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Vor kurzem laß ich eine Erzählung aus 1939 "Die unwürdige Greisin" von Bertolt Brecht.

In diesem
Werk entdeckt man die Geschichte von den letzten Jahren einer alten Frau, die sich für fast ihr
ganzes Leben mit den Routinesachen einer Hausfrau beschäftigt haben soll und deren Mann seit
kurzem gestorben sei. Nach diesem tragischen Ereignis sollen die Kinder der Greisin merkwürdige
Verhaltensveränderungen Ihrer Mutter bemerkt haben. sich darüber überrascht haben obwohl in
der Wahrheit die Greisin nur ein bescheidenes, aber ausreichendes und endlich freies von aller
unnötigen Verantwortung Leben geführt haben soll.

Schöne Geschichte, mit schönem Ende, aber welche Schlussforderungen können die moderne
Menschen daraus ziehen?

Laut meiner Recherche, es wird behauptet, dass Bertolt Brecht ein Werk, in dem der Autor sich
gegen Geschlechterrollen und Diskriminierung auf diesen Gründen erstellt.

Meiner Meinung nach, ist diese Interpretation, insbesondere heute, möglich, aber ich finde es
äußerst schwer zu glauben, dass ein Mann im Jahre 1939 sich daran Gedanken machen würde.
Stattdessen, denke ich, dass der Autor mit dieser Erzählung die gemeine ständige Überforderung
der Gesellschaft zeigen wollte und wie man damit verschlungen wird, und es dauert so lange bis
man nichts neues außer Routine erlebt. Heute kann ich das überall merken, sogar auch in meinem
Leben und im Leben meiner Familie. Wir " begraben " uns in die Arbeit oder so Tief, dass am Ende
der Woche wir gar keine Energie haben.

Aus dieser Überforderung auftreten auch die Kommunikation- und Verständnismangel aller Leute
auf, insbesondere zwischen den Familienmitgliedern oder überhaupt den Menschen, mit denen
wir regelmassig unterhält. In der Erzählung kann man diese Tendenz beobachten dadurch, dass die
Kinder der Greisin Veränderungen in ihrem Benehmen, das, übrigens, nichts aussergewohnlisches
war, komisch wahrgenommen haben. Für gar keine Minute glaubten sie, dass ihre Mutter auch
eine lebendige Person war oder auch ihre Wünsche und Bedürfnisse außerdem ihre
Verantwortung hatte. Und diese Situation ist äußerst häufig unter den Familien unserer
Gesellschaft: wir achten nicht auf unsere Angehörige, auf ihre Traume, Gewohnheiten, Ideen. Wir
errinern uns entweder nach einigen verrückten Ereignissen oder überhaupt nicht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass «Die unwürdige Greisin» eine riesige Menge von «den
guten Lehren» liefert. Alles hangt von der Interpretation ab, aber für mich wird diese Erzählung
immer eine Erinnerung warum ich immer mit meinen Freunden und Familie eine ganz kurze Rede
fuhren soll sein.