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Leben im All: Der erste Kontakt

3-4 Minuten

Leben im All Der erste Kontakt


Gibt es Leben außerhalb unseres Sonnensystems?
Funksignale, die von einer hoch entwickelten Zivilisation
kommen? Forscher gehen davon aus, dass eine
sogenannte »technologische Zivilisation« auch das Senden
von Funksignalen beherrschen würde. Wie würde die
Menschheit reagieren, wenn ein Raumschiff
menschenähnliches Leben auf einem fremden Planeten
entdecken würde?

Der erste Kontakt

Der öffentlich-rechtliche Sender ARTE ist eine deutsch-


französische Kooperation mit Schwerpunkt Kultur und
Gesellschaft.

Seit vor über 20 Jahren der erste Exoplanet entdeckt wurde,


lautet die Frage: Auf wen wird die Menschheit dort treffen?
Gibt es auf unseren Nachbarplaneten intelligente, bewusste
Lebensformen? Seit den 60er Jahren lauschen
Radioteleskope ununterbrochen auf Signale, die von einer
außerirdischen Zivilisation stammen könnten. Wäre der
Mensch in der Lage, ein solches Signal zu erkennen und zu
entschlüsseln?

Doch auch nach mehrjährigem Lauschen wird kein


Funksignal von Minerva B empfangen. Dabei enthält die
Atmosphäre des Planeten Gase, die auf eine biologische
Aktivität hindeuten könnten. Mit Hilfe neuer Technologien
können die Forscher die Atmosphäre von Exoplaneten
analysieren. Diesen bedeutenden technischen Fortschritt
verdanken sie dem Hubble-Weltraumteleskop. Seit 2001
entdecken die Wissenschaftler ständig weitere
Exoplaneten mit einer Atmosphäre. In den Gasen hoffen die
Planetologen, Spuren biologischen Lebens – sogenannte
Biomarker – zu finden.

Auf dem imaginären Exoplaneten Minerva B schickt ein


interstellares Raumschiff seine Erkundungsroboter auf die
Suche nach außerirdischen Organismen. In einem Ozean
entdecken die Exobiologen eine reiche und komplexe
Unterwasserwelt mit Meeresorganismen wie exotischen
Schirmalgen, die sich nach dem wenigen Licht strecken,
das der Nachbarstern abgibt – der erste Hinweis darauf,
dass die Erde nicht der einzige bewohnte Planet ist. Die
gesamte Nahrungskette dieses Ökosystems, das
Wissenschaftler in der Galaxie vermuten, ist an das
schwache Licht angepasst – darunter auch
biolumineszierende Arten, die ihr eigenes Licht erzeugen. In
unseren Ozeanen wimmelt es von Lebewesen wie etwa
Kopffüßern, die bei der Erforschung außerirdischen Lebens
als Inspirationsquelle dienen.

Fünf Jahre wird es dauern, bis das Funksignal des


Raumschiffs auf der Erde empfangen werden wird. Es wird
die ersehnteste Funkmeldung in der Geschichte der
Raumfahrt sein – die Nachricht vom ersten Kontakt mit
einer außerirdischen Lebensform. Die Wissenschaftler
mögen vorbereitet sein, doch wie werden die Menschen auf
diese Neuigkeit reagieren?
© ARTE

Der öffentlich-rechtliche Sender ARTE ist eine deutsch-


französische Kooperation mit Schwerpunkt Kultur und
Gesellschaft.