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Lösungen zur Aufgabe vom 09.03.

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- Kostenfunktion – Erlösfunktion – Gewinnfunktion

100 => fixe Kosten ; (0,8x – 0,006 x2 + 0,000032 x³ = variable Kosten)


Erlösfunktion: E = p∙x = 2,00x
Gewinnfunktion: G = E–K
= 2,00x – (100+ 0,8x – 0,006 x2 + 0,000032 x3)
= -100 + 1,2x + 0,006 x2 – 0,000032 x3

- Stückbetrachtung

Grenzerlös, Grenzkosten, Gesamtkosten je Stück, variablen Kosten je Stück

Grenzerlös ist der zusätzliche Erlös, der sich bei einer Erhöhung der Absatzmenge um eine Einheit ergibt:
E‘ = E / x
E’ = p ; E’ = 2

Grenzkosten sind die zusätzlichen Kosten, die sich bei einer Erhöhung der Produktionsmenge um eine Einheit
ergeben: K‘ = K / x
K‘ = 0,8 – 0,012x+0,000096x²

Gesamtkosten je Stück
K/x = (100 + 0,8 x – 0,006 x2 + 0,000032 x3) / x = 100/x + 0,8 – 0,006 x + 0,000032x2

Variable Kosten je Stück


kv/x = (0,8 x – 0,006 x2 + 0,000032 x3) / x = 0,8 – 0,006 x + 0,000032x2

- Berechnung des Gewinnmaximums

notwendige Bedingung: G‘ = 0 => E‘ – K‘ = 0 oder E‘ = K‘, -0,000096 x2 + 0,012x +1,2 = 0


oder x² – 125 x - 12500 = 0
x1 = 190,59 (oder x2 = -65,59) ;
hinreichende Bedingung: 2. Ableitung negativ, ist beim Wert 190,59 erfüllt!

- Betriebsoptimum/Betriebsminimum Auswirkungen der Erhöhung von Fixkosten und variablen


Kosten

Betriebsoptimum ist dort, wo die Stückkosten am geringsten sind (Min. kg), es gilt in diesem Punkt: kg = K‘

Betriebsminimum ist dort, wo die variablen Stückkosten am geringsten sind (Min. kvar), es gilt in diesem Punkt:
kv = K‘;

Erhöhung der Fixkosten:


kein Einfluss auf die gewinnmaximale Menge, da in K‘ keine Fixkosten mehr enthalten.

Falls die Stückkosten > Preis wird die „gewinnmaximale“ Menge = 0

Erhöhung der variablen Kosten:


angebotene Menge verringert sich => Verschiebung der Angebotskurve nach links

Falls die Stückkosten > Preis wird die „gewinnmaximale“ Menge = 0


Aufgaben für den 16.03.20

Im Zuge der Privatisierung der Verwaltung hat sich ein wirtschaftliches Unternehmen
aus der Verwaltung herauskristallisiert, dass sowohl für öffentliche Zwecke als auch für
private Unternehmen Formulare gestaltet und bedruckt. Die Entwicklungsabteilung der
FormComp GmbH hat ein neues innovatives Produkt entwickelt. Es ist ein neuartiges
Formularformat, das sehr einfach von einem Computer gelesen werden kann.
Das Unternehmen beabsichtigt nun, das Produkt CompuForm herzustellen und auf den
Markt zu bringen. Nachdem die Planungsabteilung des Unternehmens die Kapazitätsgrenze überprüft
hat, wird eine maximale Ausbringungsmenge von s = 10 Auflagen (Mengeneinheiten = Auflagen)
geplant. (!!Es sollen immer nur gesamte Auflagen hergestellt werden.!!)
Sie werden damit beauftragt, für das beauftragte Beratungsunternehmen, das für die
Einführung des CompuForm-Produktes herangezogen wurde, einige für Ihr Unternehmen
und das Produkt spezifische Daten aufzubereiten.

Wissen 1: Grenzkosten und Grenzgewinn

Die Kosten einer Ausgangsmenge x sind K(x). Erhöht man diese Menge um eine Mengeneinheit auf x+1, so betragen
die Kosten K(x+1). Die Differenz K(x+1) – K(x) nennt man Grenzkosten GK. Dabei wird die Ausgangsmenge x
zugrunde gelegt. Allgemein gilt: GK (x) = K(x+1) -K(x). Geometrisch entspricht dieser Wert gerade der Steigung der
Sekanten durch die Punkte (x/K(x) und ((x+1)/K(x+1)) bei der Kostenkurve K(x).

Da dieser Wert in allen praktischen Fällen nahezu identisch mit der Tangentensteigung an der Kostenkurve ist, wird
dieser kleine Unterschied vernachlässigt und allgemein festgelegt: GK(x) = K’(x).

Analog dazu werden für den Grenzertrag E’(x) und für den Grenzgewinn G’(x)
gesetzt.

Aufgaben:

Die Gesamtkosten der Produktion von CompuForm werden durch die Funktion K(x) mit:
K(x) = x³ - 12x² + 35x + 20 abgebildet.

1) Für die Gewinnfunktion gilt G(x) = E(x) – K(x). Was gilt dann für den Grenzgewinn G’(x)?
2) Bestimmen Sie die Grenzkostenfunktion K’(x).
3) Bestimmen Sie die lineare Erlösfunktion E(x) , für die gilt: E(2) = 16.
Für die Grenzerlösfunktion E’(x) gilt weiterhin: E’(x) = 8
4) Zeichnen Sie sowohl die Grenzkostenkurve als auch die Grenzerlöskurve
in ein Koordinatensystem (KOOS) ein. Beschreiben Sie den Verlauf der Kurven.
5) Zeichnen Sie die Grenzgewinnkurve in ein zweites KOOS ein.
6) Beschreiben Sie den Verlauf der Grenzgewinnkurve und erklären Sie den Zusammenhang zwischen
dem Schnittpunkt im Graphen im KOOS 1 und der Nullstelle im KOOS 2.
Wissen 2: Erläuterungen zur graphischen Bestimmung des Betriebsoptimums

K(x1)/x1 < K(x2)/x2 < K(xopt)/ xopt

Das Betriebsoptimum liegt aber auch in dem Punkt, in dem das Verhältnis von Gesamtkosten und
Ausbringungsmenge am günstigsten ist, d.h.: K(xopt) / xopt = k(xopt) ist minimal. Das Betriebsoptimum liegt bei
minimalen Stückkosten. Die Stückkosten sind an der Stelle xopt minimal, wenn eine Ursprungsgerade Tangente
an K ist. In xopt gilt:

1. k’(x) = 0 (minimale Stückkosten) oder


2. K’(x) = k(x) (Steigung der Kostenkurve = Steigung der Tangenten an K)

Vorgehensweise zur graphischen Bestimmung von xopt

1. Vom Ursprung O(0/0) aus wird die Tangente an die Gesamtkostenkurve gelegt.
2. Der Berührpunkt heißt optimaler Kostenpunkt (OKP).
3. Die Abszisse (x-Koordinate) ist das Betriebsoptimum xopt.

(Hinweis: xopt bildet die langfristige und xmin die kurzfristige Preisuntergrenze!!)

Aufgaben:

Die ausbringungsabhängigen Kosten der Produktion von CompuForm, auch variable


Kosten genannt, werden durch die Funktion Kv(x) mit: Kv(x) = x³ - 12 x² + 35 x abgebildet. Dabei werden
die anfallenden Kosten (Kv(x) Geldeinheiten) in Abhängigkeit vom produzierten Gut
(x Produktionseinheiten) beschrieben. Die ausbringungsunabhängigen Kosten der Produktion von
CompuForm, auch fixe Kosten genannt, werden durch die Funktion Kf mit: Kf(x) = 20 abgebildet.

1) Wie lautet die Funktionsgleichung für die Gesamtkosten? In welcher Beziehung stehen K, Kf und Kv
zueinander?
2) Welche Werte kann x bei einer ökonomischen Betrachtung annehmen? Der so ermittelte Bereich
heißt ökonomischer Definitionsbereich.
3) Zeichnen Sie K, Kv und Kf in ein KOOS ein. Markieren Sie den Bereich des ökonomischen
Definitionsbereiches.
4) Was können Sie über den Verlauf der Kostenkurven sagen?
5) Wie hoch sind die Gesamtkosten pro Ausbringungsmenge (Stückkosten)? Geben Sie die
Stückkostenfunktion k(x) mit k(x) = K(x) / x an und zeichnen Sie die Kurve k in ein zweite KOOS ein.
6) Ermitteln Sie die minimalen Stückkosten. Wie hoch ist die Ausbringungsmenge x opt
(Betriebsoptimum), bei der die Stückkosten minimal sind? Geben Sie die Lösung von xopt mit einer
Genauigkeit von 3 Zehntel an. Gehen Sie bei Ihrer Berechnung von einem Startwert x0 = 6,2 aus.
Veranschaulichen Sie den Sachverhalt auch graphisch.
Weiterführende Links:

https://www.edugroup.at/fileadmin/DAM/eduhi/data_dl/KORE-Diagramme.pdf

https://www.bing.com/videos/search?q=simple+club+Grenzkosten&&view=detail&mid=3F7D54814AECB2EB7774
3F7D54814AECB2EB7774&&FORM=VRDGAR&ru=%2Fvideos%2Fsearch%3Fq%3Dsimple%2520club%2520Gr
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