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Rundbrief 6 | Herbst 2009 | www.ausgestrahlt.

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Anti-Atom-Großdemonstration in Berlin, 5. September 2009: 50.000 vor dem Brandenburger Tor. Foto: Jakob Huber

Jetzt lassen wir nicht mehr locker


Berlin war ein großer Erfolg. Doch entschieden wird nach der Wahl.
Mehr als 50.000 AtomkraftgegnerInnen von Parteien, denn es ist klar, dass allei- Rückmeldungen, die wir bei .ausgestrahlt
demonstrierten am 5.9. in Berlin für ei- ne das Verhindern einer schwarz-gelben nach der Demonstration in Berlin bekom-
nen wirklichen Ausstieg. Sogar die Poli- Bundesregierung am 27. September nicht men haben, sagen uns genau das: Unzäh-
zei bestätigte am Ende des Tages diese ausreichen wird, damit die Atomkraft- lige sind aufgewacht und denken gar nicht
Zahl. Dazu waren 365 Trecker, größten- werke endlich stillgelegt werden. weiter auf Seite 2
teils aus dem Wendland, bunt geschmückt
Wir bleiben am Ball
in der Hauptstadt aufgefahren. Das war Liebe Freundinnen und Freunde,
die größte Anti-Atom-Demonstration Kommt es nicht zu Schwarz-Gelb, dann
seit dem Tschernobyl-Jahr 1986. Selten wird eine lagerübergreifende Koalition ehrlich gesagt waren wir nach der Anti-
habe ich TeilnehmerInnen einer solchen, die nächste Bundesregierung stellen, mit Atom-Großdemonstration in Berlin eigentlich
manchmal etwas abschätzig als „Latsch- allen Unwägbarkeiten der Koalitionsver- urlaubsreif. Aber da wir Euch schon seit Mona-
demo“ bezeichneten, Protestveranstal- handlungen. Erinnern wir uns nur an die ten erzählen, dass es nicht nur auf die Demo
tung derart gut gelaunt erlebt. SPD-Kampagne gegen die „Merkelsteuer“ ankommt, sondern auch auf die Aktionen
Das Signal von Berlin ist eindeutig: im Bundestagswahlkampf 2005. Hinterher nach der Wahl, nehmen wir das selbst natür-
Die Anti-Atom-Bewegung ist wieder da. hat die SPD dann gemeinsam mit CDU/ lich auch sehr ernst.
Sie geht durch alle Generationen, hat CSU die Mehrwertsteuer um sogar drei Also: Urlaub musste warten, erst mal war die-
Bündnispartner quer durch die Gesell- Prozentpunkte erhöht. ser Rundbrief dran und die Vorbereitung der
schaft in Kirchen, Gewerkschaften und Damit etwas Ähnliches in der Atom- kommenden Aktionen (Seiten 12-13). Wir
den Wirtschaftsverbänden der Erneuer- politik nicht passiert, ist es notwendig, hoffen, Ihr seid dabei!
baren Energien. Und sie ist unabhängig dass wir jetzt am Ball bleiben. Und alle  Das .ausgestrahlt-Team

INHALT: Nächste Schritte 1-2 | Tücken des Atomgesetzes 3 | Kurzmeldungen 4-5 |


Atompolitisches Koalitions-Orakel 6-7 | Das war der 5.9. in Berlin 8-10 | Fakten zu Gorleben 11 |
Rundbrief kostenlos
Aktionen zu den Koalitionsverhandlungen 12-13 | Anti-Atom-Material 14 | Rückmeldung 15 abonnieren S. 15
Es geht weiter Interview

Fortsetzung von Seite 1


daran, nach dem unheimlich motivie-
renden Erlebnis vom 5.9. nun die Hände
„Nur die Zahlen verändern“
in den Schoß zu legen. Gerhard Roller, Spezialist für Atomrecht, über die Schlupflöcher des Atomgesetzes und
Die Anti-AKW-Bewegung 2009 ist eine die Möglichkeiten, den Atomausstieg zu unterlaufen oder zu beschleunigen
bunte, fröhliche und vor allem erfolgs-
hungrige Bewegung. Zehn Jahre lang gibt Nach neun Jahren erst zwei von 19 Einige Parteien und Verbände fordern, Prof. Dr. jur. Gerhard
es den Atomausstieg nun auf dem Papier. AKW vom Netz: Wie verlässlich ist der besonders unsichere AKW schneller Roller, 49, ist Experte
Jetzt muss er endlich umgesetzt werden! Atomausstieg? stillzulegen. Ist das realistisch? für Atom-, Umwelt- und
Verfassungsrecht. Er ist
Da lassen wir nicht mehr locker. Gerhard Roller: Der „Atomkonsens“ selbst Die Atomaufsicht muss einschreiten, Lehrstuhlinhaber an der
Den Anstoß für die Berliner Demons- ist nur ein Gentlemen's Agreement, ent- wenn es Sicherheitsprobleme gibt, das FH Bingen und Leiter des
dortigen Institute for
tration gaben die Bäuerinnen und Bauern scheidend ist das Atomgesetz. In das gilt unabhängig vom Ausstieg. Und das Environmental Studies
aus dem Wendland, die Anfang des Jahres sind die Regelungen des „Konsens“ ein- Atomgesetz bietet schon immer die Mög- and Applied Research.
Foto: Andreas Conradt/PubliXviewinG
beschlossen hatten, 30 Jahre nach ihrem geflossen. Aber ein Gesetz ist niemals für lichkeit, ein AKW, das gravierende Sicher- Foto: privat
legendären Hannover-Treck erneut auf die bar.“ Noch während des Berlin-Trecks, Selbst Union und FDP können sich inzwi- die Ewigkeit gemacht. heitsmängel aufweist, stillzulegen. In
Reise zu gehen, diesmal in die Haupt- 2009, erklärt Bundesumweltminister Sig- schen einer vergleichenden Suche immer einem solchen Fall kann die Betriebsge- Könnte man Atomkraft nicht auch öko-
stadt. Ein Teil des Trecks war eine Woche mar Gabriel (SPD): „Das Endlagerprojekt weniger entziehen. Eine neue Bundesregierung könnte also nehmigung nach §17 widerrufen werden. nomisch unattraktiver machen?
lang unterwegs, besuchte auf der Fahrt Gorleben ist politisch tot.“ Der Unter- den Atomausstieg verändern? Aber das ist ein schwieriger Weg. In der Auch das ist möglich. Etwa mit einer re-
Atomausstieg heißt Abschalten
nach Berlin die anderen Endlagerstand- schied: Albrecht konnte mit seinem Nein Sie könnte ihn verlangsamen oder be- Praxis ist dieser Paragraf noch nie zur alistischen Haftpflichtversicherung, einer
orte Schacht Konrad, Asse und Morsle- die WAA in Gorleben blockieren. Gabriel Auch in der Debatte um die AKW-Lauf- schleunigen oder aus dem Ausstieg wieder Anwendung gekommen. Steuer auf Uran, einer Überführung der
ben. Teilweise glich der Treck einem Tri- dagegen kann das Endlager nicht alleine zeiten macht sich die Stimmung der aussteigen. Aber nur in gewissem Umfang: milliardenschweren steuerfreien Entsor-
umphzug, bejubelt von den Menschen am stoppen. Bevölkerung im Wahlkampf bemerkbar. Anlagen, die einmal abgeschaltet sind, Was passiert nach einer Zwangsstillle- gungsrückstellungen der Konzerne in ei-
Straßenrand und überall freundlich aufge- Trotzdem steht das Projekt auf der Grüne und SPD überbieten sich mit Zah- können kaum wieder ans Netz genommen gung, wie sie nun etwa für das AKW nen öffentlich-rechtlichen Fonds.
nommen. Tag für Tag kamen mehr Trakto- Kippe. Drei Faktoren spielen dabei eine len, wie viele AKW sie nach der Wahl an- werden. Das geht technisch nicht. Krümmel diskutiert wird, mit den
ren dazu, an die 100 Fahrzeugewaren es Rolle: 1. Die direkte Einflussnahme der geblich stilllegen wollen. Union und FDP verbliebenen Stromkontingenten? Im Atomkonsens hat die Bundesregie-
zum Schluss. In Berlin, am Vorabend der Kohl-Regierung 1983 auf ein kritisches halten noch dagegen. Aber wie es nach Die Demo in Berlin hat gezeigt, wie Wenn eine Betriebsgenehmigung entzo- rung aber zugesichert, dass sie von
Gutachten der Physikalisch-Technischen der Wahl wirklich kommt, ist schwer zu stark die Anti-Atom-Bewegung noch gen wird, dann verfallen die Elektrizitäts- für die Stromkonzerne nachteiligen
Bundesanstalt konnte jetzt anhand aufge- sagen. Das aktuelle Atomgesetz, das den immer ist. Wer den Atomausstieg mengen. Nur bei einer freiwilligen Still- Gesetzesänderungen Abstand nimmt.
tauchter Akten bewiesen werden. Zweifel sogenannten Atomkonsens umsetzt, den aufweichen will, dürfte also nach legung durch den Betreiber können die Erstens haben die Betreiber sich von die-
an Gorleben waren auf politischen Druck die rot-grüne Bundesregierung und die unauffälligen Wegen suchen. Welche Strommengen übertragen werden. sem „Konsens“ längst gelöst. Sie legen
.ausgestrahlt ist eine Mitmach-Kampagne. hin aus der Expertise gestrichen worden. Stromkonzerne 2000 ausgehandelt ha- Schlupflöcher bietet das Atomgesetz? das Gesetz in einer Weise aus, wie es dem
Wir unterstützen AtomkraftgegnerInnen, aus 2. Es wurde bekannt, dass die Verträge ben, lässt den AKW-Betreibern weiterhin Es gibt Stellschrauben, an denen man Und wenn der AKW-Betrieber einer Geist des Atomkonsens nicht entsprochen
ihrer Haltung öffentlichen Protest zu ma- vieler Grundeigentümer, die bisher die Er- viele Schlupflöcher (siehe Interview Seite 3 drehen kann. Das heißt, man muss nicht behördlich erzwungenen Stilllegung mit hat – etwa mit ihren Anträgen, Stromkon-
chen. Wir machen Aktionsangebote, die jede kundung des Salzstocks ermöglichen, nur und Orakel Seite 6-7). unbedingt eine sehr große Veränderung einer „freiwilligen“ zuvorkommt? tingente von neueren auf ältere Anlagen
und jeder umsetzen kann, und stellen Mate- noch bis zum Jahr 2015 laufen. Viele der Es ist also entscheidend, dass wir vornehmen. Die Restlaufzeiten etwa Dem derzeitigen Atomgesetz zufolge dürf- zu übertragen und Stillstandszeiten be-
rialien und Hintergrundinfos zur Verfügung. Betroffenen sind inzwischen Atomkraft- AtomkraftgegnerInnen uns auch bei einer sind ja in Form von Stromkontingenten te er die verbliebenen Stromkontingente wusst zu verlängern, um über die Legisla-
Schau auf www.ausgestrahlt.de. Abonniere gegnerInnen und werden kaum zu einer Regierungsbeteiligung von SPD und/oder für die einzelnen Reaktoren festgelegt, dann frei auf andere Anlagen übertragen. turperiode hinwegzukommen. Vor diesem
kostenlos den E-Mail-Newsletter. Verlängerung zu überreden sein. 3. Der Grünen nicht darauf verlassen, dass alles und die stehen in einem Anhang zum Hintergrund verliert der Konsens auch an
Mach mit! seit 32 Jahren lebendige Widerstand im seinen Gang geht. Nur wenn das Atomge- Gesetz. Es würde daher ausreichen, die- Auch auf ältere Reaktoren? politischer Bindungswirkung. Im Übrigen
Wendland ist einfach nicht klein zu krie- setz verschärft wird, wird es in den nächs- sen Anhang zu verändern. Für die viel Ja. Ein freiwilliges Aus für das AKW Krüm- ist der Gesetzgeber rechtlich nicht an
gen. (Mehr zu den Problemen in Gorleben ten Jahren wirklich zu einer relevanten diskutierte Laufzeitverlängerung etwa mel könnte also andere Reaktoren viele diese Vereinbarung gebunden.
Großdemonstration, stießen dann noch siehe Seite 11.) Zahl von Reaktorschließungen kommen. bräuchte man nur die Zahlen darin zu Jahre vor der Abschaltung bewahren.
mal weitere 270 Trecker aus dem Wend- Das Kartenhaus von der angeblichen So wie 2005, als es nach den Koaliti- erhöhen. Besteht nicht die Gefahr, dass die AKW-
land dazu, die morgens in Lüchow ge- Eignung des Salzstocks Gorleben wackelt, onsverhandlungen hieß, es bleibe beim Stellschrauben lassen sich meist in Betreiber gegen strengere Regeln klagen?
startet waren. Einige besonders alte und eingestürzt ist es noch nicht. Entschei- Atomausstieg, und dann trotzdem in vier Um die Abschaltung weiterer AKW zwei Richtungen drehen. Welche recht- Doch. Aber die Chancen, dass sie ge-
langsame Exemplare fuhren auf Tiefladern den wird auch hier die nächste Bundes- Jahren kein einziges AKW vom Netz ging, zu verhindern, haben deren Betreiber lichen Möglichkeiten gibt es denn, den winnen, sind meiner Ansicht nach eher
und Anhängern mit. regierung. Wesentlich wird sein, wie sich so lassen wir uns nicht mehr abspeisen! bisher versucht, Laufzeiten von neue- Atomausstieg zu beschleunigen? gering, sofern die Regelungen insgesamt
die öffentliche Debatte in den kommen- Der Treck nach Berlin und die Demons- ren auf ältere Anlagen zu übertragen. Da ist vieles möglich. Genauso wie man verhältnismäßig bleiben. Das geltende
Gorleben auf der Kippe
den Wochen entwickelt. Die Dinge sind tration in der Hauptstadt waren ein groß- Die rechtlichen Voraussetzungen die- die Stromkontingente erhöhen kann, um Atomgesetz hat die Anliegen der Betrei-
Geschichte wiederhole sich nicht, heißt in Bewegung geraten: SPD und Grüne artiger Erfolg. Doch die eigentliche Ent- ser Übertragung sind umstritten. Das die Laufzeiten zu verlängern, kann man ber in sehr ausgiebiger Weise berücksich-
es ja oft. Doch jetzt ist Erstaunliches pas- etwa haben zwar bisher schon einen Ver- scheidung steht noch bevor. Die müssen Bundesumweltministerium hat diese An- sie auch verringern. Dann müssten die tigt. Und insbesondere die älteren Anla-
siert: 1979, nach dem Hannover-Treck, gleich verschiedener Standorte gefordert, wir in den nächsten Wochen erstreiten. träge bisher auch nicht genehmigt. Eine Reaktoren früher abgeschaltet werden. gen genießen nur noch in sehr geringem
erklärte der damalige niedersächsische wollten Gorleben dabei aber stets mit Wenn Engagement gegen die Nutzung der neue Regierung könnte den Grundsatz Das ist aus meiner Sicht auch der sinn- Umfang Bestandsschutz. Insofern ist es
Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU): im Rennen lassen. Jetzt, nach den auf- Atomenergie besonders lohnenswert ist, „Strommengenübertragung nur von äl- vollste Weg, um eine schnellere Abschal- auch verfassungsrechtlich durchaus mög-
„Die atomare Wiederaufarbeitungsanlage gedeckten Lügen, rücken sie davon ab: dann in diesen Tagen! Es liegt in unserer teren auf neuere Reaktoren“ jedoch auf- tung der ältesten und damit unsichersten lich, den Ausstieg zu beschleunigen.
ist in Gorleben politisch nicht durchsetz- Gorleben soll nicht mehr mit dabei sein. Hand. Jochen Stay weichen. Reaktoren zu erreichen.  Interview: Armin Simon

2 .ausgestrahlt Rundbrief 6 - Herbst 2009 3


Nachrichten

Anti-Atom-Kurzmeldungen Frankreich gegen Endlager


40 Bürgermeister hatten sich gemel-
det, als die französische Atommüll-
Pannenreaktor Krümmel: An. Aus. An. Wieder aus.
Die schleswig-holsteinische Atom-
aufsicht hat das AKW Krümmel Mitte
4. Juli liegt es wieder still – für vor-
erst unbestimmte Zeit. Ursache: ein
Anti-Atom-Demo Atomkraft treibt GAU-Gefahr durch Agentur (Andra) nach einem Standort Juni nach zweijähriger Betriebspau- Kurzschluss im Maschinentrafo, ge-
schlägt Wellen in Polen Strompreis in die Höhe Dämmmaterial für ein Endlager für schwachradio- se trotz Sicherheitsbedenken wieder nau wie 2007.
Die polnische Grenzstadt Gryfino an Längere Laufzeiten für AKW würden Losgelöstes Dämmmaterial droht im aktive Abfälle suchte – ähnlich de- anfahren lassen. Das geht aus ver- Noch Mitte Juni hatte Vattenfall be-
der Oder hat sich um den Bau eines den Stromkonzernen Mehreinnahmen Falle eines Lecks im Reaktorkern die rer, die in der Asse liegen und die traulichen Unterlagen hervor, die der teuert, der Reaktor sei „sicherheits-
AKW beworben. Nach der großen im dreistelliger Milliardenhöhe besche- Notkühlsysteme der AKW zu blockie- in Schacht Konrad deponiert werden „Spiegel“ Mitte August zitierte. Auf technisch auf dem neuesten Stand“.
Anti-Atom-Demo in Berlin übte Bür- ren. Das errechnete die Landebank Ba- ren. Die feinen Fasern verstopfen die sollen. Die Gemeinden lockte die Aus- Initiative von .ausgestrahlt hatten Die Behörde verkündete, sie habe „mit
germeister Henryk Pilat den Rückzug. den-Württemberg. Sie geht davon aus, Siebe am Reaktorboden, durch die sicht auf Ausgleichszahlungen von schon im Juni Tausende BürgerInnen größter Sorgfalt und umfassend die
„Angesichts der heftigen Proteste in dass die Strompreise bei längeren AKW- Kühlwasser zurück in den Reaktorkern bis zu zwei Millionen Euro im Jahr. bei SPD-Ministerin Gitta Trauernicht Beseitigung der Mängel überwacht“
Deutschland hat es keinen Sinn, weiter Laufzeiten weiter steigen. Erneuerbare gepumpt wird. Bei gröberen Sieben Die Bevölkerung machte ihnen einen gegen die Wiederinbetriebnahme des und dabei „strengste Maßstäbe“ an-
darüber nachzudenken“, zitierte ihn die Energien dagegen dämpfen die Preise lagern sich die Fasern – noch schlim- Strich durch die Rechnung. Nach zum Pannenreaktors protestiert und dabei gesetzt. Tatsächlich waren noch nicht
„Märkische Oderzeitung“. Als offiziellen schon heute. Das Fraunhofer Institut mer – in den Kühlkanälen direkt im Teil massiven Protesten widerriefen explizit auf Sicherheitsmängel hinge- einmal die vorgeschriebenen Messge-
Rückzug der Bewerbung wollte Pilat für System- und Innovationsforschung Reaktorkern ab. Ohne Notkühlung die Gemeinderäte ihre Zustimmung, wiesen. Die Realität gab ihnen recht: räte installiert. Der TÜV Nord betonte
dies aber nicht verstanden wissen. Er (ISI) bezifferte die Einsparungen allein droht die Kernschmelze. Jahrelan- manch Bürgermeister musste gar zu- Drei Störfälle binnen 14 Tagen, zwei- im Nachhinein, er habe die Betriebs-
habe die Regierung in Warschau nur durch Winstrom auf mehrere Milliarden ge Versuche von Areva/Siemens, das rücktreten. Die Andra muss ihre Suche mal musste das AKW heruntergefahren tüchtigkeit des Trafos „nicht unein-
auf die starken Proteste in Deutsch- Euro pro Jahr. Der Ausbau der Erneuer- Problem zu lösen, scheiterten. Im De- jetzt von vorn beginnen. werden. Seit der Notabschaltung am geschränkt bestätigt“.
land aufmerksam gemacht, stellte er baren würde durch längere AKW-Lauf- zember 2008 hielt die Reaktorsicher-
zwei Tage später klar. Gryfino sei weiter zeiten behindert, warnte das Wupper- heitskommission fest, der Nachweis, Grüne wollen Biblis Atomkraftgegner
als AKW-Standort „im Gespräch“. tal Institut. dass das Problem sicher beherrscht zum 2. Mal stilllegen mit harter Schale
werden könne, sei nicht erbracht. Für Der hessiche Grünen-Chef Tarek Al- Der jüngste Feind der Schwei-
AKW Belene: Bulgarien Mehrheit will Abschalten einen solchen Fall sieht das Atomge- Wazir versprach Ende August: Be- zer AKWs ist ein Winzling,
droht mit Ausstieg Drei Viertel (72 %) der Bevölkerung setz die zwangsweise Stilllegung der komme Schwarz-Gelb keine Mehrheit, eingeschleppt aus Fernost.
Der Finanzminister der bulgarischen sind dafür, ältere Reaktoren sowie das Reaktoren vor. Dazu kam es bisher werde Biblis A nicht mehr ans Netz Millionenfach liegt er im Rhein
Regierung hat öffentlich die Rentabili- AKW Krümmel sofort abzuschalten. nicht – weil nicht nur einer, sondern gehen: „Am 27. September entschei- und vermehrt sich rasant. Sei-
tät des geplanten AKW Belene bezwei- Das ergab eine der repräsentative alle AKW in Deutschland davon be- den die Menschen, ob Biblis A end- ne Mini-Larven gelangen durch
felt. Das AKW, das mit Unterstützung Emnid-Umfrage im Auftrag von „Bild troffen wären. gültig stillgelegt wird oder nicht.“ jeden Filter und verstopfen
von RWE mitten im Erdbebengebiet am Sonntag“ Ende Juli. Selbst 68 Vor der Bundestagswahl 1998 ver- die Rohre – ein echtes Sicher-
errichtet werden soll, werde nicht vier, Prozent der CDU/CSU-AnhängerInnen Atommüllkippe Asse hatte sprach Joschka Fischer, „dass eine heitsproblem für AKW. 50.000
sondern zehn Milliarden Euro kosten unterstützten diese Ziele. Das ZDF- psychologische Funktion der ersten Amtshandlungen einer Franken jährlich muss das AKW
und daher selbst mit privaten Inves- Politbarometer ermittelte zeitgleich: Die Bundesregierung hat die Inbe- neuen Bundesregierung die Aufhe- Leibstadt aufwenden, um Cor-
toren „nicht profitabel sein“. Die „Fi- Nur 39 Prozent wollen den kom- triebnahme des maroden Salzberg- bung der bestehenden Weisungen an bicula fluminea mit Hilfe von Protest am AKW Krümmel / www.contratom.de
nancial Times Deutschland“ schrieb, pletten Atomausstieg länger als 2021 werks Asse II in den 60er-Jahren die [damals rot-grüne] Landesregie- Hochdruckreinigern aus den Kühlwas- AKW Fessenheim:
das Projekt stehe kurz vor dem Aus. hinauszögern. 55 Prozent sprechen vornehmlich aus psychologischen rung wäre, so dass die Stilllegung serfassungen zu spülen. Den Sieges- Protest mit Picknick am 3.10.
Inzwischen droht Russland, das den sich dafür aus, ihn wie beschlossen Gründen forciert. Zu diesem Schluss von Biblis (…) sofort verfügt werden zug der Körbchenmuschel kann das Das älteste AKW Frankreichs steht
Reaktor liefern sollte, unverhohlen mit fortzuführen. kommt der Historiker Detlev Möller kann.“ Fischer wurde damals dann nicht stoppen. In den USA musste im Elsass, keine 20 Kilometer von
dem Stopp von Gaslieferungen. Der nach jahrelangem Aktenstudium. Außenminister. 1980 bereits ein AKW den Betrieb Freiburg entfernt. Im Oktober 2009
RWE-Aufsichtsrat könnte das Engage- Gorleben: A-Moll statt A-Müll Bundesforschungsminister Gerhard einstellen, weil die Schalentiere das werden die beiden Reaktoren in Fes-
ment von RWE in Belene am 24. Sep- In Konzertkleidung und mit Instru- Stoltenberg (CDU) habe alle Erkennt- Löschwassersystem verstopften. senheim für ihre dritte Zehnjahres-
tember zu Fall bringen. menten kletterten am 8. August rund nisse über die Gefährdung der Grube Inspektion stillgelegt. Deren Ergebnis
60 MusikerInnen der Aktionsgruppe ignoriert, um der Atomindustrie zu Corbicula Fluminea / USGS/wikipedia soll entscheiden, ob das Uralt-AKW,
„Lebenslaute“ in Gorleben über zeigen, dass die Müllbeseitigung kein das nicht gegen Erdbeben gesichert
die vier Meter hohe Mauer. Auf Problem sei. Die Verantwortlichen Nordrhein-Westfalen nur knapp der Katastrophe entgangen ist und im Sommer auch mal mit Ra-
dem Gelände des Erkundungs- wussten demnach schon 1967, beim Der Atomtechnik-Experte Rainer Moor- zu einer Kettenreaktion und einem sensprengern auf dem Dach vor Über-
bergwerkes protestierten sie mit Start der Einlagerung von Atommüll, mann, ehemals Mitarbeiter des Kern- Riss in der Reaktorhülle. Der AVR liegt hitzung geschützt wird, endgültig
einem Konzert – Motto: „A-Moll dass kein Raum der Grube trocken forschungszentrums Jülich, hat ent- seit 20 Jahren still. Die Abrisskosten stillgelegt werden muss oder weitere
statt A-Müll“ – gegen die Pläne, bleiben würde. Trotzdem erklärten hüllt, dass Nordrhein-Westfalen 1978 schätzte man damals auf 34 Millionen zehn Jahre laufen darf. Badische und
den Salzstock zum Atommüll- sie die Asse 1968 offiziell zum End- womöglich nur knapp an einer Kata- Mark. Inzwischen liegen sie bei „min- elsässische Anti-Atom-Initiativen or-
endlager zu machen. Der Zivile lager für den bis 2000 anfallenden strophe vorbeigeschlittert ist. Im so- destens 500 Millionen Euro“. Aufkom- ganisieren ein Aktionswochenende am
Ungehorsam nach Noten von Strahlenmüll. Kritik stempelten sie genannten Kugelhaufenreaktor AVR, men dafür muss das Forschungsminis- 3./4. Oktober in Colmar. Höhepunkt
Haydn und Bon Jovi war öffent- als „Atom-Psychose“ ab. dem Prototyp für den Hochtempera- terium. Der Reaktorkern selbst wird ist die Demonstration am 3. Oktober
lich angekündigt, fand aber ei- turreaktor in Hamm-Uentropp, drang übrigens gar nicht zerlegt, sondern mit Picknick und Konzerten auf dem
nen Tag früher statt. So konnte damals durch ein Leck im Dampfer- zunächst für mindestens 50 Jahre auf Place Rapp (ab 12 Uhr).
die Polizei nicht den Takt ange- zeuger Kühlwasser in den Reaktorkern dem Gelände eingemauert – die Strah- www.vorort.bund.net/suedlicher-
ben. www.lebenslaute.net ein. Nur durch Zufall führte dies nicht lung ist zu hoch. oberrhein
Lebenslaute in Gorleben / Timo Vogt, randbild

4 5
Kugelhaufenreaktor AVR, Jülich / www.ewn-gmbh.de

.ausgestrahlt Rundbrief 6 - Herbst 2009


Verhandlungssache

Das Koalitions-Orakel aus der Kohl-Ära platzt Merkel der Kra-


gen. Wie einst beim CDU-Spendenskandal
stellt sie sich öffentlich gegen ihren Zieh-
die FDP, die ja den Markt befürwortet,
nichts einzuwenden. Eine neue Standort-
suche für ein Atommüll-Endlager startet.
durch Investitionen in Erneuerbare En-
ergien, lokale Wertschöpfung durch en-
ergieautarke Regionen. Bedingung dafür
Schwarz-gelber Atomausstieg? Grünes Endlager Gorleben? Nichts ist unmöglich! vater, in der Folge erklärt sie Gorleben als Gorleben gehört nicht mehr dazu. ist Planungssicherheit und Verlässlich-
Atomkraft abwählen? Das klingt ein- daher das Gefeilsche losgehen. In al- nach den Wahlen weiterhin ist. Tragen Endlagerstandort für „tot“ – ein Schult- keit in der Energiepolitik. Daher bleibt
fach. Doch selbst wenn Schwarz-Gelb len Fällen sind dabei sowohl ziemlich wir unseren Teil dazu bei! erschluss mit Gabriel. Sicherheits-Poli- Jamaica oder Schwarz-Grün es bei den im „Atomkonsens“ vereinbar-
keine Mehrheit bekommt, regieren schlechte als auch relativ gute Ergeb- tikerInnen von CDU und SPD verlangen Keine offizielle Laufzeitverlängerung für ten Restlaufzeiten und Regeln.
nach der Bundestagswahl Parteien zu- nisse möglich. Wie sich die Koalitio- wirksame Maßnahmen gegen Flugzeugab- AKW – das ist die Bedingung der Grünen
sammen, die beim Thema Atom ent- näre entscheiden, hängt in erster Li- stürze. Alle älteren Reaktoren müssen für ihre Mithilfe bei der Regierungsbil- Rot-Rot-Grün
gegengesetzte Positionen vertreten. nie davon ab, wie stark der öffentliche daraufhin sofort vom Netz. Über Gnaden- dung. Allerdings sind ihnen auch andere In der SPD gewinnt die Großindustrie-
In den Koalitionsverhandlungen wird Druck für einen echten Atomausstieg fristen für die etwas besser geschützten Themen wichtig, weswegen sie durch- Flügel die Oberhand. Er blockt die Be-
wird noch diskutiert. aus Abstriche hinnehmen – etwa eine schleunigung des Atomausstiegs ab und
Schwarz-Gelb Große Koalition flexiblere Übertragung von Strommen- alle Versuche, die Vergünstigungen für
Längere AKW-Laufzeiten – damit sind u Das andere Szenario geht so: Zwei Atomkraft ja oder nein? Schon vor vier Ampel-Koalition gen, auch von neueren auf ältere AKW. AKW zu streichen. Vattenfall legt Krüm-
CDU/CSU und FDP in den Wahlkampf Drittel der Bevölkerung halten den Ato- Jahren ließ sich dieser Streit zwischen Gorleben „tot“, Atomausstieg bleibt –
gezogen. Der Ausstieg aus dem Aus- mausstieg für richtig, der Hälfte davon CDU und SPD nicht lösen. Das Patt sah SPD und Grüne wären sich einig. Doch sie
stieg ist nur eine Formsache. Die Union, geht er nicht schnell genug. Die Anti- so aus: Formal blieb es beim Atomaus- brauchen die FDP. Die will Gorleben „zü-
die Atomkraft noch für „unverzichtbar“ Atom-Bewegung ist stark wie lange nicht stieg, tatsächlich ging kein einziges AKW gig“ fertigbauen und längere Laufzeiten
hält, könnte dafür sorgen, dass es da- mehr. Fast 300.000 Beschäftigte im Be- vom Netz. Das Modell hat an Attraktivität für AKW. Hoffungslos sind die Verhand-
bei bleibt – indem sie den Vorrang für reich Erneuerbare Energien bangen um nicht verloren. Vier Varianten bieten sich lungen nicht. Denn selbst die Grünen
Erneuerbare Energien aushebelt, Verzei- ihre Jobs. Die einzige Branche, die trotz an: 1. Die Fußnote im Atomgesetz zum streben vorerst nur an, „bis zu sieben
hung: das Erneuerbare-Energien-Gesetz Krise wächst, zu gefährden und die Spit- AKW Mülheim-Kärlich wird aufgehoben. AKW“ abzuschalten. Kein Problem also,
(EEG), das diesen Vorrang festlegt, zenstellung auf einem boomenden Welt- Die diesem nie richtig in Betrieb gegan- wenn tatsächlich nur ganz wenige und
„weiterentwickelt“. Merkel wie Wester- markt aufs Spiel zu setzen, darauf haben genen Reaktor zugestandene Strommenge auch die nur voraussichtlich vom Netz
welle haben sich, allen dreisten Lügen die WirtschaftsexpertInnen in CDU und darf nicht mehr nur auf die in der Fuß- gehen – Hauptsache, man kann weiter
bei der Standortwahl zum Trotz, für die FDP keine Lust. Sie wollen den Mittel- note aufgezählten neueren AKW verteilt sagen: „Es bleibt beim Atomausstieg.“
Fortsetzung der Arbeiten im Salzstock stand stärken. Die Erneuerbaren bieten werden, sondern auf alle Reaktoren, de- Die SPD verkauft selbst das Zugeständ-
Gorleben ausgesprochen: Offiziell wird hierfür beste Voraussetzungen, AKWs sind nen die Abschaltung droht. 2. Eine re- nis, dass Stromkontingente nun auch von
ja bloß „erkundet“. Nach Fertigstellung hinderlich. Deswegen bleibt es beim Ato- gierungsinterne Absprache erlaubt die neueren auf ältere Reaktoren übertragen
kann man das riesige Bergwerk dann di- mausstieg. Begründung für die Pro-Atom- Strommengen-Übertragung von neueren werden dürfen (siehe Varianten 1-3 bei
rekt als Endlager nutzen. Da kein anderer Klientel: die mangelnde Bereitschaft der auf ältere Reaktoren. Auch so muss in „Große Koalition“), als Erfolg: Schließlich Foto: Andeas Conradt / PubliXviewinG
Standort ins Rennen kommt, ist schon Atomkonzerne, ihre zusätzlichen Milli- den nächsten vier Jahren kein AKW vom steht die Abschaltung der letzten, also Favorisierte Variante dafür ist die „frei- mel freiwillig still, um den drohenden
klar, wer dieses „gewinnt“. Sowas nennt ardengewinne durch längere Laufzeiten Netz. Bei „geschickter“ Verteilung der jüngsten AKW damit rechnerisch sogar willige“ Abschaltung von Krümmel – die Stempel „mangelnde Zuverlässigkeit“ ab-
man Planungssicherheit. vollständig abzugeben. Strommengen müssten alle AKW irgend- früher an. Es gibt einige Studien zu an- können sie ihren WählerInnen als Erfolg zuwenden. Die freiwerdenden Stromkon-
wann sogar zum ungefähr gleichen Zeit- deren Endlager-Standorten, parallel dazu verkaufen. Künftig ist für Atom das neue tingente retten das Gros der Uralt-AKW
punkt abschalten. Dann wird die Atom- wird Gorleben weiter ausgebaut, offiziell Energieministerium zuständig, geführt über die nächste Wahl.
Anzeige
lobby argumentieren, dies sei nun doch „ergebnisoffen erkundet“. Gabriel darf es von FDP oder CDU. Das geplante End- u OptimistInnen betonen dagegen die
ein wenig abrupt. 3. Vattenfall legt sein weiterhin als „tot“ bezeichnen. lager in Gorleben wird „ergebnisoffen“ Einigkeit der Koalition beim Thema Atom.
Pannen-AKW Krümmel gegen bestimmte u Im Idealfall dagegen schließt sich die ausgebaut, andere Standorte pro forma Der betrügerische Endlager-Bau in Gorle-
Vorteile „freiwillig“ still. Ein Erfolg, preist FDP der Position ihres schleswig-holstei- gesucht, eine konkrete Vereinbarung zu ben wird zugeschüttet, die Restlaufzeiten
die SPD. Das freiwerdende Stromkontin- nischen Landesverbands an. Der hat schon einem Standortvergleich gibt es aber verkürzt. Damit sind die sieben ältesten
gent von Krümmel reicht aber aus, um lange erkannt, dass Erneuerbare Energien nicht. KritikerInnen in den eigenen Rei- AKW binnen weniger Monate vom Netz.
alle sieben Uralt-AKW über die nächste Arbeitsplätze schaffen und den Mittel- hen verweisen die Grünen auf die 2015 Für die verbleibenden zehn gelten fortan
Wahl zu retten. 4. Die SPD stimmt Lauf- stand stärken. Außerdem weiß er, dass der auslaufenden Salz-Verträge in Gorleben, die vom Bundesverfassungsgericht schon
zeitverlängerungen zu, dafür kommt ein Offshore-Windstrom die Stromleitungen CDU/CSU vertrauen diesbezüglich auf seit 30 Jahren geforderten Sicherheits-
Neubauverbot für AKW ins Grundgesetz. benötigt, die derzeit noch mit Atomstrom Enteignungen. Wie schon unter Schröder maßstäbe. Wegen langwieriger Klagen
Letzteres ist ohne Relevanz: Schon in den verstopft sind. Deswegen ist die FDP in ruft Trittin wieder dazu auf, nicht gegen zieht sich das Aus jedoch noch ein paar
vergangenen 30 Jahren wollte niemand Kiel für den Atomausstieg. Die Grünen Castor-Transporte zu demonstrieren. Jahre hin. Die Milliarden-Rückstellungen
mehr ein AKW in Deutschland bauen. In setzen, im Schulterschluss mit der SPD, u In der fortschrittlichen Variante der Stromkonzerne, nun verstaatlicht, in-
Sachen Endlagersuche gibt die Koalition die schnellere Abschaltung der ältesten von „Jamaica“ verbünden sich die Wirt- vestiert die Regierung in Erneuerbare En-
einige Studien zu anderen Standorten in und unsichersten AKW durch – über eine schaftsförderer mit den Kartellrechtsex- ergien – eine arbeitsmarktwirksame und
Auftrag, gleichzeitig lässt sie in Gorleben generelle Verkürzung der Restlaufzeiten. pertInnen, die Landwirtschafts-Spezia- ertragreiche Geldanlage für die nächsten
weiterbauen. Verbesserungen beim EEG beschleunigen listInnen mit den SozialpolitikerInnen Jahre. Ein Platz zur möglichst sicheren
u Andere Möglichkeit: Angesichts der den Ausbau der Erneuerbaren. Auch ge- und setzen eine Art „New Social Deal“ Lagerung des Atommülls lässt sich sowie-
in immer größerem Umfang zutage tre- gen eine steuerliche Gleichbehandlung durch: Rentensicherung, Stärkung der so erst finden, wenn das letzte AKW vom
tenden Lügengeschichten zu Gorleben von Uran mit anderen Brennstoffen hat kommunalen Finanzen und Arbeitsplätze Netz ist.

6 .ausgestrahlt Rundbrief 6 - Herbst 2009 7


Demo 05.09.2009

Foto: Christian Ditsch/version-foto.de

... und das war erst der Anfang


Mit mehr als 50.000 Menschen fand am 5. September in Berlin die größte Anti-AKW-Demonstration seit dem Tschernobyljahr 1986
statt. Sie war groß, kraftvoll, bunt und Generationen übergreifend. Der Demo vorausgegangen war der einwöchige Treck von Bauern
aus dem Wendland, die anderen geplanten und tatsächlichen
Atommülllagern einen Besuch abstatteten.
Wir brauchen hier nicht zu schreiben, wie wir es fanden, denn
alle Zeitungs- und Fernsehberichte teilen unsere Einschätzung -
die Botschaft ist dank aller TeilnehmerInnen angekommen! Auf
drei Seiten wollen wir Euch einen Eindruck der Demo vermitteln Foto: Christian Ditsch/version-foto.de

Pressestimmen
und Kraft geben zum Weitermachen.
Denn darum geht es und darum ging es uns von .ausgestrahlt Dass ein Aufkündigen
mit der Mobilisierung für die Demonstration: Jetzt ein Zeichen des Atomkonsenses
setzen und mit dem Schwung dafür sorgen, dass nach der Wahl Diese Bilder machen Spaß. Und sie spre- gesellschaftliche Kon-
endlich Atomkraftwerke abgeschaltet werden. chen Bände: 50.000 Menschen haben in flikte zurückbringen
Berlin gegen Atomkraft demonstriert - kann, hat die Demons-
bunt, fröhlich und kreativ. Sie stehen, das tration jedenfalls ein-
beweisen Umfragen, für eine Mehrheit der drücklich gezeigt.
Bundesbürger. taz
Hamburger Morgenpost
Was vor 30 Jahren als Verhinderungskam- Das Erfrischende an dieser Anti-Atom-De-
Die Proteste am Wochenende waren die pagne in Wyhl, Wackersdorf, Kalkar und monstration war: Sie war Wahlkampf von
größten seit 20 Jahren, Union und FDP Brokdorf begann, das hat sich verstetigt, unten. Mit Parteipräferenzen liebäugelnd,
haben offensichtlich unterschätzt, wie verfestigt, verjüngt. Die Anti-Kernkraft- aber nicht an Parteiloyalitäten gebun-
tief verwurzelt die Atomängste in der Be- Bewegung verkörpert eine Meinungs- den, stellten da einige zehntausend den
völkerung sind. macht, mit der zu rechnen ist. Wahlkampf vom Kopf auf die Füße. Keine
Süddeutsche Zeitung Mitteldeutsche Zeitung Parteien-Versprechen ans schweigende
Stimmvolk. Umgekehrt: eine Wähler-An-
Foto: Günter Zint Foto: Stefan Diefenbach-Trommer Dass Atomkraft sicher und beherrschbar Die politische Spaltkraft der Nuklear- sage an die Politik, womit sie rechnen
ist, glaubt in Deutschland kaum noch je- technik hat offenbar eine längere Halb- muss nach dem 27. September. ... Aber
mand – außer natürlich den Energiekon- wertzeit, als einige vermuteten. Dieses jede künftige Regierung kann nun wissen,
zernen und ihren Freunden in den Wahl- Potenzial ist weit größer als die Schar worauf sie sich einstellen muss, wenn sie
kampfzentralen von CDU und FDP. der Demonstranten. Es kann durchaus zur die Atomlobby mit längeren Laufzeiten
Nordkurier kritischen Masse werden. für ihre Meiler bedient.
Frankfurter Rundschau Frankfurter Rundschau
Die Anti-Atomkraftbewegung ist wieder
da. So stark wie seit fast einem Viertel- Die VeranstalterInnen der Demonstration
jahrhundert nicht mehr, Und so verjüngt, haben auf Distanz zu den Parteien geach-
dass man kaum merkt, dass seit den er- tet. Strategisch ist das klug. Denn nur
sten Bildern von einer Gorlebener Tre- wenn die Bewegung nicht als Anhängsel
ckerkarawane schon 30 Jahre ins Land einzelner Parteien wahrgenommen wird,
gegangen sind. kann sie ihre ganze Breite entfalten.
Frankfurter Rundschau taz
Foto: Jakob Huber Foto: Christian Ditsch/version-foto.de Foto: Stefan Diefenbach-Trommer Foto: Timo Vogt / Randbild

8 .ausgestrahlt Rundbrief 6 - Herbst 2009 9


Demo 05.09.2009 Endlager

Die Gorleben-Lügen
Für Atommüll ungeeignet – das war von Anfang an klar. Eine Bestandsaufnahme
Das Atommüll-Projekt rungen […] sowohl im Salzstock
1977 bestimmte der niedersächsische als auch im Deckgebirge“, die „als
Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) Wanderwege für Wasser und Lauge
Gorleben zum Standort eines „Nuklearen dienen können“. Radioaktive Stoffe
Entsorgungszentrums“. Dafür vorgese- könnten so ins Grundwasser gelan-
hene Waldflächen waren zuvor Brandstif- gen. Die Behörden reagierten mit
Tausende DemonstrantInnen kamen mit Sonderzügen unter anderem aus Nordrhein-Westfalen, Uelzen und Lüneburg. 100 der 365 Trecker waren eine Woche lang unterwegs.  tungen zum Opfer gefallen. Die Wieder- Druck: Duphorn solle sein nega-
 Fotos: Karin Behr/PubliXviewinG
aufarbeitungsanlage scheiterte, gebaut tives Votum revidieren.
Eindrücke von TeilnehmerInnen wurden oberirdische Zwischenlager, die
„Pilotkonditionierungsanlage“ zum end- Frisierte Gutachten
"Mir stieg wirklich das Wasser in die Augen, einfach weil "Und es war nicht nur eine Demo von uns Grauhaarigen, nein, lagergerechten Verpacken von Atommüll Die Physikalisch-Technische Bundes-
wirklich so viele Menschen da waren. Das macht Hoffnung auf auch die Jungen waren dabei! Unser regionaler Bus war voll. sowie das „Erkundungsbergwerk“. anstalt (PTB) verfasste 1983, nach
mehr." Thilo Nach einer längeren Pause war der Einstieg ins Thema total Auswertung der Tiefbohrungen, ei- Besetzung der Endlagerbaustelle, Mai 2009. Foto: Timo Vogt/randbild
schnell geschafft, die alten Verbindungen wieder hergestellt - Auf Salz gebaut nen Zwischenbericht über Gorleben.
"Ich habe mich mit meinem 9-jährigen Sohn auf die lange Tour und was das Tollste an der örtlichen Mobilisierung war: Rücken- Die BRD legte sich in den 60er-Jahren Die Abdeckung des Salzstocks sei nicht in Vorbild Asse
mit dem Zug gemacht, um endlich selbst einmal eine wegwei- deckung und Unterstützung gibt's von Menschen, von denen Du auf eine Endlagerung in Salz fest. Mit der Lage, „Kontaminationen auf Dauer von Jahrzehntelang galt das „Versuchsendla-
sende Demo zum Thema Energie mitzuerleben. Und wir sind es nie erwartet hättest." Ulrike ausschlaggebend war die Aussicht auf der Biosphäre zurückzuhalten“, radioaktive ger“ Asse II offiziell als „Pilotprojekt“ für
beide beseelt wieder zurück gefahren. Mein Sohn hat mit dieser Fördermittel der EURATOM. Internatio- Stoffe könnten bereits nach „600 bezie- das geplante Endlager Gorleben. Dieselben
Aktion seine Politisierung begonnen." Steffen "Mein schönstes Demo-Erlebnis war am Tag danach: die Nach- nal ist die Eignung von Salz als Endlager hungsweise 1.100 Jahren“ ins Grundwas- Gutachter, die für Gorleben plädierten,
barn fragten, ob ich schon wieder unterwegs gewesen sei. Ich: höchst umstritten: Das plastische Gestein ser gelangen, heißt es in der Urfassung. attestierten auch der Asse Sicherheit für
"Mein Autoplakat hat eine Kollegin motiviert, an der Demo klar, auf der Demo in Berlin. Kurzes Nachdenken, dann hob der
mit ein paar anderen Leuten teilzunehmen, sie hatte von dem (1) drückt die Lagerkammern zusammen, Selbst im Innern des Salzstocks fänden Jahrtausende. Erst seit die Zustände dort
Nachbar (Polizist!) zustimmend den Daumen!" Jutta sodass die Behälter platzen, (2) steigt sich große Anhydritschichten (die Wasser – Wassereinbruch, Einsturzgefahr, konta-
Termin vorher nichts gewusst. Unter den 50.000 habe ich sie
dann auch noch getroffen. Auch schon ein kleiner Erfolg, finde "Als ein Mensch, der seit den 1970er Jahren beim Antiatom- durch den Druck stetig nach oben, (3) enthalten oder als Wasserleiter fungieren minierte Lauge – öffentlich sind, wollen
ich." Martina protest dabei ist, hat mich die große Resonanz des Themas tief ist extrem wasserlöslich und (4) zersetzt können). Dann intervenierte die Bundes- die Endlager-Fans von der „Pilotfunktion“
erleichtert." Richard sich durch radioaktive Strahlung. regierung: Die Zusammenfassung solle die nichts mehr wissen.
"Eigentlich bin ich eher der Typ, der Geld spendet, aber die „berechtigte Hoffnung“ betonen, „dass im
Demo wollte ich unbedingt miterleben. Und sie hat mich "Die Demo hat mich ebenfalls tief bewegt und motiviert. Vor Rache an der DDR Salzstock Gorleben ein Endlager für alle Die Salzrechte
schwer beeindruckt! Nun überlege ich mir, selber aktiv zu wer- allem die Stimmung war toll. Und es verlief friedlich, wie es Der in den 70ern mit der Endlagersuche be- Arten von radioaktiven Abfällen“ einge- Einige Gorlebener traten – gegen Geld –
den." Jonathan immer sein sollte – wenn man uns lässt." Ulrich auftragte Geologe Prof. Dr. Gerd Lüttig be- richtet werden könne. Die Warnung, dass ihre Salzrechte für den Bau des „Erkun-
richtete nach seiner Pensionierung, warum Wasser und Lauge eindringen könnten, bit- dungsbergwerkes“ ab. Die Pachtverträge
Anzeige
Albrechts Wahl auf den Salzstock Gorleben tet sie „etwas weiter vom Zentrum der Be- laufen 2015 aus. Grund zur Hoffnung auf
fiel, der aus fachlicher Sicht nur „dritte trachtung wegzurücken“. Außerdem solle ein Aus der Endlagerpläne ist das nicht. Er-
Arzt und Stromrebell
Dr. Michael Sladek
Saube
rer 2010 Wahl“ war: aus Rache für das grenznahe ganz vorne ein positives Votum stehen. stens können Verträge verlängert werden.
- fa irer
Strom DDR-Endlager Morsleben, das auch Nie- Die Endversion des Papiers beginnt: „Die Zweitens reicht eine Gesetzesänderung
Preis!
dersachsen zu verseuchen drohte – Motto: bisherigen Erkenntnisse über den Salzstock aus, um eine Enteignung zu ermöglichen.
„Jetzt werden wir's denen mal zeigen!“ haben die Aussagen über seine Eignungs-
höffigkeit für die Endlagerung […] bestä- Gorleben tot?
Die Gorlebener Rinne tigt.“ Selbst im Innern des Salzstocks fän- „Gorleben ist tot“ verkündet Sigmar Ga-
Die Tonschicht über dem Gorlebener Salz- de sich viel Anhydrit (das Wasser enthalten briel. Tatsächlich tat der SPD-Umweltmi-
stock durchschneidet ein mindestens 300 oder als Wasserleiter fungieren kann). nister alles, um ein Endlager Gorleben
Ein Kalender mit den schönsten Bildern Meter tiefer, mit Geröll gefüllter eiszeit- zu ermöglichen. Weil etwa die Forderung
von Anti-Atom-Treck und -Demo erscheint licher Graben. Durch diesen fließt Grund- „Erkundung“ oder Endlagerbau? nach mehreren Barrieren (z.B. Salz und
Anfang Oktober. Du kannst ihn bereits wasser, das die Oberfläche des Salzstocks Hochrangige Beamte diskutierten 1980, Ton) hier nicht erfüllbar ist, strich Gabriel
jetzt bestellen (siehe Seite 15). ständig ablaugt – jedes Jahr bis zu 12.000 wie man ein atomrechtliches Verfahren sie aus den Sicherheitsanforderungen für
Jetzt aussteigen! Wechseln Sie zu sauberem Anti-Atomstrom: Kubikmeter Salz. „Die zuständigen Fach- für den „Endlagerbau“ vermeiden könne. Endlager. Als „sicher“ gilt ein Endlager
Jetzt können Sie Ihren persönlichen Atomausstieg sofort umsetzen: Strom aus Erneuerbare Ener- leute waren entsetzt, als Albrecht sich Ihre Idee: Den Salzstock offiziell nur zu demnachauch dann noch, wenn – eine
gien und klimaschonender, kommunaler Kraft-Wärme-Kopplung - der schnellste Weg in eine atom- Die Mobilisierung zur Demo wurde auf Gorleben festlegte“, bekannte jetzt „erkunden“ – dafür reicht Bergrecht. Das Million Jahre lang – jeder tausendste
stromfreie Zukunft. Die EWS sind aus einer Bürgerinitiative entstanden und haben ihr Stromnetz unterstützt von: der Hydrogeologe Prof. Dr. Dieter Ortlam. „Erkundungsbergwerk“ bekam allerdings Anwohner einen schwerwiegenden Ge-
nach zehn Jahren und zwei Bürgerentscheiden freigekauft. Das Unternehmen gehört
650 Bürgerinnen und Bürgern. Heute versorgen die EWS 87.000 Stromkunden und Die Warnungen der Wissenschaftler rissen endlagertaugliche Schächte mit 7,5 statt sundheitsschaden dadurch erleidet. Eine
haben bereits rund 1.400 Ökokraftwerke in Bürgerhand gefördert. Das Enga- nicht ab. Der Geologe Prof. Dr. Klaus Du- vier Meter Durchmesser. Die Kosten stiegen Atommüllkippe muss Gabriel zufolge also
gement der „Schönauer Stromrebellen“ wurde mit zahlreichen Preisen aus-
gezeichnet: z.B. Europäischer Solarpreis, Nuclear-Free-Future Award
phorn etwa warnte 1982 vor „Bruchstö- dadurch um bis zu 800 Millionen Euro. gar nicht dicht sein.  Armin Simon
und Deutscher Gründerpreis.

10 11
Elektrizitätswerke Schönau Vertriebs GmbH
Fon: 07673 - 88 85 - 0
www.ews-schoenau.de
.ausgestrahlt Rundbrief 6 - Herbst 2009
Aktionen

Jetzt den Druck weiter steigern!


Es geht weiter: Über echten Ausstieg entscheiden Koalitionsverhandlungen Warmlaufen für den Widerstand
Es wird nicht gelingen, jeden Samstag Druck auf die Parteien zu halten, die Um aktuelle Details zu erfahren, in- Am ersten Tag der Koalitions- Auf einer Strecke von etwa 1.000 Metern per Newsletter informieren wir über die
mit 50.000 Menschen durch das Re- nach der Bundestagswahl am 27. Sep- formiere Dich im Internet auf www. verhandlungen gibt es eine wird gerannt, gerollert, gehüpft, spaziert. Orte. Bitte halte Dich auf dem Laufenden,
gierungsviertel in Berlin zu ziehen - tember eine Regierung bilden wollen, ausgestrahlt.de und abonniere dort große Auftaktaktion - in Ber- Als Staffel oder alle auf einmal. Am Start weil erst sehr kurzfristig feststehen wird,
obwohl viele Menschen, die die Demo starten die nächsten Aktionen, die unseren Newsletter, damit wir Dich lin und in möglichst vielen anderen Städ- heißt es: „Es geht wieder LOS!“. Unser Ziel wann genau die Koalitionsverhandlungen
vom 5.9. verpasst haben, ihr Versäum- zum Teil in Berlin stattfinden werden, kurzfristig auf dem Laufenden halten ten - wenn Du hilfst, sie zu organisieren. heißt: „Atomausstieg“. beginnen.
nis gerne nachholen wollen. Um den aber auch in vielen anderen Städten. können! Unsere Botschaft: Wer nicht endlich Melde Dich bei uns per E-Mail an Das Warmlaufen organi-
AKW stilllegt, bekommt Ärger. Denn wir mitmachen@ausgestrahlt.de, wenn Du siert .ausgestrahlt zusam-
laufen uns bereits warm für den Wider- ein Warmlaufen in Deiner Stadt organisie- men mit Campact und dem
Wir belagern die Koalitionsverhandlungen stand gegen den Weiterbetrieb der AKW. ren willst. Unter www.ausgestrahlt.de und BUND.

Die Anti-AKW-Bewegung macht Druck, wenn Parteispitzen verhandeln


Wenn einige Tage nach der Bundestags- einen Treffpunkt, in dem Aktionen geplant getroffen werden. Ort und Zeit der Ver-
Du bist nicht allein
wahl Koalitionsverhandlungen beginnen, und vorbereitet werden können. handlungen stehen erst kurzfristig fest. Ob Du ein Warmlaufen in Deiner Stadt Parteien. Viele davon waren jetzt in Ber- für Deine Stadt oder Region sein willst,
wird die Anti-AKW-Bewegung präsent sein, Falls eine Partei von ihrem Ausstiegs-Ver- Wenn Du bei der „Belagerung“ und den organisierst oder viele Transparente bei- lin dabei oder wollen vor Ort aktiv veröffentlichen wir gerne Deine
wenn sich die Parteispitzen treffen: Wo sprechen abrückt, wenn Parteien tatsächlich Aktionen in Berlin mitmachen willst, ob steuern willst - Du bist nicht allein, nutze werden. Kontaktdaten oder schreiben per
immer eine Verhandlungsrunde stattfindet, Laufzeitverlängerungen auch nur in Erwä- nur für einen halben Tag zur Unterstüt- Deine Anti-Atom-Freundschaften! Rufe alte und neue Anti- Mail andere aus Deiner Re-
wir sind vor Ort und machen Druck. Wir be- gung ziehen oder hinter unklaren Formulie- zung bei einer Aktion oder als Stütze für Hunderttausende haben sich in den Atom-FreundInnen an. gion an. Melde Dich dazu
lagern die Koalitionäre. rungen verstecken: Wir zeigen es auf. viele Tage, melde Dich schnell per E-Mail an vergangenen 40 Jahren aktiv gegen Nutze die Kontakte, die bei info@ausgestrahlt.de.
Dazu wird .ausgestrahlt eine Ständige Wann die Verhandlungen und damit mitmachen@ausgestrahlt.de. Schick uns Atomkraft zur Wehr gesetzt. Mit unzäh- Du auf der Demo in Berlin Dahin kannst Du auch Dei-
Vertretung der Anti-AKW-Bewegung in Ber- die „Ständige Vertretung“ beginnen, hängt bitte auch Deine Handynummer, wir wer- ligen Demonstrationen, Diskussionen und knüpfen konntest, um Dich ne Aktionsberichte und Termine
lin errichten. Wir organisieren Übernach- vom Wahlausgang ab und welche Verein- den für Berliner Aktionsinfos einen SMS- Aktionen, in Bürgerinitiativen, Umwelt- mit anderen aus Deiner Region schicken. Mehr Ideen unter:
tungsplätze für AktivistInnen, wir bieten barungen vorab in Sondierungsgesprächen Verteiler einrichten. verbänden, Anti-Atom-Gruppen und in zu vernetzen. Wenn Du Ansprechperson www.anti-atom-freundInnen.de

Das längste Anti-AKW-Transparent der Welt Allein oder zusammen kannst Du auch dies tun:
Eine Aktion für unsere Präsenz bei den nicht nach Berlin kommen können. Die Das Transparent kann bunt und viel- Zieh den Atomkonzernen den Stecker. Deinen privaten Atom- gefordert. Bist Du schon dabei? Hast Du schon Unterschriften
Koalitionsverhandlungen steht schon einzelnen Stücke nähen wir vor Ort zu- fältig sein. Mit Schattenrissen von Men- ausstieg kannst Du in nur fünf Minuten erledigen und zu einem gesammelt? Bestelle mit dem Formular auf Seite 15 Listen, um
fest: Mit dem längsten Anti-AKW-Trans- sammen. schen, Unterschriften oder Handabdrü- der vier empfohlenen Ökostrom-Anbieter wechseln. Oder über- selbst zu sammeln.
parent der Welt werden wir die Verhand- Du kannst mitmachen und alleine cken kann es zeigen, dass viele Menschen zeuge NachbarInnen, ArbeitgeberIn und FreundInnen. Asse, Gorleben und
andere Katastrophen

lungen einwickeln. oder mit anderen ein Bettlaken oder an- hinter der Forderung stehen. Was nicht Mehr dazu: www.atomausstieg-selber-machen.de Informiere und argumentiere - zum Beispiel mit un-
Fragen und Antworten zum Thema Atommüll

Die einzelnen Teile kommen von deren Stoff (Höhe ca. 1,40 Meter) be- drauf sein sollte: Parteienlogos oder Par- seren Argumente-Broschüren (siehe Seite 14). Viele
Dir, Deinen FreundInnen, KollegInnen, malen, besprühen, bepinseln, bedrucken teienparolen, denn die Anti-AKW-Bewe- Lass die Anti-Atom-Sonne aufgehen! Aufkleber, Anstecker, Leute werden eher durch einen Film angesprochen; eine
Bekannten. So können sich alle an der mit Deinen Forderungen. Zum Beispiel: gung ist parteienunabhängig Fahnen - mehr dazu auf Seite 14. Vorführung öffentlich oder im Freundeskreis regt zu Dis-
Belagerung beteiligen, auch, wenn sie „Atomkraftwerke abschalten!“ Ein paar Ideen, wie und wo Dein Transpa- kussionen an. Wir empfehlen dazu den Dokumentarfilm
rent entstehen kann: Sammle Unterschriften "Atomkraft abschalten". Schon mehr "Uranium - is it a Country?", der zeigt, wie schon der Abbau des
Die ersten Beiträge zum längsten • während eines Infostandes als 100.000 haben auf Initiative von .ausgestrahlt und campact AKW-Brennstoffs Uran die Umwelt zerstört. Mehr Informationen:
Transparent wurden bereit während • auf der Hinterhofparty „Atomkraft abschalten – Nein zum Ausstieg aus dem Ausstieg!“ www.nukingtheclimate.com
der Demo in Berlin hergestellt.
• in Deiner WG Anzeige
Foto: Stefan Diefenbach-Trommer
• während der Mittagspause auf Arbeit
• in einer Freistunde
Zu Herstellung und Versand des Plakats
kannst Du die örtliche Presse einladen.
Das Transparent kannst Du zunächst bei
Dir aufhängen, allerspätestens am 5. Ok-
tober solltest Du es schicken an: Aktion
Anti-Atom-Transparent
c/o Mehringhof Grundstücks-
verwaltung GmbH
Gneisenaustraße 2a
10961 Berlin

12 .ausgestrahlt Rundbrief 6 - Herbst 2009 13


Mitmachen Zettelwirtschaft

Der Sonnenaufgang geht weiter Post für .ausgestrahlt


„Atomkraft? Nein Danke!“ und alles andere im Webhop auf www.ausgestrahlt.de Ausgefüllten Bogen bitte per Post an .ausgestrahlt,
Am 5.9. ging die Sonne über Berlin auf und blieb dort Du kannst die Sonne auch bei Dir aufgehen lassen – die Fahne Normannenweg 17-21, 20537 Hamburg oder per Fax an 040 – 2531 89 44
eine ganze Weile kleben. Die Anti-Atom-Sonne mit der im Garten oder als Gardine oder für die nächste Anti-AKW-Demo,
Vor- und Nachname
Parole „Atomkraft? Nein Danke!“ ist weder altbacken den Aufkleber auf Briefkasten, Auto oder Fahrrad, den Button am
noch out. Sie klebte auf Laternenpfosten, Taschen und Backen, Revers oder an der Tasche: Zeig Flagge!
Straße, Nr.
sie prangte auf T-Shirts und sehr sichtbar wehte sie auf tausen- Sollte Dich jemand auf Dein Bekenntnis für atomstromfreie Ener-
den Fahnen über den Köpfen der Menge. gie ansprechen: unsere Broschüren liefern Dir gute Argumente.
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Ein helles Gelb, darauf die rote Anti- Die Argumente-Broschüren zu verschiedenen Themen fassen Fakten und Bewertungen Telefon (für Rückfragen)
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den Vorgarten. Es gibt sie recht- • Uran: Der schmutzige Atom-Brennstoff O alle drei Monate diesen Rundbrief Z515 ___ „Atomenergie dient nicht dem Klimaschutz“ (40 Cent) Z500
eckig, 90 Zentimeter breit • Atomkraftwerke machen Kinder krank O alle drei Monate _____ Rundbriefe zum Auslegen Z515
Atomkraftwerke Asse, Gorleben und Atomenergie dient
machen Kinder krank
Fragen und Antworten zum Krebsrisiko
rund um Atomanlagen
andere Katastrophen
Fragen und Antworten zum Thema Atommüll
nicht dem Klimaschutz
Eine Erwiderung
auf die Klima-Propaganda
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*überarbeitete Auflage
der Atomlobby

(so wehte sie meistens • Atomenergie dient nicht dem Klimaschutz! O alle ein bis drei Wochen den E-Mail-Newsletter
in Berlin), und fast • Asse, Gorleben und andere Katastrophen ___ „Atomkraftwerke machen Kinder krank“ (40 Cent) Z520
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ter Breite. 100 gute Gründe gegen Atomkraft ___ Plakate A2 zu den Koalitionsverhandlungen Z554 und 10 Broschüren "100 Gründe" (18 Euro) Z543
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ist spiralgebunden mit Aufhängung in der Plakate mit unseren Forderungen an die Koalitions-Parteien drucken wir direkt Natürlich kannst Du auch selbst einen Dauerauftrag bei Deiner Bank einrichten. Für Sofortspenden gibt es umseitig ein Überweisungsformular oder auf www.ausgestrahlt.de die Möglichkeit zur
Mitte und auch prima zum Verschenken. nach der Wahl. Du kannst jetzt schon bestellen, ab Anfang Oktober liefern wir. Online-Spende. .ausgestrahlt ist gemeinnützig, Spenden können beim Finanzamt geltend gemacht werden. Wir verschicken Spendenbescheinigungen Anfang des nächsten Jahres.

14 .ausgestrahlt Rundbrief 6 - Herbst 2009 15


Impressum
.ausgestrahlt Spendenkonto
Normannenweg 17-21 .ausgestrahlt e.V. .ausgestrahlt | Normannenweg 17-21 | 20537 Hamburg
Bei Unzustellbarkeit oder Umzug bitte Anschriftenberichtigungskarte an Absender.
20537 Hamburg Nr. 2009306400
info@ausgestrahlt.de BLZ 430 609 67 
www.ausgestrahlt.de GLS Gemeinschaftsbank

Redaktion: Stefan Diefenbach-Trommer, Jochen Stay | Mitarbeit: Armin Simon | Layout:


www.holgermmueller.de | Druck: Pachnicke, Göttingen. Gedruckt auf Recycling-papier |
Auflage: 23.000 | V.i.S.d.P.: Jochen Stay, Auf dem Berg 19, 29439 Jeetzel

Dein Beitrag zum Atomausstieg


Wir rufen immer wieder neu zu Spenden Ob weitere Atomkraftwerke vom Netz AtomkraftgegnerInnen geworden. Derzeit
auf, da .ausgestrahlt nur so lange funk- gehen oder nicht, entscheidet sich in wächst der Kreis der Menschen stark an,
tioniert, wie Du und andere Unterstüt- erster Linie nicht bei, sondern nach der denen wir den Rundbrief schicken. Das
zerInnen dies ermöglichen. Dies hat in Wahl. Entsprechend groß wird in den kom- ist erfreulich, verursacht aber auch im-
den vergangenen Monaten wunderbar menden Wochen hoffentlich das Engage- mense Kosten.
geklappt und dafür an dieser Stelle ein ment aller aktiven AtomkraftgegnerInnen Uns ist es wichtig, den Rundbrief
großes Dankeschön! sein. .ausgestrahlt steckt mitten in den weiter kostenfrei an alle Interessierten
Diesmal sind es vor allem zwei Vor- Planungen für eine ganze Reihe von Ak- schicken zu können. Das kann aber nur
haben, für die wir Deine Unterstützung tionen. Dafür brauchen wir jetzt Deine funktionieren, wenn die Kosten von de-
brauchen: finanzielle Unterstützung: Wir müssen in nen gemeinsam getragen werden, die es
Berlin Räume anmieten, Aktionsmaterial sich leisten können. Derzeit decken die
1. Bitte ermögliche die Aktionen anschaffen, erneut viel Geld in die Mo- Spenden, die auf einen Rundbrief ein-
zu den Koalitionsverhandlungen! bilisierung stecken und auch unser Team gehen, nur etwa die Hälfte der dafür
bezahlen, damit alles gut organisiert ist. nötigen Ausgaben. Ein solches Defizit
Man sollte das Eisen schmieden, so lange können wir auf Dauer nicht tragen. Am
es heiß ist. Und das Eisen Atomausstieg 2. Bitte ermögliche, dass dieser besten planen können wir, wenn wir re-
ist derzeit heiß wie schon lange nicht Rundbrief weiter erscheinen kann! gelmäßige Spenden per Einzugsermächti-
mehr: Die Skandale um Asse, Krümmel gung (auf der Innenseite dieses Blattes)
und Gorleben auf der einen Seite und Trotz Internet und E-Mail-Newsletter ist oder Dauerauftrag bekommen. Für Deine
eine Anti-Atom-Bewegung, die so stark der gedruckte .ausgestrahlt-Rundbrief Unterstützung sage ich schon heute:
ist, wie seit Jahrzehnten nicht mehr, inzwischen, das wird uns immer wieder
eröffnen große Chancen. Die wollen wir bestätigt, zu einer unerlässlichen Infor- Herzlichen Dank!
gemeinsam mit Dir nutzen. mations- und Motivationsquelle für viele Jochen Stay (für das .ausgestrahlt-Team)

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