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11.04.2005, 00:00 Drucken

Archiv
Aus FOCUS Nr. 15 (2005)
FOCUS Magazin > Archiv > 2005 > Nr. 15 > Redaktion

SERIE – Teil VI

„Ans Hakenkreuz geschlagen“


Operativ genial, strategisch blind, in Verbrechen verstrickt, aber nicht
verbrecherisch: Der israelische Historiker Martin van Creveld
beschreibt die deutsche Wehrmacht
Von FOCUS-Redakteur Michael Klonovsky

FOCUS: Herr Professor van Creveld, war die Wehrmacht, wie viele
Kriegsteilnehmer meinen, die beste Armee der Welt?

van Creveld: In Sachen Organisation, Training, Lehre, Taktik und


Operationskunst mag das stimmen. Die Wehrmacht hat dem Gegner stets
größere Verluste zugefügt, als sie selbst erlitt. Die Feldzüge der Jahre 1940-41
sind nahezu legendär geworden, nicht umsonst haben Offiziere auf der ganzen
Welt sie studiert. Aber der Krieg ist nicht auf der operativen, sondern auf der
strategischen Ebene entschieden worden. Hier liegt das Versagen der
Wehrmacht auf der Hand.

FOCUS: Weil sie niemals, wie Sie in einem Aufsatz schreiben, im Stande war,
einen Offizier hervorzubringen, der das gesamte Spektrum des Krieges
überblicken konnte?

van Creveld: Ja, im Gegensatz etwa zu den besten amerikanischen


Kommandeuren, die im globalen Maßstab denken und politische Faktoren so
gut wie militärische bewerten konnten. Das war übrigens ein Grund, warum
Hitler den Bogen immer weiter spannen und Deutschland schließlich in eine
katastrophale Niederlage führen konnte.

FOCUS: Hätte die Wehrmachtsführung strategisch gedacht, hätte sie sich auf
diesen Krieg doch nie einlassen dürfen, oder? Dann ist Hitlers Größenwahn in
gewissem Sinn die Ursache für die Leistung der Wehrmacht ...

van Creveld: Hätte Hitler Deutschland nicht in diesen Krieg geführt, niemand
hätte erfahren, was für eine glanzvolle Kampfmaschine die Wehrmacht war,
wohl wahr. Im Ernst: Das Prestige, das die deutschen Generäle genossen, war
so hoch, dass sie es beinahe als Belästigung empfunden haben würden, über
irgendetwas anderes nachzudenken als darüber, Krieg zu führen. Die
Wehrmacht besaß keine Schulen für Offiziere oberhalb des Majorsrangs – das
Produkt der Kriegsakademie war ein Oberstleutnant, dafür qualifiziert, als
Divisionsstabschef zu dienen. Aus diesen Gründen war die oberste Ebene der
Wehrmacht möglicherweise nicht so gut wie die der Amerikaner oder der
Sowjets.

FOCUS: Ende der 90er-Jahre erschienen in einem deutschen Verlag zwei


Bände mit Kurzporträts von Hitlers militärischer Elite. Es gab wohl keinen
Beitrag, in dem der Begriff „Verbrechen“ nicht vorkam. War die Wehrmacht
eine verbrecherische Organisation?

van Creveld: Jeder kann jeden einen Verbrecher nennen. In Nürnberg ist die
Wehrmacht – im Gegensatz zur SS und zu anderen Nazi-Organisationen –
nicht als kriminelle Organisation bezeichnet worden. Ohne Frage lieferte die
Wehrmacht den Einsatzgruppen, deren Job es war, Juden zu erschießen,
logistische Unterstützung. Ohne Frage waren zahllose Wehrmachtsangehörige,
von der Spitze bis ins Glied, informiert über die Gräueltaten. Zu sagen, die
Behandlung der sowjetischen Kriegsgefangenen sei inhuman gewesen, wäre
eine Untertreibung, und zahlreiche deutsche Soldaten begingen im
Partisanenkrieg Gräueltaten, indem sie die Unterschiede zwischen Guerilla,
Nichtkombattanten und Juden oft ignorierten. Aber die Wehrmacht insgesamt
als verbrecherisch zu bezeichnen – ich würde zögern, das zu tun.

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FOCUS: Ende 1941 befand sich die Wehrmacht in der einzigartigen Situation,
an der Ostfront mehr Kriegsgefangene zu haben als Angehörige. Inwieweit war
das Massensterben in den Gefangenenlagern beabsichtigt und inwieweit Folge
dieser chaotischen Lage?

van Creveld: Beides. Die gewaltige Zahl von Gefangenen war in der Tat ein
großes Problem. Das entschuldigt aber nicht, dass deutsche Wachen auf
russische Zivilisten schossen, die versuchten, den Gefangenen zu essen zu
geben – und ebensowenig die schrecklichen Bedingungen, die in den Lagern
herrschten.

FOCUS: Nicht nur die Wehrmacht hat Kriegsgefangene umgebracht – das tat
auch die Rote Armee...

van Creveld: Die Wehrmacht hat nicht nur sowjetische Kriegsgefangene


erschossen, sie ließ sie auch systematisch verhungern, sobald sie in
Deutschland interniert waren. Und es war nicht Stalin, der den
Kommissarbefehl* erteilt und zu seinen versammelten Generälen gesagt hat,
im kommenden Krieg gegen die Sowjetunion sollten sie ihre altmodischen
Ideen von Ritterlichkeit vergessen.

FOCUS: Das verstand sich für Stalin von selbst. Hitler hat sich nicht an die
Haager Landkriegsordnung gehalten, aber die Sowjetunion hat sie gar nicht
erst beziehungsweise erst zwei Jahre nach Stalins Tod unterzeichnet. Welchen
Anteil hatte der Kreml-Chef an der Eskalation des Krieges?

van Creveld: Wenn Sie darauf hinauswollen, dass er ebenso erbarmungslos


war wie Hitler, stimme ich zu. In der gesamten Geschichte gab es keinen
Führer, der die harte Tour besser beherrschte als Stalin. Ich bezweifle, dass er
schon im Herbst 1941 angreifen wollte, wie manche Autoren behaupten. Ich
habe aber keinen Zweifel: Früher oder später, wenn Deutschland in einen
Krieg mit England und den USA verwickelt gewesen wäre, hätte er sich
genommen, was er wollte. Nach den Ribbentrop-Molotow-Gesprächen im
November 1940 zu urteilen, wären das Rumänien, Bulgarien, der Zugang zur
Nordsee, die Dardanellen und wohl auch jene Teile Polens gewesen, die zu
dieser Zeit unter deutscher Herrschaft standen.

FOCUS: Inwieweit musste sich die Wehrmachtsführung vom sowjetischen


Aufmarsch im Sommer 1941 bedroht fühlen?

van Creveld: Sehr. 1941 war die Rote Armee die größte der Welt. Stalin mag,
wie gesagt, nicht geplant haben, Deutschland im Herbst 1941 anzugreifen.
Aber es wäre schwer zu glauben, dass er nicht die Gelegenheit genutzt hätte,
dem Reich irgendwann in den Rücken zu fallen.

FOCUS: Was hätte die Wehrmacht im Sommer 1941 also tun sollen, außer
anzugreifen?

van Creveld: Gute Frage. Ich sehe die Sache so: Zuerst hat Hitler Polen
attackiert, weil er befürchtete, wenn er zu lange wartete, werde sich
Deutschlands militärische und politische Situation verschlechtern. Als Nächstes
attackierte er Dänemark und Norwegen, weil er dachte, die Westmächte
würden es sonst vor ihm tun; dann die Benelux-Staaten, Frankreich und
England, weil er glaubte, sie würden Deutschland sonst in einem langen Krieg
zermürben; danach die Sowjetunion, weil er fürchtete, Stalin werde ihm
früher oder später in den Rücken fallen, und am Ende die USA, weil sonst
niemand mehr übrig war. Hätte er im Raumfahrtzeitalter regiert, er hätte
zweifellos versucht, den Mond zu besetzen, um einer Attacke vom Mars
zuvorzukommen. Und es würde eine Menge von Generälen gegeben haben,
die diese Befehle ausgeführt hätten.

FOCUS: Es gibt eine Theorie, wonach große Reiche weniger aus


Expansionsgier denn aus Angst entstehen. Rom etwa ist nach diesem Modell
groß geworden, weil es einen Nachbarn nach dem anderen angriff, von dem es
sich bedroht fühlte – was im Falle Karthagos oder Germaniens ja nicht aus der
Luft gegriffen war. Auf Hitler gedreht: War die Bedrohung, die er empfand,
irgendwo real?

van Creveld: Hitlers Grundidee war: Deutschland wird entweder eine


Großmacht oder – angesichts der erstaunlich an Wachstum zulegenden
Sowjetunion auf der einen und der USA auf der anderen Seite – überhaupt
keine Macht. Das war keine schlechte Prognose. Zu seinen Generälen sagte er
im November 1937, der Krieg werde zwischen 1943 und 45 beginnen oder die
neue Ausrüstung der Wehrmacht werde veraltet sein. Auch das war keine
schlechte Prognose. Zuletzt haben wir bereits festgestellt: Hätte Hitler Stalin
nicht angegriffen, hätte Stalin nahezu sicher an irgendeinem Punkt Hitler

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angegriffen. Möglicherweise ist die Lektion aus alledem einfach: Angst ist ein
schlechter Ratgeber.

FOCUS: Sie sagen, Stalin hätte angegriffen. Wissen Sie, dass in Deutschland
eine solche Meinung als Verharmlosung Hitlers gilt?

van Creveld: Als Jude und Israeli, der Teile seiner Familie im Holocaust
verloren hat, darf ich wohl sagen, dass Hitler und das Dritte Reich schreckliche
Verbrechen gegen mein Volk begangen haben. Aber sie taten noch anderes:
Sie nagelten Generationen von Deutschen, die nach ihnen kamen, an das
Hakenkreuz, von dem herabzusteigen, wie ich fürchte, sehr schwer sein wird.
Mit anderen Worten: Was in Deutschland im Kontext Ihrer Frage als
angemessen gilt, ist nicht meine Sache. Es sind die Deutschen, die das
Hakenkreuz tragen müssen, nicht ich.

FOCUS: Wann war der Krieg für die Wehrmacht nach Ihrer Meinung verloren?
Nach Dünkirchen? Mit dem Angriff auf die Sowjetunion? Vor Moskau?

van Creveld: Das sind die Wendepunkte, die man so nennt. Es gibt eine Reihe
von interessanten neuen Publikationen zu dieser Frage. Einige meinen, wäre
1944 die Invasion der Normandie gescheitert, dann hätte Deutschland den
Krieg im Osten gewonnen, weil es eine Million Mann von der Westfront dorthin
hätte versetzen können. In diesem Fall wären wahrscheinlich Heidelberg und
Göttingen statt Hiroshima und Nagasaki von den ersten Atombomben
getroffen worden.

FOCUS: Die Entscheidung über den Kriegsausgang fiel in Los Alamos;


Stalingrad und Kursk waren Marginalien?

van Creveld: Ich würde noch weiter gehen: Stalingrad, Kursk und der Rest
waren kleine Brötchen. Hiroshima markiert das Ende einer tausendjährigen
historischen Periode. Während dieser Zeit wurde der Krieg größer und größer
– bis zu jenem Zeitpunkt 1943, als die Wehrmacht zusammen mit der
Waffen-SS über neun Millionen Soldaten umfasste. Sie war dafür geschaffen,
konventionelle Kriege zu führen. Diese Art von Krieg kann heute nur noch
gegen kleine und unbedeutende Staaten geführt werden, die selber keine
Nuklearwaffen herstellen können – wie der Irak.

FOCUS: Die Einführung der Atomwaffen hat die konventionell geführten


Kriege zwar eingeschränkt, aber keineswegs beendet. Inwieweit war die
Wehrmacht nach dem Zweiten Weltkrieg anderen Armeen ein Vorbild?

van Creveld: Ich kann hier nicht annähernd darlegen, was alles nach 1945
über die Wehrmacht geschrieben worden ist. Während des Kalten Krieges war
der Westen eher geneigt, von ihr zu lernen, als der Osten. Der Höhepunkt war
um 1975 erreicht, als die USA den Vietnamkrieg verloren hatten und nach
einem Nachfolgemodell suchten. Die Suche endete 1991, als ihr Sieg über
Saddam Hussein die Amerikaner überzeugt hatte, dass sie von niemandem
mehr lernen müssen.

FOCUS: Und Israel?

van Creveld: In Sachen Strategie, Organisation, Doktrin und dem Verhältnis


zwischen den drei Waffengattungen ähnelte keine Armee des 20. Jahrhunderts
mehr der Wehrmachtals die israelische. Wir in Israel können das jedoch nicht
eingestehen. Als der Militärverlag Maarachot vor etwa 30 Jahren eine
Übersetzung der Memoiren von Dönitz (Oberbefehlshaber der deutschen
Kriegsmarine – d. Red.) herausbrachte, gab es so starke Proteste, dass das
Projekt gestoppt werden musste. Nebenbei: Die Ausbildung israelischer
Offiziere lässt sich nicht mit jener der Wehrmacht vergleichen; das direkte
Lernen gilt nur für Situationen, wo ähnliche strategische Probleme zu
ähnlichen militärischen Lösungen führen.

FOCUS: In ihren Memoiren haben verschiedene Wehrmachtsgeneräle


geschrieben, durch die ständigen Eingriffe Hitlers in den Kampfverlauf sei
ihnen gewissermaßen ihr ganzer Krieg vermasselt worden. Zu Recht?

van Creveld: Die Generäle sahen sich selbst als die besten der Welt. Nachdem
der Krieg verloren war, hatten sie ein Problem. Warum also nicht die
Niederlage auf Hitler schieben, der sich nicht mehr verteidigen konnte? Die
Wahrheit ist wohl ein bisschen anders. Als Hauptverantwortlicher für die
Entfesselung und Führung des Krieges war Hitler ohne Frage auch der
Hauptverantwortliche für die Niederlage. Schaut man aber, was die meisten
Generäle während des Krieges von sich gaben, findet man, dass selten einer
Hitlers Führungsanspruch in Frage stellte. Dönitz etwa notierte nach einem
Treffen im Juli 1943: „Niemand kann das besser machen als der Führer.“
Während der letzten Kriegsmonate kam es wiederholt vor, dass Generäle mit

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dem Vorsatz zu Hitler gingen, ihm endlich die Wahrheit über die Lage zu
sagen. Beinahe ebenso regelmäßig kamen sie begeistert zurück. Denn Hitler
verglich die Situation mit derjenigen Friedrichs des Großen, beschwor die
politischen Differenzen zwischen Deutschlands Feinden, oder er redete von
den Wunderwaffen, die bald eingesetzt werden würden. Und die Generäle
ließen sich überzeugen.

FOCUS: Andererseits haben alle drei Heeresgruppenchefs an der Ostfront


gegen Hitlers Kriegsführung protestiert, so dass er sie Ende 41/Anfang 42
ablöste, und Erich von Manstein hat Hitler sogar mitunter bescheinigt, seine
operativen Ideen seien Unsinn ...

van Creveld: Mit Ausnahme der UdSSR -mit Stalin streiten war zu gefährlich –
gab es solche Debatten in allen Krieg führenden Staaten. Im Speziellen ist es
nicht sicher, dass Hitlers „Keinen Schritt zurück“-Befehl Ende 1941 ein Fehler
war. Zu dieser Zeit waren keine Stellungen vorbereitet; wäre der Rückzug
genehmigt worden, wäre das Ergebnis möglicherweise die völlige Auflösung
gewesen. Ich stimme zu, dass es sehr schwer ist, nachträglich die
Verantwortung zuzuweisen. Dennoch würde ich die Argumente der deutschen
Generäle gegen Hitler nicht überbewerten.

FOCUS: Apropos Manstein: War der Mann ein Genie, ein Kriegsverbrecher,
beides?

van Creveld: Er war gewiss ein Genie, obwohl er lediglich die Gelegenheit
besaß, es auf operativem Niveau zu zeigen. Ob er zu einem großen Strategen
hätte aufsteigen können, wissen wir nicht. Andererseits ist Hitlers berüchtigter
Kommissarbefehl in der Armee, die er kommandierte, ausgeführt worden. In
Mansteins Verantwortung fällt außerdem – da stimme ich der Biografie meines
Kollegen Marcel Stein zu – die Tolerierung, wenn nicht aktive Unterstützung
des Genozids auf der Krim, solange dieses Gebiet unter seinem Befehl stand.

FOCUS: An Mansteins 80. Geburtstag kam die Bundeswehr mit Brimborium


zum Gratulieren. Inzwischen hat sie jede Verbindung zur Wehrmacht gekappt.
Was finden Sie angebrachter?

van Creveld: Nach allem, was wir über Manstein wissen, ist es ein Fehler, ihn
zu feiern. Andererseits muss man vorsichtig sein. Die menschliche Natur ist
nicht so beschaffen, dass jemand für die Erhöhung des staatlichen
Erziehungsbudgets um ein halbes Prozent sein Leben aufs Spiel setzen
möchte; nur große und kraftvolle Ideen können ihn dazu bringen. Eine
Organisation wie die Bundeswehr, die ihre Aufgabe nur erfüllen kann, wenn
Männer bereit sind, dem Tod ins Auge zu blicken, kann einfach ohne Tradition
nicht existieren.

IN DER NÄCHSTEN AUSGABE

Die Ermordung Mussolinis – ein Rückblick auf den italienischen Faschismus

„Hätte Hitler im Raumfahrtzeitalter gelebt, er hätte zweifellos versucht, den


Mond zu besetzen“

„Die Feldzüge der Jahre 1940-41 sind nahezu legendär geworden“

„Die Wehrmacht insgesamt als verbrecherisch zu bezeichnen – ich würde


zögern, das zu tun“

„Hätte Hitler Stalin nicht angegriffen, hätte Stalin an irgendeinem Punkt Hitler
angegriffen“

„Die Wehrmacht hat nicht nur sowjetische Kriegsgefangene erschossen, sie


ließ sie auch systematisch verhungern“

„Im Partisanenkrieg wurde der Unterschied zwischen Guerilla,


Nichtkombattanten und Juden oft ignoriert“

„Selten stellte einer der Generäle Hitler in Frage. Dönitz notierte: Niemand
kann das besser machen als der Führer“

„Manstein war gewiss ein Genie“

„In Sachen Strategie und Organisation ähnelte keine Armee des 20.
Jahrhunderts mehr der Wehrmacht als die israelische“

MARTIN VAN CREVELD

Der israelische Professor ist ein international gefragter Militärexperte.

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Van Creveld, 59, lehrt Geschichte an der Hebrew University in Jerusalem.

Auf Deutsch erschienene Bücher: „Die Zukunft des Krieges“, „Aufstieg und
Untergang des Staates“, „Frauen und Krieg“, „Das bevorzugte Geschlecht“

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*Hitler befahl Anfang Juni 1941, alle gefangen genommenen
Sowjetkommissare seien zu erschießen.

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