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Stefanie Hellmann

Formulierungshilfen für die Pflegeplanung nach den AEDL


Neue Expertenstandards sorgen für eine Weiterentwicklung der Alten-
pflege. Kunden werden sich künftig über die Qualität der Pflege in ein-
zelnen Heimen informieren können. Zusätzliche Betreuungsleistungen für
Pflegebedürftige mit erheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf werden
gesetzlich gefördert.
Formulierungshilfen für die
Dies sind nur drei aktuelle Veränderungen, die alle Einrichtungen der
Altenpflege betreffen.
Pflegeplanung nach den AEDL
So ist es wichtiger denn je, dass jede Pflegekraft in der Lage ist, Pflegepla-
nungen so eindeutig zu schreiben, dass sie diesen hohen Anforderungen
und den Pflegediagnosen
entsprechen.

Die 6. Auflage dieses bewährten Ratgebers rund um die Pflegeplanung


enthält alle wichtigen Grundlagen für die Erstellung einer Pflegeplanung: Checklisten für die tägliche Praxis
AEDL, Pflegediagnosen, Prophylaxen und Formulierungshilfen, die bei
Zweifelsfällen weiterhelfen.

Dieses Buch ist eine solide Basis, von der aus den individuellen Anforde-
rungen der Patienten und Bewohner Rechnung getragen werden kann. Es
sollte in keiner Einrichtung fehlen!

Die Autorin
Stefanie Hellmann ist staatlich examinierte Altenpflegerin, Diplom-Pfle-
gewirtin (FH), Heimleiterin, Dozentin in der Altenpflege und Qualitäts-
management-Auditorin (QMA-TÜV).

Hellmann

6., aktualisierte Auflage

ISBN 978-3-89993-475-5

BRIGITTE KUNZ VERLAG


Stefanie Hellmann
Formulierungshilfen für die Pflegeplanung nach den AEDL
und den Pflegediagnosen
Stefanie Hellmann

Formulierungshilfen
für die Pflegeplanung
nach den AEDL
und den Pflegediagnosen
Checklisten für die tägliche Praxis

6., aktualisierte Auflage

BRIGITTE KUNZ VERLAG


Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation
in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten
sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

ISBN 978-3-89993-475-5

Brigitte Kunz Verlag

© 2009 Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG,


Hans-Böckler-Allee 7, 30173 Hannover

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb
der gesetzlich geregelten Fälle muss vom Verlag schriftlich genehmigt werden. Die im Fol-
genden verwendeten Personen- und Berufsbezeichnungen stehen immer gleichwertig für beide
Geschlechter, auch wenn sie nur in einer Form benannt sind. Ein Markenzeichen kann waren-
rechtlich geschützt sein, ohne dass dieses besonders gekennzeichnet wurde.

Satz: PER Medien+Marketing GmbH, Braunschweig


Druck: Druck Thiebes GmbH, Hagen
Inhalt

1 Vorwort ......................................................................................... 7

2 Pflegedokumentation .................................................................. 10
2.1 Bewohner-/Patientenbezogene Ziele.......................................... 10
2.2 Mitarbeiterbezogene Ziele .......................................................... 10

3 Pflegeplanung .............................................................................. 11

4 Pflegediagnosen ........................................................................... 12
4.1 Medizinische Diagnosen und Pflegediagnosen ......................... 12
4.2 Geschichte der NANDA ................................................................ 12
4.3 Aufbau der Pflegediagnose ......................................................... 14
4.4 Pflegediagnosen im Pflegeprozess ............................................. 14
4.5 Wellness-Pflegediagnosen ........................................................... 15
4.6 Taxonomie ..................................................................................... 15

5 AEDL nach Krohwinkel ................................................................ 18


5.1 AEDL – Kommunizieren können .................................................. 18
5.2 AEDL – Sich bewegen können ..................................................... 28
5.3 AEDL – Vitale Funktionen des Lebens
aufrechterhalten können ............................................................. 38
5.4 AEDL – Essen und trinken können............................................... 44
5.5 AEDL – Ausscheiden können........................................................ 56
5.6 AEDL – Sich pflegen können ........................................................ 64
5.7 AEDL – Sich kleiden können ........................................................ 76
5.8 AEDL – Ruhen, schlafen und sich entspannen können .............. 80
5.9 AEDL – Sich beschäftigen lernen und sich entwickeln können 84
5.10 AEDL – Sich als Mann oder Frau fühlen
und sich verhalten können .......................................................... 90
5.11 AEDL – Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen ..... 92
5.12 AEDL – Soziale Bereiche des Lebens sichern
und gestalten können .................................................................. 96
5.13 AEDL – Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens
umgehen können ......................................................................... 100

5
Inhalt

6 Krankheitsbilder mit individuellen


Pflegeplanungsformulierungen .................................................. 110
6.1 Diabetes mellitus .......................................................................... 110
6.2 Schlaganfall .................................................................................. 112
6.3 Parkinson ...................................................................................... 116
6.4 Vergesslichkeit, Verwirrtheit, Demenz ....................................... 120
6.5 Suchterkrankung .......................................................................... 124
6.6 Leberzirrhose ................................................................................ 126
6.7 Hirnorganisches Psychosyndrom ................................................. 128
6.8 Wahnvorstellungen ..................................................................... 130
6.9 Depression .................................................................................... 132
6.10 Osteoporose ................................................................................. 134

7 AEDL/ABEDL® nach Krohwinkel ................................................. 136

8 MDK-Richtlinien ........................................................................... 137

9 § 115 SGB XI und die Transparenz in der Pflege ........................ 140

10 Standards ...................................................................................... 145

11 Expertenstandards zur Sicherung und Weiterentwicklung


der Qualität in der Pflege (§ 113a SGB XI) ................................. 146

Literatur ..................................................................................................... 148

Register ...................................................................................................... 150

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1 Vorwort zur 6., aktualisierten Auflage

Nur durch die Stärke und Kompetenz der Mitarbeiterinnen kann gute
Arbeit in Einrichtungen der Altenpflege gewährleistet werden. Die konti-
nuierliche Förderung beruflicher Kompetenz (»lebenslanges Lernen«) ist
ein wichtiger Aspekt und ein wesentliches Anliegen aller.

In einer Zeit der nachhaltigen, gesetzlichen Veränderungen durch die


Politik, der neuen Richtlinien und aktuellen Entwicklungen ist die Pflege-
und Versorgungsqualität in den Pflegeeinrichtungen weiter zu verbessern
und zu sichern. So stehen neue Expertenstandards vor der Implementie-
rung, um die Altenpflege auf hohem Niveau weiterzuentwickeln. Weiter
fördert der Gesetzgeber im stationären Bereich durch Vergütungszu-
schläge für Pflegebedürftige mit erheblichem allgemeinem Betreuungs-
bedarf zusätzliche Betreuungsleistungen für Heimbewohner (§ 87b
SGB X).

Mit den neuen Transparenzkriterien und der Veröffentlichung der Ergeb-


nisse von MDK-Qualitätsprüfungen ist ein weiterer Schritt zur Information
der Kunden erfolgt. Interessierte können sich in Zukunft über die Qualität
von Pflegeheimen informieren. Die Bewertungssystematik sieht Schulno-
ten von »sehr gut« bis »mangelhaft« vor. Grundlage der Bewertung sind
82 Einzelkriterien.

So ist es umso wichtiger, dass jede verantwortliche Pflegekraft – ob in


Alten- und Pflegeheimen oder in ambulanten Pflegediensten – eine Pfle-
geplanung so schreibt, dass diese den hohen Anforderungen entspricht.
Nur so kann der Pflege- und Betreuungsbedarf der betroffenen Person
systematisch festgestellt und festgelegt werden. Bei jeder Pflegeplanung
steht der Patient/Bewohner mit seinen Kompetenzen (Ressourcen, Fähig-
keiten) im Vordergrund.

Mittlerweile hat Monika Krohwinkel ihr Pflegemodell »Aktivitäten und


existenzielle Erfahrungen des Lebens (AEDL)« um die Ebene »Beziehungen
(= B)« zu den ABEDL® erweitert. Damit hat sie den Fokus auf das Herstel-
len, Sichern und Gestalten von sozialen Kontakte/Beziehungen gerichtet.

7
Vorwort zur 6., aktualisierten Auflage

In diesem Buch wird weiter nach den bekannten AEDL verfahren. Der
Aspekt der Beziehung ist in den Formulierungen stets enthalten. Hier
kommt es besonders darauf an, die AEDL nicht einzeln, sondern im Zusam-
menhang mit anderen zu sehen. In ihrer Gesamtheit spiegeln sie die Indi-
vidualität eines jeden Patienten/Bewohners und seiner Bedürfnisse und
Beziehungen wider. Mit den Erkenntnissen, die die AEDL liefern, gelingt
der Aufbau einer Beziehung zwischen Pflegekraft, Patient/Bewohner und
Angehörigen.

Dieses Buch ist ein Grundlagenwerk. Um den individuellen Anforderungen


der Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten
nach Belieben verändern. So können sie jederzeit an neue oder erweiterte
Anforderungen angepasst werden.

Dieses Buch enthält die wichtigen Grundlagen für das Schreiben einer
Pflegeplanung:
• AEDL
• Pflegediagnosen
• Prophylaxen
• Formulierungen für gerontopsychiatrisch veränderte Patienten/Be -
wohner

Pflegediagnosen
Das Thema »Pflegediagnosen« wird innerhalb der Pflege in Deutschland
zunehmend diskutiert. Es werden Instrumente gesucht, die möglichst
wenig Aufwand verursachen und trotzdem vielfältig einsetzbar sind. Ein
weiterer Grund ist die Professionalisierung der Pflege und ein kongru-
entes Pflegeverständnis.
Die Ziele:
• Unterstützung der Pflegenden in der Pflegedokumentation, Pflegepla-
nung und -prozess,
• Professionalisierung der Pflege durch besseren Wissensstand und ge -
naue Umschreibung der Diagnosen,
• Entwicklung einer einheitlichen Sprache, um die Forschung zu erleich-
tern und Statistiken zu verbessern.
Die vorliegenden Pflegediagnosen stammen aus dem Jahr 2003. Es sind
also nicht die derzeit aktuellen Pflegediagnosen, die vor kurzem in der
Fassung 2009–2011 herausgekommen sind und zurzeit übersetzt werden.

8
Vorwort zur 6., aktualisierten Auflage

Die Pflegediagnosen konnten nicht allen AEDL zugeordnet werden bzw.


die Zuordnung zu den AEDL kann auch unterschiedlich aussehen.

Prophylaxen
Ganz besonders wichtig ist es, dass die Pflegemitarbeiter bei der Planung
die Prophylaxen mit aufnehmen. In diesem Buch wird unter den einzelnen
AEDL auf die Prophylaxen eingegangen

Formulierungen für gerontopsychiatrisch veränderte Patienten/


Bewohner
Gerontopsychiatrische Beeinträchtigungen werden erkannt und für den
Patienten/Bewohner in seiner Tagesstruktur bzw. individuellen Pflegeplan
dokumentiert.

Vorgehensweise
Die Checklisten, die nach den einzelnen AEDL und Krankheitsbildern
gestaltet sind, versetzen jede Pflegekraft in die Lage, in kürzester Zeit die
aktuellen Pflegediagnosen bzw. Probleme, Ressourcen, Ziele, Maßnah-
men für den einzelnen, auch demenziell veränderten Patienten/Bewohner
zu ermitteln.
Die fertigen Formulierungshilfen sollen all jenen eine Hilfestellung sein,
die sich täglich mit der Pflegeplanung beschäftigen.

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2 Pflegedokumentation

Die Pflegedokumentation ist ein Element der Qualitätssicherung. Sie gibt


Auskunft über die Art der Beziehung zwischen den Patienten/Bewohnern
und Pflegenden sowie über die Durchführung der Pflege. Die Pflegedoku-
mentation kann daher als Instrument der Qualitätssicherung und -ent-
wicklung genutzt werden. Hieraus ergeben sich die folgenden Ziele.

2.1 Patienten-/Bewohnerbezogene Ziele

• Darstellung einer individuellen, am aktuellen Pflege- und Versorgungs-


bedarf orientierte Pflege.
• Kontinuierliche Verbesserung der Pflegequalität, dies dient zur Aufrecht-
erhaltung und Verbesserung bzw. Förderung der Lebensqualität des
einzelnen Menschen.
• Berücksichtigung der Fähigkeiten des einzelnen Menschen zur eigenen
Pflege.
• Berücksichtigung der Bewältigungsstrategien des Menschen beim Um-
gang mit Beeinträchtigungen.
• Berücksichtigung der sozialen Kontakte und Beziehungen.

2.2 Mitarbeiterbezogene Ziele

• Sicherung und kontinuierliche Verbesserung der beruflichen, sozialen


und methodischen Handlungskompetenzen.
• Förderung der Übernahme von Verantwortung für die eigene Arbeit.
• Stärkung der beruflichen Identität.
• Verbesserung der Kommunikation/Information untereinander und mit
den anderen an der Versorgung Beteiligten
• Erhöhung der Arbeitszufriedenheit.
• Stärkung der Beziehungen zu Patient/Bewohner und Angehörigen.

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3 Pflegeplanung

Die Pflegeplanung ist ein Arbeitsinstrument professioneller Pflege. Es


wird die Gesamtpflegebedürftigkeit anhand eines pflegewissenschaft-
lichen Pflegemodells, hier nach Monika Krohwinkel und den Pflegediag-
nosen ermittelt.
Hier werden die individuellen Pflegeprobleme des einzelnen Patienten/
Bewohners/Kunden festgestellt.
Die Kompetenzen sind Ressourcen und Fähigkeiten, Fertigkeiten, die der
einzelne Mensch im Bezug auf seine Pflegebedürftigkeit zur Bewältigung
seiner Lebenssituation sowie Lebensmotivation besitzt.
Pflegeziele sollen erreichbar und realistisch sowie überprüfbar sein.
Die Pflegemaßnahmen beschreiben die Vorgehensweise der Pflegenden:
• Was ist zu tun? Konkrete Festlegung einzelner Pflegemaßnahmen.
• Wie ist es zu tun? Kurze Beschreibung der Pflegemaßnahme, wenn
möglich mit Pflegestandards.
• Wann oder wie oft ist es zu tun? Zeitangabe und Häufigkeit der Pflege-
maßnahme.
• Wer soll es tun? Hier sollen die unterschiedlichen Qualifikationen der
Mitarbeiter beachtet werden. Die Pflegefachkraft ist verantwortlich für
die sachgerechten Eintragungen durch den Mitarbeiter.
Die Maßnahmen sollen für alle, an der Pflege Beteiligten verbindlich
sein.

Reflexion der Pflege


• Eine Reflexion der Pflegemaßnahmen erfolgt kontinuierlich, gegebe-
nenfalls werden die Probleme, Kompetenzen (Ressourcen, Fähigkeiten,
entsprechende Ziele und Maßnahmen neu überarbeitet, unter Einbe-
ziehung der Bewohner/Patienten/Kunden oder Bezugspersonen.
Die Formulierungshilfen für die Pflegeplanung sind für alle Pflegenden
ein Hilfsmittel, um eine professionelle Pflegeplanung zu erstellen.
Die Pflegeplanung muss der Entwicklung des Pflegeprozesses entsprechen
und kontinuierlich aktualisiert werden.

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4 Pflegediagnosen

Laut NANDA (North American Nursing Diagnosis Association) ist eine


Pflegediagnose die »… klinische Beurteilung der Reaktion eines Individu-
ums, einer Familie oder einer Gemeinschaft auf aktuelle oder potentielle
Gesundheitsprobleme/Lebensprozesse … Pflegediagnosen bilden die
Grundlage einer definitiven Behandlung zur Erreichung von Ergebnissen,
für die die Pflegeperson verantwortlich ist« (NANDA, 1995).

4.1 Medizinische Diagnosen und Pflegediagnosen

In der Medizin verständigt man sich untereinander schon lange mit Hilfe
von Krankheitsdiagnosen. In der Pflege etabliert sich der Umgang mit den
Pflegediagnosen immer mehr. Somit tragen Pflegediagnosen und medizi-
nische Diagnose zusammen zur Ganzheit des Patienten/Bewohners bei.
»Medizinische Diagnosen beschreiben die Gesundheitsprobleme selbst.
Pflegediagnosen beschreiben, wie die Patienten/Bewohner mit diesen
Gesundheitsproblemen zurechtkommen, welche Einschränkungen bzw.
Beeinträchtigungen als Folge der medizinischen Probleme auftreten«
(Messer, 2004:136).

4.2 Geschichte der NANDA

1973 beriefen Kristine Gebbie und Mary Ann Lavin die erste »Task Force«
ein, um Pflegediagnosen zu benennen und zu klassifizieren. Man beschloss,
sich von nun alle zwei Jahre in St. Louis zu treffen. Dr. Marjory Gordon
wurde Vorsitzende der Task Force für nationale Pflegediagnosen-Konfe-
renzen.
An der Universität von St. Louis wurde eine Entwicklungsstelle eingerich-
tet, um Materialien und Unterlagen zur Entwicklung der Pflegediagnosen
zu sammeln. Ein Newsletter und Bibliografien über einzelne diagnostische
Kategorien (später Pflegediagnosen) wurden dort bearbeitet. Dieses Zen-

12
Geschichte der NANDA

trum wurde zur zentralen Schaltstelle der Entwicklung und für die Pla-
nung der Konferenzen. 1974 wurde die erste Konferenz-Veröffentlichung
»Proceedings of the Conference« herausgegeben, der alle zwei Jahre wei-
tere folgten.
1977 nahm die Pflegetheoretikerinnen-Gruppe ihre Arbeit auf. 1982 prä-
sentierten Dr. Callista Roy und andere prominente Theoretikerinnen
(Newman, Rogers, Orem und King) der NANDA und dem Taxonomie-
Komitee eine Struktur für Pflegediagnosen: Die Verhaltensmuster ganz-
heitlicher Menschen.
Die erste nationale »Minimal Data Set«-Konferenz fand 1986 statt, um
Pflegediagnosen als Elemente in einen minimalen pflegerischen Daten-
satz aufzunehmen. Ebenso wurden Richtlinien für die Aufnahme von Pfle-
gediagnosen in die Taxonomie 1 herausgegeben.
1982 wurde die NANDA gegründet, als erste Präsidentin wurde Dr. Mar-
jory Gordon gewählt.
Die ANA (American Nursing Association) bildete 1982 eine Steuergruppe
der NANDA und reichte 1986 die Klassifikation bei der WHO zur Auf-
nahme in die Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD) ein.
Ab 1988 verstärkte die NANDA die internationale Zusammenarbeit. Die
Zeitschrift »Nursing Diagnosis« erschien erstmals 1990; die erste Heraus-
geberin war Rosemary Carroll-Johnson. 1997 wird der Zeitschriftentitel in
»Nursing Diagnosis – The Journal of Nursing Language and Classifica-
tions« geändert.
1997 fand das erste gemeinsame Treffen zwischen NANDA, NIC (Nursing
Interventions Classification) und NOC (Nursing Outcomes Classification)
statt. Es wurde unterstützt durch NursCom und geleitet von Judith War-
ren, Joanne McClosky, Gloria Bulecheck und Meridiane Maas.
1998 feierte die NANDA ihr 25-jähriges Jubiläum in St. Louis, Missouri. Das
Ziel von NANDA International ist es, den Beitrag zu zeigen, den die Pflege
an der Gesamtbetreuung von Patienten hat. Dies geschieht durch die wei-
tere Entwicklung, Verbesserung und Klassifikation von Phänomenen, mit
denen sich die Pflegenden beschäftigen.
(Originaltext übersetzt und zusammengefasst von Maria Müller Staub,
www.nanda.org/html/history2.html und www.nanda.org/html/about.
html).

13
Pflegediagnosen

4.3 Aufbau der Pflegediagnose

In der Regel ist eine Pflegediagnose nach folgenden Prinzipien aufge-


baut:

Diagnosetitel Zusammenfassung des Zustands bzw. Beeinträchtigung


des Patienten/Bewohners

Definition Die Bestimmung eines Begriffs durch Angabe seiner wesentlichen Merkmale

Kennzeichen, Typische Merkmale/Charakteristika, die beobachtbar sind bzw. vom Patienten/


Merkmale Bewohner erläutert oder beschrieben werden. Dabei wird häufig zwischen
subjektiven und objektiven Merkmalen oder Kennzeichen unterschieden.

(vgl. Ehmann 2000:25)

4.4 Pflegediagnosen im Pflegeprozess

Pflegediagnosen bezeichnen einen möglichen Weg zu einem einheitlichen


Pflegeverständnis. Im Zusammenhang mit dem Pflegeprozess stellen
Pflegediagnosen eine wichtige Herausforderung dar: Sie dienen als Grund-
lage und Etablierung einer gemeinsamen Fachsprache in der Pflege.
Eine einheitliche Terminologie hilft der Pflege, eine Informationssamm-
lung gezielt vorzunehmen und aktuelle oder potenzielle Pflegeprobleme
zu benennen und zu beschreiben, die als Grundlage der Erarbeitung von
Pflegezielen und -maßnahmen dienen.
Langfristig betrachtet sind Pflegediagnosen ein unverzichtbares Element
in der täglichen Praxis.

14
Taxonomie

4.5 Wellness-Pflegediagnosen

In den Wellness-Pflegediagnosen geht es um das Erreichen eines besseren


Gesundheitsstatus, wobei ein Zustand körperlicher und geistiger Gesund-
heit bereits feststehen muss. Eine Wellness-Pflegediagnose besteht aus
einem positiven Zustand und gibt dem Patienten/Bewohner eine andere
Orientierungsmöglichkeit für die Pflegeintervention als die Verhinderung
oder Linderung von Defiziten.

4.6 Taxonomie

Von griechisch »Sprachwissenschaft, Teilgebiet der Linguistik, auf das man


durch Segmentierung und Klassifikation sprachlicher Einheiten den Auf-
bau eines Sprachsystems beschreiben will« (Bibliographisches Institut &
F.-A. Brockhaus AG, 2005).

Der Aufbau der Taxonomie


Die Taxonomie II wurde mehrachsig ausgelegt, wodurch die Flexibilität
der Nomenklatur ganz wesentlich verbessert wurde und sich Zusätze und
Modifikationen leicht anfügen ließen.

Die drei Ebenen der Taxonomie

1. Bereich Bereich ist ein Wissensgebiet von Aktivitäten, Untersuchungen


oder Interessen

2. Klassen Eine Klasse ist »eine Untergruppe einer größeren Gruppe; eine Unter-
scheidung von Personen oder Dingen durch Qualität, Reihenfolge oder
Gradierungen« (Roget 1980, 157).

3. Pflegediagnosen »Eine Pflegediagnose ist eine klinische Beurteilung der Reaktion eine
Individuums, einer Familie oder einer Gemeinde/Gemeinschaft auf aktuelle
oder potenzielle Gesundheitsprobleme/Lebensprozesse. Pflegediagnosen
bilden die Grundlage, um Pflegeinterventionen auszuwählen, um Ergeb-
nisse zu erreichen für die Pflegende verantwortlich sind« (NANDA 1991,
p. 65).

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Pflegediagnosen

Die Grundstruktur der neuen NANDA-Taxonomie II ist in folgende 13 Be -


reiche und in Klassen eingeordnet, den die Pflegediagnosen wiederum als
»bestimmende Konzepte« zugeordnet sind.

Bereich Gesundheitsförderung Ernährung Ausscheidung

Klasse Gesundheitsbewusstsein Aufnahme Harnsystem


Gesundheitsmanagement Verdauung Verdauungssystem
Absorption Integumentsystem
Stoffwechsel Atmungssystem
Hydration

Bereich Rollen- Sexualität Coping/ Lebensgrundsätze


beziehungen Stresstoleranz

Klasse Fürsorgerollen Sexuelle Identität Posttraumatische Werte


Familien- Sexualfunktion Reaktionen Überzeugungen
beziehungen Fortpflanzung Bewältigungs- Werte-/Überzeugungs-/
Rollenverhalten reaktionen Handlungskongruenz
Neurobehavioraler
Stress

NANDA INTERNATIONAL (2005–2006): NANDA-Pflegediagnosen. Definition und Klassifikation.

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Taxonomie

Aktivität/Ruhe Wahrnehmung Selbstwahrnehmung


Kognition

Schlaf/Ruhe Aufmerksamkeit Selbstkonzept


Selbstwertgefühl Orientierung Selbstwertgefühl
Körperbild Empfinden/Wahrneh- Körperbild
mung
Kognition
Kommunikation

Sicherheit/Schutz Befinden (Comfort) Wachstum/


Entwicklung

Infektion Körperliches Befinden Wachstum


Umgebungsbezogenes Soziales Befinden Entwicklung
Befinden
Physisch
Verletzung
Gewalt
Umweltgefahren
Körperabwehr
Thermoregulation

17
AEDL nach Krohwinkel

5 AEDL nach Krohwinkel

5.1 AEDL – Kommunizieren können

(Taxonomie II, Bereiche: Perzeption/Kognition, Wahrnehmung/Perzep-


tion, Wahrnehmung/Erkennen)
Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)
Hören
Pflegediagnose Wellness-Pflegediagnose*
䊐 Neglect 䊐 Bereitschaft für ein verbessertes spirituelles
䊐 Wahrnehmungsstörung: visuell, auditiv, Wohlbefinden
kinästhetisch, gustatorisch, taktil, olfaktorisch 䊐 Bereitschaft für ein verbessertes Wissen
䊐 Denkprozesse gestört 䊐 Bereitschaft für eine verbesserte Kommuni-
䊐 Beeinträchtigte Gedächtnisleistung kation
䊐 Akute Verwirrtheit
䊐 Chronische Verwirrtheit 䊐 Verständigung durch lautes Sprechen möglich
䊐 Wissensdefizit (Bedeutet: ein Fehlen oder 䊐 Verständigung durch Hilfsmittel (Hörgerät)
ein Mangel an kognitiven Informationen zu möglich
einem bestimmten Thema, z. B. mangelndes 䊐 Verständigung durch lautes/deutliches
Erinnerungsvermögen) Sprechen (Ablesen von den Lippen möglich)
䊐 Beeinträchtigte verbale Kommunikation 䊐 Kann lesen
䊐 Orientierungsstörung 䊐 Kann schreiben
䊐 Gestörte Denkprozesse 䊐 Kann sich nur durch Mimik/Gestik verstän-
䊐 Beeinträchtigte Gedächtnisleistung digen
(Bedeutet: Unfähigkeit, Informationen oder 䊐 Reagiert auf Ansprache und Geräusche
verhaltensbezogene Handlungen zu erinnern 䊐 Bemüht sich Neues zu erlernen
oder zu behalten) 䊐 Reagiert auf Ansprache
䊐 Kann Blickkontakt herstellen
䊐 Kann Hörgerät selbst einsetzen
䊐 Hört auf linkem/rechtem Ohr gut
䊐 Hört Fernseher mit Kopfhörer
䊐 Hält Kommunikation zu anderen aufrecht
䊐 Kann über Einschränkungen der Hörbehin-
derung sprechen

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft
* Die Pflegediagnosen wurden zitiert nach: NANDA INTERNATIONAL (2005–2006): Nanda-Pflegediagnosen. Definition und Klassifikation. Aus dem
Amerikanischen von Michael Hermann und Jürgen Georg. Deutschsprachige Ausgabe herausgegeben von Jürgen Georg, Bern: Huber Verlag.
18
AEDL – Kommunikation/Orientierung

Ziele Maßnahmen

䊐 Versteht Gesagtes 䊐 Hilfestellung z. Verfüg. stellen (Schreibutensilien,


䊐 Akzeptiert das Hörgerät Hörgerät)
䊐 Akzeptiert Hilfe bei Hörgerät- 䊐 Art der Hilfsmittel
benutzung 䊐 Hörgeräte einsetzen/entfernen
䊐 Benutzt ein funktionstüchtiges 䊐 Unterstützung bei Hilfsmitteleinsatz (Hörgerät)
Hörgerät 䊐 Betont artikuliert sprechen
䊐 Stürze sind vermieden 䊐 Nonverbale Kommunikation
䊐 Blickkontakt herstellen
䊐 Informationen schriftlich mitteilen
䊐 Hörgerät regelmäßig reinigen und/oder Batterie-
wechsel
䊐 Auf der Seite des Hörgeräts sprechen
䊐 Kurze und klare Sätze verwenden
䊐 Fragen stellen, die mit Ja o. Nein beantwortet werden
können
䊐 Bildhaftes Erklären
䊐 Unterstützung bei der Aufrechterhaltung bestehender
Kontakte
䊐 Bei Gleichgewichtsstörungen Unterstützung anbieten,
z. B. beim Gehen, oder Hilfsmittel zur Verfügung
stellen, s. AEDL 2)
䊐 Geduldig sein


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

19
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Pflegeproblem
䊐 Schwerhörigkeit
䊐 Taubheit
䊐 Vorhandenes Hörgerät kann nicht gehand-
habt/akzeptiert werden
䊐 Hörgerät wird nicht benutzt
䊐 Hörvermögen eingeschränkt
䊐 Bewohner versteht Gesprächsteilnehmer
nicht
䊐 Ohrgeräusche
䊐 Gleichgewichtsstörungen

Sprechen
䊐 Kann sich verbal nicht äußern 䊐 Kann sprechen
䊐 Reagiert mit Wut und Trauer 䊐 Sprachfähigkeit teilweise erhalten
䊐 Sprachstörungen (Stottern, Stammeln, Wort- 䊐 Versteht und spricht einige Worte
findungsstörungen) 䊐 Kann sich durch Gestik/Mimik verständigen
䊐 Spricht zu leise, unverständlich 䊐 Kann sich mitteilen
䊐 Kann deutsche Sprache nicht 䊐 Verständigung durch Hilfsmittel
oder nur bruchstückhaft verstehen/sprechen (Schreibutensilien) möglich
䊐 Kann nur undeutlich wegen schlecht 䊐 Kann lesen
sitzendem Zahnersatz sprechen 䊐 Kann schreiben
䊐 Traut sich wegen schlecht sitzendem 䊐 Bemüht sich Neues zu erlernen
Zahnersatz nicht zu sprechen 䊐 Reagiert auf Ansprache
䊐 Spricht erniedrigend, entwertend 䊐 Reagiert auf Ansprache mit Augenzwinkern
䊐 Nonverbale Kommunikation 䊐 Reagiert mit Augenkontakt
䊐 Vollständige Lähmung 䊐 Reagiert auf Bilder
䊐 Kann sich nur mit Mimik/Gestik verständigen 䊐 Führt logopädische Sprachübungen durch
䊐 Verbale Kommunikation beeinträchtigt 䊐 Kann sich mit einfachen Worten verständlich
durch z. B. Aphasie, Demenz machen
䊐 Redefluss unterbrochen, wenn Inhaltswort 䊐 Kann mehrere Worte sprechen,
fehlt z. B.: »Ja«, »Lala« oder »Ball« usw.
䊐 Versteht Gesagtes wegen kognitiver 䊐 Unterhält sich gern mit anderen Personen,
Einschränkung nicht z. B. über Sport, Kultur oder Fernsehsen-
䊐 Undeutliche Aussprache dungen
䊐 Gesichtsfeldausfall 䊐 Liest gern Tageszeitung und spricht über
aktuelle Geschehnisse

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

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AEDL – Kommunikation/Orientierung

Ziele Maßnahmen

䊐 Erfährt mehr Selbstsicherheit durch 䊐 Blickkontakt herstellen


Verbesserung des Sprachvermö- 䊐 Informationen schriftlich mitteilen, z. B. Tafel und
gens Symbole
䊐 Verständigt sich über Gestik und 䊐 Sprachübungen anregen/durchführen
Mimik 䊐 Nur direkte Fragen stellen
䊐 Spricht und versteht besser 䊐 Kurze klare Sätze benutzen
䊐 Akzeptiert Zahnersatz 䊐 Aktives Zuhören
䊐 Überprüft seinen Kommunikations- 䊐 Anleitung/Unterstützung bei Hilfsmitteleinsatz
stil (Sprechkanülen)
䊐 Kommuniziert, ohne Mitmenschen 䊐 Art der Hilfsmittel
zu verletzen 䊐 Auf gut sitzenden Zahnersatz achten
䊐 Teilt eigene Bedürfnisse/Wünsche 䊐 Zum Sprechen motivieren
mit 䊐 Zeit lassen beim Sprechen
䊐 Vorhandene Sprachfähigkeiten sind 䊐 Bei Fremdsprache für geeignete Übersetzung sorgen
erhalten 䊐 Gespräch führen und Patient/Bewohner miteinbe-
䊐 Zahnersatz ist angepasst ziehen
䊐 Kann Wut, Ärger und Aggression in 䊐 Nonverbale Kommunikation
adäquater Weise mitteilen 䊐 Basale Stimulaton
䊐 Möglichkeit der Validation ist 䊐 Musik
gefunden 䊐 Sozialer Isolation vorbeugen
䊐 Fragen stellen, die mit Ja oder Nein zu beantworten
sind
䊐 Patient/Bewohner das Gefühl geben, sich normal
unterhalten zu können

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

21
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


䊐 Spricht im Singsang, spricht dauernd 䊐 Unterhält sich gern über die Vergangenheit
dieselbe Melodie 䊐 Kommuniziert gern mit anderen
䊐 Laufende Wiederholung des Gesagten 䊐 Kann seine Bedürfnisse und Wünsche
䊐 Sprachinhalte nicht/oder nur zum Teil nach- mitteilen
vollziehbar 䊐 Reagiert auf Berührung mit leichtem
䊐 Schreiben und Lesen nur eingeschränkt oder Jammern
gar nicht mehr möglich 䊐 Kann auf Dinge zeigen
䊐 Atemnot beim Sprechen 䊐 Kann sich wunschgemäß ausdrücken
䊐 Kontaktaufnahme gestört durch Sprach- 䊐 Spricht Menschen an, von denen er sich
unfähigkeit angesprochen fühlt
䊐 Kontaktaufnahme gestört durch Isolation 䊐 Kann je nach Tagesform ohne Wortfindungs-
(kann Wohnung nicht allein verlassen) störungen sprechen
䊐 Akzeptiert Regeln der Kommunikation
䊐 Nonverbale Kommunikation
Sehen
䊐 Hat eingeschränktes Sehvermögen 䊐 Nimmt Hilfsmittel/Orientierungshilfen
䊐 Hat eingeschränktes Sehvermögen, (Leselupe, Hörgerät etc.)
trotz optimaler Sehhilfe 䊐 Hat gut ausgebildeten Tastsinn
䊐 Fehlende Hell-Dunkel-Adaption 䊐 Bemüht sich Neues zu erlernen
䊐 Augenerkrankung 䊐 Kann Brille oder Kontaktlinsen selbst
䊐 Grauer Star/Grüner Star benutzen
䊐 Altersbedingte Durchblutungsstörung 䊐 Nimmt gern am sozialen Leben teil
der Netzhaut 䊐 Findet sich in der näheren Umgebung
䊐 Trockenheit der Augen zurecht
䊐 Ist blind 䊐 Kennt den Weg zwischen Zimmer
䊐 Hat eine Gesichtsfeldeinschränkung und Speisesaal
䊐 Kann nicht lesen 䊐 Nimmt gern Hilfe an
䊐 Kann nicht schreiben 䊐 Benutzt elektronische Orientierungshilfen
䊐 Reagiert lichtempfindlich 䊐 Hört gern Hörbücher
䊐 Kann Farben nicht unterscheiden
䊐 Hat tränende oder entzündete Augen beim
Lesen oder Fernsehen
䊐 Geht unsicher, reagiert unsicher, verletzt sich
häufig

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

22
AEDL – Kommunikation/Orientierung

Ziele Maßnahmen
䊐 Wichtige Gegenstände in Reichweite stellen
䊐 Aktives Zuhören (Aufmerksamkeit, Konzentration und
Interesse zeigen)
䊐 Radio und TV bereitstellen/einschalten
䊐 Besuch und Kontakt fördern
䊐 Muttersprache nutzen, z. B. Guten Morgen

䊐 Validation
䊐 Auf Gefühlsleben eingehen
䊐 Ruhe ausdrücken, Geduld haben und Patient/
Bewohner ausreden lassen
䊐 Schlüsselwörter erkennen und verwenden

䊐 Akzeptiert die Brille 䊐 Anleitung, die täglichen Verrichtungen selbstständig


䊐 Besitzt angepasste Sehhilfe durchzuführen
䊐 Findet Brille am Stammplatz wieder 䊐 Hilfestellung geben, z. B. Brille aufsetzen
䊐 Benutzt Kontakthilfen (technische 䊐 Gegenstände an vereinbarten Orten hinterlegen
Hilfen) und absichern
䊐 Stürze sind vermieden 䊐 Brille reinigen
䊐 Orientierungsvermögen stärken, Angst und Unsicher-
heit nehmen, z. B. Wege, Umgebung anpassen
䊐 Sicherheit gewährleisten (z. B. Stolperfallen
vermeiden)
䊐 Für regelmäßige Augenarztkontrollen sorgen
䊐 Medikamente, z. B. Augentropfen bzw. Salbe,
verabreichen


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

23
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Orientierung
䊐 Zeitlich teilweise orientiert 䊐 Zeitlich teilweise orientiert
䊐 Zeitlich nicht orientiert 䊐 Persönlich teilweise orientiert
䊐 Persönlich teilweise orientiert 䊐 Örtlich teilweise orientiert
䊐 Persönlich nicht orientiert 䊐 Situativ teilweise orientiert
䊐 Örtlich teilweise orientiert 䊐 Ist orientiert
䊐 Örtlich nicht orientiert 䊐 Kennt Personen und Gegenstände
䊐 Situativ teilweise orientiert 䊐 Freut sich, wenn Besuch kommt
䊐 Situativ nicht orientiert
䊐 Wahrnehmungsstörungen 䊐 Erkennt Orientierungshilfe,
z. B. Bild an der Zimmertür
䊐 Weglauftendenz 䊐 Reagiert positiv auf Validation
䊐 Läuft ziellos umher, ist unruhig, aufgeregt 䊐 Erkennt Personal
䊐 Tag-/Nacht-Umkehr 䊐 Erkennt je nach Tagesform Personen
䊐 Konzentration eingeschränkt und Gegenstände
䊐 Gedankenabrisse 䊐 Fühlt sich in Gemeinschaft wohl
䊐 Bestehlungswahn 䊐 Geht auf andere zu
䊐 Erlebt die Wirklichkeit nur bruchstückhaft 䊐 Hat Vertrauen
䊐 Zeigt wenig Interesse an der Umgebung 䊐 Kann Bedürfnisse und Wünsche ausdrücken
䊐 Verzögerte Entscheidungsfindung oder 䊐 Spricht gern über Erinnerungen
Schwanken zwischen Alternativen 䊐 Ist zur eigenen Person orieniert
䊐 Äußert Gefühl von Verzweiflung, 䊐 Findet sich im Wohnbereich zurecht
z. B. eine Entscheidung zu treffen
䊐 Beeinträchtigte Fähigkeit, sich an jüngste
Ereignisse, Informationen, Aktivitäten,
Namen und Orte zu erinnern
䊐 Beeinträchtigte Erinnerungsfähigkeit, ob
eine bestimmte Handlung ausgeführt wurde
oder auszuführen ist
䊐 Beeinträchtigte Fähigkeit, sich an bestimmte
Gedächtnisinhalte zu erinnern
䊐 Beeinträchtigte Fähigkeit, bestimmte Verhal-
tensweisen abzurufen
䊐 Vergessen einer Verhaltensweise

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

24
AEDL – Kommunikation/Orientierung

Ziele Maßnahmen

䊐 Fühlt sich sicher 䊐 Orientierungshilfen geben (Kalender, Uhr, Farben,


䊐 Ist orientiert Wege)
䊐 Ist angstfrei 䊐 Beaufsichtigung des Patienten/Bewohners
䊐 Fühlt sich in seiner Umwelt sicher 䊐 Gegenstände an vereinbarten Orten hinterlegen
䊐 Hat seinen Tag strukturiert und absichern
䊐 Findet sich zurecht 䊐 Für gleich bleibenden Tagesablauf sorgen
䊐 Sicheres Umfeld 䊐 Situation erklären
䊐 Findet sich in der Umgebung 䊐 Gedächtnistraining
zurecht 䊐 Angehörige/Bezugsperson mit einbeziehen
䊐 Erkennt Einrichtungsgegenstände 䊐 Einbeziehen in den Tagesablauf
䊐 Nutzt Orientierungshilfen 䊐 Beschäftigung anbieten, einbeziehen und auf Fähig-
keiten eingehen
Sonstiges 䊐 Auf Normalität achten
䊐 Fühlt sich wohl 䊐 Validation
䊐 Pflegt Kontakt zu den Bewohnern 䊐 In klaren einfachen Schritten anleiten
und Mitarbeitern 䊐 Patient/Bewohner immer mit Namen ansprechen
䊐 Hat Vertrauen
䊐 Signalisiert Vertrauen zu … Einschalten weitere Berufsgruppen
䊐 Fühlt sich akzeptiert und ange- 䊐 Logopädie
nommen 䊐 Ergotherapie
䊐 Geht mit Hilfsmitteln um 䊐 Facharzt
䊐 Hat Selbstvertrauen
䊐 Benutzt Hilfsmittel 䊐 Angehörigenarbeit
(Radio, Fernseher)
䊐 Schätzt seine Einschränkung 䊐 Desorientierungsprophylaxe
richtig ein 䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Akzeptiert seine Situation 䊐 Krankheitsbedingte Risikofakoren ausschließen
䊐 Erkennt schmerzauslösende bzw. vermindern
Faktoren 䊐 Orientierendes Verhalten umsetzen
䊐 Nimmt Gefühle wahr und lässt sie 䊐 Angst auslösende Situationen entschärfen
zu 䊐 Gedächtnistraining anregen
䊐 Nimmt Bedürfnisse und Wünsche 䊐 Auf mögliches selbstgefährdendes und aggresives
wahr Verhalten achten
䊐 Nimmt Wut, Ärger und Aggression 䊐 Auf Weglaufdendenz und Umtriebigkeit achten
in adäquater Weise wahr


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

25
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Wahrnehmungsstörungen
䊐 Beeinträchtigte Wahrnehmung
䊐 Beeinträchtigte Fähigkeit, Vorstellungen zu
erfassen und oder zu ordnen
䊐 Aufmerksamkeits-/Konzentrationsdefizit
䊐 Eingeschränkte Fähigkeit, längere Zeit
aufmerksam zu sein
䊐 Fehlen der Fähigkeit, die Aufmerksamkeit/
Konzentration länger auf ein Ziel zu leiten
䊐 Unruhe

Beispiel
Pflegediagnose 䊐 Findet sich in der näheren Umgebung
䊐 Eingeschränkte Sehfähigkeit zurecht
䊐 Kann Brille allein putzen und aufsetzen
Pflegeproblem 䊐 Hört gern Hörspiele (Krimis)
䊐 Altersbedingte Durchblutungsstörung 䊐 Kann gut mit Telefon (große Tasten/Kurz-
der Netzhaut wahl) umgehen
䊐 Telefoniert täglich mit Angehörigen
䊐 Unterhält sich gern mit anderen Mit-
bewohnern

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

26
AEDL – Kommunikation/Orientierung

Ziele Maßnahmen
䊐 Nimmt Kontrolluntersuchungen 䊐 Sturzprophylaxe
regelmäßig wahr 䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Isolation ist vermieden – Integra- 䊐 Einschätzen des Risikos und allgemeiner Hilfestellung
tion ist gefördert 䊐 Hindernisse und Gefahren beseitigen
䊐 Sozialkontakte des Bewohners sind 䊐 Begleitung anbieten
erhalten 䊐 Geeignete Halt- und Stützmöglichkeiten bieten
䊐 Reagiert mit Entspannug auf 䊐 Beachtung und Berücksichtigung medizinischer
Körperkontakt Gefahren
䊐 Passive Schutzmaßnahmen zur Verfügung stellen,
z. B. Hüftprotektoren
䊐 Patient/Bewohner auffordern, sich zu melden,
wenn er Hilfe braucht

䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind 䊐 Sicherheit gewährleisten (z. B. Stolperfallen


erhalten und gefördert, z. B. beseitigen)
Umgang mit technischen Hilfen 䊐 Orientierungsvermögen, Angst und Unsicherheit
(Telefon) nehmen, z. B. Wege, Umgebung anpassen
䊐 Findet sich in der weiteren Umge- 䊐 Darauf achten, dass alles am gewohnten Platz liegt
bung zurecht 䊐 Einbeziehen/Auffordern/Begleiten des Patienten/
䊐 Kontakt zu Angehörigen ist Bewohners zu Angeboten des Hauses, z. B.
erhalten Gesprächskreis, Lesungen, Gedächtnistraining

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

27
AEDL nach Krohwinkel

5.2 AEDL – Sich bewegen können

(Taxonomie II, Bereiche: Aktivität/Bewegung Aktivität/Ruhe, Wahrneh-


mung/Kognition, Gesundheitsförderung/Gesundheitsmanagement, Befin-
den, Sicherheit)
Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)
Pflegediagnose Wellness-Pflegediagnose
䊐 Beeinträchtigte Bett-Mobilität 䊐 Bereitschaft für eine verbesserte Bewegung
䊐 Beeinträchtigte Gehfähigkeit
䊐 Beeinträchtigte körperliche Mobilität 䊐 Kann Mikrobewegungen ausführen,
䊐 Beeinträchtigte Rollstuhlmobilität z. B. Kopf drehen
䊐 Beeinträchtigte Transferfähigkeit 䊐 Reagiert auf basale Stimulation mit Muskel-
䊐 Bewegungsmangel entspannung
䊐 Gefahr eines Immobilitätssyndrom 䊐 Ist motiviert und arbeitet aktiv an der
䊐 Ruheloses Umhergehen Vermeidung von Kontrakturen mit, durch
䊐 Beschäftigungsdefizit aktive Bewegungsübungen, z. B. Heben der
䊐 Erschöpfung (Bedeutet: Müdigkeitsgefühl Beine
und verminderte Fähigkeit, körperliche und 䊐 Kann aktiv bei der Vermeidung von Throm-
geistige Arbeit zu leisten z. B. körperliche bosen mitarbeiten, z. B. Hochlegen der
Beschwerden) Beine, Füße kreisen lassen
䊐 Aktivitätstoleranz (Bedeutet: Ungenügende 䊐 Kann aktiv an der Vermeidung von Deku-
physische oder psychische Kraft oder bitus mitarbeiten (durch kleine Positions-
Energie, um erforderliche oder erwünschte wechsel im Bett)
alltägliche Aktivitäten durchzuhalten oder 䊐 Ist motiviert/will sich bewegen
auszuführen) 䊐 Kann allein Bett verlassen
䊐 Akute Schmerzen 䊐 Kann sich selbstständig im Rollstuhl fort-
䊐 Chornische Schmerzen bewegen
䊐 Sturzgefahr 䊐 Kann sich selbstständig mit Gehhilfen fort-
䊐 Beeinträchtigte Haushaltsführung bewegen
䊐 Schätzt eigene Situation realistisch ein
Pflegeproblem 䊐 Kann sich selbstständig bewegen
Kann nicht allein 䊐 Kann Schmerzen mitteilen
䊐 gehen/stehen/sitzen/Treppen steigen 䊐 Kann Schmerzen durch (Jammern/Stöhnen)
äußern
Kann nicht 䊐 Kann Schmerzen nonverbal durch Mimik/
䊐 gehen/stehen/sitzen/Treppen steigen Gestik äußern

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

28
AEDL – Sich bewegen

Ziele Maßnahmen
䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind Hilfestellung beim
erhalten und gefördert, z. B. kurze 䊐 Gehen
Strecken gehen, aktive Bewegungs- 䊐 Stehen
übungen 䊐 Treppensteigen
䊐 Bewegt eingeschränkt Kopf, Ober- 䊐 In sitzende Position bringen
körper, Extremitäten 䊐 Eine Pflegekraft erforderlich
䊐 Bewegt Kopf, Oberkörper, Extremi- 䊐 Zwei Pflegekräfte erforderlich
täten ohne Einschränkung
䊐 Ist selbstsicher/motiviert Hilfestellung beim Transfer
䊐 Sitzt/steht/geht mit Hilfe 䊐 Vollübernahme des Transfers nach kinästhetischen
䊐 Liegt bequem, hat keine Kontrak- Regeln
turen 䊐 Bett
䊐 Vorhandene Beweglichkeit ist 䊐 Stuhl
erhalten und gefördert 䊐 Rollstuhl
䊐 Hält Gleichgewicht beim Sitzen auf 䊐 Toilette
Bettkante 䊐 Bad
䊐 Steht mit Unterstützung vor dem 䊐 Dusche
Bett 䊐 Eine Pflegekraft erforderlich
䊐 Steht selbstständig vor dem Bett 䊐 Zwei Pflegekräfte erforderlich
䊐 Kann sich sicher im Zimmer
bewegen/mit/ohne Hilfe 䊐 Bewohner mit Rollstuhl ins Bad/Duschbad fahren
䊐 Kann allein aus dem Bett aufstehen 䊐 Bewohner mit Rollstuhl in den Speisesaal fahren
䊐 Kann allein zu Bett gehen 䊐 Bobath wird angewendet
䊐 Geht sicher und angstfrei 䊐 Hilfestellung beim Mobilisieren
䊐 Führt den Transfer mit Hilfe/selbst- 䊐 Zum Sitzen am Bettrand verhelfen
ständig durch 䊐 Hausschuhe anziehen
䊐 Wendet Hilfsmittel mit Hilfe/selbst- 䊐 Auf festes Schuhwerk achten
ständig an 䊐 Hilfsmittel bereitstellen, z. B. Rollator, Rollstuhl,
䊐 Fühlt sich sicher Gehstock
䊐 Akzeptiert eigene Schwäche 䊐 Begleitung und Unterstützung beim Gehen
䊐 Kann mit Schmerzen umgehen 䊐 Begleitung in den Speisesaal

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

29
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Kann 䊐 Äußert Schmerzlinderung und Muskel-
䊐 Kopf/Rumpf/Extremitäten nicht bewegen entspannung
䊐 Kopf/Rumpf/Extremitäten teilweise bewegen 䊐 Kann sich in gewohnter Umgebung teil-
weise/selbstständig fortbewegen
Bettlägerigkeit 䊐 Toleriert nur bestimmte Lage beim Mobili-
䊐 Immobilität/Mobilisation nicht möglich/ sieren, z. B. nur Rücken oder rechte Seite
fest bettlägerig 䊐 Kann beim Transfer mithelfen, z. B. durch
䊐 Kann Lage im Bett nicht selbstständig Stehen und Festhalten an der Pflegekraft
verändern oder Haltemöglichkeiten
Kann nicht selbstständig 䊐 Hilft beim Mobilisieren/Lagern durch
䊐 Aufstehen Abstützen mit den Füßen
䊐 Zubettgehen 䊐 Kann im Rollstuhl die Position halten,
䊐 Kann Transfer nicht eigenständig durch- ca. 1–2 Std.
führen 䊐 Kann sich mit Leichtlaufrollstuhl selbst
䊐 Angst/Unsicherheit beim Transfer bewegen
䊐 Geht gern zur Gymnastik
Gangart 䊐 Kann Wünsche und Bedürfnisse äußern
䊐 Langsam 䊐 Kann Wohnung allein verlassen
䊐 Kraftlos 䊐 Geht täglich gern in den Garten spazieren
䊐 Schlurfend 䊐 Läuft täglich zweimal den Flur der Einrich-
䊐 Unsicher tung rauf und runter
䊐 Trippelnd 䊐 Geht mit Angehörigen alle zwei Tage außer
Haus
Bewegungsstörung 䊐 Geht täglich in die Stadt (nur mit Rollator)
䊐 Kann re./li. Körperhälfte nicht wahrnehmen 䊐 Geht gern zu Veranstaltungen/Angeboten
䊐 Gesteigerter Bewegungsdrang im Haus/außer Haus
䊐 Leidet unter Bewegungsarmut/-mangel
䊐 Koordinationsstörungen
䊐 Sturzgefahr
䊐 Kraftlosigkeit und muskuläre Schwächen
䊐 Muskelschmerzen und Verhärtungen, Spastik
䊐 Kann Bewegungsabläufe nicht mehr koordi-
nieren
䊐 Kann nur kurze Strecken gehen

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

30
AEDL – Sich bewegen

Ziele Maßnahmen
䊐 Gründe für Schmerzen sind erkannt 䊐 Zur Teilnahme an bewegungsfördernden Angeboten
䊐 Schmerzen sind gelindert bzw. im Haus oder außer Haus erinnern/ermuntern/
Schmerzfreiheit begleiten
䊐 Thrombosegefahr ist vermieden
䊐 Sturzgefahr ist vermieden 䊐 Erkennen von Weglauftendenz und Maßnahmen
䊐 Kontrakturen sind vermieden einleiten
䊐 Dekubitus ist vermieden 䊐 Erkennen von hohem Bewegungsdrang/Erschöpfungs-
䊐 Liegt bequem, hat keinen Deku- zuständen
bitus 䊐 Auf Bewohner ruhig zugehen, Ruhemöglichkeiten wie
䊐 Dekubitusgefährdete Körperregi- Stuhl oder Sessel anbieten, ruhige Musik spielen und
onen sind frei von dauernden ablenken, z. B. Einbeziehen in Aktivitäten
Druckbelastung 䊐 Validieren
䊐 Kann angestrebte Örtlichkeiten
(z. B. Toilette, Veranstaltungen, Lagerung/Mobilisation/Bewegungsplan
Speiseraum) mit Hilfe bzw. mit 䊐 Mobilisation/Lagerung nach Standard
Hilfsmitteln/selbstständig auf- 䊐 Individuelle Lagerung/Mobilisation/Bewegung
suchen 䊐 Lagerung/Mobilisation nach Bewohnerwünschen
䊐 Rechte Körperhälfte ist mitein- 䊐 Lagerung/Mobilisation z. B. nur auf z. B. Rücken
bezogen oder rechter/linker Seite möglich
䊐 Linke Körperhälfte ist mitein- 䊐 Bei Lagerung/Mobilisation auf Schmerzfreiheit achten
bezogen (gegebenfalls vor Lagerung Schmerztherapie mit
䊐 Gelähmte Körperhälfte wird akzep- einbeziehen)
tiert 䊐 Konsequente Druckentlastung von gefährteten Körper-
䊐 Intakte Haut regionen
䊐 Selbstbestimmung am sozialen 䊐 Mobilisieren in den Rollstuhl von ca. 8:30 bis
Leben ist erhalten 12:30 Uhr und von 14:30 bis ca.19:30 Uhr
䊐 Eine Pflegekraft erforderlich
䊐 Zwei Pflegekräfte erforderlich

Art der Hilfsmittel, z. B.


䊐 Lagerungskissen
䊐 Wechseldruckmatratze (immer Einstellung
überprüfen)
䊐 Lifter


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

31
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Thrombosegefahr
䊐 Venöse Stauung: Umfangzunahme
der betroffenen Extremitäten
䊐 Betroffene Extremität gerötet, Überwär-
mung
䊐 Schweregefühl, Taubheitsgefühl, Ameisen-
laufen, Brennen und Kribbeln in den betrof-
fenen Extremitäten, Fußsohlenschmerz
䊐 Schmerzen entlang der Beinvene(n)

Kontrakturgefahr
䊐 Fehlende Gelenkbeweglichkeit
䊐 Schmerzen beim Bewegen von Gelenken
䊐 Gelenk lässt sich nicht mehr vollständig
beugen, strecken, ab- oder adduzieren

Dekubitusgefahr
䊐 Verminderte Haut- und Gewebedurch-
blutung
䊐 Vorgeschädigte Haut/Gewebe
䊐 Immobilität (Koma, Sedierung)
䊐 Stoffwechselerkrankung
䊐 Inkontinenz
䊐 Adipositas

Sturzgefahr
䊐 Bewegungsapparat ist eingeschränkt
䊐 Neurologische Ausfälle
䊐 Bewusstseinsstörung
䊐 Herz-/Kreislauferkrankungen
䊐 Gleichgewichtsstörungen
䊐 Schwindelgefühl
䊐 Sehstörungen

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

32
AEDL – Sich bewegen

Ziele Maßnahmen
Prophylaxen
Kontrakturprophylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Mobilisation/Lagerung nach Standard oder Wunsch
䊐 Aktive Bewegungsübungen, z. B. Geh- und Steh-
übungen
䊐 Bewegungsübungen werden mit KG abgestimmt
und ausgeführt
䊐 Passive Bewegungsübungen
䊐 Regelmäßige Bewegung kontrakturgefährdeter
Gelenke ist sichergestellt
䊐 Vorsicht bei Schlaganfall!
Es können spastische Reaktionen ausgelöst werden
䊐 Bewegungsübungen sind in den Pflegeablauf inte-
griert

Aktive Bewegungsübungen
䊐 Übungen beschreiben
䊐 Aktive Bewegungsübungen am Morgen bei der
Körperpflege und am Abend bei der Abendtoilette

Passive Bewegungsübungen
䊐 Übungen beschreiben
䊐 Passive Bewegungsübungen aller großen Gelenke
immer beim Lagern/Bewegen/Mobilisieren

Thrombosephylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Beobachten und rechzeitiges Erkennen von Throm-
bose-Frühzeichen
䊐 Förderung der Durchblutung durch Mobilisations-
und Bewegungsübungen
䊐 Lagerung und Lageveränderung
䊐 Antithrombosestrümpfe nach Maß
䊐 Wickeln der Beine nur im Liegen 쑺
Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

33
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

34
AEDL – Sich bewegen

Ziele Maßnahmen
䊐 An- und Ausziehen der Antithromposestrümpfe/
Binden immer nur beim liegenden Patient/Bewohner
䊐 Während der Körperpflegemaßnahmen Arme/Beine
herzwärts ausstreichen (nicht bei Verdacht auf Throm-
bose, arterielle Durchblutungsstörungen, ausgepägte
Varikosis, Phlebitis)

Sturzprophylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Einschätzen des Risikos und allgemeine Hilfestellung
䊐 Hindernisse und Gefahren beseitigen
䊐 Begleitung anbieten
䊐 Geeignete Halt- und Stützmöglichkeiten bieten
䊐 Beachtung und Berücksichtigung medizinischer
Gefahren
䊐 Passive Schutzmaßnahmen zur Verfügung stellen,
z. B. Hüftprotektoren
䊐 Bewohner auffordern, sich zu melden, wenn er Hilfe
braucht
䊐 Geeignete Hilfsmittel anbieten

Dekubitusprophylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Mobilität erhalten und fördern
䊐 Mobilisation/Lagerung nach Standard oder Wunsch
䊐 Beobachtung der Hautverhältnisse
䊐 Haut und Körperpflege
䊐 Eiweis- und vitamienreiche Kost
䊐 Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten

Lagerungshilfsmittel
䊐 Geeignete Materialien für eine Druckentlastung
einbeziehen
䊐 Dekubitusmatratze/Wechseldruckmatratze
䊐 Dekubitussitzkissen für Rollstuhl
䊐 Gelauflagen
䊐 Braden-Skala anwenden (1 x monatlich)
oder bei Bedarf 쑺
Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

35
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)

Beispiel
Pflegediagnose 䊐 Läuft täglich zweimal den Flur der Einrich-
䊐 Eingeschränkte Bewegungsfähigkeit tung rauf und runter (mit Rollator und
Begleitung)
Pflegeproblem 䊐 Geht gern zur Gymnastik und zu Angeboten
䊐 Sehstörungen im Haus, aber nur mit Begleitung
䊐 Kann nur kurze Strecken gehen, ist unsicher 䊐 Findet sich im eigenen Zimmer zurecht und
und ängstlich läuft selbstständig mit Rollator im Zimmer

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

36
AEDL – Sich bewegen

Ziele Maßnahmen
Anwendung freiheitsentziehender Maßnahmen
䊐 Nach richterlicher Anordnung
䊐 Gurt im Rollstuhl (Uhrzeit/HZ)
䊐 Therapietisch (Uhrzeit/HZ)
䊐 Bettgitter (während der Bettruhe z. B. von 13:00
bis 14:00 Uhr/von 20:00 bis 7:00 Uhr)
䊐 Bettgurt (Uhrzeit/HZ)
䊐 Engmaschige Kontrollen
䊐 Eine Pflegekraft erforderlich
䊐 Zwei Pflegekräfte erforderlich
䊐 Auf Dekubituszeichen achten
䊐 Schmerzen lindern
䊐 Ärztliche Anordnung ausführen

Einschalten weiterer Berufsgruppen


䊐 Logopädie
䊐 Ergotherapie
䊐 Facharzt
䊐 Arzt
䊐 Krankengymnastik

䊐 Sturzgefahr ist vermieden 䊐 Auf festes Schuhwerk achten


䊐 Unsicherheit und Angst sind 䊐 Aktive Bewegungsübungen am Morgen bei der
vermieden durch Anwendung von Körperpflege und am Abend bei der Abendtoilette
Hilfsmitteln 䊐 Zur Teilnahme an bewegungsfördernden Angeboten
䊐 Findet sich in der weiteren Umge- im Haus oder außer Haus begleiten und aufmuntern,
bung zurecht allein zu gehen
䊐 Hilfsmittel bereitstellen (Rollator) und auffordern,
diesen zu benutzen

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

37
AEDL nach Krohwinkel

5.3 AEDL – Vitale Funktionen des Lebens


aufrechterhalten können

(Taxonomie II, Bereiche: Aktivität/Bewegung Aktivität/Ruhe, Sicherheit/


Schutz, Ausscheidung)
Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)
Pflegediagnose 䊐 Ist kooperativ
䊐 Verminderte Herzleistung 䊐 Zieht Weste an, wenn es kalt ist
䊐 Gefahr einer unausgeglichenen Körpertem- 䊐 Zieht bei kalten Füßen dicke Socken an
peratur 䊐 Lehnt das Tragen von dicken Socken ab
䊐 Hyperthermie 䊐 Nimmt Hilfestellung an
䊐 Hypothermie 䊐 Ist motiviert sich mit der Situation ausein-
䊐 Unwirksame Wärmeregulierung ander zu setzen
䊐 Durchblutungsstörung: kardiopulmonale, 䊐 Kann sich mitteilen
renale, zerebrale, gastrointestinal periphere) 䊐 Ist mobil
䊐 Infektionsgefahr 䊐 Ist orientiert
䊐 Unwirksamer Atemvorgang (Bedeutet: Inspi- 䊐 Kennt eigene körperliche Belastbarkeit und
rations- und/oder Expirationsvorgang, der Fähigkeit
nicht 䊐 Kennt die Normalwerte und kann mit Mess-
zu einer adäquaten Belüftung der Lunge gerät umgehen (BZ)
führt) 䊐 Schreibt Werte selbst auf
䊐 Unwirksame Selbstreinigung der Atemwege 䊐 Kann Flüssigkeit zu sich nehmen
䊐 Beeinträchtigter Gasaustausch (Bedeutet: 䊐 Akzeptiert Hilfsmittel wie Inhalator
Übermäßiger oder zu geringer Sauerstoff- 䊐 Kann Sauerstoffgerät selbst benutzen
und/oder Kohlendioxidaustausch in den 䊐 Kann Atemtechnik anwenden und dadurch
Alveolarkapillaren) Atemnot vorbeugen
䊐 Kann Situation einschätzen, bleibt ruhig und
Pflegeproblem gelassen
Wärme- und Kälteempfinden 䊐 Akzeptiert Einschränkungen
䊐 Friert leicht 䊐 Kann mit Einschränkungen umgehen
䊐 Hat ständig kalte Füße (z. B. Aufsetzen bei Atemnot)
䊐 Hat ständig kalte Hände 䊐 Kann sich bei Unwohlsein bei Nachbarn
䊐 Durchblutungsstörungen melden
䊐 Starke Schweißabsonderungen

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

38
AEDL – Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten können

Ziele Maßnahmen
䊐 Hat normale Körpertemperatur 䊐 Verabreichen der verordneten Medikamente
䊐 Trägt keine synthetische Kleidung 䊐 Unterstützung bei Ausführungen der ärztlichen
䊐 Ist gepflegt und fühlt sich wohl Anordnungen
䊐 Hat stabilen Blutdruck, den 䊐 Blutzuckermessung nach ärztlicher Anordnung
Kreislaufverhältnissen entsprechend 䊐 Blutdruckmessung nach ärztlicher Anordnung,
䊐 Ist weitestgehend beschwerdefrei z. B. 1 x tägl.
䊐 Hat eine normale/freie Atmung 䊐 Pulsmessung
䊐 Kann mit Sauerstoffgerät umgehen 䊐 Temperaturmessung
䊐 Kann Sekret abhusten 䊐 Kreislauffördernde Waschungen
䊐 Sekretfreie Atemwege 䊐 Anziehen von warmen Strümpfen/Socken, z. B. am
䊐 Besitzt eine intakte Atemschleim- Abend
haut 䊐 Einreibungen der Füße
䊐 Ist ausreichend versorgt mit Sauer- 䊐 Fußbad am Abend
stoff/ Frischluft 䊐
䊐 Empfindet Erleichterung beim 䊐
Atmen und Abhusten 䊐 Hilfestellung beim Abhusten
䊐 Kennt Techniken zum Abhusten und 䊐 Sekret absaugen
Atemübungen und kann diese 䊐 Unterstützung bei der Inhalation
einsetzen 䊐 Inhalieren
䊐 Pneumoniegefahr ist frühzeitig 䊐 Sauerstoffgerät bereitstellen und einsetzen
erkannt 䊐 Luftbefeuchtung
䊐 Erkennt Notwendigkeit der 䊐 Atem stimulierende Einreibungen
Maßnahmen 䊐 Atmungsfördernde Bewegungsübungen im Rahmen
䊐 Komplikationen sind frühzeitig der Pflege
erkannt/wird vorgebeugt 䊐 Schleimlösende Tees anbieten
䊐 Komplikationen sind vermieden 䊐 Lagerung zur Erleichterung des Atmens
䊐 Verschlechterung des Krankheits- 䊐
bildes ist frühzeitig erkannt 䊐
䊐 Auslösende Faktoren sind 䊐 Ausscheidungen überprüfen (Menge, Konsistenz,
vermieden Farbe)
䊐 Sicherheit im Wohnumfeld 䊐

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

39
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Herz-Kreislauf
䊐 Hypertonie
䊐 Hypotonie
䊐 Herzklopfen
䊐 Nasenbluten
䊐 Schwindel
䊐 Ohrensausen

Atmung
䊐 Atemnot
䊐 Atemnot bei Anstrengung
䊐 Sauerstoffmangel
䊐 Benötigt Sauerstoffgaben
䊐 Abhängig von Hilfsmitteln, z. B. Sauerstoff-
gerät
䊐 Hat verschleimte Atemwege
䊐 Husten und Atemgeräusche
䊐 Schmerzen beim Atmen
䊐 Oberflächliche Atmung
䊐 Atemnot bei Angst und Erregungszuständen

Pneumoniegefahr
䊐 Chronische Lungenerkrankung
䊐 Allgemeine Abwehrschwäche
䊐 Herzerkrankung
䊐 Sekretstau im Bronchialsystem
䊐 Aspiration
䊐 Verminderte Lungenbelüftung
䊐 Absteigende Infektionen durch Mund-,
Nasen und Rachenraum
䊐 Adipositas
䊐 Immobil bettlägerig

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

40
AEDL – Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten können

Ziele Maßnahmen

䊐 Aromatherapie
䊐 Hochlagern der Beine
䊐 Angemessene Flüssigkeitszufuhr
䊐 Flüssigkeitsbilanz und regelmäßige Gewichtskontrolle
䊐 Beruhigende Gespräche
䊐 Beratung bezüglich des Umgangs mit der Erkrankung

Einschalten weiterer Berufsgruppen



Pneumonieprophylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Atemgymnastik
䊐 Richtige Atemtechnik unterstützen
䊐 Atem unterstützende Lagerungen
䊐 Atem stimulierende Rückeneinreibung
䊐 Inhalationen
䊐 Hilfe beim Abhusten
䊐 Schlucktraining
䊐 Frischluftzufuhr
䊐 Sekretverflüssigung/-lösung, z. B. Anfeuchten der
Atemluft
䊐 Mobilisation erhalten und fördern, z. B. Arme über
Kopf strecken und mit den Händen Greifübungen
durchführen


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

41
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Bewusstsein
䊐 Benommenheit
䊐 Gedächtnisstörungen
䊐 Nervosität
䊐 Schlafstörungen
䊐 Müdigkeit
䊐 Mattigkeit
䊐 Kopfschmerzen
䊐 Bewusstseinsstörungen

Ernährungszustand
䊐 Adipositas
䊐 Unterernährung
䊐 Kachektisch

Beispiel
Pflegediagnose 䊐 Führt so weit wie möglich Verrichtungen
䊐 Atemnot selbst durch
䊐 Kann Atemtechnik zum Teil anwenden und
Pflegeproblem dadurch Atemnot vorbeugen
䊐 Benötigt Sauerstoffgaben 䊐 Meldet sich, wenn Sauerstoffgerät benötigt
wird

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

42
AEDL – Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten können

Ziele Maßnahmen

䊐 Hat eine normale Atmung 䊐 Verabreichen der verordneten Medikamente


䊐 Kann mit Sauerstoffgerät selbst- 3 x täglich
ständig umgehen 䊐 Unterstützung bei Ausführung der ärztlichen Anord-
nungen
䊐 Zu Atemübungen anleiten: tiefes Ein- und Ausatmen,
Watte wegblasen
䊐 Begleitung bei Spaziergang am Nachmittag
䊐 Sauerstoffgerät bereitstellen und bei Atemnot
einsetzen

Pneumonieprophylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Atem stimulierende Rückeneinreibung
䊐 Frischluftzufuhr
䊐 Mobilisation erhalten und fördern, z. B. Arme über
Kopf strecken und mit den Händen Greifübungen
durchführen

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

43
AEDL nach Krohwinkel

5.4 AEDL – Essen und trinken können

(Taxonomie II, Bereiche: Ernährung, Flüssigkeitshaushalt, Befinden, Sicher-


heit/Schutz, Gesundheitsförderung)
Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)
Pflegediagnose Wellness-Pflegediagnose
䊐 Selbstversorgungsdefizit: Essen 䊐 Bereitschaft für eine verbesserte Ernährung
䊐 Aspirationsgefahr 䊐 Bereitschaft für einen ausgeglichenen
䊐 Mangelernährung Flüssigkeitshaushalt
䊐 Schluckstörung
䊐 Überernährung
䊐 Überernährungsgefahr
(Bedeutet: Risiko einer Nahrungsaufnahme,
die den Körperbedarf übersteigt)
䊐 Flüssigkeitsdefizit
䊐 Gefahr eines Flüssigkeitsdefizit
䊐 Gefahr eines unausgeglichenen Flüssigkeits-
haushalt
䊐 Flüssigkeitsüberschuss
䊐 Übelkeit
䊐 Beeinträchtigte Mundschleimhaut
䊐 Beeinträchtigte Haushaltsführung
Essen Essen
Pflegeprobleme 䊐 Sieht die Notwendigkeit von Essen ein
䊐 Kann wegen der Erkrankung nicht allein 䊐 Isst gern
essen 䊐 Isst gern Süßspeisen
䊐 Sieht die Notwendigkeit von Essen nicht ein 䊐 Mag keinen Fisch
䊐 Lehnt Nahrungsaufnahme ab (durch Mund- 䊐 Kann aufgeschnittenes Brötchen selbst
Zukneifen oder Ausspucken der Nahrung) bestreichen und essen
䊐 Kann nur passierte Kost zu sich nehmen 䊐 Trinkt zum Abendessen immer z. B. Bier
䊐 Verdauungs-/Ernährungsstörungen 䊐 Isst gern zum Abendessen noch einen Apfel
䊐 Unverträglichkeiten wie 䊐 Nimmt Frühstück nach der Körperpflege ein
䊐 Kann dünnflüssige Nahrung zu sich nehmen
䊐 Verändertes oder fehlendes Geschmacks- 䊐 Kann mundgerecht vorbereitete Nahrung
empfinden selbstständig zu sich nehmen
䊐 Isst sehr langsam 䊐 Kann Nahrung selbstständig zerkleinern

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

44
AEDL – Essen und trinken können

Ziele Maßnahmen

Essen/Trinken Essen
䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind 䊐 Wunschkost anbieten
erhalten und gefördert 䊐 Lieblingsspeisen anbieten
䊐 Ernährungsgewohnheiten sind 䊐 Ausgewogene Ernährung anbieten
erkannt 䊐 Anleitung zum Essen
䊐 Isst selbstständig 䊐 Überwachung der Nahrungsaufnahme
䊐 Isst unter Anleitung 䊐 Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme
䊐 Benutzt Hilfsmittel 䊐 A/B/U bei der Nahrungsaufnahme
䊐 Hat eine gut sitzende Zahnprothese 䊐 Unterstützung bei der Nahrungszubereitung
䊐 Hat ein angemessenes Körperge- 䊐 Angenehme Umgebung bei den Mahlzeiten schaffen
wicht/Normalgewicht 䊐 Gemeinschaftliches Essen fördern
䊐 Akzeptiert Diät 䊐 Zum Essen motivieren
䊐 Hat Appetit 䊐 Zusatznahrung anbieten
䊐 Zwischenmahlzeiten reichen (nach Bedarf)

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

45
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


䊐 Sieht die Notwendigkeit einer Diät nicht ein 䊐 Kann Nahrung mit Hilfestellung zu sich
䊐 Verweigert die Nahrungsaufnahme nehmen
䊐 Gestörtes Essverhalten 䊐 Kann selbstständig essen
䊐 Appetitlosigkeit 䊐 Kann bestimmte Mahlzeiten allein essen
䊐 Gesteigerter Appetit 䊐 Isst unter Anleitung
䊐 Hastiges Essen 䊐 Isst nach Aufforderung
䊐 Fehleinschätzung der Menge 䊐 Kann je nach Tagesform allein essen
䊐 Hormonelle Störung 䊐 Kann Wünsche und Bedürfnisse äußern
䊐 Einseitige Ernährungsgewohnheiten 䊐 Sucht sich Speisen und Getränke selbst aus
䊐 Tischsitten 䊐 Hält selbstständig die Diät ein
䊐 Kann Nahrung nicht besorgen oder zube- 䊐 Kann mit den Fingern essen (Finger Food)
reiten
䊐 Leidet an Übergewicht
䊐 Leidet an Untergewicht

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

46
AEDL – Essen und trinken können

Ziele Maßnahmen
䊐 Zeigt Veränderungen in den 䊐 Finger Food anbieten
Essgewohnheiten 䊐 Häufig kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt
䊐 Isst und trinkt selbstständig anbieten
䊐 Empfindet Essen/Trinken als 䊐 Nahrungsmittel entsprechend anpassen, z. B. weiche
angenehm und milde Speisen
䊐 Hält das Körpergewicht 䊐 VÜ: Anreichen einzelner Mundportionen in individu-
䊐 Kann die angebotenen Speisen eller Größe und individuellem Tempo
und Getränke schlucken 䊐 Nahrung mundgerecht vorbereiten
䊐 Ist in einem guten Allgemeinzustand 䊐 Zum Einhalten der Diätkost motivieren
䊐 Hat eine ausgewogene Flüssigkeits- 䊐 Sondennahrung verabreichen
bilanz (nach ärztlicher Verordnung)
䊐 Komplikationen/Folgeschäden sind 䊐 Angemessene Kost-/Ernährungsform durch Arzt
vermieden veranlassen
䊐 Essen und Trinken in der
gewünschten Umgebung ist Ernährung über PEG:
gewährleistet 䊐 VÜ: Anhängen der Sondennahrung/Flüssigkeit
䊐 Kann die Essens-/Getränkeversor- nach Ernährungsplan (Ärztliche Verordnung)
gung wieder selbstständig über- 䊐 VÜ: Führen des Ernährungs-/Flüssigkeitsprotokolls
nehmen 䊐 VÜ: Nach Abschluss der Ernährung Spülen des PEG-
䊐 Kann sich eigenständig Mahlzeiten Schlauchs, z. B. mit Tee oder Wasser
vorbereiten
䊐 Fähigkeit zur Führung des Haus-
haltes sind erhalten und gefördert
䊐 Religiöse Vorschriften sind einge-
halten
䊐 Geselligkeit b. d. Mahlzeiten ist
gefördert
䊐 Aspirationsgefahr ist erkannt
䊐 Lähmungen und Sensibilitäts-
störungen sind beseitigt


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

47
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Trinken
䊐 Kann nicht allein trinken, aufgrund einer 䊐 Sieht die Notwendigkeit des Trinkens ein
Erkrankung, wie 䊐 Trinkt unter Anleitung
䊐 Sieht die Notwendigkeit des Trinkens nicht 䊐 Trinkt nach Aufforderung
ein 䊐 Kann schluckweise trinken
䊐 Kneift z. B. Mund zu oder spuckt Flüssigkeit 䊐 Trinkt allein mit Strohhalm
aus 䊐 Kann trinken, wenn Tasse zwei Henkel hat
䊐 Kann nur schlecht trinken, weil 䊐 Trinkt nur aus eigenen Tassen/Gläsern
䊐 Trinkt gern – z. B. Bier, Wein, Wasser, roten
䊐 Kann Flüssigkeit nicht oral aufnehmen, da Tee usw.

Kau- und Schluckstörungen


䊐 Kann Nahrung nicht oral aufnehmen, da
䊐 PEG-Sonde
䊐 Nasen-Sonde

Sonstiges
䊐 Vergiftungsgefahr/kann Essbares nicht 䊐 Kann sich mitteilen
erkennen 䊐 Kann Schmerzen mitteilen
䊐 Handlungsabläufe beim Kochen und Haus- 䊐 Ist orientiert
haltsführung werden nicht mehr erkannt 䊐 Kann verstehen
䊐 Eingeschränkte Beweglichkeit/Bewegungs- 䊐 Setzt Hilfsmittel eigenständig ein
mangel 䊐 Akzeptiert Hilfsmittel
䊐 Geht selbstständig in den Speiseraum
䊐 Kann sich in der Wohnung selbst versorgen
䊐 Geht einmal wöchentlich mit Familie zum
Essen
䊐 Trinkt Kaffee im eigenen Zimmer

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

48
AEDL – Essen und trinken können

Ziele Maßnahmen

䊐 Überwachung der Flüssigkeitszufuhr


䊐 Flüssigkeitsbilanz erstellen
䊐 Zum Trinken auffordern
䊐 Flüssigkeitszufuhr über Sonde nach Anweisung
䊐 Anleitung zum Trinken
䊐 Getränke bereitstellen
䊐 Lieblingsgetränk anbieten
䊐 Getränke anbieten
䊐 Hilfsmittel zum Trinken anbieten, z. B. Strohhalm,
Trinkbecher mit unterschiedlichen Haltegriffen
䊐 Infusion anlegen nach ärztlicher Anordnung

Schluckstörungen
䊐 Schlucktraining mit dickflüssiger Kost
䊐 Trinkversuch mit dickflüssigem Getränk
䊐 Trinkversuche mit Strohhalm
䊐 Nur wenig Nahrung auf den Löffel geben
䊐 Patient/Bewohner aufrichten, so dass er beschwerde-
frei schlucken kann

Untergewicht
䊐 Langjähriges Untergewicht dokumentieren
und vom Patient/Bewohner wenn möglich bestätigen
bzw. unterschreiben lassen
䊐 Arzt einschalten und Kost-/Ernährungsform
absprechen
䊐 Wunschkost anbieten
䊐 Lieblingsspeisen anbieten
䊐 Überwachung der Nahrungsaufnahme
䊐 Ernährungsprotokoll führen
䊐 Getränke bereitstellen und zum Trinken auffordern
䊐 Hochkalorische Nahrung oder Trinknahrung geben/
anbieten
䊐 Hilfsmittel zur Nahrungs-/Flüssigkeitsaufnahme zur
Verfügung stellen
䊐 Viele, kleinere Mahlzeiten am Tag verteilt anbieten

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

49
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

50
AEDL – Essen und trinken können

Ziele Maßnahmen
Übergewicht
䊐 Langjähriges Übergewicht dokumentieren
und vom Patient/Bewohner wenn möglich bestätigen
bzw. unterschreiben lassen
䊐 Bei gesteigerter Nahrungsaufnahme Arzt kontak-
tieren
䊐 Ärztliche Verordnung ausführen
䊐 Ernährungsberatung veranlassen
䊐 Ess- und Trinkgewohnheiten analysieren
䊐 Reduktionskost anbieten

Mundpflege
䊐 Mundpflege nach Standard Nr. …
䊐 Mundpflege nach der Essensaufnahme
䊐 Spezielle Mundpflege wie Feuchthalten der Mund-
höhle und Lippen

Sonstiges
䊐 Kulturelle Ess- und Trinkgewohnheiten einhalten
䊐 Religiöse Essvorschriften einhalten
䊐 Gewichtskontrolle
䊐 Gespräche über Kochrezepte und Nahrungsmittel
führen
䊐 Essen gemeinsam vorbereiten
䊐 Durch Gerüche zum Essen anregen
䊐 Frühere Gewohnheiten miteinbeziehen (Biografie)

Einschalten weiterer Berufsgruppen


䊐 Logopädie
䊐 Ergotherapie
䊐 Facharzt
䊐 Arzt
䊐 Krankengymnastik


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

51
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Obstipationsgefahr
䊐 Keine ausreichende Flüssigkeitszufuhr
䊐 Einseitige Ernährung
䊐 Schmerzen beim Stuhlgang
䊐 Verstopfung

Aspirationsgefahr
䊐 Reduzierter Allgemeinzustand
䊐 Bewusstseinsstörung
䊐 Beeinträchtigung der Zungenbeweglichkeit
und Störung des Schluckvorgangs
䊐 Neurologische Erkrankungen, z. B. Apoplex
䊐 Sensibilitätsstörungen in Mund-
und Rachenraum
䊐 Erbrechen
Soor- und Parotitisgefahr
䊐 Weiße bis grau-weiße Beläge
䊐 Gerötete und geschwollene Schleimhaut
䊐 Schmutzig graue Beläge
䊐 Schleimhautdefekt
䊐 Ulceration
䊐 Mundtrockenheit

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

52
AEDL – Essen und trinken können

Ziele Maßnahmen
Obstipationsprophylaxe
䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind 䊐 siehe auch Standard Nr. …
erhalten und gefördert 䊐 Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten
䊐 Hat ein angemessenes Körper-/ 䊐 Verdauungsfördernde Flüssigkeiten, z. B. Gemüse-
Normalgewicht säfte, Obstsäfte, Buttermilch, warmes Wasser am
Morgen usw., anbieten
䊐 Ballaststoffreiche Kost, z. B. Vollkornprodukte,
Gemüse, Obst usw., anbieten
䊐 Darmtraining (Gewöhnung an bestimmte Zeiten)
䊐 Schmerzen bei Stuhlgang vermeiden durch …
䊐 Ess-/Trinkgewohnheiten anpassen,
d. h. mind. 1,5 l Flüssigkeit täglich
䊐 Patient/Bewohner soll genügend kauen
䊐 Auf passende Zahnprothese achten
䊐 Zum Essen/Trinken Zeit nehmen
䊐 Ausreichend Bewegung/Mobilisation
Aspirationsprophylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Oberkörper beim Essen hoch lagern
䊐 Beim Essen und Trinken Zeit lassen
䊐 Anwesenheit der Pflegefachkraft beim Essen
䊐 Schlucktraining
䊐 Mundhygiene nach dem Essen
䊐 Bereitstellen eines Absauggeräts

Soor- und Parotitisprophylaxe


䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Gute Zahn(prothesen)pflege
䊐 Putzrichtung beachten (von rot = Zahnfleisch nach
weiß = Zähne)
䊐 Zähne nach Nahrungssaufnahme putzen
䊐 Prothese nach Nahrungsaufnahme putzen
䊐 Spezielle Mundpflege durchführen
– z. B. Entfernen von Schleim und Speiseresten
– Entfernen von Belägen und Borken
– Mundschleimhaut und Zunge befeuchten
– Feuchthalten der Mundhöhle und Lippen
– Beläge entfernen, z. B. mit Butter 쑺
Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

53
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)

Dehydrationsgefahr
䊐 Erbrechen
䊐 Durchfall
䊐 Unzureichende Flüssigkeitszufuhr
䊐 Fieber
䊐 Diabetes mellitus
䊐 Diabetes insipidus
䊐 Verbrennungen
䊐 Schwitzen
䊐 Nebenniereninsuffizienz

Beispiel
Pflegediagnose 䊐 Isst gern nur kleine Portionen
䊐 Selbstversorgungsdefizit bei der Ernährung 䊐 Isst gern Süßspeisen, aber nur kleine
䊐 Mangelernährung Portionen
䊐 Gefahr eines Flüssigkeitsdefizits 䊐 Mag keinen Fisch
䊐 Nimmt Frühstück nach der Körperpflege ein
Pflegeprobleme 䊐 Kann aufgeschnittenes Brötchen selbst
䊐 Isst sehr langsam bestreichen und essen
䊐 Isst nur kleine Portionen 䊐 Isst gern zum Abendessen noch einen Apfel
䊐 Trinkt zu wenig 䊐 Isst über den Tag verteilt mehrere kleine
Portionen
䊐 Trinkt gern Wasser und roten Tee

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

54
AEDL – Essen und trinken können

Ziele Maßnahmen
䊐 Regelmäßiges Wechseln der Zahnbürste
(alle 2 bis 3 Monate)
䊐 Keine alkoholischen und desinfizierenden Mund-
wasser verwenden
Dehydrationsprophylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten
䊐 Getränke in Griffweite stellen
䊐 Zum Trinken auffordern
䊐 Lieblingsgetränke anbieten
䊐 Regelmäßige Gewichtskontrollen
䊐 Infusionstherapie

Ernährung
䊐 VÜ: Wunschkost anbieten
䊐 VÜ: Lieblingsspeisen anbieten
䊐 VÜ: Ausgewogene Ernährung anbieten
䊐 VÜ: Überwachung der Nahrungsaufnahme
䊐 VÜ: Zusatznahrung anbieten
(bspw. um 10:00, 16:30, 19:30 Uhr)
䊐 A/B/U: Getränke bereitstellen und zum Trinken
auffordern
䊐 A/B: Zum Essen auffordern
䊐 VÜ: Hochkalorische Nahrung oder Trinknahrung
geben (morgens und abends)
䊐 VÜ: Zum Abendessen Apfel schälen und in kleine
Stücke zerlegen
䊐 Essensprotokoll führen
䊐 Flüssigkeitsbilanz führen
䊐 VÜ: Gewichtskontrolle mit BMI (1 x wöchentlich)

Untergewicht
䊐 Langjährig bestehendes Untergewicht dokumentieren
und vom Patient/Bewohner wenn möglich bestätigen
bzw. unterschreiben lassen

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

55
AEDL nach Krohwinkel

5.5 AEDL – Ausscheiden können

(Taxonomie II, Bereich: Ausscheidung)


Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)
Pflegediagnose Wellness-Pflegediagnose
䊐 Selbstversorgungsdefizit: Toilettenbenutzung 䊐 Bereitschaft für eine verbesserte Urin-
䊐 Drangurininkontinenz ausscheidung
䊐 Drangurininkontinenzgefahr
(Bedeutet: Gefahr eines unbeabsichtigten 䊐 Verspürt Harndrang
Abgangs von Urin mit einer plötzlichen 䊐 Wird unruhig bei Harndrang
starken Empfindung des Harndrangs) 䊐 Meldet sich bei Harndrang
䊐 Harnverhalt 䊐 Geht regelmäßig zur Toilette (Blasentraining)
䊐 Reflexurininkontinenz 䊐 Ist teilweise kontinent
䊐 Stressurininkontinenz 䊐 Kennt Übungen zum Beckenbodentraining
䊐 Beeinträchtigte Urinausscheidung 䊐 Kennt eigenen Rhythmus der Toilettengänge
䊐 Funktionale Urininkontinenz 䊐 Achtet auf Körperhygiene
(Bedeutet: Unfähigkeit einer kontinenten 䊐 Geht vor dem Frühstück zur Stuhlentleerung
Person, die Toilette rechtzeitig zu erreichen) auf die Toilette
䊐 Totale Urininkontinenz 䊐 Verspürt Stuhldrang
䊐 Diarrhö 䊐 Wird unruhig bei Stuhldrang
䊐 Obstipation 䊐 Achtet selbst auf Diät
䊐 Obstipationsgefahr 䊐 Achtet auf Ernährung und nimmt reichlich
䊐 Subjektive Obstipation Ballaststoffe, z. B. Vollkornprodukte, Früchte
(Bedeutet: Selbstdiagnose einer Obstipation, und Gemüse, zu sich
Verwendung von Abführmitteln, um eine 䊐 Nimmt regelmäßig Weizenkleie und trinkt
tägliche Darmentleerung sicherzustellen) gern Buttermilch
䊐 Stuhlinkontinenz 䊐 Braucht Ruhe und Zeit zur Stuhlentleerung
䊐 Akzeptiert Hilfsmittel
䊐 Akzeptiert Mobilisationsmaßnahmen
䊐 Findet zeitweise die Toilette
䊐 Geht tagsüber auf die Toilette, nachts auf
den Toilettenstuhl
䊐 Ist kooperativ
䊐 Ist mobil
䊐 Ist orientiert
䊐 Setzt Hilfsmittel selbstständig ein
䊐 Kann mit Hilfe Stoma wechseln

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

56
AEDL – Ausscheiden können

Ziele Maßnahmen
䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind 䊐 Anleitung bei der Nutzung von Hilfsmitteln
erhalten und gefördert 䊐 Anleitung und Unterstützung beim Anlegen der Urin-
䊐 Ist kontinent flasche
䊐 Hat eine physiologische Stuhl-/ 䊐 Ausscheidungen beobachten/dokumentieren
Harnentleerung 䊐 Ausscheidungsintervalle erfassen
䊐 Ist schmerzfrei bei Stuhl- und 䊐 Individuelle Inkontinenzversorgung anwenden
Harnentleerung 䊐
䊐 Erlernt Rhythmus, um zur Toilette 䊐 Intimpflege
zu gehen 䊐 Auf Intimsphäre achten
䊐 Findet den Weg zur Toilette eigen- 䊐 Katheterisierung und Blasenspülung auf ärztliche
ständig Anordnung
䊐 Dauerkatheter ist entfernt 䊐 Katheterpflege
䊐 Hat eine intakte Haut 䊐 Entleeren/Reinigen und Desinfizieren von
䊐 Behält Selbstsicherheit Urinflasche/Steckbecken/Toiletteneimer
䊐 Ist sicher in der Gemeinschaft
䊐 Akzeptiert Hilfsmittel Bereitstellen von
䊐 Akzeptiert Pflegemaßnahmen 䊐 Steckbecken
䊐 Hat keine Infekte 䊐 Toilettenstuhl
䊐 Setzt Hilfsmittel selbstständig ein 䊐 Urinflasche
䊐 Ist sicher mit Hilfsmittel
䊐 Vermeidet Medikamentenmiss- Sonstiges
brauch 䊐 Gewichtskontrolle
䊐 Akzeptiert Hilfestellung von 䊐 Hautpflege
Mitarbeitern 䊐
䊐 Führt ohne Abführmittel regel- 䊐
mäßig ab 䊐 Medikamente nach ärztlicher Anordnung
䊐 Obstipation ist vermieden 䊐 Stomapflege
䊐 Hat ausreichend Bewegung 䊐 Wege zur Toilette gemeinsam gehen
䊐 Hat einen ausgeglichenen Flüssig- und Orientierungshilfen zeigen
keitshaushalt 䊐 Toilettentraining nach Plan
䊐 Nimmt ballaststoffreiche Kost zu 䊐 Individuelles Toilettentraining (z. B. alle drei Stunden)
sich
䊐 Fühlt sich sauber und wohl

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

57
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Pflegeproblem 䊐 Teilt Bedürfnis mit
Urin 䊐 Trinkt ausreichend
䊐 Urininkontinenz 䊐 Geht nach der Nahrungsaufnahme z. B. den
䊐 Zeitweilige Inkontinenz Flur entlang oder im Garten spazieren usw.
䊐 Stressinkontinenz 䊐 Sonstiges
䊐 Dranginkontinenz
䊐 Reflexinkontinenz
䊐 Konzentrierter Urin
䊐 Stark riechender Urin
䊐 Schmerzen bei Urinentleerung
䊐 Vermeidet häufiges Wasserlassen durch
geringe Flüssigkeitsaufnahme
䊐 Leidet unter Harnverhalten
䊐 Dauerkatheter
䊐 Neigt zu Infektionen

Stuhl
䊐 Stuhlinkontinenz
䊐 Hat Stoma
䊐 Kann Stoma nicht allein versorgen
䊐 Lehnt Hilfsmittel ab, weil

Diarrhoe
䊐 Leidet unter ständiger Diarrhoe
䊐 Leidet unter zeitweiliger Diarrhoe
䊐 Krampfartige Schmerzen im Bauchraum
䊐 Starker Stuhldrank
䊐 Darmgeräusche
䊐 Geblähter Bauch
䊐 Dünner, wässriger Stuhlgang

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

58
AEDL – Ausscheiden können

Ziele Maßnahmen
䊐 Vermeidet unverträgliche 䊐 Auf Anzeichen von Harn- und Stuhldrang z. B. Unruhe
Nahrungsmittel achten, Patient/Bewohner begleiten und den Weg zur
䊐 Kennt die Ursachen und arbeitet an Toilette zeigen
der Bewältigung mit 䊐 Wege zur Toilette kennzeichnen
䊐 Bewahrt Selbstachtung und Würde 䊐 Über die Wege zur Toilette informieren
䊐 Folgeschäden sind vermieden 䊐 Zum Kauen der Speisen anregen
䊐 Entzündungen sind vermieden 䊐 Zur Bewegung motivieren
䊐 Intertrigogefahr ist vermieden/ 䊐
erkannt 䊐 Kleidung muss schnell zu öffnen sein
䊐 Toilettensitzerhöhung ist angebracht
䊐 Beim starken Schwitzen Kleidung wechseln
䊐 Auf Körpertemperatur achten
䊐 Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten

Einschalten weiterer Berufsgruppen


䊐 Logopädie
䊐 Ergotherapie
䊐 Facharzt
䊐 Arzt
䊐 Krankengymnastik

䊐 A/B/U Begleiten zur Toilette, Übernahme der
Intimpflege und Inkontinenzversorgung (nur kleine
Einlage, 5 x täglich, nachts Slip 2 x)
䊐 A/B/U oder TÜ: zum Sitzen auf Toilette verhelfen
䊐 VÜ: Für sicheres Sitzen sorgen, z. B. durch Anwesen-
heit der Pflegekraft, Halterungen, Sitzerhöhungen
und Aufstehhilfen
䊐 A/B/U oder TÜ: Reinigung des Intim- und Anal-
bereichs nach Miktion/Defäkation
䊐 A/B/U oder TÜ: Von der Toilette aufhelfen und zur
bereitgestellten Mobilitätshilfe begleiten
䊐 VÜ: Urinbeutel entleeren
䊐 VÜ: Bei Bedarf Urinbeutel wechseln
䊐 VÜ: Stomabeutel wechseln


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

59
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Obstipationsgefahr
䊐 Leidet unter Obstipation
䊐 Leidet zeitweise unter Obstipation
䊐 Leidet unter Schmerzen beim Stuhlgang
䊐 Verstopfung
䊐 Trockener harter Stuhl
䊐 Geblähter Bauch
䊐 Leidet unter Darmgeräuschen
䊐 Hat Völlegefühl und Blähungen

Sonstiges
䊐 Kann Toilette/Toilettenstuhl nicht selbst-
ständig benutzen
䊐 Starkes Schamgefühl bei Hilfe beim Toiletten-
gang
䊐 Findet den Weg zur Toilette nicht
oder verkennt die Situation
䊐 Verrichtet Notdurft z. B. auf den Gang,
Kübelpflanze usw.
䊐 Steckt Inkontinenzmaterial z. B. in die
Toilette
䊐 Findet den Weg zur Toilette nicht –
trotz Orientierungshilfen
䊐 Unverträglichkeit der eingesetzten Hilfs-
mittel (z. B. Hautirritationen)
䊐 Mangelnde Akzeptanz der eingesetzten
Hilfsmittel, z. B. Zerpflücken des Inkontinenz-
materials
䊐 Leidet unter häufigem Erbrechen
䊐 Neigt zum Erbrechen
䊐 Keine ausreichende Flüssigkeitszufuhr
䊐 Einseitige Ernährung
䊐 Bewegungsmangel
䊐 Nimmt selbstständig und unkontrolliert
Abführmittel
䊐 Leidet unter Auswurf
䊐 Schwitzt stark

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

60
AEDL – Ausscheiden können

Ziele Maßnahmen
Obstipationsprophylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten
䊐 Verdauungsfördernde Flüssigkeiten, z. B. Gemüse-
säfte, Obstsäfte, Buttermilch, warmes Wasser am
Morgen usw., anbieten
䊐 Ballaststoffreiche Kost, z. B. Vollkornprodukte,
Gemüse, Obst usw., anbieten
䊐 Darmtraining (Gewöhnung an bestimmte Zeiten)
䊐 Schmerzen bei Stuhlgang vermeiden durch …
䊐 Ess-/Trinkgewohnheiten anpassen, d. h. mind. 1,5 l
Flüssigkeit täglich trinken lassen
䊐 Patient/Bewohner soll genügend kauen
䊐 Auf passende Zahnprothese achten
䊐 Zum Essen/Trinken Zeit nehmen
䊐 Ausreichend Bewegung/Mobilisation


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

61
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Intertrigogefahr
䊐 Fieber
䊐 Adipositas
䊐 Inkontinenz
䊐 Falsche Hautpflege
䊐 Bettlägerigkeit

Beispiel
Pflegediagnose 䊐 Meldet sich, wenn er/sie zur Toilette muss
䊐 Selbstversorgungsdefizit Toilettenbenutzung 䊐 Kennt eigenen Rhythmus, um mit Begleitung
䊐 Harninkontinenz zur Toilette zu gehen
䊐 Geht tagsüber auf die Toilette, nachts auf
Problem den Toilettenstuhl
䊐 Leidet zeitweise unter Obstipation 䊐 Trinkt am Morgen warmes Wasser und nach
dem Frühstück Buttermilch
䊐 Macht bei Bewegungsübungen gern mit
䊐 Geht nachmittags mit Angehörigen
spazieren

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

62
AEDL – Ausscheiden können

Ziele Maßnahmen
Intertrigoprophylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Mobilität erhalten und fördern
䊐 Hautatmung ermöglichen:
䊐 Inkontinenzversorgung darf Hautatmung nicht
verhindern
䊐 Keine Plastikfolie bei Inkontinenzartikeln
verwenden
䊐 Regelmäßiger Wechsel der Inkontinenzeinlagen
䊐 Hautfalten besonders am Bauch, Brust, Leisten-
müssen
䊐 trocken gehalten werden
䊐 Haut auf Haut vermeiden (z. B. Baumwoll-BHs
ohne Bügel)
䊐 Hautpflege optimieren
䊐 Hautmilieu schützen, mit Wasser waschen, Seife
nur bei
䊐 grober Verunreinigung verwenden
䊐 Sorgfältig abtrocknen
䊐 Nicht zu warmes Wasser verwenden

䊐 Obstipation ist vermieden Obstipationsprophylaxe


䊐 Hat ausreichend Bewegung 䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Hat einen ausgeglichenen Flüssig- 䊐 Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten
keitshaushalt 䊐 VÜ: Warmes Wasser am Morgen, zum Frühstück
䊐 Nimmt ballaststoffreiche Kost zu z. B. Buttermilch
sich 䊐 VÜ: Ballaststoffreiche Kost, z. B. Vollkornprodukte,
䊐 Geht selbstständig zur Toilette Gemüse, Obst usw., anbieten
䊐 Aktive Bewegungsübungen am Morgen und Abend
䊐 A/B/U: Begleiten zur Toilette, Übernahme der
Intimpflege und Inkontinenzversorgung (nur kleine
Einlage 5 x täglich und bei Bedarf; nachts 2 x große
Einlagen und bei Bedarf)
䊐 VÜ: Für sicheres Sitzen sorgen, z. B. durch Anwesen-
heit der Pflegekraft

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

63
AEDL nach Krohwinkel

5.6 AEDL – Sich pflegen können

(Taxonomie II, Bereiche: Aktivität/Bewegung, Aktivität/Ruhe, Sicherheit/


Schutz, Ausscheidung, Befinden)
Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)
Pflegediagnose 䊐 Kann sich Gesicht und Arme selbst waschen
䊐 Selbstversorgungsdefizit: Körberpflege 䊐 Kann sich Gesicht, Arme und Oberkörper
䊐 Hautschädigung vorn selbst waschen
䊐 Gefahr einer Hautschädigung 䊐 Kann sich Arme bis zum Ellbogen selbst
䊐 Gewebeschädigung waschen
䊐 Akute Schmerzen 䊐 Kann sich die Beine waschen
䊐 Chronische Schmerzen 䊐 Kann sich die Beine bis zum Knie selbst
waschen
Pflegeprobleme 䊐 Kann sich Oberkörper vorn waschen
Kann sich nicht ohne Hilfe 䊐 Kann sich am Waschbeckenrand festhalten
䊐 waschen 䊐 Kann Oberkörper selbst eincremen
䊐 baden 䊐 Kann Mundpflege mit vorbereiteten Uten-
䊐 Haare waschen silien selbst durchführen
䊐 rasieren 䊐 Legt Wert auf Mundpflege durch Odol
䊐 Fuß- und Fingernägel pflegen 䊐 Kann Zahnpflege mit Hilfe durchführen
䊐 Ohren pflegen 䊐 Kann Prothesen selbst einsetzen
䊐 Nase pflegen 䊐 Kann Prothese mit Anleitung selbst
䊐 Augen pflegen einsetzen
䊐 Mund pflegen 䊐 Kann Mund- und Zahnpflege selbst durch-
䊐 Zähne pflegen führen
䊐 Prothese pflegen 䊐 Kann Intimpflege selbst durchführen
䊐 Intimbereich pflegen 䊐 Kann Intimpflege unter Anleitung selbst
durchführen
Ist nicht in der Lage, die Körperpflege 䊐 Nagelpflege
selbst auszuführen 䊐 Ohrenpflege
䊐 Körperpflege durch Wahrnehmungs- 䊐 Rasiert sich selbst, zieht Nassrasur vor
störungen eingeschränkt 䊐 Legt großen Wert auf gepflegte Haare
䊐 Kann den Ablauf der Körperpflege nicht 䊐 Geht einmal die Woche zum Friseur
selbstständig koordinieren 䊐 Kann sich die Haare selbst kämmen
䊐 Sieht die Notwendigkeit der Körperpflege 䊐 Kann die Haare nur vorne selbst kämmen
nicht ein 䊐 Badet am Mittwoch und am Samstag
䊐 Hat starken Körpergeruch 䊐 Bevorzugt Duschen

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

64
AEDL – Sich pflegen können

Ziele Maßnahmen
䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind Körperpflege
erhalten und gefördert 䊐 Duschen
䊐 Führt Körperpflege selbstständig 䊐 VÜ: Bewohner Duschen 2 x wöchentlich
durch 䊐 VÜ: Baden
䊐 Führt Körperpflege teilweise selbst- 䊐 VÜ: Lavendel-Bad am Freitagabend
ständig durch 䊐 Waschung im Bett
䊐 Hat eine intakte Haut/Schleimhaut 䊐 Bewegungsübungen passiv/aktiv
䊐 Sieht die Notwendigkeit 䊐 Unterkörper im Bett waschen
der Körper-/Hautpflege ein 䊐 Kompressionstrümpfe anziehen
䊐 Lässt Mundpflege zu 䊐 Intimpflege im Bett
䊐 Mundschleimhaut ist intakt 䊐 A/B/U oder TÜ: Bew. vor das Waschbecken stellen
䊐 Mundschleimhaut ist sauber, (lassen)
feucht und intakt 䊐 A/B/U oder TÜ: Oberkörper entkleiden
䊐 Hat eine saubere intakte Prothese 䊐 A/B/U oder TÜ: Wäsche von Händen, Armen, Gesicht,
䊐 Hat keine Schmerzen im Mund vorderem Oberkörper
䊐 Ist gepflegt und fühlt sich wohl 䊐 Anleiten beim Waschen am Waschbecken
䊐 Sieht die Notwendigkeit der 䊐 Atem stimulierende Waschung
vermehrten Körperpflege ein 䊐 VÜ: Rücken waschen
䊐 Trägt keine synthetische Kleidung 䊐 A/B/U oder TÜ: Oberkörper mit Körperlotion oder
䊐 Hat Vertrauen Produkt nach Wunsch eincremen, oder nach ärztlicher
䊐 Fühlt sich sicher Anordnung
䊐 Hat keine Druckstellen 䊐 Intimpflege am Waschbecken
䊐 Hat keine Nagelbetterkrankungen 䊐 A/B/U oder TÜ: Wäsche von Beinen, Füßen, Intim-
䊐 Hat gepflegte Fuß- und Fingernägel bereich, Gesäß
䊐 Fähigkeiten, sich zu pflegen, 䊐 A/B/U oder TÜ: Unterkörper mit Körperlotion oder
sind erhalten Produkt nach Wunsch eincremen, oder nach ärztlicher
䊐 Intertrigogefahr ist vermieden/wird Anordnung
erkannt 䊐 A/B/U oder TÜ: Versorgung mit Inkontinenzeinlage/
-slip
䊐 Verwendete Pflegemittel


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

65
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


䊐 Antrieb, sich zu waschen und zu pflegen, ist 䊐 Legt Wert auf ein gepflegtes Äußeres
verringert 䊐 Kann sich allein Schminken
䊐 Vergisst Körperpflege 䊐 Legt Wert auf Lippenstift
䊐 Badezimmer für Rollstuhl zu klein 䊐 Legt Wert auf Schmuck (Ohrringe und Kette)
䊐 Waschutensilien können nicht selbst 䊐 Kann Wünsche und Bedürfnisse äußern
gerichtet werden

Hautzustand
䊐 Dünne trockene Altershaut
䊐 Hautrisse
䊐 Rötung
䊐 Ödeme
䊐 Schuppenbildung
䊐 Blasenbildung
䊐 Allergie
䊐 Rissige Lippen
䊐 Trockene Lippen
䊐 Neigt zu starkem Schwitzen
䊐 Juckreiz
䊐 Hautabschürfungen
䊐 Dekubitus
䊐 Aussehen/Lage:

Soor-/Parotitisgefahr
䊐 Weiße bis grau-weiße Beläge
䊐 Gerötete und geschwollene Schleimhaut
䊐 Schmutzig graue Beläge
䊐 Schleimhautdefekt
䊐 Ulceration
䊐 Mundtrockenheit

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

66
AEDL – Sich pflegen können

Ziele Maßnahmen
Beispiel Demenz
䊐 Falls nötig: Validation bei der Körperpflege
䊐 Tagesform beachten
䊐 Ruhig auf Patient/Bewohner zugehen
䊐 Anleiten, das Gesicht und Oberkörper vorn zu
waschen
䊐 VÜ: Restliche Körperpflege wird von Pflegekraft über-
nommen
䊐 Mundpflege: Zahnbürste in die Hände geben
䊐 Zahnputzbecher mit Wasser in die Hand geben, zum
Mundspülen auffordern

Pflege von
䊐 Mund
䊐 Zähnen
䊐 Prothese
䊐 Intimbereich
䊐 Nägeln
䊐 Ohren
䊐 Nase
䊐 Augen
䊐 Lippen
䊐 Bart/Rasur
䊐 A/B/U oder TÜ: Bartrasur
䊐 Haut (eincremen)
䊐 A/B/U oder TÜ: Richten der Mundpflege-Utensilien
䊐 A/B/U oder TÜ: Mund- und Zahn(prothesen)pflege
䊐 VÜ: Mundpflege (z. B. 5 x täglich)
䊐 A/B/U oder TÜ: Kosmetische Maßnahmen,
z. B. Rasierwasser, Parfüms, Gesichtscremes usw.
䊐 TÜ: Schminken der Augenlider
䊐 TÜ: Lippenstift auftragen
䊐 Abendtoilette: Teilwaschung am Waschbecken


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

67
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Pneumoniegefahr
䊐 Chronische Lungenerkrankung
䊐 Allgemeine Abwehrschwäche
䊐 Sekretstau im Bronchialsystem
䊐 Aspiration
䊐 Verminderte Lungenbelüftung
䊐 Absteigende Infektionen durch Mund-,
Nasen- und Rachenraum
䊐 Immobil bettlägerig

Intertrigogefahr
䊐 Fieber
䊐 Adipositas
䊐 Inkontinenz
䊐 Falsche Hautpflege
䊐 Bettlägerigkeit

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

68
AEDL – Sich pflegen können

Ziele Maßnahmen
Haarpflege
䊐 Kämmen
䊐 A/B/U oder TÜ: Haare kämmen
䊐 Waschen, z. B. 2 x wöchtl.
䊐 Föhnen
䊐 Haare eindrehen

Sonstiges
䊐 Notwendigkeit der Körperpflege erklären
䊐 Behandlung von Hautdefekten (Risse, Dekubitus etc.)
nach Anordnung des Arztes (Einreibungen, Wund-
versorgung)

Einschalten weiterer Berufsgruppen


䊐 z. B. Fußpflege Friseur
䊐 Zahnarzt,
䊐 Ergotherapie
䊐 Facharzt
䊐 Arzt
䊐 Krankengymnastik

Prophylaxen
Kontrakturprophylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Mobilisation/Lagerung nach Standard oder Wunsch
䊐 Aktive Bewegungsübungen, z. B. Geh- und Steh-
übungen
䊐 Bewegungsübungen werden mit KG abgestimmt und
ausgeführt
䊐 Passive Bewegungsübungen
䊐 Regelmäßige Bewegung kontrakturgefährdeter
Gelenke ist sichergestellt
䊐 Voricht bei Schlaganfall!
Es spastische Reaktionen ausgelöst werden
䊐 Bewegungsübungen sind in den Pflegeablauf
integriert 쑺
Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

69
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

70
AEDL – Sich pflegen können

Ziele Maßnahmen
Aktive Bewegungsübungen
䊐 Übungen beschreiben
䊐 Aktive Bewegungsübungen am Morgen bei der
Körperpflege und am Abend bei der Abendtoilette

Passive Bewegungsübungen
䊐 Übungen beschreiben
䊐 Passive Bewegungsübungen aller großen Gelenke
immer beim Lagern/Bewegen/Mobilisieren

Thrombosephylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Beobachten und rechzeitiges Erkennen von Throm-
bose-Frühzeichen
䊐 Förderung der Durchblutung durch:
䊐 Mobilisations und Bewegungsübungen
䊐 Lagerung und Lageveränderung
䊐 Antithrombosestrümpfe nach Maß
䊐 Wickeln der Beine nur im Liegen
䊐 An- und Ausziehen der Antithromposestrümpfe/
Binden immer nur beim liegenden Patient/Bewohner
䊐 Während der Körperpflegemaßnahmen Arme/Beine
herzwärts ausstreichen (nicht bei Verdacht auf Throm-
bose, arterielle Durchblutungsstörungen, ausgepägte
Varikosis, Phlebitis)

Sturzprophylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Einschätzen des Risikos und allgemeine Hilfestellung
䊐 Hindernisse und Gefahren beseitigen
䊐 Begleitung anbieten
䊐 Geeignete Halt- und Stützmöglichkeiten bieten
䊐 Beachtung und Berücksichtigung medizinischer
Gefahren

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

71
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

72
AEDL – Sich pflegen können

Ziele Maßnahmen
䊐 Passive Schutzmaßnahmen zur Verfügung stellen,
z. B. Hüftprotektoren
䊐 Patient/Bewohner auffordern, sich zu melden,
wenn er Hilfe braucht

Dekubitusprophylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Mobilität erhalten und fördern
䊐 Mobilisation/Lagerung nach Standard oder Wunsch
䊐 Beobachtung der Hautverhältnisse
䊐 Haut und Körperpflege
䊐 Eiweiß- und vitaminreiche Kost
䊐 Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten

Lagerungshilfsmittel
䊐 Geeignete Materialien für eine Druckentlastung
einbeziehen
䊐 Dekubitusmatratze/Wechseldruckmatratze
䊐 Dekubitussitzkissen für Rollstuhl
䊐 Gelauflagen
䊐 Braden-Skala anwenden (1 x monatlich) oder bei
Bedarf

Pneumonieprophylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Atemgymnastik
䊐 Richtige Atemtechnik unterstützen
䊐 Atem unterstützende Lagerungen
䊐 Atem stimulierende Rückeneinreibung
䊐 Inhalationen
䊐 Hilfe beim Abhusten
䊐 Schlucktraining
䊐 Frischluftzufuhr
䊐 Sekretverflüssigung/-lösung, z. B. Anfeuchten der
Atemluft
䊐 Mobilisation erhalten und fördern, z. B. Arme über
Kopf strecken und mit den Händen Greifübungen
durchführen 쑺
Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

73
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

74
AEDL – Sich pflegen können

Ziele Maßnahmen
Soor- und Parotitisprophylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Gute Zahn(prothesen)-pflege
䊐 Putzrichtung beachten
(von rot = Zahnfleisch nach weiß = Zähne)
䊐 Zähne nach Nahrungssaufnahme putzen
䊐 Prothese nach Nahrungsaufnahme putzen
䊐 Spezielle Mundpflege durchführen
䊐 z. B. Entfernen von Schleim und Speiseresten
䊐 Entfernen von Belägen und Borken
䊐 Mundschleimhaut und Zunge befeuchten
䊐 Feuchthalten von Mundhöhle und Lippen
䊐 Beläge entfernen, z. B. mit Butter
䊐 Regelmäßiges Wechseln der Zahnbürste
(alle 2 bis 3 Monate)
䊐 Keine alkoholischen und desinfizierenden Mund-
wasser verwenden

Intertrigoprophylaxe
䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Mobilität erhalten und fördern
䊐 Hautatmung ermöglichen
䊐 Inkontinenzversorgung darf Hautatmung nicht
verhindern
䊐 Keine Plastikfolie bei Inkontinenzartikeln verwenden
䊐 Regelmäßiger Inkontinenzeinlagenwechsel
䊐 Hautfalten, besonders an Bauch, Brust, Leisten
müssen trocken gehalten werden
䊐 Haut auf Haut vermeiden, z. B. Baumwoll-BHs ohne
Bügel
䊐 Unterwäsche bzw. Nachtkleidung sollte aus Baum-
wolle sein
䊐 Hautpflege optimieren
䊐 Hautmilieu schützen, mit Wasser waschen, Seife nur
bei grober Verunreinigung verwenden
䊐 Sorgfältig abtrocknen
䊐 Nicht zu warmes Wasser verwenden

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

75
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Beispiel
Pflegediagnose 䊐 Kann sich Gesicht, Arme und Oberkörper
䊐 Selbstversorgungsdefizit bei der Körper- vorn selbst waschen – unter A/B
pflege 䊐 Kann Gesicht und Oberkörper selbst
eincremen
Pflegeproblem 䊐 Kann sich die Beine bis zum Knie selbst
䊐 Kann den Ablauf der Körperpflege nicht waschen – unter A/B
selbstständig koordinieren 䊐 Setzt sich zum Waschen vor das Wasch-
becken
䊐 Kann sich am Waschbeckenrand festhalten
䊐 Kann Mundpflege mit vorbereitenden Uten-
silien selbst durchführen
䊐 Legt großen Wert auf gepflegte Haare
䊐 Geht einmal die Woche zum Friseur
䊐 Legt Wert auf roten Lippenstift
䊐 Legt Wert auf Schmuck (Ohrringe und Kette
䊐 Möchte montags und freitags duschen
䊐 Möchte nur selten baden

5.7 AEDL – Sich kleiden können

(Taxonomie II, Bereiche: Aktivität/Ruhe, Aktivität/Bewegung)


Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)
Pflegediagnose 䊐 Kann sich selbstständig ankleiden
䊐 Selbstversorgungsdefizit: sich kleiden/ 䊐 Kann sich mit Hilfe ganz ankleiden
äußere Erscheinung 䊐 Kann sich mit Hilfe teilweise ankleiden
䊐 Kann sich unter Anleitung ganz ankleiden
Pflegeproblem 䊐 Kann sich unter Anleitung teilweise
䊐 Kann sich nicht ohne Hilfe ankleiden ankleiden
䊐 Kann sich nicht ankleiden
䊐 Kann sich nicht ohne Hilfe auskleiden 䊐 Kann sich selbstständig auskleiden
䊐 Kann sich nicht auskleiden 䊐 Kann sich mit Hilfe ganz auskleiden
䊐 Kann sich mit Hilfe teilweise auskleiden
Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen
Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

76
AEDL – Sich kleiden können

Ziele Maßnahmen

䊐 Fähigkeiten, sich zu pflegen, sind 䊐 VÜ: Bewohner duschen, 2 x wöchentlich montags


erhalten und gefördert und freitags
䊐 Fühlt sich wohl und gepflegt 䊐 VÜ: Waschutensilien richten
䊐 A/B: Bei der Körperpflege/Waschen
䊐 VÜ: Rückenwäsche
䊐 VÜ: Wäsche von Beinen ab Kniegelenk, Füßen,
Intimbereich, Gesäß
䊐 VÜ: Rücken eincremen (Nivea)
䊐 VÜ: Richten der Mundpflege-Utensilien
䊐 Unterstützung bei der Verwendung von Lippenstift
䊐 VÜ: Schmuck anlegen, Ohrringe und Kette
䊐 VÜ: Haare frisieren
䊐 Friseurtermin ausmachen (1 x wöchentlich und bei
Bedarf)

Ziele Maßnahmen
䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind 䊐 Tageskleidung ohne Patient/Bewohner richten
erhalten und gefördert 䊐 Tageskleidung mit Patient/Bewohner richten
䊐 Trägt bedarfsgerechte Kleidung 䊐 Bei Kleidungswahl unterstützen
䊐 Zieht sich selbstständig/teilweise 䊐 Kleidung nach Wunsch auswählen
selbstständig an/aus 䊐 Ankleiden
䊐 Öffnet/schließt Knöpfe/Verschlüsse 䊐 Auskleiden
䊐 Besitzt Einsicht in die Notwendig- 䊐 Anleitung zum Gebrauch von Anziehhilfen geben
keit, situationsgerechte Kleidung zu 䊐 Aktivierendes Anziehtraining
tragen 䊐 Anleitung beim Ankleiden geben
䊐 Anleitung zum Auskleiden geben 쑺
Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

77
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Aufgrund von: 䊐 Kann sich unter Anleitung ganz auskleiden
䊐 Eingeschränkter Beweglichkeit 䊐 Kann sich unter Anleitung teilweise
䊐 Versteifungen auskleiden
䊐 Schmerzen
䊐 Sehstörung 䊐 Wählt Kleidung allein aus
䊐 Kontrakturen 䊐 Legt Wert auf gepflegte Kleidung
䊐 Schlechtem Allgemeinzustand 䊐 Zieht gern Hosen an
䊐 Desorientiertheit 䊐 Zieht am Sonntag Anzug an
䊐 Lähmung 䊐 Zieht gern Röcke an
䊐 Blindheit 䊐 Trägt nur Blusen
䊐 Häufiges An-/Auskleiden wegen Desorien- 䊐 Zieht nur bequeme Kleidung an,
tierung z. B. Jogginganzug
䊐 Verwechselt Kleidungsstücke 䊐 Hat ein intaktes Wärme- und Kälteemp-
䊐 Kann Kleidungstücke nicht mehr zuordnen finden
䊐 Selbstständige Wahl der Kleidung nicht 䊐 Nimmt Hilfe an
möglich, da gestörtes Wärme- und Kälte- 䊐 Nimmt Hilfsmittel an
empfinden 䊐 Zur Kommunikation fähig
䊐 Verträgt bestimmte Materialien nicht, z. B.: 䊐 Ist orientiert

䊐 Notwendigkeit des Wäschewechsels 䊐 Sonstiges


wird nicht eingesehen
䊐 Notwendigkeit des Wäschewechsels
wird nicht bemerkt
䊐 Kann die eigene Wäsche nicht mehr
waschen, bügeln und wegräumen
䊐 Sonstiges

Beispiel
Pflegediagnose 䊐 Wählt Kleidung allein aus
䊐 Selbstversorgungsdefizit kleiden/ 䊐 Legt Wert auf gepflegte Kleidung
äußere Erscheinung 䊐 Zieht gern Hosen an und trägt dazu nur
Blusen
Pflegeproblem 䊐 Kann Wünsche und Bedürfnisse äußern
䊐 Sturzgefahr (bezogen auf die Schuhe) 䊐 Legt großen Wert auf Schmuck, Kette, Ringe

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

78
AEDL – Sich kleiden können

Ziele Maßnahmen
䊐 Trägt angemessene und gepflegte 䊐 Beaufsichtigung von An- und Auskleiden
Kleidung 䊐 Unterstützung von An- und Auskleiden
䊐 Fühlt sich wohl und ist nach jahres- 䊐 Regelmäßigen Wäschewechsel anregen
zeitlichen, hygienischen, biogra- 䊐 Spezielle Kleidung bereitstellen (z. B. Pflegeoverall)
fischen Gewohnheiten gekleidet 䊐 VÜ: Unterwäsche und Strümpfe/Socken anziehen
䊐 Zieht vorbereitete Kleidung an/aus 䊐 Je nach Tagesform führt Patient/Bewohner An-/
䊐 Hat eine intakte Haut durch ange- Auskleiden in Teilbereichen unter Anleitung selbst aus
passte Materialien der Kleidung 䊐 Kleidung (Schuhe), die leicht zu schließen oder zu
䊐 Fühlt sich der Selbstständigkeit öffnen ist, anziehen (z. B. Klettverschluss)
unterstützt 䊐 Auf passende Schuhe achten
䊐 Teilschritte des Ankleidens ohne Zeitdruck einüben

Persönliche Gewohnheiten respektieren wie


䊐 Sonntags Anzug anziehen
䊐 Nur Trainingshosen anziehen
䊐 Kopftuch
䊐 Handtasche nach der Körperpflege reichen

Einschalten weitere Berufsgruppen


䊐 Logopädie
䊐 Ergotherapie
䊐 Facharzt
䊐 Arzt
䊐 Krankengymnastik

䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind 䊐 Tageskleidung mit Patient/Bewohner richten


erhalten und gefördert 䊐 Kleidung nach Wunsch auswählen
䊐 Fühlt sich wohl 䊐 VÜ: Unterwäsche und Strümpfe/Socken anziehen
䊐 Sturzgefahr ist vermieden 䊐 Je nach Tagesform führt Patient/Bewohner An-
Auskleiden in Teilbereichen unter A/B/U selbst aus
䊐 VÜ: Geschlossene Schuhe anziehen
䊐 VÜ: Schmuck anlegen
䊐 VÜ: Nachtbekleidung

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

79
AEDL nach Krohwinkel

5.8 AEDL – Ruhen, schlafen und sich entspannen


können

(Taxonomie II, Bereich: Aktivität/Ruhe)


Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)
Pflegediagnose Wellness-Pflegediagnose
䊐 Schlafentzug 䊐 Bereitschaft für einen verbesserten Schlaf
䊐 Schlafstörung
䊐 Erschöpfung 䊐 Hält gern von 13:00 bis 14:00 Uhr Mittags-
schlaf
Pflegeprobleme 䊐 Kann Schlafstörungen mitteilen
䊐 Hat Durchschlafstörungen 䊐 Schaut zum Einschlafen Fernsehen
䊐 Hat Einschlafstörungen 䊐 Liest vor dem Schlafen noch etwas
䊐 Leidet unter leichtem Schlaf 䊐 Meldet sich, wenn er/sie ins Bett möchte
䊐 Kann allein Lagerungswechsel vornehmen
Aufgrund von: 䊐 Kann allein Hilfsmittel verwenden, z. B. Urin-
䊐 Beschäftigungsdefizit flasche
䊐 nächtlichem Urindrang (Nykturie) 䊐 Meldet sich bei Schmerzen
䊐 Schmerzen 䊐 Möchte Nachts nicht gestört werden
䊐 Juckreiz 䊐 Telefoniert vor den Schlafengehen noch mit
䊐 innerer Unruhe der Angehörigen
䊐 Ängsten, Sorgen, Trauer 䊐 Möchte Nachtlicht eingeschaltet haben
䊐 Furcht/Wachsamkeit 䊐 Akzeptiert Hilfsmittel (Inkontinenzversor-
䊐 äußeren Umständen (Lärm, Helligkeit) gung, Bettgitter etc.)
䊐 notwendigen Lagerungen 䊐
䊐 Schlafumkehr 䊐
䊐 Wahnvorstellungen 䊐 Reagiert auf Validation
䊐 Desorientiertheit 䊐 Geht gern zum Nachtkaffee
䊐 Geht je nach Tagesform selbst zu Bett
䊐 nächtlichem Wandern 䊐 Nimmt Ratschläge, Maßnahmen, Therapien
䊐 Atemwegserkrankung an
䊐 Schmerzattacken 䊐 Ist motiviert
䊐 Störung durch Zimmernachbar gestört 䊐 Ist kooperativ
䊐 Störung durch Pflegekräfte/-abläufe 䊐 Ist orientiert
䊐 Legt sich in fremde Betten 䊐 Kann Wünsche und Bedürfnisse äußern

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

80
AEDL – Ruhen, schlafen und sich entspannen können

Ziele Maßnahmen
䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind 䊐 Auf das Ruhebedürfnis tagsüber eingehen
erhalten und gefördert 䊐 Zum Mittagsschlaf ins Bett bringen und mit einer
䊐 Hat ausgewogenen Tag-Nacht- Wolldecke zudecken
Rhythmus 䊐 Tagesstruktur überprüfen, ggf. verändern
䊐 Hat einen erholsamen Schlaf 䊐 Medikamentenabgabe nach ärztlicher Anordnung
䊐 Hat ausreichend Schlaf 䊐 Umgebung Schlaf fördernd verändern
䊐 Äußert Wohlbefinden (z. B. Dämmerlicht, Rollos schließen)
䊐 Nimmt Maßnahmen zur Schlafför- 䊐 Störende Umgebungsfaktoren ausschalten
derung an 䊐 Ohrstöpsel anbieten bzw. einsetzen
䊐 Hat einen störungsfreien/schmerz- 䊐 Individuelle Schlafrituale einhalten und fördern
freien Schlaf (Buch lesen, Radio hören, Bier, heiße Milch etc.)
䊐 Akzeptiert Schlafstörungen, kann 䊐 Hilfestellung bei Verrichtungen, die aufgrund der
mit Schlafstörungen umgehen Müdigkeit nicht selbstständig durchgeführt werden
䊐 Hat einen ausgeglichen Tages- können, wie
rhythmus
䊐 Hat einen angstfreien Schlaf
䊐 Fühlt sich sicher 䊐 Rücken mit entspannenden Ölen (z. B. Lavendelöl)
䊐 Störfaktoren sind ausgeschaltet einreiben
bzw. minimiert 䊐 Fußbad anbieten
䊐 Fernseher um 23:00 Uhr ausschalten
䊐 Zuwendung und Gesprächsbereitschaft bei Konflikten
und Krisen anbieten
䊐 Bei Bedarf Validierung durchführen
䊐 Patient/Bewohner ins Nachtcafé bringen und wieder
abholen
䊐 Ausreichend Flüssigkeit bereitstellen und zum Trinken
auffordern
䊐 Lagerung nach Plan/Wunsch

䊐 Lagerung mit Lagerungshilfsmitteln

䊐 VÜ: Urinflasche bereitstellen

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

81
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)

Beispiel
Pflegediagnose 䊐 Hält gern Mittagsschlaf im Bett –
䊐 Schlafstörungen von 13:00 bis 14:00 Uhr
䊐 Erschöpfung 䊐 Schläft oft tagsüber auf Stuhl/Sessel ein
䊐 Nimmt an Tagesaktivitäten gern teil
Pflegeproblem 䊐 Schaut zum Einschlafen TV
䊐 Leidet unter Schlafumkehr 䊐 Möchte Nachtlicht eingeschaltet haben
䊐 Ist erschöpft und müde 䊐 Geht gern zum Nachtkaffee, spielt mit den
anderen Karten
䊐 Kann Schlafstörung mitteilen

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

82
AEDL – Ruhen, schlafen und sich entspannen können

Ziele Maßnahmen
Einschalten weitere Berufsgruppen
䊐 Logopädie
䊐 Ergotherapie
䊐 Facharzt
䊐 Arzt
䊐 Krankengymnastik

䊐 Hat ausgewogenen Tag-Nacht- 䊐 VÜ: Medikamentenabgabe nach ärztlicher Anordnung


Rhythmus 䊐 Auf das Ruhebedürfnis tagsüber eingehen
䊐 Hat ausreichend Schlaf 䊐 VÜ: Zum Mittagsschlaf von 13:00–14:00 Uhr ins Bett
䊐 Äußert Wohlbefinden bringen und mit einer Wolldecke zudecken
䊐 VÜ: Patient/Bewohner zu den Tagesaktivitäten
begleiten
䊐 VÜ: Patient/Bewohner ins Nachtcafé bringen und
wieder abholen
䊐 Umgebung Schlaf fördernd verändern Nachtlicht und
Rollos schließen
䊐 VÜ: Fernsehen einschalten und ausschalten
(23:00 Uhr)

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

83
AEDL nach Krohwinkel

5.9 AEDL – Sich beschäftigen lernen


und sich entwickeln können

(Taxonomie II, Bereich: Aktivität/Ruhe)


Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)
Pflegediagnose 䊐 Ist kontaktfreudig
䊐 Beschäftigungsdefizit 䊐 Pflegt Kontakt zu seinen Kindern und Enkeln
䊐 Aktivitätstoleranz (Bedeutet: Ungenügende 䊐 Ist motiviert
physische oder psychische Kraft oder 䊐 Kann sich beschäftigen
Energie, um erforderliche oder erwünschte 䊐 Sucht Betätigung
alltägliche Aktivitäten durchzuhalten oder 䊐 Will sich engagieren
auszuführen) 䊐 Ist orientiert
䊐 Gefahr einer Aktivitätstoleranz 䊐 Ist für Anregungen aufgeschlossen
䊐 Hat Selbstvertrauen
Pflegeproblem 䊐 Kann eigene Fähigkeiten einsetzen
䊐 Kann den Tagesablauf nicht selbstständig 䊐 Ist mobil
gestalten 䊐 Äußert Wünsche und Bedürfnisse
䊐 Hat ein niedriges Selbstwertgefühl 䊐 Kann Hilfsmittel nutzen
䊐 Fühlt sich überflüssig 䊐
䊐 Kann wichtige Tätigkeiten nicht mehr 䊐 Will seine Ruhe haben
ausführen 䊐 Möchte nicht am Beschäftigungsangebot
䊐 Ist gelangweilt teilnehmen, sondern fernsehen
䊐 䊐 Gestaltet den Tagesablauf selbst
䊐 䊐 Ist selbstständig
䊐 Kann frühere Interessen bzw. Hobbys nicht 䊐 Geht mit Begleitung zur Freizeitgestaltung
mehr ausüben, z. B. Gartenarbeit, Angeln, 䊐 Liest gern Zeitung
Handwerk usw. 䊐 List gern Liebesromane
䊐 Kann Kontakte zu Gruppen und Vereinen 䊐 Telefoniert viel, z. B. mit Tochter
nicht mehr aufrechterhalten 䊐 Schaut gern TV, z. B. Fußballsendungen,
䊐 Psychische Erkrankung wie Demenz Nachrichten
䊐 Eingeschränktes Hören, Sehen 䊐 Geht nur zum Gedächtnistraining, lehnt
䊐 Kann nicht mehr der Lieblingsbeschäftigung andere Beschäftigungsmaßnahmen ab
nachgehen, z. B. Lesen 䊐 Nimmt nur kurze Zeit am Beschäftigungsan-
䊐 Eingeschränkte Beweglichkeit gebot teil
䊐 Depression 䊐 Besucht gern Feste
䊐 Angst/Furcht 䊐 Nimmt gern an Ausflügen teil
䊐 Schmerzen

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

84
AEDL – Sich beschäftigen lernen und sich entwickeln können

Ziele Maßnahmen
䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind 䊐 Biografiearbeit zur Erkennung der früheren Gewohn-
erhalte und gefördert heiten
䊐 Äußert Freude an Beschäftigung
und Aktivitäten Beschäftigungstherapie
䊐 Nimmt an Beschäftigungsange- 䊐 Information über Angebote zu Aktivitäten
boten teil 䊐 Information über Feste und Ausflüge
䊐 Hat Hobbys und pflegt diese 䊐 Beschäftigungssangesbote und Interessen
䊐 Hat Kontakte zu Mitbewohnern/ des Patienten/Bewohners erfragen
Angehörigen/Bekannten 䊐 Teilnahme ermöglichen
䊐 Beschäftigt sich seinen Fähigkeiten 䊐
entsprechend 䊐 Begleitung zu Aktivitäten bzw. Beschäftigungs-
䊐 Ist mit dem Tagesablauf zufrieden angebot
䊐 Erlebt Tagesablauf als sinnvoll 䊐 Begleitung ins Nachtcafé
䊐 Sieht neue Beschäftigungsmöglich-
keiten Kontakte fördern
䊐 Hat ein Erfolgs-/ Gemeinschafts- 䊐 Kontakte unter Patienten/Bewohnern fördern
erlebnis 䊐 Kontakte zu Angehörigen, Bekannten fördern
䊐 Zeigt Zufriedenheit und Wohlbe- 䊐 Teilnahme an Festen und Feiern ermöglichen
finden 䊐 Teilnahme am Gemeindeleben, Vereinen ermöglichen
䊐 Hilfsmittel ist angepasst, z. B. Brille 䊐
䊐 Nimmt mit Hilfsmitteln (Rollstuhl)
an Einkäufen/Spaziergängen außer- Im Wohnbereich Beschäftigung anbieten, wie
halb der Einrichtung teil 䊐 Wohnbereichsbezogene Aufgaben
䊐 Ist entscheidungsfreudig/initiativ 䊐 Post holen
䊐 Fühlt sich wohl 䊐 Zeitung austeilen
䊐 Fühlt sich in der Selbstständigkeit 䊐 Beschäftigung, die auf frühere Tätigkeiten zurück-
nicht eingeschränkt greifen, z. B.
䊐 Verhält sich anderen gegenüber – hauswirtschaftliche Tätigkeiten
angemessen – Staub wischen
䊐 Kontakte nach außen sind – Tische abräumen
gesichert – Schreibarbeiten
䊐 Finanzielle Mittel sind gesichert

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

85
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


䊐 Psychopharmaka 䊐 Läst sich motivieren, am Beschäftigungs-
䊐 Eingeschränkte Kommunikation und Wahr- angebot/Freizeitgestaltung teilzunehmen
nehmung 䊐 Geht mit Angehörigen freitags immer ins
䊐 Beschäftigungsunlust Café
䊐 Keine Annahme des Beschäftigungsange- 䊐 Tochter kommt täglich zu Besuch/zum
botes Kaffeetrinken und unterhalten sich
䊐 Fehlende Motivation 䊐 Fährt mit dem Bus regelmäßig zum
䊐 Kann seinen Haushalt nicht selbst führen Bummeln in die Stadt
䊐 Selbstständiges Einkaufen nicht mehr 䊐 Hilft bei Abräumen des Geschirrs mit oder
möglich legt Wäsche zusammen usw.
䊐 Selbstständiges Einkaufen nur noch 䊐 Singt gern mit den anderen Bewohnern
beschränkt möglich 䊐 Geht gern zum Singverein
䊐 䊐 Nimmt gern am Seniorennachmittag in der
䊐 Knappe finanzielle Mittel Gemeinde teil
䊐 Umgebung nicht den Bedürfnissen ange- 䊐 Trifft sich täglich um 14:00 Uhr mit der
passt Zimmernachbarin zum gemeinsamen
Spaziergang
䊐 Sonstiges
䊐 Immobile Bew.
䊐 Reagiert auf basale Stimulation
䊐 Reagiert auf Aromatherapie
䊐 Reagiert auf Ansprache
䊐 wie
䊐 Hört gern zu, wenn Pflegekraft die Zeitung
oder Buch vorliest
䊐 Hört gern Volksmusik

䊐 Sonstiges

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

86
AEDL – Sich beschäftigen lernen und sich entwickeln können

Ziele Maßnahmen
䊐 Begleitung und Beförderung, Sonstiges
z. B. zum Verein, ist gesichert 䊐 Gewohnheiten und Bedürfnisse ermitteln
䊐 Hilfsmittel zur Bewältigung von Einschränkungen
bereitstellen
䊐 Auf frühere Hobbys eingehen (so weit möglich)
䊐 Begleitung bei Spaziergängen
䊐 Kontakte zu Angehörigen u. a. Bezugspersonen
vermitteln
䊐 Kontakt zu Behörten vermitteln/begleiten
䊐 Kontakte zu Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen
vermitteln/begleiten
䊐 Organisation oder Begleitung von Gruppen und
Vereinen

Immobile Patienten/Bewohner
䊐 Einzeltherapie, z. B. morgens u. nachmittags ca. 10 Min.
䊐 Basale Stimulation
䊐 Aromatherapie
䊐 Vorlesen der Zeitung oder eines Buch
䊐 Musik anbieten, z. B. Volksmusik

Demenziell veränderte Patienten/Bewohner


䊐 Einzeltherapie
䊐 Gruppentherapie (nur kleine Gruppen)
䊐 Einbeziehen in den Tagesablauf
䊐 Validation
䊐 Basale Stimulation
䊐 Aromatherapie
䊐 Vorlesen der Zeitung oder eines Buch
䊐 Bilder anschauen
䊐 Musik anbieten, z. B. Volksmusik
䊐 Singen
䊐 Tätigkeiten aus dem früheren Leben anbieten
bzw. Erinnerungsarbeit
䊐 wie _____________________________________


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

87
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)

Beispiel
Pflegediagnose 䊐 Äußert Wünsche und Bedürfnisse
䊐 Beschäftigungsdefizit 䊐 Kann Hilfsmittel nutzen
䊐 Geht mit Begleitung in den Garten
Pflegeproblem 䊐 Kann Gartenarbeit am Hochbeet mit Hilfe
䊐 Kann den Tagesablauf nicht selbstständig durchführen (nur im Frühling/Sommer)
gestalten 䊐 Liest gern Zeitung mit Lupe
䊐 Kann frühere Interessen nicht mehr ausüben 䊐 Telefoniert gerne, z. B. mit Tochter
z. B. Gartenarbeit 䊐 Geht gern zum Gedächtnistraining und zur
䊐 Kann Kontakte zu Gruppen und Vereinen Gymnastik
nicht mehr aufrechterhalten 䊐 Besucht gern Feste
䊐 Eingeschränkte Sehfähigkeit 䊐 Nimmt gern an Ausflügen teil
䊐 Eingeschränkte Beweglichkeit 䊐 Geht mit Angehörigen freitags immer ins
䊐 Kann nur kurze Strecken gehen, ist unsicher Café
ängstlich 䊐 Singt gern mit den anderen Bewohnern
䊐 Sturzgefahr 䊐 Hört gern zu, wenn Pflegekraft die Zeitung
oder Buch vorliest
䊐 Hört gern Hörspiel-CD

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

88
AEDL – Sich beschäftigen lernen und sich entwickeln können

Ziele Maßnahmen
Haushaltsführung
䊐 Einkäufe tätigen
䊐 Unterstützung bei der Haushaltsführung anbieten,
z. B. durch Haushaltshilfe
䊐 Nahrung zubereiten und servieren
䊐 Geschirr reinigen
䊐 Wäsche reinigen, bügeln usw.
䊐 Reinigung der Wohnung

Einschalten weiterer Berufsgruppen


䊐 Logopädie
䊐 Ergotherapie
䊐 Facharzt
䊐 Arzt
䊐 Krankengymnastik

䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind 䊐 VÜ: Weiterführen der Biografiearbeit zur Erkennung


erhalten und gefördert der früheren Gewohnheiten
䊐 Begleitung und Beförderung, z. B.
zum Verein, ist gesichert Beschäftigungstherapie
䊐 Sturzgefahr ist vermieden 䊐 Information über Angebote zu Aktivitäten
䊐 Information über Feste und Ausflüge
䊐 VÜ: Begleitung zu Aktivitäten bzw. Beschäftigungsan-
gebot
䊐 VÜ: Teilnahme am Gemeindeleben, an Vereinen orga-
nisieren (z. B. jeder erste Freitag im Monat)
䊐 Sturzgefahr wird durch Begleitung zu den einzelnen
Aktivitäten gemindert

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

89
AEDL nach Krohwinkel

5.10 AEDL – Sich als Mann oder Frau fühlen


und sich verhalten können

(Taxonomie II, Bereiche: Coping/Stresstoleranz, Sexualität)


Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)
Pflegediagnose 䊐 Akzeptiert die Regeln des Zusammenlebens
䊐 Vergewaltigungssyndrom: Enthält drei 䊐 Hat intaktes Selbstwertgefühl
Untergruppen: Vergewaltigungstrauma, 䊐 Akzeptiert gesellschaftliche Normen
verstärkte Reaktion, stumme Reaktion 䊐 Kann Wünsche und Bedürfnisse mitteilen
䊐 Sexualstörung 䊐 Kann sich mitteilen
䊐 Unwirksames Sexualverhalten 䊐 Kann mit Einschränkungen und Verände-
(Bedeutet: äußert Besorgnis über seine rungen gut umgehen
Sexualität) 䊐 Geht regelmäßig zur Selbsthilfegruppe
䊐 Kann über frühere Geschehnisse sprechen
Pflegeproblem wie
䊐 Lehnt Pflege durch andersgeschlechtliche 䊐 Kann über Sorgen sprechen
Pflegekräfte ab 䊐 Legt Wert auf gepflegtes Äußeres
䊐 Außergewöhnliches Schamgefühl bei 䊐 Geht nur geschminkt aus dem Haus/Zimmer
Intimpflege 䊐 Liebt Lippenstift, muss am Tag öfters
䊐 Kann Sexualität nicht ausleben; aufgetragen werden
Folge: sexuelle Übergriffe 䊐 Zieht nur Röcke an
䊐 Hat ein starkes Bedürfnis nach Zärtlichkeit 䊐 Legt Wert auf Schmuck, Ohrringe, Ketten
䊐 Enthemmtes Verhalten
䊐 Fühlt sich als Mann oder Frau herabgesetzt
(Bartwuchs, Haarausfall)
䊐 Kann sich nicht mehr geschlechtsspezifisch
kleiden/pflegen durch Krankheit
䊐 Fühl sich durch Krankheitsfolgen unattraktiv
(z. B. Stoma, Abhängigkeit von medizi-
nischen Geräten, Hauterkrankungen, Ampu-
tationen, Narben usw.)
䊐 Kann sich nicht mehr selbst schminken
䊐 Äußert Gefühle nicht
䊐 Schnelle Stimmungswechsel
䊐 Gestörtes Selbstwertgefühl
䊐 Angst bzw. Aggressionen gegenüber dem
anderen Geschlecht

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

90
AEDL – Sich als Mann oder Frau fühlen und sich verhalten können

Ziele Maßnahmen
䊐 Vorhandene Fähigkeiten erhalten 䊐 Gleichgeschlechtliche Pflege – wenn gewünscht –
und fördern sicherstellen
䊐 Kann Bedürfnisse und Gefühle 䊐 Aus religiösen/kulturellen Gründen gleichgeschlecht-
mitteilen liche Pflege sicherstellen
䊐 Fühlt sich verstanden 䊐 Dauerhafte Bezugsperson zur Wahrung der Intims-
䊐 Erleidet keine Folgeschäden phäre ermöglichen
䊐 Akzeptiert Einschränkungen und 䊐 Einverständnis zu allen pflegerischen Handlungen
Veränderungen einholen
䊐 Fühlt sich sicher und angenommen 䊐 Vertrauen durch Bezugspflege herstellen
䊐 Fühlt sich als Mann oder Frau 䊐 Gespräche führen
䊐 Ist geschminkt 䊐 Übernahme/Hilfestellung bei Hautpflege/Schminken
䊐 Hat ein positives und bejahendes 䊐 Einschalten eines Therapeuten
Selbstempfinden/Selbstwertgefühl 䊐 Kontakte unter Patienten/Bewohnern fördern
䊐 Biografische Hintergründe sind 䊐 Unterstützung bei Ängsten anbieten
respektiert 䊐 Selbstbestimmung unterstützen und fördern
䊐 Empfindet Vertrauen zu Pflege- 䊐 Zuwendung und Anerkennung auch nonverbal signa-
kräften lisieren
䊐 Religiöse/kulturelle Gebote sind 䊐 Siehe AEDL 5
eingehalten 䊐
䊐 Fühlt sich wohl und gepflegt, 䊐
siehe AEDL 4 䊐

Einschalten weiterer Berufsgruppen


䊐 Logopädie
䊐 Ergotherapie
䊐 Facharzt
䊐 Arzt
䊐 Krankengymnastik


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

91
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


䊐 Abwehr von Berührung/Körperkontakt
䊐 Sozialer Rückzug
䊐 Verbaler und nonverbaler Ausdruck von Wut,
Trauer und Niedergeschlagenheit

䊐 Sonstiges

Beispiel
Pflegeproblem 䊐 Kann Wünsche und Bedürfnisse äußern
䊐 Bew. lehnt Pflege durch männliche Pflege- 䊐 Legt Wert auf gepflegtes Äußeres
kraft ab 䊐 Geht nur geschminkt aus dem Haus/Zimmer
䊐 Kann sich nicht mehr selbst schminken 䊐 Zieht nur Röcke an
䊐 Legt großen Wert auf gepflegte Frisur
䊐 Geht gern einmal wöchentlich zum Friseur

5.11 AEDL – Für eine sichere und fördernde Umgebung


sorgen können

(Taxonomie II, Bereich: Sicherheit/Schutz)


Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)
Pflegediagnose 䊐 Kann sich auf räumliche Gegebenheiten
䊐 Aspirationsgefahr einstellen
䊐 Vergiftungsgefahr 䊐 Vertraut den Pflegenden
䊐 Verletzungsgefahr 䊐 Vertraut auf Hilfsmittel
䊐 Sturzgefahr 䊐 Ist kompromissbereit
䊐 Kann Schmerzen äußern
䊐 Kann Kontakte aufrechterhalten

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

92
AEDL – Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen können

Ziele Maßnahmen

䊐 Vorhandene Fähigkeiten erhalten 䊐 Dauerhafte Bezugspers. z. Wahrung der Intimsphäre


und fördern ermögl.
䊐 Biografische Hintergründe sind 䊐 Einverständnis zu allen pflegerischen Handlungen
respektiert einholen
䊐 Fühlt sich wohl und gepflegt 䊐 Körpernahe Pflege nur durch weibliche Pflegekraft
䊐 Unterstützung bei Nutzung des Lippenstiftes
䊐 VÜ: Schmuck anlegen, Ohrringe und Kette
䊐 VÜ: Haare frisieren (2 x täglich)
䊐 Friseurtermin ausmachen (1 x wöchentlich)
䊐 Gespräche führen
䊐 Siehe AEDL Sich pflegen

Ziele Maßnahmen
䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind Fixierungen nach Einverständnis
erhalten und gefördert (Richter, Patient/Bewohner)
䊐 Akzeptiert Hilfsmittel 䊐 Bettgitter
䊐 Benutzt angepasste Hilfsmittel 䊐 Bauchgurt
䊐 Akzeptiert Sicherheitsmaßnahmen 䊐 Schlafsack
䊐 Erkennt eigene Belastungsgrenze 䊐 Bettschürze
䊐 Erkennt Gefahrenquellen 䊐 Betreuung einrichten/informieren
䊐 Hat einen geregelten Tagesablauf 䊐 Medikamentenabgabe nach Anordnung des Arztes

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

93
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Pflegeproblem 䊐 Erkennt Gefahren und meldet sich bei Hilfs-
䊐 Kann Gefahren nicht erkennen bedarf
䊐 Fenster/Balkontüren 䊐 Kann Gefahren wahrnehmen
䊐 Feuer
䊐 Hitzequellen 䊐 Siehe AEDL Kommunikation, Orientierung
䊐 Treppen und Sich bewegen
䊐 Kälte
䊐 Stromquellen
䊐 Findet sich in der Umgebung nicht zurecht
䊐 Kann den Tagesablauf zeitlich nicht struk-
turieren
䊐 Kann Medikamente nicht allein richten

Selbstgefährdung durch
䊐 Übersteigen des Bettgitters
䊐 Suizid
䊐 Suchterkrankung

Sturzgefahr
䊐 Sturzgefährdung
䊐 Schmerzen bei Bewegungsabläufen
䊐 Eingeschränkter Bewegungsapparat
䊐 Neurologische Ausfälle
䊐 Bewusstseinsstörung
䊐 Herz-/Kreislauferkrankungen
䊐 Gleichgewichtsstörungen
䊐 Schwindelgefühl
䊐 Sehstörungen

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

94
AEDL – Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen können

Ziele Maßnahmen
䊐 Lernt mit Alternativen umzugehen 䊐 Gespräche führen
䊐 Findet sich zurecht 䊐 Umgebung auf Gefahren hin kontrollieren
䊐 Fühlt sich sicher 䊐 Gefahren – so weit wie möglich – ausschalten
䊐 Kann sich koordiniert und sicher 䊐 Anleiten zum sicheren Bewegen im Umfeld
bewegen 䊐 Validierende Gespräche führen
䊐 Sturzgefahr ist beseitigt bzw. 䊐 Lebensmittel prüfen und für Vorrat sorgen
minimiert 䊐 Für Schmerzlinderung sorgen
䊐 Gefahrenquelle ist beseitigt bzw. 䊐 Siehe auch AEDL Kommunikation/Orientierung,
Umgang mit Gefahren wird vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten,
beherrscht Essen und Trinken, sich pflegen
䊐 Kompromiss ist gefunden 䊐
䊐 Medikamenteneinnahme ist 䊐
gewährleistet 䊐
䊐 Betreuung ist eingerichtet bzw. 䊐
hat eine Vertrauensperson
䊐 Persönliche Angelegenheiten sind Sturzprophylaxe
erledigt 䊐 siehe auch Standard Nr. …
䊐 Selbst-/Fremdgefährdung ist 䊐 Einschätzen des Risikos und allgemeine Hilfestellung
vermieden 䊐 Hindernisse und Gefahren beseitigen
䊐 Schmerzen sind vermieden 䊐 Begleitung anbieten
䊐 Sturzgefahr ist vermieden 䊐 Geeignete Halt- und Stützmöglichkeiten bieten
䊐 Hat keine Schmerzen beim 䊐 Beachtung und Berücksichtigung medizinischer
Bewegen Gefahren
䊐 Passive Schutzmaßnahmen zur Verfügung stellen,
z. B. Hüftprotektoren
䊐 Patient/Bewohner auffordern, sich zu melden,
wenn er Hilfe braucht

Einschalten weitere Berufsgruppen


䊐 Ergotherapie
䊐 Facharzt
䊐 Arzt
䊐 Krankengymnastik


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

95
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Beispiel
Pflegediagnose 䊐 Kann Schmerzen äußern
䊐 Verletzungsgefahr 䊐 Kann sich auf räumliche Gegebenheiten
einstellen
Pflegeproblem 䊐 Kann Kontakte aufrechterhalten
䊐 Kann Medikamente nicht allein richten 䊐 Geht nur mit Rollator aus dem Zimmer

Sturzgefahr
䊐 Sturzgefährdung
䊐 Schmerzen bei Bewegungsabläufen
䊐 Sehstörungen

5.12 AEDL – Soziale Bereiche des Lebens sichern


und gestalten können

(Taxonomie II, Bereiche: Selbstwahrnehmung, Rolle/Beziehungen)


Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)
Pflegediagnose Wellness-Pflegediagnose
䊐 Vereinsamungsgefahr 䊐 Bereitschaft für verbesserte Familien-
䊐 Alkoholismusbedingt gestörte Familien- prozesse
prozesse
䊐 Unterbrochene Familienprozesse 䊐 Hat Kontakt zu Vertrauensperson
䊐 Soziale Isolation 䊐 Will informiert sein
䊐 Beeinträchtigte Religiosität 䊐 Pflegt telefonisch Kontakte
䊐 Rollenüberlastung pflegender Angehöriger/ 䊐 Nimmt Hilfestellung und Unterstützung an
Laien 䊐 Ist interessiert an Neuem
䊐 Gefahr einer Rollenüberlastung pflegender 䊐 Ist interessiert am Umfeld
Angehöriger/Laien 䊐 Kann mit Abhängigkeit gut umgehen
䊐 Kann in einigen Bereichen Entscheidungen
treffen
䊐 Übernimmt Verantwortung
䊐 Geht gern auf andere zu

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

96
AEDL – Soziale Bereiche des Lebens sichern und gestalten können

Ziele Maßnahmen

䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind 䊐 Medikamentenabgabe nach Anordnung des Arztes


erhalten und gefördert 䊐 Für Schmerzlinderung sorgen
䊐 Sturzgefahr ist vermieden 䊐 Gespräche führen
䊐 Hat keine Schmerzen beim 䊐 Umgebung auf Gefahren kontrollieren
Bewegen 䊐 Gefahren – so weit wie möglich – ausschalten
䊐 Anleiten zum sicheren Bewegen im Umfeld

Ziele Maßnahmen
䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind 䊐 Betreuung einrichten
erhalten und gefördert 䊐 Gespräche anbieten
䊐 Hat Kontakt zu Bewohnern, 䊐 Kontakte zu Gruppen anbieten
Angehörigen, Mitarbeitern 䊐 Kontakte zu Gruppen vermitteln
䊐 Wünscht eine Bezugsperson/hat 䊐 Kontakte zu Mitbewohnern anbieten
eine Bezugsperson 䊐 Kontakte zu Mitbewohnern vermitteln
䊐 Ist integriert 䊐 Kontakte zu Nachbarn anbieten
䊐 Geht auf Menschen zu 䊐 Kontakte zu Nachbarn vermitteln
䊐 Bringt sich in die Gemeinschaft ein 䊐 Kontakte zu Angehörigen anbieten
䊐 Ist informiert 䊐 Kontakte zu Angehörigen vermitteln
䊐 Nimmt am gesellschaftlichen Leben 䊐 Kontakte zu Pfarreien anbieten
teil 䊐 Kontakte zu Pfarreien vermitteln
䊐 Kennt Ursache der Isolation und 䊐 Besuchsdienst, Nachbarschaftshilfe einschalten
arbeitet aktiv daran, sie zu redu-
zieren


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

97
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Pflegeproblem 䊐 Nimmt Angebote an zur Bewältigung seiner
䊐 Hat keine Bezugsperson Isolation
䊐 Ist antriebsarm 䊐 Nimmt gern an Veranstaltungen,
䊐 Fühlt sich isoliert am Gemeindeleben teil
䊐 Ist misstrauisch 䊐 Siehe AEDL Kommunikation, Orientierung,
䊐 Sozialer Rückzug Sich bewegen, Sich als Mann oder Frau
䊐 Hilflosigkeit in den täglichen Verrichtungen fühlen, Sich beschäftigen, Sich pflegen
䊐 Kann keine Entscheidungen mehr treffen und kleiden
䊐 Fehlende finanzielle Möglichkeiten

Kann Kontakte nicht aufrechterhalten


Aufgrund von
䊐 Desorientiertheit
䊐 körperlicher Behinderung
䊐 schlechter Verkehrsanbindung
䊐 vermeintlicher Unabänderlichkeit der
Situation
䊐 räumlicher Trennung von Angehörigen
䊐 Verlust von Bezugspersonen
䊐 Einschränkungen der Sprach-, Hör-
und/oder Sehfähigkeit

Beispiel
Pflegediagnose 䊐 Nimmt Angebote an zur Bewältigung seiner
䊐 Soziale Isolation Isolation an
䊐 Vereinsamungsgefahr 䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind erhalten und
gefördert
Pflegeproblem
䊐 Hat keine Bezugsperson
䊐 Fühlt sich isoliert
䊐 Sozialer Rückzug

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

98
AEDL – Soziale Bereiche des Lebens sichern und gestalten können

Ziele Maßnahmen
䊐 Erfährt Zuwendung und Aufmerk- 䊐 Orientierungshilfen geben (Bilder, Uhr, Kalender)
samkeit 䊐 Situationsbedingte Gespräche führen
䊐 Lebt selbstbestimmt 䊐 Zeitungen anbieten
䊐 Trifft Entscheidungen selbstständig 䊐 Hilfsmittel anbieten
䊐 Ist zufrieden 䊐 Zur Teilnahme an Aktivitäten (Feste etc.)
䊐 Das Interesse am Umfeld ist motivieren/informieren
geweckt 䊐 Siehe auch AEDL Kommunikation/Orientierung
䊐 Das Interesse an Neuem ist und Sich beschäftigen
geweckt
䊐 Bezugsperson sicherstellen
䊐 Bedürfnisse erkennen und darauf eingehen
䊐 Für Sicherheit sorgen
䊐 Selbst- und Fremdgefährdung ausschließen
䊐 Biografische Hintergründe berücksichtigen
䊐 Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten

Einschalten weiterer Berufsgruppen


䊐 Facharzt
䊐 Arzt
䊐 Krankengymnastik

䊐 Hat Kontakt zu Bewohnern, 䊐 Betreuung einrichten


Angehörigen, Mitarbeitern 䊐 Gespräche anbieten
䊐 Hat eine Bezugsperson 䊐 Begleiten zur Teilnahme an Aktivitäten
䊐 Kontakte zu Gruppen vermitteln
䊐 Kontakte zu Mitbewohnern anbieten
䊐 Kontakte zu Pfarreien anbieten
䊐 Kontakte zu Pfarreien vermitteln
䊐 Besuchsdienst, Nachbarschaftshilfe einschalten

䊐 Siehe auch AEDL Kommunikation/Orientierung


und Sich beschäftigen


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

99
AEDL nach Krohwinkel

5.13 AEDL – Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens


umgehen können

(Taxonomie II, Bereiche: Coping/Stresstoleranz, Lebensprinzipien, Perzep-


tion/Kognition, Selbstwahrnehmung, Sicherheit/Schutz, Befinden)
Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)
Pflegediagnose Wellness-Pflegediagnose
䊐 Angst 䊐 Bereitschaft für ein verbessertes spirituelles
䊐 Todesangst Wohlbefinden
䊐 Beeinträchtigte Anpassung 䊐 Bereitschaft für ein verbessertes Coping
䊐 Unwirksames Coping einer Gemeinschaft
(Bedeutet: Eine Störung der Anpassungs- 䊐 Bereitschaft für ein verbessertes familiäres
und der Problemlösungsfähigkeiten eines Coping dies heißt mit den Pat/Bew.
Menschen in Bezug auf die Einschätzung zusammen einen verbesserten Gesundheits-
von Situationen, die Auswahl geeigneter zustand herzustellen
Reaktionen und die Unfähigkeit, vorhandene 䊐 Bereitschaft für ein verbessertes Therapie-
Ressourcen zu nutzen) management
䊐 Behindertes familiäres Coping
(Bedeutet: Ein Verhalten einer Bezugsperson, 䊐 Kann Schmerzen äußern und um Hilfe bitten
das sie selbst und/oder den Patienten/ 䊐 Kann mit Schmerzen umgehen und sie
Bewohner abhält, die notwendige Anpassung vermeiden
an den veränderten Gesundheitszustand zu 䊐 Kennt Methoden zur Schmerzbekämpfung
leisten) und setzt sie ein
䊐 Gefährdendes familiäres Coping 䊐 Kann verbal Schmerz ausdrücken
䊐 Hoffnungslosigkeit 䊐 Kann durch nonverbale Äußerungen
䊐 Furcht auf Schmerzen aufmerksam machen, wie
䊐 Unwirksames Gesundheitsverhalten
䊐 Körperbildstörung 䊐 Kann über Ängste sprechen
䊐 Machtlosigkeit 䊐 Kann mit Angst umgehen
䊐 Posttraumatisches Syndrom 䊐 Kann über seine Gefühle und Bedürfnisse
(Bedeutet: Anhaltend fehl angepasste Reak- sprechen
tion auf ein traumatisches überwältigendes 䊐 Fühlt sich durch andere verstanden
Ereignis, z. B. Tod, Gewalttaten, Verlust des 䊐 Nimmt Angebote zur Bewältigung an
Hauses/Wohnung) 䊐 Hat Lebensmut
䊐 Unwirksames Verleugnen
䊐 Akute Verwirrtheit 䊐 Kann trauern
䊐 Chronische Verwirrtheit 䊐 Spricht viel über den Verlust des Partners

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

100
Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können

Ziele Maßnahmen
䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind 䊐 Einbeziehen des Arztes
erhalten und gefördert 䊐 Medikamentengabe nach Anweisung des Arztes
䊐 Ist schmerzfrei, hat Schmerztherapie (Schmerzen)
䊐 Schmerzen sind verringert 䊐 Schmerztherapie anbieten
䊐 Kann verbal Schmerzen äußern
䊐 Kennt Schmerz auslösende 䊐 Beruhigende Waschungen und wärmende Auflagen
Faktoren und kann sie vermeiden bei Schmerzen anbieten
䊐 Akzeptiert Krankheit/Behinderung 䊐 Führen des Schmerzprotokolls
䊐 Gespräche über Schmerzproblematik führen
䊐 Ängste sind vermieden 䊐 Schmerzassessment durchführen
䊐 Kennt Möglichkeiten mit der Angst 䊐 Einbeziehen des Schmerzstandards
umzugehen
䊐 Ist angstfrei 䊐 Angst auslösende Ursachen vermeiden
䊐 Spricht über Sorgen/Ängste 䊐 Validation bei starken Gefühlsausbrüchen anwenden
䊐 Hilfsmittel zur Verfügung stellen, z. B. Notrufsystem,
䊐 Hoffnungslosigkeit ist vermieden Glocke
䊐 Hat wieder Lebensmut 䊐 Entspannende Maßnahmen durchführen,
䊐 Nutzt Unterstützungsangebote z. B. Atemübungen, warmes Bad
䊐 Fühlt sich angenommen
䊐 Akzeptiert das Leben 䊐 Aktives Zuhören/Bestätigung und Anerkennung
geben
䊐 Nimmt Verlust/Trennung an 䊐 Situationsbezogene Gespräche führen
䊐 Kann trauern 䊐 Aus der Isolation holen durch Kontaktaufnahme
zu anderen Menschen
䊐 Nimmt den neuen Lebensabschnitt/ 䊐 Gesprächsgruppen und Therapeutische Angebote
das Alter an anbieten
䊐 Hat sich gut eingelebt 䊐 Verständnis zeigen und Unterstützung bei Bearbei-
䊐 Hat wieder Selbstwertgefühl tung der Trauer geben
䊐 Nimmt am Gemeinschaftsleben teil 䊐 Regelmäßige Kontakte zur/zum Seelsorger/in
䊐 Nimmt die Realität an sicherstellen
䊐 Hat Vertrauen 䊐 Vertrauen und Sicherheit geben

Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

101
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


䊐 Existenzielle Verzweiflung 䊐 Kann Schmerzen über den Verlust
(Bedeutet: Werte und Lebensgrundsätze ausdrücken
zu sich selbst, zu Anderen, Kunst, Kultur, 䊐 Nimmt Hilfen an
Musik, Natur sind durch verringerte der 䊐 Hat Hoffnung und nimmt selbstständig
Fähigkeiten beeinträchtigt) soziale Kontakte zu anderen Menschen auf
䊐 Gefahr einer existenziellen Verzweiflung
䊐 Akute Schmerzen 䊐 Ist interessiert an Neuem
䊐 Chronische Schmerzen 䊐 Setzt sich mit den neuen Gegebenheiten
䊐 Selbstverletzung/-gefahr auseinander
䊐 Geringes Selbstwertgefühl 䊐 Geht auf Menschen zu
䊐 Chronische Sorgen 䊐 Ist offen zu Menschen
䊐 Suizidgefahr 䊐 Hat Vertrauen
䊐 Erschwerte Trauer 䊐 Findet Kraft und Halt in …
䊐 Relokationssyndrom 䊐 Kann Gefühle mitteilen
(Bedeutet: Physiologische und/oder psycho- 䊐 Hat keine finanzielle Sorgen
soziale Störung infolge des Wechseln von 䊐 Hat Angehörige, die unterstützen
einer Umgebung in eine andere)

Pflegeproblem
䊐 Hat Schmerzen

䊐 Chronische Schmerzen
䊐 Nervenschmerzen

Hat Angst vor


䊐 dem Leben
䊐 dem Tod
䊐 der Einsamkeit
䊐 finanzieller Abhängigkeit
䊐 Krankheit
䊐 dem Alter
䊐 Isolation
䊐 neuem Lebensabschnitt (z. B. AH-Einzug)

Leidet unter
䊐 Hoffnungslosigkeit
䊐 Depressionen

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

102
Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können

Ziele Maßnahmen
䊐 Spricht über Lebensereignisse 䊐 Kulturelle/religiöse Auffassungen beachten/
䊐 Findet Sinn am Leben einbeziehen
䊐 Findet Gleichgesinnte 䊐 Besuche ermöglichen, vermitteln
䊐 Externe fachliche Beratung hinzuziehen
䊐 Beteiligt sich am aktuellen Tages- (Seelsorger etc.)
geschehen 䊐 Nähe und Verständnis vermitteln
䊐 Fühlt sich wohl und akzeptiert 䊐 Tagesstrukturierte Maßnahmen und Ziele gemeinsam
䊐 Findet sich in der Umgebung festlegen
zurecht
䊐 Bezugsperson sicherstellen
䊐 Bedürfnisse erkennen und darauf eingehen
䊐 Für Sicherheit sorgen
䊐 Selbst- und Fremdgefährdung ausschließen
䊐 Biografische Hintergründe berücksichtigen
䊐 Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten
䊐 Auf genügend Orientierungshilfen achten bzw.
anbringen

Einschalten weiterer Berufsgruppen




Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

103
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


䊐 Bewusstseinsstörungen


䊐 Chronische Erkrankung
䊐 Unfälle, Behinderung, Schmerzen
䊐 Interessenlosigkeit
䊐 Unselbstständigkeit
䊐 Lebenskrise/fehlender Lebenssinn
䊐 Ist misstrauisch gegenüber Neuem
䊐 Leidet unter unbewältigten Erlebnissen
(Krieg, Tod)
䊐 Hadert mit Gott und der Welt

Leidet unter dem Verlust von


䊐 Eigenständigkeit
䊐 Partner
䊐 Bezugsperson
䊐 bisherigem Umfeld
䊐 Gesundheit
䊐 Körperbild

Akute Verwirrtheit
䊐 Desorientiertheit
䊐 Gedächtnisstörungen
䊐 Suchen von Gegenständen, Wegen, Orten,
Personen
䊐 Angst, Unruhezustände, Halluzinationen,
Weglauftendenz
䊐 Depression
䊐 Tag-Nacht-Rhythmus gestört
䊐 Wortfindungsstörungen, Singen, Schreien

Chronische Verwirrtheit
䊐 Verlangsamtes Denken
䊐 Persönlichkeitsveränderungen
䊐 Desorientiertheit
䊐 Gedächtnisstörungen

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

104
Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können

Ziele Maßnahmen


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

105
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


䊐 Suchen von Gegenständen, Wegen, Orten,
Personen
䊐 Angst, Unruhezustände, Halluzinationen,
Weglauftendenz
䊐 Depression
䊐 Tag-Nacht-Rhythmus gestört
䊐 Wortfindungsstörungen, Singen, Schreien
䊐 Antriebsarmut
䊐 Motorische Unruhezustände
䊐 Gehstörungen
䊐 Überforderungsgefühl

Hat Sorge um
䊐 finanzielle Dinge
䊐 Haus/persönliche Gegenstände

䊐 Akzeptiert Abhängigkeit nicht (Hilfebedarf)


䊐 Fügt sich nur schwer in Gemeinschaft ein
䊐 Fühlt sich abgeschoben
䊐 Fühlt sich wertlos
䊐 Kann Krankheit/Behinderung nicht
annehmen/akzeptieren
䊐 Sieht im Leben keinen Sinn mehr

䊐 Unverarbeitete Vergangenheit
䊐 Kommt mit der jetzigen Situation nicht
zurecht

䊐 Sonstiges

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

106
Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können

Ziele Maßnahmen


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

107
AEDL nach Krohwinkel

Pflegediagnosen/Probleme Kompetenzen (Fähigkeiten/Ressourcen)


Beispiel
Pflegediagnose 䊐 Kann den Schmerz ausdrücken
䊐 Angst 䊐 Kann mit Angst nur teilweise umgehen
䊐 Erschwerte Trauer 䊐 Kann über seine Gefühle und Bedürfnisse
sprechen
䊐 Nimmt Angebote zur Bewältigung an
䊐 Spricht viel über den Verlust des Partners
䊐 Kann Schmerzen über den Verlust ausdrü-
cken
䊐 Setzt sich mit den neuen Gegebenheiten
auseinander
䊐 Geht auf Menschen zu

Einteilung: VÜ = Volle-Übernahme TÜ = Teil-Übernahme A = Anleitung B = Begleiten U = Unterstützen


Häufigkeit: z. B. Transfer vom Bett in Rollstuhl: (2 x täglich, Toilettentraining: 6 x täglich oder Medikamentengabe durch Pflegefachkraft

108
AEDL – Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen

Ziele Maßnahmen

䊐 Vorhandene Fähigkeiten sind 䊐 Angst auslösende Ursachen vermeiden


erhalten und gefördert 䊐 Bei starken Gefühlsausbrüchen Validation anwenden
䊐 Kennt Möglichkeiten, mit der Angst 䊐 Aktives Zuhören/Bestätigung und Anerkennung
umzugehen geben
䊐 Spricht über Sorgen/Ängste 䊐 Situationsbezogene Gespräche führen
䊐 Nimmt Verlust an 䊐 Verständnis und Unterstützung zur Bearbeitung der
Trauer geben
䊐 Regelmäßige Kontakte zur/zum Seelsorger/in sicher-
stellen
䊐 Vertrauen und Sicherheit geben


Um den individuellen Anforderungen des Patienten/Bewohners Rechnung zu tragen, lassen sich die Checklisten sehr leicht nach Belieben
er weitern bzw. verändern. Somit können diese jederzeit neuen oder erweiterten Anforderungen angepasst werden.

109
6 Krankheitsbilder mit individuellen
Pflegeplanungsformulierungen

6.1 Diabetes mellitus

110
Diabetes mellitus

111
Krankheitsbilder mit individuellen Pflegeplanungsformulierungen

6.2 Schlaganfall

112
Schlaganfall

113
Krankheitsbilder mit individuellen Pflegeplanungsformulierungen

114
Schlaganfall

115
Krankheitsbilder mit individuellen Pflegeplanungsformulierungen

6.3 Parkinson

116
Parkinson

117
Krankheitsbilder mit individuellen Pflegeplanungsformulierungen

118
Parkinson

119
Krankheitsbilder mit individuellen Pflegeplanungsformulierungen

6.4 Vergesslichkeit, Verwirrtheit, Demenz

120
Vergesslichkeit, Verwirrtheit, Demenz

121
Krankheitsbilder mit individuellen Pflegeplanungsformulierungen

122
Vergesslichkeit, Verwirrtheit, Demenz

123
Krankheitsbilder mit individuellen Pflegeplanungsformulierungen

6.5 Suchterkrankung

124
Suchterkrankung

125
Krankheitsbilder mit individuellen Pflegeplanungsformulierungen

6.6 Leberzirrhose

126
Leberzirrhose

127
Krankheitsbilder mit individuellen Pflegeplanungsformulierungen

6.7 Hirnorganisches Psychosyndrom

128
Hirnorganisches Psychosyndrom

129
Krankheitsbilder mit individuellen Pflegeplanungsformulierungen

6.8 Wahnvorstellungen

130
Wahnvorstellungen

131
Krankheitsbilder mit individuellen Pflegeplanungsformulierungen

6.9 Depression

132
Depression

133
Krankheitsbilder mit individuellen Pflegeplanungsformulierungen

6.10 Osteoporose

134
Osteoporose

135
7 AEDL/ABEDL® nach Krohwinkel

Die 13 AEDL-Bereiche sind nie getrennt voneinander zu begreifen. Sie ste-


hen immer miteinander in einer wechselseitigen Beziehung und bedingen
einander.

Tabelle 1: Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens nach Krohwinkel.

1 Kommunizieren können
2 Sich bewegen können
3 Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten können
4 Essen und trinken können
5 Ausscheiden können
6 Sich pflegen können
7 Sich kleiden können
8 Ruhen, schlafen und sich entspannen können
9 Sich beschäftigen lernen und sich entwickeln können
10 Sich als Frau oder Mann fühlen und sich verhalten können
11 Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen können
12 Soziale Beziehungen und Bereiche sichern und gestalten können
13 Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können

Mittlerweile hat Monika Krohwinkel ihr AEDL-Pflegemodell modifiziert.


Es heißt nunmehr ABEDL® -Strukturierungsmodell. Die wesentlichen Ände-
rungen bestehen darin, dass die bisherigen 13 AEDL neu sortiert und teil-
weise neu benannt wurden.

Die ersten elf AEDL fasste sie unter der Überschrift »Lebensaktivitäten
realisieren können« zusammen. Die AEDL 12 »Soziale Kontakte und Bezie-
hungen sichern und gestalten können« und die AEDL 13 »Mit existen-
ziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können« wurden präziser for-
muliert. Sie wurden dabei mit drei (bei AEDL 12) bzw. vier (bei AEDL 13)
Unterkriterien versehen. Da die Beziehung auch bereits in den »alten«
AEDL beinhaltet ist, wird in den einzelnen AEDL keine Änderungen vorge-
nommen.

136
8 MDK-Richtlinien

Der MDK stellt zur Pflegeplanung in der neuen MDK-Anleitung zur Prü-
fung der Qualität nach den §§ 112, 114 SGB XI in der stationären Pflege
folgende Fragen:

Fragen des MDK zur Pflegeplanung Erläuterung


Ist eine Pflegeanamnese/Informa- Durch Gespräche mit Patient/Bewohner oder Angehö-
tionssammlung erstellt worden? rigen zu erheben und in die Informationssammlung/
Biografie bzw. Pflegeplanung aufzunehmen. Weitere
Pflegerelevante Vorgeschichte Persön- Instrumente zur Feststellung von Problemen/Defiziten
liche Pflegegewohnheiten Bedürfnisse/ sind auch die Einschätzungsskalen, z. B. Braden-Skala.
Wünsche/Abneigungen
Aktuelle Ressourcen/Fähigkeiten
Aktuelle Probleme/Defizite
Durch PFK
Enthält die Pflegeanamnese/ Infor- Die Vergangenheit ist wichtig für das Verstehen des
mationssammlung Angaben zur Patienten/Bewohners in der aktuellen Pflege- und
Biografie? Betreuungssituation. Sie ist wesentlicher Bestandteil bei
der Begleitung von Menschen auf längere Zeit und auch
bei Personen mit gerontopsychiatrischen Beeinträchtigun-
gen. Die Kenntnisse der Vergangenheit sowie der regio-
nalen/kulturellen und religiösen Herkunft des Patienten/
Bewohners ermöglichen ein besseres Verständnis für
individuelle Gewohnheiten, Traditionen und Werte und
sind somit relevant bei der Planung von Pflegemaßnahmen.
Sind individuelle Pflegeziele Aufgezeichnete Pflegeziele dienen dazu, die vom Pflege-
formuliert? bedürftigen zu einem bestimmten Zeitpunkt erwarteten
Ergebnisse zu beschreiben. Sie dienen darüber hinaus als
Basieren auf Ressourcen/Fähigkeiten, Maßstab zur Beurteilung der Wirksamkeit der geplanten
Problemen/ Defiziten Maßnahmen. Grundlage der Pflegezielbeschreibung sind
Erreichbar/überprüfbar festgestellte Pflegeprobleme sowie Kompetenzen (Res-
Durch PFK sourcen/Fähigkeiten), die für die Problemlösung hilfreich
sind. Die formulierten Ziele müssen erreichbar und über-
prüfbar sein. Ein zeitlicher Rahmen für die Erreichung
der Ziele muss festgeschrieben sein. 쑺
137
MDK-Richtlinien

Fragen des MDK zur Pflegeplanung Erläuterung


Sind auf der Grundlage der Die geplanten individuellen Pflegemaßnahmen dienen
Bedürfnisse, Probleme/Defizite und auf der Basis der in der Pflegeanamnese ermittelten
Ressourcen/Fähigkeiten individu- Bedürfnisse, Probleme/Defizite und Kompetenzen
elle Pflegemaßnahmen zur Errei- (Ressourcen/Fähigkeiten) der Erreichung der aufge-
chung der Pflegeziele geplant? stellten Pflegeziele. Die geplanten Pflegemaßnahmen
müssen handlungsleitend formuliert sein, um eine konti-
Auf Ziele ausgerichtet nuierliche und individuelle Versorgung des Patienten/
Individuell Bewohners durch alle Mitarbeiter zu gewährleisten.
Handlungsleitend (wer, was, wann, Das heißt, sie sollten Aussagen darüber enthalten, wann,
wie oft etc.) wie oft, welche Maßnahme mit welchen Mitteln durch-
Durch PFK geführt werden. Die gewählten Pflegemaßnahmen sollen
das vorhandene Problem lösen und das aufgestellte Ziel
erreichen. Die in der Pflegeplanung beschriebenen Pflege-
maßnahmen sind für alle an der Versorgung des Pflege-
bedürftigen Beteiligten verbindlich. Neben der Art und
Weise, wie die Pflege durchgeführt wird, muss aus der
Beschreibung ersichtlich sein, wer, was, wann, wie oft,
wo und wie durchführen soll.
Literatur:
MDS (2005): Grundsatzstellungnahme Pflegeprozess und
Dokumentation. Professionalisierung und Qualität in der
Pflege. Essen.
Wird bei der Pflegeplanung die Neben den Pflegeinterventionen sind in der Pflege-
individuelle soziale Betreuung planung die Maßnahmen der sozialen und individuellen
berücksichtigt? Betreuung/Begleitung zu berücksichtigen, die für den
Patienten/Bewohnern erforderlich sind. Falls der Patient/
Bewohner keine soziale Betreuung wünscht, ist dies in
der Pflegeplanung zu notieren.
Werden Pflegeergebnisse regel- Die Auswertung/Evaluation der Pflegeplanung dient der
mäßig überprüft und definierte Erfolgskontrolle pflegerischen Handelns und der Über-
Pflegeziele und geplante Pflege- prüfung der Angemessenheit der Pflegeziele und -maß-
maßnahmen angepasst? nahmen. Die Pflegefachkraft beurteilt unter Einbeziehung
des Pflegebedürftigen und dessen Bezugsperson das
Regelmäßig überprüft Erreichen der geplanten Pflegeziele und hält die Bewer-
Pflegeziele bei Bedarf angepasst tung schriftlich fest; ggf. wird eine Neuanpassung der
Pflegemaßnahmen bei Bedarf angepasst Pflegeplanung an die aktuelle Situation erforderlich.
Durch PFK

138
MDK-Richtlinien

Fragen des MDK zur Pflegeplanung Erläuterung


Die Ergebniskontrollen erfolgen:
– bei unvorhergesehenen Veränderungen,
– bei Aufnahme oder stetiger Verschlechterung und
– zum Zeitpunkt der geplanten Neueinschätzung.
In der verbindlichen Pflegeplanung sind die einzelnen
Pflegeziele für einen bestimmten Zeitraum festgelegt.
Am Tag des Kontrolldatums wird überprüft, ob die
geplanten Zielsetzungen mittels der geplanten Pflege-
maßnahmen erreicht werden konnten. Dies schließt die
kontinuierliche Beurteilung der Pflegeintervention nicht
aus, wie z. B. die Beurteilung des Hautzustandes bei
jedem Lagerungswechsel. Dabei sollten bestehender
Optimierungsbedarf erkannt und entsprechende
Korrekturen vorgenommen werden.
Wird die Durchführung der Die Durchführung der Pflegemaßnahmen wird mit Hand-
geplanten Maßnahmen dokumen- zeichen und Uhrzeit zeitnah (am Tag der Leistungserbrin-
tiert und von den durchführenden gung) auf dem Durchführungskontrollblatt/Leistungs-
Mitarbeitern mit Handzeichen nachweis von den durchführenden Mitarbeitern
bestätigt? dokumentiert. Routinemaßnahmen können am Ende
einer Schicht dokumentiert werden, Besonderheiten sind
Alle durchgeführten Maßnahmen/ unmittelbar zu erfassen.
Maßnahmenkomplexe abgezeichnet
Datum und tageszeitliche Zuordnung
ersichtlich
Abzeichnung durch durchführende
Mitarbeiter
Zeitnah abgezeichnet

(vgl. MDK-Anleitung zur Prüfung der Qualität nach den §§ 112, 114 SGB XI
in der stationären Pflege vom 10. November 2005.

139
9 § 115 SGB XI und die Transparenz
in der Pflege

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen in Zukunft die Qualität


verschiedener Einrichtungen besser miteinander vergleichen können. Des-
halb sollen die Ergebnisse von Qualitätsprüfungen für Laien verständlich
veröffentlicht werden. So sieht es das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz
vor (§ 115). Die Gesetzesväter glauben daran, dass es so mehr Transparenz
gibt und die Pflegebedürftigen als Verbraucher stärker in den Fokus
genommen werden. Darüber hinaus setzt eine Veröffentlichung von
Qualitätsprüfungen natürlich einen Wettbewerb zwischen den Anbietern
in Gang.

Der Spitzenverband der Pflegekassen, die überörtlichen Sozialhilfeträger


und die kommunalen Spitzenverbände haben die Kriterien für die Ver-
öffentlichung gemeisam mit den Verbänden der Leistungserbringer fest-
gelegt.

Bewertungskriterien für die Pflegequalität in stationären Pflegeeinrich-


tungen
Insgesamt gibt es 82 Bewertungskriterien in unterschiedlichen Leistungs-
bereichen.

Tabelle 2: Übersicht der Qualitätskriterien*.

Qualitätskriterien Anzahl der Kriterien


1. Pflege und medizinische Versorgung 35
2. Umgang mit demenzkranken Bewohnern 10
3. Soziale Betreuung und Altagsgestaltung 10
4. Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene 9
5. Befragung der Bewohner 18
zusammen 82

140
§ 115 SGB XI und die Transparenz in der Pflege

Tabelle 3: Pflege und medizinische Versorgung (35 Kriterien)*.

1 Ist bei Bedarf eine aktive Kommunikation mit dem Arzt nachvollziehbar?

2 Entspricht die Durchführung der behandlungspflegerischen Maßnahmen den ärztlichen


Anordnungen?

3 Entspricht die Medikamentenversorgung den ärztlichen Anordnungen?

4 Ist der Umgang mit Medikamenten sachgerecht?

5 Sind Kompressionsstrümpfe/-verbände sachgerecht angelegt?

6 Wird das individuelle Dekubitusrisiko erfasst?

7 Werden erforderliche Dekubitusprophylaxen durchgeführt?

8 Sind Ort und Zeitpunkt der Entstehung der chronischen Wunden/des Dekubitus nachvoll-
ziehbar?

9 Erfolgt eine differenzierte Dokumentation bei chronischen Wunden oder Dekubitus


(aktuell, Verlauf nachvollziehbar, Größe, Lage, Tiefe)?

10 Basieren die Maßnahmen zur Behandlung der chronischen Wunden oder den Dekubitus
auf dem aktuellen Stand des Wissens?

11 Werden die Nachweise zur Behandlung chronischer Wunden oder des Dekubitus
(z. B. Wunddokumentation) ausgewertet und die Maßnahmen ggf. angepasst?

12 Erhalten Bewohner mit chronischen Schmerzen die verordnenten Medikamente?

13 Werden individuelle Ernährungsressourcen und Risiken erfasst?

14 Werden erforderliche Maßnahmen bei Einschränkungen der selbständigen Nahrungs-


versorgung durchgeführt?

15 Ist der Ernährungszustand angemessen im Rahmen der Einwirkungsmöchlichkeiten


der Einrichtung?

16 Werden individuelle Ressourcen und Risiken bei der Flüssigkeitsversorgung erfasst?

17 Werden erforderliche Maßnahmen bei Einschränkungen der selbständigen Flüssigkeits-


versorgung durchgeführt?

18 Ist die Flüssigkeitsversorgung angemessen im Rahmen der Einwirkungsmöglichkeiten


der Einrichtung?

19 Wird bei Bewohnern mit Ernährungssonden der Geschmackssinn angeregt?

20 Erfolgt eine systematische Schmerzeinschätzung?



141
§ 115 SGB XI und die Transparenz in der Pflege

21 Kooperiert das Pflegeheim bei Schmerzpatienten eng mit dem behandelnden Arzt?

22 Werden bei Bewohnern mit Inkontinenz bzw. mit Blasenkatheter die individuellen
Ressourcen und Risiken erfasst?

23 Werden bei Bewohnern mit Inkontinenz bzw. mit Blasenkatheter die erforderlichen
Maßnahmen durchgeführt?

24 Wird das individuelle Sturzrisiko erfasst?

25 Werden Sturzereignisse dokumentiert?

26 Werden erforderliche Prophylaxen gegen Stürze durchgeführt?

27 Wird das individuelle Kontrakturrisiko erfasst?

28 Werden die erforderlichen Kontrakturprophylaxen durchgeführt?

29 Liegen bei freiheitseinschränkenden Maßnahmen Einwilligungen oder Genehmigungen vor?

30 Wird die Notwendigkeit der freiheitseinschränkenden Maßnahmen regelmäßig überprüft?

31 Wird die erforderliche Körperpflege den Bedürfnissen und Gewohnheiten des Bewohners
entsprechend durchgeführt?

32 Wird die erforderliche Mund- und Zahnpflege den Bedürfnissen und Gewohnheiten des
Bewohners entsprechend Durchgeführt?

33 Wird die Pflege im Regelfall von denselben Pflegekräften durchgeführt?


(ähnlich MDK 4.1 b und LE-Konzept 3.1)

34 Werden die Mitarbeiter/innen regelmäßig in Erster Hilfe und Notfallmaßnahmen geschult?

35 Existieren schriftliche Verfahrensanweisungen zu Erster Hilfe und Verhalten in Notfällen?

Tabelle 4: Umgang mit demenzkranken Bewohnern (10 Kriterien)*.

36 Wird bei Bewohnern mit Demenz die Biographie des Heimbewohners beachtet und bei der
Tagesgestaltung berücksichtigt?
37 Werden bei Bewohnern mit Demenz Angehörige und Bezugspersonen in die Planung der
Pflege einbezogen?
38 Wird bei Bewohnern mit Demenz die Selbstbestimmung in der Pflegeplanung berücksichtigt?
39 Wird das Wohlbefinden von Bewohnern mit Demenz im Pflegealltag ermittelt und doku-
mentiert und werden daraus Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet?
40 Sind zielgruppengerechte Bewegungs- und Aufenthaltsflächen vorhanden?

142
§ 115 SGB XI und die Transparenz in der Pflege

41 Sind gesicherte Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien vorhanden?


42 Gibt es identifikationserleichternde Milieugestaltung in Zimmern und Aufenthaltsräumen?
43 Wird mit individuellen Orientierungshilfen, z.B. Fotos, gearbeitet?
44 Werden dem Bewohner geeignete Angebote gemacht, z. B. zur Bewegung, Kommunikation
oder zur Wahrnehmung?
45 Gibt es ein bedarfsgerechtes Speisenangebot für Bewohner mit Demenz?

Tabelle 5: Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung (10 Kriterien)*.

46 Werden im Rahmen der sozialen Betreuung Gruppenangebote gemacht?


47 Werden im Rahmen der sozialen Betreuung Einzelangebote gemacht?
48 Veranstaltet das Pflegeheim jahreszeitliche Feste?
49 Gibt es Aktivitäten zur Kontaktaufnahme/Kontaktpflege mit dem örtlichen Gemeinwesen?
50 Gibt es Maßnahmen zur Kontaktpflege zu den Angehörigen?
51 Sind die Angebote der sozialen Betreuung auf die Struktur und Bedürfnisse der Bewohner
ausgerichtet?
52 Gibt es Hilfestellungen zur Eingewöhnung in die Pflegeeinrichtung (z. B. Bezugspersonen
Unterstützung bei der Orientierung, Integrationsgespräch nach 6 Wochen)?
53 Wird die Eingewöhnungsphase systematisch ausgewertet?
54 Gibt es ein Angebot zur Sterbebegleitung auf der Basis eines Konzeptes?
55 Verfügt die Pflegeeinrichtung über ein Beschwerdemanagement?

Tabelle 6: Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene (9 Kriterien)*.

56 Ist die Gestaltung der Bewohnerzimmer z. B. mit eigenen Möbeln, persönlichen Gegen-
ständen und Erinnerungsstücken sowie die Entscheidung über ihre Platzierung möglich?

57 Wirken die Bewohner an der Gestaltung der Gemeinschaftsräume mit?

58 Ist der Gesamteindruck der Einrichtung im Hinblick auf Sauberkeit und Hygiene gut?
(z. B. Optische Sauberkeit, Ordnung, Geruch)

59 Kann der Zeitpunkt des Essens im Rahmen bestimmter Zeitkorridore frei gewählt werden?

60 Wird Diätkost, z. B. für Menschen mit Diabetes, angeboten?



143
§ 115 SGB XI und die Transparenz in der Pflege

61 Ist die Darbietung von Speisen und Getränken an den individuellen Fähigkeiten der
Bewohner orientiert (z. B. wird die Nahrung nur bei tatsächlicher Notwendigkeit klein
geschnitten oder als passierte Kost serviert)?
62 Wird der Speiseplan in gut lesbarer Form bekannt gegeben?
63 Orientieren die Portionsgrößen sich an den individuellen Wünschen der Bewohner?
64 Werden Speisen und Getränke in für die Bewohner angenehmen Räumlichkeiten
und entspannter Atmosphäre angeboten?

Tabelle 7: Befragung der Bewohner (18 Kriterien)*.

65 Wird mit Ihnen der Zeitpunkt von Pflege- und Betreuungsmaßnahmen abgestimmt?
66 Entscheiden Sie, ob Ihre Zimmertür offen oder geschlossen gehalten wird?
67 Werden Sie von den Mitarbeitern motiviert, sich teilweise oder ganz selber zu waschen?
68 Sorgen die Mitarbeiter dafür, dass Ihnen z. B. beim Waschen außer der Pflegekraft niemand
zusehen kann?
69 Hat sich für Sie etwas zum Positiven geändert, wenn Sie sich beschwert haben?
70 Entspricht die Hausreinigung Ihren Erwartungen?
71 Können Sie beim Mittagessen zwischen verschiedenen Gerichten auswählen?
72 Sind die Mitarbeiter höflich und freundlich?
73 Nehmen sich die Pflegenden ausreichend Zeit für Sie?
74 Fragen die Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung Sie, welche Kleidung Sie anziehen möchten?
75 Schmeckt Ihnen das Essen i. d. R.?
76 Sind Sie mit den Essenszeiten zufrieden?
77 Bekommen Sie Ihrer Meinung nach jederzeit ausreichend zuzahlungsfrei zu trinken angeboten?
78 Entsprechen die sozialen und kulturellen Angebote Ihren Interessen?
79 Wird Ihnen die Teilnahme an Beschäftigungsangeboten ermöglicht?
80 Werden Ihnen Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien angeboten?
81 Können Sie jederzeit Besuch empfangen?
82 Erhalten Sie die zum Waschen abgegebene Wäsche zeitnah, vollständig und in einwand-
freiem Zustand aus der Wäscherei zurück?

*http://www.mdk-qualitaetsberichte.de/files/080528-pfwg-mit-aenderungen.pdf

144
10 Standards

Die Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 1987 besagt:


„Ein Pflegestandard ist ein allgemein zu erreichendes Leistungsniveau,
welches durch ein oder mehrere Kriterien umschrieben wird.“

Standards legen tätigkeitsbezogen fest, was in einer konkreten Situation


generell geleistet werden soll. Die Strukturierung der Standards erfolgt in
Struktur-, Prozess- und Ergebnisstandards. In den pflegerischen Standards
werden ausschließlich pflegerische Inhalte aufgenommen. Pflegestan-
dards sollen die Pflege transparent und beurteilbar machen sowie die
Qualität der Pflege sichern.

Standards bilden den Rahmen für einen einheitlichen Prozzes. So werden


Abläufe standardisierbar und Fehler minimiert.

Standards können die individualität des Patienten/Bewohners berücksich-


tigen, indem einige Maßnahmen abgeändert und in der Pflegedokumen-
tation festgehalten werden.

145
11 Expertenstandards zur Sicherung
und Weiterentwicklung der Qualität
in der Pflege (§ 113a SGB XI)

Rechtliche Verbindlichkeit
Die rechtliche Verbindlichkeit zur Einführung der Expertenstandards
wurde durch das 2008 verabschiedete Pflegeweiterentwicklungsgesetz
konkretisiert (SGBXI §§ 112, 113). Expertenstandards sind für alle Pflege-
kassen und deren Verbände sowie für die zugelassenen Pflegeeinrich-
tungen unmittelbar verbindlich.

Das wiederum bedeutet für die Mitarbeiter in der Pflege: Sie müssen die
Expertenstandards zeitnah in die Pflegeplanung einarbeiten. Nur so wer-
den Risiken für die Patienten und Bewohner vermindert; nur dann steigt
die Qualität der pflegerischen Versorgung. Auch bei der Überprüfung und
Beurteilung durch den MDK sind die Expertenstandards ein wichtiger
Aspekt,

§ 113a SGB XI – Expertenstandards zur Sicherung und Weiterentwicklung


der Qualität in der Pflege
»(1) Die Vertragsparteien nach § 113 stellen die Entwicklung und Aktuali-
sierung wissenschaftlich fundierter und fachlich abgestimmter Experten-
standards zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege
sicher. Expertenstandards tragen für ihren Themenbereich zur Konkreti-
sierung des allgemein anerkannten Standes der medizinisch-pflegerischen
Erkenntnisse bei. Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der
Krankenkassen, der Verband der privaten Krankenversicherung e. V., die
Verbände der Pflegeberufe auf Bundesebene, die maßgeblichen Organi-
sationen für die Wahrnehmung der Interessen und der Selbsthilfe der
pflegebedürftigen und behinderten Menschen auf Bundesebene sowie
unabhängige Sachverständige sind zu beteiligen. Sie können vorschlagen,
zu welchen Themen Expertenstandards entwickelt werden sollen. Der
Auftrag zur Entwicklung oder Aktualisierung und die Einführung von
Expertenstandards erfolgen jeweils durch einen Beschluss der Vertrags-

146
parteien. Kommen solche Beschlüsse nicht zustande, kann jede Vertrags-
partei sowie das Bundesministerium für Gesundheit im Einvernehmen mit
dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die
Schiedsstelle nach § 113b anrufen. Ein Beschluss der Schiedsstelle, dass ein
Expertenstandard gemäß der Verfahrensordnung nach Absatz 2 zustande
gekommen ist, ersetzt den Einführungsbeschluss der Vertragsparteien.

(2) Die Vertragsparteien stellen die methodische und pflegefachliche Qua-


lität des Verfahrens der Entwicklung und Aktualisierung von Experten-
standards und die Transparenz des Verfahrens sicher. Die Anforderungen
an die Entwicklung von Expertenstandards sind in einer Verfahrensord-
nung zu regeln. In der Verfahrensordnung ist das Vorgehen auf aner-
kannter methodischer Grundlage, insbesondere die wissenschaftliche Fun-
dierung und Unabhängigkeit, die Schrittfolge der Entwicklung, der
fachlichen Abstimmung, der Praxiserprobung und der modellhaften
Umsetzung eines Expertenstandards sowie die Transparenz des Verfah-
rens festzulegen. Die Verfahrensordnung ist durch das Bundesministerium
für Gesundheit im Benehmen mit dem Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend zu genehmigen. Kommt eine Einigung über
eine Verfahrensordnung bis zum 30. September 2008 nicht zustande, wird
sie durch das Bundesministerium für Gesundheit im Benehmen mit dem
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend festgelegt.

(3) Die Expertenstandards sind im Bundesanzeiger zu veröffentlichen. Sie


sind für alle Pflegekassen und deren Verbände sowie für die zugelassenen
Pflegeeinrichtungen unmittelbar verbindlich. Die Vertragsparteien unter-
stützen die Einführung der Expertenstandards in die Praxis.

(4) Die Kosten für die Entwicklung und Aktualisierung von Expertenstan-
dards sind Verwaltungskosten, die vom Spitzenverband Bund der Pflege-
kassen getragen werden. Die privaten Versicherungsunternehmen, die die
private Pflege-Pflichtversicherung durchführen, beteiligen sich mit einem
Anteil von 10 vom Hundert an den Aufwendungen nach Satz 1. Der Finan-
zierungsanteil, der auf die privaten Versicherungsunternehmen entfällt,
kann von dem Verband der privaten Krankenversicherung e. V. unmittel-
bar an den Spitzenverband Bund der Pflegekassen geleistet werden«.*

*http://www.sozialgesetzbuch-bundessozialhilfegesetz.de/buch/sgbxi/113a.html

147
Literatur

Barth, M.: Qualitätsentwicklung und -sicherung in der Altenpflege.


Urban & Fischer Verlag, München 1999.
Budnik, B.: Pflegeplanung leicht gemacht. Urban & Fischer Verlag, 2. Auf-
lage, München 1999.
Ehmann, M.; Völkel, I.: Pflegediagnosen in der Altenpflege. Urban & Fischer
Verlag, München 2000.
Gordon, M.: Handuch Pflegediagnosen. Urban&Fischer Verlag, 2. Auflage.
München, Jena 1999.
Hellmann, S.; Trumpke-Oehlhorn, M.: Die tagestrukturierte Pflegeplanung.;
Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover 2005.
Kamphausen, U.: Prophylaxen in der Pflege. Kohlhammer Verlag, 2., voll-
ständig überarbeitete und erweiterte Auflage, Stuttgart 2003.
König, J.: Der MDK- Mit dem Gutachter eine Sprache sprechen. 3., aktuali-
sierte und erweiterte Auflage, Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover
2005.
Krohwinkel, M.: Fördernde Prozesspflege – Konzepte, Verfahren, Erkennt-
nisse. In: Osterbrink, J. (Hrsg.): Erster internationaler Pflegetheoriekon-
gress Nürnberg 1998.
Messer, B.: Pflegeplanung für Menschen mit Demenz. Schlütersche Verlags-
gesellschaft, Hannover 2004.
Seel, M.: Die Pflege des Menschen. Brigitte Kunz Verlag, 3. Auflage, Hagen
1999.
Seel, M.: Die Pflege des Menschen im Alter. Brigitte Kunz Verlag, 2. Auflage,
Hagen 2001.
Sozialgesetzbuch (SGB) für die Praxis. Rudolf Haufe Verlag, Freiburg im
Breisgau 1994.
Swoboda, B.: Formulieren wie ein Profi. Vincentz Network, Hannover 2005.
Swoboda, B.: PflegePanung. Vincentz Verlag, Hannover 2002.
Völkel, I.; Ehmann, M.: Spezielle Pflegeplanung in der Altenpflege. Urban &
Fischer Verlag, 2. Auflage, München 2000.
Pflege Heute: Lehrbuch für Pflegeberufe. Urban&Fischer Verlag, 3. Auflage.
München 2004.

148
Literatur

NANDA INTERNATIONAL. (2005–2006): NANDA-Pflegediagnosen. Definition


und Klassifikation. Aus dem Amerikanischen von Michael Hermann und
Jürgen Georg. Deutschsprachige Ausgabe herausgegeben von Jürgen
Georg. Bern: Huber Verlag.
BIBLIOGRAPHISCHES INSTITUT & F. A. BROCKHAUS AG. (2005): Der Brockhaus
multimedial premium. DVD-ROM + Quizbuch. Mannheim: Brockhaus.
ROGET ’S II: (1980): The New Thesaurus, Houghton Mifflin, Boston

149
Register

§ 115 SGB XI 140 Gangart 30


Gewohnheiten, persönliche 79
ABEDL 136
AEDL 18 ff., 136 Haarpflege 69
Aspirationsgefahr 52 Haushaltsführung 89
Aspirationsprophylaxe 53 Hautzustand 66
Atmung 40 Herz-Kreislauf 40
Ausscheiden können 56 Hirnorganisches Psychosyndrom
128
Beschäftigungstherapie 85, 89 Hören 18
Bewegungsplan 31
Bewegungsstörung 30 Intertrigogefahr 62, 68
Bewegungsübungen 33 Intertrigoprophylaxe 63, 73
Bewusstsein 42
Kau- und Schluckstörungen 48
Dehydrationsgefahr 54 Kommunizieren können 18 ff.
Dehydrationsprophylaxe 55 Kontrakturgefahr 32
Dekubitusgefahr 32 Kontrakturprophylaxe 33, 69
Dekubitusprophylaxe 35, 73 Körperpflege 65
Demenz 67, 87, 120
Depression 132 Lagerungshilfsmittel 35, 73
Diabetes mellitus 110 Leberzirrhose 126
Diagnosen, medizinische 12
Diarrhoe 58 Maßnahmen, freiheitsentziehende
37
Ernährung 55 MDK-Richtlinien 137
–, -(s)zustand 42 Mundpflege 49
Essen und trinken können 44
Expertenstandards 146 NANDA 12

Fixierungen 93 Obstipationsgefahr 52, 60


Für eine sichere und fördernde Obstipationsprophylaxe 53, 60, 63
Umgebung sorgen können 92 Orientierung 24

150
Register

Osteoporose 134 Sprechen 20


Standards 145
Parkinson 116 Stuhl 58
PEG 47 Sturzgefahr 32, 94
Pflegediagnosen 8, 12 ff. Sturzprophylaxe 35, 71, 94
Pflegedokumentation 10 Suchterkrankung 124
Pflegeplanung 11
Pflegeprozess 14 Taxonomie 15
Pneumoniegefahr 40, 68 Thrombosegefahr 32
Pneumonieprophylaxe 41, 43, 73 Thromboseprophylaxe 33, 71
Prophylaxen 9 Transparenz in der Pflege 140
Trinken 48
Qualitätskriterien 140 f.
Übergewicht 49
Ruhen, schlafen und sich entspan- Untergewicht 49, 55
nen können 80 Urin 58

Schlaganfall 112 Vergesslichkeit 120


Schluckstörungen 49 Verwirrtheit 104, 120
Sehen 22 Vitale Funktionen des Lebens 38
Selbstgefährdung 94
Sich als Mann oder Frau fühlen Wahnvorstellungen 130
und sich verhalten können 90 Wahrnehmungsstörungen 26
Sich beschäftigen lernen und Wärme- und Kälteempfinden 38
sich entwickeln können 84 Wellness-Pflegediagnosen 15
Sich bewegen können 28 ff.
Sich kleiden können 76 Ziele, mitarbeiterbezogene 10
Sich pflegen können 64 Ziele, patienten-/bewohner-
Soor- und Parotitisgefahr 52, 66 bezogene 10
Soor- und Parotitisprophylaxe 53,
73

151
Stefanie Hellmann

Pflegeplanung
Formulierungshilfen nach den AEDL –
Angelehnt an Juchli, Roper und Krohwinkel
2., aktualisierte Auflage
2008. CD-ROM für PC, MS-Excel-Dokument,
Systemvoraussetzungen: Windows 98 / NT 4.0 / 2000 / XP /Vista,
MS Excel 97 oder später
ISBN 978-3-89993-440-3
€ 125,– (UVP)

Jetzt noch praktischer und leichter in der Bedienung! – Das komplette Instru-
mentarium für eine sinnvolle, Zeit und Kosten sparende Pflegeplanung: Formu-
lierungshilfen anhand der AEDL, individuell für jeden Patienten, in einer klaren
und einfach zu lernenden Form. Das Programm unterstützt die Grundausbildung
in der Pflegeplanung. Die Dokumente sind in jeder Hinsicht frei editierbar.
Mehrere Anwender können zugreifen (keine Mehrplatzlizenz notwendig).

Stefanie Hellmann • Petra Kundmüller

Pflegevisite in Theorie und Praxis


für die ambulante und stationäre Pflege
Checklisten für die praktische Anwendung
und Schulungsunterlagen für die
innerbetriebliche Fortbildung
2., aktualisierte Auflage
2006. 76 Seiten, 21,0 x 29,7 cm, kartoniert
ISBN 978-3-89993-438-0
€ 12,90

Orientiert an den MDK-Richtlinien zur Prüfung der Qualität bietet die Neuauflage
dieses Buches eine leicht verständliche Handreichung für Pflegevisiten im am-
bulanten und stationären Bereich. Bestehende Strukturen und Prozesse lassen
sich prüfen, korrigieren und optimieren. Die Qualitätskontrolle beinhaltet arbeits-
bezogene, inhaltliche, fachliche und personenbezogene Aspekte.

Stand März 2009. Änderungen vorbehalten.


BRIGITTE KUNZ VERLAG
Stefanie Hellmann

Formulierungshilfen für die Pflegeplanung nach den AEDL


Neue Expertenstandards sorgen für eine Weiterentwicklung der Alten-
pflege. Kunden werden sich künftig über die Qualität der Pflege in ein-
zelnen Heimen informieren können. Zusätzliche Betreuungsleistungen für
Pflegebedürftige mit erheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf werden
gesetzlich gefördert.
Formulierungshilfen für die
Dies sind nur drei aktuelle Veränderungen, die alle Einrichtungen der
Altenpflege betreffen.
Pflegeplanung nach den AEDL
So ist es wichtiger denn je, dass jede Pflegekraft in der Lage ist, Pflegepla-
nungen so eindeutig zu schreiben, dass sie diesen hohen Anforderungen
und den Pflegediagnosen
entsprechen.

Die 6. Auflage dieses bewährten Ratgebers rund um die Pflegeplanung


enthält alle wichtigen Grundlagen für die Erstellung einer Pflegeplanung: Checklisten für die tägliche Praxis
AEDL, Pflegediagnosen, Prophylaxen und Formulierungshilfen, die bei
Zweifelsfällen weiterhelfen.

Dieses Buch ist eine solide Basis, von der aus den individuellen Anforde-
rungen der Patienten und Bewohner Rechnung getragen werden kann. Es
sollte in keiner Einrichtung fehlen!

Die Autorin
Stefanie Hellmann ist staatlich examinierte Altenpflegerin, Diplom-Pfle-
gewirtin (FH), Heimleiterin, Dozentin in der Altenpflege und Qualitäts-
management-Auditorin (QMA-TÜV).

Hellmann

6., aktualisierte Auflage

ISBN 978-3-89993-475-5

BRIGITTE KUNZ VERLAG

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