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Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der LMU München

Prof. Dennis Nowak und Dozenten

"Zum Thema Alt-Klausuren:

Es sind viele Alt-Klausuren im Umlauf, die Mängel enthalten: Einige Fragen sind völlig
überholt und werden nicht mehr gestellt werden. Bei anderen stimmt die ehemals richtige
Antwort aufgrund neuerer Erkenntnisse, die wir auch in der Vorlesung und im Kurs
vermitteln, nicht mehr. Und schließlich kursieren Altklausuren, bei denen eine falsche
Antwort als vermeintlich richtig angekreuzt ist. Daher raten wir dringend davon ab,
Altklausuren mit vielen solcher Fehler zu kaufen. Als speziellen Service für unsere
Studierenden haben wir die kursierenden Altklausuren durchgesehen, korrigiert und stellen
Ihnen einen großen Teil der bisher käuflich zu erwerbenden Alt-Fragen in aufgefrischter
Form als Lernhilfe zur Verfügung. Bitte beachten Sie aber, dass das Durcharbeiten dieser
Alt-Fragen das Bestehen einer aktuellen Klausur keineswegs garantiert."
Fragen: 5/2014

1. Welcher epidemiologische Studientyp erlaubt – beispielsweise in der


arbeitsmedizinischen Epidemiologie – die Berechnung von Inzidenzen, also von
Neuerkrankungen arbeitsbedingter Erkrankungen?
A Fall-Kontroll-Studie?
B Ökologische Studie?
C Filteruntersuchung (Screening)?
D Kohortenstudie?
E Querschnittsstudie?

Richtig: D

2. Es gibt in Deutschland fünf Sparten gesetzlicher Sozialversicherung.


Die Finanzierung welcher gesetzlichen Sozialversicherung erfolgt allein aus
Arbeitgeberbeiträgen?
A Unfallversicherung?
B Arbeitslosenversicherung?
C Rentenversicherung?
D Pflegeversicherung?
E Krankenversicherung?

Richtig: A

3. Welche Aussage trifft NICHT zu?


A Eine Kohortenstudie erlaubt Aussagen zur Inzidenz einer Erkrankung.
B Die Power einer Studie sollte nach Möglichkeit nicht unter 80 % liegen, d. h. einen
tatsächlich bestehenden Unterschied zwischen zwei Gruppen mit einer
Wahrscheinlichkeit von 80 % aufdecken können.
C Die Verwendung von p-Werten für das Signifikanzniveau ist aussagekräftiger als die
Verwendung von Konfidenzintervallen.
D Reliabilität bedeutet, dass bei wiederholten Messungen zuverlässige Ergebnisse
erzielt werden.
E Validität bedeutet, dass ein Messinstrument (z. B. Fragebögen) das misst, was es
messen soll (Gültigkeit).

Richtig: C

4.Für Fall-Kontroll-Studien in der arbeitsmedizinischen Epidemiologie gilt NICHT:


A Im Vergleich zu Kohortenstudien: besonders für seltene Krankheiten geeignet.
B Im Vergleich zu Kohortenstudien: finanzieller Aufwand meist geringer.
C Im Vergleich zu Kohortenstudien: geringerer Zeitbedarf für die Durchführung.
D Im Vergleich zu Querschnittsstudien: Bessere Eignung zur Testung von Hypothesen
über Zusammenhänge zwischen Exposition und Erkrankung.
E Im Vergleich zu Querschnittsstudien: Bessere Eignung zur repräsentativen Erfassung
der Prävalenz von Zielgrößen.

Richtig: E
5.Ethisches Handeln in der arbeitsmedizinischen Praxis umfasst NICHT:
A Prävention nach evidenzbasierten Leitlinien.
B Beratung von Beschäftigten hinsichtlich etwaiger Entschädigungsansprüche.
C Gewährleistung eines freien Zugangs der Beschäftigten zu ihren eigenen
Biomonitoring-Werten.
D Gewährleistung eines freien Zugangs des Arbeitgebers zu den persönlichen
Biomonitoring-Werten der Beschäftigten.
E Beratung des Arbeitgebers hinsichtlich Gesundheitsschutzmaßnahmen für die
Beschäftigten.

Richtig: D

6. Welche Aussage zu dem Begriff Berufskrankheit trifft NICHT zu?


A Eine Berufskrankheit wird rechtlich analog einem Arbeitsunfall behandelt.
B Die Entschädigung von Berufskrankheiten fällt in den Zuständigkeitsbereich der
gesetzlichen Unfallversicherung.
C Die Bundesregierung bezeichnet mit Zustimmung des Bundesrates durch
Rechtsverordnung, welche Krankheiten als Berufskrankheiten gelten.
D Die derzeit gültige Berufskrankheitenliste bezeichnet nur konkrete Diagnosen als
Berufskrankheit.
E Unter bestimmten Voraussetzungen könne auch solche Krankheiten „wie eine
Berufskrankheit“ anerkannt und entschädigt werden, die nicht in der gültigen
Berufskrankheitenliste aufgeführt sind.

Richtig: D

7. Welche Aussage trifft NICHT zu?


Für das Biomonitoring von organischen Lösungsmitteln gilt:
A Der Zeitpunkt der Probenentnahme muss sich an der Halbwertszeit im Organismus
orientieren
B Eine perkutane Resorption ist zusätzlich zur inhalativen Exposition erfassbar
C Die Parameter lassen sich nur im Blut bestimmen
D Bei der Blutentnahme ist bezüglich der Hautdesinfektion auf mögliche analytische
Interferenzen zu achten
E Für flüchtige Parameter ist auf Dichtigkeit der Transportgefäße zu achten

Richtig: C

8. Wohin muss die „Ärztliche Verdachtsanzeige über eine Berufskrankheit“


geschickt werden?
A Örtliches oder territoriales Gesundheitsamt oder Landesgesundheitsamt
B Meldewesen auf Bundes- und Länderebene (IfSG)
C Hausarzt des Patienten zur Information
D Facharzt des Patienten zur Information und weiteren Abklärung
E Gesetzlicher Unfallversicherungsträger oder Landesgewerbearzt

Richtig: E
9. Für die Arbeitssicherheit im Betrieb ist verantwortlich:
A Sicherheitsfachkraft/Sicherheitsingenieur
B Betriebs- bzw. Personalarzt
C Gewerbeaufsichtsamt
D Entsprechender gesetzlicher Unfallversicherungsträger
E Unternehmer

Richtig: E

10. Zu den Maßnahmen der primären Prävention zählt/zählen NICHT:


A Sexualberatung im Hinblick auf übertragbare Krankheiten
B Gesundheitsförderung (Health Promotion)
C Impfungen
D Früherkennungsuntersuchungen
E Speisesalzjodierung

Richtig: D

11. Wenn ein Arzt den begründeten Verdacht auf eine Berufskrankheit anzeigt,
hat er
A den Versicherten über den Inhalt und den Adressaten der Anzeige zu informieren
B dem Arbeitgeber eine Kopie der Anzeige zur Verfügung zu stellen
C bei gesetzlich Krankenversicherten die Krankenkasse über die Anzeige zu unterrichten
D Die Anzeige bei Widerspruch des Arbeitgebers zunächst zu widerrufen
E bei schwerbehinderten Arbeitnehmern zusätzlich das Versorgungsamt/Integrationsamt
zu informieren

Richtig: A

12. Das biologische Monitoring mittels Untersuchung von Körperflüssigkeiten


bietet im Vergleich zur Luftanalyse einen besonderen Vorteil bei der
arbeitsmedizinischen Abschätzung der Belastung, wenn der Arbeitsstoff
A einschließlich seiner Metaboliten eine sehr kurze biologische Halbwertszeit (im
Bereich von Minuten) hat
B aufgrund physiologischer Stoffwechselprodukte auch im Organismus entsteht,
C lokal stark irritativ wirkt
D allergisierend wirkt
E eine hohe Hautresorption hat

Richtig: E

13. Was wird unter „sekundärer Prävention“ verstanden?


A Die Vermeidung von Risiken am Arbeitsplatz, die zu einer berufsbedingten Erkrankung
führen können.
B Die Vermeidung von Risiken jeder Art, die zu einer Erkrankung führen können
C Die Früherkennung von Erkrankungen
D Die Anwendung von Rehabilitationsmaßnahmen
E Maßnahmen zur Wiedereingliederung von Personen mit vorbestehender Krankheit bei
besonderer Berücksichtigung arbeitsmedizinischer Belange

Richtig: C
14. Für die betriebliche Umsetzung von Unfallverhütungsmaßnahmen ist
verantwortlich:
A Betriebsarzt
B Unternehmer
C Sicherheitsbeauftragte
D Technischer Leiter
E Betriebsratsvorsitzender

Richtig: B

15. Welche Aussage trifft zu?


Ein MAK-Wert ist die
A verbindliche Grenzkonzentration eines Stoffes, bei deren Überschreitung bei
achtstündiger Einwirkung mit Gesundheitsschäden zu rechnen ist
B maximal zulässige Konzentration eines Stoffes, bei der im Allgemeinen mit einer
Beeinträchtigung der Gesundheit bei langjähriger,täglich achtstündiger Einwirkung
nicht zu rechnen ist
C nicht gesundheitsschädliche Richtkonzentration der in der Luft des Arbeitsplatzes
vorhandenen Schadstoffgemische
D Konzentration von Schadstoffen, die auch kurzfristig nicht überschritten werden darf
E keine der Aussagen trifft zu

Richtig: B

16. Beanspruchungsphänomene im Zusammenhang mit Schichtarbeit sind NICHT:


A Ermüdungszunahme
B kumulative Schlafdefizite
C Magen-Darm-Störungen
D soziale Isolation/soziale Desynchronisation
E Schichtlänge

Richtig: E

17. Die häufigsten Berufskrankheitsmeldungen liegen vor für:


A Hauterkrankungen
B Schilddrüsenerkrankungen
C Rückenerkrankungen
D Lebererkrankungen
E Lärmschwerhörigkeit

Richtig: A

18. Welche Aussage trifft NICHT zu?


Zu den Aufgaben des Betriebsarztes gehört gemäß Arbeitssicherheitsgesetz die
A Beratung des Unternehmers in allen Fragen des Gesundheitsschutzes
B Überprüfung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen
C Auswertung arbeitsmedizinischer Vorsorge
D Überprüfung der Verwendung vorgeschriebener Körperschutzmittel
E Durchführung von Arbeitsplatzbegehungen

Richtig: B
19. Welche Aussage ist FALSCH?
Eine Berufskrankheit
A steht in der Berufskrankheitenliste
B kann finanziell entschädigt werden
C betrifft jeweils nur ein Organ
D wird vom Unfallversicherungsträger anerkannt
E muss bei begründetem Verdacht von Ärzten angezeigt werden

Richtig: C

20. Ein Hausarzt hat bei einem Patienten den begründeten Verdacht auf das
Vorliegen einer Berufskrankheit. Der Patient verlangt, der Arzt solle auf die Anzeige
des Verdachts verzichten.
Der Hausarzt
A darf auf die Anzeige verzichten, weil die ärztliche Schweigepflicht vorrangig ist
B muss auf die Anzeige verzichten, wenn der Patient nachvollziehbar darlegt, dass ihm
das Bekanntwerden des Verdachts berufliche Nachteile bringen würde
C ist nicht für die Erstattung einer Berufskrankheiten-Verdachtsanzeige verantwortlich
D darf im Einvernehmen mit dem Patienten die Anzeige aufschieben, bis das Vorliegen
einer Berufskrankheit hinreichend gesichert ist
E ist trotzdem verpflichtet, die Anzeige unverzüglich zu erstatten

Richtig: E

21. Welche der folgenden Aussagen über Berufsekzeme trifft NICHT zu?
A Im Friseurberuf besteht eine besondere Ekzemgefährdung
B Das beruflich erworbene Handekzem ist fast immer kontaktallergisch bedingt
C Hautirritation spielt eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung von Berufsekzemen
D Durch konsequente Arbeitsschutzmaßnahmen kann die Kontaktsensibilisierung am Arbeitsplatz
vielfach vermieden werden.
E Wichtigste Ziele der Sekundärprävention bei beruflich bedingtem Ekzem sind Abheilung der
Erkrankung und Erhaltung des Arbeitsplatzes.

Richtig: B

22. Welche der folgenden Aussagen trifft NICHT zu: Handytelefonate während des
Autofahrens
A führen zu einem erhöhten Unfallrisiko
B führen zu schweren Unfällen
C führen auch bei Verwendung von Freisprechanlagen zu vermehrten Unfällen
D beeinflussen das Unfallrisiko nicht
E verlängern die Reaktionszeit

Richtig: D

23. Am häufigsten werden in Deutschland die folgenden Berufskrankheiten anerkannt:


A Silikose
B Hautkrankheiten
C Lärmschwerhörigkeit
D Obstruktive Atemwegserkrankungen
E Asbestose

Richtig: C
24. Welches der folgenden Gase zählt NICHT zu den Reizgasen?
A Chlor
B Stickstoffdioxid
C Ozon
D Kohlenmonoxid
E Schwefeldioxid

Richtig: D

25. Folgende Aussage zur Hepatitis C trifft zu:


A Die Infektion wird primär fäkal-oral übertragen
B Die zentrale Gefahr durch die Infektion besteht in der Entwicklung einer Leberzirrhose und eines
Leberzellkarzinoms
C Die akute Infektion wird in der Regel erkannt durch das Auftreten eines Ikterus
D Die Erkrankung kann heute sicher durch eine Schutzimpfung verhindert werden (3 Dosen
innerhalb von 6 Monaten)
E Nicht-geschützte Personen sollten nach einer Verletzung mit einer Hepatitis-C-infektiösen Nadel
sofort mit einer Postexpositionsprophylaxe (Interferon) beginnen

Richtig: B

26. Im arbeitsmedizinischen Belastungs-Beanspruchungskonzept ist die Belastung der


Einfluss auf den Arbeitenden, die Beanspruchung beschreibt die Reaktion des Organismus.
Welcher Begriff beschreibt KEINE Beanspruchungsreaktion?
A Schwitzen bei Hitzeeinwirkung am Hochofen
B Lärm durch Baumaschinen
C Sonnenbrand nach beruflicher UV-Belastung
D Pulsanstieg bei statischer Haltearbeit
E Rauschzustand bei beruflicher Lösemittelexposition

Richtig: B

27. Welche der folgenden Aussagen trifft auf Berufskrankheiten in Deutschland zu?
A Jeder D- Arzt ist verpflichtet, einen begründeten Verdacht auf eine Berufskrankheit bei der
gesetzlichen Unfallversicherung anzuzeigen. Andere Ärzte haben diese Verpflichtung nicht.
B Jeder Arzt ist verpflichtet, einen begründeten Verdacht auf eine Berufskrankheit bei der
gesetzlichen Unfallversicherung anzuzeigen. Zahnärzte haben diese Verpflichtung nicht.
C Jeder Arzt und jeder Zahnarzt ist verpflichtet, einen begründeten Verdacht auf eine
Berufskrankheit bei der gesetzlichen Unfallversicherung anzuzeigen.
D Über die Anerkennung einer Berufskrankheit entscheidet der behandelnde Arzt.
E Der Patient muss mit der Berufskrankheitenanzeige einverstanden sein.

Richtig: C
28. Die Arbeit im Krankenhaus geht u. U. mit schädigenden Einwirkungen einher, die
Berufskrankheiten hervorrufen können. Wenn solche Einwirkungen in einem definierten
Ausmaß vorhanden sind, werden die Besonderheiten mit dem Ziel einer Primär- und
Sekundärprävention einer arbeitsmedizinischen Vorsorge unterzogen. Welche der folgenden
Vorsorgen (unten genannt mit den von den Unfallversicherungsträgern vergebenen
Bezeichnungen) dient NICHT der Prävention einer Berufskrankheit?
A Belastungen des Muskel- und Skelettsystems
B Hauterkrankungen
C Bildschirmarbeitsplätze
D Krebserzeugende Gefahrstoffe
E Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung

Richtig: C

29. Welche Aussage zur Latenzzeit einer berufsbedingten Krebserkrankung ist richtig?
A Bei der Beurteilung einer Krebserkrankung nach dem Berufskrankheitenrecht kann die Latenzzeit
außen vor bleiben
B Nur bei Latenzzeiten von weniger als 10 Jahren kann es sich um einen Berufskrebs handeln
C Nur bei Latenzzeiten von mehr als 10 Jahren kann es sich um einen Berufskrebs handeln
D Die Latenzzeit wird ab der ersten Exposition gegenüber der krebsrelevanten Noxe berechnet
E Die Latenzzeit ist das Produkt aus Dosis mal Expositionszeit

Richtig: D

30. Welche Aussage ist FALSCH?


Eine kurze orientierende Arbeitsanamnese ist bei jedem Patienten sinnvoll. Warum?
A Um einen etwaigen Einfluss der Arbeitsbedingungen auf Erkrankungen abschätzen zu können
B Um einen etwaigen Einfluss gesundheitlicher Beeinträchtigungen auf die Einsatzfähigkeit am
Arbeitsplatz abschätzen zu können
C Um ein Verständnis für die soziale Situation des Patienten in seinem spezifischen Umfeld zu
erlangen
D Um keine Berufskrankheiten oder Arbeitsunfälle zu übersehen
E Um Schwarzarbeit zu reduzieren?

Richtig: E

31. Welche Aussage ist FALSCH?


Das Konzept betrieblicher Gesundheitsförderung
A ist für Betriebe meist wirtschaftlich vorteilhaft
B erreicht auch Personenkreise, die medizinischen Präventionsmaßnahmen eher zurückhaltend
gegenüberstehen
C ist Bestandteil eines betrieblichen Gesundheitsmanagements
D sollte psychische Gesundheit eher ausklammern, da dies „private“ Bereiche tangiert
E sollte auch Auswirkungen auf außerbetriebliches Gesundheitsverhalten haben

Richtig: D
32. Welche Aussage zum chronischen Handekzem bei einer Küchenhilfe in der Spülküche ist
richtig?
A Kann nur als Berufskrankheit anerkannt werden, wenn zusätzlich Umgang mit hautreizenden
Reinigungsmitteln besteht
B Wasser kommt als ursächliche Noxe nicht in Frage, da auch außerberuflich Umgang mit Wasser
besteht
C Es sollte auf jeden Fall ein Hautarztbericht erstellt werden
D Sollte nur dann als begründeter Verdacht auf eine Berufskrankheit angezeigt werden, wenn es
trotz Durchführung von Hautschutzmaßnahmen aufgetreten ist
E Wird fast immer durch das Tragen Latex-haltiger Handschuhe verursacht

Richtig: C

33. Am häufigsten werden in Deutschland die folgenden Berufskrankheiten angezeigt:


A Silikose
B Hautkrankheiten
C Lärmschwerhörigkeit
D Obstruktive Atemwegserkrankungen
E Asbestose

Richtig: B

34. In einer Werkhalle sollen mehrere gleichartige Maschinen aufgebaut erden, ohne einen
Lärmbereich (Tageslärmexpositionspegel ab 85 dB(A)) zu erzeugen. Der Schalldruckpegel
einer Maschine wurde bei einem Probelauf zu 75 dB(A) bestimmt. Wie viele Maschinen dürfen
maximal gleichzeitig betrieben werden, damit der Gesamtschalldruckpegel 85 dB(A) noch
nicht erreicht?
A 3
B 5
C 7
D 9
E 10

Richtig: D

35. Bitte ordnen Sie die folgenden Beispiele zu Maßnahmen des Arbeitsschutzes in einem
Produktionsbetrieb, wie sie sinnvoll umgesetzt werden sollten (vorrangige Maßnahmen
zuerst).
1) Austausch eines gefährlichen Arbeitsstoffes durch einen ungefährlichen
2) Verbesserung einer Absauganlage
3) Versetzung eines Mitarbeiters mit Vorschädigung/Disposition an einen ungefährlichen
Arbeitsplatz
4) Bereitstellen von persönlicher Schutzausrüstung, z. B. Atemschutzmaske
A 1, 4, 3, 2
B 1, 2, 4, 3
C 2, 4, 1, 3
D 3, 4, 1, 2
E 4, 1, 2, 3

Richtig: B
36. Welcher Röntgenbefund ist NICHT typisch für eine Asbeststaubexposition?
A Pleuraplaques
B verkalkte Zwerchfellplaques
C Knötchenbildung in den Lungenoberlappen
D Abrundung der lateralen Randsinus
E diffuse Pleurafibrose

Richtig: C

37. Epidemiologische Studien zur Zusammenarbeit zwischen der Mobilfunknutzung und


Gesundheitseffekten
A sind sinnlos, weil der Zusammenhang nur gering sein kann
B sind sinnvoll, weil die Exposition sehr häufig ist und so auch kleine Effekte eine große Bedeutung
für die öffentliche Gesundheit hätten
C sind sinnlos, weil man mit epidemiologischen Studien keine Kausalität beweisen kann
D sind sinnvoll, weil das öffentliche Interesse hoch ist
E sind sinnlos, weil kein Wirkmechanismus bekannt ist

Richtig: B

38. Welche Antwort ist FALSCH?


Folgende Faktoren beeinflussen das Risiko eines Berufsasthmas wesentlich?
A Expositionshöhe
B Atemwegsinfekte
C Vorbestehende Allergien gegen Berufsallergene
D Vorbestehende Allergien gegen Nicht-Berufsallergene
E Expositionsdauer

Richtig: B

39. Ein 34-jähriger Mann wird mit unklaren Abdominalschmerzen in eine chirurgische Klinik
eingeliefert. Aus der Anamnese ergibt sich, dass er seit 18 Monaten in einer
Autobatteriefabrik arbeitet. Differentialdiagnostisch werden eine Appendizitis und eine
doppelseitige Inguinalhernie in Erwägung gezogen. Die Bestimmung von welchem Stoff im
Blut wäre hier zusätzlich noch sinnvoll?
A Nickel
B Blei
C Cadmium
D Quecksilber
E Chrom

Richtig: B
40. Der begründete Verdacht auf eine Berufskrankheit besteht NICHT bei
A 63-jährigem Druckereiarbeiter mit beidseitiger Innenohrschwerhörigkeit
B 24-jährigem Kochangestellten mit Neurodermitis seit Kindheit
C 35-jähriger Bäckerin mit allergischer Rhinitis bei Sensibilisierung auf Weizenmehl und
Hausstaubmilben
D 73-jährigem Rentner, 40 Jahre als Chemiker in der Textilindustrie tätig gewesen, mit
Blasenkarzinom
E 59-jährigem ungelernten Arbeiter, in den 60er und 70er Jahren auf diversen Baustellen
Spritzasbest verarbeitet, mit Lungenkarzinom, 48 pack years Zigaretten

Richtig: B

41. Um die Risiken einer latenten, beruflich erworbenen Tbc-Infektion zu minimieren, wird bei
einem PJ-Studenten eine medikamentöse Chemoprävention mit einem wirksamen
Antituberkulotikum durchgeführt. Zusätzlich wird seine Lunge für 2 Jahre mittels
Röntgenuntersuchungen überwacht. Welche Institution ist in diesem konkreten Fall der
Kostenträger?
A Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
B eigene Krankenkasse
C gesetzliche Unfallkasse des jeweiligen Bundeslandes
D Krankenkasse des Patienten
E private Unfallversicherung des Krankenhauses

Richtig: C

42. In einem als Lärmbereich gekennzeichneten Teil eines Betriebes beträgt der
Tageslärmexpositionspegel 100 dB(A). Ein dort täglich für die Dauer von 2 Stunden seiner 8-
Stunden-Schicht eingesetzter Arbeitnehmer, der ansonsten in ruhiger Umgebung arbeitet,
hat einen Tageslärmexpositionspegel von etwa
A 88 dB(A)
B 81 dB(A)
C 94 dB(A)
D 97 dB(A)
E 100 dB(A)

Richtig: C

43. Welche Faktoren gehen NICHT mit einer Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit
am Arbeitsplatz einher?
A Arbeitsüberlastung und Arbeitsdruck
B Klare Führung und klare Definition der eigenen Rolle
C Konflikte zwischen Anforderungen der Arbeit und der Familie
D Fehlende soziale Unterstützung bei der Arbeit
E Geringe eigene Kontrolle über Arbeitsvorgänge

Richtig: B
44. Welche Aussage trifft NICHT zu?
Arbeitsmedizinisch relevante Typ-I-Allergene sind
A Mehle
B Futtermittel
C Ammoniak
D Mäuseurin
E Rinderepithelien

Richtig: C

45. Welche Aussage ist FALSCH?


Berufskrankheiten durch Vibration/Erschütterung/Schwingungen können sein:
A Vibrationsbedingtes Vasospastisches Syndrom
B Bandscheibenerkrankungen der HWS durch Schwingungen
C Bandscheibenerkrankungen de LWS durch Schwingungen
D Lunatummalazie und Kahnbeinfraktur bei Arbeiten mit schlagenden Werkzeugen
E Arthrose des Ellenbogens und Schultereckgelenks bei Arbeiten mit schlagenden Werkzeugen

Richtig: B

46. Welche Berufsgruppe ist durch die Verarbeitung typischer Werkstoffe KEINEM erhöhten
Lungenkrebsrisiko ausgesetzt?
A Dachdecker beim Abriss von Asbestzement-Welldächern
B Maurer beim Ausbruch von Quartzsteinen
C Schlosser beim Schweißen von Chrom-Nickel-Stählen
D Schreiner beim Beschleifen von Eichen- und Buchenholzplatten
E Straßenbauarbeiter im Schwarzdeckenbau mit Teerprodukten

Richtig: D

47. Eine langfristige und erhöhte Einwirkung von n-Hexan-haltigen Kleberdämpfen kann
typischerweise folgende Erkrankungen verursachen:
A Anämie
B Polyneuropathie
C Kehlkopfkrebs
D Glomerulonephritis
E Lungenfibrose

Richtig: B

48. Die Erhebung einer Arbeitsanamnese


A sollte Fachärzten für Arbeitsmedizin vorbehalten bleiben
B ist nur sinnvoll, wenn der Patient noch im erlernten Beruf tätig ist
C ist bei Krebserkrankungen unnötig
D bezieht sich ausschließlich auf die aktuelle Berufstätigkeit
E dient der Erfassung der beruflichen Belastungen

Richtig: E
49. Welche Risikofaktoren gibt es beim Kleinkind für die akute rezidivierende und chronische
Otitis media?
A Stalltierkontakt im Säuglingsalter
B Stillen von Säuglingen über längere Zeit
C Rauchen der Eltern
D Betreuung durch die Großeltern
E Zufütterung von Brei vor dem 6. Lebensmonat

Richtig: C

50. Welche Aussage trifft NICHT zu?


Das Sick-Building-Syndrom beinhaltet typischerweise
A Reizung von Augen, Nase und/oder Rachen
B Unspezifische Überempfindlichkeitserscheinungen
C Urologische und gynäkologische Symptome
D Auftreten bei mehreren Personen
E Gebäudebezogene Symptomatik

Richtig: C

51. Welche Aussage trifft NICHT zu?


Für das Biomonitoring von organischen Lösungsmitteln gilt:
A Der Zeitpunkt der Probenahme muss sich an der Halbwertszeit im Organismus orientieren
B Eine perkutane Resorption ist damit zusätzlich zur inhalativen Exposition erfassbar
C Die Parameter lassen sich nur im Blut bestimmen
D Bei flüchtigen Parametern ist auf Dichtigkeit der Transportgefäße zu achten
E Bei der Hautdesinfektion ist auf mögliche analytische Interferenzen zu achten

Richtig: C

52. In der psychopathologischen Diagnostik bei Umwelt-assoziierten Gesundheitsstörungen


finden sich vorrangig
A histrionische Persönlichkeitsstörungen
B depressive Störungen
C Angststörungen
D Abhängigkeitserkrankungen
E Somatisierungsstörungen

Richtig: E

53. Welche Krankheitszuordnung zu den kausal (mit) verantwortlichen Umweltnoxen ist


FALSCH?
A Blutdruckerhöhung – Verkehrslärm
B Pleuramesotheliom – Asbest in der Umwelt
C Colitis ulcerosa - Amalgam aus Zahnfüllungen
D Obstruktive Atemwegserkrankungen – Passivrauch in Innenräumen
E Hautkrebs-UV-Strahlung

Richtig: C
54. Welche Aussage ist FALSCH?
Arbeitsmedizin und Umweltmedizin sind benachbarte, sozusagen „verschwisterte“ Disziplinen, weil
A die Noxen im Wesentlichen ähnlich sind
B in beiden Fächern Dosis-Wirkungs-Beziehungen wichtig sind
C die biologischen Effekte von Arbeits- und Umweltnoxen naturwissenschaftlich ähnlich sind.
E die in Arbeit und Umwelt betroffenen Personengruppen weitgehend identisch sind

Richtig: E

55. Welche Stoffe bzw. Konstellationen eignen sich in der Klinischen Umweltmedizin für ein
Biomonitoring?
A Ammoniak im Blut bei einem 35-jährigen Lehrer, der über unangenehme Geruchsemissionen aus
einem benachbarten Schweinemaststall klagt
B Lösemittelmetabolite bei einem 50-jährigen Hobbyschreiner (im Hauptberuf Polizist), dem nach
dem Spritzlackieren eines Gartenzauns im Schuppen schwindelig wurde
C Ozonmetabolite im Blut bei einem 28-jährigen Sportler mit Reizerscheinungen im Atemtrakt an
Tagen hoher Ozonkonzentration
D Duftstoffe Im Blut bei einer 44-jährigen Bankkauffrau, die nach Einatmen von Parfum über
Atembeschwerden klagt
E Blei im Blut bei einer 70-jährigen berenteten Metzgermeisterin, die ihren Hund wegen Flöhen
mehrmals monatlich intensiv mit Lindan behandelt

Richtig: B

56. Welche Aussage zu Benzol ist FALSCH?


A Es zählt zu den halogenierten aromatischen Kohlenwasserstoffen
B Es kann in den Emissionen von Ottomotoren nachgewiesen werden
C Es kann Non-Hodgkin-Lymphome auslösen
D Es hat eine myelotoxische Wirkung
E Es kann Leukämien auslösen

Richtig: A

57. Umweltstäube einer Größe zwischen 10 und 20 µm entfalten aufgrund des


Abscheideverhaltens ihre Wirkung vor allem
A im Nasen-Rachen-Raum
B in den Bronchien und Bronchiolen
C in den Alveolen
D in der Blutbahn
E in den parenchymatösen Organen (z. B. Leber, Hirn)

Richtig: A
58. Welche Umwelteinwirkung geht hierzulande NICHT mit nachweisbar erhöhter Mortalität
einher?
A Mobilfunkfelder
B Radon
C Feinstaubbelastung
D UV-Strahlung
E Hitzewellen

Richtig: A

59. Gut dokumentierte Fallbeispiele (publizierte Kasuistiken) in der Arbeits- und


Umweltmedizin
A sind erkenntnistheoretisch wertlos, da Einzelfälle wissenschaftlich nicht auswertbar sind
B gibt es praktisch nur bei allergologischen Fragestellungen
C gibt es praktisch nur bei toxikologischen Fragestellungen
D gibt es praktisch nur bei allergo-toxikologischen Fragestellungen
E können eine wertvolle Erkenntnisquelle sein

Richtig: E

60. Worin besteht das vorrangige Therapieziel bei Patienten mit selbst berichteter, aber
naturwissenschaftlich nicht belegbarer Überempfindlichkeit gegenüber Umweltchemikalien?
A Modifikation des Krankheitsmodells weg von einem rein monokausal toxikologisch-organischen
zu einem multi-kausal biopsychosozialen
B Naturwissenschaftlicher Beleg, dass die angeschuldigten Noxen ursächlich für das Krankheitsbild
sind
C Ausschaltung/Meidung aller potentiellen Noxen
D Psychoanalytisch fundierte Durchdringung eines potentiell gestörten Verhältnisses zur Mutter
E Überzeugung von der Falschheit der Hypothese des Patienten, indem dem Patienten
unmissverständlich klar gemacht wird, dass er auf dem Abweg („Holzweg“) ist

Richtig: A

61. In der Garmischer Straße liegt die Verkehrsdichte bei rund 120.000 Fahrzeugen je Tag
(Durchschnitt 1990-1995). Aufgrund fehlender Geldmittel kann Lärmminderung nur noch über
eine Verringerung der Verkehrsdichte erreicht werden. Wie viele Fahrzeuge dürfen täglich
noch fahren, damit die Anwohner den Lärm nur noch halb so laut empfinden?
A 100.000
B 60.000
C 12.000
D 6.000
E 1.200

Richtig: C

62. Welche Schwelle für Umweltlärm ist NICHT richtig?


A Ab 50 dB(A) gestörtes Wohlbefinden
B Ab 55 dB(A) verzögerte Lesefähigkeit
C Ab 55 dB(A) erhöhtes Risiko für Bluthochdruck
D ab 60 dB(A) erhöhtes Herzinfarktrisiko
E ab 70 dB(A) erhöhtes Risiko für Schwerhörigkeit

Richtig: E
63. Welches Symptom kann bei einer Pseudoallergie NICHT auftreten?
A Angioödem
B Chronische Urtikaria
C Kontaktekzem
D Polyposis nasi
E Rhinitis

Richtig: C

64. Eine Patientin befürchtet durch ihre 7 Amalgamfüllungen eine chronische


Quecksilberintoxikation. Welches Vorgehen ist richtig?
A Sie empfehlen ihr, sicherheitshalber die Füllungen durch weniger toxische ersetzen zu lassen
B Sie lassen eine Haarprobe auf Quecksilber analysieren
C Sie lassen eine Serumprobe auf Quecksilber analysieren
D Sie lassen eine Vollblutprobe auf Quecksilber analysieren
E Sie lassen eine Urinprobe auf Quecksilber analysieren

Richtig: E

65. Welche Antwort gehört NICHT zu den vermuteten Auslösern von Pseudoallergien?
A Emulgatoren
B Farbstoffe
C Geliermittel
D Gluten
E Konservierungsstoffe

Richtig: D

66. Welche der folgenden Aussagen ist richtig?


A Die Exposition gegenüber Mobilfunk ist in der Stadt niedriger als auf dem Land
B Die Exposition gegenüber Mobilfunk ist auf dem Land niedriger als in der Stadt
C Die Exposition gegenüber Mobilfunkbasisstationen ist kurzzeitig höher als die Exposition
während eines Mobilfunktelefonates
D Die internationalen Grenzwerte zur Exposition gegenüber Mobilfunk werden in Deutschland
vielfach überschritten
E Die internationalen Grenzwerte zur Exposition gegenüber Mobilfunk orientieren sich an
athermischen Effekten

Richtig: B

67. Welche Aussage über Grenzwerte in Arbeitsmedizin und Umweltmedizin trifft NICHT zu?
A Der Mensch verbringt im Durchschnitt etwa 1/10 seiner Lebenszeit am Arbeitsplatz
B Grenzwerte in der Umweltmedizin sind in der Regel höher als Grenzwerte in der Arbeitsmedizin
C Wissenschaftliche Grundlagen sowohl arbeits- als auch umweltmedizinischer Grenzwerte
basieren auf toxikologischen und epidemiologischen Methoden
D Grenzwerte in der Umweltmedizin müssen auch Kinder, Kranke, Greise schützen
E Grenzwerte in der Arbeitsmedizin werden vielfach vor dem Hintergrund regelmäßiger
arbeitsmedizinischer Vorsorgen festgelegt

Richtig: B
68. Welche Aussage über Human-Biomonitoring-Werte (HBM-Werte) trifft zu?
A Der HBM-I-Wert ist stets höher als der HBM-II-Wert
B Unterhalb vom HBM-I-Wert sind keine gesundheitlichen Gefährdungen zu erwarten
C Der HBM-I-Wert entspricht dem 90. Perzentil der Bevölkerung
D Der HBM-I-Wert gilt für Kinder, der HBM-II-Wert für Erwachsene
E HBM-Werte gelten für Belastungen am Arbeitsplatz

Richtig: B

69. Feinstäube und Ultrafeinstäube können biologisch relevante Effekte beim Menschen
haben. Nennen Sie das hinsichtlich der MORTALITÄT wohl relevanteste Zielorgan.
A Lunge
B Atemwege
C Herz-Kreislauf-System
D ZNS
E Neuroendokrines System

Richtig: C

70. Welcher der folgenden Rechtsbegriffe fällt wesentlich in die Zuständigkeit der
gesetzlichen Unfallversicherung?
A Grad der Behinderung
B Arbeitsunfähigkeit
C Berufsunfähigkeit
D Erwerbsunfähigkeitsrente
E Minderung der Erwerbsfähigkeit

Richtig: E

71. Welcher Sozialleistungsträger ist bei Arbeitsunfähigkeit im rechtlichen Sinne


leistungspflichtig?
A Arbeitslosenversicherung
B Rentenversicherung
C Krankenversicherung
D Unfallversicherung
E Pflegeversicherung

Richtig: C

72. Im arbeitsmedizinischen Belastungs-Beanspruchungs-Konzept ist die Belastung der


Einfluss auf den Arbeitenden, die Beanspruchung beschreibt die Wirkung der Belastung auf
den Organismus.
Welcher Begriff beschreibt KEINE Beanspruchungsreaktion?
A Schwitzen bei Hitzeeinwirkung am Hochofen
B Lärm durch Baumaschinen
C Anämie beim längeren ungeschützten Entfernen von alten Blei-Anstrichen
D Pulsanstieg bei statischer Haltearbeit
E Rauschzustand bei beruflicher Lösemittelbelastung

Richtig: B
73. Welche Erkrankungen können im Gesundheitswesen nicht zu einer Berufskrankheit
führen?
A Erkrankungen der Haut
B Infektionskrankheiten
C Atemwegssensibilisierung durch Arbeitsstoffe
D Wirbelsäulenerkrankungen
E Psychische Erkrankungen

Richtig: E

74. Was gilt für die aktive Hepatitis-B-Impfung am wenigsten? Was trifft NICHT zu?
A Man injiziert in den M. deltoideus
B Das Impfantigen ist gentechnologisch hergestelltes HBs-Antigen
C Man bestimmt in der Regel die Anti-HBc-Antikörper vor der Impfung, in jedem Fall aber nach der
Grundimmunisierung
D Bei medizinischem Personal sollte die Anti-HBs-Antikörperkonzentration nach der
Grundimmunisierung bestimmt werden
E Bei Anti-HBs-Konzentrationen <10 IE/l einen Monat nach der Grundimmunisierung ist eine
weitere Impfung erforderlich

Richtig: C

75. Berufliche Tätigkeiten mit hoher Monotonie und gleichzeitig sehr hoher Verantwortung
gehen vermehrt einher mit
A Anorexie
B Colitis ulcerosa
C Koronarer Herzerkrankung
D Multipler Sklerose
E Autoimmunthyreoiditis

Richtig: C

76. Ein 49-jähriger habilitierter Biologe, angesehener Spezialist und Abteilungsleiter für
Innenraumluft arbeitet an einer Universität und hat eine hohe Unterrichtsverpflichtung (18
Semesterwochenstunden). Die Arbeit macht zunächst Freude. Die Papierberge auf dem
Schreibtisch werden jedoch immer höher, die Anfragen werden immer mehr. Angesehene
Zeitschriften mahnen Gutachten an, zur Vorbereitung von Vorträgen fehlt die Zeit, ständig
stehen Studenten vor der Tür und holen sich Rat, auch mit privaten Problemen. Ständig
klingelt zudem das Telefon. Sein Chef meint, er beschäftige sich den ganzen Tag mit
unproduktiver Tätigkeit, verlangt mehr Leistung und engt den Handlungsspielraum
(Kongressreisen) und die Entscheidungsfreiheit (Einstellung von Mitarbeitern) des Biologen
massiv ein.
Er leidet verstärkt unter Schweißausbrüchen, ihm ist oft zu heiß, und nachts liegt er
zunehmend wach und grübelt über die Ursachen des verstärkt bemerkten Herzrasens. Die
berufstätige Ehefrau erwartet, dass er pünktlich nach Hause kommt und sich stärker an der
Hausarbeit beteiligt.
Welche Aussage trifft NICHT zu?
A Eine Hyperthyreose sollte ausgeschlossen werden
B Die Konstellation der hohen Arbeitsintensität mit schlecht strukturierter Arbeitsumgebung
prädisponiert zu psychosomatischen Problemen
C Die Konstellation (knappe Ressourcen, fehlende positive Aspekte) prädisponiert zu depressiven
Störungen
D Die Konstellation stellt ein Risiko für die Entwicklung eines Burnout-Syndroms dar
E Eine Berufskrankheit droht

Richtig: E
77. In einem als Lärmbereich gekennzeichneten Teil eines Betriebes beträgt der
ortsbezogene Beurteilungspegel 100 dB (A). Ein dort täglich für die Dauer von 4 Stunden
einer 8-Stunden-Schicht eingesetzter Arbeitnehmer hat einen personenbezogenen
Beurteilungspegel von etwa
A 60 dB(A)
B 70 dB(A)
C 80 dB(A)
D 97 dB(A)
E 100 dB(A)

Richtig: D

78. Als Hausarzt betreuen Sie einen seit 20 Jahren im Beruf tätigen Forstwirt, der seit 2
Jahren zunehmend über zeitweilig auftretende Kraftlosigkeit, Kälteempfinden und
Kribbelparästhesien in den Händen klagt.
Welche Krankheitsursachen haben arbeitsmedizinisch eine hohe Wahrscheinlichkeit?
A Eine chronische Intoxikation, verursacht mit dem regelmäßigen Umgang mit neurotoxischen
Pestiziden
B Eine radikulär ausstrahlende, bandscheibenbedingte Erkrankung der Halswirbelsäule, verursacht
durch chronische mechanische Belastung beim Holzfällen
C Durchblutungsstörungen der Hände, verursacht durch den Gebrauch hochfrequent vibrierender
Arbeitsgeräte
D Durchblutungsstörungen der Hände, verursacht durch den Gebrauch niederfrequent vibrierender
Arbeitsgeräte
E Hypothenar-Hammer-Syndrom

Richtig: C

79. Folgendes Zielorgan wird bei einer Exposition gegen Benzol geschädigt:
A Innenohr
B Harnblase
C Blutbildendes System
D N. opticus
E Lunge

Richtig: C

80. Die chronische Einwirkung eines n-Hexan-haltigen Klebers kann typischerweise folgende
Erkrankungen verursachen:
A Anämie
B Polyneuropathie
C Anosmie
D Glomerulonephritis
E Lungenfibrose

Richtig B
81. Zwei Schüler entdecken auf einem verlassenen Firmengelände einen Kanister gefüllt mit
metallischem Quecksilber. Sie kontaminieren sorglos damit Räume von Schule und
Elternhaus.
Das Umgebungs-Monitoring ergab erhöhte Quecksilberwerte in der Luft dieser Räume, die
Bestimmung im Urin aller exponierten Personen erhöhte Quecksilberwerte. Die Personen
zeigten keine Symptome einer Quecksilberintoxikation.
An vorgestellter Kasuistik sind die nachfolgenden Aussagen zu beurteilen.
Welche Schlussfolgerung ist richtig?
A Der Einsatz von Chelatbildnern ist dringend angezeigt
B Speicheltests besitzen hinsichtlich des analytischen Nachweises einer Quecksilberbelastung
Vorteile
C Das Biomonitoring von Quecksilber im Urin ist ein ausreichendes Instrument zur Ermittlung der
inneren Belastung
D Das Umgebungs-Monitoring sollte zur klinischen Beurteilung der Quecksilberbelastung im
Vordergrund stehen
E Informationen zur toxischen Belastung sind insbesondere über Haaranalysen aussagekräftig

Richtig: C

82. Welche Aussage über Benzol trifft NICHT zu?


Benzol
A zählt zu den aliphatischen Kohlenwasserstoffen
B kann in den Emissionen von Ottomotoren nachgewiesen werden
C ist kanzerogen für den Menschen
D hat eine myelotoxische Wirkung
E kann Ursache von Berufskrankheiten sein

Richtig: A

83. Voraussetzungen für die Anerkennung einer Erkrankung der Lendenwirbelsäule als
Berufskrankheit ist, dass
A die Beschwerden in der Lendenwirbelsäule zu mindestens 4 Wochen Arbeitsunfähigkeit geführt
haben
B langjährig ausschließlich sitzende Tätigkeiten verrichtet wurden
C erfolglose Rehabilitationsmaßnahmen vorausgegangen sind
D die berufsbedingte Überlastung der LWS zu Deckplatteneinbrüchen geführt hat
E langjähriges Heben und Tragen von schweren Lasten vorlag

Richtig: E

84. Als Folge eines mehrjährigen beruflichen Umgangs mit Druckluftwerkzeugen kommen
NICHT in Betracht:
A Malazie des Os lunatum
B Fraktur des Os naviculare
C Osteochondrosis dissecans im Ellenbogengelenk
D Degenerative Veränderungen im Schultereckgelenk
E Dupuytrensche Kontraktur

Richtig: E
85. Welche Aussage trifft NICHT zu?
Bei entsprechender Einwirkung kann eine beruflich verursachte obstruktive
Atemwegserkrankung hervorgerufen werden durch
A Isocyanate
B Trichlorethen
C Mehlstaub
D Tierepithelien
E Holzstaub

Richtig: B

86. Welche Aussage trifft nicht zu?


Feinstäube folgender Stoffe verursachen eine Lungenfibrose (Pneumokoniose):
A Siliciumoxid (Quarz, Cristobalit, Tridymit)
B Asbest (Chrysotil, Krokydolith, Anthophyllit, Amosit)
C Aluminium
D Calciumcarbonat (Kalk)
E Hartmetalle

Richtig: D

87. Eine chronisch-obstruktive Bronchitis kann als Berufskrankheit anerkannt werden


vorrangig bei einem
A Dachdecker, der gegenüber Mineralwolle in einem kumulativen Dosismaß von mehr als
10 Faserjahren exponiert war
B Hochofenarbeiter, der langjährig Kokereirohgasen ausgesetzt war
C Glasschleifer nach mindestens 5 Jahren Tätigkeit
D Gießereiarbeiter, der mindestens 5 Jahre als Gussputzer tätig war
E Bergmann im Steinkohlebergbau nach Einwirkung einer definierten Feinstaubdosis

Richtig: E

88. Welche Aussage trifft NICHT zu:


Hinweise auf eine Farmerlunge sind folgende Befunde:
A Präzipitierende Antikörper gegen thermophile Actinomyceten
B Positiver RAST-Test gegen Gräserpollen
C Zeitverzögerung von 4 bis 24 Stunden zwischen Antigenkontakt und akutem Krankheitsbeginn
D Fieber und Schüttelfrost
E chronisch-rezidivierende Symptomatik

Richtig: B

89. Zu den anorganischen Pneumokoniosen zählt NICHT:


A Asbestose
B Siderose
C Silikose
D Fluorose
E Aluminose

Richtig: D
90. Ein Bäcker klagt über Fließschnupfen und anfallsweise Atembeschwerden, die nur im
Betrieb auftreten. Eine inhalative Provokation mit Mehlstaub fiel negativ aus.
Auf welche Stoffe könnten seine Beschwerden am ehesten zurückzuführen sein?
A Enzyme (z. B. Amylase)
B Konservierungsstoffe (z. B. Sorbinsäure)
C gentechnisch veränderte Hefen
D organische Säuren aus Sauerteig
E Jodsalz als Teigzusatz

Richtig: A

91. Welche Aussage ist FALSCH: Berufskrankheiten der Haut


A sind meldepflichtig
B können durch ionisierende Strahlung hervorgerufen werden
C können durch Ultraschall hervorgerufen werden
D können durch Arbeiten mit Leitungswasser hervorgerufen werden
E können durch Allergene hervorgerufen werden

Richtig: C