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Flüssige Schmierstoffe in Highspeed-Anwendungen

Antrag

Erstelldatum: 09.03.2020

Projekt
FVA-Nr. und Kennwort: T-1564 – Flüssige FVA-nr. and key word: T-1564 – Liquid
Schmierstoffe in Highspeed-Anwendungen lubricants in high-speed applications
Thema: Tribologische Anforderungen an Topic: Tribological requirements for liquid
flüssige Schmierstoffe in Highspeed- lubricants in high-speed applications
Anwendungen (Zielanwendung E-Mobilität) (target application e-mobility)

Projekttyp: Studie Anschlussvorhaben zu FVA-Vorhaben Nummer: -

FVA-Eigenmittel 50.000 EUR


Vorgesehene Förderung FVA
FVA GmbH (inkl. Mwst) 0 EUR

Beantragte Laufzeit 6 Monate Fremdkosten 0 EUR


Industrieaufwendungen
0 EUR Gesamtkosten 50.000 EUR
(vAW)
Projektbegleitung
Projektleitung Industrie D. Shakhvorostov, Tel.: 06151/18-6371 (E-mail:
(Name, Tel, E-Mail) dmitriy.shakhvorostov@evonik.com)
Firmenvertreter der AG Fuchs, Assmann, Evonik, ZF, Bosch, Magna, Afton, Shell,
(Name, Firma) BP, SKF
Schmierstoffe und Tribologie, Kirsten Schwörer (BP Europa
Arbeitskreis, Name der Obfrau
SE Industrial Lubricants & Services)
Dirk Arnold, Tel.: 069/6603-1632 (E-mail:
Projektkoordinator FVA (Name, Tel, E-Mail)
dirk.arnold@vdma.org)
Forschungsstellen
Institutsname der Forschungsstelle 1: Institutsname der Forschungsstelle 2:
FZG, Forschungsstelle für Zahnräder und IMKT, Institut für Maschinenkonstruktion und
Getriebebau, TU München Tribologie, Leibniz Universität Hannover
Institutsleitung Prof. Dr.-Ing. K. Stahl Institutsleitung Prof. Dr.-Ing. G. Poll
(Name, Tel, E-Mail) 089/289-15807 (Name, Tel, E-Mail) 0511/762-2416
fzg@fzg.mw.tum.de poll@imkt.uni-hannover.de

Gruppenleitung Dr.-Ing. T. Tobie Gruppenleitung Dipl.-Ing. M. Niemeier


(Name, Tel, E-Mail) 089/289-15830 (Name, Tel, E-Mail) 0511/762-2417
tobie@fzg.mw.tum.de niemeier@imkt.uni-
hannover.de
Sachbearbeiter/in N. Blech, M.Sc. Sachbearbeiter/in Dipl.-Ing. M. Niemeier
(Name, Tel, E-Mail) 089/289-55227 (Name, Tel, E-Mail) 0511/762-2417
blech@fzg.mw.tum.de niemeier@imkt.uni-
hannover.de

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Flüssige Schmierstoffe in Highspeed-Anwendungen

Kurzbeschreibung: abstract:
In diesem Forschungsvorhaben soll eine The aim of this research project is to acquire a
Literaturstudie zu bestehenden Prüfmethoden literature study on existing methods for testing
zur Schmierstoffuntersuchung für of lubricants for high-speed applications. The
Hochdrehzahlanwendungen erarbeitet focus lies on the use case electro mobility.
werden. Dabei liegt der Fokus auf dem The study has to answer the question if
Anwendungsfall der Elektromobilität. existing test methods are suitable to give a
Für die Studie ist die Frage zu beantworten, reliable prediction of tribological characteristics
ob bestehende Prüfmethoden geeignet sind, of the tested lubricant in case of pitch line
um auch für höhere velocities according to rotational speeds in a
Umfangsgeschwindigkeiten entsprechend range from 30.000 rpm to 50.000 rpm. The
einem Drehzahlbereich von 30.000 min-1 bis main aspects of the study are the load carrying
50.000 min-1 zuverlässige Aussagen zu den capacity under consideration of foaming and
tribologischen Eigenschaften des air deposition, the NVH behavior, the low-
untersuchten Schmierstoffs treffen zu können. temperature characteristics and the friction
Die Schwerpunkte der Studie sollen auf dem losses. Another aspect for the research is the
Lasttragevermögen unter Berücksichtigung capture of a maximal critical rotational speed
von Verschäumung und Luftabscheidung, for a specific lubricant.
dem NVH-Verhalten, dem In the study, the applications gears, bearings
Tieftemperaturverhalten und den and seals are discussed.
Reibverlusten liegen. Ein weiterer zu
untersuchender Aspekt ist die Erfassung einer
maximal kritischen Hochdrehzahl für einen
bestimmten Schmierstoff.
In der Studie sollen die Teilanwendungen
Verzahnungen, Lager und Dichtungen
betrachtet werden.

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Flüssige Schmierstoffe in Highspeed-Anwendungen

1. Ausgangssituation / Problemstellung

Verschärfte politische Rahmenbedingungen sehen eine kontinuierliche Reduktion des


Treibhausgas- und Schadstoffausstoßes im Verkehrssektor vor. Fahrzeuge mit
konventionellem Verbrennungsmotor können diese gesetzlichen Vorgaben z.T. nicht mehr
erfüllen, sodass alternative Antriebskonzepte in den Fokus rücken. Das aktuell
potentialträchtigste Antriebskonzept stellt der Elektromotor da, welches auch von der Politik
forciert wird [1].
Aus dem Einsatz von Elektromotoren im automobilen Antriebsstrang ergeben sich zahlreiche
neue Anforderungen hinsichtlich der Konstruktion und Entwicklung solcher Fahrzeuge.
Elektromotoren für Fahrzeuge werden in der Regel in einem Drehzahlbereich größer
10.000 min-1 betrieben [2] und weisen damit deutlich höhere Drehzahlen als
Verbrennungsmotoren auf. Dementsprechend erhöhen sich auch die
Umfangsgeschwindigkeiten, was wiederum einen Einfluss auf die weiteren Komponenten im
Antriebsstrang (z.B. Lager, Verzahnungen, Dichtungen) und deren Lebensdauer und
Wirkungsgrad hat.
Insbesondere dem Schmierstoff kommt im elektrischen Antriebsstrang eine Schlüsselrolle zu.
Er muss hinsichtlich der erhöhten Umfangsgeschwindigkeiten beständig sein sowie eine
ausreichende Schmierung und Wärmeabfuhr im Getriebe sicherstellen. Gleichzeitig soll er
neben der Schmierung der Zahnräder auch die Schmierung der Lager übernehmen und als
Kühlmedium für den Elektromotor und ggf. die Leistungselektronik dienen. Weiterhin ist die
chemische Kompatibilität mit den Dichtungswerkstoffen erforderlich.
Aus den beschriebenen Anforderungen an einen Schmierstoff im elektrischen Antriebsstrang
resultiert die Notwendigkeit, die bestehenden Prüfmethoden zur Schmierstoffqualifikation
hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf den Bereich hoher Umfangsgeschwindigkeiten zu
überprüfen und ggf. neue Prüfmethoden zu definieren.

2. Forschungsziel

Die beantragte Literaturstudie soll einen Überblick über bestehende Prüfmethoden zur
tribologischen Schmierstoffuntersuchung liefern, die den Anwendungsbereich hoher
Drehzahlen bzw. Umfangsgeschwindigkeiten abdecken. Der Fokus soll dabei auf den
Maschinenelementen Lager, Zahnrad und Dichtung liegen. Die tribologischen Fragestellungen
sollen hinsichtlich folgender Schwerpunkte untersucht werden:

 Lasttragevermögen unter Berücksichtigung von Verschäumung und Luftabscheidung


 Noise Vibration Harshness (NVH)
 Tieftemperaturverhalten im Bereich von 0 °C bis 40 °C (kritische Startbedingungen)
 Reibleistungsverluste (Planschverluste, Kühlbedarf)
 Erfassung der maximal kritischen Hochdrehzahl für einen bestimmten Schmierstoff

Nach dem Ergebnis der Literaturstudie ist ggf. die Erarbeitung neuer Prüfmethoden geplant,
mit denen die Eignung flüssiger Schmierstoffe für Hochdrehzahlanwendungen in der E-
Mobilität festgestellt und bewertet werden kann.

3. Stand der Forschung

Für die tribologische Prüfung und Qualifikation von Schmierstoffen existieren zum jetzigen
Zeitpunkt viele unterschiedliche Prüfmethoden. Diese unterscheiden sich hinsichtlich des
Prüfstandaufbaus, der Prüfkörper, der Prüfbedingungen, des Prüfablaufs und des zu
untersuchenden Schadensbildes bzw. -mechanismus.

Auf eine einfache Beanspruchung reduzierte Modell- und Probenkörperuntersuchungen wie


z. B. Stift-Scheibe-Versuche werden in der Regel nicht für Herstellerfreigaben von flüssigen
Getriebeschmierstoffen herangezogen, sondern dienen Ölherstellern für die Vorentwicklung

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ihrer Schmierstoffe. Nach dem aktuellen Stand der Technik existierende und zur
Herstellerfreigabe angewendete Prüfmethoden sind Bauteil-, Aggregat- und
Prüfstandversuche, die eine originale Systemstruktur mit vereinfachten oder betriebsähnlichen
Versuchsbedingungen abbilden.

Für den Anwendungsfall Verzahnungen haben sich zur Schmierstoffqualifikation die


Prüfverfahren am FZG-Zahnradverspannungsprüfstand etabliert.
Die Untersuchung der Fresstragfähigkeit eines Schmierstoffs ist in DIN ISO 14635-1 genormt.
[3] Es handelt sich um einen Stufentest, der für den geprüften Schmierstoff eine
Fresslastgrenze in Form einer maximal ertragbaren Blitz- bzw. Kontakttemperatur ermittelt.
Der Standardtest weist eine Umfangsgeschwindigkeit am Teilkreis der eingesetzten FZG-A-
Prüfverzahnung von 8,3 m/s aus, was einer Ritzeldrehzahl von 2175 min-1 entspricht. Die
Zufuhr des Schmierstoffs in den Zahnkontakt erfolgt über eine Tauchschmierung der
Prüfräder.
Das Prüfverfahren A10/16,6R/120 ist dem Standard-Fresstest nach [3] ähnlich, allerdings
beträgt die Zahnbreite des Prüfritzels nur 10 mm statt 20 mm, die Umfangsgeschwindigkeit ist
mit 16,6 m/s doppelt so hoch und die Öltemperatur beträgt zu Beginn des Prüflaufs 120 °C. [4]
Das Prüfverfahren A10/16,6R/120 wurde speziell für hoch EP-legierte Schmieröle entwickelt.
Weitere Prüfverfahren, die in Forschungsvorhaben der FVA erarbeitet wurden, legen den
Fokus auf die Untersuchungen der Schadensarten Grübchen und Grauflecken. [5, 6, 7, 8] Die
Umfangsgeschwindigkeiten liegen in derselben Größenordnung wie beim oben beschriebenen
Fresstest.
Der so genannte Ryder-Test ist ein Prüfverfahren für Schmieröle, die in Flugzeugtriebwerken
Anwendung finden. Die maximale Umfangsgeschwindigkeit beträgt 46,5 m/s, was einer
Ritzeldrehzahl von circa 10.000 min-1 entspricht. [9] Es wurden sowohl Untersuchungen zur
Grübchentragfähigkeit als auch zur Fresstragfähigkeit durchgeführt.
Eine Adaption des Ryder-Tests stellt der FZG-Ryder-Test R/46,5/74 dar. [9] Er wird auf einem
Standard-FZG-Zahnradverspannungsprüfstand nach DIN ISO 14635-1 [3] durchgeführt, wobei
die Prüfbedingungen ähnlich denen des Original-Ryder-Tests sind und die Untersuchung der
Fresstragfähigkeit im Vordergrund steht. Die Umfangsgeschwindigkeit am Teilkreis beträgt
analog zum Ryder-Test 46,5 m/s. Der zu prüfende Schmierstoff wird bei einer geregelten
Temperatur von 74 °C in den Zahneingriff eingespritzt.
Der IAE-Test ist ein Prüfverfahren, welches ursprünglich vom Institute of Automobile
Engineers entwickelt wurde und auf der britischen Norm IP 166/60 basiert. [10] Der IAE-
Prüfstand besitzt eine große Ähnlichkeit zum FZG-Zahnradverspannungsprüfstand, wobei die
Lagerung der Prüfräder fliegend gestaltet ist. Es existieren drei Versionen des IAE-Tests, die
sich in der Umfangsgeschwindigkeit und der Öleinspritztemperatur unterscheiden. Die höchste
Umfangsgeschwindigkeit von 25 m/s wird im Prüfverfahren IAE-C erreicht.
Im Forschungsvorhaben „Speed2E“ wurde ein Hochdrehzahl-Antriebsstrang für den
Anwendungsfall der Elektromobilität aufgebaut. Die maximale Drehzahl beträgt 30.000 min-1,
wodurch die erforderliche Baugröße des Elektromotors gesenkt werden konnte. Der Fokus
des Vorhabens lag auf der Ermittlung geeigneter Verzahnungen und Dichtsysteme. Weiterhin
wurden Untersuchungen zur Schwingungs- und Geräuschanregung durchgeführt. Der
Antriebsstrang ist durch ein Summengetriebe gekennzeichnet, in das zum einen eine
Stirnradstufe, zum anderen ein schaltbares, zweistufiges Getriebe, eingreifen. [11]
Im Folgevorhaben „Speed4E“ wird die maximale Drehzahl im Antriebsstrang auf 50.000 min-1
gesteigert. Ziel ist wie bei „Speed2E“ eine Optimierung der Betriebsbedingungen hinsichtlich
Effizienz und NVH-Verhalten. Der Aufbau der Getriebeeinheit unterscheidet sich dahingehend,
dass nun an einem der beiden Getriebeeingänge ein Planetenradsatz anstelle einer einfachen
Stirnradstufe integriert ist. [12]
Collenberg führte Versuche zur Fresstragfähigkeit bei hohen Umfangsgeschwindigkeiten
durch. Der dafür modifizierte Verspannungsprüfstand läuft bei einer Drehzahl von rund
25.000 min-1. Um einen vorzeitigen Ausfall der Prüfverzahnung durch Fressen bei niedrigen
Umfangsgeschwindigkeiten zu vermeiden, erfolgt die Aufbringung des Lastmoments im Lauf
durch eine hydrostatische Verspanneinheit. [13]
Emmert untersuchte die Zahnflankenermüdung schnelllaufender Stirnradgetriebe, wobei die
Schadensarten Graufleckigkeit und Grübchen im Fokus standen. Der verwendete Standard-
FZG-Verspannungsprüfstand mit Achsabstand a = 91,5 mm ist nur geringfügig verändert

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worden und weist eine maximale Drehzahl von 15.650 min-1 auf, was
Umfangsgeschwindigkeiten von rund 60 m/s entspricht. [14]
Untersuchungen zum Geräusch- und Schwingungsverhalten (NVH) wurden von Knabel
durchgeführt. Er verwendet für die Versuche einen FZG-Verspannungsprüfstand mit
Achsabstand a = 91,5 mm, der speziell für die Prüfläufe konstruiert und gebaut wurde und
eine maximale Drehzahl von circa 25.000 min-1 aufweist. Es ist anzumerken, dass lediglich
Kurzzeit-Prüfläufe bzw. Drehzahl-Hochläufe bis zu einer maximalen Dauer von 15 min
durchgeführt wurden. [15]
Im Rahmen der beantragten Literaturstudie sollen weitere Prüfverfahren sowie relevante
Forschungsarbeiten in der nationalen und internationalen Literatur recherchiert und
dokumentiert werden.

Für den Anwendungsfall Wälzlager wird das Verschleißschutzverhalten flüssiger


Schmierstoffe mithilfe eines Shell-Vierkugelapparats nach DIN 51350 oder eines
Wälzlagerschmierstoff-Prüfgeräts FE8 nach DIN 51819-3 geprüft. Im Wälzlagerschmierstoff-
Prüfgerät FE8 wird die Eignung der Schmierstoffe unter praxisnahen Bedingungen erprobt. Als
Prüflager werden zwei Axialzylinderrollenlager über einen Tellerfedersatz mit einer axial
gerichtete Prüfkraft Fa belastet und mit der Prüfdrehzahl n gemäß DIN 51819-3 betrieben. Mit
Hilfe externer Temperiergeräte kann die gewünschte Prüftemperatur im Versuch zwischen
Raumtemperatur und 200 °C gehalten werden. Die Schmierung der Prüflager erfolgt mittels
einer Ölumlaufschmierung [16]. Die Prüfung ist beendet, wenn der zuvor festgelegte
Grenzwert für das Reibmoment aufgrund unzureichender Schmierung über einen Zeitraum
von 6 s überschritten wurde. Anschließend werden die Rollen und der Messingkäfig mit einer
Feinwaage ausgewogen. Durch den Vergleich mit den vor Versuchsbeginn ermittelten
Massen, werden die Verschleißwerte in mg bestimmt
und anschließend statistisch ausgewertet [17].
Ein weiteres Verfahren zur Schmierstoffqualifikation ist der FE8-Pittingtest nach VW oder ZF.
Hierbei handelt es sich um einen Ermüdungstest an Axialzylinderrollenlagern. Das
Prüfkriterium dieses Tests ist die erreichte Laufzeit. Die Prüfung wird beendet, wenn der zuvor
eingestellte Grenzwert für das am Prüfkopf gemessene Schwingungssignal überschritten oder
die vorgegebene Prüflaufzeit erreicht wurde. Eine Grenzwertüberschreitung des
Schwingungssignals deutet auf das Vorhandensein von Grübchen (Pittings) hin. Das
Prüfverfahren dient zur Charakterisierung und Differenzierung von Getriebeölen (ATF,
Handschaltgetriebeölen, Achsgetriebeölen, Verteilergetriebeölen) hinsichtlich der
Schmierungseigenschaften in Wälzlagern [18]. Die Eignungsbeurteilung des Schmierstoffs
erfolgt anhand der optischen und messtechnischen Beurteilung der Anzahl und Größe der
Pittings unter Berücksichtigung der im Versuch aufgezeichneten Verläufe der
Lagertemperaturen und Reibmomente.
In Hochgeschwindigkeitsanwendungen werden vermehrt niedrigviskose Öle eingesetzt, mit
dem Ziel eine übermäßige Erwärmung in Folge hoher Plansch- und Quetschverluste zu
vermeiden. Jedoch kann eine niedrige Viskosität zu einer ungewünschten Zunahme der
Mischreibungsanteile führen und infolge dessen zu erhöhtem Verschleiß führen. Im Rahmen
dieses Vorhabens ist zu recherchieren, ob die bisher angewandten Prüfbedingungen nach
DIN 51819-3 und [18] für die Untersuchung von flüssigen Schmierstoffen in Hochgeschwindig-
keitsanwendungen modifiziert werden sollten.
Das NVH-Verhalten der Wälzlager ist von besonderem Interesse, wenn die Laufgeräusche
nicht durch Verzahnungsgeräusche überdeckt werden. Gängige Prüfgeräte (GRW-
Geräuschprüfgerät, SKF-BeQuiet, FAG – Schwinggütemessgerät MGG 11, SKF – MVH 90 B)
werden im Wesentlichen zur Überprüfung des Laufgeräuschverhaltens von Schmierfetten in
Wälzlagern eingesetzt [19]. Es ist zu untersuchen, inwiefern diese Prüfmethoden auf flüssige
Schmierstoffe angewendet werden können.

Für den Anwendungsfall Dichtungen werden statische Untersuchungen der Verträglichkeit der
Dichtungswerkstoffe mit den eingesetzten flüssigen Schmierstoffen durchgeführt. Zudem
dienen dynamische Prüfungen dem Nachweis der Dichtfunktion. Mit Hilfe von
Dichtungsverträglichkeitstests nach DIN ISO 1817 lassen sich die Härte, Reißfestigkeit,
Reißdehnung und das Volumen, sprich die Quellung oder Schrumpfung von Elastomeren
bestimmen. Die Probenkörper werden in die, in einer Flasche oder einem Kolben befindliche,

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Prüfflüssigkeit eingetaucht. Dabei müssen alle Oberflächen der Proben vollständig und
uneingeschränkt von der Flüssigkeit umgeben sein. Das Volumen der Prüfflüssigkeit muss
mindesten das fünfzehnfache des Volumens aller eingetauchten Probenkörper betragen,
während das Luftvolumen im Prüfgefäß minimal gehalten werden muss. Die Werkstoffe des
Prüfgerätes müssen inert zur Prüfflüssigkeit und zu den Probenkörpern sein. [20]
Die Kenntnis über die physikalische Beständigkeit von Elastomeren ist, neben dem
Temperatureinsatzbereich verwendeter Dichtungen, ausschlaggebend für die Auswahl eines
geeigneten Dichtungswerkstoffs. Das Formblatt FB 73 11 008 beschreibt dynamische
Ölverträglichkeitstests mit Freudenberg Simmerringen, die zur Freigabe für den Einsatz in
FLENDER-Getrieben etabliert sind. Als Gegenlauffläche für die zu testenden Simmerringe
werden einsatzgehärtete und geschliffene Wellen aus dem Werkstoff 18CrNiMo7-6 verwendet.
Die Rauheitswerte der Wellenoberfläche entsprechen den SIMRIT Katalogempfehlungen. Die
Gegenlaufflächen werden maximal für drei Versuche eingesetzt. Dabei muss darauf geachtet
werden, dass immer eine zuvor ungenutzte Fläche auf der Welle verwendet wird. Der Ölstand
in der Prüfkammer muss auf Höhe der Wellenmitte liegen. Das vollständige Testprogramm
umfasst zwei Drehzahlstufen, die wiederholt (bis zu 42fach) durchfahren werden. Die Drehzahl
der ersten Stufe beträgt 2000 min-1 bei dem Werkstoff NBR und 3000 min-1 bei FKM. Diese
Stufe wird jeweils für 20 h gehalten. In der zweiten Stufe steht die Prüfwelle für eine Dauer von
4 h still. Die Gesamtlaufzeit der Prüfprozedur für NBR beträgt 768 h. Bei Prüfungen des
Werkstoffs FKM werden 1008 h absolviert. Die Öltemperatur wird in Abhängigkeit des
Elastomer-Werkstoffs und der API-Spezifikation während der gesamten Prüfprozedur konstant
gehalten. [21]
Die SEW Prüfvorschrift 971180315 beschreibt statische und dynamische Prüfungen zur
Freigabe von Radialwellendichtringen bzw. Schmierstoffen. Untersucht werden die
Dichtungswerkstoffe NBR und FKM, welche verschiedenen Alterungs- und
Verschleißeinflüssen unterliegen. Für die Lebensdauer eines Radialwellendichtrings ist
insbesondere der Temperatureinsatzbereich und die chemisch physikalische Beständigkeit
des Elastomers ausschlaggebend. Soll eine Schmierstofffreigabe erfolgen, müssen die zu
prüfenden Schmierstoffe die statischen und dynamischen Verträglichkeitstests mit den
Elastomeren NBR und FKM bestehen. [22]
Der Statische Test der SEW Prüfvorschrift 971180315 wird in Anlehnung an DIN ISO 1817
durchgeführt. Als Probenkörper zur Durchführung des statischen Tests werden Normstäbe
Typ S2 (DIN 53504) und Scheiben Ø 36,6 mm aus Elastomerplatten eingesetzt. Die in das
vorgegebene Prüfgefäß einzufüllende Ölmenge beträgt 0,5 l. Für einen Test werden an fünf
Normstäben die Zugfestigkeit, die Bruchdehnung, das Volumens und die Härte des
Elastomers nach DIN ISO 1817 ermittelt. Die Einlagerung der Probenkörper findet für 1008 h
bei werkstoffabhängigen Temperaturen in einem Bereich zwischen 95 °C und 130 °C statt. Die
Grenzwerte für die Härte-, Volumen-, Zugfestigkeits-, und Bruchdehnungsänderung können
der Prüfvorschrift entnommen werden. [22]
Der dynamische Screening Test der SEW Prüfvorschrift 971180315 wird mit der Dauer von
240 h durchgeführt und dient dazu eine Öl-Fett-Kombination als Kurzzeittest abzuprüfen. Mit
dem Test kann eine eventuelle negative Wechselwirkung zwischen Elastomer, Öl und Fett
erkannt werden. Der zu testende Radialwellendichtring mit den Abmessungen A38x90x12,
wird von der Öl- und der Luftseite befettet, temperiert und bei Drehzahlen bis 2000 min-1
betrieben. Die Prüfkammer muss während des Testes auf einem konstanten Überdruck von
0,25 bar gehalten werden. Die Befettung der Ölseite des Radialwellendichtrings bildet die
Bedingungen auf der abtreibenden Seite eines Getriebemotors ab. Die Grenzwerte für
Auswertungsparameter (z. B. Leckage oder Dichtzeit) des dynamischen Screening Tests
werden werkstoffabhängig für NBR oder FKM angegeben. [22]
Der dynamische Dauertest der SEW Prüfvorschrift 971180315 umfasst eine Versuchszeit von
2016 h und wird regulär mit den Schmierstoffkombinationen, die den Screening Test
erfolgreich passiert haben, durchgeführt. Um die Betriebsbedingungen auf der Antriebsseite
eines Getriebemotors abzubilden, wird auf die Befettung der Ölseite der
Radialwellendichtringe verzichtet. Bei der Testdurchführung wird das Prüföl, abhängig vom
Dichtungswerkstoff auf einer konstanten Temperatur gehalten. Die Prüfkammer wird mit einem
konstanten Überdruck von 0,25 bar beaufschlagt. Die Prüfstandswelle wird mit einem sich
zyklisch wiederholenden Drehzahlprofil betrieben, das im Takt von 84 Sekunden wiederholt
wird. Das Drehzahlprofil kann als dynamisches Profil, mit Drehzahlen von 3000 bis -3000 min-1

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oder als hochdynamisches Profil mit Drehzahlen von 5000 bis -8000 min-1 durchlaufen
werden. Die Auswertungskriterien und zugehörigen Grenzwerte für den dynamischen 2016 h
Test für die Werkstoffe NBR, FKM und FKM-FKO können der Prüfvorschrift entnommen
werden. [22]
Mehrere Prüfstände zur tribologischen Untersuchung von Radial-Wellendichtringen stehen an
der Universität Stuttgart zur Verfügung. Im FVA-Vorhaben 471 I wurde ein Prüfstand für
Hochdruck-Wellendichtringe entwickelt. Dieser ermöglicht eine maximale Wellendrehzahl von
15.000 min-1, Drücke bis maximal 8 MPa und Öltemperaturen bis maximal 120 °C. [23]
Ein weiterer Prüfstand ist als Universal-Prüfstand ausgeführt und ermöglicht eine maximale
Umfangsgeschwindigkeit von 14 m/s bei einem Wellendurchmesser von 80 mm. [24]
In einer Veröffentlichung von Igartua [25] wird ein modularer Prüfstand beschrieben, der bei
Umfangsgeschwindigkeiten bis 10,5 m/s, Drücken bis 300 bar und Schmierstoff-Temperaturen
bis 125 °C betrieben werden kann.
Hochdrehzahlanwendungen in der E-Mobilität stellen besondere Anforderungen an die
einzusetzenden Dichtsysteme. Nach aktuellem Stand der Technik können die häufig
verwendeten Radialwellendichtringe bis zu maximalen Umfangsgeschwindigkeiten von 39 m/s
eingesetzt werden. [26]
Mit dem Überschreiten einer kritischen Umfangsgeschwindigkeit geht eine unzulässig hohe
Wärmeentwicklung im Dichtkontakt einher, in deren Folge die Dichtung thermisch zerstört
würde. Aus den Drehzahlgrenzen berührender Dichtungen ergibt sich die Notwendigkeit neue
Dichtsysteme zu entwickeln, die eine thermische Überbelastung bei
Hochdrehzahlanwendungen vermeiden. Ein möglicher Lösungsansatz ist der Einsatz
modifizierter berührender Dichtungen, die nach Erreichen einer thermisch unkritischen
Drehzahl abheben. Im Rahmen der Literaturrecherche ist zu ermitteln, welche neuartigen
Dichtungslösungen bei Hochdrehzahlanwendungen in der E-Mobilität eingesetzt werden und
welche Verfahren zur Eignungsprüfung flüssiger Schmierstoffe bestehen.
Eine unzureichende Entgasung von dispergierter Luft bei Getriebeölen hat einen negativen
Einfluss auf die Tragfähigkeit der Zahnräder und Lager. Zudem kann eine starke Schäumung
des Getriebeöls eine Leckage an Dichtungen und Verschraubungen bewirken. Ein etabliertes
Verfahren zur messtechnischen Erfassung des Schäumens und der Entgasung von
Getriebeölen ist der Flender-Schaumtest an einem Stirnradprüfstand. Die Wellen der
Stirnradpaarung sind vertikal angeordnet, sodass die Zahnräder nach dem Befüllen der
Prüfkammer mit einem Liter Versuchsöl bis zur Zahnradmitte tauchen. Durch diese Anordnung
soll ein optimaler Eintrag von Luft in das Öl erzielt werden. Nach dem Erreichen der
Anfangstemperatur von 25 °C +/- 0,5 °C wird eine der Zahnradwellen für eine Dauer von fünf
Minuten mit einer Drehzahl von 1400 +/- 5 min-1 angetrieben. Anschließend lässt sich anhand
einer Skala auf dem Sichtfenster der Prüfkammer die relative Volumenzunahme bestimmen.
Hierbei wird zwischen einer Öl-Luft-Dispersion und dem Oberflächenschaum unterschieden.
Das Schaumbildung- und Entgasungsverhalten wird über einen Zeitraum von 90 min in
festgelegten Abständen dokumentiert und anschließend bewertet [27].
Um Planschverluste gering zu halten, werden in Hochgeschwindigkeitsgetrieben
Trockensumpfschmierungen eingesetzt. Es ist zu ermitteln, in welchem Maß das
Schmierstoffverhalten im Flender-Schaumtest in Bezug auf die Luftaufnahme, die Bildung
einer Öl-Luft-Dispersion und dem Entstehen von Oberflächenschaum, auf das
Schaumverhalten von Öleinspritzschmierungen mit Trockensumpf übertragbar ist.
Neben den vorgestellten Prüfverfahren existieren weitere, z.T. herstellerspezifische
Prüfstände und Prüfverfahren zur Untersuchung von Dichtungen. Ebenso bezieht die
beantragte Studie auch Prüfverfahren für weitere Dichtungstypen ein.

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4. Angestrebter Lösungsweg / Zwischenergebnisse zur Erreichung des


Forschungsziels

Die Studie ist in drei Arbeitspakete unterteilt.

AP 1: Ausführliche Literaturrecherche zum Stand der Forschung

Das Arbeitspaket AP 1 gliedert sich in drei Teil-Arbeitspakete:

AP 1.1: Literaturrecherche Teilanwendung Verzahnungen (FZG)

Das AP 1.1 wird an der Forschungsstelle 1 (FZG) bearbeitet. Es werden tribologische


Prüfmethoden für Schmierstoffe recherchiert, die sich auf das Maschinenelement Zahnrad
beziehen. Dabei werden Prüfverfahren mit verschiedenen Schadensbildern
und -mechanismen betrachtet. Weiterhin werden Forschungsarbeiten zum Einfluss erhöhter
Umfangsgeschwindigkeiten unter besonderer Berücksichtigung der in Abschnitt 2 genannten
Kriterien zusammengefasst und analysiert.

AP 1.2: Literaturrecherche Teilanwendung Lager (IMKT)

Das AP 1.2 wird an der Forschungsstelle 2 (IMKT) bearbeitet. Es werden tribologische


Prüfmethoden für Schmierstoffe recherchiert, die sich auf das Maschinenelement Wälzlager
beziehen.

AP 1.3: Literaturrecherche Teilanwendung Dichtungen (FZG, IMKT)

Das AP 1.3 wird von beiden Forschungsstellen gemeinsam bearbeitet. Es werden


tribologische Prüfmethoden für Schmierstoffe recherchiert, die sich auf das Maschinenelement
Dichtung beziehen.

AP 2: Einordnung und Bewertung der verschiedenen Prüfmethoden

Nach der ausführlichen Literaturrecherche zum Stand des Wissens sowie zum Stand der
Technik in AP 1 werden die verschiedenen Prüfmethoden eingeordnet und auf ihre
Übertragbarkeit auf den Hochdrehzahlbereich bewertet. Hier ist zudem von Interesse,
inwieweit vorliegende Untersuchungsergebnisse und daraus abgeleitete
Berechnungsverfahren und Modellvorstellungen eine Berücksichtigung erhöhter
Umfangsgeschwindigkeiten im Hinblick auf das Schmierstoffverhalten bzw. die
Schmierstoffeigenschaften erlauben. Anschließend ist zu prüfen, in welchem Umfang die
Übertragbarkeit von Versuchsergebnissen aus Standard-Tests bei üblichen
Umfangsgeschwindigkeiten auf Umfangsgeschwindigkeiten in einem Bereich von 20 bis
50 m/s möglicherweise gegeben bzw. zu erwarten ist. Besondere Anforderungen und
Eigenschaften von Schmierstoffen für E-Mobilität-Anwendungen werden in diesem
Zusammenhang zusätzlich diskutiert.

AP 3: Dokumentation

Im letzten Arbeitspaket erfolgt die Dokumentation der Ergebnisse sowie die Ableitung von
Empfehlungen zum weiteren Vorgehen.

5. Wirtschaftliche Bedeutung der Forschungsergebnisse, insbesondere für kleine


und mittlere Unternehmen (KMU)

Die beantragte Literaturstudie gibt interessierten Unternehmen einen grundlegenden Überblick


über bislang existierende Prüfverfahren und Untersuchungsergebnisse zur Bewertung der
Schmierstofftragfähigkeit mit Fokus auf dem Hochdrehzahlbereich bis 50.000 min-1. Im Zuge

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des Wandels der Fahrzeugantriebe vom konventionellen Verbrennungsmotor zum


elektrischen Antriebsstrang müssen die eingesetzten Schmierstoffe zusätzliche
Anforderungen erfüllen, die mit den bisherigen Prüfverfahren z.T. nicht hinreichend bewertet
werden können. Durch die Literaturstudie wird erkennbar, in welchen Bereichen ggf. der
Bedarf zur Entwicklung neuer Prüfmethoden besteht und mit welchen etablierten
Prüfmethoden auch zukünftig eine zuverlässige Schmierstoffprüfung erfolgen kann.

6. Literaturverzeichnis

[1] Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung, 2009.


[2] Kampker, A.; Vallée, D.; Schnettler, A.: Elektromobilität. Berlin, Springer Vieweg, 2013.
[3] DIN ISO 14635-1: Zahnräder – FZG-Prüfverfahren – Teil 1: FZG-Prüfverfahren A/8,3/90
zur Bestimmung der relativen Fresstragfähigkeit von Schmierölen. Berlin, Beuth-Verlag,
2006.
[4] DIN ISO 14635-2: Zahnräder – FZG-Prüfverfahren – Teil 2: FZG-Prüfverfahren
A10/16,6/120 zur Bestimmung der relativen Fresstragfähigkeit von hoch EP-legierten
Schmierölen. Berlin, Beuth-Verlag, 2010.
[5] Schedl, U.; Oster, P.; Höhn, B.-R.; Winter, H.: FVA-Nr. 2/IV – Heft 530 –
Abschlussbericht Pittingtest – Einfluß des Schmierstoffes auf die Grübchenlebensdauer
einsatzgehärteter Zahnräder im Einstufen- und im Lastkollektivversuch.
Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V., Frankfurt a.M., 1997.
[6] Radev, T.; Oster, P.; Höhn, B.-R.: FVA-Nr. 371 I – Heft 710 – Abschlussbericht
Praxisnaher Pittingtest – Entwicklung eines praxisnahen Pittingtests.
Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V., Frankfurt a.M., 2003.
[7] Schönnenbeck, G.; Rettig, H.; Winter, H.: IGF-Nr. 3888 – FVA-Nr. 54/I – Heft 106 –
Abschlussbericht Einfluß der Schmierstoffe auf die Zahnflankenermüdung im
Umfangsgeschwindigkeitsbereich 1 … 9 m/s. Forschungsvereinigung Antriebstechnik
e.V., Frankfurt a.M., 1981.
[8] Schönnenbeck, G.; Rettig, H.; Winter, H.: IGF-Nr. 3888 – FVA-Nr. 54/II – Heft 152 –
Abschlussbericht Einfluß der Schmierstoffe auf die Zahnflankenermüdung
(Graufleckigkeit und Grübchenbildung) hauptsächlich im
Umfangsgeschwindigkeitsbereich 1 … 9 m/s. Forschungsvereinigung Antriebstechnik
e.V., Frankfurt a.M., 1983.
[9] Winter, H.; Michaelis, K.; Funk, G.: FZG-Ryder-Freßtest – Der FZG-Ryder-Freßtest für
Flugturbinenschmierstoffe, 1988.
[10] Lechner, G.; Seitzinger, K.: Durchführung und Anwendung der Getriebeölteste IAE,
Ryder und FZG, 1967.
[11] Fischer, P.; Stahl, K.: FVA-Nr. 716 – Schlussverbundbericht Speed2E.
Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V., Frankfurt a.M., 2017.
[12] Schweigert, D.; Mileti, M.; Morhard, B.; Sedlmair, M.; Fromberger, M.; Otto, M.; Lohner,
T.; Stahl, K.: Innovative transmission concept for hyper-high-speed electromechanical
powertrains. EDrive, 2019.
[13] Collenberg, H.: Untersuchungen zur Fresstragfähigkeit schnelllaufender
Stirnradgetriebe. Dissertation TU München, 1991.
[14] Emmert, S.: Untersuchungen zur Zahnflankenermüdung (Graufleckigkeit, Grübchen)
schnelllaufender Stirnradgetriebe. Dissertation TU München, 1994.
[15] Knabel, W.: Geräusche und Schwingungen an Stirnradgetrieben – Untersuchung
geometrischer Einflüsse bei hohen Drehzahlen und Belastungen. Dissertation TU
München, 1977.
[16] DIN 51819-1: Prüfung von Schmierstoffen – Mechanisch-dynamische Prüfung auf
dem Wälzlagerschmierstoff-Prüfgerät – Teil 1: Allgemeine Arbeitsgrundlagen. Berlin,
Beuth-Verlag, 2016.
[17] DIN 51819-3: Prüfung von Schmierstoffen – Mechanisch-dynamische Prüfung auf
dem Wälzlagerschmierstoff-Prüfgerät – Teil 3: Verfahren für Schmieröl – einzusetzende
Prüflager: Axialzylinderrollenlager. Berlin, Beuth-Verlag, 2016.
[18] VW-PV-1483: Prüfung der Grübchentragfähigkeit in Wälzlagern – Ermüdungstest, 2007.
[19] Prüfung von Schmierstoffen, http://www.klueber.com, Abruf am 12.02.2020.

Antrag ©FVA 9/10


Flüssige Schmierstoffe in Highspeed-Anwendungen

[20] DIN ISO 1817: Elastomere und thermoplastische Elastomere – Bestimmung des
Verhaltens gegenüber Flüssigkeiten. Berlin, Beuth-Verlag, 2016.
[21] Dynamische Ölverträglichkeitstests mit Freudenberg Simmerringen zur Freigabe für den
Einsatz in FLENDER-Getrieben (Tabellen T 7300); FB 73 11 008.
[22] SEW Test - Statische und dynamische Prüfungen von Radialwellendichtringen (RWDR)
Prüfvorschrift 971180315.
[23] Pflüger, C. G.; Haas, W., Bertsche, B.: IGF-Nr. 14130 N – FVA-Nr. 471 I –
Abschlussbericht Hochdruck-Wellendichtring – Entwicklung eines kleinbauenden
Wellen-Dichtungssystems für hohe Relativgeschwindigkeiten und gleichzeitig hohen
Drücken. Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V., Frankfurt a.M., 2007.
[24] Buhl, S.: Wechselbeziehungen im Dichtsystem von Radial-Wellendichtring,
Gegenlauffläche und Fluid. Dissertation, Universität Stuttgart, 2006.
[25] Pinedo, B.; Conte, M.; Perez, I.; San Martin, M.; Gomez-Acedo, E.; Igartua, A.: New high
performance test rig for sealing systems characterization. World Tribology Congress,
Turin, 2013.
[26] DIN 3760: Radial-Wellendichtringe. Berlin, Beuth-Verlag, 1996.
[27] Brun, M.; Bertels, T.; Gajewski, G.: Flender-Schaumtest GG-V 425 Rev.1 –
Beschreibung der Prüfvorrichtung, Durchführung des Tests, Beurteilungskriterien, 2011.

7. Arbeits- und Zeitplan

8. Finanzierungsplan

Der Finanzierungsplan ist in der beigefügten Excel-Tabelle aufgeführt.

Antrag ©FVA 10/10