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Am 04.12.2020 hab ich meine FSP abgelegt und Gott sei Dank bestanden.

Ich hab‘s zum


ersten Mal geschafft, ehrlich zu sagen, war‘s ziemlich entspannt und gar nicht so schlimm,
wie ich es im Internet vorher gelesen hab.
Für die Vorbereitung auf FSP hab ich einen Kurs bei BFZ München besucht. Der war
ziemlich gut und ich kann ihn nur weiter empfehlen.

Über die Prüfung selbst. Mein Fall war Ulcus ventriculi, ganz gleich wie in Protokollen,
abgesehen von einer Reihe von VE (ungefähr 9-10). Prüfern waren nett, haben sich ganz
verständlich geäußert, ohne Mundarten. Im ersten Teil hat die Patientin fast alles selbst
erzählt, man musste einfach sehr aufmerksam hören.
Im 2. Teil war es möglich, eine kurze Pause vor sich zu nehmen, um Gedanken zu
strukturieren.
Mein 3. Teil nur ca. 15 Min gedauert, ich hab kaum Vorstellung gemacht, Prüfer wollte über
VD, DD, Schockraum und Parameter und insbesondere über Ösophagusvarizen
sprechen/hören. Aber das war ganz entspannt!

Bauer, Katrin.
57J. 12.10.1963.
___cm ___kg

Allergie:
Die Pat. reagiere allergisch auf Konservierungsmittel. Die Reaktion aüßere sich als Diarrhoe
und gastrointestinale Schmerzen. Darüber hinaus sei eine Allergie gegen braunes Pflaster
bekannt, die Exanthem und Pruritus verursache.

Noxen:
Nikotin: Die Pat. rauche seit 30J. 30 Zig/T, was 45 py entspricht.
Alkohol: abends 1-2 Fl Bier.
Drogenkonsum wurde verneint.

Sozialanamnese:
Frau Bauer sei verheiratet, lebe mit ihrem Ehemann zusammen. Sie habe 2 Stiefkinder, die
schon erwachsen und ausgezogen seien. Die Pat. arbeite als Außendienstmitarbeiterin bei
einer medizinischen Firma. Sie habe 2. Wohnsitz am Chiemsee, da die Fahrzeit aufgrund der
Reisetätigkeit und des großen Verkaufsgebiets einen wichtigen Teil der Arbeit einnehme.
Weswegen pendle sie wöchentlich zwischen München und Chiemsee. Diese Situation
empfinde sie als stressig.

Familienanamnese:
Vater: sei im 37 Lj. bei einem Autounfall verstorben, während des Lebens sei er gesund
gewesen.
Mutter: im 70 Lj. habe eine TVT erlitten, seitdem habe sie eine Ulcus cruris re. Momentan
lebe sie in einem Pflegeheim, weil die Pat. sich um sie wegen der Arbeit nicht kümmern
könne.
Schwester (jüngere): habe sich im 50. Lj. einer Darmresektion mit folgender Kolostomie
aufgrund eines Kolonkarzinoms unterzogen.

Die Pat. nehme folgende Medikationen ein:


Kortison-Salbe und Vit. D Salbe b. B. (wegen einer Psoriasis)
Simvastatin 40 mg 0-0-1 (wegen einer Hypercholesterinämie)
Vorher habe die Pat. Beloc-Zok 95 mg eingenommen, aber seit 2 Wo. nehme sie anderes
Antihypertensivum (Angaben nach Namen und Dosis unbekannt)
Calendula gtt 3-3-3 (wegen einer Xerophthalmie)

Frau Katrin Bauer ist eine 57-jährige Pat., die sich heute wegen seit 3 Wo. bestehender,
progredient verlaufender, postprandialer und kolikartiger Schmerzen ohne Ausstrahlung im li.
Epigastrium sowie wegen eines Refluxes vorstellte. Die Pat. gab an, dass die Schmerzen in
den letzen 2 T. eher nahrungsunabhängig gewesen seien. Des Weiteren klagte die Pat. über
eine 1-malige Hämatemesis und über seit 2 T. bestehende Meläna. Außer den schon
erwähnten Auffälligkeiten seien in der vegetativen Anamnese stressbedingte Insomnie,
Gewichtsabnahme von 1,5 kg innerhalb von 1 Wo infolge einer Inappetenz sowie eine
Fatigue bekannt.
An relevanten VE seien seit 5 J. art. Hypertonie und Hypercholesterinämie, seit mehreren J.
chronische Lumbalgie, seit der Pubertät Psoriasis an den Ellenbogen, vor 1 J. Phlebitis des re.
Unterschenkels sowie seit 2J. Xerophthalmie bekannt.
Vor 10J. habe die Pat. sich einer OP wegen einer Meniskusläsion infolge eines Skiunfalls
unterzogen.
Vor 6J. sei eine Nephrolitholapaxie re. durchgeführt worden.
Beide Operationen seien komplikationslos verlaufen.
Vor 2J. habe die Pat. einen Krankenhausaufenthalt aufgrund einer unfallbedingten HWS-
Distorsion gehabt. Das Trauma sei konservativ behandelt worden.
Die gynäkologische Anamnese sei unauffällig.
Die anamnestischen Angaben deuten am Ehesten auf ein Ulcus ventriculi mit einer OGIB hin.
3. Teil:
Ich hab mit Vorstellung nur angefangen und ab sofort nach 1. Satz die Fragen nach VD, DD
bekommen.
1. Ist das Ulcus ventriculi oder duodeni?
2. Was spricht für meine Diagnose?
Als DD habe ich ak. Pancreatitis aufgrund eines übermäßigen Alkoholkonsum genannt, der
Prüfer war überrascht, dass ich 1-2 Fl Bier als übermäßiger Alkoholkonsum bezeichnet habe.
Weiter waren (3) Fragen über klinisches Bild einer ak. Pancreatitis.
4. Andere häufige Gründe für OGIB?
5. Ösophagusvarizen? Ursache, Therapie
6. In der Notaufnahme hat ein Mann viel Blut erbrochen, was machen Sie?
7. Schockraum. Was ist das? Welche Vitalparameter muss man bestimmen (in Bezug auf
einen Schock).
8. Wo liegt den Unterschied (klinisch) zwischen OGIB und UGIB.
9. Warum hat die Pat. Lumbalgie und trockene Augen (muss ständig mit dem Auto unterwegs
sein, arbeitende Klimaanlage)
An andere Fragen kann ich mich leider nicht erinnern.