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DEPARTAMENTO DE ALEMÁN

LESEVERSTEHEN AVANZADO 2
AUFGABE 1: ____ /10 Punkte

Lesen Sie folgenden Text aus der Webseite www.zeit.de und kreuzen Sie
bitte „richtig“ oder „falsch“ an.
Max. 10 Punkte: 2 Punkte für jede richtige Lösung.

Die Welt der Alten

Wie leben, was denken, wovon träumen alte Menschen? Ein LEBEN-Spezial
Zum Auftakt: Haug von Kuenheim über die Angst vor der vergreisten
Republik Von Haug von Kuenheim

Wir reden von heute. In 20 oder 50 Jahren mag alles anders aussehen. Dann
mögen die Alten in Deutschland sich in solcher Zahl tummeln, dass es mehr
Großeltern gibt als Enkel. Schon vor zehn Jahren sah Heidi Schüller einen
Generationenkonflikt voraus, die Vorzeigeathletin, die 1972 in München den
Olympischen Eid sprach und später den hippokratischen ablegte, Mutter zweier
Kinder. Sie sprach in ihrem Buch Die Alterslüge von einem real existierenden
Seniorismus und der Rücksichtslosigkeit, mit der wir auf Kosten der Nachfolgenden,
der Kinder und Enkelkinder, unser Leben genössen: »Der Seniorenpass wird zur
Eintrittskarte ins gelobte Land.«

Bleiben wir beim Heute. Wir Älteren können nun wirklich nichts dafür, dass heute so
wenig Kinder in die Welt gesetzt werden. Wir haben, als wir jung waren, für
genügend Nachwuchs gesorgt. Neun von zehn Frauen, die heute in Rente gehen,
haben Kinder zur Welt gebracht, die meisten von ihnen mindestens zwei. Es wird ja
wohl keiner auf die Idee kommen, dass wir da noch mal gefordert sind und uns
unsere Enkel oder Urenkel selber zeugen?

Aber es ist nicht zu verkennen, dass allenthalben, oft verhalten, dennoch


unmissverständlich Rentnern und Pensionären zu verstehen gegeben wird, dass es
ihnen doch verdammt gut gehe, den Uhus – unter Hundertjährigen, die die
Amerikaner Grampies nennen – grown active moneyed people in excellent state,
vermögende alte Leute, denen es gut geht. Sie genössen ein Leben frei von
Pflichten – ein Leben, wie es sich die, die heute in Lohn und Brot stehen oder sich
mühsam von Job zu Job hangeln oder gar auf der Suche nach Arbeit sind, wohl nie
werden leisten können. Herwig Birg, ausgewiesener Demograf, will uns Angst
machen. In einem Interview erklärte er kürzlich: »Junge und Alte haben
Interessen, die einander ausschließen. Das lässt sich nicht aus der Welt schreiben.
Der Euro kann vom Rentner oder vom Enkel ausgegeben werden, aber nicht von
beiden. Auch bei uns wird bald entschieden werden müssen, bis zu welchem Alter
eine künstliche Hüfte noch bezahlt wird.« Da ist sie wieder, die viel zitierte Hüfte,
über die schon der Jungunionist Mißfelder gestolpert ist. Nun, wenn das Geld

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wirklich fehlen sollte, uns eine Hüftoperation zu bezahlen – was noch zu beweisen
wäre –, werden wir auch das zu ertragen wissen.

Ob Hüfte oder Rente, ob Pflegedienste oder Altersheime, in all seinen Facetten


steht das Thema Alte auf der Tagesordnung unserer Gesellschaft. Es hat ja sein
Gutes, wenn sich die Allgemeinheit dieser Fragen annimmt. Wir wehren uns
dagegen nicht. Aber wir haben, wer will uns das verdenken, unsere eigene Sicht.
Die mag subjektiv sein, gespeist aus unserer Erfahrung und unserer Befindlichkeit.
Wir sind nun einmal alt, ob wir nun zu den jungen Alten gehören oder zu den alten
Alten.

Wir haben die Pflicht absolviert, nun ist die Kür angesagt. In einem Beitrag der
Neuen Zürcher Zeitung über das Altern heißt es: »Und nun wächst der Druck,
etwas vom Leben haben zu müssen. Dem guten Leben stellen sich Barrieren in den
Weg, der Körper macht nicht alles mit, und manchmal versagt der Kopf seinen
Dienst.« Bei näherer Betrachtung reduziere sich das Gemeinsame der neu
entdeckten Zielgruppe »auf jene Herausforderungen, die der körperliche und
geistige Abbau diktieren«.

Es gibt meterweise Literatur über Alter, Alte und das Altern. Der Tenor ist sehr oft:
Mögen die Herrschaften sich auf der letzten Wegstrecke bitte auf das Wesentliche
besinnen. Doch was ist das Wesentliche? Die Jugend mag es kaum glauben: Das
Wesentliche ist auch für uns Alte höchst verschieden.
Quelle: www.zeit.de
richtig falsch

0. Voraussichtlich mag die Bevölkerung


Deutschlands in den nächsten
meistens aus älteren Menschen bestanden
werden.
Jahren
×
1. Heutzutage werden öfter Enkelkinder von ihren
Vorgängern gefördert, Kinder zur Welt zu tragen.

2. Rentnern gehe es gänzlich besser als aktiven


Menschen, die mühsam ihr Brot zu verdienen
vesuchen.
3. Die heutige Gesellschaft legt keinen groβen Wert
auf die Poblematik von älteren Menschen.

4. Ältere Menschen sollten sparsamer sein, um sich


die möglichen Kosten ihrer Pflegen leisten zu
können.

5. Junge und Alte haben heute im Grunde


genommen dieselben Interessen und
Notwendigkeiten.

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AUFGABE 2: ____/10 Punkte

Lesen Sie bitte folgenden Text und entscheiden Sie, welches Wort A- X aus
dem Kasten in die Lücken 1-10 passt. Tragen Sie die richtige Lösung in die
Tabelle ein. Sie können jedes Wort nur einmal verwenden.
Max. 10 Punkte: 1 Punkt für jede richtige Lösung

Fit durch Spielkonsolen?

Action, Bewegung, Fitness, gesünderer Lebensstil - auf den Internetseiten


der Hersteller von Videospielkonsolen wimmelt es von solchen Begriffen.
Selbst eine Software zum Kalorienzählen fehlt nicht im Angebot. Diese
__(0)__ suggeriert: Mit interaktiven Videospielkonsolen ___(1)___ sich
körperliche Fitness auch vor dem heimischen Bildschirm erreichen. Der
münstersche Sportmediziner Prof. Klaus Völker dämpft diese Erwartung
jedoch: Ein Forscherteam unter seiner ___(2)___hat die Effektivität des
Trainingsreizes der Konsolen anhand des Marktführers untersucht. Völkers
Fazit: "Virtueller Sport ist allenfalls Bewegung und kann echten auf keinen
Fall ersetzen".
Über 40 Sportstudenten - je zur Hälfte Männer und Frauen - nahmen an der
Studie des von Völker ____(3)____ Instituts für Sportmedizin der
Universität Münster teil. Die Anforderungen an die zwischen 21 und 29
Jahren alten ___(4)___: Die Teilnehmer mussten gesund und an den
Videospielkonsolen Neulinge sein. Die Studierenden traten in drei
Disziplinen gegen ihre Spielpartner an: im Boxen, im Tennis sowie im
Vierkampf, einer Mischung aus drei Laufdistanzen und einer
Schwimmstrecke. Zwischen den jeweils eine Viertelstunde dauernden
Spielblöcken gab es 20-minütige Pausen, damit die ____(5)____ der
Probanden wieder auf das Normalniveau sinken konnte.
Während der Querschnittsuntersuchung beobachteten Völker und sein
fünfköpfiges Team, wie sich die Werte bei verschiedenen Indikatoren für
eine körperliche Belastung veränderten. Gemessen wurden beispielsweise
die ____(6)_____ und der Laktatwert der Probanden. Zudem wurden
diese um eine Selbsteinschätzung ihrer Anstrengung nach einem
internationalen Standard, der Borg-Skala, gebeten. Die so gewonnenen
Angaben wurden anschließend mit Durchschnittswerten verglichen, die aus
der Forschung für die realen Sportarten bekannt sind.

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Einhelliges Ergebnis für alle drei getesteten Disziplinen: Die Computerspiele
kamen bei weitem nicht an das Belastungsniveau und damit den
Trainingseffekt ihrer Vorbilder heran. Lediglich das Boxen führte zu einer
trainingsphysiologisch relevanten, allerdings nur moderaten Belastung. Zu
den Messwerten passt die Selbsteinschätzung der Teilnehmer: Diese
beurteilten selbst die körperlich anspruchvollste Sportart, das Boxen, auf
der Borg-Skala im Schnitt nur als "etwas anstrengend". Dass sich die
Probanden nicht verausgaben mussten, hängt auch mit der Dauer der
reinen Bewegungszeit zusammen: Selbst bei der hier führenden Disziplin,
dem Boxen, entfielen darauf im Mittel nur knapp 9 von 15 gespielten
Minuten. Beim Vierkampf wurden im ____(7)____ sogar nur 4 Minuten
und 49 Sekunden mit dem eigentlichen Spielen verbracht.
Auch aus zwei weiteren Gründen eignen sich die Videospielkonsolen laut
Völker nicht als ____(8)____. Die Nutzer merkten schnell, dass die
Sensoren an den Steuergeräten der Konsolen, den so genannten
Controllern, bereits bei geringen Bewegungen ansprechen. Daher neigten
die Spieler mit der Zeit dazu, ihre Bewegungen auf das notwendige
Minimum zu ____(9)____. Ökonomisierungseffekt nennt Völker diese
Erscheinung, die zwar nicht Gegenstand der Untersuchung, aber "als Trend
klar erkennbar" gewesen sei. Zum zweiten habe die Studie deutlich vor
Augen geführt, dass Konsolen-Fans "nicht miteinander, sondern
nebeneinander spielen". Die Kommunikation als ein wichtiger, auch
motivierender Faktor bei vielen Sportarten werde durch die einseitige
Ausrichtung der Spieler auf den Bildschirm beeinträchtigt.
Für Völker steht daher fest: Interaktive Videospiele können ihren Besitzern
zu mehr Bewegung verhelfen, aber fehlende echte ____(10)____
Bewegung nicht ausgleichen. "Besser das ganze Erlebnis 'Sport draußen',
als die virtuelle Sparversion im Wohnzimmer", so seine Empfehlung.

Quelle: www.internisten-im-netz-de

A. BELASTUNG I. LÄSST Q. SCHNELL


B. BEWEGLICHE J. LEBENSMITTEL R. SCHNITT
C. BLUT K. LEITUNG S. SODASS
D. CD L. LEUTE T. SPORTERSATZ
E. DENKT M. MÄDCHEN U. SPORTLICHE
F. GEFÜHRTEN N. PAUSE V. TRINKEN
G. GESENKTEN O. PROBANDEN W. WÄHREND
H. HERZFREKUENZ P. REDUZIEREN X. WERBUNG

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Y

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Lösungen

LV Aufgabe 1 ( Die Welt der Alten)

1-F
2-R
3-F
4-F
5-F

LV Aufgabe 2( Fit durch Spielkonsolen? )

0. Werbung
1. lässt
2. Leitung
3. geführten
4. Probanden
5. Belastung
6. Herzfrequenz
7. Schnitt
8. Sportersatz
9. reduzieren
10. sportliche