmethylisocyanid (1, TosMIC) ist ein wichtiges Reagens zur Synthese von Pyrrolen.

O2 C
S N

1
a) Illustrieren Sie anhand eines beliebigen Beispiels, wie man unter Verwendung von Tosmic
Pyrrole synthetisieren kann (Reagenzien!)
b) Skizzieren Sie den Mechanismus dieser Synthese.
Aufgabe C8:
Zur Synthese eines Vorläufers 5 für das Anti-Migränemittel Naratriptan stehen Ihnen die
Bausteine 1 – 4, sowie die üblichen Reagenzien und Katalysatoren zur Verfügung.
O
NH2 OMe H
Br N S
OMe
Br O2
N
Me
1 2 3 4

H
N
H 2 Äquivalente H2;
N Pd/C (Kat.) Naratriptan
S
O2

5 N
Me

a) Entwickeln Sie mit den gegebenen Bausteinen eine vernünftige Synthese von 5. Geben Sie
bei den einzelnen Syntheseschritten eventuell benötigte Reagenzien und Katalysatoren an (es
sind keine Mechanismen gefragt!).
b) Welche beiden Doppelbindungen werden im abschließenden Syntheseschritt hydriert?
Geben Sie die Strukturformel von Naratriptan an.

Aufgabe C9:
Z-Jasmon kommt in Orangenblütenöl vor. Eine Synthese geht von 2-Methylfuran (1) aus:
Reagens 2
Reagens 3 H2O/H+
5
O O
1 4
O
OH

Z-Jasmon
a) Geben Sie an, welche Reagentien 2 und 3 benötigt werden.
b) Geben Sie die Struktur von 5 an, und formulieren Sie einen plausiblen Mechanismus
für seine Bildung.
c) Erklären Sie, wie es zur Bildung von Z-Jasmon aus 5 kommt (Mechanismus!).
Aufgabe C10:
a) Geben Sie die Struktur von 1 an und skizzieren Sie den Mechanismus:
O H

H+ 1
4 NH + 4

b) Ergänzen Sie die fehlenden Formeln 2 und 3:


1) BuLi
NH 1) NaH 2 2) CO2
3) H2O 3
SO2Cl
2)

Aufgabe C11:
Nach folgender Sequenz von Reaktionsschritten ist die Synthese eines Indols möglich:
O CH3 O
KOEt 3
+ EtO
O NO2 OE
O t
1 2
4
Ein Indol
5

a) Geben Sie die Struktur von 3 an und skizzieren Sie den Mechanismus seiner Bildung.
Würde die Reaktion mit einer Aminogruppe anstelle einer Nitrogruppe im Ausgangsmaterial
1 genau so ablaufen (Begründung!)?
b) Welche Reagenzien 4 werden benötigt, um aus 3 das Indol 5 zu erhalten?
c) Geben Sie die Struktur des Indols 5 an.
Aufgabe C12:
Z-Jasmon kommt in Orangenblütenöl vor. Eine Synthese geht von 2-Methylfuran (1) aus:

H2O/H+
BuLi 2 Br (3) 4
O
1

O
O 6

O 5
Z-Jasmon
a) Geben Sie die Strukturen von 2 und 4 an.
b) Formulieren Sie den Mechanismus der säurekatalysierten Hydrolyse von 4 zu 5.
c) Welches Reagenz 6 benötigt man für die abschließende Umsetzung von 5 zu Z-Jasmon?
d) Unter welchem Schlagwort ist der letzte Schritt der Sequenz bekannt?

Aufgabe C13:
Über diese Reaktionssequenz soll Verbindung 5 synthetisiert werden:
1) POCl3; DMF
F 2) NaOH NH2
2 3
N
1 H

SO2Tol

MeO N
(4)
C
5
Base

a) Skizzieren Sie die Synthese des Ausgangsmaterials 1 nach Fischer.


b) Geben Sie Verbindung 1 einen eindeutigen Namen.
c) Ergänzen Sie die Strukturformeln von 2 und 3 (kein Mechanismus).
d) Formulieren Sie den Mechanismus der Reaktion von 3 und 4 zu 5 in Gegenwart einer Base.
e) Zu welcher Heterocyclenklasse gehört 5?
Aufgabe C14:
Das Analgetikum Zomepirac wird so synthetisiert:
O O O O CH
+ N 3 CO2Et
+
3
EtO OEt H3C - 2 H2O
- HCl
1 2 Cl H3C CO2Et
4
O
Cl

(5)
Cl
AlCl3 NaOH (aq);
6 7
- 1 Äquiv. CO2

a) Geben Sie die Struktur des fehlenden Ausgangsmaterials 3 an.


b) Formulieren Sie einen plausiblen Mechanismus, der die Bildung von 4 aus 1, 2 und 3 unter
Abspaltung von 2 Äquivalenten H2O und 1 Äquivalent HCl erklärt.
c) Zu welcher Heterocyclenklasse gehört 4?
d) Geben Sie die Struktur von 6 an.
e) Wie heißt der Reaktionsmechanismus der Reaktion 4+5→6?
f) Bei der abschließenden Behandlung mit NaOH (aq.) unter Erhitzen wird ein Äquivalent
CO2 abgespalten. Geben Sie die Struktur von Zomepirac (7) an.

Aufgabe C15:
Der Heterocyclus 3 ist ein Intermediat in der Synthese eines neuen Wirkstoffs zur
Bekämpfung von Pilzinfektionen. Bei 5 handelt es sich ebenfalls um einen heterocyclischen
Wirkstoff, der unter dem Handelsnamen Antisedan® in der Tiermedizin eingesetzt wird, um
die Wirkung von Beruhigungs- und Narkosemitteln aufzuheben. Beide können mit Hilfe des
Reagenzes 1 synthetisiert werden:
O2N
2; evt. andere Reagenzien Cl
O

Cl
N
H 3

S NC
O2
1
1) NaH

5
2) (4)
NH
a) Unter welchem Namen (Abkürzung) ist das Reagenz 1 bekannt?
b) Geben Sie die Struktur von 2 an, sowie eventuell benötigte weitere Reagenzien.
c) Zu welcher Heterocyclenklasse gehört 3?
d) Formulieren Sie den Mechanismus der Reaktion von 1 und 4 zu 5.
e) Geben Sie die Struktur von 5 an, und die eines Tautomers 5’, das unter physiologischen
Bedingungen im Gleichgewicht vorliegt.
f) Zu welcher Heterocyclenklasse gehört 5?
g) Erklären Sie, warum 3 trotz eines freien Elektronenpaars am Stickstoff nur eine sehr
schwache Base ist (Keine Ausführungen in epischer Breite - verwenden Sie idealerweise
(eine) Strukturformel(n) und wenige Stichworte!).

Aufgabe C16:
Das Indol 3 wird aus 1 wie unten skizziert synthetisiert. Als Alternative wird ein Weg von 4
zu 3 in Erwägung gezogen:
1) KOEt
CH3 2) 2 ?
O O O
CO2Et
O NO2 O N O N
3) Reagenzien? H
H
1 3 4

a) Geben Sie die Struktur von 2 an.


b) Welche Reagenzien und/oder Katalysatoren werden für Schritt 3 der Reaktion von 1 zu 3
benötigt?
c) Schlagen Sie eine Synthese von 4 unter Aufbau des Indolsystems vor
(Ausgangsmaterialien, Reaktionsgleichung – kein Mechanismus!).
d) Für eine Synthese von 3 ausgehend von 4 wurde folgender Plan entwickelt: 4 wird in einer
Vilsmeier-Formylierung umgesetzt, der Aldehyd wird anschließend zur Carbonsäure oxidiert,
diese wird verestert. Erklären Sie, warum dieser Plan nicht funktionieren kann, indem Sie die
Reaktionsgleichung (Strukturformeln, Reagenzien) der Vilsmeier-Formylierung von 4
aufstellen!
Aufgabe C17:
Die Verbindung 1 ist ein sehr billiges Furan, dass aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen
werden kann. Durch vollständige Hydrierung an einem Ni-Katalysator entsteht der Alkohol 2:

1. Vollständige
katalysierte Hydrierung 2. Sauer katalysierte
Wasserabspaltung 3,4-dihydro- 2-H-pyran
1 O
2 OH
a) Geben Sie die Strukturformel und den Trivial- oder systematischen Namen von 1 an.
b) Aus welchen nachwachsenden Rohstoffen ist 1 erhältlich, und welches Reagens wird für
seine Synthese aus diesen benötigt?
c) Formulieren Sie einen plausiblen Mechanismus für die sauer katalysierte Dehydratisierung
von Alkohol 2 zu 3,4-Dihydro-2-H-pyran, und geben Sie dessen Strukturformel an.
d) Eine Möglichkeit für eine Furansynthese durch Ringaufbau ist am Beispiel von 6 unten
skizziert.
• Geben Sie die Strukturformeln von 3 und 4 an.
• Geben Sie die Strukturformel des acyclischen Intermediats 5 an.
O
3 (eine 1,3- Dicarbonyl- verbindung) Acyclisches Intermediat 5
+ 4 NaOH N aOH (aq)
(aq)
O

6
Themenbereich D
„1,3-Dipolare Cycloadditionen“
Aufgabe D1:
Im Rahmen einer Naturstoffsynthese wurde Verbindung 3 benötigt:
CO2Et
OMe
N OH Na2CO3 2
Cl (Reaktives Intermediat) 3
N
SO2Ph
1

a) Geben Sie die Struktur von 3 an. Achten Sie auf die korrekte relative Konfiguration der
beiden neu entstehenden Stereozentren!
b) Geben Sie die Struktur des reaktiven Intermediats 2 an, und schreiben Sie eine sinnvolle
alternative mesomere Grenzformel auf.
c) Geben Sie einen alternativen Vorläufer für das reaktive Intermediat 2 an, sowie eventuell
benötigte Reagenzien um 2 aus diesem Vorläufer zu erhalten.

Aufgabe D2:
3-Hydroxypyridin reagiert mit Iodmethan unter Bildung eines Salzes 2. Dieses reagiert mit
der Base Natriumcarbonat zu einem reaktiven Intermediat 3, dass mit Phenylacetylen und
Acetylendicarbonsäuredimethylester unterschiedliche Abfangprodukte 4 bzw. 5 ergibt:

OH CH3I 3
2 (ein Salz!) Na2CO3 (Reaktives Intermediat)

MeO2C CO2Me

CH3
N
O O
CO2Me
N
CH3 CO2Me
4

a) Geben Sie die Struktur von 2 an.


b) Geben Sie die Struktur des reaktiven Intermediats 3 an, und schreiben Sie drei sinnvolle
mesomere Grenzformeln auf.
c) Erklären Sie jeweils unter Verwendung einer Grenzformel wie es zur Bildung der Produkte
4 bzw. 5 kommt. Um welche Art von Reaktion handelt es sich?
Aufgabe D3:
Hydroxylamin 1 reagiert mit 2 unter Bildung eines reaktiven Intermediates 3. 3 cyclisiert
anschließend zu 4.

{3} O
+ 2 (Reaktives Intermediat) N
N OH
H
1 4 S

a) Geben Sie die Strukturen von 2 und 3 an.


b) Um welchen Reaktionstyp handelt es sich bei der Umsetzung 3 → 4?
c) Mit welchem Selektivitätsproblem ist bei dieser Transformation im allgemeinen zu
rechnen, und warum tritt es hier nicht auf?

Aufgabe D4:
Aus Verbindung 1 und Methylpropiolat (3) entstehen zwei regioisomere Heterocyclen 4 und
5.
CO2Me

+ Et3N 2 (3) 4+5


Cl (Reaktives Intermediat) (Regioisomere; Summenformel: C11H9NO3
N 1
OH
- [Et3NH]Cl

a) Geben Sie die Strukturen von 4 und 5, sowie die des reaktiven Intermediates 2 an.
b) Zu welcher Heterocyclenklasse gehören 4 und 5, und wie bezeichnet man das reaktive
Intermediat 2?
c) Beschreiben Sie die Reaktion von 2 und 3 zu 4 und 5 mit einem Schlagwort.
d) Beschreiben Sie qualitativ, wie man vorhersagen könnte, welches Regioisomer bevorzugt
entsteht.
e) Würde die analoge Reaktion von 2 mit 1-Octin schneller oder langsamer ablaufen als mit
Methylpropiolat (3)? Begründen Sie Ihre Ansicht!
Aufgabe D5:
a) Ergänzen Sie folgende Reaktionsgleichungen.
b) Erläutern Sie kurz, wie Sie das unten angegebene Hilfsmittel genutzt haben.

+ CO2Me
a) N
O 3
(2)
1

N3
b)
140°C 5
O
4

Hilfsmittel:
Grenzorbitalkoeffizienten für Nitriloxide R-C-N-
Grenzorbitalkoeffizienten für Acrylate:
O:

CO2Me
R CNO R CNO CO2Me
CC
CC

HOMO
LUMO HOMO LUMO

Aufgabe D6:
Aus Verbindung 1 und Methylpropiolat (3) entstehen zwei regioisomere Heterocyclen 4 und
4b, wobei ein reaktives Intermediat 2 durchlaufen wird.
CO2Me
+ NEt3 O O
N CO2Me N
3
1 2
- [HNEt3]Cl +
CO2Me

4a 4b

a) Geben Sie die Struktur von 1 und 2 an.


b) Zu welcher Stoffklasse gehört 2?
c) Zu welcher Heterocyclenklasse gehören 4a,b?
d) Beschreiben Sie die Reaktion von 2 und 3 zu 4a und 4b mit einem Schlagwort.
e) Beschreiben Sie qualitativ, wie man vorhersagen könnte, welches Regioisomer bevorzugt
entsteht.
f) Würde die analoge Reaktion von 2 mit 1-Octin schneller oder langsamer ablaufen als mit
Methylpropiolat (3)? Begründen Sie Ihre Ansicht!
Aufgabe D7:
a) Ergänzen Sie in dieser Sequenz die fehlenden Strukturen 1, 2, und 4. Das Zwischenprodukt
OO
3 soll hierbei aus 1 und 2 ohne weitere
OH Reagenzien entstehen.
N
N
4 N
NH2
1 + 2 O 4
- H2O

3
b) Zu welcher pharmazeutisch sehr wichtigen Heterocyclenklasse gehört 4, und mit welcher
pharmakologischen Wirkung kann bei 4 gerechnet werden?

Aufgabe D8:
Aus Verbindung 1 entsteht in Gegenwart einer Base ein 1,3-Dipol 2. Die Umsetzung mit
Methylpropiolat (3) führt zu zwei Isomeren 4a und 4b.
CO2Me
+ NEt3
1 (3) 4a 4b
+
- [HNEt3]Cl
N

O
2

a) Geben Sie die Struktur von 1 an.


b) Zu welcher 1,3-Dipolklasse gehört 2?
c) Schreiben Sie eine mesomere Grenzformel von 2 auf, die zeigt, dass es sich um einen 1,3-
Dipol handelt.
d) Geben Sie die Strukturen von 4a und 4b an.
Aufgabe D9:
Verbindungen wie 1 wurden in München entdeckt und tragen daher den Namen
„Münchnone“. Sie sind kristalline und relativ stabile Verbindungen, aber dennoch reaktive
1,3-Dipole.
N
N O 
2 CO2Me 4
+
O O O
CO2Me
1

3
a) Zeigen Sie anhand einer geeigneten mesomeren Grenzformel, dass 1 wirklich ein 1,3-Dipol
ist.
b) Geben Sie die Struktur von 2 an.
c) Das Produkt der dipolaren Cycloaddition, 3, ist thermisch labil und reagiert zu 4. Geben Sie
die Struktur von 4 an. Welches andere Produkt entsteht noch? (Tip: Dieses andere Produkt ist
ein bekanntes Treibhausgas!)

In einer anderen Art von Cycloadditionsreaktion wird 5 mit Acrylsäure zu 7 umgesetzt:


CO2H 
+ O H+ (kat.)
5 8
6 - H2O
N CO2H
7
d) Geben Sie die Struktur von 5 an.
e) Unter welchem Namen ist diese Reaktion bekannt?
f) Beim Behandeln von 7 mit katalytischen Mengen Säure entsteht 8 unter Dehydratisierung.
Geben Sie die Struktur von 8 an.
Themenbereich E
„Sechsgliedrige maximal ungesättigte Heterocyclen“
Aufgabe E1:
a) Ergänzen Sie in folgendem Reaktionsschema die Struktur des fehlenden Reaktionspartners
(2).
b) Formulieren Sie einen vernünftigen Reaktionsmechanismus für die Umsetzung von 1 mit 2
(im Überschuß) zu 3:
O O
O NHPh
+ 2
O N

1 3

c) Unter welchem Namen ist 1 bekannt, und wie wird es in technischem Maßstab synthetisiert
(Reaktionsgleichung mit ungefähren Bedingungen und evt. Intermediat)?

Aufgabe E2:
Ergänzen Sie folgendes Schema.
1. PhLi
2. H2O Pd/C
2  3

HCl (aq)
4

N
1

5 N O
Raney-Ni;
NO2
H2 H
7 8
6 
- H 2O

Aufgabe E3:
a) Formulieren Sie einen plausiblen Reaktionsmechanismus für folgende Umsetzung:
1. KOBut

2. X
O
H3C NO2

NO2
-
b) Welche Gegenionen X sind geeignet? Geben Sie ein Beispiel für ein geeignetes Gegenion,
und begründen Sie Ihre Wahl!
Aufgabe E4:
4 (Summenformel: C10H10N2O) ist ein Zwischenprodukt in der Synthese des Anti-Malaria-
Mittels Primaquin und wird nach folgender Sequenz synthetisiert:

NO2
NH2 H+
+ - H2O Chloranil

O 2
H3CO 3
1

Sn/HCl
4
Summenformel: C10H10N2O

(Chloranil = 2,3,5,6-Tetrachlor-1,4-benzochinon)

a) Geben Sie Strukturformeln für 2,3 und 4 an.


b) Formulieren Sie den Mechanismus der Bildung von 2 aus 1 und Acrolein.
c) Zu welcher Heterocyclenklasse gehört 4?

Aufgabe E5:
Ergänzen Sie die fehlenden Strukturformeln 1 bis 6 in diesem Schema:

HCl (aq)
1

B(OH)2
5 NaNH2
Br2 2 3
N KOAc, Pd(PPh3)4
(Kat.)

1. Na/NH3 (l) 4
2. Ethanol
Aufgabe E6:
Cilnidipine (3) ist ein Wirkstoff zur Senkung des Blutdrucks, der zur Gruppe der Ca-Kanal-
Antagonisten gehört. Er wird durch Erhitzen von 1 und 2 auf 120°C erhalten. Nifedipine (6)
gehört zur gleichen Wirkstoffklasse, kann aber aus wesentlich billigeren Ausgangsmaterialien
synthetisiert werden.
O
NH2
O 120°C
O +
H3CO
O Cilnidipine (3)
O

1 NO2 2

O
O O NO2 120°C
2 + + NH3 Nifedipine (6)
OCH3

5
a) Geben Sie die Struktur von Cilnidipine (3) an!
b) Geben Sie die Struktur von Nifedipine (6) an, und postulieren Sie einen plausiblen
Mechanismus für die Umsetzung von 4 und 5 mit Ammoniak zu Nifedipine (6)!
c) Welches Produkt erwarten Sie, wenn 6 mit einem Oxidationsmittel behandelt wird?

Aufgabe E7:
1,3-Dicarbonylverbindungen werden sehr häufig zur Synthese von Heterocyclen eingesetzt.
Hier sehen Sie drei Beispiele:
Cl NH2 OEt
+
EtO OEt 3
F
O O
1 2

O CN
+
H2N 6
O
4 5

N NH2
H3C
H2N NH2
7 + N
NH
8 Cl NH2
9
a) Geben Sie die Strukturen der Heterocyclen 3 und 6 an, und skizzieren Sie den
Mechanismus ihrer Bildung (je ein Zwischenprodukt)
b) Geben Sie die Struktur von 7 an.
c) Zu welcher Heterocyclenklasse gehört 9?

Aufgabe E8:
Die Verbindung 3 ist aus 1 in zwei Schritten zugänglich.
H 2C O Reagenz oder Kat.?
H+ (kat.)
NH2 2 N

1 3
Li
H2SO4; SO3

dann wäßr.
Aufarbeitung

Chloranil
4 5 6

a) Geben Sie die Struktur von 2 (isolierbare Verbindung, kein Intermediat) an.
b) Geben Sie ein geeignetes Reagens oder Katalysator für die Umwandlung von 2 zu 3 an!
c) Benennen Sie Verbindung 3 korrekt.
d) Ergänzen Sie die fehlenden Strukturformeln von 4, 5 und 6 (keine Mechanismen).
Themenbereich F
„Baldwin-Regeln, gesättigte und partiell ungesättigte Heterocyclen“
Aufgabe F1:
a) Geben Sie die Strukturformeln der fehlenden Verbindungen 3 und 5, sowie des
Katalysators 6 an:
SO2Tol
NC (4)

O - H2 O 5
+ H2 N 3
K2CO3, DMF
1 2

6 (Kat.)
N
N

7
b) Zu welcher Heterocyclenklasse gehört 5?
c) Welches Produkt entsteht bei der Reaktion von H2C=CHCN mit dem Reagens 4 unter sonst
gleichen Bedingungen (also Kaliumcarbonat als Base in DMF)?

Aufgabe F2:
Das Diol 1 wird unter zwei verschiedenen Bedingungen in Cyclisierungsreaktionen
eingesetzt:

I2 (1 Äquivalent)
Base (1 Äquiv.) 2a-d
(4 Isomere)

PdCl2 (Kat.)
Benzochinon 3
(1 Äquiv.); (Summenformel: C13H14O3)
HO
CO (1 bar);
OH
Base (1 Äquiv.)
1

a) Bei Behandlung mit Iod können im Prinzip vier Isomere entstehen. Geben Sie die
Strukturformeln von zwei möglichen Regioisomeren an. (Relative Konfigurationen können
vernachlässigt werden).
b) Bei der Bildung von 3 erfolgen nacheinander zwei Cyclisierungsschritte. Der erste
Cyclisierungsschritt ist eine 5-exo-trig-Cyclisierung.
♦ Geben Sie die Struktur von 3 an.
♦ Skizzieren Sie einen plausiblen Mechanismus.
Aufgabe F3:
Geben Sie für folgende Reaktionen die fehlenden Produkte bzw. Ausgangsmaterialien an,
oder ergänzen Sie über dem Reaktionspfeil die Klassifizierung der Cyclisierung nach den
Baldwin-Regeln (es wird keine Aussage darüber erwartet, ob die Reaktion läuft oder nicht!):

OBn
OH 5- endo-dig
1

O
O
2

OH
O

5- 3 exo-trig
NR

O
6-exo-tet 5
4 OEt
O
O OH
Aufgabe F4:
Tragen Sie in die Kästchen neben der Reaktionsgleichung jeweils die Klassifizierung der
Cyclisierung nach den Baldwin-Regeln ein (es wird keine Aussage darüber erwartet, ob die
Reaktion läuft oder nicht!)

OBn
OH OBn
O

O
O

OH
O

NHR NR

O O

Br O O O
O

OEt
O O
OH

CO2Me
OH
O
O
O CO2Me

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